Schlagwort: SNCF

  • Die SNCF braucht 100 Milliarden Euro: Grosse Baustellen in den nächsten 15 Jahren geplant

    Die SNCF braucht 100 Milliarden Euro: Grosse Baustellen in den nächsten 15 Jahren geplant

    Die französische Bahn steht in den nächsten Jahren vor riesigen Investitionen. Es werden grosse Entscheidungen getroffen werden müssen, sagt Verkehrsminister Clément Beaune. Noch nie sind so viele Franzosen im Sommer mit dem Zug in den Urlaub gefahren.

    Noch nie sind so viele Reisende während der Sommersaison in Frankreich mit dem Zug gefahren. Es wurden 18 Millionen Fahrkarten verkauft. Am Wochenende war jeder dritte abfahrende TGV ausgebucht und die allgemeinen Auslastungsraten lagen bei fast 80%. Der Sommer verspricht einen Rekord.

    Um die Reisenden auch weiterhin zu begeistern, wird die SNCF allerdings investieren müssen. Und zwar in großem Umfang. Gleise, Oberleitungen und Stellwerke austauschen, neue Züge kaufen und die Bahnhöfe weiter renovieren, das sind die Herausforderungen vor denen die SNCF steht. NCF-Präsident Jean-Pierre Farandou hat nachgerechnet. Er schätzt, dass er in den nächsten 15 Jahren 100 Milliarden Euro benötigt, um die notwendigen Arbeiten durchzuführen den Zugverkehr zu verdoppeln.

    Die SNCF hat große Pläne in der Schublade. Sie möchte in siebzehn Großstädten S-Bahn-ähnliche Netze wie in der Region Île-de-France schaffen. Andere Projekte sind bereits auf dem Weg: die Hochgeschwindigkeitsstrecke Bordeaux-Toulouse, die Hochgeschwindigkeitsstrecke Montpellier-Perpignan und Modernisierungsarbeiten in den Regionen von Marseille, Toulon und Nizza. Präsident und Premierminister hatten 2021 dazu ihre Zustimmung gegeben.

    100 Milliarden investieren: Die SNCF wird diese Summe nicht allein finanzieren können. Sie könnte etwa die Hälfte dieser Investitionen stemmen, berichtet das Journal du Dimanche. Die zweite Hälfte müsste vom Staat, den Gebietskörperschaften, der EU und auch von privaten Investitionspartnern kommen.

    Man wird Entscheidungen treffen müssen
    Angesichts dieser massiven Investitionen werde man Entscheidungen treffen müssen, sagt der Verkehrsminister. „Der alltägliche, oft großstädtische Verkehr, wie der Großraum Paris, bleibt unsere Priorität, denn seine Verbesserung wirkt sich direkt auf das Leben der Menschen aus“, erklärte Clément Beaune dem Journal du Dimanche. Der Verkehrsminister räumt ein: „Unser Streckennetz wurde in den letzten dreißig Jahren vernachlässigt“. Und: „Es wäre unredlich zu sagen, dass man gleichzeitig Hochgeschwindigkeitszüge, Aus- und Wiederaufbau für kleine Linien leisten kann, ohne eine Reihenfolge oder Prioritätensetzung vorzunehmen“.

    Aus diesem Grund sollen die Regionen, die für den Verkehr zuständig sind, sich stärker einbringen. In Okzitanien zum Beispiel wird die Bahnstrecke zwischen Montréjeau und Luchon (Haute-Garonne) im Juni 2024 wiedereröffnet, zehn Jahre nach ihrer Schließung. Die Züge werden zwischen den beiden Städten mit grünem Wasserstoff betrieben werden. Eine Wiedereröffnung, die ihren Preis hat: 67 Millionen Euro. Der Preis für die Erhaltung der Attraktivität der Region.

  • Streik an diesem Mittwoch bei der SNCF: Was Reisende heute erwartet

    Streik an diesem Mittwoch bei der SNCF: Was Reisende heute erwartet

    Für diesen Mittwoch wurde bei der SNCF ein Streik angekündigt. Mehrere Gewerkschaften fordern eine allgemeine Lohnerhöhung. Die Streikbewegung wird Züge regional und überregional beeinflussen.

    Am Vorabend des offiziellen Beginns der Schulferien wird bei der SNCF gestreikt. der Streik begann schon am Dienstag, dem 5. Juli, um 19:00 Uhr und soll bis Donnerstag, 7. Juli, um 8:00 Uhr dauern. Die Streikbewegung betrifft das gesamte Netz: TGV, Fernzüge, TER und RER.

