Kategorie: Wirtschaft

  • Guadeloupe: Die exorbitanten Lebenshaltungskosten Schuld an den Unruhen?

    Guadeloupe: Die exorbitanten Lebenshaltungskosten Schuld an den Unruhen?

    Die Kraftstoff- und Gaspreise schüren den Zorn der Einbwohner von Guadeloupe. Massnahmen gegen die hohen Lebenshaltungskosten gehören ebenfalls zu den Hauptforderungen der Demonstranten.

    In Guadeloupe kostet eine Flasche Sonnenblumenöl zwei Euro: „Es reicht, wenn Großstädter hier einkaufen gehen, wenn sie in Urlaub kommen, sie werden den Unterschied sehen“; „Es ist fast doppelt so teuer (…) wir sind teurer als Cannes, aber wir bekommen nicht den Lohn, den Sie dort bekommen“, empören sich die Verbraucher in Guadeloupe vor der Kamera von France 2.

    Die „octroi de mer“, eine umstrittene Steuer
    Die hohen Preise betreffen nicht nur Lebensmittel, sondern auch Hygieneartikel, die über 75% teurer sein können als im französischen Mutterland. Für eine Verbraucherorganisation liegt das Problem in erster Linie im fehlenden Wettbewerb: „Es gibt einen sogenannten Wettbewerb, aber in Wirklichkeit bleiben die Preise auf hohem Niveau, weil die Einkaufszentralen und Supermärkte zweifellos zu ein und dem selben Konzern gehören“, so der Generalsekretär der ADEIC Guadeloupe gegenüber France 2. Die meisten Produkte werden von Europa importiert, was Kosten verursacht, zu denen noch eine Steuer hinzukommt, auf die schon der Rechnungshof im Jahr 2020 missbilligend hingewiesen hat: die Sondersteuer „octroi de mer“, die sich pro Jahr in den französischen Überseegebieten auf immerhin etwa 1 Milliarde Euro beläuft.

    Lesen Sie auch: Krise in der Karibik: Übersee-Minister Sébastien Lecornu reist nach Guadeloupe und Martinique

  • Omikron-Variante: Kann sie die wirtschaftliche Erholung erschüttern?

    Omikron-Variante: Kann sie die wirtschaftliche Erholung erschüttern?

    Die Bedrohung durch die neuen Omikron-Varianten bereitet zunehmend Sorgen, insbesondere auf wirtschaftlicher Ebene. Und das zu einem Zeitpunkt, an dem sich die Weltwirtschaft nach der Covid-19-Krise allmählich wieder erholt. Endlich standen alle Ampeln wieder auf Grün. Nach einem Jahr, das durch die Covid-19-Krise beeinflusst wurde, kommt der Tourismus und die Wirtschaft im Allgemeinen wieder in Gang. Die Omicron-Variante stellt jetzt jedoch erneut eine Bedrohung für die Weltwirtschaft dar. Einige Länder wie Japan oder auch Australien haben bereits ihre Grenzen geschlossen, um die Verbreitung dieser neuen Mutation zu verlangsamen. Ein weiteres Damoklesschwert scheint derzeit über der Weltwirtschaft zu hängen. Die Tourismusbranche fürchtet um ihre ZukunftDie Tourismusbranche ist wegen der Länder, die ihre Grenzen wieder schließen, in höchster Alarmbereitschaft. „Schon wieder eine Absage von drei Personen aus Lyon für eine Reise nach Marokko“, sagt ein Reiseveranstalter genervt dem Sende…

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  • Vogelgrippe: Ausbruch in einem Betrieb in Nordfrankreich entdeckt

