Schlagwort: Mittelmeer

  • Alpes-Maritimes: Zwei Tote bei Hubschrauberabsturz über dem Meer in der Nähe von Cannes

    Alpes-Maritimes: Zwei Tote bei Hubschrauberabsturz über dem Meer in der Nähe von Cannes

    „Zwei Leichen wurden an Bord des Wracks gefunden“, erklärte die Meerespräfektur des Mittelmeers.

    Zwei Menschen sind beim Absturz eines kleinen Hubschraubers, der in Cannes gestartet war und vor Mandelieu-la-Napoule (Departement Alpes-Maritimes) ins Meer stürzte, ums Leben gekommen, wie die Seepräfektur des Mittelmeers am Donnerstag, dem 11. Januar, mitteilte.

    „Zwei Personen befanden sich an Bord des Hubschraubers“, der „einige hundert Meter vom Flughafen Cannes-Mandelieu entfernt“ abgestürzt sei, heißt es in der Erklärung der Präfektur. „Die beiden Leichen wurden von den Feuerwehrtauchern an Bord des Wracks gefunden“.

    Der Alarm war gegen 16 Uhr von Zeugen des Absturzes ausgelöst worden. Ein großes Such- und Rettungsteam wurde sofort mobilisiert, darunter drei Feuerwehrboote, drei weitere Boote der Seenotretter aus Cannes, Antibes und Théoules-sur-Mer sowie ein Dragon-Hubschrauber des Zivilschutzes, wie die Präfektur mitteilte. Die Küsten-Nautikbrigade der Gendarmerie aus Antibes und ein Sicherheitsboot des Flughafens von Cannes waren ebenfalls an den Bergungsmaßnahmen beteiligt.

    Dem Sender France 3zufolge handelte es sich um eine 35-jährige Pilotin und einen 27-jährigen Mann, der ihr Flugschüler war.

    Der Hubschrauber vom Typ R22 war vom Flughafen Cannes-Mandelieu aus gestartet und stürzte vor dem Strand Playa chica, einige hundert Meter vom Flughafen entfernt, ab.

    In den sozialen Netzwerken sprach Sébastien Leroy, Bürgermeister von Mandelieu-la-Napoule, den Familien und Angehörigen der Verstorbenen sein Beileid aus.

  • Russisches U-Boot mit dem Spitznamen „Das schwarze Loch“ vor der französischen Küste gesichtet

    Russisches U-Boot mit dem Spitznamen „Das schwarze Loch“ vor der französischen Küste gesichtet

    Ein mit Marschflugkörpern bestücktes russisches U-Boot ist am vergangenen Sonntag vor der französischen Küste gesichtet. Es wurde von der französischen Marine begleitet und bewacht.

    Die B-265 Krasnodar ist eines der modernsten U-Boote der russischen Marine. Da U-Boot passierte am Sonntag, dem 22. Oktober, die französische Küste. Begleitet wurde es von dem Hochseeschlepper Sergey Balk.

    Die beiden russischen Militärschiffe waren letzte Woche von der spanischen Marine in der Nähe von Mallorca, einer der Inseln des Balearen-Archipels im Mittelmeer, gesichtet worden. Sie wurden außerhalb der spanischen Hoheitsgewässer von der Spanischen Marine bis vor die Küste von Gallizien im Nordwesten Spaniens begleitet, berichtet die Tageszeitung El Periodico.

    Vor Galicien übernahm die französische Marine die Aufgabe, die B-265 Krasnodar auf ihrem Weg zurück an der französischen Küste entlang in den Atlantik zu begleiten. Nachdem das russische U-Boot im Ärmelkanal angekommen war, griff die britische Royal Navy ein, um das Militärschiff in der Straße von Pas-de-Calais zu überwachen. Die belgische Marine übernahm daraufhin mit einem ihrer Patrouillenboote, wie das belgische Verteidigungsministerium mitteilte. Der endgültige Bestimmungsort des russischen U-Boots soll ein Hafen in der Ostsee sein.

