Kategorie: Nordost

  • Seine-Maritime: In Dieppe werden Jakobsmuscheln für fünf Euro pro Kilo verscherbelt

    Seine-Maritime: In Dieppe werden Jakobsmuscheln für fünf Euro pro Kilo verscherbelt

    Die Jakobsmuschel ist eines der wichtigsten Produkte zum Jahresende in Frankreich. Seit Anfang Januar ist sie für die Verbraucher allerdings weniger attraktiv. Die Preise sind zu Beginn des Jahres stark gesunken, das Angebot ist höher als die Nachfrage.

    Fünf Euro für ein Kilo Jakobsmuscheln auf dem Fischmarkt in Dieppe (Seine-Maritime). Seit Beginn der Saison waren die Preise noch nie so niedrig. Ein Schnäppchen für die Kunden. „Die Kaufkraft ist im Moment für alle ziemlich niedrig. Wenn man sich eine kleine persönliche Freude machen will, tut es gut, etwas weniger zu bezahlen“, sagt ein Mann auf dem Sender France 3.

    Viele Muscheln
    Die Zahl der Verbraucher ist seit dem Ende der Weihnachtsfeiertage zurückgegangen, die Preise sind gesunken, da die Bestände immer noch groß sind. „Es grosse Bestände an Muscheln, immer mehr. Die Ressourcen zu schonen ist gut. Aber in Dieppe lagen wir vor ein oder zwei Jahren noch bei 40 Tonnen pro Tag, jetzt sind es 60“, erklärt Miguel Marguerie, Reedereibesitzer und Muschelfischer. Um die Bestände zu regulieren, haben die Präfektur und die Seefahrtsbehörden die Anzahl der Anlandungen pro Tag von vier auf drei reduziert.

  • Zerschlagung der größten Fabrik für gefälschte Zigaretten in Frankreich

    Zerschlagung der größten Fabrik für gefälschte Zigaretten in Frankreich

    Die größte Fabrik für gefälschte Zigaretten in der Geschichte Frankreichs wurde am Donnerstag, dem 12. Januar, von der Gendarmerie ausgehoben. Die Anlage befand sich in der Nähe von Rouen. Es wurden fast 100 Tonnen Tabak beschlagnahmt und neun Personen festgenommen.

    Es gab alles, um gefälschte Zigaretten herzustellen, zu verpacken und zu versenden, einschließlich eines Wohnraums, um die Räumlichkeiten nicht verlassen zu müssen. Die Gendarmerie hat am Donnerstag, dem 12. Januar, in der Nähe von Rouen die bislang größte illegale Zigarettenfabrik in Frankreich ausgehoben.

    Es wurden mehr als 100 Tonnen Produkte beschlagnahmt, 55 Tonnen Zigaretten und 50 Tonnen Etiketten, Filter, Papier und Verpackungen. Außerdem fand man 18 Tonnen Tabakrückstände und Zigarettenabfälle. Der Weiterverkaufspreis der illegal hergestellten Zigaretten wird laut der Gendarmerie nationale auf 13,7 Millionen Euro geschätzt. Es handelt sich bislang um die größte illegale Fabrik dieser Art, die bislang in Frankreich entdeckt wurde.

    Neun Personen wurden im Zuge der Durchsuchungen festgenommen und am Sonntag, dem 15. Januar, einem Untersuchungsrichter vorgeführt. Gegen diese Personen wurde wegen „bandenmäßigen Besitzes gefälschter Waren“, „Besitz und Einfuhr“, „Schmuggel und bandenmäßiger Einfuhr von Tabakwaren und Waren, die unter einer gefälschten Marke angeboten werden“, Anklage erhoben. Vier der Angeklagten wurden in Untersuchungshaft genommen. Die anderen fünf wurden unter richterliche Aufsicht gestellt. Die meisten Angeklagten stammen aus Moldawien und sind zwischen 21 und 55 Jahre alt.

    „Es handelt sich bis heute um die größte aktive Fabrik für gefälschte Zigaretten, die in Frankreich entdeckt wurde“, bestätigte Oberst Thierry Jourdren von der Gendarmerie nationale in Rouen , am Sonntag gegenüber Franceinfo.

