Kategorie: Nordost

  • Vor 19 Jahren zu unrecht verurteilt: „Ich wünsche niemandem, das zu erleben, was ich erlebt habe“

    Vor 19 Jahren zu unrecht verurteilt: „Ich wünsche niemandem, das zu erleben, was ich erlebt habe“

    Das Mädchen, das ihn 1998 beschuldigt hatte, gab in einem Brief, den sie 2017 an den Staatsanwalt von Douai schickte, zu, gelogen zu haben. Der 41-jährige Farid El Hairy sagt, dass er „von der Justiz missbraucht“ wurde.

    „Ich wünsche niemandem, das zu erleben, was ich erlebt habe“, sagte Farid El Hairy am Donnerstag, dem 15. Dezember, im Gespräch mit Franceinfo, nachdem das Revisionsgericht seine Verurteilung aus 2003 ohne neuen Prozess aufgehoben hatte. Der 41-jährige Mann war 2003 von der Cour d’Assises des mineurs du Nord wegen „Vergewaltigung“ und „sexueller Übergriffe“ verurteilt worden.

    Eine Jugendliche hatte ihn 1998 beschuldigt, sie vergewaltigt zu haben, als sie 14 und er 17 Jahre alt war. Farid El Hairy hat stets seine Unschuld beteuert. Im Jahr 2017 zog die Anklägerin, Julie D., ihre Aussage in einem Schreiben an den Staatsanwalt von Douai zurück. Darin gab sie an, „gelogen“ zu haben und in Wirklichkeit in ihrer Kindheit von ihrem älteren Bruder vergewaltigt worden zu sein.

    „Meine Eltern sind heute im Krankenhaus. Ich werde sie sofort anrufen, ich muss ihnen die Nachricht mitteilen. Ich werde meine Frau anrufen, ich werde meine Kinder anrufen, denn heute wird eine Seite umgeschlagen“, freut sich Farid El Hairy.

    „Sie müssen verhindern, dass so etwas noch einmal passiert“
    „Wenn du ein neunjähriges Mädchen hast, das dir Fragen stellt, weil sie dich im Fernsehen gesehen hat, sie hört Dinge und sie ist alles andere als dumm, sie findet das niederträchtig“, fährt Farid El Hairy fort. Ein Kind, das nicht versteht, wie sein Vater die Justiz und die Polizei noch respektieren kann: „Sie hat mir gesagt Papa, wie kannst du sie lieben?“

    „Ich wurde damals von der Justiz misshandelt, aber es war ein Team von fünf-sechs Personen. Es darf wirklich nicht die Justiz im Allgemeinen in Frage gestellt werden, aber auf jeden Fall müssen sie verhindern, dass so etwas noch einmal passiert“, so Farid El Hairy.

  • 3 Migranten sterben bei Bootsunglück im Ärmelkanal – 43 können gerettet werden

    3 Migranten sterben bei Bootsunglück im Ärmelkanal – 43 können gerettet werden

    Ein Boot mit Migranten kenterte am Mittwoch, dem 14. Dezember, im Ärmelkanal. 43 Menschen konnten gerettet werden, aber drei starben trotz des Eingreifens französischer und englischer Retter.

    Mehrere Dutzend Menschen klettern nach einer wahren Horrornacht entkräftet auf das Schiff der englischen Rettungskräfte. Das behelfsmäßige Boot der Migranten soll am Mittwoch, dem 14. Dezember, mitten in der Nacht mit etwa 50 Menschen an Bord gekentert sein. Die vorläufige Bilanz lautet drei Tote und 43 gerettete Personen, von denen einige aus dem Wasser gerettet werden mussten.

    Die Zahl der Todesopfer könnte noch steigen.

    Das Unglück wurde kurz vor 4 Uhr morgens von der englischen Küstenwache auf halbem Weg zwischen der französischen und der britischen Küste entdeckt. Die Temperaturen waren eisig, aber das Meer war ruhig, was möglicherweise für die Entscheidung der Schlepper der Migranten ausschlaggebend war, die Überfahrt zu wagen. Den ganzen Mittwoch über suchten Hubschrauber und Suchschiffe aus England und Frankreich das Gebiet ab. Die Zahl von drei Toten könnte sich in den nächsten Stunden noch erhöhen. Der Schiffbruch ereignete sich, nachdem der britische Premierminister am Dienstag einen umfassenden Plan zur stärkeren Bekämpfung der illegalen Einwanderung ankündigte.

  • Mann verletzt mit Beil und Messer vier Menschen in einer Lidl-Filiale

    Mann verletzt mit Beil und Messer vier Menschen in einer Lidl-Filiale

    Vier Personen wurden am Montag, dem 12. Dezember, in einer Lidl-Filiale in Jeumont im Norden Frankreichs mit Beil und Messer verletzt, zwei davon schwer. Der Angreifer war ein Mann, der anschließend versuchte, sich das Leben zu nehmen.

