Schlagwort: Verkehrssicherheit

  • Technische Kontrolle von Zweirädern: Droht ein Bußgeld ab dem 1. Oktober?

    Technische Kontrolle von Zweirädern: Droht ein Bußgeld ab dem 1. Oktober?

    Die Vorschrift für technische Kontrolle für Motorräder hat seit der Ankündigung, sie am 1. Oktober 2022 einzuführen, zahlreiche Änderungen gesehen. Riskiert man eine Geldstrafe, wenn man sein in Frankreich angemeldetes Motorrad nicht bis zum 1. Oktober einer technischen Kontrolle unterziehen lässt?

    Obwohl die technische Kontrolle $für Zweiräder in Frankreich ab dem 1. Oktober 2022 verpflichtend sein soll, sind die Richtlinien noch lange nicht umgesetzt.  Um alles zu verstehen, muss man bis ins Jahr 2014 zurückgehen. In diesem Jahr führte die Europäische Kommission die Verpflichtung für alle EU-Länder ein, bis zum 1. Januar 2022 eine technische Kontrolle für motorisierte Zweiräder einzuführen.

    Mitte Sommer 2021 veröffentlichte die französische Regierung ein Dekret, mit dem die technische Überwachung für alle Halter von Zweirädern mit einem Hubraum von mehr als 125 cm3 eingeführt wurde und das Anfang 2023 in Kraft treten sollte.

    Emmanuel Macron hatte jedoch sofort versichert, dass er diese Entscheidung nicht umsetzen werde, da „es nicht der richtige Zeitpunkt sei, die Franzosen damit zu belästigen“. Der damalige Verkehrsminister Jean-Baptiste Djebbari hatte Dekret daher wieder suspendiert.

    Verkehrssicherheitsverbände hatten daraufhin den Staatsrat angerufen, und gefordert, die Regierung müsse das Dekret so schnell wie möglich umsetzen. Und der Staatsrat gab ihnen im Mai in einem Eilverfahren mit einstweiliger Verfügung Recht und wies die Exekutive an, das Dekret ab dem 01. Oktober 2022 umzusetzen.

    Im Juli 2022 erklärte der Staatsrat die beiden im August 2021 erlassenen Dekrete für rechtswidrig: das erste, mit dem das Inkrafttreten der technischen Kontrolle auf Januar 2023 festgesetzt wurde, und das zweite, mit dem die Maßnahme wieder ausgesetzt wurde.

    Einige Bestimmungen des Dekrets vom 9. August 2021, die dazu führten, dass die Anwendung der technischen Kontrolle für motorisierte Zweiräder auf den 1. Januar 2023 festgelegt wurde, missachteten die vom Europäischen Rat festgelegte Frist 1. Januar 2022, so der Staatsrat. Die Entscheidung des ehemaligen Verkehrsministers war ebenfalls rechtswidrig, entschied der Staatsrat, da sie eigentlich in den Zuständigkeitsbereich des Premierministers fiel. Indem der Staatsrat diese früheren Entscheidungen als rechtswidrig bezeichnete, unterstützte er die Entscheidung der Europäischen Kommission, die technische Kontrolle von Zweirädern zur Pflicht zu machen.

    Obwohl die technische Kontrolle von Zweirädern nun also auf dem neuesten Stand ist und das vorgesehene Datum für die Inkraftsetzung weiterhin der 1. Oktober ist (für Fahrzeuge, die vor dem 1. Januar 2016 zugelassen wurden), gibt es kein Grund zur Panik, wenn man noch keinen Termin vereinbart hat.

    Denn laut dem französischen Verkehrsministerium, das von der Zeitung Voix du Nord befragt wurde, droht den Franzosen derzeit kein Bußgeld, wenn sie die technische Kontrolle ihres Zweirads nicht nachweisen können. Und das aus gutem Grund: Die Prüfstellen sind überhaupt noch nicht darauf vorbereitet, Zweiräder zu prüfen, und haben bisher auch keine entsprechende Anweisung von der Regierung erhalten.