    Kein russisches U-Boot mehr im Mittelmeer?
    Die B-265 Krasnodar wurde von den Russen im Schwarzen Meer eingesetzt. Nun kann aber kein Schiff der russischen Schwarzmeerflotte mehr ins Mittelmeer einlaufen: Die Türkei hat ihre Meerengen geschlossen, in Umsetzung des Montreux-Abkommens, das ihr erlaubt, im Konfliktfall den Zugang zum Schwarzen Meer zu sperren. Laut dem belgischen Militäranalysten Frederik Van Lokeren soll es keine russischen U-Boote mehr im Mittelmeer geben. Ein von der Zeitung Var-Matin befragter Offizier, der anonym bleiben wollte, sagte: „Die Tatsache, dass sich kein russisches Tauchboot mehr im Mittelmeer befindet, ist ein Zeichen dafür, dass ihnen die Luft ausgeht. Inzwischen kann man eine Ermüdung der russischen Marine seit Beginn des Krieges in der Ukraine feststellen“.

    Dieses russische U-Boot der dritten Generation wurde 2019 vom Stapel gelassen. Mit einer Geschwindigkeit von 20 Knoten kann es bis zu 300 Meter tief tauchen und hat eine Reichweite von 45 Tagen. Es ist mit vier Kalibr-Angriffsraketen, einer Waffe, die von der russischen Marine bereits gegen die Ukraine eingesetzt wurde, 18 Torpedos und 24 Minenwerfern bewaffnet. Die US-Marine nennt es aufgrund seiner Fähigkeit, nicht von Sonaren entdeckt zu werden, „Das schwarze Loch“.

  • Sport: Surfen am Mittelmeer? Es ist möglich…

    Sport: Surfen am Mittelmeer? Es ist möglich…

    In den nächsten Tagen werden zum Beispiel in Palavas-les-Flots (Departement Hérault) Wellen von über zwei Metern Höhe erwartet. Dann ist es tatsächlich möglich, auch im Mittelmeer sehr sportlich zu surfen. Im Herbst begünstigen Wind und Temperaturschwankungen das Entstehen von hohen Wellen.

    Wenn man im Oktober in Palavas-les-Flots (Hérault) surfen will, muss man sich großen Herausforderungen stellen, mit Wellen, die leicht drei Meter hoch werden können, berichtet ein Surfer auf dem Sender France 2. Das bedeutet aber nicht, dass man zu anderen Jahreszeiten auf das Surfen verzichten müsste, aber das Gefühl ist mit den herbstlichen Wellen viel intensiver. Es gibt eine Technik, mit der man das Beste auch aus einer ruhigen See herausholen kann, ohne das Gleichgewicht zu verlieren. „Man wird versuchen, sich auf seinem Brett nach vorne zu bewegen, es gleiten zu lassen und auch diesen kleinen Wellen entspannt auf seinem Brett zu stehen“, erklärt ein Surflehrer.

    „Es gibt nur wenige Menschen, die glauben, dass es im Mittelmeer Wellen gibt“.
    Zwar ist es mit 50 Zentimetern Wellengang an diesem Tag nicht mit der Atlantikküste vergleichbar, aber im Herbst begünstigen der Wind und die Temperaturveränderungen das Entstehen von schönen hohen Wellen auch an der Mittelmeerküste. „Es gibt nur wenige Leute, die glauben, dass es am Mittelmeer Wellen gibt, aber hier sind wir ungefähr bis März, April unterwegs“, erklärt die Surflehrerin Cindy Jourdan. Die Surfsaison endet im Frühsommer, wenn sich das Mittelmeer beruhigt und die Touristen kommen. Bis dahin können sich die Liebhaber des sportlicheren Surfens an einem unruhigen Meer erfreuen. Nächste Woche werden in Palavas-les-Flots Wellen von über zwei Metern Höhe erwartet.

  • Die Rettung von Migranten ist „eine Pflicht der Zivilisation“ – so der Papst in Marseille

    Die Rettung von Migranten ist „eine Pflicht der Zivilisation“ – so der Papst in Marseille

    In Marseille besuchte Papst Franziskus ein Denkmal, das an die auf See Verschollenen erinnert. Für den Pontifex ist die Rettung von Migranten auf See eine „Pflicht der Menschlichkeit und der Zivilisation“.