    Die Gendarmen entdeckten in Saint-Aubin-lès-Elbeuf in der Nähe von Rouen eine hochmoderne Herstellungsanlage. Diese Fabrik bestand aus drei Einheiten. Eine Produktionseinheit mit zwei Linien, eine weitere zur Herstellung von Zigaretten aus Rohtabak und schließlich eine weitere für die Verpackung in Schachteln und dann in Stangen, die den Namen eines bekannten Herstellers trugen.

    Vor Ort entdeckten die 60 Gendarmen auch einen Lagerbereich, in dem die Zigarettenstangen mit Folie umwickelt in Kartons verpackt auf Paletten auf ihre Auslieferung warteten.

    Um ihre Produktionsstätte in industriellem Maßstab betreiben zu können, hatten sich die Täter auch einen kompletten Wohnbereich vor Ort eingerichtet. Es gab einen Schlafsaal mit ca. 15 Schlafplätzen, eine Kochnische, einen Essbereich und einen Entspannungsbereich, was es den Fälschern ermöglichte, vor Ort völlig autonom zu leben. Darüber hinaus gab es einen Generator und etwa eine Tonne Lebensmittel, die von der Gendarmerie anschliessend an eine Nahrungsmittelbank gespendet wurden.

    Alle beschlagnahmten Produkte der Zigarettenherstellung wurden sofort vernichtet, ebenso wie die Produktionsmaschinen, so die Gendarmerie. Die Produktionsstätte befand sich in einem Industriegebiet. Ein Standort, der für Oberst Thierry Jourdren nicht überraschend ist: „Es ist ein Gebiet abseits eines Ballungsraums, in dem LKWs ein- und ausfahren, daher blieb diese Einrichtung unbemerkt.“

    Der Schmuggel von Tabac und Zigaretten boomt. Im Jahr 2020 wurden in Frankreich etwa 284 Tonnen geschmuggelter Tabak beschlagnahmt, im Jahr 2021 waren es schon 402 Tonnen und in den ersten zehn Monaten des Jahres 2022 über 600 Tonnen, davon mehr als zwei Drittel Zigaretten.

    Kriminelle Organisationen aus Osteuropa, von den baltischen Staaten bis zum Balkan, haben den Tabakschmuggel fest im Griff. Die Fabriken, die früher in der Ukraine und in Polen angesiedelt waren, wurden nach der russischen Offensive in der Ukraine insbesondere nach Frankreich und Belgien verlagert.

    In Frankreich macht der Schwarzmarkt nach Angaben der Behörden inzwischen etwa 30% des im Umlauf befindlichen Tabaks aus. Experten gehen von noch höheren Zahlen aus. Die modernen Schmuggler sind heute bestrebt, Produktion und Konsum näher zusammenzubringen, um die Transportkosten zu optimieren.

    Sieben Millionen Euro Gewinn für drei Monate Geschäftstätigkeit
    Die enormen Gewinne, die mit gefälschten Zigaretten erzielt werden können, wecken den Appetit krimineller Organisationen, die sich bisher auf Drogenhandel spezialisiert haben. Die Herstellungskosten betragen etwa einen Euro pro Paket, der Rest ist Gewinnspanne.

    Eine illegale Fabrik funktioniert maximal drei Monate lang. Die Maschinen produzieren durchschnittlich 700 Pakete pro Minute und 4.200 Stangen pro Stunde. Jede Maschine kostet zwischen 50.000 und 200.000 Euro, sind aber innerhalb weniger Tage rentabel und die Gewinnspannen sind atemberaubend.

    Bei einer Arbeitszeit von acht Stunden pro Tag erwirtschaften diese Fabriken laut Zollinformationen 80.000 bis 120.000 Euro pro Tag, das bedeutet 7 Millionen Euro in drei Monaten.

  • Zeugenaufruf: Marie-France und Richard werden seit Neujahr vermisst

    Zeugenaufruf: Marie-France und Richard werden seit Neujahr vermisst

    Marie-France Dumortier und Richard Di Gennaro, 79 und 83 Jahre alt, werden seit dem 1. Januar 2023 vermisst. Sie waren auf dem Weg in ihre Wohnung in Roubaix in der Nähe von Lille. Die Polizei hat einen Zeugenaufruf gestartet.

