Schlagwort: Landwirtschaft

  • Klima: In Frankreich sind Rinder für 11% der Treibhausgasemissionen verantwortlich

    Klima: In Frankreich sind Rinder für 11% der Treibhausgasemissionen verantwortlich

    Der französische Rechnungshof hat in einem am Montag, dem 22. Mai, veröffentlichten Bericht festgestellt, dass Frankreich seinen Rinderbestand reduzieren sollte, um die Treibhausgasemissionen zu senken. Frankreich, der größte Rindfleischproduzent Europas und zweitgrößte Milchviehhalter hinter Deutschland, soll eine Strategie zur Reduzierung der Anzahl seiner Kühe festlegen und veröffentlichen, um die Treibhausgasemissionen zu senken, so der Rechnungshof in einem Bericht, der am Montag, dem 22. Mai veröffentlicht wurde. Der Bericht wurde just an dem Tag veröffentlicht, an dem Premierministerin Elisabeth Borne ihren neuen Aktionsplan der Regierung vorstellte, in dem die Treibhausgasreduktionen nach großen Wirtschaftssektoren bewertet und die Anstrengungen für die Landwirtschaft beziffert werden, wobei die Verringerung der Treibhausgasemissionen der Viehzucht und des Einsatzes von Stickstoffdünger im Vordergrund stehen. 17 Millionen Rinder In Frankreich gibt es rund 17 Millionen Rinder. D…

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  • Umwelt: Grüne Biokohle als Rettung des Planeten?

    Umwelt: Grüne Biokohle als Rettung des Planeten?

    Biokohle ermöglicht unter anderem die Speicherung von Kohlendioxid. Sie gilt als der neue Star unter den Investoren.

    Mitten im Wald von Les Landes in Lacanau (Gironde) ist eine neue Produktion entstanden: eine Lösung, um Kohlenstoff zu speichern. Biochar, eine Pflanzenkohle, gilt als Produkt der Zukunft, um den Klimawandel zu bekämpfen. Diese sehr feine Holzkohle wird aus abgebrannten Wäldern hergestellt. Jede Tonne Biokohle bindet das Äquivalent von 2,5 Tonnen Kohlendioxid, dem wichtigsten Treibhausgas.

    Ersetzen von Zement
    Die Umwandlung erfolgt durch Pyrolyse. Holz oder andere landwirtschaftliche Rückstände werden gesammelt, in einen Ofen gelegt und bei sehr hohen Temperaturen ohne Sauerstoff erhitzt. Die dabei entstehenden Gase werden zur Stromerzeugung genutzt. Übrig bleiben herkömmliche Holzkohle und Biokohle, die gesammelt und dann 24 Stunden lang abgekühlt werden. Das neue Produkt wird insbesondere im Bauwesen eingesetzt. Zum ersten Mal wird in Frankreich auf einer Baustelle in der Nähe von Lyon (Rhône) Biokohle, die viel weniger Energie verbraucht als Zement, verwendet. „Wir haben einen Zement, der ein Kohlenstoffspeicher ist und dessen Netto-Kohlenstoffbilanz negativ ist“, erklärt Laurent Legay, Direktor für Märkte und Angebot bei der Firma Vicat.

    Die Landwirtschaft greift ebenfalls immer öfter auf Dünger aus Biokohle zurück, wie in Brasilien, wo mehrere Investoren mehr als 10 Millionen Euro auf ein junges französisches Unternehmen gesetzt haben, das gerade eine der größten Biokohle-Produktionsstätten der Welt eingeweiht hat.

  • Dürre: In den östlichen Pyrenäen befürchten die Landwirte eine Katastrophe

    Dürre: In den östlichen Pyrenäen befürchten die Landwirte eine Katastrophe

    Die Landwirte im Departement Pyrénées-Orientales sind bereits mit einer starken Dürre konfrontiert und befürchten für die kommenden Monate das Schlimmste. Einige haben bereits einen großen Teil ihrer Ernte abgeschrieben.

    Jeden Tag muss Vincent Banyuls erneut den Tatsachen ins Auge sehen. „Das hier ist ein Baum in Agonie, man sieht, dass er kein Wasser hat. Und alles, was er der Aprikose zu geben hat, fehlt an anderer Stelle. Seine kleinen Äste trocknen, seine Blätter trocknen, er beginnt von oben bis unten zu trocknen“, beklagte der Obstbauer aus Espira-de-l’Agly (Pyrénées-Orientales) auf dem Sender France 3. Er bereitet sich auf das Schlimmste vor und ist sich bereits darüber im Klaren, dass die Ernte in diesem Jahr sehr schlecht ausfallen wird.

