Schlagwort: Mittelmeer

  • Seit einigen Tagen gibt es Haie in der Nähe der Strände des Departements Var an der Côte d’Azur

    Seit einigen Tagen gibt es Haie in der Nähe der Strände des Departements Var an der Côte d’Azur

    Drei Haie sind in den letzten zehn Tagen sehr nahe an den Küste des Departements Var gesichtet worden. Es gab aber keine Panik, im Gegenteil, die Tourismusbranche – und die Touristen selbst – freuen sich darüber. Zumal keine Gefahr für den Menschen besteht, zumindest im Mittelmeer.

    Der Fischer, der vor der Küste von Fréjus nach Makrelen fischen wollte, war überrascht, als er einen fast einen Meter langen Makohai an der Angel hatte. Eine Hai-Art, die im Mittelmeer vom Aussterben bedroht ist. Es handelte es sich um ein Jungtier, das auch Makrelen fangen wollte. Der Fischer bekam einen gehörigen Schrecken.

    Der Makohai ist der schnellste Hai der Welt: Er erreicht fast 100 km/h. Einige Tage zuvor wurden zwei Blauhai-Weibchen gesichtet, eines mit 4 m Länge, das ebenfalls von Fischern gesichtet wurde und flüchtete. Das andere befand sich 20 m vom Strand entfernt in Hyères. Das Tier blieb 3 Tage lang vor der Bucht von Port-Hélène. Die dreieckige, an den Enden etwas abgerundete Flosse wurde schnell zur Attraktion der Gegend: Die beschäftigten des San Salvador Hospitals, das direkt an der Bucht liegt, taufte sie sogar „Sharkinette“ (von englisch Shark, der Hai). Leider war das Blauhai-Weibchen krank.

    Lesen Sie auch: 2-Meter-Hai schwimmt vor den Stränden von Hyères

    „Sharkinette“ kam am 30. Juli zum Sterben an den Strand, nachdem sie sich an den Felsen wundgerieben hatte. Nicolas Ziani, wissenschaftlicher Leiter einer Haistudiengruppe, vermutet, dass ein Krankheitserreger ihr Gehirn geschädigt hat. Ein Phänomen, das bei diesen Haien äußerst selten vorkommt. Das Blauhaiweibchen war trächtig und hatte sich wahrscheinlich ursprünglich der Küste genähert hatte, um ihre Jungen zu gebären, da sie dort vor Raubtieren geschützt sind, bis sie ca. 1,30 m gross sind. Blauhaie gebären zwischen 50 und 135 Junge pro Wurf.

    Zwischen 600 und 1.000 Haie leben im Mittelmeer.
    Solche Haisichtungen sind im Mittelmeer normal und haben nichts mit der Erwärmung des Wassers zu tun, wie manche vermutet haben. Im Mittelmeer leben etwa 50 Haiarten mit insgesamt 600 bis 1.000 Tieren. Wenn es mehr Touristen gibt, dann gibt es auch mehr Menschen, die Haie sehen und das melden.

    Lesen Sie auch: Warum man im Mittelmeer keine Angst vor Haien haben muss …

    In Europa gab es keine Hai-Angriffe auf Menschen. Die internationale Shark attack Datenbank meldet für das Jahr 2021 immerhin 73 Hai-Angriffe, hauptsächlich in den USA und Australien. Im Mittelmeer gab es keine. Experten fordern dazu auf, sich bei einer Begenung mit einem Hai normal zu verhalten, d. h. Abstand zu halten und den Hai nicht in Stress zu versetzen.

  • Warum man im Mittelmeer keine Angst vor Haien haben muss …

    Warum man im Mittelmeer keine Angst vor Haien haben muss …

    Etwa 50 Haiarten leben im Mittelmeer. Manchmal verirren sie sich sogar bis direkt an die Küsten, wie das Weibchen, das im April in Marseille gefilmt wurde. Die Angst vor Haien ist in der kollektiven Vorstellungswelt tief verwurzelt. Experten erklären jedoch, dass es dafür keinen Grund gibt.

    Das letzte Exemplar, das im April 2019 in französischen Mittelmeergewässern gesichtet wurde, war ein weiblicher Blauhai. Sie war trächtig und hatte sich für einige Tage in den Hafen von L’Estaque in Marseille zurückgezogen.

