Schlagwort: Landwirtschaft

  • Bauernkinder: „Morgen ernähre ich euch“ – in Straßburg zogen sie auf Mini-Traktoren durch die Straßen

    Bauernkinder: „Morgen ernähre ich euch“ – in Straßburg zogen sie auf Mini-Traktoren durch die Straßen

    Die Proteste der Landwirte im Département Bas-Rhin nahm am Mittwochmorgen eine etwas andere Form an. Während Hunderte von Traktoren immer noch einen Teil der M35 blockierten, zogen die Kinder der Landwirte auf Trettraktoren durch Straßburg. Die Mobilisierung der Landwirte geht weiter. In den Departements Haut-Rhin uns Bas-Rhin blockierten Landwirte mit mehreren hundert Traktoren die M35. Auch die Kinder der Landwirte waren auf der Straße. Rund 30 von ihnen zogen am Mittwoch auf Trettraktoren über die Place Kleber in Straßburg, gekleidet wie ihre Eltern und trugen Fähnchen und Schilder. „Später will ich wie Papa sein, aber nicht so“ oder „Morgen ernähre ich euch“ war auf ihren Schildern zu lesen. Eine Mini-Demonstration, die bei den Straßburger Spaziergängern großen Anklang fand, die amüsiert und gerührt waren.Eine Aktion über die von den Organisatoren gesagt wird: „Wir wollen der Regierung zeigen, dass es nach uns eine ganze Generation gibt, die von diesem Beruf leben möchte“, so Nicol…

    [wtr-time]

    Der weitere Text ist unseren Abonnenten vorbehalten.


    Warum ein Abo? Weil guter Journalismus seinen Preis hat.

    Information mag frei zugänglich sein – aber Journalismus ist kein Selbstläufer. Recherchen, Interviews, Faktenchecks und Einordnungen erfordern Zeit, Expertise und Verantwortung.

    Wer unabhängige, fundierte Berichterstattung will, muss sie ermöglichen. Werbefinanzierung allein reicht nicht – sonst entscheiden Klickzahlen über Inhalte.

    Ein Abonnement ist kein Eintrittsgeld, sondern ein Bekenntnis: zur Qualität, zur Unabhängigkeit und zu einer informierten Öffentlichkeit.

    Information ist frei. Journalismus kostet. Und genau deshalb lohnt sich ein Abo.


    Abo-Light – das Monatsabonnement zum schlanken Preis

    Alle Artikel für 0,50 € pro Woche. Das Abo wird monatlich mit 2 € abgerechnet und ist monatlich kündbar.

    Monatsabonnement buchen…


    Premium-Abo – das Jahresabonnement mit wertvollen Add-Ons

    Alle Artikel für 0,38 € pro Woche. Das Abo wird jährlich mit 20 € abgerechnet und ist jährlich kündbar.

    Das Premium-Jahres-Abo bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    Jahresabonnement buchen…


    Lebenslang – das Premium-Abo für immer

    Für eine einmalige Zahlung für nur 36 €. Unbegrenzter Zugriff – ein Leben lang.

    Das Premium-Abo-Lebenslang bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    „Abo-Lebenslang“ buchen…


     

     

  • Trotz aller Ankündigungen: Agrarkrise in Frankreich verstärkt sich vor dem EU-Gipfel

    Trotz aller Ankündigungen: Agrarkrise in Frankreich verstärkt sich vor dem EU-Gipfel

    Die Blockaden protestierender Landwirte gingen auch am Donnerstag in Frankreich weiter. Vor allem rund um die Hauptstadt Paris, wo die Polizei den Schutz des großen und wichtigen Lebensmittelmarktes in Rungis aufrechterhält. Präsident Emmanuel Macron reiste heute nach Brüssel, wo die europäische Agrarkrise am Rande eines Gipfeltreffens der 27 EU-Mitgliedstaaten ebenfalls eine Rolle spielt.

    Der französische Präsident traf bereits um 10.00 Uhr mit der Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen, zusammen, um über die „Zukunft der europäischen Landwirtschaft“ zu sprechen, wie der Elysée-Palast im Vorfeld des außerordentlichen EU-Gipfels, der dem EU-Haushalt und der Unterstützung für die Ukraine gewidmet ist, bekannt gab.

