Schlagwort: Landwirtschaft

  • Bauernproteste: Mehrere Autobahnen werden am Mittwoch durch Landwirte blockiert

    Bauernproteste: Mehrere Autobahnen werden am Mittwoch durch Landwirte blockiert

    Protestierende Landwirte errichten immer mehr Blockaden auf den wichtigen Verkehrsachsen im Südwesten Frankreichs. Hier befinden sich die wichtigsten Brennpunkte der Proteste am Mittwoch, dem 24. Januar, befinden. Am Mittwochmorgen sind in vielen Teilen der Region Okzitanien Blockaden und Behinderungen im Gange.

    Im Departement Haute-Garonne gibt es Störungen auf der A64 bei Saint-Martory, auf der A645 bei Montréjeau und auf der A62 bei der Ausfahrt Eurocentre, aber auch auf der A61 bei Villefranche de Lauragais in Richtung Toulouse oder am Kreisverkehr von Leroy-Merlin in Balma.Im Departement Hautes-Pyrénées kommt es auf der A64 zu Störungen auf Höhe von Tarbes, Capvern und Lannemezan.Im Departement Lot sind drei Kreisverkehre auf den Zufahrten zu den Mautstellen der A20 blockiert: Cahors Sud, Gignac und Montfaucon.Im Departement Lot-et-Garonne ist das Autobahnkreuz von Agen betroffen.Im Departement Tarn-et-Garonne ist die A62 bei Castelsarrasin und Valence-d’Agen betroffen, ebenso wi…

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  • Bauernproteste: Fünf Zahlen lassen das Unbehagen der französischen Landwirte verstehen

    Bauernproteste: Fünf Zahlen lassen das Unbehagen der französischen Landwirte verstehen

    Unter den französischen Landwirten wächst die Wut. Durch Überalterung und immer schwierigeren wirtschaftlichen Aussichten ist der gesamte Sektor in Gefahr.

    Mit einem Durchschnittsalter von 51,4 Jahren altert die Bauernschaft Frankreichs deutlich.
    Laut der im Jahr 2020 durchgeführten Volkszählung waren die französischen Landwirte im Jahr 2020 durchschnittlich 51,4 Jahre alt. Insgesamt werden bis 2026 fast 200.000 von ihnen in den Ruhestand gehen.

    Gleichzeitig können es sich junge Menschen nicht mehr leisten, in landwirtschaftliches Eigentum zu investieren: „Die Rückzahlungen, die ein Junglandwirt in den ersten Jahren leisten muss, werden im Vergleich zur Rentabilität seines Betriebs zu hoch“, sagt Alessandra Kirsch, Doktorin der Agrarökonomie gegenüber dem Sender France 24. Junge Menschen, die in die Landwirtschaft einsteigen wollen, müssen Hunderttausende oder sogar Millionen Euro investieren, um einen Beruf auszuüben, der als schwierig gilt und eine hohe Anzahl an Arbeitsstunden, Bereitschaftsdienste, wenig Urlaub und ein schwankendes Einkommen mit sich bringt. „Man muss Perspektiven für eine Arbeit unter besseren Bedingungen bieten“, meint Yohann Barbe, Rinderzüchter in den Vogesen und Vorstandsmitglied des französischen Bauernverbands FNSEA (Fédération nationale des syndicats d’exploitants agricoles). „Wir haben das Glück, im Kontakt mit der Natur zu arbeiten, aber das muss sich auch finanziell auszahlen.“