    Regenwasser als Lösung?
    Glücklicherweise wird auf einer seiner Parzellen die Ernte gut ausfallen. Hier wird die Bewässerung aus dem Wassernetz von Rivesaltes bezogen, obwohl auch dies bereits um die Hälfte reduziert wurde. Aber nur ein Drittel der Bäume von Vincent Banyuls profitiert davon, der Rest ist vom Flusslauf des Agly abhängig. Manche sehen für diese Landwirte dennoch einige Lösungen, wie z. B. die Errichtung von Bauwerken in ausgetrockneten Flussbetten, um das Regenwasser aufzufangen – wenn denn Regen fällt.

  • Muss man sich dieses Jahr vor den Eisheiligen fürchten?

    Muss man sich dieses Jahr vor den Eisheiligen fürchten?

    Es gibt drei von ihnen… Die Eisheiligen, die Gärtnern und Landwirten in manchen Jahren den Angstschweiß auf die Stirn treiben. Vom 11. bis 13. Mai sind sie dafür bekannt, Kälte und Frost zu bringen. 

    Viele Volksweisheiten empfehlen, mit dem Auspflanzen von Setzlingen ins Freiland zu warten, bis die Eisheiligen vorbei sind. Im französischen Kalender erscheinen sie unter den Namen Saint Mamert (11. Mai), Saint Pancrace (12. Mai) und Saint Servais (13. Mai).

    Auch wenn die Fröste im Mai seit 2003 seltener geworden sind, achtet man unter Gärtner und Landwirten sehr genau auf die Eisheiligen. Auf Nachfrage von France 3 erklärt Christian Rougeron, Vizepräsident der Gärtner des Pays d’Auvergne: „Mit dem Beginn der schönen Tage hat man es mit der Aussaat eilig, um so schnell wie möglich neues Gemüse zu ernten, aber man ist nicht vor diesen späten Frühjahrsfrösten gefeit. Man muss sehr wachsam sein“.

    Was man vor Mitte Mai vermeiden sollte
    Zu den Pflanzen, die nicht winterhart sind, gehören Zucchini, Kürbisse, Essiggurken oder auch Salatgurken. Nicht zu vergessen sind Tomaten, Kartoffeln, Paprika oder Auberginen.

    Gärtner und Landwirte können zwar ab dem 5. Mai aussäen. Für die Setzlinge ist es jedoch besser, bis zum 15. Mai zu warten.

    Der erfahrene Gärtner kennt auch die Bedeutung des P17-Vlieses. Es ist ein Vlies, das eine doppelte Wirkung hat: Es verbessert die Erwärmung des Bodens und fördert die Keimung der Pflanze, hat aber auch eine Schutzwirkung gegen Frost. Mit diesem Vlies kann man für seine Setzlinge immerhin zwischen 2 und 4 Grad gewinnen.

  • Hérault: Bürgermeister brauchen Initiativen, um neue Händler für den Gemeindemarkt zu gewinnen

    Hérault: Bürgermeister brauchen Initiativen, um neue Händler für den Gemeindemarkt zu gewinnen

    Es ist nicht einfach, die uralte Tradition der Märkte in den Städten und Dörfern Frankreichs aufrechtzuerhalten. Die Händler werden immer seltener, wie im Departement Hérault, wo einige Bürgermeister immer öfters Initiativen ergreifen.

    Es ist 9 Uhr, Zeit für die Einwohner von Sussargues (Hérault), einzukaufen. In ihrem Korb befindet sich Obst und Gemüse von einem Bio-Gemüsebauern, der seit zehn Jahren samstags auf den Gemeindemarkt kommt. „Ich boykottiere die großen Supermärkte und kaufe lieber bei Leuten, die Qualität herstellen“, erklärt eine Kundin auf dem Sender France 2. Auf dem kleinen Samstagsmarkt sind jedoch nur sehr wenige Händler vertreten. Je nach Woche sind es zwischen drei und sieben. „Ich finde, es fehlt ein Metzger“, beklagt eine Frau.