    Die am Mittwoch von der französischen Regierung angekündigten Hilfen sowie die Zugeständnisse der Europäischen Kommission in Bezug auf landwirtschaftliche Flächen und ukrainische Lebensmittel-Importe, sind nach Meinung der französischen Landwirte unzureichend. Das Gleiche gilt auch in Italien, Spanien und Deutschland.

    Am Mittwochabend blockierten französische und belgische Landwirte gemeinsam einen Ort an der Grenze zwischen beiden Ländern, um auf Wettbewerbsverzerrungen durch Freihandelsabkommen hinzuweisen, und forderten deutliche Ankündigungen der EU für Donnerstag.

    In Frankreich hielten die Landwirte die Blockaden auf den Autobahnen rund um Paris aufrecht, die die Zufahrt zur Hauptstadt spürbar behindern, aber nicht verhindern. 91 Personen wurden am späten Mittwochnachmittag festgenommen, weil sie zu Fuß auf das Gelände des Großmarktes in Rungis eingedrungen waren und es dabei laut dem Pariser Polizeipräfekten zu „Beschädigungen“ gekommen sei.
    In ganz Frankreich wurden am Mittwoch mehr als 150 Protestaktionen wie Blockaden oder Demonstrationen gezählt, insbesondere rund um die Städte Orange, Nîmes, Arles, Aix-en-Provence, Grenoble und Nantes. Die Zufahrten nach Lyon waren fast vollständig blockiert, abgesehen von einem einzigen Verkehrsknotenpunkt.

    Angesichts des Unmuts der Landwirte in mehreren Mitgliedsstaaten schlug die Europäische Kommission vor, für das Jahr 2024 eine teilweise Ausnahme von den GAP-Flächenstilllegungsverpflichtungen zu gewähren, und erwägt einen Mechanismus zur Begrenzung der Einfuhren aus der Ukraine, insbesondere für Geflügel, Eier und Zucker.

    Die französischen Bauern sind wegen der Ungleichheit der Regeln besorgt: 29 verschiedene Fungizide, Insektizide und Herbizide dürfen in der Ukraine noch verwendet werden, sind in der Europäischen Union jedoch verboten. Ausserdem sind sie empört über die massiven Importe von preisgünstigem Zucker aus der Ukraine: 700.000 Tonnen aktuell gegenüber 20.000 Tonnen vor Beginn des Krieges.

    Ein weiteres Reizthema ist das Freihandelsabkommen mit den Mercosur-Ländern (Brasilien, Argentinien, Uruguay, Paraguay), das derzeit von der EU-Kommission verhandelt wird und in Paris auf Ablehnung stösst.

    Die Spitzenkandidatin der französischen Grünen für die Europawahl, Marie Toussaint, forderte Emmanuel Macron am Mittwoch auf, auf dem Gipfel „eine Koalition der Mitgliedsstaaten gegen das EU-Mercosur-Abkommen“ zu bilden.

  • Bauernproteste: Acht Blockaden auf den Autobahnen der Region Île-de-France

    Bauernproteste: Acht Blockaden auf den Autobahnen der Region Île-de-France

    Die Protestbewegung der französischen Landwirte wurde auch am Dienstag, dem 30. Januar, fortgesetzt. Acht Blockadepunkte auf den Autobahnen in der Region Île-de-France werden weiterhin gehalten, und die Landwirte wollen eventuell Europas größten Lebensmittelmarkt in Rungis im Departement Val-de-Marne blockieren.

    Überall in Frankreich führten Landwirte am Dienstag, dem 30. Januar Protestaktionen durch. In Laval (Departement Mayenne) blockierten sie den Eingang zur Verwaltung der Stadt mit Reifen. In Toulouse (Departement Haute-Garonne) versuchten etwa 60 Traktoren, die Zufahrt zum Flughafen Blagnac zu blockieren. Auf den Autobahnen, auf denen sich die Konvois Paris näherten, wurden mehrere Blockaden aufrecht erhalten. Ein Teil der Autobahn A1 wurde von etwa 200 Personen besetzt und blockiert.

    Im Visier der Landwirte befindet sich insbesondere die Region Île-de-France, aber vor allem der Markt von Rungis (Val-de-Marne). Dieser weltgrößte Markt für Frischwaren wurde unter strenge Überwachung gestellt, mit umfangreichen Kontrollmaßnahmen für Arbeiter und Kunden. Insgesamt wurden am Dienstagnachmittag acht Blockadepunkte auf den Autobahnen in der Region Île-de-France gezählt.