    100.000 landwirtschaftliche Betriebe weniger in 10 Jahren.
    Frankreich hat zwischen 2010 und 2020 fast 21 % seiner landwirtschaftlichen Betriebe verloren. Die Wirtschaftswissenschaftlerin und Ingenieurin Alessandra Kirsch sieht zwei Faktoren, die dieses Phänomen erklären: „Es gibt große Schwierigkeit, einen Hof zu übergeben, was einerseits mit dem Preis, den die Betriebe wert sind, und andererseits mit dem Mangel an Übernahmekandidaten zusammenhängt. Hinzu kommt, dass der Wert der landwirtschaftlichen Produktion im Laufe der Zeit abnimmt: Um gleichbleibendes Einkommen zu produzieren, braucht man zunehmend mehr Kapital und mehr Arbeit. Das Ergebnis sind größere Bauernhöfe, die mehr Mitarbeiter beschäftigen, ohne mehr zu verdienen“. Dies erklärt zum Teil, warum die landwirtschaftliche Nutzfläche (LNF) zwischen 2010 und 2020 nahezu unverändert blieb und landesweit nur um knapp 1 % zurückging, obwohl die Anzahl der Betriebe stark abnahm.

    43 % höheres Selbstmordrisiko im Vergleich zur Allgemeinbevölkerung.
    Laut der Versicherungsgesellschaft Mutuelle sociale agricole (MSA) haben die Versicherten in der Landwirtschaft ein deutlich höheres Risiko, durch Selbstmord zu sterben, als die Allgemeinbevölkerung. Im Jahr 2020 war das Suizidrisiko bei den MSA-Versicherten im Alter von 15 bis 64 Jahren um 43,2 % höher als bei den Versicherten aller anderen französischen Sozialversicherungssysteme.

    17,4 % der landwirtschaftlichen Haushalte leben unter der Armutsgrenze
    In Frankreich ist der Anteil der landwirtschaftlichen Haushalte, die unter der Armutsgrenze leben, laut dem Statistikamt Insee höher als bei Arbeitern (13,9 %) und Angestellten (12,1 %) und fast doppelt so hoch wie bei der Gesamtbevölkerung (9,2 %). Für Experten ist dies auf eine hohe Volatilität des landwirtschaftlichen Einkommens zurückzuführen: Die Marktpreise können sich innerhalb weniger Wochen ändern und eine Klimakatastrophe kann eine Ernte innerhalb weniger Stunden zunichte machen. In anderen Berufen können Arbeitnehmer ihr Gehalt aushandeln, einen Verkaufspreis festlegen und Einkommens-Prognosen erstellen. In der Landwirtschaft wissen die Bauern erst, wie hoch Ihr Einkommen sein wird, wenn sie geerntet und verkauft haben, und sie legen ihre Preise auch nicht selbst fest.

    Mit 214 Euro pro Tonne Weizen befinden sich die Getreidepreise derzeit im freien Fall.
    Das Beispiel Getreide spricht in dieser Hinsicht für sich. Mit 214 Euro pro Tonne erreichte der Weizenpreis im Dezember 2023 laut der europäischen Börse Euronext den niedrigsten Stand seit September 2021. Zum Vergleich: Im Mai 2022 war der Preis noch doppelt so hoch.

    Der Rückgang der Weizenpreise ist auf mehrere Faktoren zurückzuführen. Einerseits kann es sich Russland, das über große Lagerbestände verfügt, leisten, Weizen zu einem ultra-kompetitiven Preis zu verkaufen.

    Gleichzeitig war die Saison für die französischen Landwirte sehr schlecht: „Die Aussaatbedingungen waren sehr schlecht, es war schwierig, mit Traktoren in die damals zum Teil überschwemmten Felder zu fahren, um den Boden vorzubereiten und den richtigen Zeitpunkt zum Säen zu bestimmen“, erklärt Alessandra Kirsch. „Wir erwarten also eine schwache Ernte in Kombination mit Preisen, die unter den Produktionskosten liegen.“

  • Bauernproteste in Frankreich: Auto rast in Straßensperre – mindestens ein Toter

    Bauernproteste in Frankreich: Auto rast in Straßensperre – mindestens ein Toter

    Bei einer Straßenblockade im Rahmen der Bauernproteste in Pamiers in der Ariège wurden eine Person getötet und zwei verletzt, nachdem ein Auto versucht hatte, die Blockade zu durchbrechen.

    Am Dienstag, 23. Januar, kam es in Pamiers (Departement Ariège) gegen 5.45 Uhr zu einem dramatischen Unfall an einer Bauernblockade auf der RN20 im Abschnitt Toulouse-Foix in Höhe der Brücke über die RD119.