    Ein Mann hat am Montag, dem 12. Dezember, in einer Lidl-Filiale in Jeumont im Norden Frankreichs vier Personen verletzt, zwei davon schwer. Die beiden Schwerverletzten befinden sich nicht in Lebensgefahr, im Gegensatz zu dem Täter, der einen Selbstmordversuch unternommen hat, wie die Polizei erklärte.

    Die Tat ereignete sich gegen 19 Uhr, als der Mann unter anderem mit einem Beil bewaffnet in den Laden kam und dann auf die Kunden losging. Etwa zehn Personen waren zu diesem Zeitpunkt vor Ort.

    Der Angreifer trug auch zwei Messer mit sich.
    Laut der Polizei trug der Angreifer neben dem Beil auch zwei Messer mit sich. Derzeit gibt es noch keine Anhaltspunkte für die Motivation des Angreifers, der laut Polizei noch nicht identifiziert worden sei. Der etwa 40-jährige Mann hatte keine Papiere bei sich und versuchte, sich nach der Tat das Leben zu nehmen, indem er sich mit dem Messer an der Kehle verletzte.

  • Umwelt: Ehemaliges Bergarbeiterdorf als ökologischer Vorreiter

    Umwelt: Ehemaliges Bergarbeiterdorf als ökologischer Vorreiter

    In einem ehemaligen Bergbaugebiet in Nordfrankreich dienen stillgelegte Betriebe heute als Labor, um umweltfreundliche Lösungen zu finden. In Loos-en-Gohelle (Pas-de-Calais) sind die Spuren der Vergangenheit noch sichtbar und der ehemalige Bergbau nimmt immer noch einen wichtigen Platz ein. In dem Dorf wird der Winter von den Familien mit Nervosität erwartet. Trotz einer hohen Stromrechnung friert die Familie Jacquart. „Kurz gesagt ist es so, wir zahlen, aber wir frieren“, bedauert Aurélie Jacquart auf dem Sender France 3. Obwohl das Haus der Familie renoviert wurde, sind die Wände zu schlecht isoliert. Dabei floss in dem Dorf Loos-en-Gohelle reichlich Energie, als die Minen noch in Betrieb waren. Als der Kohleabbau eingestellt wurde, waren die Auswirkungen auf die Region sehr negativ. Die Grundstücke waren verseucht und die Arbeitslosigkeit stieg explosionsartig an. Seitdem hat sich der Bürgermeister der Stadt einer neuen Herausforderung gestellt, indem er aus dem ehemaligen Bergbaul…

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  • Austerndiebstahl: Vor dem Weihnachtsfest herrscht erhöhte Wachsamkeit bei den Austernzüchtern

    Austerndiebstahl: Vor dem Weihnachtsfest herrscht erhöhte Wachsamkeit bei den Austernzüchtern

    Austerndiebstähle häufen sich bei den Austernzüchtern. Diese sehen sich nun gezwungen, große Mittel einzusetzen, um ihre Austernbänke zu sichern. Dies ist zum Beispiel in der Normandie der Fall.

    In dieser Nacht sind in Mesquer (Loire-Atlantique) die Hubschrauber der Gendarmerie über den Austernbänken im Einsatz. Die durch Bodenpersonal verstärkte Überwachung soll in erster Linie gut sichtbar sein, um mögliche Austerndiebe zu verschrecken. Der Hubschrauber ermöglicht es, ein großes Gebiet abzudecken und die Männer am Boden zu alarmieren, wenn verdächtige Personen auftauchen. Diese Jahreszeit ist für die Austernzüchter besonders gefährlich. Eine besondere Wachsamkeit gilt den Betriebsgebäuden, in denen die reifen Austern gelagert werden, die bereit sind, an Handel verschickt zu werden.

    In der Vorweihnachtszeit werden in Frankreich Dutzende Tonnen Austern gestohlen
    Für die Austernzüchter machen die Wochen vor dem Jahresende oft mehr als 50% ihres Umsatzes aus. Das erklärt die starke Präsenz der Ordnungskräfte. Das ist auch in der Normandie der Fall. Hier patrouillieren die Gendarmen zu Pferd am Strand von Grandcamp-Maisy (Calvados). Die Kontrollen konzentrieren sich auf Gewerbetreibende, da es an diesem Strand nur selten zu Diebstählen durch Privatpersonen kommt. Jedes Jahr werden in Frankreich in der Vorweihnachtszeit Dutzende von Tonnen Austern gestohlen.