  • Flughafen Toulouse-Blagnac: Traktoren stehen gepanzerten Wagen der Gendarmerie gegenüber

    Flughafen Toulouse-Blagnac: Traktoren stehen gepanzerten Wagen der Gendarmerie gegenüber

    Wütende Landwirte der Region versuchen am Dienstagmorgen den Flughafen Toulouse-Blagnac zu blockieren.

    Landwirte aus mehreren Departements der Region Midi-Pyrenäen treffen sich seit 9 Uhr am Flughafen Toulouse-Blagnac.

    Axel Tran Van, Vizepräsident der Bauerngewerkschaft FDSEA 31: „Wir hatten die Präfektur darum gebeten, um die beiden Kreisverkehre vor dem Eingang zum Flughafen herum parken zu dürfen. Dies wurde abgelehnt. Sie haben sie mit Panzern blockiert. Das Ergebnis: Es herrscht ein riesiges Chaos auf der Ringstraße. Das war nicht unser Wille“.

    Gepanzerte von der Gendarmerie eingesetzt
    Die Ordnungskräfte stellten in Erwartung der Ankunft eines Konvois von etwa 20 Traktoren ein viel größeres Aufgebot auf als am vergangenen Freitag. Zusätzlich zu einem Dutzend Polizei-Transportern wurden zwei gepanzerte Fahrzeuge der Gendarmerie mit Wasserwerfern auf dem Kreisverkehr vor dem Flughafengebäude positioniert.

    Insgesamt sieben Blockaden rund um Toulouse wurden von der FDSEA und den Junglandwirten am Dienstag, dem 30. Januar, eingerichtet. Bei Tagesanbruch hatten sie sich in Aussonne, nordwestlich von Toulouse, versammelt und sind mit Tieren und Mulden mit Tonnen von Mist Richtung Toulouse aufgebrochen.

  • Bauernprotest: Sie holen ausländische Produkte aus einem Supermarkt und schenken sie Hilfsorganisation

    Bauernprotest: Sie holen ausländische Produkte aus einem Supermarkt und schenken sie Hilfsorganisation

    Die Proteste der Landwirte gingen auch am Montagmorgen im Departement Lot weiter. Mehr als fünfzig Junglandwirte aus den Regionen Haut-Ségala und Figeacois führten eine Aktion in einem Supermarkt der Handelskette Leclerc durch.

    Die Junglandwirte aus den Regionen Figeac und Haut-Ségala haben am Montag nicht wie gewohnt Kreisverkehre blockiert, sondern eine Überraschungsaktion in einem Supermarkt durchgeführt. Mehr als fünfzig Demonstranten besetzten am Montagvormittag die Leclerc-Filiale in Figeac-Capdenac.

    In Anwesenheit der Supermarktleitung und vor den Augen der verblüfften Kunden füllten sie mehr als zwanzig Einkaufswagen ausschließlich mit nicht-französischen Produkten. Wein, Fleisch, Milchprodukte, aber auch Obst und Gemüse, Marmeladengläser oder Trockenfrüchte wurden herausgeholt und in der Eingangshalle gelagert.

    „Mit dieser Aktion prangern wir an, dass wir nicht die gleichen Standards wie die anderen europäischen Produzenten haben“, sagte Antoine Thers, Leiter der protestierenden Junglandwirte, vor der Presse. „Wir produzieren Qualität und das Lastenheft ist in Frankreich sehr streng. Das Problem ist, dass Frankreich insbesondere aus Spanien Lebensmittel importiert, die trotz des Transports billiger sind als das, was wir hier produzieren. Das darf nicht so bleiben. Wir sehen keinerlei Rücksichtnahme seitens des Staates“. Die vom Premierminister am Freitag angekündigten Maßnahmen reichen offensichtlich nicht aus, um die Wut der Landwirte abklingen zu lassen.

    Um die Lebensmittel, die sie aus den Regalen geholt hatten, nicht zu verschwenden, riefen die Junglandwirte den örtlichen Verantwortlichen der Hilfsorganisation „Restos du Coeur“ an, der die unverhoffte Spende gerne abholte.

  • Bauernproteste: Gendarmeriepanzer schützen den nationalen Großmarkt in Rungis bei Paris

    Bauernproteste: Gendarmeriepanzer schützen den nationalen Großmarkt in Rungis bei Paris

    Wütende Landwirte wollen den nationalen Großmarkt von Rungis (Val-de-Marne) blockieren, vor dem deshalb am Montag, dem 29. Januar, Panzer der Gendarmerie aufgefahren wurden. Die Bauerngewerkschaft hofft, dass ihr Konvoi bis Dienstagabend den größten Markt für Agrarprodukte in Europa erreicht.

