Kategorie: Wirtschaft

  • Frankreich: Wiederanfahren des Atomkraftwerks Golfech wegen Hitzewelle verzögert

    Frankreich: Wiederanfahren des Atomkraftwerks Golfech wegen Hitzewelle verzögert

    Der Kraftwerksbetreiber EDF will verhindern, dass die für den Fluss Garonne, in den das Kraftwerk sein Kühlwasser einleitet, vorgeschriebenen Temperaturen überschritten werden.

    Der Kraftwerksbetreiber EDF verschob am Montag, dem 21. August, den Neustart eines Kernreaktors im Kraftwerk Golfech (Tarn-et-Garonne), nordwestlich von Toulouse. Dies ist eine der Folgen der Hitzeperiode, die in diesem August weite Teile Südfrankreichs betrifft. Der Stromversorger will so verhindern, dass die Höchstwerte für die Wassertemperaturen in der Garonne, in die das Kraftwerk sein Kühlwasser einleitet, überschritten werden.

    Derzeit erzeugt das Atomkraftwerk Golfech, das wegen Wartungsarbeiten abgeschaltet war, keinen Strom mehr. Die EDF beschloss nun, die Wiederinbetriebnahme von Reaktor 2 zu verzögern, und auch Reaktor Nummer 1 bleibt abgeschaltet. Ursprünglich war die Wiederinbetriebnahme von Reaktor 2 für den 13. August und die von Reaktor 1 für den 20. August angekündigt.

    Die Stromversorgung insgesamt wird durch diese Maßnahme nicht beeinträchtigt, da die Nachfrage in Frankreich derzeit gering ist: rund 40.000 MW gegenüber beispielsweise rund 70.000 MW im Januar. Von 56 französischen Reaktoren sind derzeit 23 abgeschaltet, die meisten davon aufgrund von Wartungsarbeiten.

    Die Abschaltungen aufgrund der Hitze haben insgesamt nur sehr geringe Auswirkungen. Die EDF schätzt, dass sie im Durchschnitt 0,3 % der Produktion der letzten 20 Jahre betreffen. Aber es besteht die Gefahr, dass sie sich künftig häufen werden. Vor dem Wochenende vom 19. und 20. August hatte der Stromversorger EDF Warnungen für die Reaktoren Bugey (Ain) und Tricastin (Drôme und Vaucluse) herausgegeben. Diese wurden schließlich jedoch aufgehoben oder verschoben. Die derzeitige Hitzewelle wird allerdings die Temperatur der Flüsse, in die die Kraftwerke das Wasser einleiten, das sie zur Kühlung der Reaktoren verwenden, weiter ansteigen lassen. Und das könnte Abschaltungen oder Produktionsdrosselungen bedeuten, um zu verhindern, dass die Temperatur-Limits überschritten werden.

    Der Betrieb von Kraftwerken, die Wasser aus Flüssen (oder ggf. aus dem Meer) zur Kühlung verwenden, bevor sie es wärmer wieder in die Umwelt abgeben, wird nämlich durch Schwellenwerte für die Erwärmung und die Durchflussmenge dieses Wassers eingegrenzt.

    Im Jahr 2022 war es der EDF mehrmals gestattet worden, diese Limits zu überschreiten. Die Reaktoren in Golfech sowie die Reaktoren in Bugey, Tricastin, Saint-Alban (Isère) und Blayais (Gironde) hatten die Erlaubnis erhalten, diese Höchsttemperaturen vorübergehend zu überschreiten, und alle, mit Ausnahme des Kraftwerks Blayais, machten damals von diesen Maßnahmen Gebrauch.

    Das von einem Kraftwerk in Flüsse wieder eingeleitete Kühlwasser ist zwangsläufig wärmer als das Wasser des Flusses. Normalerweise löst sich dieser Wärmeunterschied auf natürliche Weise auf, doch in Trocken- und Hitzezeiten wird dies durch die Temperatur des natürlichen Wassers und die mangelnde Fließgeschwindigkeit des Flusses erschwert. Um die Temperaturnormen einzuhalten, verlangsamt die EDF daher die Produktion des Atomstroms oder stellt sie an manchen Standorten vollständig ein und leitet das Wasser in dafür vorgesehene Becken in den Kraftwerken ab. Im Jahr 2022 war der Kontext allerdings ein anderer, es ging darum, die Stromproduktion aufrechtzuerhalten und zu vermeiden, dass zu viel Gas aus den durch das Embargo gegen Russland geschwächten Gasvorräten abgezapft wird.

  • Frankreich: Werden schwere Autos bald stärker Besteuert?

    Frankreich: Werden schwere Autos bald stärker Besteuert?