  • „Stech ihm ins Herz!“: Kind wird vom Vater aufgefordert, Wildschwein mit Messer zu töten

    „Stech ihm ins Herz!“: Kind wird vom Vater aufgefordert, Wildschwein mit Messer zu töten

    Ein von dem Naturforscher Pierre Rigaux scharf kritisiertes und schockierendes Video zeigt ein Kind, das aufgefordert wird, am Ende eines Jagdausflugs, ein Wildschwein mit einem Messer zu töten.

    Ein zehnjähriger Junge wird von seinem Vater aufgefordert, während eines Jagdausflugs ein Wildschwein zu töten, indem er es mit einem Messer ersticht. Das Internet reagiert auf die schockierenden Bilder.

    Auf dem Video, das von dem Naturforscher Pierre Rigaux weitergeleitet wurde, kann man hören, wie der Vater des Kindes dieses ermutigt. „Hab keine Angst, beeil dich schnell […] Stich ihm ins Herz“, befiehlt er seinem Sohn.

    „Das Kind ist sehr jung“
    Das Kind „stösst so gut es geht das Messer mehrmals in den Körper des Wildschweins, inmitten der Hunde, stolpernd, mit dem schreienden Wildschwein“, empört sich der Naturforscher.

    Das Video, das Ende November auf dem Twitter-Konto eines Jägers aus dem Departement Marne veröffentlicht wurde, wurde von dem Tierschutzaktivisten aufgegriffen, der die „lange Agonie“ des Tieres und die Gefährlichkeit der Handlung des Kindes kritisiert.

    Achtung, diese Bilder können schockieren:

    https://twitter.com/RigauxNature/status/1599748216521576448

    „Was so schockierend ist, ist, dass das Kind sehr jung ist, keine große Lust hat, das zu tun, und dass es dabei ein körperliches Risiko für das Kind gibt. Es befindet sich dort inmitten von Hunden und kann jeden Moment hinfallen. Es ist einfach gefährlich, einem Kind ein Messer zu geben und ihm zu sagen, dass es sich inmitten der Hunde in den Büschen einem Wildschwein nähern soll, das offensichtlich um sein Überleben kämpft“. Pierre Rigaux reichte beim Gericht in Chalons-en-Champagne eine Klage wegen Tierquälerei ein.

  • Kleine Katze dank der Sauerstoffmaske eines Feuerwehrmannes aus einem Brand gerettet

    Kleine Katze dank der Sauerstoffmaske eines Feuerwehrmannes aus einem Brand gerettet

    Die Feuerwehr im Departement Oise konnte eine Katze dank einer Sauerstoffmaske aus einem Feuer retten.

    Einer kleinen Katze wurde von der Feuerwehr das Leben gerettet. Der Einsatz ereignete sich am Montag, dem 5. Dezember, in Tracy-le-Mont im Departement Oise. Die alarmierten Feuerwehrleute konnten den Brand löschen, ohne dass jemand verletzt wurde.

    Die Katze der Familie hatte eine Rauchvergiftung erlitten. Die Rettungskräfte setzten ihr daher eine Sauerstoffmaske auf die Schnauze, damit sie wieder richtig atmen konnte.

    Das Tier wurde zur Kontrolle zum Tierarzt gebracht, aber ohne die besondere Aktion der Feuerwehr wäre es wahrscheinlich erstickt.

  • Lille: Sorge über Risse in Gebäuden in der Altstadt wächst

    Lille: Sorge über Risse in Gebäuden in der Altstadt wächst

    Drei weitere Gebäude mussten in der Nacht von Samstag auf Sonntag, dem 27. November, in Lille (Nordfrankreich) wegen Einsturzgefahr evakuiert werden.

    Im Stadtzentrum von Lille (Nord), in der Rue Lepelletier, sorgen mehrere Gebäude für Unruhe. Starke Risse alarmieren die Eigentümer und Bewohner. Einige haben die Feuerwehr gerufen. Der Zustand seines Kellers bereitet dem Hausbesitzer Martin Sorgen. „Wir stellen Risse fest, die ziemlich groß sind. Die Sorge ist groß. Die Feuerwehr hat uns versichert, dass es keine größeren Probleme gibt“, sagt Martin, der in dem betroffenen Haus eine Wohnung besitzt, gegenüber France 2.