    Wenige Stunden nach seiner Ankunft in Marseille am 22. September 2023 rief Papst Franziskus zu einem Umdenken gegenüber den Migranten im Mittelmeer auf. Er nahm an einer Andacht in der Nähe des Denkmals teil, das den auf See verschollenen Seeleuten und Migranten gewidmet ist. Vor der glitzernden Kulisse des Mittelmeers sprach sich der Papst gegen die restriktiven Maßnahmen aus, die Rettungskräfte daran hindern sollen, Leben auf See zu retten.

    Nach einem Treffen mit dem Diözesanklerus in der Basilika Notre-Dame de la Garde begab sich der 86-jährige Pontifex im Rollstuhl zu einem angrenzenden Platz mit Blick auf das Mittelmeer, um bei Sonnenuntergang vor der Skulptur, die 2008 zum Gedenken an die auf See Verschollenen errichtet wurde, zu beten.

    Der Erzbischof von Marseille, Kardinal Jean-Marc Aveline, prangerte „Verbrechen“ an, die im Mittelmeer begangen werden, wo „Männer, Frauen und Kinder“ „von unehrlichen Schleppern ihres Eigentums beraubt und regelrecht zum Tode verurteilt werden, indem sie auf alte und gefährliche Boote gesetzt werden“. „Und wenn politische Institutionen Nichtregierungsorganisationen und anderen Schiffen, die in diesen Gewässern kreuzen, verbieten, Schiffbrüchigen zu helfen, ist das ein ebenso schweres Verbrechen und eine Verletzung des grundlegendsten internationalen Seerechts“, kritisierte der Kardinal.

    Menschen zu retten, die „auf dem Meer ausgesetzt wurden“, sei „eine Pflicht der Menschlichkeit, es ist eine Pflicht der Zivilisation“, sagte Papst Franziskus in seiner Ansprache. Der Papst wendete sich anschließend direkt an die, die retten wollen: „So oft werden Sie daran gehindert, hinauszufahren, weil dem Boot dies oder jenes fehlt. Das sind Gesten des Hasses gegen den Bruder, unter dem Deckmantel des Gleichgewichts“.

    Angesichts dieses „riesigen Friedhofs“, auf dem „die Menschenwürde begraben ist“, sagte Franziskus, dass „Worte nichts nützen“. Er forderte „Taten“, „die Lähmung der Angst und das Desinteresse, das zum Tode verurteilt, zu überwinden“.

    Am Fuße des Denkmals sprach sich das Oberhaupt der katholischen Kirche auch gegen den „abscheulichen Handel und den Fanatismus der Gleichgültigkeit“ aus. „Wir können uns nicht damit abfinden, dass Menschen wie Tauschobjekte behandelt, eingesperrt und auf grausame Weise gefoltert werden“. Der 266. Papst sagte, die Menschheit befinde sich heute an einem „Scheideweg der Zivilisation“, mit „Brüderlichkeit auf der einen Seite […] und Gleichgültigkeit auf der anderen Seite, die das Mittelmeer mit Blut befleckt“. Auch die Hafenstadt Marseille befinde sich „an einem Scheideweg: Begegnung oder Konfrontation“, sei die große Frage der Gegenwart.

    Papst Franziskus begrüßte den „reichen und vielfältigen religiösen Pluralismus“ in der Hauptstadt der Provence und verurteilte den „Virus des Extremismus und die ideologische Geißel des Fundamentalismus, die das reale Leben der Gemeinden zerfressen“. Neben den Vertretern der drei monotheistischen Religionen, die ihn auf dem Podium umringten – Juden, Muslime, orthodoxe und evangelische Christen… – rief er dazu auf, „beispielhaft in der gegenseitigen und brüderlichen Aufnahme“ zu sein.

    Mit dem Wunsch, dass Marseille, „ein Modell der Integration“, „für Frankreich, für Europa und für die Welt ein Mosaikstein der Hoffnung“ sein möge, forderte der Pontifex dazu auf, „die Hoffnung“ nicht im „Großen Blau“ des Mittelmeeres versinken zu lassen.

    Vertreter humanitärer Organisationen – Marseille Espérance, Stella Maris, Caritas Gap-Briançon, die Diözesanstelle für Migranten und verschiedene Hilfsorganisationen für Migranten – lasen abwechselnd Gebete für die „Millionen, die durch Krieg, Elend, politische oder religiöse Verfolgung auf die Straßen und Meere der Welt geworfen werden“.

