Schlagwort: Landwirtschaft

  • Landwirtschaftsmesse in Paris: Emmanuel Macron debattiert mit Bauernverbänden

    Landwirtschaftsmesse in Paris: Emmanuel Macron debattiert mit Bauernverbänden

    Der Staatschef traf um 8 Uhr am Samstagmorgen ein und wurde mit Pfiffen und in einem Klima großer Anspannung auf dem Messegelände Porte de Versailles in Paris empfangen. Die Organisatoren der Landwirtschaftsmesse beschlossen am Samstag, dem 24. Februar, „die Eröffnung der 60. Messe zu verschieben“, ohne eine Uhrzeit zu nennen, da es auf dem Messegelände an der Porte de Versailles zu Zusammenstößen gekommen war, nachdem Hunderte von Demonstranten vor der offiziellen Eröffnung in das Gelände eingedrungen waren. „Die Bedingungen sind noch nicht erfüllt, dass wir die Tore öffnen können“, tönte es wiederholt aus den Lautsprechern auf dem Gelände. Ordnungskräfte gehen durch die Gänge in den Messehallen, um Ruhe herzustellen und die wütenden Landwirte in Schach zu halten. Präsident Emmanuel Macron erklärte sich bereit, sich einer Debatte mit den anwesenden Gewerkschaftsvertretern zu stellen.

    Emmanuel Macron kam unter Pfiffen a…

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  • Gabriel Attal will die Landwirtschaft „auf die Liste der grundlegenden Interessen der Nation“ setzen

    Gabriel Attal will die Landwirtschaft „auf die Liste der grundlegenden Interessen der Nation“ setzen

    Auf einer Pressekonferenz zur Agrarkrise äußerte Gabriel Attal am Mittwoch den Wunsch, die Landwirtschaft „auf die Liste der grundlegenden Interessen“ der Nation zu setzen. Ein für den Sommer erwarteter Gesetzesentwurf zur Ausrichtung der Landwirtschaft solle „das Ziel der Agrar- und Ernährungssouveränität schwarz auf weiß festschreiben“, sagte der französische Premierminister. Das neue Gesetz werde „ein starker Akt“. Es werde die erwartete und legitime Anerkennung der Arbeit der landwirte. „Es ist die Erinnerung daran, dass es kein Land ohne Bauern, kein Frankreich ohne Landwirtschaft gibt“, erklärte der französische Premierminister Gabriel Attal am Mittwoch, dem 21. Februar. Der Gesetzentwurf, der bis zum Sommer erwartet wird, „erkennt unser Ziel der Agrar- und Ernährungssouveränität schwarz auf weiß an und stellt die Landwirtschaft in die Reihe der grundlegenden Interessen der Nation, genauso wie unsere Sicherheit oder unsere nationale Verteidigung“, erläuterte vollmundig Gabriel At…

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  • Bauernproteste: Die Aktionen gehen in ganz Frankreich weiter

    Bauernproteste: Die Aktionen gehen in ganz Frankreich weiter

    Wenige Tage vor der Eröffnung der großen Landwirtschaftsmesse von Paris befindet sich die französische Landwirtschaft noch immer in Aufruhr. Am Montag, dem 19. Februar, kam es in ganz Frankreich zu neuen Aktionen der Landwirte. Am Montag, dem 19. Februar, setzten die Landwirte in Marseille (Departement Bouches-du-Rhône) ihre Protestaktionen fort. Auf dem Vorplatz der Präfektur wurde Mist ausgekippt. Ziel war es, die Regierung an ihre Verpflichtungen zu erinnern. „Die Minister müssen wissen, dass sie nicht kommen müssen, wenn sie nichts bringen, wir werden sie nicht empfangen, wir werden sie nicht empfangen! Wir sind nicht dazu da, die Kommunikation oder die Facebook-Seite der Ministerien aufzupeppen“, warnt Laurent Depieds, Präsident des Bauernverbands FDSEA des Departements Alpes-de-Haute-Provence. Neue Aktionen für Mittwoch versprochenMarseille, Lille und Dunkerque (Departement Nord), Toulouse (Departement Haute-Garonne): Am Montag mobilisierten sich überall in Frankreich erneut prot…

