Schlagwort: Verkehrssicherheit

  • Hupen, Beschimpfungen, rechts überholen: Wo fahren die schlimmsten Fahrer Frankreichs?

    Hupen, Beschimpfungen, rechts überholen: Wo fahren die schlimmsten Fahrer Frankreichs?

    Eine von Vinci Autoroutes durchgeführte Studie untersuchte das Verhalten der Autofahrer in den verschiedenen Regionen Frankreichs. Ohne große Überraschung findet man die schlechtesten Autofahrer Frankreichs in der Region Paris. Der Südwesten kommt gleich dahinter.

    Wer sind die schlimmsten Autofahrer in Frankreich? Die Pariser? Die Fahrer aus Marseille? In den Augen der 2.400 Franzosen, die vom Umfrage-Institut Ipsos für Vinci Autoroutes befragt wurden, sind die Pariser tatsächlich die schlimmsten Autofahrer Frankreichs. Der zweitschlechteste Platz geht allerdings nicht an Marseille, sondern an die Bewohner der Region Okzitanien. Der dritte Platz geht an die Region Auvergne Rhône-Alpes. Marseille und die Region Paca liegen auf dem vierten Platz.

    Die Fahrer aus Okzitanien (Südwest-Frankreich) zeichnen sich besonders durch schlechtes Verhalten aus: Beim Hupen sind die südfranzösischen Autofahrer Meister. Beim Beschimpfen eines anderen Fahrers liegen die Fahrer in Okzitanien auf dem zweiten Platz. Das gilt auch für laute Diskussionen ausserhalb des Autos.

    Anscheinend geben die befragten Autofahrer ihre schlechten Gewohnheiten problemlos und gerne zu: 74% benutzen während der Fahrt häufig ihr Telefon. 11% führen sogar geschäftliche Telefonkonferenzen während der Fahrt durch!

    Die Umfrage zeigt auch, dass 46% der Autofahrer weiterfahren, obwohl sie sich sehr müde fühlen und eigentlich eine Pause einlegen müssten. 16% der Befragten hatten schon einmal einen Unfall oder wären beinahe in einen Unfall verwickelt gewesen, weil sie am Steuer eingeschlafen waren.

  • Obligatorische Blackbox in Autos: Keine persönlichen Daten werden gespeichert

    Obligatorische Blackbox in Autos: Keine persönlichen Daten werden gespeichert

    Seit dem 1. Mai 2022 müssen alle neuen Autos, die in Europa zugelassen werden, mit einer Blackbox ausgestattet sein. Ein Gerät, mit dem Fahrparameter wie Geschwindigkeit, Beschleunigungs- und Bremsphase oder das Tragen des Sicherheitsgurts in den Sekunden vor einem Unfall aufgezeichnet werden.

    Die Blackboxen in den Autos „speichern keine persönlichen Daten, nur Daten, die das Verhalten des Fahrzeugs betreffen“, erklärte Anne Lavaud, Generaldelegierte des Vereins Prévention Routière, am Dienstag, dem 3. Mai, auf Franceinfo.

    Welche Daten werden gespeichert?

    Es sind ausschließlich Daten, die vom Fahrzeug selbst aufgezeichnet werden, d. h. Geschwindigkeit, Neigung des Fahrzeugs, Bremsen und alles, was die Aktivierung der Fahrhilfen betrifft, die in neuen Fahrzeugen häufig vorhanden sind.

    Die neuen Blackboxen sollen 40 Sekunden lang Daten aufzeichnen, d. h. 30 Sekunden vor dem Aufprall und 10 Sekunden danach. Alle 40 Sekunden werden die aufgezeichneten Daten überschrieben. Dabei werden keine persönlichen Daten aufgezeichnet, sondern nur Daten, die sich auf das Verhalten des Fahrzeugs beziehen.

    Die aufgezeichneten Daten können bei Bedarf von Justizbehörden, Ermittlern und Forschungsinstituten, die sich mit Verkehrssicherheit beschäftigen, ausgelesen werden.

    Für Experten der Verkehrssicherheit reichen diese 30 Sekunden vor dem Unfall allerdings nicht aus, da man nicht weiss, wo das Fahrzeug fuhr, bei welchen Wetterbedingungen, auf welcher Art von Fahrbahn und wie sich der Fahrer verhielt. Ohne GPS-Daten, die darüber Auskunft geben könnten, auf welcher Art von Straße der Wagen vor einem Unfall fuhr, sind die Informationen für viele Experten nutzlos.