    Marie-France Dumortier und Richard Di Gennaro im Alter von 79 bzw. 83 Jahren haben seit dem 1. Januar 2023 kein Lebenszeichen mehr von sich gegeben, wie die Zeitung Le Midi Libre berichtet. Das Paar kehrte nach der Neujahrsfeier, die sie in Mairieux in der Nähe von Maubeuge mit Freunden verbrachten, nicht mehr in ihr Haus in Roubaix in der Nähe von Lille zurück. Sie fuhren in einem dunkelgrauen Citroën C3 und sollten per SMS ihren Freunden mitteilen, dass sie gut zu Hause angekommen seien, was jedoch nicht geschah. Ihr Telefon zum letzten Mal um 18.47 Uhr in Richtung La Longueville auf der Landstraße D649, die Maubeuge mit Valenciennes verbindet, eingeschaltet.

    Als sie das Haus leer vorfand, schlug die Haushaltshilfe des Paares am nächsten Tag Alarm. Am 10. Januar veröffentlichte die Direction départementale de la sécurité publique (DDSP) du Nord dann eine Suchmeldung.

    https://twitter.com/PoliceNat59/status/1612745910278037504

    Marie-France Dumortier trägt eine Brille, hat halblanges weißes Haar und ist von durchschnittlicher Statur. Richard Di Gennaro, hat einen kahlen Kopf und ist Diabetiker. Ihr Auto hat das Kennzeichen AA-079-QE. Personen, die Informationen haben, die den Ermittlungen helfen könnten, können sich unter den Rufnummern 03 20 81 34 40 oder 03 20 81 34 92 an die Polizeistation Roubaix wenden. Das Kommissariat in Roubaix hat Ermittlungen aufgenommen.

  • Justiz: Zuckerfabrikant wegen Verschmutzung des Flusses Schelde verurteilt

    Justiz: Zuckerfabrikant wegen Verschmutzung des Flusses Schelde verurteilt

    Ein Gericht in Lille im Norden Frankreichs verurteilte den Zuckerhersteller Téréos am Donnerstag, dem 12. Januar, zu einer Geldstrafe von 500.000 Euro.

    Am Donnerstag, dem 12. Januar, verurteilte ein Gericht in Lille (Nordfrankreich) den Zuckerhersteller Téréos wegen moralischer und ökologischer Schäden zu einer Geldstrafe von 500.000 Euro, da er fahrlässig gehandelt und den Fluss Schelde verschmutzt habe. Das Unternehmen muss außerdem mehrere Umwelt- und Gebietsverbände entschädigen. „Ich für meinen Teil bin zufrieden zu sehen, dass der ökologische Schaden einmal mehr anerkannt und entschädigt wird. Verschmutzung ist teuer“, sagte Corinne Lepage, Staatsanwältin der Region Wallonien auf dem Sender France 3.

    Im April 2020 verendeten Dutzende Tonnen Fische im Scheldekanal, nachdem ein Damm in der Nähe der Fabrik Escaudoeuvres gebrochen war und 100.000 m3 verunreinigtes Wasser in den Fluss freigesetzt wurden, was verheerende Folgen für die Tier- und Pflanzenwelt hatte. Der Anwalt von Téréos bedauerte die Härte des Urteils und wies darauf hin, dass eine Verpflichtung zur Wiedergutmachung des Schadens nicht anerkannt werde. Die Geschäftsführung von Téréos hat jetzt zehn Tage Zeit, um gegen das Urteil Berufung einzulegen.

  • Weihnachtsbäume als neue Waffe gegen die Erosion

    Weihnachtsbäume als neue Waffe gegen die Erosion

    Nachdem sie in französischen Wohnzimmern die Stars der Weihnachtszeit ware, sollen die Weihnachtsbäume jetzt die Küsten retten. In Gouville-sur-Mer in der Normandie werden die ausgemusterten Nadelbäume am Fuß der Dünen abgelegt, um so die Erosion zu bremsen.