    Rungis (Departement Val-de-Marne) mit allen Mitteln zu schützen – Panzer der Gendarmerie wurden am Montag, dem 29. Januar, vor dem größten Markt für Agrarprodukte in Europa aufgefahren. Der Markt, von dem ein Teil der Lebensmittelversorgung Europas abhängt, ist das Ziel wütender Landwirte. Am Montagmorgen gab es noch keine Störungen, aber die Kunden, Weiterverkäufer oder Gastronomen, treffen Vorkehrungen, indem sie sich im Voraus eindecken. Das Polizeiaufgebot störte den Verkehr rund um Rungis und ärgerte die Autofahrer.

    700 Kilometer Wegstrecke für einige Landwirte
    Auch Landwirte aus Agen (Lot-et-Garonne) lassen sich von den Sicherheitsvorkehrungen nicht abschrecken. Etwa 30 Traktoren planen, an der Blockade von Rungis teilzunehmen. Der Konvoi hat eine Fahrt quer durch Frankreich vor sich: 700 Kilometer mit 30 km/h. Die Bauerngewerkschaft hofft, dass alle teilnehmenden Traktoren Rungis bis Dienstagabend, spätestens aber Mittwochmorgen erreichen werden.

  • Bauernproteste in Frankreich: Gabriel Attal will die Wogen glätten – die Protestierenden glauben ihm nicht

    Bauernproteste in Frankreich: Gabriel Attal will die Wogen glätten – die Protestierenden glauben ihm nicht

    Vor dem Hintergrund einer zunehmend angespannten Lage bei den Protesten der französischen Landwirte vervielfältigt der neue Premierminister Gabriel Attal seine Auftritte in der Öffentlichkeit und Treffen mit Bauern. Am Sonntag, dem 28. Januar, war der Premierminister in der Region Indre-et-Loire und sagte den protestierenden Bauern zu, er ziehe zusätzliche Maßnahmen in Betracht. Der französische Premierminister besuchte am Sonntag, dem 28. Januar, einen landwirtschaftlichen Betrieb im Departement Indre-et-Loire. Gegenüber den örtlichen Funktionären des Bauernverbandes FNSEA versprach Gabriel Attal künftige Maßnahmen in Bezug auf möglichen unlauteren Wettbewerb. „Es ist nicht normal, dass Sie daran gehindert werden, bestimmte Produkte zu verwenden“, rief er den Landwirten zu. Es war eine Absichtserklärung und eine Erinnerung an die Maßnahmen, die diese Woche bereits angekündigt wurden. Es gab aber keine wirklich neuen Ankündigungen. „Es gibt nur große Versprechungen“.Die Reise des Premi…

    [wtr-time]

    Der weitere Text ist unseren Abonnenten vorbehalten.


    Warum ein Abo? Weil guter Journalismus seinen Preis hat.

    Information mag frei zugänglich sein – aber Journalismus ist kein Selbstläufer. Recherchen, Interviews, Faktenchecks und Einordnungen erfordern Zeit, Expertise und Verantwortung.

    Wer unabhängige, fundierte Berichterstattung will, muss sie ermöglichen. Werbefinanzierung allein reicht nicht – sonst entscheiden Klickzahlen über Inhalte.

    Ein Abonnement ist kein Eintrittsgeld, sondern ein Bekenntnis: zur Qualität, zur Unabhängigkeit und zu einer informierten Öffentlichkeit.

    Information ist frei. Journalismus kostet. Und genau deshalb lohnt sich ein Abo.


    Abo-Light – das Monatsabonnement zum schlanken Preis

    Alle Artikel für 0,50 € pro Woche. Das Abo wird monatlich mit 2 € abgerechnet und ist monatlich kündbar.

    Monatsabonnement buchen…


    Premium-Abo – das Jahresabonnement mit wertvollen Add-Ons

    Alle Artikel für 0,38 € pro Woche. Das Abo wird jährlich mit 20 € abgerechnet und ist jährlich kündbar.

    Das Premium-Jahres-Abo bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    Jahresabonnement buchen…


    Lebenslang – das Premium-Abo für immer

    Für eine einmalige Zahlung für nur 36 €. Unbegrenzter Zugriff – ein Leben lang.

