Schlagwort: Mittelmeer

  • Biodiversität: Das Mittelmeer ist in Gefahr

    Biodiversität: Das Mittelmeer ist in Gefahr

    Um zu versuchen, das zu retten, was von den Lebewesen neben uns noch übrig ist, begann am Mittwoch, dem 7. Dezember, in Montreal die COP15. Um die Dringlichkeit der Herausforderungen dieser neuen COP zu veranschaulichen, blickt France Télévisions auf den heißen Sommer zurück, der die Temperatur des Mittelmeers lokal auf bis zu 30 Grad ansteigen ließ.

    Das Mittelmeer steht vor einer neuen Bedrohung, die heimtückisch und still heranschleicht. In diesem Sommer waren die Unterwasserfauna und -flora Rekordtemperaturen von 30 Grad ausgesetzt. Welche konkreten Auswirkungen haben solche Hitzewellen im Mittelmeer? Um das herauszufinden, nimmt das Team von France Télévisions Kurs nach Süden, auf die Halbinsel Giens (Var). Inmitten von Schwärmen von Schwarzkopfbrassen, einer verspielten Muräne befinden sich Gorgonien (den Korallen des Mittelmeers), die ihre schönen roten Verzweigungen verloren haben. Die Polypen, die Tentakel, mit denen sie sich ernähren, sind fast verschwunden.

    Etwa 50 Arten sind bereits vollständig aus dem Mittelmeer verschwunden
    Taucher hatten bereits 2003, während der vorangegangenen Hitzewelle, ein großes Gorgoniensterben beobachtet, allerdings nicht in diesem Ausmaß. Seit Anfang August müssen die Berufstaucher hilflos mit ansehen, wie sich vor ihren Augen eine ökologische Katastrophe abspielt. „Die Sorge um alles, was an Fauna an den Felsen befestigt ist, ist dadurch begründet, dass es der Anfang der Nahrungskette ist“, betont der Taucher Jérôme Palmer. Gorgonien, Fische, Algen und Mollusken – etwa 50 Arten sind bereits aus dem Mittelmeer verschwunden. Aber die fast tropischen Temperaturen des Meeres ziehen auch neue Arten an, die oft durch das Ballastwasser von Schiffen eingebracht werden.

  • Riesige Wellen, Böen von 141 km/h, 900 Haushalte ohne Strom – so wütete Sturm Denise auf Korsika

    Riesige Wellen, Böen von 141 km/h, 900 Haushalte ohne Strom – so wütete Sturm Denise auf Korsika

    Sturm Denise fegte über das Departement Corse-du-Sud hinweg. Mit Starkwinden und Stromausfällen.

    Für das Departement Corse-du-Sud galt am Dienstag, dem 22. November, bis Mitternacht Warnstufe Orange „starker Wind“ von Météo-France. 900 Haushalte auf der Insel waren laut EDF in Korsika am Dienstagnachmittag ohne Strom.

    Am späten Dienstagmorgen hatte der Wind im Norden Korsikas „bereits deutlich nachgelassen und erfordert keine besondere Beobachtung mehr“, das berichtete Météo-France am Mittag und fügte hinzu, dass „im Departement Corse-du-sud der Wind aus West-Nordwest weiterhin in Böen weht, mit zeitweiligen Spitzen zwischen 120 und 140 km/h auf den exponierten Kämmen, Pässen und Kaps sowie in der Bucht von Bonifacio“.

    Météo-France verzeichnete Böen von bis zu 141 km/h am Cap Pertusato südlich von Bonifacio oder bis zu 131 km/h in La Parata bei Ajaccio. Auch das Meer war durch die besonders heftigen Sturmwinde wie entfesselt.

    „900 Kunden weiterhin ohne Strom“
    Um 17 Uhr waren noch 900 Haushalte ohne Strom, vor allem in den Regionen südlich von Sartène, Casinca und der Sarrola-Ebene in der Umgebung von Ajaccio.

