Im Departement Oise haben einige Landwirte beschlossen, nackt für einen Kalender zu posieren. Mit dem gesammelten Geld soll eine Reise ins Ausland finanziert werden.
Nach Rugbyspielern und Feuerwehrleuten sind nun junge Landwirte an der Reihe, ihre Hosen fallen zu lassen. Einer von ihnen heißt Gilles. Er ist Milchviehzüchter. Für den Kalender der Landwirte des Departements Oise hat er sich bereit erklärt, das nackige Spiel mit zu spielen. „Es ist eine atypische Erfahrung, (…) aber es war eine Herausforderung, der man sich stellen musste, und wir haben uns ihr gestellt“, erklärt er vor der Kamera des Senders France 2.
Die zwölf jungen Landwirte, neun Männer und drei Frauen, zeigten sich, wie Gott sie geschaffen hat. Die Entscheidung, nackt in einem Kalender zu posieren, trafen sie, um eine Reise ins Ausland zu finanzieren, auf der sie andere landwirtschaftliche Produktionssysteme kennenlernen wollen. „Es wird ein bisschen geredet und gelächelt, aber das Ziel war nicht, einen Kalender mit dröger Nacktheit zu machen, sondern eher etwas Poetisches“, sagt Gwenaëlle Desrumaux, Präsidentin der Jeunes agriculteurs de l’Oise. Das Publikum jedenfalls scheint den Kalender zu lieben. „Warum nicht ein bisschen Leichtigkeit, das tut gut“, schwärmt eine Frau.
Die Europäische Kommission hat am Freitag Okzitanien (Südwestfrankreich) den europäischen Preis für biologische Landwirtschaft in der Kategorie „Beste Region“ verliehen. Die Region ist im Bereich Bio am weitesten fortgeschritten und verzeichnet einen ständigen Anstieg der Anbauflächen.
Eine besondere Medaille für Okzitanien! Die Europäische Kommission hat der Region in Südfrankreich den Europäischen Preis für ökologische Landwirtschaft in der Kategorie „Beste Region“ verliehen. Die Trophäe wurde von Janusz Wojciechowski, dem EU-Kommissar für Landwirtschaft und ländliche Entwicklung, überreicht. Mit der Auszeichnung soll eine Region in der Europäischen Union für ihre Maßnahmen zur Entwicklung des ökologischen Landbaus gewürdigt werden. Die Zahlen für Biolandwirtschaft in Okzitanien haben in den letzten Jahren einen regelrechten Aufschwung erlebt. In der Region gibt es 13.265 Biobauern, eine Zahl, die um 12,7% gestiegen ist, bei einer Gesamtanbaufläche von 608.285 Hektar (+9%), einschließlich der in Umstellung befindlichen Flächen. Aquitanien, die zweitgrößte Region Frankreichs, hat nur 8.800 Biobauern und 360.000 Hektar Bio-Anbaufläche. Die Europäische Kommission wollte die beeindruckende Entwicklung des Biolandbaus in Okzitanien belohnen. Innerhalb von zehn Jahren (2011-2021) hat sich die Bio-Anbaufläche von 200.000 ha auf 600.000 ha verdreifacht.
Carole Delga: „Ein Stolz für die ganze Region!“
„Okzitanien als beste Region Europas für den ökologischen Landbau anerkannt, was für ein Stolz! Dieser Preis würdigt die Arbeit, die wir geleistet haben, um ein nachhaltigeres Landwirtschaftsmodell umzusetzen. Und das Ergebnis kann sich sehen lassen: 1 von 4 französischen Bio-Landwirtschaftsbetrieben befindet sich in Okzitanien. Seit 2016 haben wir insgesamt 42 Mio. € investiert“, reagierte Carole Delga, die Präsidentin der Region.
In Okzitanien sind der Futtermittelanbau, aber auch Getreide und Öl- und Eiweißpflanzen die Bereiche, in denen Bio am weitesten verbreitet ist. Auch der Weinbau stellt sich um: Mit 57.000 Hektar, die als biologisch zertifiziert sind oder sich in Umstellung befinden, ist Okzitanien die größte Region Frankreichs in diesem Sektor.
Die Rekordhitze und die Dürre in Frankreich haben auch die Weiden unter den schneebedeckten Alpengipfeln nicht verschont. Die Kühe finden kaum genügend Gras, um ausreichend Milch für den Reblochon und andere bekannte Käsesorten zu produzieren.