    Achtung: Die neue technische Kontrolle betrifft nicht nur Zweiräder, sondern auch vierrädrige Fahrzeuge ohne Führerschein, dreirädrige Roller und andere vierrädrige Motorfahrzeuge.

  • Straßenverkehrssicherheit: Zahl der Verkehrstoten in Frankreich im Juli um 12% höher als im Jahr 2021

    Straßenverkehrssicherheit: Zahl der Verkehrstoten in Frankreich im Juli um 12% höher als im Jahr 2021

    Im Juli dieses Jahres wurden 354 Menschen auf den Straßen Frankreichs getötet, im Juli 2021 waren es 316.

    Ein Anstieg um 12%. Im Juli starben 354 Menschen auf den Straßen des Hexagons, im Juli 2021 waren es 316. Dies geht aus den Zahlen hervor, die das Innenministerium am Freitag, dem 19. August, bekannt gegeben hat. Die Zahl der Verkehrstoten ist somit auch um 8% (+26 Getötete) höher als im Juli 2019, dem Referenzjahr vor der Gesundheitskrise.

    Mit 44 Getöteten stieg auch die Sterblichkeit von Fußgängern im Juli 2022 im Vergleich zum Juli 2021 (+10 Getötete) und zum Juli 2019 (+3 Getötete) an. Ausserdem starben im Juli 29 Radfahrer im Straßenverkehr, vier mehr als im Juli 2021 und sieben mehr als im Jahr 2019. Die Zahl der Todesfälle bei motorisierten Zweiradfahrern stieg im Juli 2022 mit 98 Getöteten gegenüber 85 im Juli 2021 und 92 im Juli 2019 ebenfalls.

    Die Straßenverkehrsunfälle sind im Vergleich zum Juli 2021 und Juli 2019 rückläufig. So beläuft sich die Zahl der von den Ordnungskräften registrierten Unfälle mit Personenschaden im Juli 2022 auf 4.745, gegenüber 5.093 im Juli 2021 (-7%) und 5.287 im Juli 2019 (-10%).

  • Motorrad-Raser in Pontoise: 18-jähriger Mann verhaftet und angeklagt

    Motorrad-Raser in Pontoise: 18-jähriger Mann verhaftet und angeklagt

    Ein Mann, der am Samstag zugegeben hatte, zwei Kinder in Pontoise überfahren zu haben, wurde am Montag angeklagt und in Haft genommen. Er war am Samstag, dem 6. August, von der Polizei verhaftet worden, nachdem er zugegeben hatte, am Freitagabend zwei Kinder überfahren zu haben.

    Der 18-jährige Mann, der zugegeben hatte, zwei Kinder im Alter von 10 und 11 Jahren angefahren und schwer verletzt zu haben, wurde am Montag, dem 8. August, angeklagt und in Untersuchungshaft genommen. Am Samstag war er von der Polizei verhaftet worden, nachdem er die Tat zugegeben hatte.

    Die Fakten: Am Freitag gegen 21.15 Uhr wurden zwei Kinder von einem Motorrad erfasst, als das Mädchen im Alter von 10 und der Junge im Alter von 11 Jahren, auf der Esplanade im Quartier Hauts Marcouville in Pontoise Fangen spielten, teilte die Direction départementale de la sécurité publique (DDSP) des Val-d’Oise laut der Zeitung Le Parisien mit.

    „Schwere neurologische Folgen“ für das Mädchen
    Am frühen Nachmittag des Samstags erschien der junge Mann mit seinem Anwalt auf der Polizeiwache und „gab die Tat zu“, wie die Staatsanwaltschaft von Pontoise mitteilte.

    Das zehnjährige Mädchen erlitt ein Schädeltrauma auf. Sie wurde in das Necker-Krankenhaus in Paris gebracht und am Samstag operiert. „Wenn dieses Kind am Leben bleibt, wird es schwere neurologische Schäden davontragen“, erklärte die Staatsanwaltschaft Pontoise.