    Sie glauben nicht, dass durch diese Blackboxen die Unfallhäufigkeit verringert wird, aber vielleicht ermöglichen die Daten es den Herstellern, die Sicherheit im Fahrzeuginneren oder die Zuverlässigkeit der Fahrhilfen zu verbessern.

  • Neue Schilder auf französischen Autobahnen

    Neue Schilder auf französischen Autobahnen

    Auf den französischen Autobahnen ist ein neues Schild aufgetaucht. Es schreibt vor, dass Autofahrer einen Abstand zu Fahrzeugen und Personen einhalten müssen, die sich auf dem Standstreifen befinden.

    Seit 2018 sieht die französische Straßenverkehrsordnung einen Sicherheitsabstand zu Fahrzeugen vor, die auf dem Standstreifen halten. Um Fahrer dabei zu unterstützen, taucht auf taucht jetzt auf den Autoroutes du Sud de la France (ASF), Cofiroute und Escota eine neue Beschilderung auf.

    „Diese Beschilderung, die aus drei Schildern im Abstand von 300 Metern besteht, beschreibt die drei Schritte, die für die Einhaltung der Sicherheitskorridor-Regel notwendig sind: 1- Ich verlangsame, 2- Ich entferne mich, 3- Ich wechsle die Spur, wenn möglich“, erklärt Vinci Autoroutes.

    „Der Sicherheitskorridor besteht aus einer virtuellen Barriere, die jeder Fahrer respektieren muss, sobald er sich Personal nähert, das am Rand einer Straße, Schnellstraße oder Autobahn tätig ist“, erinnert Vinci Autoroutes auf einer eigens eingerichteten Internetseite. Bei Nichtbeachtung dieser Regel droht ein Bußgeld von 135 Euro.

    Das Prinzip des Sicherheitskorridors wird auch in einem Video erläutert, das von der Association française des sociétés d’autoroutes (AFSA) online gestellt wurde.

    Die Aufstellung der Schilder erfolgt einen Tag nach einem dramatischen Unfall, der sich am Mittwoch, dem 27. April ereignet hat. Ein Autobahnmitarbeiter wurde auf der A43 in Höhe von Ruy-Montceau im Département Isère von einem Fahrzeug erfasst. Der Arbeiter, der eine Markierungsaktion durchführte, wurde von einem deutschen Autofahrer, der in Richtung Chambéry/Lyon unterwegs war, angefahren. Zwei weitere Arbeiter wurden verletzt.

    Lesen Sie auch: Tödlicher Unfall: Deutscher Autofahrer wegen fahrlässiger Tötung angeklagt

  • Verkehrskontrollen: Gendarmen werden mit neuen Fahrzeugen ausgestattet

    Verkehrskontrollen: Gendarmen werden mit neuen Fahrzeugen ausgestattet

    Die Gendarmerie stellt die neuen Flitzer vor, mit denen die Gendarmen in Zukunft Verkehrskontrollen durchführen werden.

    An Bord ihres neuen Alpine A110, einem Modell, das bis zu 250 km/h erreichen kann, führen die Gendarmen Verkehrskontrollen durch. Dieser neue Flitzer wird bei hohen Geschwindigkeitsüberschreitungen eingesetzt. „Es ist ein Fahrzeug, das ziemlich leicht ist und daher ermöglicht uns seine Motorisierung, relativ schnell auf Geschwindigkeit zu kommen und ein flüchtendes Fahrzeug abzufangen“, erläutert Hauptfeldwebel Philippe Monso von der schnellen Einsatztruppe der Brigade Auxerre (Yonne).

    26 neue Alpine A110 für die schnellen Einsatzbrigaden
    Die Liebesgeschichte der Gendarmerie und der in Frankreich beliebten Sportwagen von Alpine reicht bis ins Jahr 1966 zurück, schon damals wurde diese Renner von den Ordnungskräften eingesetzt. Hauptfeldwebel Monso wurde ausgewählt, einen A110 zu fahren, nachdem er eine Ausbildung auf einer professionellen Rennstrecke absolviert hat. Mit seiner untypischen Silhouette dient der Alpine auch zur Abschreckung von Autofahrern. Die schnellen Einsatzbrigaden der Gendarmerie werden mit 26 neuen Alpine-Fahrzeugen ausgestattet.