Alles ist gelb und verdorrt, also müssen die Bauern ihre Kuhherden einen Monat früher von den Weiden im Hochland holen.
Touristen, die auf der Suche nach Abkühlung sind, strömen in diesem Sommer in Scharen in die Alpen, wo der Kauf von Reblochon-Käse aus Rohmilch und anderen handgemachten Käsesorten direkt von den lokalen Erzeugern sehr beliebt ist. Doch in diesem Jahr gehen einige leer aus – die Kühe bekommen nicht die gewohnte Menge frisches Gras, und ihre Milch ist deshalb weniger gehaltvoll.
Der Juli war in Frankreich der trockenste Monat seit 1961, und Hitzewellen ließen die Temperaturen auch auf den Alpen in der Nähe von La Clusaz an mehreren Tagen auf über 30 Grad ansteigen. Was ein absolutes Novum ist.
„Wir verlieren pro Kuh und Tag einen Reblochon, das sind in einer Woche 300 Käse weniger“, klagen französische Milchbauern.
Für jeden Käse mit etwa 450 Gramm werden laut der Richtlinien des Nationalen Instituts für Herkunft und Qualität (INAO), das über die strengen französischen Lebensmittel- und Weinbezeichnungen wacht, etwa vier Liter Milch benötigt.
Das Schlimmste ist, dass gerade dann, wenn viele Touristen kommen, nicht genug Käse für alle produziert werden kann – den Käsereien geht die Ware aus.
Obwohl viele Landwirte bereits ihre Winterfuttervorräte aufgebraucht haben, liegt die Milchproduktion in der Region nach Angaben des Käseproduzentenverbands AFTAlp um 15 Prozent unter dem Vorjahresniveau.
Im Frühsommer bereits musste die Produktion des AOP-Käses Salars – einer Spezialität des Cantal in Zentralfrankreich – eingestellt werden, weil die Kühe wegen der Dürre nicht ausreichen mit frischem Gras gefüttert werden konnten.
Viele Landwirte befürchten, dass die seit dem Ausbruch des Ukraine-Kriegs steigenden Kosten für Futtermittel, Gas und Strom einen Teufelskreis in Gang setzen könnten und manchen Betrieben in den kommenden Monaten ein Überleben erschweren könnte.
Die Preise für viele Käsesorten mussten bereits angehoben werden und sie werden wahrscheinlich noch einmal um etwa fünf bis acht Prozent verteuert werden müssen, um die Auswirkungen der diesjährigen Trockenheit und der Kriegsfolgen auszugleichen.
Landwirte und Käsereien hoffen, dass sich die Produktion im kommenden Winter wieder erholen kann, aber es wird schwer sein, wieder aufzuholen, was man im Sommer verloren hat.
Die Dürre zwingt die Landwirte, angesichts des Mangels an Gras auf den Feldern ihre Tiere mit Futtervorräten zu füttern, die eigentlich für den Winter gedacht waren. Dies könnte in den kommenden Monaten zu deutlich höheren Preisen für Milch und Fleisch führen.
Die Dürre nimmt zu und ihre finanziellen Folgen könnten sich bald bemerkbar machen. Die gelben Wiesen und das von der Hitze ausgetrocknete Gras zwingen die Landwirte, auf ihre Winterfuttervorräte zurückzugreifen, um ihre Tiere zu füttern.
„Wir haben Tiere, die normalerweise in dieser Zeit auf der Weide sind, die nichts mehr zu fressen haben. Man muss das in diesem Frühjahr eingelagerte Futter, das für die Winterfütterung der Tiere bestimmt war, bereits jetzt zufüttern“, erklärte Yannick Fialip, Viehzüchter und Vorsitzender des Wirtschaftsausschusses der Bauerngewerkschaft FNSEA, gegenüber Franceinfo.
Werden die Preise für Fleisch und Milch?
Die Tiere finden auf den Weiden nichts mehr zu fressen. Die relativ frühe Nutzung der Wintervorräte für die Fütterung der Kühe wird die Landwirte dazu zwingen, den Mangel an Heu für den kommenden Winter auszugleichen. Heu kostet etwa 80 Euro pro Tonne, eine Herde von zwanzig Tieren frisst fünf bis sechs Tonnen…
Diese höheren Ausgaben für Züchter und Landwirte werden sich in den kommenden Wochen und Monaten zwangsläufig auf die Preise für Milch und Fleisch auswirken.