    Vogelgrippe: Ausbruch in einem Betrieb in Nordfrankreich entdeckt

    Dies ist der erste Ausbruch, der seit dem letzten Winter in einer französischen Geflügelfarm festgestellt wurde. Das Virus wird durch Zugvögel verbreitet. Es ist ein bekannter Albtraum, der regelmäßig auf den französischen Geflügelfarmen auftaucht. Während Frankreich versucht, die fünfte Welle der Coronavirus-Epidemie zu bekämpfen, wurde nun in einem Geflügelbetrieb im Departement Nord ein Ausbruch der Vogelgrippe festgestellt. Es ist der erste seit dem Ausbruch der Seuche im letzten Winter, die damals verheerende Schäden angerichtet hatte, wie das Landwirtschaftsministerium am Samstag mitteilte. Lesen Sie auch: Vogelgrippe: Frankreich erhöht die Alarmstufe auf “hoch”- Quarantäne für das Geflügel „Nachdem Vogelgrippeviren in Europa aktiv durch Zugvögel zirkulieren, hat Frankreich am 26. November einen Ausbruch mit einem hoch pathogenen Virenstamm in einer Legehennenfarm in der Gemeinde Warhem im Departement Nord festgestellt“, hieß es in einer Erklärung des Ministeriums. Der Verdacht auf eine Infektion ergab sich aus einer ungewöhnlich hohen Sterblichkeit unter dem Geflügel des Betriebs. Bei dem Virus soll es sich um eine Variante des Typs H5 der herkömmlichen Vogelgrippe handeln, die das Virus ansteckender macht. Keine Gefahr für den Menschen Frankreich hatte seit dem Spätsommer bereits vier Fälle von Vogelgrippe bei Wildvögeln und drei Fälle bei Hinterhofhaltungen festgestellt. In Europa sind derzeit 26 Länder von diesen Influenzaviren betroffen, die mehr als 400 Ausbrüche in der Tierhaltung und 600 Fälle mit Wildvögeln betreffen, so das Landwirtschaftsministerium. Das Ministerium erliess sofort entsprechende Massnahmen. Die Tiere werden geschlachtet und die Geflügelfarm wird desinfiziert. Der Verzehr von Geflügelfleisch, Stopfleber und Eiern sowie generell von allen Lebensmitteln, die aus Geflügel hergestellt werden, stellt kein Risiko für den Menschen dar, betont das Ministerium. Da sich der Betrieb in der Nähe der Grenze befindet, haben auch die belgischen Behörden sofort reagiert. Die Agentur für die Sicherheit der Nahrungsmittelkette (Afsca) kündigte an, auch in Belgien eine Schutzzone von 3 km und eine Überwachungszone von 10 km um die betroffene Zucht einzurichten. So muss nun auch in den flämischen Gemeinden De Panne, Furnes, Alveringem und Poperinge sämtliches Geflügel eingesperrt oder mit Netzen geschützt werden, und lebendes Geflügel auf Märkten oder Messen ist strengstens untersagt.
  • Straßburg: Gesundheitspass und Maskenpflicht auf dem Weihnachtsmarkt

    Straßburg: Gesundheitspass und Maskenpflicht auf dem Weihnachtsmarkt

    Endlich gibt es wieder einen Weihnachtsmarkt in Straßburg (Bas-Rhin). Ein Weihnachtsmarkt, die allerdings stark überwacht wird, da die Fälle von Covid-19 in ganz Frankreich und über die Grenzen hinaus stark zunehmen. Der Weihnachtsmarkt in Straßburg (Bas-Rhin) öffnet am Freitag, 26. November, nach z…

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  • Die amerikanische Website Wish im Visier von Wirtschaftsminister Bruno Le Maire

    Die amerikanische Website Wish im Visier von Wirtschaftsminister Bruno Le Maire

    Der französische Wirtschaftsminister Bruno Le Maire schlägt mit der Faust auf den Tisch. Sein Ministerium wirft der Website Wish vor, den Verkauf von nicht konformen, sehr oft gefährlichen und manchmal gefälschten Produkten zu unterstützen. Die Website soll in Frankreich in Suchmaschinen nicht mehr gelistet werden, ein Novum in Europa und eher eine Strafe als eine Warnung. Bruno Le Maire gibt Wish „einige Wochen“ Zeit, um die Regeln einzuhalten, andernfalls werde er ein vollständiges Verbot der Website auf französischem Hoheitsgebiet anordnen. Dieses Verfahren ist auch in einem europäischen Kontext zu sehen, in dem es um die Bekämpfung von Fälschungen und nicht konformen Produkten geht. Die Anti-Fälschungs-Lobbys, darunter die französische Unifab (Union des fabricants), haben mobilisiert, um sicherzustellen, dass die europäischen Instanzen die „Marktplätze“ wie Amazon, Alibaba oder auch Wish im Digital services act, dem Text, den sie zu diesem Thema vorbereiten, stärker zur Einhaltung …

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  • Autokauf: Neuer „gewichtsbezogener“ Malus ab 1. Januar 2022, was bedeutet das?

    Autokauf: Neuer „gewichtsbezogener“ Malus ab 1. Januar 2022, was bedeutet das?