    Auf dem Höhepunkt des Sturms waren am Dienstagmorgen sogar 2.000 Kunden ohne Strom. Der Stromversorger EDF erinnerte daran, dass man sich wegen der Gefahr eines Stromschlags nicht in der Nähe von heruntergefallenen Stromkabeln aufhalten sollte.

    Die Feuerwehr in Südkorsika teilte der Nachrichtenagentur AFP mit, dass sie am Dienstag „etwa 20 Einsätze im Zusammenhang mit dem Wetterereignis“ wegen Überschwemmungen, herabfallender Äste oder heruntergefallener Dachziegel durchgeführt habe. Bis zum Abend waren glücklicherweise keine Verletzten zu verzeichnen.

    Am Dienstag wurden laut der Website des Flughafens alle Flüge von und nach Ajaccio gestrichen.

  • SOS Méditerranée: „Wir können diese Menschen nicht vor den Toren Europas sterben lassen“

    SOS Méditerranée: „Wir können diese Menschen nicht vor den Toren Europas sterben lassen“

    Sophie Beau, Generaldirektorin der NGO SOS Méditerranée, war zu Gast bei France 24.

    Sie sprach über das Schicksal der Migranten, die das Mittelmeer überqueren, und insbesondere über die Ocean Viking, ein Schiff der Organisation, das nach mehreren Wochen des Wartens endlich in Toulon aufgenommen wurde.

    Sophie Beau, Generaldirektorin der Organisation SAS Méditerranée, die beschuldigt wurde, „den Schleppern in die Hände zu spielen“, erinnerte auf France 24 daran, dass die Rettung von Menschen in Not „eine Pflicht“ ist, und hält es für „unwürdig, diese Frage für politische Zwecke zu instrumentalisieren“.

  • Giorgia Meloni: Die Reaktion Frankreichs „aggressiv, ungerechtfertigt und unverständlich“

    Giorgia Meloni: Die Reaktion Frankreichs „aggressiv, ungerechtfertigt und unverständlich“

    Wenige Stunden nach der Ankunft des Schiffes Ocean Viking im Hafen von Toulon mit 230 Migranten an Bord äußert sich die italienische Premierministerin Giorgia Meloni kritisch über die Reaktion Frankreichs gegenüber Italien. Es brennt zwischen Frankreich und Italien. Am Tag nach den Äußerungen von Gérarld Darmanin über die Weigerung Italiens, die Ocean Viking und ihre 230 Migranten aufzunehmen, antwortet die Premierministerin Italiens. „Ich war sehr beeindruckt von der aggressiven Reaktion der französischen Regierung, die unverständlich und ungerechtfertigt ist“, so Giorgia Meloni vor der Presse. Unzufrieden mit der italienischen Entscheidung, die Ocean Viking nicht aufzunehmen, hatte Frankreich bereits gestern eine Vergeltungsmaßnahme angekündigt: 3.500 Migranten, die sich derzeit in Italien aufhalten und die Frankreich demnächst aufnehmen sollte, werden nicht auf französischen Boden kommen dürfen. Innenminister Gérald Darmanin kündigte ausserdem weitere „Konsequenzen“ für die  „bilate…

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  • Die Ocean Viking in Toulon angekommen – die 230 Migranten werden auf neun europäische Länder verteilt

    Die Ocean Viking in Toulon angekommen – die 230 Migranten werden auf neun europäische Länder verteilt

    Frankreich lässt am Freitag „ausnahmsweise“ im Militärhafen von Toulon das humanitäre Schiff ‚Ocean Viking‘ mit 230 aus Seenot geretteten Migranten an Bord vor Anker gehen. Das Schiff stand in den vergangenen Tagen im Mittelpunkt eines Streits mit Italien, das seine Aufnahme abgelehnt hat. Es ist eine Premiere für Frankreich. Das humanitäre Schiff ‚Ocean Viking‘ traf am Freitag, dem 11. November, im Militärhafen von Toulon ein. Es hatte 230 Migranten an Bord, die im Mittelmeer gerettet worden waren. Die Aufnahme des Schiffes führte zu heftigen Spannungen mit Italien und löst in Frankreich eine neue Polemik über das Thema Einwanderung aus. Nach drei Wochen Irrfahrt auf der Suche nach einem sicheren Hafen in Italien legte die ‚Ocean Viking‘, ein von der NGO SOS Méditerranée gechartertes Ambulanzschiff, in Toulon an, „ausnahmsweise“ und aufgrund „der Pflicht zur Menschlichkeit“, wie der französische Innenminister Gérald Darmanin am Donnerstag bekannt gab.

