Schlagwort: Verkehrssicherheit

  • Editorial: Totschlag im Straßenverkehr – eine Herausforderung gleichermaßen für Justiz und Gesellschaft

    Editorial: Totschlag im Straßenverkehr – eine Herausforderung gleichermaßen für Justiz und Gesellschaft

    In den letzten Jahren ist die Debatte über Verkehrssicherheit und die Strafen für Verkehrsdelikte verstärkt in den Fokus gerückt. Besonders brisant ist die Frage des „Totschlags im Straßenverkehr“, ein Straftatbestand, der schwere Konsequenzen für alle Beteiligten hat und eine komplexe rechtliche Problematik darstellt.

    Das französische Parlament berät ab heute ein entsprechendes Gesetz.

    Der Tatbestand und juristische Begriff „Totschlag im Straßenverkehr“ bezieht sich auf Fälle, in denen jemand durch fahrlässiges oder grob fahrlässiges Verhalten im Straßenverkehr getötet wird. Dies kann durch riskante Fahrmanöver, überhöhte Geschwindigkeit, Alkohol- oder Drogenkonsum am Steuer oder andere schwerwiegende Verkehrsverstöße verursacht werden. Im Gegensatz zu einem Unfall, der auf Fahrlässigkeit beruht, erfordert der Totschlag im Straßenverkehr das Element der Vorhersehbarkeit und der Vermeidbarkeit der Tat.

    Der Straftatbestand des Totschlags im Straßenverkehr ist rechtlich komplex. Es erfordert eine genaue Abwägung zwischen Fahrlässigkeit und vorsätzlichem Handeln. Die Beweisführung kann schwierig sein, da sie oft auf der Beurteilung von Umständen und Intentionen basiert. Dies führt zu einer gewissen rechtlichen Unsicherheit und zu unterschiedlichen Strafmaßen in verschiedenen Fällen.

    Die Strafen variieren je nach den Umständen des Falls und den örtlichen Gesetzen. Sie reichen von Geldstrafen über den Entzug des Führerscheins bis hin zu Gefängnisstrafen. Die Abschreckungswirkung solcher Strafen ist jedoch umstritten. Einige argumentieren, dass sie potenzielle Täter abschrecken können, während andere behaupten, dass eine höhere Strafe nicht zwangsläufig zu sichererem Fahrverhalten führt.

    Der Tatbestand „Totschlag im Straßenverkehr“ erfordert jedoch nicht nur eine gerechte Bestrafung, sondern auch Maßnahmen zum Schutz der Opfer und deren Familien. Opferschutzprogramme und Maßnahmen zur Rehabilitation der Täter sind entscheidend, um einen ganzheitlichen Ansatz für die Bewältigung dieses Delikts zu gewährleisten.

    Die beste Strategie im Umgang mit dieser Problematik ist und bleibt ganz sicher die Prävention. Investitionen in Verkehrssicherheit, Aufklärungskampagnen, Fahrertrainings und Technologien zur Verhinderung von Alkohol- und Drogenmissbrauch am Steuer können dazu beitragen, das Risiko solcher Vorfälle zu minimieren.

    Totschlag im Straßenverkehr stellt nicht nur eine rechtliche Herausforderung dar, sondern auch eine moralische und gesellschaftliche. Es erfordert einen ausgewogenen Ansatz, der die Rechte der Opfer respektiert, die Täter zur Verantwortung zieht und gleichzeitig präventive Maßnahmen fördert, um zukünftige Tragödien zu verhindern. Der Weg zu einer sichereren Straßenumgebung erfordert die Zusammenarbeit von Gesetzgebern, Justiz, Strafverfolgungsbehörden und der gesamten Gesellschaft.

  • Verkehrssicherheit: Wenn Bodenschwellen Anwohner und Autofahrer nerven…

    Verkehrssicherheit: Wenn Bodenschwellen Anwohner und Autofahrer nerven…

    In Frankreich gibt es etwa 450.000 Bodenschwellen, die Autofahrer dazu bringen sollen, in der Stadt langsamer zu fahren. Laut einer Assoziation, die jetzt den Staatsrat angerufen hat, sind viele davon jedoch nicht vorschriftsmäßig.

