Kategorie: Grand Est

  • Wetter: Der erste Schnee fällt über den Vogesen

    Wetter: Der erste Schnee fällt über den Vogesen

    In der Nacht vom 27. auf den 28. November fielen im Département Vosges fast 20 Zentimeter Schnee. Am Dienstagmorgen waren einige Autofahrer in ihren Fahrzeugen blockiert.

    Auf dem Col de la Schlucht (Vogesen) hatte ein Autofahrer am Dienstagmorgen, dem 28. November, auf dem frisch gefallenen Schnee große Probleme. „Der Herr hatte keine Schneereifen (…) Sie sehen doch den Schnee, der da liegt…“, sagt ein anderer Fahrer gegenüber dem Sender France 2. In der Nacht vom 27. auf den 28. November sind 20 Zentimeter Schnee gefallen und die Fahrbahnen werden zu glatten Pisten. Nur die, die unbedingt müssen, gehen auf die Straße. „Es ist ein Abenteuer“, sagt ein Bewohner von Xonrupt-Longemer (Vogesen), der zu einem Vorstellungsgespräch fahren muss.

    Um den Verkehr zu gewährleisten, arbeitet Stéphane Bernard seit vier Uhr morgens. „Wir haben das ganze Jahr über keinen Schnee geräumt. Man muss die Fahrzeuge in Gang setzen, um zu sehen, ob alles gut funktioniert“, erklärt der Leiter der technischen Dienste. Auch in der Stadt Gérardmer ist von Panik keine Rede. Die Störungen halten sich im Moment insgesamt in Grenzen. Es ist aber weiterhin große Vorsicht geboten.

    Aufgrund der instabilen Schneedecke warnt Météo-France vor der Gefahr von Lawinen in höheren Lagen.

  • Dijon: Ein Mann wird von einer verirrten Kugel in seiner Wohnung getötet

    Dijon: Ein Mann wird von einer verirrten Kugel in seiner Wohnung getötet

    In der Nacht von Samstag auf Sonntag feuerten mehrere Personen, die in einem Fahrzeug unterwegs waren, auf verschiedene Gebäude in Dijon. Ein 55-jähriger Mann wurde durch einen der Schüsse tödlich verletzt, als er sich in seiner Wohnung befand, meldete der Staatsanwalt von Dijon.

    Ein Mann wurde in der Nacht von Samstag auf Sonntag, dem 26. November getötet, als er nichtsahnend in seiner Wohnung in Dijon schlief, nachdem auf die Fassade seines Gebäudes geschossen worden war, wie die Staatsanwaltschaft mitteilte. Laut dem Sender Franceinfo wurde der Mann um 0.50 Uhr für tot erklärt, nachdem eine Frau, die sich bei ihm befand, die Rettungskräfte gerufen hatte.

    Gegen 0.30 Uhr feuerten Personen aus einem Fahrzeug auf mehrere Gebäude. Der Mann war ein Kollateralopfer, weil er „über einem Dealing Point“ wohnte, so der Staatsanwalt.

    Die Schießerei ereignete sich im Stadtteil Stalingrad von Dijon. Zwei Personen seien auf der Flucht, so eine Polizeiquelle gegenüber dem Sender France Bleu Bourgogne, die darauf hinwies, dass erste Ermittlungen darauf hindeuteten, dass der Mann nicht das Ziel der Schützen gewesen sei.

    „Ich wünschte, Frankreich würde seine Einwohner besser schützen, ich will Dijon verlassen“, sagt eine geschockte Nachbarin unter Tränen.

  • Bas-Rhin: In Straßburg laufen die letzten Vorbereitungen vor der Eröffnung des berühmten Weihnachtsmarktes

    Bas-Rhin: In Straßburg laufen die letzten Vorbereitungen vor der Eröffnung des berühmten Weihnachtsmarktes

    Der berühmte Weihnachtsmarkt in Straßburg im Département Bas-Rhin wird am Freitag, 24. November eröffnet. Einen Tag vor dem Startschuss trafen die Händler gestern die letzten Vorbereitungen.