    „Wir haben gesehen, wie die Wand bröckelt und sich ganz langsam bewegt“
    In der Nacht von Samstag auf Sonntag, dem 27. November, wurden 17 Personen aus drei Gebäuden im Stadtzentrum wegen möglicher Einsturzgefahr evakuiert. Es war Sébastien Dinielle, Kellner im Restaurant L’Orange Bleue, der die Rettungskräfte alarmiert hatte. Seit fünf Tagen sah er, wie die Risse immer größer wurden. Am Ende seiner Schicht spürte er, wie sich die Struktur des Restaurants bewegte. „Wir haben gesehen, wie die Mauer bröckelte und sich ganz langsam bewegte“, erzählt Sébastien Dinielle auf dem Sender France 2. Die Häufung solcher Phänomene in der Innenstadt von Lille könnte auf den Klimawandel zurückzuführen sein.

    Lesen Sie auch: Lille: 2 Gebäude stürzen mitten im Stadtzentrum in sich zusammen

  • Seine-Maritime: Spaziergänger entdecken menschlichen Fuß am Strand

    Seine-Maritime: Spaziergänger entdecken menschlichen Fuß am Strand

    An einem Strand in Fécamp im Département Seine-Maritime wurde ein menschlicher Fuß entdeckt. Untersuchungen wurden eingeleitet.

    Sie machten eine makabre Entdeckung. Am Samstag, dem 27. November, entdeckten Spaziergänger an einem Strand in Fécamp im Département Seine-Maritime einen menschlichen Fuß.

    Als die Spaziergänger auf dem Strand entlang liefen, wurden sie Zeugen einer ungewöhnlichen Ansammlung von Möwen. Die Vögel beschäftigten sich mit etwas, das die Spaziergänger zunächst nicht identifizieren konnten. Als sie näher kamen, erkannten sie jedoch, dass es sich um die Überreste eines menschlichen Fußes handelte.

    Die Polizei nahm Ermittlungen auf, die Identifizierung der Person, um deren Fuss es sich handeln könnte, gestaltet sich jedoch schwierig. Es wird zunächst nach Personen gesucht, die in letzter Zeit als vermisst gemeldet wurden, um eventuell DNS-Übereinstimmungen zu finden.

  • Seine-Maritime: Leiche eines als vermisst gemeldeten Mannes in einer Plastikbox gefunden

    Seine-Maritime: Leiche eines als vermisst gemeldeten Mannes in einer Plastikbox gefunden

    Der 25-jährige Mann wurde seit zwei Monaten vermisst. Die Autopsie ergab, dass er „nach mehrfacher und wiederholter Gewaltanwendung“ erdrosselt wurde. Zwei Verdächtige wurden in Polizeigewahrsam genommen.

    Die Leiche eines Mannes wurde bereits am Donnerstag, dem 24. November, in einer Plastikbox in Rives-en-Seine (Seine-Maritime) in der Nähe von Rouen gefunden, wie France Bleu Normandie am Samstag berichtete. Zwei Personen wurden angeklagt und inhaftiert. Das Opfer ist ein 25-jähriger Mann aus Lagny-le-Sec (Oise), der seit dem 21. September kein Lebenszeichen mehr von sich gegeben hatte. Er hatte sich damals im Departement Essonne aufgehalten und von dort seinen Vater telefonisch kontaktiert.

    Der Körper des jungen Mannes – der nach Angaben der Staatsanwaltschaft von Evry in einer Plastikbox im Fahrstuhlschacht eines Gebäudes in Rives-en-Seine gefunden wurde – weist Folterspuren auf. Unter Berufung auf eine Justizquelle meldet der Sender France Bleu Paris, dass der Tod schon am 26. September eingetreten ist. Darüber hinaus deutet die Autopsie darauf hin, dass er erwürgt wurde, „nach mehrfacher und wiederholter Gewalt“. Laut derselben Quelle konnten die Ermittler die Spur bis in die Normandie zurückverfolgen, nachdem sie das Mobiltelefon des Opfers ausfindig gemacht hatten.

    Zwei Personen, ein Mann und seine Lebensgefährtin im Alter von 31 und 29 Jahren, wurden wegen „Mordes“ und „Folter und Barbarei“ in Untersuchungshaft genommen. Der Hauptverdächtige wird als eine Person mit starker Neigung zur Gewalt dargestellt. Zwei Monate lang wurde die Leiche zunächst in einem Auto und dann in einem Keller versteckt, bevor die sterblichen Überreste schliesslich im Schacht eines Aufzugs gefunden wurden. Die beiden Verdächtigen lebten in einer Wohnung in dem Gebäude, in dem die Leiche des Opfers gefunden wurde. Nach ersten Erkenntnissen der Ermittler war diese Wohnung wahrscheinlich auch Schauplatz der grausigen Tat.

    Laut der Staatsanwaltschaft von Evry, die von France Bleu Normandie kontaktiert wurde, handelt es sich bei den mutmasslichen Tätern um Bekannte des Opfers. Sie hätten sich bei Rave-Partys getroffen. Nach einer Party im Département Essonne verschwand der junge Mann.