    Der Blauhai, auch Blaue-Haut-Hai genannt, wird regelmäßig im Mittelmeer – auch vor den Küsten Frankreichs – gesichtet. „Vor allem im Sommer gibt es Tausende von Blauhaien vor der Küste“, erklärt Nicolas Ziani, Meeresbiologe und Gründer der Groupe phocéen d’études des requins gegenüber France 3.

    „Sie bleiben an der Oberfläche, weil sie sehr empfindlich auf die Wassertemperatur und die Sonne reagieren. Man sieht sie in den Häfen und Buchten. Sie kommen in die Küstengewässer, um nach Nahrung zu suchen oder zu gebären. Jeden Sommer sieht man einen von ihnen in einem Hafen. Der Blauhai ist ein Opportunist, er wird von essbarem Müll angezogen“.

    Ungefährlich für den Menschen
    Der Blauhai ist für den Menschen ungefährlich. Das gilt für die meisten der 50 im Mittelmeer nachgewiesenen Arten, von denen die große Mehrheit ihren Lebensraum in der Tiefe nie verlässt. Einige Haie leben in einer Tiefe von bis zu 4.000 Metern.

    Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Mensch jemals ein Exemplar von ihnen zu Gesicht bekommt, ist gering. Die anderen, an der Meeresoberfläche lebenden Haiarten, werden von Experten als harmlos eingestuft und bewegen sich in der Regel sehr weit von der Küste entfernt im offenen Meer.

    Der einzige für den Menschen gefährliche Hai ist der Weiße Hai, und der ist so gut wie ausgestorben, nur in der Adria gibt es noch ein paar vereinzelte Exemplare. Im Jahr 2012 glaubte man, einen an der französischen Küste gesehen zu haben, aber es handelte sich um einen Mako-Hai und der ernährt sich nur von großen Fischen.

    Der Mako gehört zur Familie des Weißen Hais. Ein Prachtexemplar wurde von dem Taucherbiologen und Unterwasserfotografen Anthony Leydet eingefangen, der den Schnappschuss, der in den Gewässern des Nationalparks Calanques in der Nähe von Marseille aufgenommen wurde, auf seinem Instagram-Account geteilt hat:

    Die Haifischpopulation im Mittelmeer wird auf etwa 500 Tiere geschätzt. Unter ihnen gibt eine sehr große Vielfalt. Die meisten werden nicht größer als zwei Meter.

    In der Tiefsee leben auch größere Exemplare wie der großäugige Fuchshai, der Hammerhai oder der Riesenhai, ein völlig harmloser, wenn auch beeindruckender Plankton fressender Riese mit einer Länge von 10 Metern.

    Mako, Heringshai, Weißer Hai, Bullenhai, Grimmiger Hai, Blauhäutiger Hai, Hammerhai, Grauer Hai, Dornhai, Gemeiner Zentriner, Gemeiner Kummerhai, Gemeiner Engelhai – diese 12 Arten aus dem Mittelmeer stehen auf der weltweiten Roten Liste der vom Aussterben bedrohten Arten, die von Experten der International Union for Conservation of Nature (IUCN) erstellt wurde.

    Der Verein Longitude 181, der seit 2002 Sensibilisierungsmaßnahmen für die breite Öffentlichkeit durchführt, hat ein Poster mit den schützenswerten Arten des Mittelmeers veröffentlicht:

    Laut IUCN sind die Populationen von Blauhai, Gewöhnlichem Hammerhai, Weißem Hai, Schwarzem Hai und Gewöhnlichem Kummerhai zwischen 2007 und 2016 stark zurückgegangen.

    Dafür sind mehrere Faktoren verantwortlich, vor allem der Beifang in Netzen, Plastikmüll und die Schädigung ihres natürlichen Lebensraums durch den Menschen. Auch die langsame Fortpflanzung einiger Arten wirkt sich gegen sie aus. Weibchen des Weißen Hais erreichen ihre Geschlechtsreife erst mit 12 Jahren, sie bekommen nur wenige Junge und die Tragezeit dauert zwischen 7 Monaten und 2 Jahren.

    „Der Klimawandel und seine Auswirkungen auf das marine Ökosystem führen ebenfalls zu Veränderungen der Umwelt, die die Art bedrohen, indem sie die Verteilung der Populationen sowie die ihrer Beutetiere beeinflussen“, mahnt der WWF, der sich weltweit für das Überleben der Haie einsetzt.
    Im Mittelmeer sind 16 von 32 Arten einem hohen Aussterberisiko ausgesetzt, also die Hälfte!