    Manche bremsen erst im letzten Moment, andere machen sich gar nicht erst die Mühe, manchmal heben sie sogar ab. Bodenschwellen sind zum Albtraum vieler Autofahrer geworden. Aber ist wirklich alles erlaubt, um die Fahrer dazu zu bringen, den Fuß vom Gas zu nehmen? Welche Regeln gibt es? In einem Dorf im Departement Seine-et-Marne überprüft Antonin Morel mit einem Zollstock in der Hand die Höhe einer Bodenschwelle, die vor einem Jahr installiert wurde. Das Ergebnis: 3 cm höher als die maximal erlaubten 10 cm. Die Bodenschwelle wäre somit illegal. Ein Verein reichte jetzt beim Staatsrat eine Klage ein.

    In Frankreich ist die Form von Fahrbahnschwellen genau vorgeschrieben, aber wer sollte die Abmessungen kontrollieren? Das geht aus dem Gesetzestext nicht hervor. Laut Untersuchungen zur Verkehrssicherheit retten Bodenschwellen zwar Leben, verursachen aber manchmal auch Unfälle, vor allem, wenn sie schlecht gewartet werden.

    Auch die Anwohner sind oft entnervt. Ein Ehepaar lebt seit eineinhalb Jahren mit Lärmbelästigung und sagt, dass sie selbst bei geschlossenen Fenstern nicht schlafen können. Sie haben sich dazu entschlossen, umzuziehen und verkaufen ihr Haus jetzt 20 % billiger – wegen der davor installierten Bodenschwelle in der Strasse.

  • Straßenverkehrssicherheit: Zahl der Verkehrstoten in Frankreich sinkt

    Straßenverkehrssicherheit: Zahl der Verkehrstoten in Frankreich sinkt

    Im Sommer 2023 starben nach Angaben der Sécurité routière 591 Menschen auf den Straßen Frankreichs.

    In Frankreich sterben immer weniger Menschen auf den Straßen. Die Sécurité routière veröffentlichte am Donnerstag, dem 14. September, sinkende Zahlen: 591 Menschen starben im Juli und August 2023, das sind 50 Todesfälle weniger als im vorherigen Sommer.

    Nach Schätzungen der nationalen interministeriellen Beobachtungsstelle für Straßenverkehrssicherheit wurden im August auf den Straßen Frankreichs 1.386 Menschen schwer verletzt. Auch diese noch vorläufige Zahl ist im Vergleich zum August 2022 um 4% zurückgegangen.

    Die Sécurité routière möchte jedoch besondere Aufmerksamkeit auf „den hohen Anteil der auf motorisierten Zweirädern getöteten Personen“ lenken. Diese Todesfälle machen fast 30 % der in diesem Sommer erfassten Gesamtzahl aus. Auch die Zahl der Getöteten, die zum Beispiel mit elektrischen Rollern unterwegs waren, ist gestiegen. Die Verkehrssicherheitsbehörde erinnert daran, dass in Bezug auf elektrische Roller neue gesetzliche Maßnahmen in Kraft getreten sind.

  • Verkehr in Marseille: Tempo 30 in der Nähe von Schulen und mehr Fußgängerzonen

    Verkehr in Marseille: Tempo 30 in der Nähe von Schulen und mehr Fußgängerzonen

    In Marseille gibt es insgesamt 470 Schulen, die oftmals an sehr stark befahren Straßen liegen, in denen die Geschwindigkeitsbeschränkungen nicht eingehalten werden. Die Geschwindigkeit in der Nähe aller Schulen in Marseille wird auf 30 km/h begrenzt und 1.500 Tretroller werden in der Stadt abgeschafft, das erklärte Bürgermeister Benoît Payan am Montag, dem 11. September, auf dem Sender France Bleu Provence. „Ich habe die Entscheidung getroffen, die Geschwindigkeit vor allen Schulen in Marseille, zu senken. Einige Meter vor der Schule und einige Meter nach der Schule“, erklärte Benoît Payan. Erst am vergangenen Freitag wurde ein vierjähriges Mädchen schwer verletzt, als es aus einer Schule kommend in Bonneveine im 8. Arrondissement vom Marseille von einem Auto angefahren wurde. Laut dem Sender France Bleu Provence ist das kleine Mädchen inzwischen außer Lebensgefahr, aber der Bürgermeister will alles unternehmen, um solche Unfälle zu verhindern. „Man wird auch Bodenwellen einbauen. Ich …

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  • Paris: Das Ende der Selbstbedienungs-Roller

    Paris: Das Ende der Selbstbedienungs-Roller

    Ab dem 31. August dürfen in Paris keine elektrischen Tretroller in Selbstbedienung mehr verliehen werden. Andere Städte in Frankreich haben bereits ähnliche Entscheidungen getroffen. 