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  • Bauernproteste: Neue Aktionen in mehreren französischen Departements

    Bauernproteste: Neue Aktionen in mehreren französischen Departements

    Nachdem die Proteste nach den jüngsten Ankündigungen der französischen Regierung nachzulassen schienen, versammelten sich wütende Landwirte am Samstag, dem 17. Februar, erneut, um Druck auf die Exekutive auszuüben. Das war insbesondere in den Departements Tarn und Doubs der Fall. Am Samstag, dem 17. Februar, kehrten die Traktoren nach Gaillac (Departement Tarn) zurück. Von dort war die Protestbewegung der Landwirte vor einigen Wochen ausgegangen. Diesmal entschieden die protestierenden Bauern sich dafür, eine Mauer vor dem Zentrum für öffentliche Finanzen in Gaillac zu errichten. „Wir bauen eine Mauer, weil wir im Moment den Eindruck haben, dass die Regierung, dass Herr Attal, gegen eine Mauer anläuft, nämlich die Zentralverwaltung“, erklärt Marie-Line Bruel, Ko-Präsidentin der bauerngewerkschaft FDSEA des Departements Tarn, gegenüber dem Sender Franceinfo. „Es hat sich inhaltlich nichts getan“Dem Aufruf der „Coordination rurale“ folgend, versammelten sich auch 80 Landwirte in Besançon…

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  • Französische Landwirte: Gewerkschaft FNSEA erwägt Wiederaufnahme der Protestaktionen

    Französische Landwirte: Gewerkschaft FNSEA erwägt Wiederaufnahme der Protestaktionen

    Nach zwei Wochen Straßenblockaden und teilweise tumultartigen Aktionen stoppten die französischen Landwirte Anfang Februar nach mehreren Ankündigungen von Premierminister Gabriel Attal vorläufig ihren Protest.

    „Es gab nicht einmal den Anfang von Gesprächen“. Der Präsident der Landwirtschafts-Gewerkschaft FNSEA, Arnaud Rousseau, warnte die Regierung am Sonntag, dem 11. Februar, 12 Tage vor der Eröffnung der großen Landwirtschaftsmesse, die vom 24. Februar bis zum 3. März in Paris stattfindet. Als Gast des Senders BFTMV zog der Chef der größten Bauerngewerkschaft eine Wiederaufnahme der Aktionen der Landwirte in Betracht, wenn bis dahin keine konkreten Anstrengungen unternommen würden. „Wir sind nicht im richtigen Tempo (…), wir müssen das Tempo beschleunigen“, warnte Rousseau.

    Arnaud Rousseau erklärte, dass er zwar am Dienstagnachmittag von Premierminister Gabriel Attal empfangen werden solle, aber „seit 10 Tagen“ und der Aussetzung der Blockaden und Aktionen der Landwirte habe es „kein Ministertreffen“ gegeben, weder mit dem Landwirtschaftsminister noch mit dem Premierminister. „Wir haben sehr konkrete Vorschläge auf den Tisch gelegt (…). Wenn man sich über uns lustig macht, könnte der Empfang des Staatspräsidenten am Tag der Eröffnung der Messe natürlich nicht unter den klassischen Bedingungen stattfinden“, warnte Arnaud Rousseau.

    Nach zwei Wochen Straßenblockaden und teilweise tumultartigen Aktionen brachen die Demonstranten Anfang Februar nach drei Ankündigungen des neuen Premierministers Gabriel Attal zu so unterschiedlichen Themen wie Pestiziden, Renten für Landwirte oder synthetisch hergestelltem Fleisch ihre Proteste ab. „Wir wollen konkrete Entscheidungen sehen, die sich in den Betrieben bemerkbar machen“, sagte der Chef der FNSEA, auch wenn „wir verstehen, dass wir, was ein neues Gesetz betrifft, etwas Zeit brauchen“.