  • Verkehrssicherheit: Hier darf man auf Landstrassen wieder 90 km/h fahren

    Verkehrssicherheit: Hier darf man auf Landstrassen wieder 90 km/h fahren

    Ab Montag, dem 1. August, gilt auf den Landstraßen im Departement Puy-de-Dôme wieder eine Höchstgeschwindigkeit von 90 km/h. Ein Rückschritt nur vier Jahre nach der Einführung der Geschwindigkeitsbegrenzung auf 80 km/h.

    Das Departement Puy-de-Dôme macht bei der Geschwindigkeitsbegrenzung auf Landstrassen einen Rückzieher.
    Der Departementsrat stimmte Anfang Juli dafür, ab Montag, dem 1. August, wieder 90 km/h auf den Straßen des Departements zuzulassen. Im Jahr 2018 hatte die Regierung beschlossen, die Geschwindigkeit auf einem Teil des sekundären Straßennetzes auf 80 km/h zu begrenzen. Seit zwei Jahren wurde die Regel jedoch gelockert, sodass die Departements jetzt die Möglichkeit haben, zu 90 km/h zurückzukehren.

    Fast die Hälfte der französischen Departements ist betroffen.
    Ab 1. August gilt in 42 Departements wieder 90 km/h, nachdem die Höchstgeschwindigkeit auf nationaler Ebene auf 80 km/h gesenkt wurde. Damit hat fast die Hälfte der Departements in Frankreich beschlossen, eigene Regeln in Bezug auf die Geschwindigkeitsbegrenzung festzulegen.

    Diese Departements sind vor allem ländlich geprägt und haben eine geringe Bevölkerungsdichte. Betroffen sind jedoch nur etwas mehr als 33.000 Straßenkilometer insgesamt, von den ursprünglich über 400.000 Kilometern, auf denen die Geschwindigkeitsbegrenzung von 80 km/h eingeführt wurde.

    Unterschiede von einem Departement zum anderen
    Es gibt große Unterschiede zwischen den einzelnen Departements. Im Département Haut-Rhin beispielsweise wurde die Geschwindigkeit nur auf einer Strecke von 22 km wieder hochgesetzt, während im Département Allier 5.284 km wieder auf 90 km/h umgestellt wurden, was 100% des Landstraßennetzes dieses Départements entspricht. In der Charente wurden 500 Straßenkilometer wieder auf 90 km/h gesetzt, was hier nur 10% der Landstraßen ausmacht.

    Das Mobilitätsorientierungsgesetz von 2019 bietet den Departements eine Möglichkeit, von der 80-km/h-Regelung abzuweichen. Der Departementsrat kann dafür einen „begründeten Erlass“ erlassen. Es muss eine Unfallstudie erstellt werden, die von der Kommission für Verkehrssicherheit des Departements (Commission départementale de sécurité routière) geprüft wird. Diese Kommission gibt dann eine beratende Stellungnahme zu jedem der betroffenen Straßenabschnitte ab. Mit anderen Worten: Das Departement kann dieser Stellungnahme folgen oder auch nicht, sie ist rechtlich nicht bindend.

    Und eine von der Departementskommission abgegebene Stellungnahme verhindert nicht, dass es zu Rechtsstreitigkeiten kommen kann. Im Departement Hérault etwa wurde die Rückkehr zu 90 km/h gerichtlich aufgehoben, da das Gericht der Ansicht war, dass das Departement die Gründe für die Erhöhung der Geschwindigkeit nicht ausreichend dargelegt hatte.

    Auswirkungen auf die Verkehrssicherheit
    Die Auswirkungen der Rückkehr zu 90 km/h auf die Zahl der Verkehrstoten sind laut einem Bericht, der im Jahr 2021 dem Parlament vorgelegt wurde, nicht beobachtbar. Eine entsprechende Bilanz war unmöglich, da im Jahr 2020 aufgrund der Lockdowns in der Gesundheitskrise die Verkehrszahlen stark rückläufig waren.