    Die Gewerkschaften riefen zum Streik auf, um Lohnerhöhungen angesichts der galoppierenden Inflation zu fordern. Die Gewerkschaften schließen eine Verlängerung des Streiks, sollten die Gespräche mit dem Management scheitern, nicht aus.

    TGV und Ouigo
    Die SNCF kündigt den Verkehr von 3 von 4 TGV Inoui auf der Nord- und Atlantikachse, 3 von 5 TGV Inoui auf der Ostachse und 4 von 5 TGV Inoui auf der Südostachse an. 2 von 3 Ouigo sollten in Betrieb sein.

    Intercity-Züge
    1 von 3 Zügen ist im Intercités-Zugnetz geplant. Auf den Strecken Nantes-Lyon, Nantes-Bordeaux und Toulouse-Hendaye wird heute kein Intercity-Zug erwartet. Auch die Intercity-Nachtzüge sind fast vollständig annulliert.

    TER im Südwesten
    Die SNCF kündigt an, dass das TER-Netz im Südwesten „sehr gestört“ sein wird. Die Liste der fahrenden Züge kann hier eingesehen werden. Die SNCF Nouvelle-Aquitaine will den Verkehr von 2 von 5 Zügen (inklusive Busse) aufrecht erhalten.

    RER
    RER A fährt normal. Auf der RER B verkehren heute 3 von 4 Zügen für den südlichen Teil und 1 von 2 Zügen für den nördlichen Teil. Die Verbindung zum Gare du Nord wird aufrechterhalten. RER C wird mit 1 von 2 Zügen bedient werden. Auf den Linien RER D und RER E wird nur 1 von 3 Zügen fahren.

  • Streik: Verkehr am Mittwoch auf den TER-, TGV- und Ouigo-Linien der SNCF gestört

    Streik: Verkehr am Mittwoch auf den TER-, TGV- und Ouigo-Linien der SNCF gestört

    Die vier grössten Gewerkschaften der SNCF – CGT, Unsa, SUD-Rail und CFDT – haben zu einem Streik aufgerufen, um angesichts der in die Höhe schießenden Inflation Lohnerhöhungen durchzusetzen. Rund ein Viertel der TGV-Züge sollen ausfallen.

    Der TER-Verkehr wird am Mittwoch, dem 6. Juli, durch einen Streik stark beeinträchtigt werden. Etwa ein Viertel der TGV-Züge wird auch ausfallen. Und das am Vorabend der Sommerferien, wie SNCF Voyageurs mitteilte.

    Nur 2 von 5 TER sollen verkehren: Die Details für jede Region sollen noch präzisiert werden. Bei den TGVs sollen 3 von 5 Zügen auf der Ostachse, 3 von 4 Zügen auf der Nord- und Atlantikachse und 4 von 5 Zügen auf der Südostachse verkehren. 2 von 3 Ouigo-Zügen sollen aufrechterhalten werden, während der internationale Verkehr (Eurostar, Thalys, Lyria) laut SNCF Voyageurs „fast normal“ laufen soll.

    Kein Verkehr auf der Strecke Toulouse-Hendaye.
    Der Nahverkehr in der Ile-de-France dürfte ebenfalls stark beeinträchtigt sein, nur jeder zweite Zug auf den RER-Linien B, C, D und E sowie auf den Transilien-Linien J, L, N, R und U wird verkehren. Viele Intercités dürften ausfallen, im Durchschnitt einer von drei Zügen, und auf den Strecken Nantes-Bordeaux, Nantes-Lyon oder Toulouse-Hendaye wird überhaupt kein Zugverkehr stattfinden. Alle Nachtzüge fallen am Mittwochabend aus, mit Ausnahme des Nachtzugs von Paris nach Nizza.

  • Covid-19: SNCF ruft Reisende auf, in den Bahnhöfen und Zügen wieder Masken zu tragen

    Covid-19: SNCF ruft Reisende auf, in den Bahnhöfen und Zügen wieder Masken zu tragen

    Jean-Pierre Farandou, SNCF-Vorstand, rief am Mittwoch, 29. Juni, vor dem Hintergrund der siebten Covid-Welle in Frankreich die Reisenden dazu auf, in den Bahnhöfen und Zügen wieder Masken zu tragen. Der Vorstandsvorsitzende der SNCF, Jean-Pierre Farandou, hat die Reisenden dazu aufgerufen, in den Bahnhöfen und Zügen aus „Bürgersinn“ wieder Masken zu tragen, wenn die Ferien beginnen. „Wir müssen unser Personal schützen, wir müssen unsere Reisenden schützen“, mahnte Farandou.