  • „Die Supermärkte ziehen uns nackt aus“ – Landwirte lassen in Supermarkt die Hüllen fallen

    „Die Supermärkte ziehen uns nackt aus“ – Landwirte lassen in Supermarkt die Hüllen fallen

    Landwirte haben sich in einem Carrefour-Supermarkt in Lescar, in der Nähe von Pau (Pyrénées-Atlantiques), ausgezogen, um ihre schlechten Lebensbedingungen und die großen Gewinnspannen der Industrie und des Handels anzuprangern.

    Kein Verspritzen von Gülle oder verschütteter Mist. Am Samstag, dem 3. Februar, zogen Landwirte der Confédération Paysanne stattdessen ihre Kleider aus. Sie taten das im Hypermarkt Carrefour in Lescar, in der Nähe von Pau (Departement Pyrénées-Atlantiques) vor den Augen der verblüfften und belustigten Kunden. Die Landwirte wollten damit ihre Lebensbedingungen und die Gewinnspannen der Industrie und des Handels anprangern.

    „Die Supermärkte und die Agrarindustrie ziehen uns nackt aus“, sagt Étienne Breton, Sprecher der Confédération paysanne du Béarn, in der Zeitung SudOuest. „Das monatliche Einkommen aus der Tätigkeit der Bauern liegt im Durchschnitt bei 1.200 Euro. Wenn man bedenkt, dass der Berufsstand durchschnittlich 55 Stunden pro Woche arbeitet, macht das 5,50 Euro pro Stunde (…) Hinter diesen Zahlen verbergen sich große Unterschiede, wie die 20 % der Bauern, die überhaupt kein Einkommen erzielen können“.

    Die 40 Landwirte aus den Departements Pyrénées-Atlantiques, Gers und Hautes-Pyrénées, die an der Aktion teilnahmen, haben vor sich Produkte ausländischer Herkunft gehortet. Im Visier hatten sie auch die Macht der „Einkaufszentralen, die allein über den Wert der Agrar- und Lebensmittelproduktion entscheiden“.

  • Bauernproteste: Traktoren in Rom, Blockade des Frankfurter Flughafens, Demonstration in Genf…

    Bauernproteste: Traktoren in Rom, Blockade des Frankfurter Flughafens, Demonstration in Genf…

    In Frankreich kehrt allmählich wieder Ruhe ein, aber in anderen Ländern Europas sind protestierende Landwirte immer noch lautstark zu hören. Ein Überblick über die Wut der europäischen Landwirte.

    Die Mobilisierung der europäischen Landwirte, die in allen Ländern eine Verbesserung ihrer Einkommen fordern, setzte sich am Samstag fort, wenn auch uneinheitlich. Demonstrationen fanden in Deutschland, der Schweiz und Italien statt, wo die Bauern Richtung Rom marschierten. In Rumänien und Frankreich hingegen verlor die Bewegung an Schwung und die Landwirte beendeten die Straßenblockaden.

    Die Europäische Kommission versprach am Donnerstag Maßnahmen, um die „legitimen Interessen“ der Landwirte in der EU zu schützen, indem sie unter anderem den „Verwaltungsaufwand“ im Rahmen der kritisierten Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) reduzieren werde. So hofft man in Brüssel, die Wut der Landwirte in der EU zu beruhigen.

    Die Forderungen der europäischen Landwirte sind in allen Ländern weitgehend identisch: zu komplexe EU-Politik, zu niedrige Einkommen, Inflation, ausländische Konkurrenz, Anhäufung von Normen, steigende Treibstoffpreise.