    Nach Angaben der Sécurité routière hat die Einführung der Höchstgeschwindigkeit von 80 km/h hingegen in 20 Monaten 349 Leben gerettet und durch niedrige Unfallkosten und geringerem Kraftstoffverbrauch etwa 700 Millionen Euro pro Jahr eingespart. Diese Zahlen werden jedoch von Autofahrerverbänden bestritten.

  • 2021 war das Jahr mit der geringsten Zahl an Todesfällen auf französischen Autobahnen in 20 Jahren

    2021 war das Jahr mit der geringsten Zahl an Todesfällen auf französischen Autobahnen in 20 Jahren

    Im Jahr 2021 wurden 131 Menschen auf französischen Autobahnen getötet, 4 mehr als im Jahr 2020, das mehrere Lockdowns gekennzeichnet war, aber 23 weniger als im Jahr 2019.

    Die Zahl der auf Autobahnen getöteten Personen erreichte 2021 den niedrigsten Stand seit 20 Jahren, wie aus der am Mittwoch, dem 27. Juli, veröffentlichten Jahresbilanz des Verbands der französischen Autobahngesellschaften (Asfa) hervorgeht. Im Jahr 2021 wurden 131 Menschen auf französischen Autobahnen getötet, 4 mehr als im Jahr 2020, aber 23 weniger als im Jahr 2019, dem Referenzjahr vor der Covid-19-Pandemie.

    Bezogen auf den tatsächlichen Verkehr war das vergangene Jahr das Jahr mit den wenigsten Todesfällen seit 20 Jahren, „mit 1,2 tödlichen Unfällen pro Milliarde gefahrener Kilometer“, so der Bericht. Generell ist die Zahl der Todesfälle im Verkehr im Jahr 2021 im Vergleich zu 2019 um 9% zurückgegangen.

    Bereits 75 Verkehrstote auf Autobahnen im Jahr 2022
    Der Konsum von Alkohol, Drogen und Medikamenten am Steuer war 2021 Hauptfaktor für tödliche Unfälle (28%) vor Übermüdung (19%), überhöhter Geschwindigkeit (18%) und Unaufmerksamkeit durch Telefon, GPS oder Autoradio (13%). Die Einsatzteams der Autobahnmeistereien wurden 2021 Opfer von 126 Unfällen, bei denen vier Beschäftigte getötet und zwölf verletzt wurden.

    Das Jahr 2022 begann jedoch recht schlecht: Bis zum 1. Juni wurden bereits 75 Menschen auf französischen Autobahnen getötet, was einem Anstieg von 46% im Jahresvergleich entspricht, erklärt Christophe Boutin, Generaldelegierter der Asfa. Diese Zahlen der Asfa, in der die privaten Autobahnbetreiber zusammengeschlossen sind, die 9.180 der 12.000 Autobahnkilometer in. Frankreich verwalten, passen zu denen des gesamten Straßennetzes in Frankreich, das 2021 mit 2.944 Todesfällen ebenfalls einen Tiefststand verzeichnet hat.

  • Ein neues Radargerät kann erkennen, ob Sie während der Fahrt telefonieren

    Ein neues Radargerät kann erkennen, ob Sie während der Fahrt telefonieren

    Ein australisches Unternehmen hat ein neues Radargerät entwickelt, mit dem Fahrer, die ihr Telefon am Steuer benutzen, erkannt und bestraft werden können.

    Es gibt nach wie vor viele Autofahrer, die ihr Handy am Steuer benutzen. Die Polizei versucht, diese Plage einzudämmen, hat aber keine wirklichen Instrumente zur Verfügung, um sie in ihrem Kampf zu unterstützen. Doch das könnte sich bald ändern, wie die Zeitung Ouest France berichtet. Ein australisches Unternehmen hat ein Radargerät entwickelt, mit dem Fahrer, die mit dem Handy in der Hand fahren, erkannt und bestraft werden können.