    Je schwerer das Auto ist, desto höher wird der Malus. Die Regierung denkt darüber nach, die Fahrzeuge mit dem höchsten Schadstoffausstoß noch stärker zu besteuern. Eine Maßnahme, die in den nächsten Haushalt, der für den Herbst geplant ist, aufgenommen werden könnte. Den Kauf von schweren und umweltschädlichen Fahrzeugen durch höhere Steuern zu bestrafen, ist ein Ziel der Regierung, um einen umweltfreundlicheren Verkehr in Frankreich zu fördern. Seit 2022 gilt für Neuwagen über 1,8 Tonnen ein Gewichtsmalus, der nun auf 1,6 Tonnen festgelegt werden soll. Die Höhe des Malus könnte ausserdem nach oben korrigiert werden. „Ein bisschen Malus hier, eine Prise Bonus dort und wir ermutigen die Bevölkerung zaghaft, auf Elektroautos umzusteigen. Heute ist es nicht mehr möglich, eine Politik der kleinen Schritte zu machen“, meint Geneviève Laferrère, Verkehrsexpertin von France Nature Environnement auf dem Sender Franceinfo. Bis zu 500 Millionen Euro Gewinn für den Staat. Die Kumulierung des Malu…

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  • Französischer Winzer soll falschen „Champagner“ mit importiertem Perlwein und Likör hergestellt haben

    Französischer Winzer soll falschen „Champagner“ mit importiertem Perlwein und Likör hergestellt haben

    Eine ehemalige Angestellte eines Champagnerherstellers aus dem Departement Marne behauptet, dass ihr Ex-Arbeitgeber gefälschten Champagner herstellen würde. Er soll seit über einem Jahr importierten billigen Perlwein mit CO2 und Likör versetzt haben. Handelt es sich bei diesem Champagner vielleicht …

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  • Tourismus: Korsika erlebt deutlichen Rückgang der Touristenzahlen

    Tourismus: Korsika erlebt deutlichen Rückgang der Touristenzahlen

    In diesem Sommer erlebt Korsika einen spürbaren Rückgang der Touristenzahlen. Der Hauptgrund dafür ist die Inflation und die schwindende Kaufkraft der Franzosen.

    Wo bleiben in diesem Jahr die Touristen? Die Ufer des Flusses Restonica (Haute-Corse) sind fast menschenleer. Einige Familien genießen die Ruhe des Flusses – zu ihrem eigenen Erstaunen, wenn man die Jahreszeit bedenkt. Auch auf einem nahen Campingplatz herrscht keine großes Treiben. Es stehen zahlreiche Stellplätze zur Verfügung, nur wenige Wohnwagen haben sich eingefunden. Der Mangel an Touristen wird sich in der finanziellen Bilanz der Branche bemerkbar machen. „In diesem Juli sehen wir einen großen Unterschied, etwa 30 % weniger“, erklärt Jeannine Mariotti, Geschäftsführerin des Campingplatzes in Tuani dem Sender France 3.

    Die gleiche Situation herrscht in einem Restaurant im Tal. In den 25 Jahren seines Bestehens erlebt das Lokal eine seiner schlechtesten Saisons. Über die Ursachen dieses trüben Sommers herrscht Einigkeit. „Wir bekommen die finanzielle Krise zu spüren“, sagt Jean-Christophe Barrau, Manager des Hotels Arena Le Refuge. Korsika leidet auch unter der Konkurrenz anderer Mittelmeerziele, die in dieser Zeit der Inflation erschwinglicher sind. Der Tourismussektor auf Korsika muss sich also wohl eine neue Strategie überlegen, um für Touristen wieder attraktiv zu werden.

  • Ist jetzt die richtige Zeit für den Einkauf von Pellets oder Heizöl für den Winter?

    Ist jetzt die richtige Zeit für den Einkauf von Pellets oder Heizöl für den Winter?

    Auch wenn Frankreich derzeit unter einer Hitzewelle leidet, ist es vielleicht an der Zeit, sich zu fragen, wie man diesen Winter heizen wird. Im Sommer sind die Preise für Heizöl oder Pellets oft günstiger und die Gelegenheit zum Auftanken ist verlockend. Man sollte die Preise aber genau betrachten.

    Jeden Sommer tendieren die Kosten für Holzpellets und Heizöl dazu, zu sinken. Eine günstige Zeit zum Auftanken, wenn man bedenkt, dass der Preis für eine Tonne Pellets im Frühsommer 2023 auf unter 500 Euro gefallen ist. Heute bieten viele Supermärkte und Fachgeschäfte eine Palette mit 15 Kilogramm für weniger als 8 Euro an. In dieser Zeit bauen die Händler ihre Lagerbestände ab, die Nachfrage sinkt und damit auch die Preise.