  • Frankreich „wird keine Migranten aus Lampedusa aufnehmen“ – so Innenminister Gérald Darmanin

    Frankreich „wird keine Migranten aus Lampedusa aufnehmen“ – so Innenminister Gérald Darmanin

    Der französische Innenminister bekräftigte auf dem Sender TF1, dass Frankreich keine Exilanten aufnehmen werde, die sich derzeit auf der italienischen Insel Lampedusa befänden. Präsident Macron jedoch verteidigte die „Pflicht zur europäischen Solidarität“ mit Rom. „Ich bin sehr überrascht über die Äußerungen von Gérald Darmanin, die in völligem Gegensatz zu dem stehen, was der Präsident der Republik vor einigen Tagen erklärt hat“, reagierte Damien Carême, Europaabgeordneter der Fraktion der Grünen/Freie Europäische Allianz, am Dienstag, dem 19. September, auf dem Sender Franceinfo. Frankreich „wird keine Migranten aufnehmen“, die von der italienischen Insel Lampedusa kommen, die seit mehreren Tagen einem starken Migrationsstrom ausgesetzt ist. Dies erklärte im Gegensatz dazu Innenminister Gérald Darmanin am Dienstag als Gast der 20-Uhr-Sendung des französischen Fernsehsenders TF1. Emmanuel Macron hatte vor einigen Tagen eine „Pflicht zur europäischen Solidarität“ mit Italien verteidigt…

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  • Migranten: Ursula von der Leyen und Giorgia Meloni auf Lampedusa – es kommen weitere Boote an

    Migranten: Ursula von der Leyen und Giorgia Meloni auf Lampedusa – es kommen weitere Boote an

    Die Präsidentin der Europäischen Kommission Ursula von der Leyen und die italienische Premierministerin Giorgia Meloni sind am Sonntagmorgen auf der italienischen Insel Lampedusa eingetroffen. Unzufriedene Einwohner versuchten, die Fahrzeugkolonne am Flughafen zu blockieren. Ursula von der Leyen und Giorgia Meloni trafen am Sonntagmorgen auf der italienischen Insel Lampedusa ein, wo sich die Anlandungen von Migranten von der nordafrikanischen Küste fortsetzen. Die Präsidentin der Europäischen Kommission und die italienische Regierungschefin trafen sich auf der kleinen Mittelmeerinsel, auf der diese Woche Tausende von Migranten ankamen und die heikle Debatte über die Aufteilung der Verantwortung innerhalb der Europäischen Union neu entfachten. Der italienische Innenminister Matteo Piantedosi sowie die EU-Kommissarin für Inneres, Ylva Johansson, sind ebenfalls angereist.

    Verärgerte Einwohner empfingen den hohen Besuch am Flughafen m…

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  • Italien: 30 Migranten werden vor Lampedusa im Mittelmeer vermisst

    Italien: 30 Migranten werden vor Lampedusa im Mittelmeer vermisst

    Am Wochenende ereignete sich ein weiteres Flüchtlingsdrama vor der italienischen Küste. Mindestens 30 Migranten gelten nach dem Untergang zweier Boote vor der italienischen Insel Lampedusa als vermisst. Die italienische Küstenwache konnte 57 weitere Personen bergen.

    Die Bilder der Rettungsaktion sind beeindruckend. Die Migranten schwimmen verzweifelt inmitten der stürmischen See und überleben nur dank der schwarzen Bojen, an die sie sich klammern, koste es, was es wolle. Die italienische Küstenwache versuchte, die Gruppe der Schiffbrüchigen zu erreichen, doch die Wellen waren riesig und machten die Rettung der Schiffbrüchigen fast unmöglich.

    Die Boote sind in Sfax, Tunesien, gestartet.
    Ein Rettungsschwimmer gehen ins Wasser und nach langen Minuten können einige Migranten in Sicherheit gebracht werden und klettern einer nach dem anderen auf das von den Wellen gebeutelte italienische Schiff. Die Männer und Frauen sollen bereits am vergangenen Donnerstag in Sfax, Tunesien, in unsicheren Booten aufgebrochen sein, die irgendwann kenterten. An Land angekommen, sind die geretteten Flüchtlinge erschöpft, einige haben Mühe zu laufen, andere müssen auf Tragen transportiert werden. Nach Angaben von Hilfsorganisationen hält die unruhige See die Migranten nicht davon ab, das große Risiko einzugehen, mit Booten nach Europa zu gelangen.