    Um Telefone am Steuer aufzuspüren, vertreibt das Unternehmen Acusensus seit kurzem ein Gerät, das Schnappschüsse von Fahrern macht, die in ihrem Auto sitzen. Es werden verschiedene Fotos gemacht – unter anderem, um Reflexionen in der Windschutzscheibe zu vermeiden – und eine künstliche Intelligenz wird dann aktiv, um zu bestimmen, ob die Person ein Telefon in der Hand hat oder nicht.

    Wann werden diese Geräte eingesetzt? Das hängt vom jeweiligen Land und den dort geltenden Gesetzen ab. In den USA werden die Schnappschüsse und das Nummernschild der Person an die Strafverfolgungsbehörden gesendet. Auch in Grossbritannien wurde das Gerät getestet. In Frankreich sind bisher noch keine derartigen Tests bekannt geworden. Der Hersteller versichert, dass das neue Radargerät „mit der europäischen Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) übereinstimmt“.

    Nach einem zweijährigen Testlauf in einem australischen Bundesstaat sprechen die Zahlen für sich. Die Zahl der Verkehrstoten soll dort um 18% gesunken sein, während sie anderswo im Durchschnitt um 3% gestiegen ist.

  • Zwei neue Ampeln werden in die französische Straßenverkehrsordnung aufgenommen

    Zwei neue Ampeln werden in die französische Straßenverkehrsordnung aufgenommen

    Zwei neue Ampelanlagen, die seit 2012 in Straßburg getestet wurden, werden nun in die französische Straßenverkehrsordnung aufgenommen. Es handelt sich um eine gemischte Fußgänger- und Fahrradampel und einen Countdown. Ziel: eine bessere Koexistenz zwischen den verschiedenen Verkehrsteilnehmern zu ermöglichen.

    Zwei neue Verkehrsampeln, die in der französischen Fahrradhauptstadt Straßburg ausführlich getestet wurden, sind laut einem Erlass, der am 13. Juni im Amtsblatt veröffentlicht wurde, in die französischen Straßenverkehrsordnung (Code de la route) aufgenommen worden. Diese Verkehrsampeln sollen die Sicherheit der Verkehrsteilnehmer verbessern und können nun in ganz Frankreich eingeführt werden. Es steht den Kommunen allerdings frei, sich für die neuen Ampeln zu entscheiden.

    Motorradfahrer, Fußgänger, Radfahrer und Autofahrer müssen sich denselben Bewegungsraum teilen und das Zusammenleben ist oft schwierig. An einer besonders gefährlichen Kreuzung, der Place de l’Etoile in Straßburg, an der sich alle Arten von Verkehrsteilnehmern begegnen, wurde die neue Signalanlage getestet: die gemischte Fußgänger- und Radfahrerampel.

    Das neue Gerät zeigt Fußgängern und Radfahrern an, wann sie an einem geschützten Übergang anhalten müssen. Die gemischte Box kann verwendet werden, wenn ein Radweg parallel zu einem Zebrastreifen an der Überquerung einer Fahrbahn verläuft.

    Eine weitere Neuerung, die ebenfalls in Straßburg getestet wurde, ist der Countdown-Timer am Zebrastreifen. Dieser zeigt den Fußgängern sowohl die Wartezeit bis zum Überqueren bei grüner Ampel als auch die verbleibende Zeit zum Überqueren der Fahrbahn an.

    „Diese beiden neuen Signalanlagen revolutionieren zwar weder die Straßenverkehrsordnung noch das Verhalten der Verkehrsteilnehmer, aber jedes Mal kommen wir bei der Sicherheit bei der Mobilität einen Schritt weiter“, erläutert Yves Logiel vom Service de l’information et de la régulation automatique de la circulation (SIRAC).

    Todesfälle unter Radfahrern steigen deutlich an.
    Die neuen Verkehrsampeln kommen just zu einer Zeit, in der sich die Todesfälle unter Radfahrern im Straßenverkehr seit 2019 fast vervierfacht haben. Zum ersten Mal seit 20 Jahren überstieg Anzahl von getöteten Radfahrern mit 227 im Jahr 2021 die Schwelle von 200 Getöteten pro Jahr. 