    „Wir sehen, dass es einen Rückschlag bei der Epidemie gibt (…) Die Maske in den Bahnhöfen zu tragen, die Maske in den Zügen zu tragen, ich denke, dass dies die beste Art ist, sich zu schützen“, fuhr Jean-Pierre Farandou im Gespräch mit France Inter fort. „Ohne verpflichtenden Charakter“Am Dienstag, dem 28. Juni, forderte Premierministerin Élisabeth Borne die Präfekten und Gesundheitsbehörden auf, angesichts des Anstiegs der Covid-19-Fälle das Tragen von Mund…

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  • SNCF: Nationaler Streikaufruf für den 6. Juli für höhere Löhne und Gehälter

    SNCF: Nationaler Streikaufruf für den 6. Juli für höhere Löhne und Gehälter

    Drei Gewerkschaften der SNCF rufen die Beschäftigten auf, am 6. Juli zu streiken, um Lohn-und Gehaltserhöhung zu erreichen. Nur einen Tag vor den grossen Ferien – die Schule endet am Donnerstag, 7. Juli – steht ein weiterer Streik bei der SNCF an. Der Zugverkehr wird am Mittwoch, dem 6. Juli, voraussichtlich stark gestört sein, da die drei größten Gewerkschaften CGT-cheminots, SUD-rail und CFDT zu einem Streik aufgerufen haben. Unsa-ferroviaire hat sich der Streikbewegung nicht angeschlossen. Der Streikaufruf betrifft alle Kategorien von Beschäftigten. Die drei Gewerkschaftszentralen rufen die Beschäftigten dazu auf, die Arbeit niederzulegen, um eine Erhöhung der Löhne und Gehälter zu erreichen. „Die Eisenbahner sind hart betroffen“ und „erleiden einen deutlichen und starken Rückgang ihrer Kaufkraft“, stellen die Gewerkschaften fest. „Ein Kontext von Sorge und Wut“, erklärt Fabien Dumas, Sekretär der Gewerkschaft SUD-Rail. Die Gewerkschaften weisen darauf hin, dass die letzte allgemeine Lohnerhöhung bei der SNCF im Jahr 2014 stattfand. Die Inflation in Frankreich lag im Mai auf Jahressicht bei 5,2%. Die Unternehmensleitung der SNCF lehnte es bisher ab, mit den Gewerkschaften gemeinsam zu sprechen. Es finden bilaterale Treffen statt. Die Geschäftsleitung hat jedoch für den 6. Juli, den Tag, den die Gewerkschaften für die Organisation des Streiks gewählt haben, und den Tag vor Beginn der Sommerferien, einen runden Tisch mit den allen Gewerkschaftsvertretern anberaumt. Lesen Sie auch: SNCF will im Sommer 500.000 zusätzliche Sitzplätze in ihren Zügen anbieten Trotz der Streikankündigung bereitet sich die SNCF auf einen Rekordsommer vor, es wurden bereits acht Millionen Fahrkarten verkauft, d. h. „10% mehr als im Jahr 2019“. Die Gewerkschaften sind besorgt über die Belastungen, die den SNCF-Angestellten in diesem Sommer abverlangt werden. Verschiedene Streikbewegungen belasten derzeit die SNCF, insbesondere in der Region Île-de-France, wo der Verkehr durch Bauarbeiten gestört wird, die zu kurzfristigen Änderungen der Dienstpläne der Lokführer führen, was von den Gewerkschaften abgelehnt wird. Die SNCF will Fahrplanänderungen am Vortag des Streiks bekannt geben.
  • SNCF will im Sommer 500.000 zusätzliche Sitzplätze in ihren Zügen anbieten

    SNCF will im Sommer 500.000 zusätzliche Sitzplätze in ihren Zügen anbieten

    Um der erwarteten Rekordnachfrage im Sommer gerecht zu werden, hat die französische Bahngesellschaft SNCF angekündigt, 500.000 zusätzliche Sitzplätze anzubieten.

    Die SNCF rechnet mit einem „Rekordsommer“ im Zugverkehr, da die Touristen nach zwei Jahren strenger Covid-Bestimmungen wieder nach Frankreich strömen werden. Um den Zustrom von Fahrgästen zu bewältigen, kündigte der Vorstandsvorsitzende der SNCF, Jean-Pierre Farandou, am Donnerstag an, dass das Unternehmen 500.000 zusätzliche Plätze zum Verkauf anbieten werde.