    Nach Angaben von Romain Deloustal, Präsident der „Jeunes agriculteurs (JA) d’Occitanie“, gegenüber der Zeitung La Dépêche du Midi, „durchbrach ein ‚Rammbockauto‘ die Sperre. Die Bilanz ist dramatisch mit mindestens einem Toten und zwei Schwerverletzten, die Mitglieder der Gewerkschaft FDSEA und der JA sind“. Die Opfer sollen aus dem Dorf Saint-Félix-de-Tournegat in der Ariège stammen.

    Eine Information, die einige Minuten später von Arnaud Rousseau, dem Präsidenten der Gewerkschaft FNSEA, auf dem Sender RMC bestätigt wurde: „Eine Frau ist heute Morgen an der Blockade in Pamiers in der Ariège gestorben, ihr Mann und ihre Tochter wurden verletzt (…) Diese Art von Drama ist schwer zu ertragen“, fügte er hinzu.

    Nach Informationen der Zeitung Dépêche du Midi wollte ein Auto die Blockade durchbrechen, die am Montagmittag von den Landwirten errichtet worden war. Das Fahrzeug mähte die drei Personen nieder, als es die Sperre aus Strohballen durchbrach. Der Wagen geriet dann unter einen landwirtschaftlichen Anhänger. An Bord des Amok-Fahrzeugs befanden sich ein Fahrer und zwei Mitfahrer, die nach dem Vorfall zu fliehen versuchten. Sie sollen von den Landwirten festgehalten worden sein, bevor sie von der Polizei verhaftet und anschließend in Polizeigewahrsam genommen wurden.

    13 Polizisten und 20 Gendarmen wurden mobilisiert und ein Einsatzzentrum des Departements in der Präfektur der Ariège eingerichtet. Eine Zelle für psychologische Unterstützung wurde vor Ort eingerichtet. Der Präfekt des Departements Ariège begab sich an den Ort des Geschehens.

    Die Straßensperre wurde inzwischen von den Landwirten aufgehoben.

  • Protest der französischen Landwirte: Die Bewegung gewinnt an Boden

    Protest der französischen Landwirte: Die Bewegung gewinnt an Boden

    Auch am Montag, dem 22. Januar, lässt der Protest der Landwirte im Südwesten Frankreichs nicht nach und könnte sich sogar während der Woche weiter ausweiten. Die Gewerkschaft der Landwirte FNSEA kündigt zahlreiche Aktionen in ganz Frankreich an, darunter auch die Blockade von Autobahnen. Manche von ihnen haben gerade eine vierte Nacht im Freien verbracht. Südlich von Toulouse (Departement Haute-Garonne) blockierten die Landwirte am Montag, dem 22. Januar, noch immer die Autobahn A64. Sie sind wütend und fordern eine Vereinfachung der Regeln und eine bessere Bezahlung. „Heute liege ich bei etwa 700-800 Euro im Monat. Es gibt Monate, in denen ich nur 400 Euro verdiene, und es gibt Monate, in denen ich gar nichts verdiene, um meine Kredite bezahlen zu können“, sagte Jérémie Roquebert, Getreidebauer in Auterive (Departement Haute-Garonne). Zu restriktive NormenSeit Beginn der Blockade wurde eine Umleitung auf der A64 eingerichtet. Für die Autofahrer ist die Fahrt jetzt länger, aber einige …

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  • Landwirte: Protestbewegung breitet sich in Europa aus

    Landwirte: Protestbewegung breitet sich in Europa aus

    Frankreich und Deutschland sind nicht die einzigen Länder in Europa, die den Unmut ihrer Landwirte zu spüren bekommen. Auch in den Niederlanden, Polen und Rumänien protestieren die Bauern.