  • Nizza: 5-jähriges ukrainisches Flüchtlingskind stirbt nach Zusammenstoss mit Elektroroller auf der Promenade des Anglais

    Nizza: 5-jähriges ukrainisches Flüchtlingskind stirbt nach Zusammenstoss mit Elektroroller auf der Promenade des Anglais

    Ein kleiner ukrainischer Junge starb am Donnerstag in Nizza, nachdem er von einem Elektroroller erfasst worden war, der mit überhöhter Geschwindigkeit fuhr. Er war mit seiner Mutter vor dem Krieg aus der Ukraine geflohen.

    Ein fünfjähriges Kind aus der Ukraine wurde am Mittwoch, dem 29. Juni, von einem zu schnell fahrenden Elektroroller erfasst, als es mit seiner Mutter auf der Promenade des Anglais in Nizza unterwegs war, berichtet die Zeitung Nice Matin. Der kleine Junge starb am darauffolgenden Tag.

    Das Opfer überquerte mit seiner Mutter die berühmte Strandpromenade in Nizza auf einem Zebrastreifen, als sich der Unfall ereignete. Ein 40-jähriger Rollerfahrer, der mit überhöhter Geschwindigkeit unterwegs war, konnte dem Kind nicht ausweichen. „Trotz seiner Verletzungen nach seinem Sturz hat sich der Fahrer des Tretrollers sofort um das Kind gekümmert“, erklärte die Polizei.

    Die Familie war nach dem Beginn der russischen Invasion in der Ukraine nach Frankreich gekommen, wird die Präsidentin der französisch-ukrainischen Vereinigung Côte d’Azur in der Zeitung Nice Matin zitiert. Eine Zeit lang war die Flüchtlingsfamilie bei einer Gastfamilie untergebracht, inzwischen hatten Mutter und Sohn eine eigene Wohnung gefunden.

    Der Bürgermeister von Nizza, Christian Estrosi sagte, dass die Stadtverwaltung „alle Vorkehrungen treffen werde, um sich um die Mutter zu kümmern“. Auf Twitter drückte Estrosi, seine große Betroffenheit aus und sprach sich gegen die in Nizza verbreiteten Selbstbedienungs-Roller aus: „Wir prüfen alle möglichen Lösungen, um solche Dramen zu verhindern: Ampeln auf Radwegen, städtische Verordnungen für Fußgängerbereiche…“.

    Der Vater des Kindes, der in der Ukraine bleiben musste, kann mit Hilfe der französischen Botschaft in der Ukraine zu der trauernden Mutter nach Nizza reisen.

    Nach Angaben der Polizei in Nizza ereignen sich immer häufiger Unfälle mit Elektrorollern. Abgesehen davon, dass sie vor allem nachts schlecht sichtbar sind, halten sich die Nutzer dieser Geräte oft nicht an die Verkehrsregeln.

  • Zahl der Verkehrstoten in Frankreich im Mai 2022 im Vergleich zu 2019 um 21% gestiegen

    Zahl der Verkehrstoten in Frankreich im Mai 2022 im Vergleich zu 2019 um 21% gestiegen

    In einem Monat starben 293 Menschen, im Mai 2019 waren es 243.

    Die neuen Zahlen wurden von der Sécurité routière als „sehr besorgniserregend“ eingestuft. Die Zahl der Verkehrstoten in Frankreich stieg im Mai um 21% im Vergleich zum Jahr 2019, dem Bezugsjahr vor der Pandemie. In einem Monat starben 293 Menschen, gegenüber 243 im Mai 2019. „Die Zahlen fordern ein neues Bewusstsein aller Verkehrsteilnehmer, um die tendenz umzukehren, da nun schon zwei Monate in Folge eine Verschlechterung festzustellen ist“, kommentierte David Julliard, Stellvertreter der interministeriellen Delegierten für Straßenverkehrssicherheit, am Dienstag, dem 21. Juni, gegenüber der Nachrichtenagentur AFP.