    In Italien fuhren Landwirte mit fast 150 Traktorenin Richtung der Hauptstadt Rom, und kündigten ihre baldige Ankunft an. Die wütenden italienischen Bauern, die in einem Konvoi in der Nähe einer wichtigen Autobahnachse auffuhren, fordern eine Verbesserung ihrer Arbeitsbedingungen und ihres Einkommens. „Wir werden nach Rom gehen, alle zusammen“, sagte einer der Demonstranten, ohne jedoch ein genaues Datum zu nennen. Die italienischen Landwirte fordern seit Tagen eine Audienz bei der Regierung der ultrakonservativen Premierministerin Giorgia Meloni, ohne bislang eine Antwort erhalten zu haben.

    Störungen am Frankfurter Flughafen
    In Deutschland haben mehrere hundert Landwirte in Traktoren, die sich gegen eine geplante Kürzung der Dieselsubventionen wehren, am Samstag bis zum frühen Nachmittag die Zufahrt zum Frankfurter Flughafen gestört, wie die Polizei von Frankfurt mitteilte. Gegen Mittag schätzte die Polizei, dass 400 Traktoren an der Demonstration teilnahmen, der Hessische Landesbauernverband sprach von bis zu 1.000 Traktoren.

    Auch die Schweiz erlebte am Samstag ihre erste Bauerndemonstration. Ein Zug von etwa 30 Traktoren zog durch die Straßen von Genf, um die „Revolte“ und die Forderungen der Schweizer Bauern zum Ausdruck zu bringen. „Dies ist die erste Bauernversammlung in der Schweiz nach den Demonstrationen und Blockaden, die überall in Europa stattfinden. In der Schweiz sagen viele Leute, dass die Situation anders ist und dass wir nicht unter der Politik der EU leiden, aber in Wirklichkeit erleben wir trotzdem die gleiche Art von Problemen“, sagte Eline Müller, Gewerkschaftssekretärin von Uniterre, die die Baurendemonstration organisiert hatte, gegenüber der französischen Nachrichtenagentur AFP.

    Aktionen in Spanien mindestens bis zum 13. Februar geplant.
    In Spanien kündigten die drei größten Bauerngewerkschaften am Freitag nach einem Treffen mit dem Landwirtschaftsminister an, dass sie ihre Mobilisierung fortsetzen würden. In den kommenden Wochen sind eine Reihe von Demonstrationen im ganzen Land geplant, unter anderem am 13. Februar in Barcelona. Die Gewerkschaften beklagen „zunehmende Frustration und Unbehagen“ im Agrarsektor in Spanien, dem größten europäischen Exportland für Obst und Gemüse.

    Blockaden auf niederländischen und belgischen Straßen.
    In den Niederlanden führten Landwirte am Freitagabend mehrere Protestaktionen auf Autobahnen durch und blockierten kurzzeitig eine Autobahn nördlich von Amsterdam, wie die niederländische Nachrichtenagentur ANP berichtete. Belgische Landwirte blockierte teilweise die Grenze zu Belgien, wie die belgische Nachrichtenagentur Belga berichtete. Die meisten Blockaden in Belgien wurden am Freitag zwar aufgehoben, darunter auch die Blockade des Hafens von Zeebrugge, aber mehrere Verteilzentren von Supermarktketten waren laut Belga auch am Samstag weiterhin blockiert.

    Sieg für rumänische Landwirte
    In Rumänien haben Landwirte und Spediteure, die zu den ersten in Europa gehörten, die ihren „Überdruss“ durch die Blockade von Straßen zum Ausdruck brachten, am Samstag damit begonnen, ihre Lager abzubauen, nachdem eine Einigung mit der Regierung angekündigt worden war. Die Demonstranten seien „zufrieden“, dass sie einen Platz am Verhandlungstisch erhalten hätten, sagte einer ihrer Vertreter, Danut Andrus, gegenüber der Nachrichtenagentur AFP.