    Die Selbstbedienungs-E-Scooter werden seit einigen Tagen nach und nach von den Straßen in Paris entfernt. Ab heute werden die 15.000 Roller, die es in Paris gab, von den Bürgersteigen verschwunden sein. Ein Drittel davon wird in anderen Gemeinden in der Region Île-de-France stationiert, die anderen werden in ganz Europa verteilt. Aber auch in anderen Städten sind diese berühmt-berüchtigten Fahrzeuge inzwischen verboten.

    Villeurbanne in der Region Lyon und auch Nizza haben die Selbstbedienungs-Tretroller inzwischen verboten, genauso wie auch Barcelona. Das Problem ist der Missbrauch der Roller, da sie oft achtlos auf der Fahrbahn zurückgelassen werden. Es gab nach vielen Unfällen auch Sicherheitsbedenken, da einige Nutzer gleich zu mehreren auf einen elektrischen Tretrolle stiegen und mit hoher Geschwindigkeit auf den Bürgersteigen herumfuhren. In Paris verursachten Unfälle im Jahr 2022 drei Todesfälle und 459 Verletzte.

  • Italien: Regierung zahlt nach feuchtfröhlichem Abend im Nachtclub Kunden das Taxi

    Italien: Regierung zahlt nach feuchtfröhlichem Abend im Nachtclub Kunden das Taxi

    Die italienische Regierung testet seit diesem Sommer eine Maßnahme zur Vermeidung von Verkehrsunfällen: eine kostenlose Taxifahrt für alle diejenigen, die in einem Nachtclub zu viel getrunken haben. Was wäre, wenn man, um das Unfallrisiko zu verringern, Ihnen beim Verlassen eines Clubs ein Taxi anbieten würde, wenn Sie zu viel getrunken haben? Die Maßnahme wird diesen Sommer in Italien getestet, wo die Zahl der Verkehrstoten seit der Pandemie besonders bei den 18- bis 30-Jährigen wieder deutlich gestiegen ist. Beim Verlassen eines Clubs machen die Gäste einen Alkoholtest. Wenn das Ergebnis positiv ist (in Italien liegt die Grenze bei 0,5 Promille und für unter 21-Jährige sogar bei null), bekommen die Gäste einen Gutschein für eine Taxifahrt und die alkoholisierten Kunden werden kostenlos nach Hause gebracht. Um die Kosten zu begrenzen, fährt der Taxi-Shuttle jedoch nicht weiter als 30 Kilometer. Die neue Maßnahme wird derzeit in sechs Orten getestet. Handelt es sich hierbei aber etwa u…

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  • Vorsicht auf französischen Straßen: Neue Schilder und neue Regeln…

    Vorsicht auf französischen Straßen: Neue Schilder und neue Regeln…

    Die Straßenverkehrsordnung hat sich im Jahr 2023 in Frankreich geändert. Neue Schilder tauchen auf und neue Regeln treten in Kraft. Was man wissen muss, um kein Bußgeld zu bekommen.

    An den Straßenrändern vor allem der großen Metropolen Frankreichs sind neue Schilder aufgetaucht. Und es gibt Änderung der Straßenverkehrsordnung, die jeder Autofahrer kennen sollte, die auf einen Erlass vom 13. Juni 2022 zurückgeht.

    Erste Neuerung: die gemischte Fußgänger- und Radfahrerampel. Sie regelt die Überquerung einer Kreuzung zu Fuß oder mit dem Fahrrad. So wie es die bekannten roten oder grünen Männchen gibt, wird ein Fahrrad in denselben Farben auf Ampeln auftauchen, die sich in der Nähe eines Radwegs oder Fußgängerüberwegs befinden.