  • Tödlicher Unfall: Deutscher Autofahrer wegen fahrlässiger Tötung angeklagt

    Tödlicher Unfall: Deutscher Autofahrer wegen fahrlässiger Tötung angeklagt

    Nach ersten Erkenntnissen der Ermittlungen fuhr der Lieferfahrer schneller als die auf diesem Autobahnabschnitt zulässige Höchstgeschwindigkeit.

    Der deutsche Autofahrer, der verdächtigt wird, am Mittwoch, dem 27. April, auf der Autobahn A43 bei Ruy-Montceau im Département Isère einen tödlichen Unfall verursacht zu haben, wurde wegen fahrlässiger Tötung und fahrlässiger Körperverletzung angeklagt und unter gerichtliche Aufsicht gestellt, berichtet France Bleu Isère am Freitag, dem 29. April.

    Lesen Sie auch: Deutscher Autofahrer überfährt im Isère zwei Autobahnarbeiter – ein Toter

    In Polizeigewahrsam erklärte der Pharmalieferant, dass er auf dem Weg von Frankfurt in Deutschland nach Madrid in Spanien und zurück gewesen sei. Er war am Montag in Deutschland aufgebrochen, am Dienstag in Spanien angekommen und dann wieder nach Deutschland zurückgekehrt. Am Mittwochmorgen um 5:30 Uhr hatte er nach einer Schlafpause gerade die Fahrt fortgesetzt, als sich der Unfall ereignete.

    Der 61-Jährige sagte, er habe die Sicherheitsmarkierung auf diesem Autobahnabschnitt zwischen Chambéry und Lyon zwar gesehen, sei aber trotzdem gegen die Metallbarriere geprallt, hinter der sich Mitarbeiter des Autobahnbetreibers APRR/AREA befanden. Ein 54-jähriger Autobahnmitarbeiter starb, ein 60-jähriger wurde per Hubschrauber in das Krankenhaus von Lyon geflogen und ein dritter, 32 Jahre alt, wurde in das Krankenhaus von Bourgoin-Jallieu gebracht. Der deutsche Fahrer hingegen blieb unverletzt.

    Nach ersten Erkenntnissen der Ermittlungen fuhr der Lieferant schneller als die auf diesem Autobahnabschnitt zulässige Höchstgeschwindigkeit. Diese war aufgrund der Präsenz von Streckenarbeitern auf den Fahrbahnen auf 50 km/h herabgesetzt. Der Verdächtige war bei einem ersten Screening positiv auf Kokain getestet worden, wurde dann aber bei zwei weiteren Untersuchungen negativ getestet.

  • Deutscher Autofahrer überfährt im Isère zwei Autobahnarbeiter – ein Toter

    Deutscher Autofahrer überfährt im Isère zwei Autobahnarbeiter – ein Toter

    Zwei Autobahnarbeiter wurden am Mittwoch, dem 27. April, auf der Autobahn A43 von einem deutschen Autofahrer beim Entfernen von Baustellenmarkierungen überfahren. Der Unfall forderte einen Toten und einen Schwerverletzten.

    Die zwei Autobahnarbeiter entfernten Baustellenmarkierungen, als sie am Mittwoch, dem 27. April, um 5.30 Uhr auf der Autobahn A43 von einem Auto erfasst wurden. Einer von ihnen überlebte nicht. Anfang April war bereits auf der A9 ein Servicetransporter von Vinci Autoroutes von einem Lkw gerammt worden, wobei der Autobahnmitarbeiter und Fahrer des Transporters ums Leben kam. Leider kommen solche Unfälle immer wieder vor: Jedes Jahr ereignen sich in Frankreich etwa 130 Vorfälle dieser Art.

    „Die Gefahr ist permanent“
    Die Atobahnservicearbeiter prangern regelmäßig ihre Arbeitsbedingungen an. „Man muss wirklich sehr wachsam sein, sobald man eingreift, sobald man aus einem Fahrzeug aussteigt, man muss wirklich immer ein Auge auf die Straße hinter sich haben, denn die Gefahr ist permanent“, erklärt Benoît Blot gegenüber France 2. In der Gegend um Rennes (Ille-et-Vilaine) haben sich seit Beginn des Jahres 2022 bereits 12 Unfälle ereignet, dreimal so viele wie in den Vorjahren. Die Präfektur hat eine Sensibilisierungsaktion für die breite Öffentlichkeit gestartet.