    Das Premium-Abo-Lebenslang bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    „Abo-Lebenslang“ buchen…


     

     

  • Bauernproteste: Französischer Innenminister Darmanin zieht eine rote Linie

    Bauernproteste: Französischer Innenminister Darmanin zieht eine rote Linie

    Nach mehreren Tagen der Mobilisierung sollen ab dem Mittag mehrere Demonstrationszüge rund um Paris und in größeren Städten eintreffen. Der französische Innenminister ruft Polizei und Gendarmerie zur „Mäßigung“ auf, lässt aber dennoch die Muskeln spielen.

    Trotz des sehr großen Aufgebots kommt eine Auseinandersetzung nicht in Frage: Die Ordnungskräfte werden erneut zur „Mäßigung“ gegenüber den Landwirten aufgerufen, obwohl der Druck auf die Regierung immer größer wird. Es wurden „15.000 Polizisten und Gendarmen mobilisiert“, erklärte Innenminister Gérald Darmanin am Sonntag, dem 28. Januar, nach einer interministeriellen Krisensitzung. Um eine „Belagerung“ von Paris und des Großmarktes von Rungis zu vermeiden, erklärte der Innenminister, dass Einheiten mobiler Kräfte und auch „gepanzerte Fahrzeuge der Gendarmerie nationale und Hubschrauber der Gendarmerie nationale, um die Bewegungen der Traktoren zu beobachten und vorauszusehen“, im Einsatz sein werden.

    Die Ordnungskräfte sollen die Traktoren daran hindern, in die Innenstädte einzufahren, „insbesondere in die großen Städte, natürlich Paris und die großen regionalen Hauptstädte“, so das Innenministerium. Die Polizisten und Gendarmen sollen auch dafür sorgen, dass der nationale Großmarkt in Rungis weiter funktioniert, sowie „die großen Pariser Flughäfen Roissy und Orly, aber auch die Flughäfen in der Provinz“ nicht lahmgelegt werden.

    Kein Eingreifen an den Blockadepunkten
    Die Polizei beschränkt sich also auf Sicherungs- und Kontrollaufgaben, aber nur unter der Bedingung, dass bestimmte rote Linien nicht überschritten werden: angefangen bei der Einfahrt von Traktoren in die großen Städte, insbesondere Paris. Auch große Flughäfen oder neuralgische Punkte wie der Markt von Rungis im Süden von Paris dürfen nicht blockiert werden. In der Region Ile-de-France fliegen auch Hubschrauber über das Gebiet, um die Bewegungen der Traktoren vorherzusehen und zu verhindern, dass sie zu nahe an Paris herankommen. Die protestierenden Landwirte versichern ihrerseits, dass sie nicht in die Hauptstadt einfahren, sondern ab Montag 14 Uhr alle Autobahnen um die Hauptstadt herum über insgesamt acht Blockadepunkte blockieren wollen. Ein weiteres Vorrücken komme aber nicht in Frage, sagt Gérald Darmanin, der auch vor jeglicher Beschädigung öffentlicher Gebäude warnt.

    Bisher hatte der Innenminister von „legitimen Blutrausch“ gesprochen, von nun an wird es Festnahmen unter denjenigen geben, die öffentliche Gebäude wie Präfekturen, Unterpräfekturen oder Finanzämter, aber auch Lastwagen, die ausländische Waren transportieren, angreifen, warnt Innenminister Gérald Darmanin.

    Sollten diese „roten Linien“ nicht überschritten werden, werden sich die Ordnungskräfte im Hintergrund halten: Es werde kein Eingreifen an den Blockadepunkten geben, verspricht der Innenminister, der diese defensive Strategie damit begründet, dass es bisher nur sehr selten zu Ausschreitungen gekommen sei und die Landwirte nie die Ordnungskräfte angegriffen hätten. Der Rest hänge vom weiteren Verlauf der Bewegung ab, heißt es: Die Blockaden könnten bis Donnerstag, dem Tag des Europäischen Rates, andauern. Der französische Innenminister warnt: Man müsse sich auf „eine schwierige Woche“ einstellen.

  • Bauernproteste in Frankreich: Blockaden nehmen wieder zu

    Bauernproteste in Frankreich: Blockaden nehmen wieder zu

    Die protestierenden Landwirte sind offensichtlich dazu bereit, mehrere Tage oder gar Wochen mobilisiert zu bleiben, um weitere Zugeständnisse von der Regierung zu erhalten.