    https://www.youtube.com/watch?v…

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  • „Ocean Viking“: Frankreich evakuiert 4 Personen nach Korsika und lässt das Schiff in Toulon in den Hafen

    „Ocean Viking“: Frankreich evakuiert 4 Personen nach Korsika und lässt das Schiff in Toulon in den Hafen

    Nach Angaben der NGO SOS Méditerranée handelt es sich bei den nach Korsika Evakuierten um drei Migranten und eine Begleitperson. Die Ocean Viking darf mit den restlichen Migranten an Bord in den Hafen von Toulon. Die französische Regierung kündigte am Donnerstag, dem 10. November, die medizinische Evakuierung von vier Personen von Bord des humanitären Schiffes Ocean Viking an, das im Mittelmeer festsitzt und Gegenstand eines Tauziehens zwischen Frankreich und Italien war. „Das Generalsekretariat für das Meer führt auf Anweisung der Premierministerin eine Operation zur sanitären Evakuierung auf See von vier Migranten durch, die sich derzeit an Bord der Ocean Viking befinden“, teilte die der Premierministerin unterstellte Instanz in einer Erklärung mit. Unter den Evakuierten befinden sich drei Migranten und eine Begleitperson. Laut SOS Méditerranée befinden sich unter den vier an Land gebrachten Personen drei Migranten und eine Begleitperson. Die drei Migranten befinden sich „in einem er…

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  • Mittelmeer: Mehrere hundert Migranten sitzen noch immer auf Rettungsschiffen fest

    Mittelmeer: Mehrere hundert Migranten sitzen noch immer auf Rettungsschiffen fest

    Mehr als 230 Migranten befinden sich allein an Bord des Rettungsschiffs „Ocean Viking“ von SOS Méditerranée. Hunderte von Migranten saßen am Dienstag, dem 8. November, vor der Küste Italiens auf Hilfsschiffen fest, darunter auch das Schiff der NGO SOS Méditerranée, die Ocean Viking, deren Schicksal am Dienstagabend einen diplomatischen Streit zwischen Frankreich und Italien auslöste. Nach Tagen oder sogar Wochen auf See erhielten drei Ambulanzschiffe, die Migranten beim Versuch von der nordafrikanischen Küste nach Europa zu übersetzen, gerettet hatten, die Erlaubnis, in italienischen Häfen anzulegen. Rom erlaubte jedoch nur einem Teil der Geretteten, an Land zu gehen, sehr zum Missfallen der Hilfsorganisationen. 590 Personen konnten an Land gehen. Die Rise Above, ein Schiff der deutschen NGO Lifeline, konnte am Dienstagmorgen in Reggio Calabria, an der Südspitze des italienischen Stiefels, alle 89 Migranten an Bord von Bord gehen lassen. Sechs Migranten waren bereits am Sonntag aus med…

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  • Migranten auf der „Ocean Viking“: Tauziehen zwischen Frankreich und Italien

    Migranten auf der „Ocean Viking“: Tauziehen zwischen Frankreich und Italien

    Die europäische NGO SOS Méditerranée hat am Donnerstag zum ersten Mal Frankreich, Spanien und Griechenland um Hilfe gebeten, um einen Hafen zu finden und die 234 Migranten, die von ihrem Schiff, der „Ocean Viking“, aus dem Meer gerettet wurden, an Land zu bringen. In Frankreich stieß der Hilferuf nicht nur auf Zustimmung. Der Hilferuf der NGO SOS Méditerranée vom Donnerstag, dem 3. November, um einen hafen für die 234 aus dem Meer gefischten Migranten zu finden, die sich derzeit an Bord der „Ocean Viking“ befinden, wurde von einer rassistischen Beleidigung des RN-Abgeordneten Grégoire de Fournas aus Gironde überschattet. Fournas wurde ausfallend, als der LFI-Abgeordnete Carlos Martens Bilongo die Regierung in der Nationalversammlung auf ihre Politik zur Unterstützung von Migranten ansprach. In Bezug auf eine Aufnahme des Migrantenschiffs scheinen die Positionen innerhalb der Regierung recht unterschiedlich zu sein. Da ist zunächst die Linie von Jean-Christophe Combe, dem Minister für S…