    „Wir stehen vor einem Rekordsommer“, sagt Farandou. Die SNCF hat nach eigenen Angaben bereits mehr als acht Millionen Tickets für die wichtigen Ferienmonate Juli und August verkauft – eine Steigerung von 10 Prozent gegenüber 2019.

    „Wir sind an der Kapazitätsgrenze, also müssen wir weitere Züge bereitstellen. Wir werden auch Doppelkonfigurationen schaffen, damit zwei Züge gleichzeitig fahren können“, erklärte Farandou.

    Farandou mahnte die Fahrgäste allerdings auch, die Züge nicht nur an den wichtigen Ferienreisetagen zu nehmen, denn außerhalb dieser Zeiträume gäbe es noch freie Plätze.

    Die Ankündigung der SNCF kommt zu einem Zeitpunkt, nach dem mehrere Fluggesellschaften – namentlich Easyjet und Ryanair – für diesen Sommer Annulationen durch Streiks angekündigt haben. Lange Warteschlangen, Personalmangel und Streiks an wichtigen Flughäfen machen in diesem Sommer das Reisen mit der Bahn für viele attraktiver als Flugreisen.

    Lesen Sie auch: Ryanair, Easyjet – es gibt immer mehr Streikaufrufe für den Sommer bei den Billigfluggesellschaften

  • Hohe Preise für Zugtickets schockieren die Franzosen

    Hohe Preise für Zugtickets schockieren die Franzosen

    Es hagelt Kritik an der SNCF. Die Nutzer beklagen einen außergewöhnlichen Anstieg der Preise für Zugtickets kurz vor dem Sommer. 

    In einer Studie des französischen Statistikamtes INSEE wurde festgestellt, dass die Fahrpreise in den letzten drei Monaten um 15% gestiegen sind. Diese Zahlen werden von der SNCF jedoch bestritten, die behauptet, dass die Preise viemehr um 7% gesunken seien.

    Für die Reisenden ist der Anstieg dennoch spürbar: Eine einfache Fahrt von Paris nach Nizza kostet 250 Euro und eine Hin- und Rückfahrt von Paris nach Nantes 215 Euro, wie der Sender RTL berichtet. Da der Sommer vor der Tür steht und die Kraftstoffpreise explodieren, befürchten die Franzosen nun, dass sie wegen der exorbitanten Preise der SNCF noch nicht mal mehr mit dem Zug fahren können.

    Wie viel kostet ein Zugticket?
    Laut INSEE sind die Preise für Zugtickets innerhalb eines Jahres im Februar um 11,7%, im März um 13,8% und im April um 14,6% gestiegen. Die SNCF behauptet jedoch, dass die Preise um 7% gesunken sind. Um zu diesen unterschiedlichen Schlussfolgerungen zu gelangen, haben beide Seiten unterschiedliche Berechnungsmethoden angewandt: Das INSEE schaut sich die Preise an, die auf den Websites beim Online-Fahrkartenverkauf angegeben werden, während die SNCF sich auf die Preise der Fahrkarten im analogen Verkauf stützt.

    Die Reisenden scheinen allerdings eher der Meinung des INSEE zu sein. Auf dem Sender RTL beklagen einige Reisende, dass die Preise unerschwinglich geworden seien: „Ich fahre von London nach Paris, Paris-Lyon, Lyon-Marseille und Marseille-Saint Raphaël. Das kostet 1.200 Euro“, sagt eine Reisende.

    Trotz dieser horrenden Preise bleiben andere Fahrten erschwinglich. Eine einfache Fahrt mit einem Intercités zwischen Toulouse und Paris kann diese Woche zwischen 53 und 110 Euro kosten. Eine Fahrt von Toulouse nach Nizza kostet zwischen 48 und 77 Euro, wenn man bis Dienstag oder Mittwoch bucht. Für viele Franzosen sind die Tarife jedoch insgesamt viel zu teuer.

    Die SNCF verteidigt sich
    Christophe Fanichet, CEO von SNCF Voyageurs, äußerte sich gegenüber der Zeitung Journal Du Dimanche zu der Preiserhöhung. „Die Preise sind bezüglich der Alltagszüge stabil geblieben, da keine Region die Tarife erhöht hat. Eine von vier TGV-Fahrkarten hat eine Preisobergrenze“, sagte er. Seiner Meinung nach wäre es „interessanter“, die Preise von 2022 „mit denen von 2019“ zu vergleichen. In beiden Zeiträumen hat die Covid-19-Gesundheitskrise keinen Einfluss auf die Preise.