  • Pestizid-Verbote: Umweltverbände und Grüne kritisieren Aussetzung der Regelungen in der Landwirtschaft

    Pestizid-Verbote: Umweltverbände und Grüne kritisieren Aussetzung der Regelungen in der Landwirtschaft

    Die französische Regierung hat während der Bauernproteste angekündigt, dass der Plan „Ecophyto“, mit dem der Einsatz von Pestiziden um 50% reduziert werden soll, „pausiert“ werde, um ihn zu überarbeiten. Diese Maßnahme wird von Umweltverbänden und der Partei Europe Écologie – Les Verts (EELV) scharf kritisiert. Die Regierung hat sich zwischen Produktion und Ökologie entschieden. Der Ecophyto-Plan, der den Einsatz von Pestiziden um 50% reduzieren soll, wird „pausiert“, um einige Aspekte zu überarbeiten und die Anwendung für die französischen Landwirte zu vereinfachen. Der von der Regierung formulierte Weg soll darin bestehen, von einer „strafenden und einschränkenden Ökologie“ wegzukommen. Ein Vorhaben, das den Umweltverbänden alles andere als gefällt. 250 Millionen für die Suche nach AlternativenAuf Seiten von Europe Écologie – Les Verts (EELV) herrscht Unverständnis. „Was sagt man den Landwirten, die von Pestiziden krank werden und die sogar ihre Prozesse gegen die Pestizidhersteller …

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  • Bauernproteste: Die Rechnung für die angekündigten Maßnahmen beläuft sich auf über 400 Millionen Euro

    Bauernproteste: Die Rechnung für die angekündigten Maßnahmen beläuft sich auf über 400 Millionen Euro

    Die Bauerngewerkschaften haben die Protestbewegung der französischen Landwirte nach den letzten Ankündigungen von Premierminister Gabriel Attal vorläufig beendet. Die Gesamtkosten der versprochenen Maßnahmen beläuft sich auf über 400 Millionen Euro.

    400 Millionen Euro: Das war der Preis, den es zu zahlen galt, um die Protestbewegung der französischen Landwirte zu besänftigen. Die neuen Ankündigungen von Premierminister Gabriel Attal scheinen tatsächlich einen Teil der Erwartungen der Landwirte zu erfüllen, da die Bauerngewerkschaft FNSEA und die Gruppierung Jeunes agriculteurs die Bewegung pausieren lassen und die Blockaden nach und nach aufgelöst werden. Nur der Verband Confédération Paysanne möchte seine Aktionen fortsetzen.

    Bei Besuchen einer Rinderfarm im Departement Haute-Garonne und auf einem Gemüseanbaubetrieb in Indre-et-Loire hat Gabriel Attal seit einer Woche zahlreiche Maßnahmen versprochen. Gesamtrechnung für den Staatshaushalt: über 400 Millionen Euro. Ein großes Budget, das Steuer- und Sozialerleichterungen umfasst, die der Staat nicht unbedingt eingeplant hatte. Dies gilt auch für den Rabatt auf Dieselkraftstoff, der nicht für den Straßenverkehr bestimmt ist, den die Landwirte seit vielen Monaten fordern. Allein diese Steuererleichterung wird dieses Jahr 70 Millionen Euro kosten und nach Berechnungen der Zeitung Le Parisien wird der Ausfall für die Staatskasse bis 2030 auf 1,4 Milliarden Euro steigen.

    Angesichts der wütenden Landwirte hat die französische Regierung ab diesem Jahr 150 Millionen Euro bewilligt, um die steuerliche und soziale Belastung von Viehzüchtern zu verringern, 50 Millionen für den Bio-Sektor, 50 Millionen für die von der epizootischen hämorrhagischen Krankheit (EHD) betroffenen Rinderzüchter, 150 Millionen für Rinderzüchter in Form von Steuerbefreiungen, wenn der Rinderbestand an Wert gewinnt, 80 Millionen für den Notfallfonds für Weinbauern und Staatshilfen für Rodungen in Höhe von 150 Millionen über zwei Jahre und ausserdem 20 Millionen für bretonische Landwirte für einen Notfallplan nach dem Sturm Ciaran.