    Seit drei Jahren nun schon bringen Einwohner von Gouville-sur-Mer (Manche) nach Weihnachten ihre Tannenbäume an den Strand. Das ist schon fast zu einer Tradition geworden. Einmal abgelegt, werden die Tausenden von Nadelbäumen dazu beitragen, die Düne zu verfestigen. „Es ist eine Sandfalle, das Meer steigt mit der Flut und der Sand wird in den Tannenzweigen gefangen, die mit Faschinen, früher für die Fischerei verwendeten Haken, befestigt werden“, erklärt Dominique Dujardin, Vorsitzender des Vereins „Le trait de côte“ (Der Küstenstreifen) gegenüber France Télévisions. Mit dieser Technik gewinnt die Düne jedes Jahr mehr als einen Meter Breite hinzu. Eine umweltfreundliche Lösung zur Bekämpfung der Dünenerosion, auf die der Bürgermeister der kleinen Gemeinde in der Normandie sehr stolz ist.

    „Fünf Meter Dünen wiederzugewinnen, und das alles nur mit Tannenbäumen, das ist unglaublich“.

    Im vergangenen Jahr wurden 2.000 Tannenbäume im Sand abgelegt und fanden so ein zweites Leben. Dieses Jahr möchten die Anwohner diese Menge noch übertreffen.

    Es ist eine effizientere Lösung als andere üblicherweise verwendete Techniken wie zum Beispiel die Geotubes, die 2017 am Strand installiert wurden, um einen vom steigenden Wasser bedrohten Campingplatz zu schützen. Diese riesigen, mit Sand gefüllten Plastiksäcke erwiesen sich als völlig unwirksam. „Schnell hat sich das Meer hinter die Rohre geschoben und die Düne ausgehöhlt. Auch wenn sie den Strand schützten, haben sich die grossen Säcke verformt und sind verrutscht“, stellte Béatrice Gosselin, Gemeinderätin in Gouville-sur-Mer, fest. Da sie durch die Gezeiten instabil und brüchig geworden waren, landeten Teile dieser riesigen Plastiksäcke im Meer.

  • Frankreich: Der Weihnachtsmann sammelt Geschenkverpackungen zum Recyceln ein

    Frankreich: Der Weihnachtsmann sammelt Geschenkverpackungen zum Recyceln ein

    Um den Abfall nach Weihnachten zu begrenzen, werden Geschenkverpackungen gesammelt. Dies ist zum Beispiel im Departement Nord der Fall.

    In den friedlichen Straßen von La Madeleine (Nord) muss der Weihnachtsmann Überstunden machen. Das lässt die Kinder mit offenem Mund staunen. Auf einem ungewöhnlichen Schlitten sammelt er das gebrauchte Geschenkpapier ein, das sich am Wochenende vom 24. auf den 25. Dezember angesammelt hat. „Das ist nicht üblich, das ist schon klar“, schmunzelt der Weihnachtsmann vor der Kamera des Senders France 3. Fast alle Straßen der Stadt werden von ihm befahren, und die Einwohner, ob groß oder klein, machen aus ihrer Begeisterung keinen Hehl.

    Eine neuartige Weihnachtsparade, um die Bevölkerung zu sensibilisieren.
    „Es ist in jedem Fall besser, als die Kartons herumstehen zu lassen oder sie draußen zu entsorgen, also können wir sie auch gleich hier abgeben, und man weiß, dass sie recycelt werden“, begrüßt ein Einwohner die Aktion. Diese ungewöhnliche Weihnachtsmann-Parade wurde von der Stadtverwaltung organisiert, um das Bewusstsein der Bewohner für Umweltfragen zu schärfen. In Douai (Nord) hat eine Sammlung von Tannenbäumen begonnen. Es werden nur natürliche Tannenbäume ohne Dekoration angenommen. Sie werden anschliessend in eine nahegelegene Fabrik gebracht, wo sie zu Brennstoffen recycelt werden.

  • Anonymer Spender schickt Umschläge mit Bargeld an mehrere Gemeinden im Departement Nord

    Anonymer Spender schickt Umschläge mit Bargeld an mehrere Gemeinden im Departement Nord

    Unbekannter Spender schickten 12.000 Euro in bar an etwa 30 Gemeinden. Die Geldscheine steckten in Umschlägen mit dem einfachen Satz: „C’est pour le Téléthon“ (Das ist für die Telethon-Spendenaktion).