    Ein schlechter Ruf
    Der Hai ist unbeliebt und es fällt schwer, Mitgefühl der breiten Öffentlichkeit für ihn zu wecken. Die Pappmaché-Kiefer des Film-Hais von Steven Spielberg haben Badegäste auf der ganzen Welt nachhaltig traumatisiert. Seit 1975 hält sich die Angst vor dem vermeintlichen Menschenfresser hartnäckig.
    Dabei sollen seit dem Mittelalter nicht mehr als 100 Angriffe auf Menschen im Mittelmeer gezählt worden sein. In Frankreich wurden in überhaupt nur fünf Angriffe gezählt. Der letzte Hai-Angriff fand 1989 in italienischen Gewässern bei einer Unterwasserjagd statt. Der Hai wurde durch die Nervosität und Verletzungen der Fische angelockt.

    Ein Schüchterner Bursche
    Bei einer zufälligen Begegnung mit einem Menschen ist es meist der Hai, der von beiden am meisten Angst hat. Der Hai ist scheu. 2012 wurde ein 5-Meter-Hai gesehen, der um ein Boot herumschwamm, als man sich ihm näherte, floh er. Beim Anblick eines Menschen suchen die meisten Haie ihr Heil in der Flucht.
    „Er interessiert sich nicht für den Menschen, es sei denn, er wird mit blutenden Fischen im Wasser geködert“, betont der Biologe Nicolas Ziani gegenüber France 3.

    Dennoch Tauchern und Schwimmern, die einem Hai begegnen, empfohlen, sich nicht zu nähern und nicht zu versuchen, den Hai zu berühren. Dies könnte ein Abwehrverhalten auslösen. Man weiß nie, wie ein Hai reagiert, wenn er gestresst oder verletzt ist.

    Regulatoren für andere Arten
    Wer einen Hai in den Küstengewässern der französischen Mittelmeerregionen beobachtet, sollte die Behörden und Tierschutzorganisationen alarmieren, da Haie für die Erhaltung der marinen Ökosysteme unerlässlich sind.

    „Sie sind endständige Raubtiere, sie fressen kranke und tote Tiere. Sie sind Schlüsselregulatoren für andere Arten“, sagt Nicolas Ziani, „man muss sie respektieren“.

  • Das humanitäre Hilfs-Schiff Ocean Viking sucht mit 306 Migranten an Bord dringend einen Hafen

    Das humanitäre Hilfs-Schiff Ocean Viking sucht mit 306 Migranten an Bord dringend einen Hafen

    Das Schiff von SOS Méditerranée mit Sitz in Marseille versucht seit gestern 306 gerettete Menschen in einen sicheren Hafen an Land bringen zu können. Einige von ihnen befinden sich seit elf Tagen unter extremer Hitze an Bord des Schiffes.

    Unter den 306 Migranten, für die SOS Méditerranée einen sicheren Hafen sucht, befinden sich 53 Frauen, davon vier schwangere, und 87 unbegleitete Minderjährige.

    Sie wurden bei den acht Rettungsaktionen, die seit dem 24. Juni von der Organisation vor der Küste Libyens und Maltas durchgeführt wurden, gerettet, so SOS Méditerranée in einer Pressemitteilung. Einige von ihnen sind bereits seit 11 Tagen unter schwierigen Bedingungen und bei „extremer Hitze“ an Bord der Ocean Viking.

    Die Organisation postete Fotos von der letzten Rettung: 15 Menschen trieben seit mehr als zwei Tagen in einem Schlauchboot.

    Bei ihrem letzten Einsatz im zentralen Mittelmeer, der gefährlichsten Migrationsroute der Welt, hatte die Ocean Viking im Mai rund 300 Menschen gerettet, darunter ein drei Monate altes Baby und sechs schwangere Frauen.

    Das Ambulanzschiff hatte damals zehn Tage warten müssen, bis ihm ein Hafen in Sizilien zugewiesen wurde, um die Menschen an Land zu bringen. Auch heute wird das Schiff wahrscheinlich wieder den Hafen Pozallo auf Sizilien anlaufen können – so jedenfalls die letzte Nachricht von SOS Méditerranée:

    Seit Anfang des Jahres sind laut der Internationalen Organisation für Migration über 800 Migranten im zentralen Mittelmeer verschwunden. Die UNO-Organisation schätzt die Zahl der Toten und Vermissten in 2021 auf mindestens 1.553.