    Um weitere Händler zu finden, hat der Gemüsebauer die Gemeinde gebeten, am Ortseingang Banner aufzustellen. „Das hat funktioniert, es gibt viele Händler, die gekommen sind, weil sie die Werbung gesehen haben“, sagt Bio-Gemüsebauer Rachid Kabbour. Einige Händler haben zwar auf den Aufruf reagiert, aber nur wenige wollen dauerhaft auf den Markt im Dorf kommen. Die Begeisterung der Kunden für die kleinen Märkte ist mittlerweile wieder so groß, dass im Departement Hérault jedes Jahr zehn neue Märkte gegründet werden. Das sorgt natürlich für starke Konkurrenz zwischen den einzelnen Ortschaften…

  • Schadstoffe im Trinkwasser: Unkrautvernichtungsmittel S-Metolachlor in Frankreich jetzt weitgehend verboten

    Schadstoffe im Trinkwasser: Unkrautvernichtungsmittel S-Metolachlor in Frankreich jetzt weitgehend verboten

    Anses (Behörde für Lebensmittelsicherheit, Umweltschutz und Arbeitsschutz) hatte bereits am 15. Februar angekündigt, die wichtigsten Verwendungszwecke von S-Metolachlor, „einem der in Frankreich am häufigsten verwendeten Herbizidwirkstoffe“, verbieten zu wollen. Wenige Tage nachdem jetzt besorgniserregende Ergebnisse zur Wasserqualität in Frankreich veröffentlicht wurden, machte die Behörde ihre Drohung war. Die wichtigsten Verwendungszwecke von S-Metolachlor, einem starken landwirtschaftlichen Herbizid, dessen chemische Derivate jetzt im Grundwasser über den zulässigen Grenzwerten nachgewiesen wurden, ist nun in Frankreich verboten. Dies geht aus Mitteilungen hervor, die am Donnerstag, dem 20. April, von der französischen Agentur für Gesundheitssicherheit (Anses) veröffentlicht wurden. Nach dem Widerruf von etwa zehn Zulassungen bleibt der Verkauf und Vertrieb von Pflanzenschutzmitteln auf S-Metolachlor-Basis noch bis zum 20. Oktober 2023 erlaubt und Bestände dieser Produkte, die häuf…

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  • Pyrénées-Orientales: Landwirte stark von der Dürre betroffen

    Pyrénées-Orientales: Landwirte stark von der Dürre betroffen

    Im Departement Pyrénées-Orientales leiden die Landwirte unter Wassermangel. Das Departement befindet sich seit Juni 2022 ununterbrochen im Dürrealarm.

    Zu Fuß durch das Flussbett des Agly: François Toute Blanquet, Direktor des Syndicat mixte du bassin versant de l’Agly (Syndikat des Einzugsgebiets des Flusses Agly), hat so etwas zum Ende des Winters noch nie gesehen. Jede Woche besucht er die ausgetrockneten Wasserläufe. Seit Juni 2022 herrscht in den Pyrénées-Orientales ununterbrochen Dürrealarm. Die Knappheit muss verwaltet werden. Im Departement fließt in der Hälfte der Bewässerungskanäle kein Wasser mehr. Diejenigen, die Privatpersonen versorgen, werden per Präfekturerlass geschlossen. In diesem Jahr ist die Wasserführung des Flusses viel geringer als sonst. Nur die Profis dürfen Wasser entnehmen, aber nur an zwei von vier Tagen.

    „Wir sind am Tiefpunkt angelangt“
    Im Tal von Rivesaltes geht es ihnen dank eines Brunnens, der vor vielen Jahren gebaut wurde und jetzt wie ein Schatz gehütet wird, etwas besser. Jeden Morgen drücken sie die Daumen und messen die Wassermenge, die sie dreimal pro Woche abwechselnd untereinander aufteilen können. Seit 50 Jahren protokolliert der Obstbauer Joseph Sirach jeden Tag das Wetter, insbesondere wenn es in Rivesaltes regnet. „Seit ich die Aufzeichnungen mache, war es noch nie so tief gesunken. […] Wir sind am Boden“, sagt der Obstbauer. Er ist nicht sehr optimistisch für die Zukunft und niemand in der Familie will seine Nachfolge antreten. Das trockene Klima, das sich in der Region etabliert hat, wird voraussichtlich andauern.

  • Der Beginn der Spargelernte kündigt den Frühling an

    Der Beginn der Spargelernte kündigt den Frühling an

    Mit dem Beginn der wärmeren Jahreszeit taucht überall der erste Spargel auf. Seine Ernte kündigt den Frühling an.

    In Rion-des-Landes (Landes) ist der erste Spargel da. Der Erzeuger Christophe Paillaugue sticht seit 30 Jahren in jedem Frühjahr seinen Spargel. Er baut auf über 50 Hektar Spargel an. In den letzten Tagen haben die steigenden Temperaturen den sandigen Boden des der Region erwärmt. „Man braucht nur ein paar Sonnenstrahlen wie heute, dann steigen die Bodentemperaturen sehr schnell an und der Spargel sprießt aus der Erde“, sagt Christophe Paillaugue auf dem Sender France 3.

    Geerntet wird von März bis Ende Mai.