    Es ist ein oder eine mysteriöse(r) Spender(in), der oder die in Nordfrankreich für Gesprächsstoff sorgt. Anonyme Briefe mit jeweils mehreren hundert Euro wurden an Gemeinden im Departement Nord geschickt. Vor einem Monat erhielt der Bürgermeister von Renescure, einer Gemeinde mit etwa 2.000 Einwohnern, einen dieser Briefe. „Eine Spende von 450 Euro in diesen Zeiten ist grossartig“, freut sich Frédéric Jude auf dem Sender France 2. Etwa 30 Gemeinden sollen ähnliche Briefe mit der gleichen Anweisung erhalten haben, die Spenden an den Telethon zu übermitteln.

    Insgesamt wurden von den Gemeinden so mehrere Tausend Euro an die Association française contre les myopathies überwiesen. Um mehr über die Person zu erfahren, die hinter den Spenden steht, hat der Sender France 2 diese Briefe einer Expertin gezeigt. „Ich würde tendenziell von einer weiblichen Handschrift ausgehen. Wir haben eine sehr zittrige Handschrift, die mich darauf schließen lässt, dass diese Person eher älter sein könnte“, analysierte die Graphologin Marie-Eléonore Gandouly. Es ist aber sehr schwer, die genaue Identität der Person festzustellen, die auf diese mysteriöse Art ein außergewöhnliches Weihnachtsgeschenk gemacht hat.

    In Frankreich ist der Telethon eine sehr populäre Wohltätigkeitsveranstaltung, die seit 1987 von der Association française contre les myopathies (AFM) organisiert wird, um Forschungsprojekte zu finanzieren, die sich hauptsächlich mit neuromuskulären genetischen Erkrankungen (Myopathien, Steinertsche Myotonie), aber auch mit anderen seltenen genetischen Erkrankungen befassen. Das Geld wird auch zur Unterstützung und Begleitung von an Myopathie leidenden Patienten im Alltag verwendet.

    Der Telethon wird mit Hilfe von France Télévisions organisiert, das jedes Jahr am ersten Wochenende im Dezember einen Fernsehmarathon auf seinen Kanälen veranstaltet, sowie mit Hilfe des Lions Clubs.

  • Massenkarambolage mit 3 Toten und 11 Verletzten auf der A1 am Abend des 24. Dezembers

    Massenkarambolage mit 3 Toten und 11 Verletzten auf der A1 am Abend des 24. Dezembers

    Bei einer Massenkarambolage auf der Autobahn A1 zwischen Lille und Paris kamen am Abend des 24. Dezember drei Menschen ums Leben. Unter den Opfern ist auch ein Kind. Elf Personen wurden verletzt.

    Drei Menschen, darunter ein Kind, starben am Samstagabend bei einer Massenkarambolage auf der A1 in der Nähe von Herbécourt (Somme) und elf wurden verletzt, wie die Feuerwehr über Twitter mitteilte. An der Kollision, die sich am frühen Abend ereignete, waren nach Angaben der Feuerwehr und des Verkehrsinformationszentrums Bison Futé drei Fahrzeuge beteiligt, und zwar in der Nähe von Herbécourt in der Fahrtrichtung Lille-Paris.

    Nach Angaben der Feuerwehr starben drei der fünf Personen, die sich in einem ersten, in Rumänien zugelassenen Fahrzeug befanden, zwei Erwachsene und ein Kind. Die beiden anderen Insassen wurden schwer verletzt. In den beiden anderen betroffenen Fahrzeugen wurden nach Angaben der Feuerwehr neun Personen leichter verletzt. Alle elf Personen wurden in drei Krankenhäuser des Departements, in Péronne, Montdidier und Amiens, transportiert.

    Mehr als fünfzehn Fahrzeuge der Feuerwehr waren im Einsatz, ebenso wie die Gendarmerie und verschiedene Rettungsfahrzeuge des SAMU. Die Autobahn wurde teilweise gesperrt.

  • Biodiversität: Vogelschutzgebiet auf Firmengelände

    Biodiversität: Vogelschutzgebiet auf Firmengelände

    In Frankreich hat eine bekannte Baumarktkette in Templemars im Norden des Landes gerade das Gütesiegel „Refugium“ der Liga für Vogelschutz erhalten.