    Sie schwebte schon seit mehreren Tagen in der Luft. Nun haben die Landwirte ihre Drohung wahr gemacht. In der Nacht von Sonntag auf Montag, den 29. Januar, machten sich Dutzende von Traktoren, wie etwa in La Roche-Bernard im Departement Morbihan, auf den Weg in Richtung Paris. Um Druck auf die Regierung auszuüben, planen der Bauernverband FNSEA und die Junglandwirte acht Blockadepunkte auf den Autobahnen, die in die französische Hauptstadt führten. Viele der Landwirte verbringen auch die Nächte auf ihren Traktoren.

    Ein bisschen mehr Druck ausüben
    „Wir werden nicht nach Paris reinfahren, wir werden in der Umgebung von Paris bleiben, uns auf wichtige Achsen stellen. Ein bisschen mehr Druck machen“, erklärte ein Landwirt auf dem Sender France 2. In Boé, in der Nähe von Agen im Departement Lot-et-Garonne, sind die Traktoren ebenfalls abfahrbereit.

    Die Belagerung von Paris und anderen Großstädten ist derzeit zeitlich unbegrenzt geplant.

  • Bauernproteste: Attal spricht angesichts der drohenden „Belagerung der Hauptstadt“ von neuen Maßnahmen

    Bauernproteste: Attal spricht angesichts der drohenden „Belagerung der Hauptstadt“ von neuen Maßnahmen

    Bei einem Besuch auf einem Bauernhof am Sonntag, dem 28. Januar 2024, sagte Premierminister Gabriel Attal, er erwäge zusätzliche Maßnahmen, um französische Landwirte vor unlauterem Wettbewerb zu schützen. Bauerngewerkschaften hatten zuvor angekündigt, dass sie am Montag mit einer „Belagerung der Hauptstadt auf unbestimmte Zeit“ beginnen würden. Das Tauziehen zwischen der Regierung und den Bauern geht weiter. Premierminister Gabriel Attal besuchte am Sonntag, dem 28. Januar, einen Bauernhof im Departement Indre-et-Loire, um erneut zu versuchen, die Wut der Landwirte zu entschärfen, die trotz seiner verschiedenen Ankündigungen vom Freitag noch immer stark ist. Der Baurenverband FNSEA und die Gruppierung Jeunes Agriculteurs drohten damit, ab Montag eine „Belagerung“ der Hauptstadt Paris zu organisieren.

    Der Regierungschef besuchte einen Gemüseanbaubetrieb, wo ihm Landwirte und Gewerkschaftsvertreter erneut ihre Beschwerden vo…

    [wtr-time]

    Der weitere Text ist unseren Abonnenten vorbehalten.


    Warum ein Abo? Weil guter Journalismus seinen Preis hat.

    Information mag frei zugänglich sein – aber Journalismus ist kein Selbstläufer. Recherchen, Interviews, Faktenchecks und Einordnungen erfordern Zeit, Expertise und Verantwortung.

    Wer unabhängige, fundierte Berichterstattung will, muss sie ermöglichen. Werbefinanzierung allein reicht nicht – sonst entscheiden Klickzahlen über Inhalte.

    Ein Abonnement ist kein Eintrittsgeld, sondern ein Bekenntnis: zur Qualität, zur Unabhängigkeit und zu einer informierten Öffentlichkeit.

    Information ist frei. Journalismus kostet. Und genau deshalb lohnt sich ein Abo.


    Abo-Light – das Monatsabonnement zum schlanken Preis

    Alle Artikel für 0,50 € pro Woche. Das Abo wird monatlich mit 2 € abgerechnet und ist monatlich kündbar.

    Monatsabonnement buchen…


    Premium-Abo – das Jahresabonnement mit wertvollen Add-Ons

    Alle Artikel für 0,38 € pro Woche. Das Abo wird jährlich mit 20 € abgerechnet und ist jährlich kündbar.

    Das Premium-Jahres-Abo bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    Jahresabonnement buchen…


    Lebenslang – das Premium-Abo für immer

    Für eine einmalige Zahlung für nur 36 €. Unbegrenzter Zugriff – ein Leben lang.

    Das Premium-Abo-Lebenslang bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    „Abo-Lebenslang“ buchen…