Ein weiterer Grund für den Preisanstieg dürfte sein, dass es in den kommenden Monaten zu Engpässen bei Milch und Fleisch kommen wird. Viele Landwirte werden sich in Kürze von ihren Tieren trennen müssen, weil sie nicht genug Geld haben, um sie ausreichend zu ernähren. Und dann setzt folgender Mechanismus ein: Wenn die Züchter ihren Muttertierbestand verringern, dann haben sie drei Jahre lang nur noch eingeschränkte Möglichkeiten, Kälber zu produzieren.
Langfristig bedeutet das, dass „in den französischen Supermärkten die Regale irgendwann leer bleiben werden und es für den Verbraucher komplizierter wird, diese Lebensmittel zu finden“, erklärte Pascal Lerousseau, Präsident der Landwirtschaftskammer des Departements Creuse, gegenüber dem Sender France Bleu.
Am Donnerstag, dem 28. Juli, wird die Menschheit alles verbraucht haben, was unser Planet in einem Jahr produzieren kann, ohne sich zu erschöpfen, und für den Rest des Jahres geht es ans Eingemachte, warnen die NGOs Global Footprint Network und WWF.
Am Donnerstag, dem 28. Juli 2022, ist der berühmte „Überschreitungstag“ der Erde. Um es anders auszudrücken, die Menschheit wird an diesem Tag „die Gesamtheit dessen, was die Ökosysteme in einem Jahr regenerieren können“, verbraucht haben. Kurz gesagt, es wären 1,75 Erden nötig, um die Weltbevölkerung nachhaltig zu versorgen, so der Indikator von Global Footprint Network und WWF, der Anfang der 1990er Jahre von Forschern entwickelt wurde und sich immer weiter verschlechtert.
„In den verbleibenden 156 Tagen bis zum Jahresende wird unser Verbrauch an erneuerbaren Ressourcen darin bestehen, das Naturkapital des Planeten anzuknabbern“, stellt Laetitia Mailhes vom Global Footprint Network auf einer Pressekonferenz klar. Dies berücksichtigt nicht einmal die Bedürfnisse der anderen auf der Erde lebenden Arten. „Wir müssen auch Raum für die Wildnis lassen“, fügt sie hinzu.
Ein „Überschreiten“ findet statt, wenn der menschliche Verbrauch die Regenerationsfähigkeit der natürlichen Ökosysteme übersteigt. Laut Global Footprint Network, die die Messung durchführt, hat sich die Situation in den letzten 50 Jahren immer weiter verschärft: 29. Dezember 1970, 4. November 1980, 11. Oktober 1990, 23. September 2000, 7. August 2010 – das waren die Überschreitungstage in der Vergangenheit. Im Jahr 2020 wurde dieses Datum aufgrund der Lockdowns wärend der Covid-19-Pandemie um drei Wochen nach hinten verschoben, bevor es wieder auf das frühere Niveau zurückfiel.
Der ökologische Fußabdruck wird anhand von sechs verschiedenen Kategorien berechnet, „Ackerland, Weideland, Waldflächen, die für Waldprodukte benötigt werden, Fischgründe, bebaute Flächen und Waldflächen, die benötigt werden, um den Kohlenstoff zu absorbieren, der bei der Verbrennung fossiler Brennstoffe freigesetzt wird“, und ist eng mit den Konsummustern verbunden, insbesondere in den reichen Ländern. Wenn beispielsweise alle Menschen so leben würden wie die Franzosen, wäre der „Tag der Überschreitung“ noch früher eingetreten, nämlich am 5. Mai 2022.
WWF und Global Footprint Network weisen insbesondere auf unser Ernährungssystem hin, das „mit einem übermäßigen Verbrauch natürlicher Ressourcen, ohne den Bedürfnissen der Armutsbekämpfung gerecht zu werden“ auf der einen Seite und einer Epidemie von Übergewicht und Fettleibigkeit auf der anderen Seite aus den Fugen geraten ist.
Insgesamt wird mehr als die Hälfte der Biokapazität der Erde (55%) für die Ernährung der Menschheit verwendet.