    Propellet, der nationale Verband der französischen Fachleute für Pelletheizungen, erklärt, dass Pellets heute einen Preis haben, der sie zu einer kompetitiven Energie für Heizungen macht. Aber selbst wenn die Händler am Ende des Sommers meist weitere Rabatte gewähren, heißt es meist: „Je früher man kauft, desto besser ist es“.

    Bei Heizöl ist der Zeitpunkt derzeit vielleicht nicht so gut gewählt. Der Preis für Heizöl ist nämlich an den Ölpreis gebunden. Die Reduzierung der von Saudi-Arabien geförderten Rohölmenge und die Börsenschwankungen haben mal wieder zu einem Preisanstieg geführt.

    Seit einigen Monaten steigt der Heizölpreis wieder an, von etwa 1 Euro pro Liter zu Beginn des Frühlings auf 1,26 Euro Mitte Juli. Laut spezialisierten Websites wie Fioulmarket oder Capital werden die Preise voraussichtlich hoch bleiben oder sogar noch weiter steigen.

    Die Pelletpreise können sich im August 2023 als verlockend erweisen, nachdem sie im letzten Jahr explodiert waren. Der Preisanstieg begann 2022 und erreichte seinen Höhepunkt im Winter, als eine Tonne bis zu 650 Euro kostete, was einem Preis von 12 Euro pro 15 Kilogramm entsprach. Im Jahr 2019 lag der Preis pro Tonne unter 300 Euro, d. h. weniger als 5 Euro pro 15-Kilo-Sack.

    Ein breiter Anstieg der Produktionskosten und ein starker Anstieg der Nachfrage führten zu einer Verknappung, die wiederum höhere Importe verursachte. Das Ergebnis: Die Preise blähten sich auf.

    Im Durchschnitt kann das Heizen mit Pellets die Gesamtrechnung um etwa 30 % senken. Allerdings muss man bedenken, dass ein Pelletofen Strom benötigt, um zu funktionieren. Ausserdem: Im letzten Winter hatte die Regierung einen „Holzscheck“ für Haushalte mit geringem Einkommen ausgegeben. Je nach Haushaltseinkommen wurden 100 bis 200 Euro für Pelletöfen und 50 bis 100 Euro für Kamine vergeben. Es bleibt abzuwarten, ob diese staatliche Hilfe für den Winter 2024 erneuert wird.

  • Schulanfang: 3 Millionen Familien erhalten Unterstützung für den Kauf von Schulmaterial

    Schulanfang: 3 Millionen Familien erhalten Unterstützung für den Kauf von Schulmaterial

    Der traditionelle Ansturm auf die Schulmaterialien beginnt jetzt. Die Schulanfangszulage wird in Frankreich ab Mittwoch, dem 16. August, ausgezahlt. Fast 5 Millionen Kinder sind davon betroffen. In vielen Geschäften sind die Regale nicht mehr mit Angeboten für den Urlaub gefüllt: Der Handel denkt bereits an den Schulanfang. In Compiègne (Oise) ist das Budget einer Mutter knapp: 150 Euro für ihre beiden Kinder. Sie weiß bereits, was sie nicht kaufen wird. Laut der Association Familles de France sind die Kosten für Schulmaterial im letzten Jahr um 8,75 % gestiegen.  Die einkommensschwächsten Familien Frankreichs können eine Schulanfangszulage (ARS) erhalten, die im Jahr 2023 um 5,6 % bzw. rund 20 Euro angehoben wurde. Ein Betrag, der für die Grundschule ausreicht, aber nicht für die Mittelschule und das Gymnasium, wie Elternverbände kritisieren. „Bis zum Alter von 18 Jahren werden die Kosten immer höher. Die Gymnasiasten brauchen wissenschaftliche Rechner, da reicht die ARS nicht au…

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  • In Frankreich gibt es fast drei Millionen Millionäre – das Land liegt damit weltweit auf dem dritten Platz

    In Frankreich gibt es fast drei Millionen Millionäre – das Land liegt damit weltweit auf dem dritten Platz