    Am Fuße des Straßburger Münsters (Departement Bas-Rhin) stehen am Donnerstag, dem 23. November, die traditionellen Holzhütten des Weihnachtsmarkts bereit. Es ist nur noch ein Tag bis zur Eröffnung eines der größten Weihnachtsmärkte Europas. Die 300 Aussteller bereiten sich darauf vor, Hunderttausende Besucher zu empfangen. Weihnachten in Straßburg bedeutete 2,8 Millionen Besucher im Jahr 2022 und einen geschätzten Umsatz für die Region von 250 Millionen Euro, also weit mehr als nur die Verkäufe auf dem Markt.

    Alle Geschäfte und die Gastronomie in der Stadt profitieren.
    In einem Hotel im Stadtzentrum liegt die Besucherzahl bei über 90 %. In diesen fünf Wochen geht es um fast 15 % des gesamten Jahresumsatzes. Ein Besucherstrom, von dem natürlich auch die Gastronomen profitieren. Der Dezember ist für sie oft der beste Monat des Jahres. Alle Geschäfte im Stadtzentrum profitieren von den Touristenströmen. Die Operation „Weihnachtshauptstadt Straßburg“, die in den 1990er Jahren rund um den jahrhundertealten Weihnachtsmarkt ins Leben gerufen wurde, ist zu einer großen Herausforderung und zu einem großen Glück für die Wirtschaft der Stadt geworden.

  • Straßburg: Ist wirklich ein Meteorit auf ein Auto gestürzt? Polizei und Feuerwehr vermuten das

    Straßburg: Ist wirklich ein Meteorit auf ein Auto gestürzt? Polizei und Feuerwehr vermuten das

    Ein Auto mit einem klaffenden Loch im Dach sorgt in Straßburg für Spekulationen: Polizei und Feuerwehr fragen sich ernsthaft, ob ein Meteoriteneinschlag die Ursache für den Schaden sein könnte.

    Die Feuerwehr und die Polizei in Straßburg rätseln an diesem Montag über die Möglichkeit eines Meteoriteneinschlags, nachdem sie zu einem Fahrzeug mit einem Loch von 50 Zentimetern Durchmesser im Dach gerufen wurden. Die Feuerwehr war am frühen Morgen zu einem Einsatz wegen einer „Rauchentwicklung an einem Auto“ gerufen worden, das in einem Randbezirk der elsässischen Stadt geparkt war.

    Nach ersten Ermittlungen vermute man den Einschlag eines Sternenkörpers, schreibt die Feuerwehr des Departements Bas-Rhin in einem Einsatzbericht, der am Mittag veröffentlicht wurde. „Bei unserer Ankunft haben wir einen relativ großen Einschlag mit einem Durchmesser von etwa 50 Zentimetern festgestellt. Das Dach, der Unterboden und der Tank des Fahrzeugs waren durchschlagen“, erklärte Feuerwehrhauptmann Matthieu Colobert gegenüber der Nachrichtenagentur AFP.

    Eine Untersuchung ergab, dass keine Radioaktivität vorhanden war. „Wir haben keinen Gegenstand gefunden“, fuhr der Feuerwehrhauptmann fort. „Entweder war das Objekt so klein, dass man es bisher nicht finden konnte, oder der Aufprall war so groß, dass das Objekt zerfallen und zu Staub geworden ist“.

    Am Ort des Geschehens wurde ein etwa zwei Zentimeter breiter Kieselstein gefunden. Dieser Kieselstein wurde der Polizei zur weiteren Analyse übergeben, um seine Art zu bestimmen. „Es handelt sich um einen Gegenstand von der Größe einer Haselnuss, der wie verbranntes Holz aussieht und ganz leicht ist“, sagte ein Polizeisprecher der Nachrichtenagentur AFP.

    Der Gegenstand solle nach Paris zu einer kriminaltechnischen Untersuchung geschickt werden. „Ob das Objekt aus dem Weltraum gekommen ist, das ist hier die ganze Frage“, so ein Polizist. „Selbst eine Murmel, die mit sehr hoher Geschwindigkeit auf die Erde zufliegt, kann Schaden anrichten. Aber wir müssen noch beweisen, dass es sich um ein Objekt aus dem Weltraum handelt“.