    Jedes Jahr versuchen Tausende von Menschen, die aus Afrika vor Konflikten oder Armut fliehen, von Libyen aus über das Mittelmeer nach Europa zu gelangen. Die libysche Küste ist etwa 300 km von Italien entfernt.

  • Schiffbruch von Migranten im Mittelmeer: Ein vier Monate altes Baby wird in letzter Sekunde gerettet – Video

    Schiffbruch von Migranten im Mittelmeer: Ein vier Monate altes Baby wird in letzter Sekunde gerettet – Video

    Die Vereinten Nationen warnen vor der steigenden Zahl von Todesfällen bei Überquerungsversuchen von Exilanten im Mittelmeer. Am Montag, dem 27. Juni, kenterte ein Boot vor der libyschen Küste. Unter den 71 Menschen, die gerettet wurden, befand sich auch ein vier Monate altes Baby.

    100 Kilometer vor der libyschen Küste wurden am Montag, dem 27. Juni, schiffbrüchige Migranten von einem Schiff von Ärzte ohne Grenzen entdeckt. Um das Schlauchboot herum klammern sich mehrere Menschen an Trümmern fest. Plötzlich sehen die Teams ein Baby, das auf der Schulter eines Schiffbrüchigen über Wasser gehalten wird. Die Rettung des Babys hatte oberste Priorität. Der vier Monate alte Säugling ist leblos und atmet nicht mehr. Der Journalist Michaël Bunel, der die Aufnahmen gemacht hat, berichtet. „Nach einigen Sekunden, die sich wie Stunden anfühlten, fing das Baby wieder an zu schreien. Daraufhin konnten wir die Operation fortsetzen.“ 

    23 Tote
    Die Retter versuchten daraufhin, die Erwachsenen zu bergen. Die verängstigten Überlebenden können meist nicht schwimmen. 23 der 100 Migranten ertrinken. Die Retter fanden die Mutter des Babys. Alle Überlebenden wurden auf das Rettungsschiff gebracht. Vorsichtshalber wurden das Baby und seine Mutter mit einem Hubschrauber in ein Krankenhaus in Malta gebracht. Beiden geht es gut.

     

  • Mehr als 3.000 Flüchtlinge sterben 2021 im Mittelmeer und dem Atlantik

    Mehr als 3.000 Flüchtlinge sterben 2021 im Mittelmeer und dem Atlantik

    Im Jahr 2021 starben laut UNHCR doppelt so viele Flüchtlinge auf See wie im Jahr 2020. Zwei Drittel von ihnen starben im Mittelmeer, die anderen im Atlantik.

    „Sie sind vielfältigen Gefahren ausgesetzt, sehr oft von Menschenhändlern“.
    Laut dem jüngsten Bericht des Flüchtlingshilfswerks der Vereinten Nationen (UNHCR) kamen im Jahr 2021 mehr als 3.000 Menschen auf See ums Leben.

    Konflikte, Pandemien, Klimawandel, Krieg in der Ukraine… Céline Schmitt, Sprecherin des UNHCR, geht auf die verschiedenen Faktoren ein, die den globalen Anstieg der Flüchtlingszahlen in der Welt erklären.

    „Es müssen Alternativen zu diesen extrem gefährlichen Routen gefunden werden. Aber auch für die Menschen, die diese Routen nehmen, bleibt die Rettung ihres Leben unsere oberste Priorität“, bekräftigt Céline Schmitt.

    „Wenn wir mit den Flüchtlingen sprechen, ist das Erste, was sie uns sagen, ‚Wir wollen Frieden, wir wollen nach Hause’“.

  • 2021: Jeden Tag starben mindestens 8 Menschen im Mittelmeer auf der Flucht nach Europa

    2021: Jeden Tag starben mindestens 8 Menschen im Mittelmeer auf der Flucht nach Europa

    Laut den Vereinten Nationen starben im Jahr 2021 mindestens 3.000 Migranten bei dem Versuch, Europa auf dem Seeweg zu erreichen.

    Die vorerst letzte Rettungsaktion von Migranten auf See fand vor der Küste Libyens in der Nacht zum Mittwoch, dem 27. April, statt. Zweiundsiebzig Menschen wurden dank des Einsatzes des NGO-Schiffs Ocean Viking gerettet. Kurz zuvor hatte sich im Mittelmeer eine Tragödie ereignet, bei der mehr als 40 Migranten ums Leben gekommen sein sollen. Sie waren von Tripolis im Libanon nach Zypern aufgebrochen. Eine 170 km lange Überfahrt bei schlechtem Wetter. Unter den Opfern waren auch Frauen und Kinder.