  • Rekordtemperatur des Mittelmeers von 28,4°C im Juli: Wissenschaftler warnen vor Artensterben

    Rekordtemperatur des Mittelmeers von 28,4°C im Juli: Wissenschaftler warnen vor Artensterben

    Die durchschnittliche Oberflächentemperatur des Mittelmeers hat im Juli 2023 einen neuen Höchststand erreicht aufgestellt. Die Hitze des Wassers wirkt sich negativ auf das Leben im Meer und auf uns Menschen aus.

    Das Wasser im Mittelmeer war noch nie so warm. Im Juli wurde ein neuer Rekord für die Durchschnittstemperatur aufgestellt: 28,4 °C. Das motiviert selbst die kälteempfindlichsten Menschen, ins Wasser zu gehen, ist aber eine überaus besorgniserregende Situation für die Forscher.

    Der bisherige Rekord lag im Jahr 2003 bei durchschnittlich 28,25 °C. Der Unterschied zwischen diesen beiden Rekorden mag gering erscheinen, aber einen Wärmerekord um 0,15°C zu brechen, erfordert eine kolossale Energiemenge. Um ein Meer zu erwärmen, braucht man tausendmal mehr Energie als für die Erwärmung der Luft.

    Mit der globalen Erwärmung erwärmt sich das Meer pro Jahrzehnt um etwa 0,2 °C, im Mittelmeerraum sind es sogar noch mehr. Hinzu kommen natürliche Variablen wie Wind, Sonneneinstrahlung oder auch die Stärke der Wolkendecke. Der Mangel an Wind und Wolken über dem Mittelmeer hat den Anstieg der Wärme an der Wasseroberfläche begünstigt.

    Die Zunahme der Hitze im Mittelmeer dürfte aufgrund der fortschreitenden Klimakrise nicht einfach aufhören. Forscher erwarten, dass die Temperaturen von einem Jahr zum anderen weiter steigen. Nicht nur im Mittelmeer, sondern auf den Meeren des gesamten Globus. Seit dem Beginn der Messungen im Jahr 1982, mit denen die Oberflächentemperaturen der Meere verfolgt wurden, haben Wissenschaftler eine Verdoppelung der Anzahl der Hitzeperioden auf den Weltmeeren registriert.

    Die hohen Temperaturen werden sich auf das Meeresleben auswirken. Arten geraten in Stress, ihr Überleben wird immer schwieriger, wenn die Temperatur weiter steigen. Das gilt auch für das menschliche Leben auf dem Land: Die Anzahl von Wetterepisoden mit starken Niederschlägen und Stürmen wird in den kommenden Jahren weiter zunehmen.

  • Haie im Mittelmeer: Stellen sie eine Gefahr für die Strände dar?

    Haie im Mittelmeer: Stellen sie eine Gefahr für die Strände dar?

    Seit einigen Wochen häufen sich die Sichtungen von Haien an den Küsten des Mittelmeers. Ein Phänomen, das zwar nicht neu ist, aber  gerne medial vermarktet wird.

    In Marseillan (Hérault) oder auch in Portbou an der spanischen Grenze und diesen Sonntag wieder am Strand von Barcarès im Departement Aude – die Anwesenheit von Haien in Badegewässern hat in den letzten Tagen an den Ufern des Mittelmeers für Angst und Schrecken gesorgt. Ist die Anwesenheit dieser Haie normal? Wenn nicht, worauf ist sie zurückzuführen?

    Für Spezialisten für das Verhalten von Haien, hat die Präsenz dieser Tiere unweit der Küsten schon immer existiert, aber mit den sozialen Netzwerken werden diese Ereignisse schneller und weiter verbreitet. Die zunehmende Häufigkeit dieser Sichtungen kann jedoch berechtigterweise Fragen aufwerfen: Wie steht es etwa um die Interaktion zwischen menschlichen und tierischen Aktivitäten?