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  • Klima: Das Mittelmeer ist ungewöhnlich warm und sein Ökosystem in Gefahr

    Klima: Das Mittelmeer ist ungewöhnlich warm und sein Ökosystem in Gefahr

    Auch das Mittelmeer leidet unter der ungewöhnlichen Hitze des Oktobers, es ist 5 °C wärmer als zu dieser Zeit üblich. Und das ist für das Ökosystem sehr gefährlich.

    Das Mittelmeer ist überhitzt, Wissenschaftler haben ungewöhnliche Temperaturen gemessen: Anfang November beträgt die Wassertemperatur 23°C. Dies entspricht einem Unterschied von 5°C im Vergleich zu den saisonalen Normalwerten. Diese Hitzewelle im Meer bedroht das gesamte Ökosystem. Tauchern in einer Tiefe von 15 Metern zeigt das Thermometer 21°C an, eine Temperatur, die normalerweise an der Oberfläche herrschen sollte.

    Die Zunahme dieser Phänomene beunruhigt
    Seit dem Sommer ist das Mittelmeerbecken von starker Hitze betroffen, wobei die französischen Küsten am stärksten betroffen sind. Der Rekord der Hitzewelle von 2003 wurde übertroffen und das Meer ist so heiß, dass einige Meerespflanzen bereits absterben. Wissenschaftler sind besorgt, dass diese Phänomene immer häufiger auftreten. „Diese Ereignisse sind stärker und länger (…), es gibt Arten, die aussterben werden“, warnt die Ozeanographin Karina Von Schuckmann. Die hohen Wassertemperaturen und die warme Luft könnten auch zu heftigen Gewitterstürmen mit Starkregen führen.

  • Mittelmeer: Die Ocean Viking rettet 466 Migranten

    Mittelmeer: Die Ocean Viking rettet 466 Migranten

    Das Rettungsschiff Ocean Viking, hat seit Mittwoch, dem 24. August, zehn Rettungsaktionen durchgeführt. Es muss jetzt einen Hafen finden, um 466 Migranten an Land bringen zu können.

    Erschöpft warten die Migranten – einige von ihnen seit über einer Woche – darauf, an Land gebracht zu werden. An Bord des Hilfsschiffs Ocean Viking befinden sich 81 überwiegend unbegleitete Minderjährige und ein drei Wochen alter Säugling. NGOs wie das Rote Kreuz leisten ihnen Erste Hilfe. „Wir haben eine komplizierte Situation, mit vielen wirklich heiklen medizinischen Notfällen, physisch und psychisch erschöpften Menschen, Dehydrierung, Sonnenbrand“, sagt Sophie Beau, Direktorin der Organisation SOS Méditerranée.

    Lesen Sie auch: Mehr als 3.000 Flüchtlinge sterben 2021 im Mittelmeer und dem Atlantik

    Auf dem Weg nach Malta oder Italien?
    Die Migranten aus Bangladesch, Ägypten oder Eritrea könnten in Malta oder Lampedusa (Italien) an Land gehen, sofern die Behörden grünes Licht geben. 10 Rettungsaktionen in nur drei Tagen ist für SOS Méditerranée ein Novum. Jedes Jahr versuchen Tausende von Migranten, über das Mittelmeer nach Europa zu gelangen. Im vergangenen Jahr starben jedoch mindestens 2.048 Migranten bei dem Versuch der Überfahrt.

    Lesen Sie auch: 2021: Jeden Tag starben mindestens 8 Menschen im Mittelmeer auf der Flucht nach Europa