    Diese neue Malus-Regelung gilt nur für Neufahrzeuge mit einem Gewicht von mehr als 1800 kg. Der Betrag wird 10 Euro für jedes Kilogramm darüber betragen. Für grosse Fahrzeuge und Spritfresser wird es sehr teuer… Am 1. Januar 2022 wird ein neues Besteuerungs-System beim KFZ-Kauf eingeführt. Alle Neufahrzeuge mit einem Gewicht von mehr als 1,8 Tonnen werden mit 10 Euro pro zusätzlichem Kilogramm besteuert, um den hohen CO2-Ausstoß dieser Fahrzeuge zu bekämpfen. Der neue Malus gilt nur für Neufahrzeuge mit einem Gewicht von mehr als 1.800 kg. Der Betrag beläuft sich auf 10 Euro pro Kilogramm über dieser Schwelle, d. h. 1.000 Euro für ein Auto mit einem Gewicht von 1.900 kg, 2.000 Euro für ein Auto mit einem Gewicht von 2.000 kg usw. Kinderreiche Familien (mit mindestens drei unterhaltsberechtigten Kindern) können unter bestimmten Bedingungen von einem niedrigeren Steuersatz profitieren, und Elektro- und Plug-in-Hybridfahrzeuge sind von dieser Steuer vollständig befreit. Ausserdem gilt ebenfalls ab dem 1. Januar 2022 eine neue Tabelle für erhöhte Steuersätze für Neufahrzeuge, die ab einem CO2-Ausstoß von 128 Gramm pro gefahrenem Kilometer (statt 133 g/km im Jahr 2021) gelten wird. Die 1.000-Euro-Grenze wird ab 151 g/km erreicht (statt 156 g/km im Jahr 2021). Die letzte Stufe der Skala beträgt 40.000 Euro für alle Fahrzeuge mit einem CO2-Ausstoß von mehr als 223 g/km (2021: 30.000 Euro bei einem CO2-Ausstoß von mehr als 218 g/km). Ab 2023 soll der Malus bereits ab 123 g/km gelten, mit einem Höchstbetrag von 50.000 Euro beim Kauf von Neufahrzeugen mit einem CO2-Ausstoß von über 225 g/km.
  • Verkehrssicherheit: Ab Juli 2022 müssen alle Neufahrzeuge einen Geschwindigkeitsbegrenzer haben

    Verkehrssicherheit: Ab Juli 2022 müssen alle Neufahrzeuge einen Geschwindigkeitsbegrenzer haben

    Am 17. November wurde für die EU eine neue Regelung verabschiedet: Ab Juli 2022 müssen Neufahrzeuge mit einem eingebauten Geschwindigkeitsbegrenzer ausgestattet sein. 

    Im Jahr 2022 wird sich bei Neufahrzeugen, die in der Europäischen Union verkauft werden, einiges ändern. Ab Juli nächsten Jahres müssen alle Neuwagen, die in der EU verkauft werden, mit einem obligatorischen Geschwindigkeitsbegrenzer ausgestattet sein: einem intelligenten Geschwindigkeitsanpassungssystem (Intelligent Speed Adaptation – IVA). Die EU-Verordnung, die am 17. November verabschiedet wurde, wird den Rahmen für dieses neue System bilden.

    Welche Fahrzeuge sind betroffen?
    Die Umsetzung wird in mehreren Phasen erfolgen. Ab Juli 2022 sind alle neuen Pkw, Nutzfahrzeuge und Lkw von der Regelung betroffen. Ab 2024 müssen alle Fahrzeuge, die vom Band laufen, mit Begrenzern ausgestattet sein.

    Wie funktioniert das Ganze?
    Die Intelligente Geschwindigkeitsanpassung (IGV) oder ISA (Intelligent Speed Assistance) löst eine akustische und visuelle Warnung in dem Fahrzeug aus, wenn es die zulässige Geschwindigkeit überschreitet. Das System geht sogar noch weiter und „dämpft die Antriebsleistung und das Drehmoment des Fahrzeugs“. Für den Fahrer wird es schwieriger, das Gaspedal zu betätigen und es wird manchmal zu vibrieren beginnen.