Ein großer Teil der produzierten Lebensmittel und Rohstoffe wird verwendet, um Tiere zu füttern, die man anschließend verzehrt. In der Europäischen Union sind zum Beispiel 63% des Ackerlandes direkt mit der Tierproduktion verbunden. Die Landwirtschaft trage aber zur Entwaldung, zum Klimawandel durch die Emission von Treibhausgasen, zum Verlust der Artenvielfalt und zur Schädigung von Ökosystemen bei und verbrauche einen großen Teil des Süßwassers, erinnern die NGOs.
Auf der Grundlage wissenschaftlicher Empfehlungen plädieren sie dafür, den Fleischkonsum in den reichen Ländern zu senken. Wenn man den Fleischkonsum um die Hälfte reduzieren würde, könnte der Überschreitungstag um 17 Tage nach hinten verlegt werden. Und die Verringerung der Lebensmittelverschwendung würde den Überschreitungstag um weitere 13 Tage nach hinten verschieben. Weltweit werden etwa ein Drittel der Lebensmittel verschwendet!
Ochsenherz, Krimschwarz oder Berner Rose: In diesen ersten Frühlingstagen ist die Ernte von alten Tomatensorten in den Gewächshäusern Frankreichs in vollem Gange.
Aber in diesem Jahr ist die Stimmung zwischen den Reihen der Tomaten-Pflanzen kühler als sonst, denn die Temperaturen im Gewächshaus steigen nicht über 12 °C, während sie sonst im Durchschnitt bei 20 °C liegen.
Seitdem die Gaspreise auf das Vielfache des üblichen Preises gestiegen sind, haben die meisten Landwirte die Heizung ihrer großen Gewächshäuser drastisch reduziert. Wenn die Tomaten nicht geheizt werden, wachsen sie langsamer und können Krankheiten bekommen, was zu einem Rückgang der Erträge führt. Viele Betriebe, die sich auf Tomaten spezialisiert haben, fürchten um ihre Existenz.
In Frankreich gibt es nach Angaben der Branchenverbände etwa 1.200 Hektar Gewächshäuser für Tomaten, die hauptsächlich mit Gas beheizt werden.
Tomaten aus beheizten Gewächshäusern werden oft wegen ihrer CO2-Bilanz kritisiert (1,88 Kilo CO2 pro Kilo Tomaten), die laut Zahlen der Ademe (Agence de l’environnement et de la maîtrise de l’énergie) deutlich höher ist als die von Saisontomaten (0,51 Kilo). Befürworter verweisen allerdings auf den geringen Wasserverbrauch und den geringeren Einsatz von Pestiziden. Die Gewächshäuser sind inzwischen moderner und besser isoliert und haben in den letzten Jahren auch ihren Energieverbrauch deutlich gesenkt.
Mit den steigenden Gaspreisen wird jedoch das gesamte System in Mitleidenschaft gezogen, sagt Laurent Bergé, Vorsitzender der nationalen Vereinigung der Erzeugerorganisationen (AOPn) Tomaten und Gurken in Frankreich. „Wir stellen unser Modell komplett in Frage“.
Wenn die Erzeuger die gestiegenen Energiekosten vollständig an die Verbraucher weitergeben würden, müssten sie den Verkaufspreis für Tomaten verdoppeln.
Die Lösungen, um in Gewächshäusern ohne Gasheizung auszukommen, stecken noch in den Kinderschuhen.
Einige neuere Gewächshäuser sind an ein Fernwärmenetz angeschlossen, wie in Vitré (Ille-et-Vilaine), wo die Müllverbrennungsanlage die Tomaten heizt. Andere kombinieren einen Holzkessel mit einer Biogasanlage, um genügend Wärme zu erzeugen.
Eine interessante Option könnte sein, die Überschuss-Energie zu nutzen, die von anderen Industrien erzeugt wird. Jedenfalls wird auch in diesem fall wieder deutlich, dass Probleme, die zunächst als unüberwindbar gesehen werden, zu nachhaltigen Innovationen führen…
Aufgrund der internationalen Nachrichtenlage vor dem Hintergrund des Krieges in der Ukraine wird der Macron seinen Besuch auf Landwirtschaftsmesse am Samstag stark abkürzen.
Es sollte einer seiner ersten Auftritte im Wahlkampf des Präsidentschaftskandidaten Macron sein. Doch der Krieg in der Ukraine zwingt Emmanuel Macron dazu, sich mit einem viel kürzeren Besuch als üblich auf der Landwirtschaftsmesse zu begnügen, die er am Samstag, den 25. Februar, eröffnen wird, bevor er seinen Premierminister Jean Castex alleine durch die Stände der Aussteller wandern lässt.