    Eine weitere Änderung im Jahr 2023 ist ein Zeitzähler an der Fussgängerampel. Fußgänger werden so genau wissen, wie lange sie noch warten müssen, bevor sie die Straße überqueren können. Das Gerät wird derzeit in Straßburg (Bas-Rhin), Vannes (Morbihan) und Neuilly-sur-Seine (Hauts-de-Seine) getestet – mit positivem Feedback.

    Ein neues Schild betrifft Tunnel und soll Autofahrer über den Sicherheitsabstand zu informieren, der in Tunneln einzuhalten ist. Die Schilder gibt es in zwei Versionen: eine mit zwei Autos und eine mit einem Auto und einem LKW. Diese Schilder werden derzeit am Tunnel von Foix in der Ariège erprobt.

    Änderungen in der Straßenverkehrsordnung
    Abgesehen von diesen Schildern gab es 2023 in Frankreich eine Änderung bei den Vorfahrtsregeln. In Tempo-30-Zonen, in denen es Radwege gibt, gilt die Rechts-vor-Links-Regel nicht mehr. Auf betroffenen Straßen, auf denen die automatische Vorfahrt nicht mehr gilt, müssen dann allerdings „Stopp“- oder „Vorfahrt gewähren“-Schilder aufgestellt werden.

    Radfahrer dürfen jetzt an einer Kreuzung rechts abbiegen, auch wenn die Ampel für Autofahrer noch rot ist. Aber Vorsicht: Dieses Manöver ist nur erlaubt, wenn an der Kreuzung ein Schild mit einem gelben Fahrradpiktogramm und einem Pfeil angebracht ist.

    In den nächsten Monaten werden, wie Innenminister Gérald Darmanin angekündigt hat, bei einer Geschwindigkeitsüberschreitung von weniger als 5 km/h keine Punkte mehr verteilt beziehungsweise abgezogen. Das Bußgeld wird allerdings weiterhin zu zahlen sein: 135 € in Städten und 68 € außerhalb von Ortschaften.

  • Verkehrssicherheit: „Beispielloser Anstieg“ der Unfälle auf französischen Autobahnen im Jahr 2022

    Verkehrssicherheit: „Beispielloser Anstieg“ der Unfälle auf französischen Autobahnen im Jahr 2022

    Der Verband der französischen Autobahngesellschaften (Asfa) verzeichnet einen Anstieg der Zahl der Verkehrstoten auf Autobahnen und stellt fest, dass die Hauptursachen nach wie vor Alkohol, Drogen, Müdigkeit und überhöhte Geschwindigkeit sind.

    Der Verband der französischen Autobahngesellschaften (Asfa) beklagt am Mittwoch, dem 2. August, in einem Bericht „einen beispiellosen Anstieg“ der Unfälle auf Frankreichs Autobahnen im Jahr 2022. „Es ist eine besonders auffällige Bilanz, weil der Anstieg nicht mit dem Anstieg des Verkehrs korreliert“, kommentierte Christophe Boutin, Generaldelegierter des Verbands, gegenüber Franceinfo. „Im Jahr 2022 gab es 7 % mehr Verkehr im Vergleich zu 2021 aber die Zahl der Verkehrstoten ist 40 % höher.“

    Insgesamt starben im vergangenen Jahr 192 Menschen auf französischen Autobahnen, darunter vier Straßenarbeiter. In ihrer Sicherheitsbilanz zählt die Asfa 188 tote Autofahrer im Jahr 2022, das sind 57 mehr als im Jahr 2021. Im Jahr 2022 wurden 167 tödliche Unfälle gezählt. Das sind in der Tat 40% mehr als im Jahr 2021 (119 tödliche Unfälle). Auch vier Autobahn-Bedienstete kamen 2022 auf dem Autobahnnetz ums Leben: zwei Bedienstete der Autobahngesellschaften, ein Bediensteter der Gendarmerie Nationale und ein Mitarbeiter eines Pannenhilfsdienstes.

    Die Statistiken zeigen eine besorgniserregende Verschlechterung des Sicherheitsbewusstseins. „Das von einigen Fahrern eingegangene Risiko wird immer größer“, bestätigt Christophe Boutin.