    „Das Ziel des ISA-Systems ist nicht, einen Fahrer zu verdrängen, sondern ihm Informationen zu liefern und diese zu ergänzen, entweder durch eine Eskalation von Warnungen oder durch eine Geschwindigkeitsreduzierung“, erklärt Fabrice Herveleu, Experte für aktive Sicherheit und Fahrzeugautomatisierung bei der UTAC, in einem Interview auf der Website Caradisiac. Es wird jedoch immer möglich sein, den Warnungen des Systems nicht Folge zu leisten, der Fahrer behält immer die Kontrolle über das Fahrzeug.

    Wie zuverlässig ist das System?
    Die intelligente Geschwindigkeitsanpassung basiert auf den Bildern einer Kamera, die die Geschwindigkeitsbegrenzungsschilder am Strassenrand liest. Die Fahrzeuge werden außerdem mit einem Kartensystem ausgestattet, das den jeweiligen Standort in Echtzeit anzeigt. Laut Caradisiac wird in Ermangelung eines GPS-Systems das Notrufsystem eCall verwendet. Das System ist zu 90% zuverlässig.

    Für die Verkehrsteilnehmer soll es jedoch immer möglich sein, das System nach dem Starten des Fahrzeugs zu deaktivieren.

  • Brexit-Fischereistreit: Ministerin sichert französischen Fischern „Fortsetzung des Kampfes“ zu

    Brexit-Fischereistreit: Ministerin sichert französischen Fischern „Fortsetzung des Kampfes“ zu

    Meeresministerin Annick Girardin versichert am Sonntag bei einer Reise in die Region Hauts-de-France (Nordfrankreich), sie werde „den Kampf fortsetzen“, um britische Fischereilizenzen zu erhalten. Meeresministerin Annick Girardin versicherte den Fischern der Region Hauts-de-France am Sonntag, dem 21. November, dass sie bereit sei, den „Kampf“ mit London über Nach-Brexit-Fischereilizenzen „fortzusetzen“. „Wir werden den Kampf so fortsetzen, wie wir es angekündigt haben“, sagte sie anlässlich eines Treffens mit Fischerei-Vertretern am Cap-Gris-Nez (Pas-de-Calais). „Wir kämpfen täglich um die Boote, um die Lizenzen und wir werden überhaupt nichts aufgeben.“ Die Vertreter der Fischer machten nach dem Treffen jedoch deutlich, dass sie weiterhin entschlossen seien, Maßnahmen zu ergreifen, um ihre Unzufriedenheit zum Ausdruck zu bringen. „Die Fischer werden etwas tun. Ich denke, sie haben genug Geduld gehabt. Sie haben immerhin elf Monate lang gewartet“, äusserte sich Olivier Leprêtre, der V…

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  • Covid-19: Weihnachtsmärkte Frankreichs in Gefahr

    Covid-19: Weihnachtsmärkte Frankreichs in Gefahr

    Am Freitag, dem 19. November, werden in Frankreich zahlreiche Weihnachtsmärkte eröffnet, auf denen allerdings Einschränkungen gelten, um eine Ausbreitung von Ansteckungen zu verhindern. In Nantes, im Département Loire-Atlantique, wie auch in vielen anderen Großstädten Frankreichs, sollen jetzt die Weihnachtsmärkte starten. Aber nicht ohne Sorgen, da die Covid-19-Epidemie seit einigen Wochen wieder ab Fahrt aufnimmt. In Nancy, Meurthe-et-Moselle, ist die Maske Pflicht, um den Weihnachtsmarkt zu betreten. Viele Besucher befürchten allerdings, dass sich die Situation verschlechtern könnte. In der südfranzösischen Stadt Aix-en-Provence (Bouches-du-Rhône) befürchten die Händler eine drohende Schließung der Weihnachtsmärkte. Passanten und Kunden schlendern durch die Gänge des Weihnachtsmarkts der Gemeinde, wie eine Reportage von France 3 zeigt. „Alle sind verunsichertt“, erklärt eine Verkäuferin. Der grosse Weihnachtsmarkt in Straßburg (Bas-Rhin) ist noch nicht geöffnet und wird ebenfalls nu…

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  • Airbus: Ausgezeichnete Bilanz der Luftfahrtmesse in Dubai