    Christophe Fanichet gibt aber immerhin zu, dass einige Preise in diesem Jahr „im Vergleich zu 2021 leicht gestiegen“ seien. Die Preiserhöhung kommt zu einem kritischen Zeitpunkt, kurz vor dem Sommer, und vertieft die Vorbehalten, die viele Franzosen sowieso schon gegenüber der SNCF haben.

  • TGV Paris-Berlin für Ende 2023 geplant

    TGV Paris-Berlin für Ende 2023 geplant

    Ein direkter TGV zwischen Paris und Berlin soll Ende 2023 eingeführt werden, kündigte Jean-Pierre Farandou, der Chef der französischen Eisenbahngesellschaft SNCF, am Dienstag, 24. Mai, an.

    Die SNCF und die Deutsche Bahn wollen Ende 2023 einen direkten Hochgeschwindigkeitszug zwischen Paris und Berlin einführen. Dies kündigte der Chef des französischen Unternehmens am Dienstag an, der nach Straßburg gekommen war, um 15 Jahre deutsch-französische Zusammenarbeit im Hochgeschwindigkeitsbereich zu feiern.

    „Wir wollen im Dezember 2023 einen TGV Paris-Berlin starten“, sagte der Vorstandsvorsitzende der SNCF, Jean-Pierre Farandou, der Nachrichtenagentur AFP. „Das macht Sinn, weil wir feststellen, dass die Menschen immer längere Fahrten in Kauf nehmen. Es gibt wirklich Leute, die bereit sind, fünf, sechs oder sieben Stunden in einem Zug zu verbringen“, erklärte er. Für die Fahrt Paris-Berlin werden es sieben Stunden sein. „Zugfahren ist eine Möglichkeit, Mobilität und Naturschutz miteinander zu versöhnen“.

    „Wir werden mit unseren deutschen Kollegen versuchen, diesen Zug fahren zu lassen“, sagte Jean-Pierre Farandou. Der Zug soll über Frankfurt fahren und mit deutschen ICE-Hochgeschwindigkeitszügen betrieben werden. Zunächst soll es eine Hin- und Rückfahrt pro Tag geben. Entsprechenden Erfolg vorausgesetzt, könnte später eine zweite Hin- und Rückfahrt mit französischen TGVs dazu kommen. „Das ist ziemlich symbolisch für die Entwicklung unserer Gesellschaft und den Wunsch vieler unserer Mitbürger, die Bahn zu bevorzugen“, meint ein SNCF-Manager.

    Klimaziele erreichen
    Die SNCF hat in den vergangenen Monaten festgestellt, dass Verbindungen wie Paris-Mailand und Paris-Barcelona erstaunliche Belegungsraten haben: Auf Paris-Mailand hat sich das Angebot seit dem vergangenen Jahr verdoppelt, und trotzdem sind die Züge voll.

    Und das erwarten SNCF und DB auch auf der Strecke Paris-Berlin. Der tägliche TGV von Frankfurt nach Marseille – über Straßburg und Lyon – in 7 Stunden 48 Minuten ist schon ein Erfolg. Der Paris-Berlin-Tages-Hochgeschwindigkeitszug kommt zusätzlich zu einer Nachtzugverbindung zwischen den beiden Hauptstädten, die von den ÖBB – in Zusammenarbeit mit SNCF und der Deutschen Bahn – ebenfalls ab Ende 2023 betrieben werden soll. Man wird sich also aussuchen können, ob man tagsüber fahren möchte oder die lange Strecke lieber im Schlaf hinter sich bringen will.

    „“Ich bin überzeugt, dass wir mehr Eisenbahnen in Europa brauchen, und ein starkes Europa braucht eine starke Vernetzung auf der Schiene“, äusserte sich der DB-Vorstand Richard Lutz. Der Ausbau des Schienenverkehrs sei „entscheidend für die Erreichung der Klimaziele“, betonte Lutz.

    Die SNCF und die Deutsche Bahn haben in 15 Jahren Zusammenarbeit etwa 25 Millionen Menschen auf den Strecken Paris-Frankfurt, Paris-Stuttgart-München und Frankfurt-Marseille befördert. Auf der Strecke Paris-Frankfurt wird der Zug inzwischen besser genutz als das Flugzeug.