  • Sturm-Tief Frederico bringt wieder Windböen von fast 120 km/h und starke Regenfälle nach Frankreich

    Sturm-Tief Frederico bringt wieder Windböen von fast 120 km/h und starke Regenfälle nach Frankreich

    Am Donnerstag wird ein neues stürmisches Tiefdruckgebiet in Frankreich erwartet. Der Sturm Frederico, der auf Nordfrankreich treffen wird, könnte Orkanwinde mit sich bringen.

    Frankreich wird – wieder einmal – an vorderster Front von einem neuen Sturm aus dem Atlantik heimgesucht. Der Sturm Frederico wird am Donnerstag, dem 16. November, über das Land ziehen, nur wenige Tage nachdem die Stürme Ciaran, Domingos und Elisa starke Schäden verursacht haben.

    Das Tief Frederico wird vor allem den Norden Frankreichs treffen. Am Mittwoch, dem 15. November, hat Météo France für rund 50 Departements die Warnstufe Gelb wegen potenziell starker Winde ausgerufen: „Die derzeit vorhergesagten Werte der Böen fallen unter die Warnstufe Gelb für den Parameter Wind, aber eine Verschlechterung auf die Stufe Orange ist nicht ausgeschlossen, wenn sich die Zugbahn des Tiefs weiterentwickelt“, so Météo France in dem heutigen Bulletin.

    Wie bei den Sturmtiefen Ciaran und Domingos werden die Bretagne und die Pays-de-la-Loire die beiden Regionen sein, die zuerst betroffen sein werden. An den Küsten rechnet Météo France mit Sturmböen zwischen 70 und 90 km/h. Im Landesinneren werden Windgeschwindigkeiten von 60 km/h und mehr erwartet.

    Gegen Mittag des Donnerstags könnten die Böen aber durchaus noch weiter an Fahrt gewinnen. Windgeschwindigkeiten von bis zu 120 km/h könnten zum Beispiel im Département Manche gemessen werden. Das Tiefdruckgebiet wird nach und nach in den Norden und Osten Frankreichs weiterwandern.

    Die Atlantikküste, die bereits von den vorangegangenen Stürmen schwer getroffen wurde, könnte auch diesmal wieder mit Sturmböen von 100 km/h zu kämpfen haben. Auch im Süden Frankreichs, auf Korsika und in der Provence werden starke Winde erwartet.

    Große Regenmengen werden erwartet
    Derzeit ist es schwierig abzuschätzen, wie viel Regen in den von Überschwemmungen betroffenen Regionen, in denen die Böden bereits mit Wasser vollgesogen sind, niedergehen wird. Derzeit gibt es noch keine genauen Angaben zu den Regenmengen, die in den überschwemmten Gebieten der Region Nord-Pas-de-Calais erwartet werden.

    Anhaltende starke Regenfälle werden in der Normandie, in der Region Hauts-de-France und im Grand-Est erwartet. Ein Ende der Niederschläge wird normalerweise für den Nachmittag des Donnerstags erwartet. Die starken Winde werden voraussichtlich erst am späten Freitagmorgen nachlassen.

  • Krebspatient schockiert: Für ihn wurde Sterbehilfe organisiert – ohne sein Wissen!

    Krebspatient schockiert: Für ihn wurde Sterbehilfe organisiert – ohne sein Wissen!

    Der Anwalt des Patienten, erklärte gegenüber der Nachrichtenagentur AFP, er habe „eine Klage wegen versuchten Mordes durch Identitätsdiebstahl eingereicht“.

    Eine Klage wegen „versuchten Mordes durch Identitätsdiebstahl“ ist überaus selten. Zu selten, um unbemerkt zu bleiben. Die Familie eines Patienten, der in Lons-le-Saunier (Jura) im Krankenhaus lag, hatte herausgefunden, dass eine bisher nicht identifizierte Person beantragt hatte, ihm in der Schweiz Sterbehilfe zu leisten, wie der Anwalt der Familie am Freitag mitteilte.