  • Verkehrssicherheit: Rekordverdächtige 80% der französischen Autofahrer nutzen Handy am Steuer

    Verkehrssicherheit: Rekordverdächtige 80% der französischen Autofahrer nutzen Handy am Steuer

    Eine Studie der Axa-Gruppe stellt fest, dass 80% der französischen Autofahrer während des Fahrens telefonieren. Das wird mit 3 Punkten und einer Geldstrafe von 135 Euro geahndet.

    80% der Autofahrer benutzen ihr Telefon am Steuer, eine Rekordzahl, die im Vergleich zum Vorjahr stark angestiegen ist, so das am Dienstag veröffentlichte Axa Prévention Barometer 2022 über das Verhalten im Straßenverkehr. Der Anstieg beträgt 11 Punkte im Vergleich zu 2021 (69%) und ist schwindelerregend im Vergleich zum ersten Barometer im Jahr 2004 vor dem Aufkommen der Smartphones, als es weniger als ein Viertel (22%) waren.

    52% (+8 Punkte) der Autofahrer telefonieren, was laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) das Unfallrisiko um das Vierfache erhöht, und 3% sehen sich eine Nachricht an oder senden eine Nachricht (+10 Punkte). Laut einer US-amerikanischen Studie des Virginia Tech Transportation Institute (VTTI) aus dem Jahr 2009 steigt das Unfallrisiko, wenn man eine Nachricht schreibt, um das 23-fache. Die Zahlen für 2022, die zwischen dem 10. und 25. Januar online unter 2.253 Franzosen erhoben wurden, sind „beunruhigend“, betont Eric Lemaire, Vorsitzender des Vereins Axa Prévention.

    Er ist auch darüber alarmiert, dass der stärkste Anstieg bei Radfahrern zu verzeichnen ist: Fast drei von vier (72%) von ihnen benutzen inzwischen ihr Telefon auch während der Fahrt (+14 Punkte). Das Jahr 2021 war für Radfahrer in Bezug auf die Verkehrssicherheit insgesamt ein schwarzes Jahr. Die Zahl der Todesfälle (226) war im Vergleich zum Jahr 2019 vor der Pandemie um 21% in die Höhe geschnellt. In 2021 haben viele Menschen wegen der Pandemie das Fahrrad öffentlichen verkehrsmitteln vorgezogen.

    Das Verhalten der fahrradfahrer unterscheidet sich sehr stark, je nachdem, ob sie ihr eigenes Fahrrad oder eines der zahlreichen Mietfahrräder nutzen. Die „Besitzer“ von Fahrrädern verhalten sich weitaus weniger gefährlich als die „Mieter“: So lesen oder senden beispielsweise nur 17% der „Besitzer“ von Fahrrädern beim Fahren eine Nachricht, während 73% der „Mieter“ von Fahrrädern eine Nachricht abrufen oder versenden. Der Unterschied zwischen den beiden Kategorien beträgt 50 bis 60 Prozentpunkte bei allen Telefonanwendungen, wie z. B. auch dem Einstellen des GPS (20% / 80%). Eric Lemaire versucht eine Erklärung: „Wenn man sein eigenes Fahrrad benutzt, weiß man in der Regel, wohin man fährt, z. B. um von zu Hause zur Arbeit zu gelangen. Wenn man ein Mietfahrrad nimmt, will man sich die Strecke ansehen, wo die nächste Rückgabestation ist…“.

    Außerdem geben 72% der Autofahrer (+ 9 Punkte) an, dass sie in den immer weiter verbreiteten 30 km/h-Zonen in Städten mit einer Geschwindigkeit zwischen 40 und 50 km/h fahren, und 32 % (+ 5 Punkte) fahren in Städten mit mehr als 65 km/h.

  • Straßenverkehrssicherheit: 2.947 Menschen starben 2021 bei Unfällen – 9% weniger als im Jahr 2019.

    Straßenverkehrssicherheit: 2.947 Menschen starben 2021 bei Unfällen – 9% weniger als im Jahr 2019.