  • SNCF: Billigere und langsamere Züge sollen mit Fernbussen konkurrieren

    SNCF: Billigere und langsamere Züge sollen mit Fernbussen konkurrieren

    Am Dienstag, 12. April, verglich ein Team von Journalisten von France Télévisions Fahrten von Paris nach Nantes mit dem neuen Angebot der SNCF, das billigere, aber langsamere Züge anbietet, und mit dem Bus.

    Am Montag, dem 11. April, startete die SNCF ein neues Angebot. Ehemalige Corail-Züge befahren die TGV-Verbindungen Paris-Nantes und Lyon-Nantes langsamer aber zu geringeren Kosten. Mit diesen neuen Zügen hofft die SNCF, mit den Fernbussen (Blablacar, Flixbus…) konkurrieren zu können. Für den Zug gibt es nur einen Preis: 16 Euro. Im Bus variieren die Preise, aber eine Fahrt von Paris nach Nantes kostet im Durchschnitt 18 Euro.

    Lesen Sie auch: Reisen: SNCF öffnet Verkauf von 10-Euro-Tickets mit neuem Zugangebot

    Fünf Stunden im Zug gegenüber sechs Stunden im Bus.
    Für das neue Angebot wurden die alten Corail-Züge wieder in Betrieb genommen. In ihnen gibt es weder WLAN noch Steckdosen. Es werden kostenpflichtige Erfrischungen angeboten. Im Bus gibt es zahlreiche Steckdosen und WLAN. „Im Zug habe ich trotzdem mehr Platz, um zum Beispiel am Computer zu arbeiten, als im Bus“, sagt ein Mann vor der Kamera. Mit einigen kleinen Verspätungen legte das Journalistenteam die Strecke Paris-Nantes mit dem Zug in fünf Stunden zurück. Mit dem Bus dauerte die Fahrt etwa sechs Stunden.

  • Reisen: SNCF öffnet Verkauf von 10-Euro-Tickets mit neuem Zugangebot

    Reisen: SNCF öffnet Verkauf von 10-Euro-Tickets mit neuem Zugangebot

    Rund 60.000 Fahrkarten wurden seit Montag für den zweijährigen Testbetrieb der SNCF mit preiswerten Bummelzügen zwischen Paris und Lyon sowie Paris und Nantes verkauft.

    Die Strecke Paris-Nantes bietet drei tägliche Hin- und Rückfahrten mit einer Reisezeit zwischen 3 Stunden 30 Minuten und 4 Stunden 15, gegenüber 2 Stunden 20 mit dem TGV. Auf der Strecke Paris-Lyon gibt es ab sofort zwei tägliche Hin- und Rückfahrten mit einer Fahrzeit zwischen 4 Stunden 45 und 5 Stunden 15, gegenüber zwei Stunden mit dem TGV.

    Die Fahrkarten kosten zwischen 10 und 30 Euro – und nur 5 Euro für Kinder unter 12 Jahren – und werden als besonders preisgünstige Alternative zu den TGV-Zügen angeboten.

    Zehntausende von Fahrkarten wurden bereits verkauft, weil Reisende, die Zeit haben, von den niedrigen Preisen profitieren wollen. Das zeigt deutlich, dass es viele Menschen gibt, die gerne etwas mehr Zeit in Kauf nehmen, um von A nach B zu kommen.

    Die SNCF hat angekündigt, dass das Angebot zunächst zwei Jahre lang getestet werden soll.

    Lesen Sie auch: Neue Tarife der SNCF: Billigere aber langsamere Züge

    Als Gegenleistung für die Möglichkeit, die französische Landschaft länger und ruhiger genießen zu können, müssen die Fahrgäste in älteren Corail-Zügen reisen, die aus den 1980er Jahren stammen. Sie haben einen frischen rosa Anstrich erhalten und wurden innen aufgemöbelt, aber nicht wirklich modernisiert. Das bedeutet auch, dass es kaum Steckdosen und kein WLAN gibt, so dass die Züge für Berufspendler oder Geschäftsreisende wahrscheinlich nicht das ideale Verkehrsmittel sind. Wer hingegen wenig Geld und mehr Zeit zur Verfügung hat, für den ist das neue Angebot mit Sicherheit sehr attraktiv.

    Die Tochtergesellschaft der SNCF, die das neue Projekt betreibt, hat versprochen, die Inneneinrichtung der Züge zu erneuern, wenn sich der Service als erfolgreich erweist.