    Die Sterbehilfe in der Schweiz war auf den 10. Oktober 2023 festgelegt
    Rechtsanwalt Patrick Uzan, Anwalt eines Teils der Familie des Krebspatienten, erklärte gegenüber der Nachrichtenagentur AFP, er habe „eine Klage wegen versuchten Mordes durch Identitätsdiebstahl eingereicht“. Der Anwalt teilte mit, dass „es den Anschein hat, dass ein Arzt ein Attest ausgestellt hat“, das der Patient, der wegen einer Krebserkrankung im Krankenhaus behandelt wurde, scheinbar angefordert hatte. Einem Bruder und einer Schwester des Patienten zufolge habe der Patient jedoch zu keinem Zeitpunkt Sterbehilfe gewünscht, so der Anwalt. Er selbst war es sogar, der die Familienangehörigen alarmierte, als er ein Dokument entdeckte, das seine Sterbehilfe in der Schweiz auf den 10. Oktober 2023 festlegte.

    Anwalt Patrick Uzan schrieb daraufhin an den zuständigen Staatsanwalt und verwies dabei auf „das ärztliche Attest eines Psychiaters aus Lons-le-Saunier“, der angab, er sei ins Krankenhaus zu dem Patienten gegangen und habe dabei „festgestellt, dass der Mann, der gekommen war, um mich um ein Attest für die Sterbehilfe zu bitten, nicht derselbe war“. Der Arzt gab an, Opfer eines Betrugs geworden zu sein, als er am 19. September einem falschen Antragsteller eine „Bescheinigung über psychische Gesundheit im Hinblick auf eine Sterbehilfe in der Schweiz“ ausgestellt hatte.

    Handelt es sich um einen Mordversuch?
    Der ganze Vorgang schien darauf abzuzielen, den Patienten zu mit Hilfe einer vermeintlichen Sterbehilfe zu töten, sodass er laut Rechtsanwalt Uzan „Opfer eines Mordversuchs“ geworden sei. „Maßnahmen zum Schutz des Patienten wurden ergriffen“ und ein Vormundschaftsrichter wurde eingeschaltet, erklärte die Staatsanwältin von Lons-le-Saunier gegenüber der Nachrichtenagentur AFP.

  • Justiz: Französischer Serientäter Nordahl Lelandais erneut vor Gericht

    Justiz: Französischer Serientäter Nordahl Lelandais erneut vor Gericht

    Nordahl Lelandais wird am 27. November in Charleville-Mézières wegen des sexuellen Missbrauchs seiner damals minderjährigen Großcousine erneut vor Gericht stehen.

    Nordahl Lelandais steht bald zum dritten Mal vor Gericht. Der 40-jährige Mann wird sich am 27. November vor dem Strafgericht von Charleville-Mézières (Ardennen) verantworten müssen. Ihm werden sexuelle Belästigung und Todesdrohungen gegen eine seiner Cousinen vorgeworfen. Die Taten sollen sich im Jahr 2017 ereignet haben. Das damals 14-jährige Opfer nahm an der Beerdigung seines Vaters teil, als sich im Nordahl Lelandais näherte. „Er hat mich in seine Arme genommen. Seine Hände wanderten meinen Rücken hinunter und dann auf mein Gesäß. Er berührte meine Brust. Ich habe ihn weggestoßen. Dann hat er mich gewarnt: ‚Wenn du etwas sagst, bringe ich dich um’“, sagte das Opfer 2019 aus.

    Der Ex-Militär wurde bereits wegen sexueller Übergriffe auf zwei kleine Cousinen verurteilt, ein Fall, der bei den Familien der Opfer großes Entsetzen ausgelöst hatte. „So etwas tut man einem Kind nicht an“, sagte damals die Mutter eines der Opfer. Der Fall wurde zusammen mit der Entführung, Freiheitsberaubung und Ermordung der kleinen Maëlys verhandelt, wofür Nordahl Lelandais zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt wurde.