    Haie verschwinden aus dem Mittelmeer.
    Es gibt immer mehr Gegebenheiten, die die Haisichtungen erklären können. Haie, die am Strand gesichtet werden, könnten zum Beispiel von einem Bakterium oder Parasiten befallen sein, der sie schwächt und zu ungewöhnlichem Verhalten veranlasst. Wenn manche Parasiten das Gehirn der Tiere befällt, kann das sogar zur Strandung führen.

    Auch die Überfischung des Mittelmeers kann eine der Ursachen dafür sein, dass die Haie näher an den Menschen herankommen, um genügend Nahrung zu finden. Oder aber Tiere, die der Fischerei zum Opfer fallen oder aufgrund von Interaktionen mit anderen Fischen wie Schwertfischen verletzt werden, neigen nach Ansicht der Spezialisten dazu, näher an die Küste zu kommen, weil sie geschwächt sind. Die dritte Erklärung befindet sich noch im Stadium der Hypothese und wird noch wissenschaftlich überprüft: Da Haie sich mithilfe des Erdmagnetismus fortbewegen, könnte ihr magnetischer Kompass aufgrund der globalen Erwärmung aus dem Gleichgewicht geraten. Ein Verlust der Orientierungspunkte wäre dann einer der Gründe für die Annäherung an die Küsten.

    Aber darüber sind sich die Experten einig: Es gibt keine Gefahr für den Menschen. In den meisten Fällen handelt es sich bei den beobachteten Arten um Blauhaie, die reine Fischfresser sind. Im Gegenteil, es ist der Gesundheitszustand der Haipopulationen im Mittelmeer, der den Menschen Anlass zur Sorge geben muss: Er wird inzwischen als sehr besorgniserregend eingestuft. In der Tat sind zwischen 60 und 95% aller Haie aus dem Mittelmeer verschwunden.

  • Hitzewelle: das Mittelmeer könnten bald 30°C warm sein

    Hitzewelle: das Mittelmeer könnten bald 30°C warm sein

    Die durchschnittliche Wassertemperatur des Mittelmeers liegt heute bei 21 Grad und könnte in Kürze auf 30 Grad ansteigen. Dieser Sommer verspricht heißer als sonst zu werden und Südfrankreich hat bereits Temperaturen von 40-Grad erreicht.

    Durch den globalen Temperaturanstieg und die immer schneller aufeinanderfolgenden Hitzewellen könnte das Mittelmeer 28 Grad Celsius erreichen, an manchen Stellen sogar 30 Grad. Ebenso wie die Erde erwärmt sich auch das Meer. Bereits vor einigen Jahren warnte der Mediterranean Experts on Climate and Environmental Change (MedECC) vor dieser Situation und sagte einen Anstieg von 2 bis 4 Grad voraus.

    Die Meeresströmungen, gepaart mit warmer Luft und der Stabilität des Meeres tragen dazu bei, dass die Wassertemperaturen an den Küsten steigen. Im letzten Jahr berichtete die spanische Wetterbehörde (AEMET), dass das Wasser zwischen den spanischen Balearen und der italienischen Küste bereits 5 Grad wärmer war als im Vorjahr. Im Südosten Spaniens hatten die Behörden sogar eine Wassertemperatur von 28 Grad gemessen.

    Derzeit herrschen an den französischen Mittelmeerküsten Wassertemperaturen zwischen 21 und 25 Grad. Nach Meinung einiger Fachleute könnte dies jedoch in den kommenden Wochen noch steigen. Auf Nachfrage der Zeitung Nice-Matin erklärten Klimaforscher: Die Meerestemperatur ist aufgrund der anhaltenden Hitze seit dem späten Frühjahr 2023 außergewöhnlich hoch. Mit der erwarteten Hitze in den nächsten Tagen und Wochen könnten an einigen Stränden der Region 30°C erreicht werden.

    Die Erwärmung des Wassers schadet auch dem Leben im Meer. Mit steigenden Temperaturen stirbt ein Teil der Unterwasserflora ab und das gesamte marine Ökosystem wird durcheinander gebracht. Abgesehen davon, dass es zu einem Zusammenbruch der Nahrungskette kommen kann, wandern einige Arten aus, um der Hitze zu entfliehen. Laut dem französischen Institut für Entwicklungsforschung könnte die Meeresbiomasse bis zum Jahr 2100 um 3 bis 22 Prozent zurückgehen.