    Die Ernte wird im größten Spargel-Departement Frankreichs, den Landes, eingeläutet. Die Erträge liegen allerdings derzeit unter den Erwartungen des Landwirts, mit einem „Spargel, dem es ein wenig an Kaliber fehlt“. Auch in Mazan (Vaucluse) ist die Saison angelaufen. Ein Erzeuger verkauft sein Gemüse direkt auf dem Hof. Die Kunden sind begeistert. „Das ist die Erneuerung, das ist der Frühling. Jedes Jahr hole ich meinen Spargel ab, aber diesmal ist es ein Geschenk für Freunde“, sagt Marie-Françoise Bernard.

    Der Spargel wird in Frankreich von März bis Ende Mai geerntet.

  • Wassermangel: Einschränkungen im Departement Ardèche eingeführt

    Wassermangel: Einschränkungen im Departement Ardèche eingeführt

    In der Ardèche kommt es seit Donnerstag, dem 9. März, aufgrund der Trockenheit zu Wassereinschränkungen. Die Wasserführung der Flüsse ist für die Jahreszeit ungewöhnlich niedrig.

    Die Ardèche ist von der anhaltenden Dürre stark betroffen. Die Präfektur hat den Norden des Departements auf die Alarmstufe 2/4, Alarmstufe Gelb, gesetzt. Erste Wasserbeschränkungen wurden bereits eingeführt. „Ich wohne seit dreißig Jahren hier, das ist das erste Mal, dass ich so etwas sehe“, sagt ein besorgter Bewohner auf dem Sender France 3. Mit dem nuen Präfekturerlass ist es für Landwirte nur noch an bestimmten Tagen und zu bestimmten Zeiten möglich, ihre Wasserbecken zu füllen oder ihre Felder zu bewässern.

    Ungewöhnlich niedrige Wasserstäne für einen Monat März
    Die Besitzerin eines Campingplatzes am Ufer des Doux stellt fest, dass der Wasserstand niedriger ist als sonst. Die Fließgeschwindigkeit des Flusses ist extrem niedrig. „Wir liegen heute im Durchschnitt bei 900 L/Sekunde. Das ist eine Fliessgeschwindigkeit, die wir normalerweise im Mai haben“, warnt Vincent Perrin, Flusstechniker des Syndicat mixte du bassin versant du Doux, gegenüber France 3. Nach einem komplizierten Jahr 2022 kündigt sich für 2023 ein Dürre-Rekordjahr an.

  • Dürre in Frankreich: Bedrohung für die Ernten

    Dürre in Frankreich: Bedrohung für die Ernten

    Nach einem sehr trockenen Sommer 2022 beunruhigen die ersten Monate des Jahres 2023, in denen es zu selten regnet, die Landwirte umso mehr. Die Landwirte sind gezwungen, zu bewässern, um ihre Kulturen zu retten, befürchten jetzt aber Einschränkungen.

    In Sumène (Gard) hat der Landwirt Richard Fesquet im Februar seine süßen Zwiebeln gesteckt. Die Aussaat musste er wegen der Trockenheit zusätzlich bewässern. In seinem Anbaugebiet regnete es im Jahr 2022 nur halb so viel wie üblich. „Zu Zeiten meines Vaters oder Großvaters wurde die Aussaat nie bewässert. Seit ich mich vor 26 Jahren hier niedergelassen habe, habe ich eine gewisse Entwicklung gesehen. Es ist inzwischen undenkbar, die Aussaat jetzt nicht zu bewässern“, sagt er gegenüber France Télévisions. Der Landwirt hat daher einen zweiten Teich angelegt, um mehr Wasser für künftige trockene Sommer zu speichern, aber er hat Schwierigkeiten, ihn zu füllen.

    Grundwasserspiegel auf dem niedrigsten Stand seit Beginn der Messungen
    Die Landwirte der Region befürchten, dass in den kommenden Wochen auch für sie Bewässerungsverbote verhängt werden. „Die Landwirtschaft hat sich in den letzten 30 Jahren bei vielen Dingen angestrengt, und jetzt verlangt man von uns das Unmögliche. Ein Anbau ohne Wasser funktioniert nicht“, schimpft einer der betroffenen Bauern. Die Landwirte sind besorgt, weil sich das Grundwasser nicht ausreichend auffüllt. Die Messwerte sind so niedrig wie nie zuvor. In Saint-Lys (Haute-Garonne) beginnt der Weizen von Christelle Carpentier wegen Wassermangels bereits jetzt gelb zu werden. „Ich bete, dass es regnet“, klagt die verzweifelte Getreidebäuerin. Laut Météo France ist dieser Winter die fünfte Saison in Folge, in der es weitaus zu wenig regnet und die Temperaturen höher als normal ausfallen.