  • Unwetter: 4 Departements noch unter Warnstufe Orange

    Unwetter: 4 Departements noch unter Warnstufe Orange

    An der Atlantikküste hat der Sturm Céline in den letzten 24 Stunden schwere Schäden angerichtet. An manchen Orten stieg der Wasserspiegel sehr schnell und sehr stark an.

    Claouay, ein Dorf am Cap-Ferret in der Gironde, stand am Samstagabend, dem 28. Oktober, unter Wasser und wurde fast komplett überschwemmt. Am Sonntag konnten die Bewohner nur noch den angerichteten Schaden feststellen. Der Steg einer Austernzüchterin wurde beschädigt und in ihrer Hütte stand das Wasser mehr als 30 Zentimeter hoch. Um der nächsten Flut vorzubeugen, legt die Austernzüchterin jetzt Sandsäcke vor den Eingang ihrer Hütte. Etwas weiter entfernt hat die Gemeinde einen kleinen Schutzwall errichtet, um sich zu schützen.

    Auch in der Region Finistère kam es zu einer starken Flut. In Quimper trat die Odet über die Ufer. Der Fluss erreichte am Samstag eine Höhe von 3,90 m und damit den höchsten Stand seit 2014. Alle Straßen wurden überschwemmt. In Pornic (Loire-Atlantique) versuchte die Stadtverwaltung, dem Wasser zuvorzukommen, um die Schäden so gering wie möglich zu halten. Im Département Bas-Rhin forderten die Unwetter sogar den Tod einer Person.

  • Doubs: 14-jähriger Gymnasiast steht nächsten Monat vor Gericht – er bedrohte eine Lehrerin mit dem Tod

    Doubs: 14-jähriger Gymnasiast steht nächsten Monat vor Gericht – er bedrohte eine Lehrerin mit dem Tod

    Die Lehrerin erstattete Anzeige und der Jugendliche wurde für den 22. November vor den Jugendrichter geladen. Der Vorfall ereignete sich am Tag der Beerdigung von Dominique Bernard, einem Lehrer, der vor seinem Gymnasium in Arras ermordet wurde.

    Ein 14-jähriger Schüler wurde verhaftet und in Polizeigewahrsam genommen und am Freitag, den 20. Oktober, dem Haftrichter vorgeführt, weil er gedroht hatte, eine seiner Lehrerinnen zu töten, berichtet der Sender France Bleu Belfort-Montbéliard. Die Ereignisse gehen auf Donnerstag, den 19. Oktober, im Collège Guynemer in Montbéliard (Doubs) zurück. Der aus Audincourt stammende Jugendliche störte den Geschichtsunterricht und bat mehrmals darum, auf die Toilette gehen zu dürfen. Die Lehrerin willigte ein und sagt während seiner Abwesenheit zu den anderen Schülern, dass wegen dieses Schülers die Klasse nicht in Ruhe arbeiten könne. Diese Äußerungen wurden von einigen Klassenkameraden dem betreffenden Jugendlichen berichtet.

    In der Pause beschloss der 14-Jährige daher, die Lehrerin aufzusuchen und sie um eine Erklärung zu bitten. Am Ende des Gesprächs sagte der Schüler: „Ich werde sie umbringen“. Die 28-jährige Geschichts- und Geografielehrerin wollte diese Äußerung nicht einfach hinnehmen und beschloss daher, Anzeige zu erstatten. Der Vorfall ereignete sich am Tag der Beerdigung von Dominique Bernard, am Donnerstag, den 19. Oktober. Dieser Lehrer wurde am Freitag, dem 13. Oktober, von einem seiner ehemaligen Schüler vor seinem Gymnasium in Arras (Pas-de-Calais) erstochen.

    Der 14-jährige Schüler in Montbéliard wurde festgenommen, von der Polizei angehört und einem Haftrichter vorgeführt, bevor er bis zu seiner Verhandlung vor einen Jugendrichter am 22. November unter richterliche Aufsicht gestellt und wieder freigelassen wurde.