    Die Wut der Landwirte ist in der ganzen Europäischen Union zu spüren. Weniger als fünf Monate vor den Europawahlen ist das Thema Landwirtschaft überall präsent. Die Forderungen der Landwirte sind zwar von Land zu Land unterschiedlich, aber alle haben denselben Mittelpunkt: die von Brüssel erlassenen Normen. Am vergangenen Donnerstag protestierten rumänische Landwirte gegen vermeintlich unlauteren Wettbewerb aus der Ukraine, die sie beschuldigen, die Preise für ihr Getreide zu drücken. Auch in Polen, Ungarn, der Slowakei und Bulgarien herrscht große Verärgerung über die Entscheidung der EU, ukrainisches Getreide zu importieren.

    Deutsche Landwirte mobilisieren seit drei Wochen massiv.
    In Deutschland sind die Proteste der Landwirte seit drei Wochen sehr massiv. Sie protestieren gegen die Reform ihres Steuervorteils für Agrardiesel. Eine Warnung für die Politiker kam bereits im Juni 2022 aus den Niederlanden.

    Die Bewegung könnte sich in den kommenden Monaten auf Italien und Spanien ausweiten.

  • Zorn der französischen Landwirte: Droht eine Ausweitung der Protestbewegung?

    Zorn der französischen Landwirte: Droht eine Ausweitung der Protestbewegung?

    Wütende Landwirte blockieren seit Tagen die Autobahn A64 im Departement Haute-Garonne. Die Regierung befürchtet nun, dass die Protestbewegung sich nach dem Vorbild der Gelbwesten-Proteste auf ganz Frankreich ausweiten könnte. Den dritten Abend in Folge, trotz der Kälte, bereiten sich Landwirte darauf vor, die Nacht auf der Autobahn A64 im Departement Haute-Garonne zu verbringen. Die wütenden Bauern wollen die Blockade so lange aufrechterhalten, bis sie ihre Forderungen durchgesetzt haben. „Solange wir etwas zu essen und Brennholz haben, werden wir uns nicht von hier wegbewegen“, bekräftigt Jérôme Bayle, Rinderzüchter aus Montesquieu-Volvestre (Haute-Garonne). Die Regierung ist besorgtInflation, steigende Beiträge und Normen, die als zu restriktiv und zahlreich empfunden werden – das sind die Beschwerden der Landwirte, die inzwischen die Regierung beunruhigen. Die Regierung von Premierminister Attal befürchtet, dass sich die bauern-Bewegung auf das ganze Land ausweiten könnte. Der Élysé…

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  • Bauerndemonstration in Toulouse: Traktorkonvois blockieren das Stadtzentrum

    Bauerndemonstration in Toulouse: Traktorkonvois blockieren das Stadtzentrum

    Die Landwirte der Region Okzitanien wollen am Dienstag, dem 16. Januar, in Toulouse mobil machen. Es werden 400 Traktoren und mehr als 2.000 unzufriedene Landwirte erwartet. 400 Traktoren mit mehr als 2.000 Landwirten aus der Region organisieren am Dienstag, dem 16. Januar, eine große Demonstration in Toulouse, um für sichere Einkommen und für den Zugang zu Wasser oder gegen die Erhöhung der Steuern zu demonstrieren.Die Traktoren sind um 10 Uhr an der Cité administrative angekommen und werden ab 11 Uhr zum zum Place du Capitole fahren. Die Organisatoren haben versprochen, dass nicht alle Fahrbahnen blockiert werden. Gegen 13 Uhr ist eine Kundgebung an der Präfektur des Departements Haute-Garonne geplant. Die größten Störungen werden am späten Nachmittag erwartet, wenn die Demonstranten Toulouse wieder verlassen.Tisséo, der Betreiber der Toulouser Busse und Bahnen kündigt für den Tag Störungen in seinem Streckennetz an.