    Die Fluchtursachen: Konflikte, schlechte Lebensbedingungen.
    Laut den Vereinten Nationen starben im Jahr 2021 mehr als 3.000 Migranten bei ihrem Versuch, nach Europa zu gelangen, auf hoher See. Das sind doppelt so viele wie im Jahr 2020. In den meisten Fällen erfolgte die Überfahrt in überfüllten Schlauchbooten. Konflikte, politische Instabilität in vielen Ländern, schlechtere Lebensbedingungen und der Klimawandel sind die Hauptursachen für die Migration nach Europa.

  • Italien: Fast 600 Migranten auf hoher See vor der Küste Kalabriens gerettet

    Italien: Fast 600 Migranten auf hoher See vor der Küste Kalabriens gerettet

    Unter ihnen befanden sich etwa 60 Minderjährige. Mehr als 10.500 Menschen haben im Jahr 2022 bereits versucht, über das Mittelmeer nach Europa zu gelangen.

    Die italienische Küstenwache gab am Dienstag, dem 22. Februar, bekannt, dass sie in der Nacht von Montag auf Dienstag 573 Migranten auf hoher See gerettet hat. Die Migranten waren von der Küstenwache etwa 100 Kilometer vor der Küste Kalabriens (Süditalien) gesichtet worden, „in Schwierigkeiten an Bord von zwei überladenen Fischerbooten, den Wellen ausgeliefert, bei ungünstigen Wetterbedingungen, die sich in den nächsten Stunden voraussichtlich noch verschlechtern werden“, hieß es in einer Erklärung.

    Unter den Migranten befanden sich 59 Minderjährige, von denen die meisten unbegleitet waren. Sie bargen auch den Körper einer verstorbenen Person, „die laut Aussagen der Migranten seit mehreren Tagen tot sein soll“. Die Geretteten werden im sizilianischen Hafen Augusta an Land gebracht.

    Trotz der Kälte und des schlechten Wetters haben laut der Internationalen Organisation für Migration seit Jahresbeginn 10.570 Migranten versucht, über das Meer nach Europa zu gelangen. Mindestens 229 von ihnen starben im selben Zeitraum während einer versuchten Überfahrt.

  • Ein riesiger Sonnenbarsch von über einer Tonne Gewicht im Mittelmeer gefangen

    Ein riesiger Sonnenbarsch von über einer Tonne Gewicht im Mittelmeer gefangen

    Ein riesiger Sonnenbarsch wurde am Donnerstag, den 14. Oktober, vor der spanischen Enklave Ceuta im Mittelmeer gefangen. Der Koloss wog mindestens eine Tonne.

    Die Bilder sind ebenso beeindruckend wie atemberaubend. Ein Sonnenbarsch von 2,90 m Länge und 3,20 m Breite wurde in einem Fischernetz vor der spanischen Enklave Ceuta im Norden Marokkos gefunden.

    Der riesige Fisch wog mindestens eine Tonne, aber es ist unmöglich, sein genaues Gewicht zu bestimmen, da das Messgerät, mit dem der Koloss gewogen werden sollte, beim Wiegen zerbrach. Das Höchstgewicht der Waage lag bei einer Tonne.

    Wissenschaftler kamen zur Begutachtung
    Als Reaktion auf die beeindruckende Entdeckung der Fischer wurde ein Team von Wissenschaftlern der spanischen Universität Sevilla entsandt, um DNA-Proben des Seeungeheuers zu nehmen.

    Der Fisch wurde dann von den Wissenschaftlern freigelassen. Der Verzehr von Sonnenbarschfleisch ist in der Europäischen Union streng verboten, da die Art als gefährdet gilt. Sonnenbarsche sind die schwersten Fische mit Gräten, die es gibt. Der vor der Küste Marokkos gefangene Fisch ist noch weit davon entfernt, den Rekord eines vor der Küste Japans gefangenen Sonnenbarsches zu übertreffen, der über 2.300 Kilo wog.