    Im April 2022 sind 262 Menschen ums Leben gekommen, ein Anstieg um 11% im Vergleich zu 2019 und um 29% im Vergleich zu 2021. Dieser Zeitraum war jedoch noch von einigen Reisebeschränkungen aufgrund der Gesundheitskrise geprägt. Im Mai 2022 „stieg die Zahl der Fahrten laut Cerema (Centre d’études et d’expertise sur les risques, l’environnement, la mobilité et l’aménagement) im Vergleich zum Mai 2021 um durchschnittlich 10%“, so die Sécurité routière.

    Anstieg der Todesfälle bei Zweiradfahrern
    Für die Radfahrer sind die Zahlen ebenfalls besorgniserregend. Im Vergleich zu 2019 hat sich die im Mai registrierte Opferzahl fast vervierfacht: 22 kamen ums Leben, zwei Jahre zuvor waren es nur sechs.

    Die Todeszahlen bei Motorradfahrern hat sich innerhalb von drei Jahren fast verdoppelt: von 50 Todesfällen auf 92. Im Vergleich zum Mai 2021 ist der Anstieg mit 73% fast genauso hoch. Normalerweise machen Motorradfahrer einen von fünf Toten im Strassenverkehr in Frankreich aus. Dieses Jahr ist es einer von drei. Möglicherweise war das warme Wetter im Mai grund dafür, das ungewöhnliche viele Motorräder unterwegs waren.

  • Verkehrssicherheit: 2.944 Todesopfer im Jahr 2021 – starker Anstieg bei Radfahrern

    Verkehrssicherheit: 2.944 Todesopfer im Jahr 2021 – starker Anstieg bei Radfahrern

    Die Zahl der Verkehrstoten ging im französischen Mutterland im Vergleich zu 2019 um 9% zurück, in Übersee stieg sie jedoch an (+8%). Bei den Radfahrern stieg die Todeszahl um 21%!

    Im Jahr 2021 starben insgesamt 2.944 Menschen auf den Straßen des Hexagons, so die endgültige Bilanz, die am Mittwoch, dem 1. Juni, von der Sécurité routière veröffentlicht wurde. Das sind drei Todesfälle weniger als die Ende Januar veröffentlichte vorläufige Bilanz (2.947). Die Zahl der Verkehrstoten in den französischen Überseegebieten ist jedoch um 8% gestiegen (275 Tote), so dass insgesamt 3.219 Menschen im Jahr 2021 auf französischen Straßen starben.

    Im Jahr 2021 ist die Sterblichkeit im Zusammenhang mit Unfällen im Straßenverkehr somit um 9% gegenüber 2019 zurückgegangen. Das Jahr 2021 war in der ersten Jahreshälfte noch von Reisebeschränkungen und der Schließung der Nachtclubs geprägt. Unter Autofahrern gab es 1.414 Todesfälle, bei motorisierten Zweirädern waren 668 Todesfälle und unter Fußgängern 414 Todesfälle zu beklagen.

    Mehr Todesfälle unter Rad- und Rollerfahrern
    Auffällig ist der Anstieg von tödlichen Unfällen unter Radfahrern, 227 von ihnen verloren ihr Leben, das ist ein Zuwachs von 21%. Laut dem Verband Vélos&Territoires stieg die Fahrradnutzung im Jahr 2021 insbesondere in ländlichen Gebieten um 14% und in städtischen Gebieten um 31% im Vergleich zu 2019.

    Die Zahl der Todesfälle unter den Nutzern von Elektrorollern hat sich sogar mehr als verdoppelt: 2021 wurden 24 Todesfälle gezählt, 2019 waren es gerade einmal 10.

    Frankreichs Strassenverkehr war 2021 deutlich tödlicher als 2020, als 2.550 Todesfälle beklagt wurden, was einem Anstieg von 16% entspricht. Im Covid-19-Jahr 2020 war die Zahl der Verkehrstoten auf den niedrigsten Stand der Nachkriegszeit gesunken, was auf Einschränkungen in der Gesundheitskrise und des dadurch verursachten Rückgangs des Verkehrsaufkommens zurückzuführen war.