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  • Pestizide in Gemüse: Frankreich schneidet besser ab als Spanien

    Pestizide in Gemüse: Frankreich schneidet besser ab als Spanien

    Obst und Gemüse in Frankreich wurden von der Zeitschrift „Que Choisir“ unter die Lupe genommen. Frankreich schneidet gut ab, mit saubereren Produkten, die das Ergebnis verbesserter Anbaumethoden sind. Aber die Preise steigen in die Höhe. Appetitliches Obst und Gemüse, das in Frankreich, aber auch im Ausland, vor allem in Spanien, angebaut wird, wurde untersucht. Einige Verbraucher sind durchaus misstrauisch. Ist französisches Obst und Gemüse wirklich gesünder? Ja, sagt die Verbraucherzeitschrift Que Choisir. In französischem Gemüse finden sich nur halb so viele Pestizidrückstände wie in importiertem Gemüse. Beispielsweise finden sich in 55 % der französischen Paprika Spuren von Pestiziden, während es in Spanien 79 % sind. Versuch einer Erklärung: In der Provinz Almeria im Süden Spaniens befindet sich ein riesiges Mosaik aus Gewächshäusern. Mehr als 30.000 Hektar Land sind dem Anbau von Gemüses gewidmet. Die Spezialität des Gemüsebauern Antonio Zamoras etwa ist Paprika. Auf drei Hektar…

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  • Covid bei Kühen: Neue Krankheit versetzt Landwirte in Südwestfrankreich in Angst und Schrecken

    Covid bei Kühen: Neue Krankheit versetzt Landwirte in Südwestfrankreich in Angst und Schrecken

    Seit Anfang Oktober grassiert in Okzitanien die epizootische hämorrhagische Krankheit (EHD), auch COVID der Kuh genannt. Die Krankheit erschreckt die Viehzüchter und zwingt die Behörden zur Einrichtung von Sicherheitsbereichen, für den Menschen ist sie jedoch nicht gefährlich. Kühe mit Gewichtsverlust, Fieber und laufender Nase werden in ganz Frankreich immer häufiger beobachtet. Am vergangenen Freitag, dem 20. Oktober, war es das Departement Hérault, das von der Präfektur zu einer Sperrzone erklärt wurde. Insgesamt acht Gebiete in Frankreich sind von der seit Anfang Oktober grassierenden epizootischen hämorrhagischen Krankheit (EHD), auch „COVID der Kuh“ genannt, betroffen. Besonders viele Ausbrüche wurden im Südwesten Frankreichs gezählt, insbesondere in den Pyrenäen-Atlantik, den Haut-Pyrénéens, der Ariège und der Haute-Garonne. Die Krankheit breitet sich auch nach Norden aus, so dass nun auch Departements wie Gers und Tarn betroffen sind. Zur Zeit bestehen die vom Landwirtschaftsmi…

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  • Klima: „Blitzdürre“ in der Picardie beunruhigt Landwirte

    Klima: „Blitzdürre“ in der Picardie beunruhigt Landwirte

    Das Wetter und die Trockenheit veranlassen die Präfektur des Departements Aisne, Maßnahmen zu ergreifen. Insbesondere das Lescot-Becken wurde in Alarmbereitschaft versetzt, die Situation verschärft sich für die Landwirte spürbar.

    Auf einem Kartoffelfeld in Moÿ-de-l’Aisne (Aisne) ist der Boden am Samstag, dem 10. Juni, bereits so trocken wie im Hochsommer. „Normalerweise ist der Boden hier fest, aber es ist weich“, stellt der Landwirt Bruno Cardot gegenüber dem Sender France 3 fest. Nach den Rekordregenfällen im Frühjahr hat sich das Wetter deutlich geändert. Die Hitze und der ständige Wind haben die Böden innerhalb weniger Wochen ausgetrocknet.

    In den USA wurde dieses Zusammentreffen von Wetterfaktoren als „Blitzdürre“ bezeichnet. In der Picardie hat sie bereits Auswirkungen auf Anbauflächen von Rüben oder Kartoffeln. Laut Météo France erlebt die Region derzeit die fünftlängste regenfreie Periode seit Beginn der Aufzeichnungen. Die Intensität der Trockenheit wird nach Meinung von Experten jedoch nicht die Intensität einer „Blitzdürre“ erreichen, wie sie in den USA bekannt ist.