  • Neun Ertrinkungstote an einem einzigen Tag im Herault, Bouches-du-Rhône und Aude

    Neun Ertrinkungstote an einem einzigen Tag im Herault, Bouches-du-Rhône und Aude

    Die Opfer sind zwischen 58 und 80 Jahre alt. Das Mittelmeer war am Mittwoch sehr rau.

    Neun Menschen ertranken am Mittwoch, 15. September im Hérault, in den Bouches-du-Rhône und im Aude. Fünf Menschen starben an der Küste des Departements Herault, berichtet France Bleu Herault. Zwei Menschen starben in den Bouches-du-Rhône und zwei weitere im Departement Aude, meldet Franceinfo in Berufung auf die Feuerwehr.

    Im Departement Herault konnte ein erstes Opfer im Alter von 70 Jahren trotz des Einsatzes der Rettungsdienste am frühen Nachmittag in Marseillan nicht wiederbelebt werden. Ein 72 Jahre alter Mann aus Toulouse starb am späten Nachmittag in Sérignan-Plage. Nur wenige Kilometer entfernt, in Vias, starb eine 64-jährige Frau. In La Grande-Motte ertrank ebenfalls ein Mann, der sich im Wasser plötzlich unwohl fühlte. Ein weiteres Opfer starb in Agde. Außerdem fanden darüber hinaus sieben Rettungsaktionen statt.

    Viele Menschen wagten sich aufs Meer, trotz eines hohen Wellengangs, der durch das schlechte Wetter begünstigt wurde, und trotz kommunaler Verordnungen, die das Baden in bestimmten Gebieten verboten.

    Im Departement Bouches-du-Rhône ist kurz vor 16 Uhr in Cassis ein 58-jähriger Mann ertrunken. Eine Stunde später, um 17 Uhr in La Ciotat, war es ein 71-jähriger Mann, der nicht mehr wiederbelebt werden konnte, nachdem er von einem 13-Jährigen ans Ufer gebracht worden war.

    Die Feuerwehr von Bouches-du-Rhône hatte am späten Vormittag über das soziale Netzwerk Twitter zur Vorsicht aufgerufen und vor „brechenden Wellen an den Stränden von Saintes-Maries-de-la-Mer bis Port-Saint-Louis-du-Rhône“ gewarnt.

    Zwei Männer im Alter von 80 und 65 Jahren sind am Mittwoch in der Aude bei Leucate ertrunken. Für das Departement wurde wegen Regen, Überschwemmungen und Stürmen die gelbe Alarmstufe ausgerufen. Die Zahl der am Mittwoch an der Mittelmeerküste Ertrunkenen liegt also insgesamt bei 9.

    Vom 1. Juni bis 31. August 2021 ertrunken in diesem Sommer 250 Menschen.

  • Algerien erstickt im Rauch der Brände und Frankreich schickt Löschflugzeuge

    Algerien erstickt im Rauch der Brände und Frankreich schickt Löschflugzeuge

    Mindestens 69 Menschen sind mittlerweile bei den Bränden im Norden Algeriens ums Leben gekommen. Frankreich hat zwei Canadair-Löschflugzeuge geschickt, um bei dem Kampf gegen die Flammen zu helfen.

    Paris wird zwei Canadair-Löschflugzeuge und ein Kommandoflugzeug in die Kabylei im Norden Algeriens entsenden, um bei der Brandbekämpfung zu helfen, kündigte Präsident Emmanuel Macron am Mittwoch an. „Angesichts der Tragödien, mit denen Frankreichs Freunde konfrontiert sind, ist unsere Solidarität uneingeschränkt. Dem algerischen Volk möchte ich unsere ganze Unterstützung zusichern. Ab morgen werden zwei Canadair-Flugzeuge und ein Kommandoflugzeug in die Kabylei entsandt, die von heftigen Bränden heimgesucht wird“, twitterte der Staatschef.

    Mindestens 69 Menschen, darunter 28 Soldaten und 37 Zivilisten, sind bei den Bränden im Norden Algeriens ums Leben gekommen, die Feuerwehrleute, Soldaten und Freiwillige verzweifelt zu bekämpfen versuchen.

    Die Brände brachen am Montagabend in der Kabylei aus, insbesondere in der Region Tizi-Ouzou. Die Behörden sprechen von „kriminellen“ Bränden, die durch eine Hitzewelle möglich wurden. In den sozialen Netzwerken wurden Appelle veröffentlicht, in denen die Behörden aufgefordert wurden, internationale Hilfe zum Löschen der Brände anzufordern.