    Zum ersten Mal seit 20 Jahren stieg die Zahl der getöteten Radfahrer auf über 200.

    Im Jahr 2021 starben auf den Straßen Frankreichs 2.947 Menschen bei Verkehrsunfällen, wie die Sécurité routière am Montag, dem 31. Januar mitteilte. Diese Zahl ist im Vergleich zu 2019, also vor der Pandemie, um 9% gesunken. Wie schon 2020 bleibt die Zahl der Todesfälle unter der symbolischen Marke von 3.000. Aber „der Straßenverkehr scheint im Jahr 2021 wieder ein Niveau erreicht zu haben, das dem vor der Krise nahe kommt“, so die Sécurité routière. Zum ersten Mal seit 20 Jahren stieg die Zahl der getöteten Radfahrer auf über 200.

    In ihrer am Montag veröffentlichten vorläufigen Bilanz betont die interministerielle nationale Beobachtungsstelle für Straßenverkehrssicherheit (ONISR), dass die Lockdowns des Jahres 2021 und die Schließung von Diskotheken im ersten Halbjahr u. a. „die Fahrten insbesondere zu festlichen Anlässen in der Nacht einschränken konnten“. Auch die Telearbeit im Home Office könnte „die Risikoexposition beeinflusst“ haben. Die Zahl der Todesfälle im Straßenverkehr ging 2021 bei Autofahrern auf 1.411 Todesfälle und bei motorisierten Zweiradfahrern auf 670 Todesfälle zurück.

    Die Todesfälle bei Fahrrad- und Elektrorollerfahrern steigen stark an.
    Die Bilanz für Radfahrer fällt weniger positiv aus. Ihre Sterblichkeit im Straßenverkehr ist mit 226 getöteten Radfahrern im Jahr 2021 stark angestiegen (39 mehr als 2019, 48 mehr als 2020). „Dieser Anstieg ist außerhalb von Ortschaften stärker ausgeprägt (+35% im Jahr 2021 im Vergleich zu zwei Jahren zuvor), wo die hohen Geschwindigkeiten der motorisierten Verkehrsteilnehmer die Radfahrer gefährdeter machen“, stellt das ONISR fest. Auch die Todesfälle bei Nutzern von Elektro-Scootern steigt stark an, mit 22 registrierten Todesfällen im Jahr 2021 gegenüber 10 im Jahr 2019 und 7 im Jahr 2020.

    In den französischen Überseegebieten starben 296 Menschen im Straßenverkehr, eine Bilanz, die im Vergleich zu 2019 um 8% höher ausgefallen ist.

  • Verkehrssicherheit: Radargeräte können bald die Gültigkeit der technischen Kontrolle der Fahrzeuge überprüfen

    Verkehrssicherheit: Radargeräte können bald die Gültigkeit der technischen Kontrolle der Fahrzeuge überprüfen

    Autos, die von einem automatischen Radargerät geblitzt werden, könnten bald auf die Gültigkeit ihrer technischen Kontrolle überprüft werden. Das schlägt jedenfalls der Abgeordnete Damien Pichereau dem Staatssekretär für Verkehr vor.

    Laut dem Nationalen Rat der Automobilfachleute (Conseil national des professionnels de l’automobile) sind in Frankreich etwa 560.000 Fahrzeuge ohne gültige technische Kontrolle unterwegs. Der dem Verkehrsministerium unterstehende Organisme technique central berichtete 2019, dass 739.000 Fahrzeuge nicht der regulären technischen Überprüfung (dem deutschen TÜV entsprechend) zugeführt wurden.

    Während des ersten Lockdowns war eine Toleranzzeit eingeführt worden, doch seit dem 24. Juni 2020 gelten wieder die üblichen Vorschriften. Die technische Kontrolle ist für alle Fahrzeuge, die älter als vier Jahre sind, gesetzlich vorgeschrieben und muss alle zwei Jahre durchgeführt werden. Die technische Kontrolle untersucht seit Mai 2018 610 mögliche Mängel.

    Die hohe Anzahl der nichtdurchgeführten Kontrollen war der Grund für einen Vorschlag, den der Abgeordnete Damien Pichereau dem Staatssekretär für Verkehr, Jean-Baptiste Djebbari, jetzt unterbreitet hat. Pichereau möchte Fahrer, die von einem automatischen Radargerät geblitzt werden und keine gültige technische Kontrolle haben, mit einer Geldstrafe belegen.