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Nach Angaben der Präsidentschaft will der Staatschef einen Austausch mit landwirtschaftlichen Organisationen suchen, gefolgt von der eigentlichen Eröffnung der Messe. Auch „in der aktuellen Situation ist es dem Präsidenten der Republik ein Anliegen, den Landwirten zur Seite zu stehen und diese republikanische Tradition zu r…
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Junge Landwirte des Departements Haute-Garonne blockieren seit Donnerstagmorgen 9 Uhr das Treibstofflager Lespinasse nördlich von Toulouse.
Landwirte des Departements Haute-Garonne blockieren seit Donnerstagmorgen 9 Uhr das Treibstofflager Lespinasse nördlich von Toulouse. Etwa 50 Demonstranten blockieren die Zufahrten, um gegen die steigenden Kraftstoffpreise zu protestieren.
Die Landwirte mobilisieren sich, um die Alarmglocke bezüglich der steigenden Kosten für Rohstoffe und Erdöl zu läuten, insbesondere für GNR, einen Dieselkraftstoff für nicht straßengebundene Fahrzeuge.
Landwirte verbrauchen durchschnittlich 70.000 Liter GNR pro Jahr und sind von den Preiserhöhungen der letzten Wochen stark betroffen.
Die Landwirte kippten Stroh und Reifen vor das Depot und zündeten sie an.
Frost, Überschwemmungen, Hagel, Wind, Feuer… Um die Landwirte besser vor den Auswirkungen von Wetterereignissen zu schützen, hat Emmanuel Macron am Freitag, dem 10. September, bei einem Besuch in den Alpes-de-Haute-Provence ein neues Ernteversicherungssystem angekündigt.
Emmanuel Bienvenu, ein Winzer in der Region Vienne, hat angesichts der schlechten Witterung der letzten Monate 20% seiner Ernte verloren. „Die regnerischen Bedingungen waren ungünstig für die Blüte und die Fruchtbildung der Trauben“, bestätigt der Bioproduzent auf dem Sender France 3.
Ein Finanzrahmen von 600 Millionen EuroIm Jahr 2021 haben die Klimagefahren mit Frost, Starkregen und Wind viele Landwirte betroffen, von denen nur ein kleiner Teil versichert ist. Am Freitag, dem 10. September, kündigt Emmanuel Macron auf seiner Reise nach Corbières-en-Provence in den Alpes-de-Haute-Provence eine Reform des Versicherungssystems an. „Wir werden jedes Jahr 600 Millionen Euro vom Staat zur Verfügung stellen, um es zu fin…
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Es gibt sie seit 2015. Immer mehr Winzer versuchen mit Anti-Hagel-Netzen, ihre Weinberge zu schützen. Im Beaujolais haben nun mehrere Dutzend solche Netze installiert.
Seit einigen Wochen machen die entfesselten Elemente in einem großen Teil Frankreichs den Landwirten das Leben schwer. Mehrere Weinberge wurden von heftigen Gewitterstürmen getroffen, die von Hagel begleitet wurden. Das von den Winzern am meisten gefürchtete Wetter-Phänomen sind Hagelkörner, die die Arbeit eines ganzen Jahres in nur wenigen Minuten zerstören können.
Um dieses Katastrophenszenario zu vermeiden und die Verluste zu begrenzen, haben sich einige Winzer in mehreren Departements inzwischen mit Anti-Hagel-Netzen ausgerüstet. Ein Schutzsystem, das von der Inao, dem Nationalen Institut für Herkunft und Qualität, validiert wurde. Zwei sehr widerstandsfähige Netze werden auf jeder Seite der Rebzeile gespannt und schützen die Vegetation vor Hagelkörnern. „Die Trauben sind durch das Netz geschützt, ebenso das Holz und die Blätter. Mit diesem Schutz gewinnen wir an Sicherheit“, versichert Rémi Vincent, technischer Leiter des Maison Jean Loron in Régnié-Durette, an der Rhône gegenüber Franceinfo. Eine praktische und effektive Lösung, um sich vor den Unbilden des Wetters zu schützen. Doch die Investition hat ihren Preis: fast 10.000 Euro pro Hektar. Einmal installiert, kann man mit diesem System, das etwa fünfzehn Jahre hält, die schädlichen Auswirkungen von Hagel auf die Ernte um etwa 90% verringern.