    Landwirtschaftsminister Marc Fesneau, der heute Morgen bei CNews und Europe 1 zu Gast war, vertrat die Ansicht, dass die Unterstützung für Landwirte „keine schlechte Investition ist, wenn sie mittel- bis langfristig ist“.

  • Nach neuesten Angeboten der Regierung beenden die französischen Landwirte ihre Blockaden

    Nach neuesten Angeboten der Regierung beenden die französischen Landwirte ihre Blockaden

    Die Bauernverbände rufen ihre Mitglieder dazu auf, „in eine neue Form der Mobilisierung einzutreten“, indem sie mit den Präfekturen und Ministerien an der Umsetzung der von Gabriel Attal angekündigten Maßnahmen arbeiten.

    „Die Bewegung hört nicht auf, aber sie verändert sich“, fasst der Präsident des Bauernverbandes FNSEA, Arnaud Rousseau, zusammen. Die FNSEA und die Gruppierung Jeunes Agriculteurs rufen dazu auf, „die Blockaden auszusetzen und in eine neue Form der Mobilisierung einzutreten“, nachdem Gabriel Attal am Donnerstag, dem 1. Februar, neue Ankündigungen gemacht hat. Beide Netzwerke rufen ihre Mitglieder dazu auf, mit den Präfekturen und Ministerien zusammenzuarbeiten, um die von Gabriel Attal angekündigten Maßnahmen umzusetzen, um den Forderungen der Landwirte, die seit mehreren Tagen überall in Frankreich protestiert haben, nachzukommen.

    Die Regierung wird die Bestimmungen zur Reduzierung des Pestizideinsatzes „pausieren“. „Wir werden den Ecophyto-Plan (…) auf Eis legen, um eine Reihe von Aspekten zu überarbeiten und zu vereinfachen“, erklärte Landwirtschaftsminister Marc Fesneau am Donnerstag, dem 1. Februar.

    Wirtschaftsminister Bruno Le Maire kündigte „10.000 Kontrollen“ über die Herkunft von Produkten in Supermärkten an. Die Sanktionen könnten bis zu 10 % des Umsatzes der Unternehmen oder Händlern betragen, die gegen die Verpflichtung, französische Produkte zu bevorzugen, verstossen, so der Wirtschaftsminister. „In den nächsten Tagen werden ausnahmslos alle großen Handelsketten kontrolliert“, teilte der Wirtschaftsminister mit.

    Gabriel Attal kündigte „150 Millionen Euro“ für Landwirte und Züchter an. „Eine Arbeitsgruppe mit der Branche wird es ermöglichen, die Modalitäten zu präzisieren“, fügte der Premierminister hinzu. „Wir werden das Ziel der Ernährungssouveränität im Gesetz verankern“, versprach Gabriel Attal ausserdem. All dies werde „mit den Landwirten“ und „mithilfe von Indikatoren, die mit ihnen festgelegt werden“, definiert, so der Premierminister.

    Die in Rungis festgenommenen Demonstranten wurden freigelassen. Die Polizeigewahrsam der 79 Demonstranten wurde aufgehoben, wie der Sender Franceinfo unter Berufung auf die Staatsanwaltschaft in Créteil mitteilte. Die Demonstranten waren in den Markt von Rungis eingedrungen und wurden daraufhin verhaftet und in Polizeigewahrsam genommen.

    Tausend Traktoren fahren durch Brüssel. Während sich die europäischen Staats- und Regierungschefs in der belgischen Hauptstadt treffen, wurden mehrere Straßen in Brüssel in der Umgebung des Gipfels und der EU-Institutionen blockiert.