    Es ist nur Brachland zwischen einer Straße und einem Lagerhaus. Doch das Gebiet in Templemars (Nordfrankreich) ist eine Goldgrube für die Artenvielfalt der Region. Das Gelände gehört der Kingfisher-Gruppe, der Muttergesellschaft von Castorama. Damien Villotta arbeitet für die Liga für Vogelschutz (LPO) und setzt sich für den Schutz dieser Naturinseln ein. „Hier gibt es eine natürliche Speisekammer, viele Insekten, die sich in der Nähe der niedrigen Vegetation, des Bodens und der Samen befinden, die noch auf den Blumen sitzen“, erklärt er auf dem Sender France 3.

    Verschiedene Blumen, Sträucher und dornige Pflanzen bedecken das verwahrloste Grundstück. Auf dem Gelände sind 10 Hektar so konzipiert, dass sich die Natur uneingeschränkt entwickeln kann. Es darf nicht näher als 10 cm über dem Boden gemäht werden und 2011 wurden hier Bienenstöcke aufgestellt. „Wir haben auf dem gesamten Gelände eine Bestandsaufnahme gemacht. Wir haben über dreißig Vogelarten entdeckt (…), von denen 19 geschützt sind“, berichtet Sandrine Lefebvre, Managerin in der Immobilienabteilung der KingFisher-Gruppe. Der Firmenstandort ist seit diesem Sommer als Vogelschutz-Refugium klassifiziert.

  • Frankreichs erste „positive“ Mautstelle in Lille: Wie funktioniert der neue Ökobonus?

    Frankreichs erste „positive“ Mautstelle in Lille: Wie funktioniert der neue Ökobonus?

    Die Maßnahme wird als „Anti-Stau-Bonus“ beworben, um insbesondere die A1 und die A23 morgens und abends zu entlasten. Autofahrer, die darauf verzichten, während der Hauptverkehrszeiten auf den am meisten verstopften Straßen allein mit dem Auto zu fahren, erhalten einen Bonus.

    Die Verwaltung von Lille stimmte am Freitagabend für die Einführung eines Bonus, der an Autofahrer gezahlt wird, die während der Hauptverkehrszeiten auf den staureichsten Strecken mit anderen im Auto fahren. Für den Bonus von zwei Euro pro Fahrt kommen diejenigen in Frage, die auf Fahrgemeinschaften umsteigen und ihre Fahrten auf weniger intensive Zeiten verlegen.

    Inspiriert von einer holländischen Maßnahme
    Dieser „Ökobonus“, der auch als „Anti-Stau-Bonus“ bezeichnet wird, um insbesondere die A1 und die A23 morgens und abends zu entlasten, wurde von einer Maßnahme inspiriert, die 2015 in Rotterdam eingeführt wurde, und ist laut der Regionalverwaltung von Lille eine „Premiere in Frankreich“. Die Maßnahme, die auf einem System zur automatischen Erkennung von Nummernschildern beruht, scheiterte lange Zeit am Datenschutz, der die Speicherung der Nummern ohne die Zustimmung der Autobesitzer verhinderte. Die Autofahrer sollen sich daher ab dem Frühjahr 2023 freiwillig melden und der Speicherung ihrer täglichen Fahrten anhand der Nummernschilder zustimmen. Anschliessend werden 5.000 von ihnen im Sommer 2023 für ein erstes, neunmonatiges Testprogramm ausgesucht.

    Bonus von zwei Euro pro Fahrt
    Für jede Mitfahrt in einer Fahrgemeinschaft und somit jede vermiedene Fahrt mit dem eigenen Wagen, was über eine App gemeldet wird, gibt es einen Bonus von zwei Euro bis zu einer Obergrenze von 80 Euro pro Monat. Die Regionalverwaltung erhofft sich so eine Verringerung des Verkehrsaufkommens zu den Hauptverkehrszeiten auf der A1, wie sie in einer Pressemitteilung erläuterte. Die neue Regelung hat vorerst eine Laufzeit von drei Jahren und soll rund neun Millionen Euro kosten. Die grünen Mitglieder des Regionalrats fordern jedoch, stattdessen eher „wirksame Alternativen“ zum Auto zu entwickeln.