    Airbus: Ausgezeichnete Bilanz der Luftfahrtmesse in Dubai

    Die Luftfahrtmesse in Dubai beschert Airbus einen grossen Auftragseingang. Der europäische Flugzeughersteller verzeichnete 408 Bestellungen und Optionen. Für Boeing sieht die Bilanz weniger gut aus. Die erste große Luftfahrtmesse seit der Pandemie, die am Donnerstag in Dubai zu Ende ging, zeigte einen scharfen Kontrast zwischen Airbus und Boeing. Bei jeder großen internationalen Messe der Branche konzentriert sich ein Großteil der Aufmerksamkeit auf die beiden größten Flugzeughersteller, die sich normalerweise gegenseitig mit Auftragsankündigungen überbieten. In Dubai fand das so nicht statt. Mit 408 Aufträgen und Optionen – mehr als bei der Paris Air Show 2019 – scheint Airbus die Covid-Krise überwunden zu haben, während Boeing nur 78 Aufträge für den Bau neuer Flugzeuge vermeldete. Insbesondere schlug der europäische Flugzeughersteller gleich am ersten Tag mit einer festen Bestellung des Typs A321 zu, einem Flugzeug, dessen Reichweite und Passagierkapazität eine grosse Flexibilität bietet, was für immer mehr Fluggesellschaften attraktiv wird. „Die Aussichten beginnen sich aufzuhellen, (…) auch die Fluggesellschaften beginnen, den Horizont zu sehen und sich auf eine Situation nach der Krise vorzubereiten“, meinte der Chef von Airbus, Guillaume Faury, in Dubai. Lesen Sie auch: Toulouse: Airbus schreibt wieder schwarze Zahlen und will bis 2022 richtig abheben Während der weltweite Luftverkehr bisher nur etwa die Hälfte des Niveaus von 2019 erreicht hat und dieses erst zwischen 2023 und 2025 wieder vollständig erreichen dürfte, wird die Nachfrage nach neuen Flugzeugen in den nächsten 20 Jahren laut den Flugzeugherstellern stark zunehmen. Airbus rechnet mit einem Bedarf von 39.000 Flugzeugen, Boeing von über 43.000, um das steigende Verkehrsaufkommen zu bewältigen und sich Flugzeuge anzuschaffen, die weniger verbrauchen und somit weniger CO2 ausstoßen. Die Fluggesellschaften, auch wenn sie durch den EUmstazeinbruch des vergangenen Jahres finanziell ausgeblutet sind, versuchen daher, sich die wertvollen Slots für Neuflugzeuglieferungen zu sichern. Lesen Sie auch: Airbus erhält Auftrag über 36 A321 NEO im Wert von 4 Milliarden Dollar Boeing seit Jahren in Schwierigkeiten Der amerikanische Flugzeughersteller – dessen Chef David Calhoun nicht nach Dubai reiste – hielt sich während der Messe zurück und gab seinen wichtigsten Auftrag – 72 Flugzeuge des Typs 737 MAX für die junge indische Fluggesellschaft Akasa Air – lediglich in einer Pressemitteilung bekannt. Bei jeder Gelegenheit betonte man jedoch, dass Boeing „hart gegen sich selbst“ vorgehe, um die zahlreichen Krisen zu bewältigen, mit denen das Unternehmen in den letzten Jahren konfrontiert war. Unfälle mit der 737 MAX, Produktionsprobleme bei der 787 und Verzögerungen bei der Zertifizierung des künftigen Großraumflugzeugs 777X haben den Riesen aus Seattle ins Wanken gebracht. „Sicherheit und Qualität werden die Leitlinien für alles sein, was wir tun“, betonte Ihssane Mounir, Chief Commercial Officer von Boeing, gegenüber Journalisten. Der Flugzeughersteller stellte auf der Messe eine seiner vier 777X-Testmaschinen aus, die zum ersten Mal im Ausland zu sehen war. In der Heimat von Emirates Airlines erfolgte das nicht ohne kommerzielle Hintergedanken, da allein ein Drittel der bisherigen 777X-Bestellungen auf Emirates entfällt. Der Luftfrachtverkehr stand in Dubai im Rampenlicht, da die weltweite Luftfracht derzeit boomt und im September um 9% über dem Vorkrisenniveau lag. Airbus gab die ersten sieben Bestellungen für die künftige Frachtversion seines Langstreckenflugzeugs A350F bekannt, während Boeing einige Aufträge für seine Frachtflugzeuge 777 und 767 erhielt. Der amerikanische Flugzeughersteller erhielt auch einige Aufträge für die Umrüstung älterer Passagierflugzeuge für den Frachttransport. Auch bei den militärischen Aufträgen war der europäische Flugzeughersteller erfolgreich: zwei A330 MRTT-Tankflugzeuge für die Emirate und zwei A400M-Transportflugzeuge für Indonesien.