    135 Euro Bußgeld
    Nicht alle Fahrzeuge, die an einem automatischen Radargerät vorbeifahren, sollen kontrolliert werden, sondern nur bei einem Verstoß werde die Fahrzeugkartei überprüft. So wissen die Behörden, ob das geblitzte Auto in Ordnung ist oder nicht.

    Wenn die technische Kontrolle nicht gültig ist, droht dem Fahrer ein Bußgeld in Höhe von 135 Euro. Das Bußgeld kann auf 90 Euro gesenkt werden, wenn die Zahlung innerhalb von drei Tagen erfolgt. Der Fahrzeughalter muss das Bußgeld bezahlen, nicht der Fahrer, wenn es sich dabei nicht um dieselbe Person handelt. Bei verspäteter Zahlung hingegen kann das Bußgeld auf bis zu 750 Euro steigen. Es gibt in diesem Fall jedoch keine Punkte in der Führerschein-Kartei.

  • Verkehrssicherheit: Ab Juli 2022 müssen alle Neufahrzeuge einen Geschwindigkeitsbegrenzer haben

    Verkehrssicherheit: Ab Juli 2022 müssen alle Neufahrzeuge einen Geschwindigkeitsbegrenzer haben

    Am 17. November wurde für die EU eine neue Regelung verabschiedet: Ab Juli 2022 müssen Neufahrzeuge mit einem eingebauten Geschwindigkeitsbegrenzer ausgestattet sein. 

    Im Jahr 2022 wird sich bei Neufahrzeugen, die in der Europäischen Union verkauft werden, einiges ändern. Ab Juli nächsten Jahres müssen alle Neuwagen, die in der EU verkauft werden, mit einem obligatorischen Geschwindigkeitsbegrenzer ausgestattet sein: einem intelligenten Geschwindigkeitsanpassungssystem (Intelligent Speed Adaptation – IVA). Die EU-Verordnung, die am 17. November verabschiedet wurde, wird den Rahmen für dieses neue System bilden.

    Welche Fahrzeuge sind betroffen?
    Die Umsetzung wird in mehreren Phasen erfolgen. Ab Juli 2022 sind alle neuen Pkw, Nutzfahrzeuge und Lkw von der Regelung betroffen. Ab 2024 müssen alle Fahrzeuge, die vom Band laufen, mit Begrenzern ausgestattet sein.

    Wie funktioniert das Ganze?
    Die Intelligente Geschwindigkeitsanpassung (IGV) oder ISA (Intelligent Speed Assistance) löst eine akustische und visuelle Warnung in dem Fahrzeug aus, wenn es die zulässige Geschwindigkeit überschreitet. Das System geht sogar noch weiter und „dämpft die Antriebsleistung und das Drehmoment des Fahrzeugs“. Für den Fahrer wird es schwieriger, das Gaspedal zu betätigen und es wird manchmal zu vibrieren beginnen.

    „Das Ziel des ISA-Systems ist nicht, einen Fahrer zu verdrängen, sondern ihm Informationen zu liefern und diese zu ergänzen, entweder durch eine Eskalation von Warnungen oder durch eine Geschwindigkeitsreduzierung“, erklärt Fabrice Herveleu, Experte für aktive Sicherheit und Fahrzeugautomatisierung bei der UTAC, in einem Interview auf der Website Caradisiac. Es wird jedoch immer möglich sein, den Warnungen des Systems nicht Folge zu leisten, der Fahrer behält immer die Kontrolle über das Fahrzeug.

    Wie zuverlässig ist das System?
    Die intelligente Geschwindigkeitsanpassung basiert auf den Bildern einer Kamera, die die Geschwindigkeitsbegrenzungsschilder am Strassenrand liest. Die Fahrzeuge werden außerdem mit einem Kartensystem ausgestattet, das den jeweiligen Standort in Echtzeit anzeigt. Laut Caradisiac wird in Ermangelung eines GPS-Systems das Notrufsystem eCall verwendet. Das System ist zu 90% zuverlässig.

    Für die Verkehrsteilnehmer soll es jedoch immer möglich sein, das System nach dem Starten des Fahrzeugs zu deaktivieren.