    Müdigkeit als zweithäufigste Todesursache.
    Der Faktor „Alkohol, Drogen und Medikamente“ bleibt laut Asfa zwischen 2018 und 2022 die Hauptursache für tödliche Unfälle. Dieser Cocktail wird in 23 % der Fälle als Verantwortlicher genannt. Fahrer unter 35 Jahren sind dabei überrepräsentiert: Jeder zweite Fahrer, der einen solchen Unfall verursachte, war jünger als 35 Jahre. Außerdem wurde festgestellt, dass jeder zweite alkoholisierte Fahrer einen Blutalkoholspiegel von 1,2 Gramm oder mehr pro Liter Blut aufweist, obwohl die gesetzliche Grenze bei 0,5 liegt.

    Die zweithäufigste Todesursache ist Übermüdung. Müdigkeit ist für 18 % der tödlichen Unfälle verantwortlich. Das Risiko ist zwischen 0 Uhr und 9 Uhr morgens besonders hoch. Jeder zweite tödliche Unfall ereignet sich in diesem Zeitfenster. Zwischen 5 und 8 Uhr ereignen sich 23 % der Unfälle.

    An 17% der tödlichen Unfälle zwischen 2018 und 2022 waren Fußgänger beteiligt. Dabei handelt es sich in 65% der Fälle um Personen, die aus einem liegengebliebenen oder verunfallten Fahrzeug aussteigen, aber auch um Fußgänger, die die Fahrbahnen überqueren wollen (22%).

    Überhöhte Geschwindigkeit ist für 16% der Unfälle verantwortlich. Laut Afsa war überhöhte Geschwindigkeit in den letzten fünf Jahren für 16 % der tödlichen Unfälle verantwortlich, wobei sich diese Unfälle hauptsächlich nachts ereigneten. Auch hier sind Fahrer unter 35 Jahren besonders häufig vertreten. Sie sind für jeden zweiten tödlichen Unfall verantwortlich, der auf überhöhte Geschwindigkeit zurückzuführen ist. Fahrer unter 35 Jahren machen „17 % der Fahrer aus, aber sie sind dreimal so häufig bei dieser Art von Unfällen vertreten“, die auf Alkohol und überhöhte Geschwindigkeit zurückzuführen sind, berichtet Christophe Boutin.

    Laut Afsa ist Unaufmerksamkeit der Fahrer für 16 % der tödlichen Unfälle zwischen 2018 und 2022 verantwortlich. „Ablenkungen am Steuer“ durch Smartphones, Tablets oder das GPS stehen dabei an vorderster Stelle.

    Parallel zu dieser traurigen Bilanz stellt die Asfa jedoch auch fest, dass die Zahl der Verkehrstoten sich seit 20 Jahren halbiert hat. Das Autobahnnetz sei nach wie vor fünfmal sicherer als das nationale Straßennetz, so der Verband, der „die Arbeit der Autobahngesellschaften, die ständig für gute Verkehrsbedingungen sorgen und bei den Fahrern das richtige Verhalten fördern“, lobt.

  • Straßenverkehr: Die Ampel wurde in Frankreich 100 Jahre alt

    Straßenverkehr: Die Ampel wurde in Frankreich 100 Jahre alt

    Vor etwas mehr als einem Jahrhundert, nämlich am 5. Mai 1923, wurde in Paris die erste Verkehrsampel an der Ecke der Boulevards Sébastopol und Saint-Denis aufgestellt. Damals gab es nur eine Farbe, nämlich Rot, begleitet von einem Klingelton, um Autofahrer und Passanten zu warnen.

    Auf der Kreuzung an der Ecke der Boulevards Sébastopol und Saint-Denis in Paris wurde vor 100 Jahren die allererste Ampel in Frankreich installiert. Damals war die Kreuzung die gefährlichste der Hauptstadt. Man nannte sie „Kreuzung der Überfahrenen“. In ihren Anfängen hatte die Ampel nur eine Farbe und wurde von einem Polizisten mit der Hand bedient. Dank ihr verbesserte sich der Verkehr in der französischen Hauptstadt nach und nach. Dies markiert ist auch den Beginn der Straßenverkehrsordnung. „Jeder fand wieder einen sicheren Platz auf der Fahrbahn oder sogar auf den Bürgersteigen, also war es eine Art der Befreiung und keine Einschränkung“, erklärt der Automobilhistoriker Mathieu Flonneau auf dem Sender France 2.