  • Serienmörder Francis Heaulme erneut wegen eines Mordes aus dem Jahr 1989 angeklagt

    Serienmörder Francis Heaulme erneut wegen eines Mordes aus dem Jahr 1989 angeklagt

    Der wegen Mordes an 11 Personen bereits zu lebenslanger Haft verurteilte „Rucksacktourist“ wird eines zwölften Mordes an Jean-Joseph Clément verdächtigt, der im August 1989 im Departement Vaucluse begangen wurde. Francis Heaulme, gegen den wegen dieses Falles bereits vor Jahren ermittelt wurde, hatte 2002 eine Einstellung des Verfahrens erwirkt. Die französische Justiz hat den Fall nun aufgrund neuer Elemente wieder aufgenommen.

    Christine Clément kämpft seit 34 Jahren darum, den Mörder ihres Vaters hinter Gittern zu sehen. Jean-Joseph Clément, ein Landmaschinenreparateur, wurde am 8. August 1989 in Bédarrides in der Nähe von Avignon erschlagen. Er war 59 Jahre alt. An diesem Tag wurde der später als „Rucksacktourist“ bekannte Francis Heaulme einige hundert Meter vom Tatort entfernt von der Gendarmerie kontrolliert. Damals wurde er in diesem Fall strafrechtlich verfolgt. Er gesteht sogar den Mord, bevor er später seine Aussage widerruft und 2002 eine Einstellung des Verfahrens erwirkt.

    Die Justiz hat den Fall nun aufgrund des Auftauchens neuer Elemente wieder eröffnet.

    Für Christine Clément, die damals 32 Jahre alt war, ist die Wiedereröffnung des Falles ein erster Sieg. Sie erwartet nun, dass der Serienmörder auch für den Mord an ihrem Vater vor Gericht gestellt wird: „Zum ersten Mal wurde ich angehört. Ich habe nun wirklich die Hoffnung, dass Francis Heaulme für den Mord an meinem Papa vor Gericht gestellt wird. Ich sage mir, dass ich nicht umsonst gekämpft habe. Bis dahin hatte ich Betonmauern vor mir. Ich werde bis zum Ende weitermachen, ich werde nicht aufhören. Ich will eine Antwort auf all die Fragen, die ich mir seit 34 Jahren stelle: ob er gelitten hat, ob er sofort gestorben ist…. Ich will eine Antwort.“

    Nach Einstellung des ersten Verfahrens gingen leider einige Beweisstücke verloren. Die Anwälte von Christine Clément hoffen dennoch, dass genetische Analysen durchgeführt werden können. Die Fortschritte in der technischen und wissenschaftlichen Forensik sind ein Grund dafür, dass der Fall wieder aufgerollt wurde.

    Die Rechtsanwälte von Christine Clément sind der Ansicht, dass die Vorgehensweise bei diesem Mord anderen von Francis Heaulme begangenen Verbrechen sehr ähnlich ist: die Heftigkeit der Schläge, die heruntergelassene Hose des Opfers oder auch das Vorhandensein von Exkrementen in der Nähe des Tatorts. Für Rechtsanwältin Marine Allali ist es „unverständlich, dass diese Akte 2002 geschlossen wurde“.

    Heaulme bestreitet, der Täter zu sein.
    Da diese Einstellung des Verfahrens im Dezember 2002 von einem Untersuchungsrichter in Reims entschieden worden war, wurde der Fall auch in Reims wieder neu aufgerollt. Als der Serienmörder vor einem Monat von einem Richter in Reims angehört wurde, beteuerte er erneut, dass er nicht der Täter in diesem Verbrechen sei.

    Der 64-jährige Francis Heaulme, der bereist wegen elf Morden verurteilt wurde, verbüßt eine lebenslange Haftstrafe in der Zentralanstalt von Ensisheim im Département Haut-Rhin.

    Die Justiz nimmt nun nochmals die kriminelle Laufbahn des als „Rucksacktourist“ bekannten Serienmörders auf der Suche nach weiteren potenziellen Opfern genauestens unter die Lupe.