    Auf Korsika gibt es die längste Ampelphase Frankreichs.
    Die Ampeln haben Einzug in unser aller Leben gehalten, manchmal auch mit persönlicher Interpretation. Auf die Frage: „Was machen Sie, wenn es eine gelbe Ampel gibt?“ antwortet ein Motorradfahrer: „Ich gebe Gas…“ Auf Korsika gibt es die längste Ampelphase Frankreichs: 2,30 Minuten dauert es, bevor sie on Rot auf Grün schaltet. Eine zu schmale Fahrbahn erklärt die lange Wartezeit. Die betroffene Stadt wartet schon seit 40 Jahren auf eine Umleitung.

  • Die schlechten Gewohnheiten der Franzosen auf der Autobahn

    Die schlechten Gewohnheiten der Franzosen auf der Autobahn

    Laut einer Studie, die am Dienstag, den 20. Juni von der Sanef-Gruppe vorgestellt wurde, fahren französische Autofahrer auf Autobahnen immer noch zu schnell, lassen aber inzwischen etwas mehr Sicherheitsabstand.

    Französische Autofahrer fahren auf Autobahnen immer noch zu schnell, lassen aber etwas mehr Sicherheitsabstand, so eine Studie, die am Dienstag von der Sanef-Gruppe vorgestellt wurde. Für die Studie filmte Sanef den Verkehr Ende März 2023 auf einem Abschnitt der Autobahn A13 (Eure) in der Richtung Caen-Paris.

    „Die Geschwindigkeit bleibt auf dem höchsten Niveau seit der Gründung der Sanef-Beobachtungsstelle für das Verhalten auf Autobahnen“ im Jahr 2012, teilen die Autoren der Studie mit. 42 % der Fahrzeuge fuhren über der zulässigen Geschwindigkeit (130 km/h), gegenüber 38 % im Jahr 2018. Die Durchschnittsgeschwindigkeit liegt bei 128 km/h. Auf der linken Spur betrug die Durchschnittsgeschwindigkeit 137 km/h, also 7 km/h mehr als erlaubt.

    3% der beobachteten Fahrer auf allen Fahrspuren überschreiten sogar die 150 km/h-Marke. Nachts an Werktagen sind es sogar 51% der Fahrer, die über 130 km/h fahren. Der Sicherheitsabstand hat sich aber verbessert: 22 % der Fahrzeuge fahren zu dicht am Vordermann, gegenüber 29 % im Jahr 2022. An Wochenenden wird der Abstand jedoch weniger eingehalten: 26 % der Autofahrer halten nicht einmal einen Abstand von zwei Sekunden zwischen ihrem Fahrzeug und dem Vordermann ein.

    Eine schlechte Angewohnheit bleibt konstant: Mehr als ein Drittel der Fahrzeuge fährt auf der mittleren Spur, obwohl die rechte Spur frei ist, so die Beobachtungsstelle. Am Wochenende bleibt sogar mehr als jeder zweite Fahrer auf der mittleren Spur. Und das Blinken wird oft als eine Option betrachtet: 28 % der Fahrer geben kein Signal, wenn sie überholen, und 39 % unterlassen das Blinken, wenn sie wieder nach rechts einscheren.

    Die Beobachtungsstelle untersuchte auch das Verhalten von Lkw auf einem Abschnitt der Autobahn A1: 25,5 % der Fahrer hielten den vorgeschriebenen Abstand von 50 Metern zum vorausfahrenden Fahrzeug nicht ein. Und 4,3 % der Lkw machen Pausen sich auf dem Standstreifen und gefährden damit Autofahrer mit Pannen, Abschleppdienste und Autobahnmitarbeiter im Einsatz.

    Das Jahr 2022 war in Frankreich durch einen starken Anstieg der Todesfälle auf Autobahnen gekennzeichnet, mit 166 erfassten tödlichen Unfällen, gegenüber 119 im Jahr 2021 und 140 im Jahr 2019 (2020 war durch die Pandemie geprägt). Auf allen französischen Straßen blieb die Bilanz im Vergleich zu 2019 mit 3.260 Todesfällen im Jahr weitgehend unverändert.