    Mehr als 2,8 Millionen Franzosen waren im Jahr 2022 Millionäre. Eine Zahl, die im Vergleich zu 2021 gestiegen ist und Frankreich auf den dritten Platz der Weltrangliste bringt. Der Jahresbericht 2022 der Schweizer Großbank UBS wurde am 15. August veröffentlicht. 2.821.000 der Franzosen sind demnach Millionäre, darunter sind 3.890, die mehr als 50 Millionen Dollar besitzen. Weltweit gibt es 59,4 Millionen Millionäre. Frankreich erreicht den dritten Platz in der Weltrangliste, hinter China und den USA und nimmt damit die Position von Japan ein, das seit 2014 den dritten Platz auf dem Podium innehatte. Die 3.890 „sehr reichen“ Franzosen bringen das Land auf den achten Platz in dieser speziellen Rangliste der Superreichen. Die Zahl der Millionäre stieg um 25.000 neue Millionäre innerhalb eines Jahres. Ein Sonderfall in Europa, da in den meisten Ländern des alten Kontinents die Zahl der Millionäre zurückgeht, wie im Vereinigten Königreich, in Italien und in Deutschland. Weltweit ist die Zahl der Millionäre zurückgegangen. Das ist das erste Mal seit der Finanzkrise von 2008. Im Jahr 2022 sind es weltweit 3,5 Millionen Millionäre weniger gewesen. Die stärksten Rückgänge gab es in den USA mit 1,8 Millionen weniger Millionären und in Japan mit einem Rückgang von 466.000. Der UBS-Bericht erklärt, dass der Rückgang der Anzahl der Millionäre auf einen Rückgang des weltweiten Durchschnittsvermögens und den Verzicht auf Finanzanlagen wie Aktien zurückzuführen ist.
  • Gibt es nun wirklich keine Kassenbons mehr in Frankreich?

    Gibt es nun wirklich keine Kassenbons mehr in Frankreich?

    In Frankreich ist tatsächlich Schluss mit dem systematischen Ausdrucken des Kassenzettels. Im Rahmen des Anti-Abfall-Gesetzes müssen Einzelhändler seit dem 1. August ausdrücklich fragen, ob die Kunden den Kassenbons noch wünschen oder nicht. Der altbekannte Kassenbon hat ausgedient, oder zumindest fast. Theoretisch ist sein automatischer Ausdruck seit dem 1. August nicht mehr obligatorisch. Aber auch zwei Wochen später wird die neue Regelung nur schleppend umgesetzt. Auch auf Kundenseite tut man sich schwer, seine Gewohnheiten zu ändern. „Ich frage immer noch danach. Da ich schon älter bin, muss ich meine Rechnung immer überprüfen“, gesteht eine Kundin gegenüber dem Sender France 3. Weniger VerschwendungDieser kleine automatisch ausgedruckte Zettel wird jedoch schnell verschwinden, ebenso wie die Kreditkartenbelege, außer in einigen ganz bestimmten Fällen: bei abgewogenen Lebensmitteln, Artikeln unter Garantie, bei fehlgeschlagenen Kreditkartenabbuchungen oder bei von Automaten ausgest…

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  • Getreidesilos brannten im Hafen von La Rochelle

    Getreidesilos brannten im Hafen von La Rochelle

    Am Donnerstag, dem 10. August, breitete sich im Hafen von La Rochelle (Charente-Maritime) ein gewaltiges Feuer aus.

    Am Donnerstag, dem 10. August, brannten im Hafen von La Rochelle (Charente-Maritime) mehrere Getreidesilos. Tausende Tonnen Weizen wurden ein Raub der Flammen. Die Sorge war bei einigen Bewohnern der Gemeinde groß. „Das hat mich beunruhigt, man weiß nicht, was das ist und was da drin ist, da so viel dichter Rauch aufgestiegen ist“, sagt ein Anwohner gegenüber dem Sender France 3.

    Das Feuer soll auf einem Förderband ausgebrochen sein, das das Getreide von und zum Silo transportiert. 120 Feuerwehrleute wurden angefordert, um die Flammen schnellstmöglich unter Kontrolle zu bringen. Am Abend bestand keine Explosionsgefahr mehr. „Wir befinden uns in einer Phase, in der wir die restlichen Brandherde löschen, sowohl in den technischen Galerien als auch auf den Silodächern“, erklärt der Oberstleutnant der Feuerwehr François Thèves auf France 3. Um den Brandort wurde ein Sicherheitsperimeter eingerichtet.

  • Automobil: Elektroautos unter 25.000 € drängen auf den Markt

    Automobil: Elektroautos unter 25.000 € drängen auf den Markt

    Fiat, Citroën, Volkswagen, Renault – alle wollen die Nische der erschwinglichen Elektro-Stadtautos für sich beanspruchen. Der Kampf um die Marktanteile hat gerade erst begonnen…

    Der Markt für Elektroautos wird nicht unbedingt über die Reichweite, die Fähigkeit der Fahrzeuge, schnell aufgeladen zu werden, oder den Fahrspaß entschieden werden. Es ist der Preis der Fahrzeuge, um den sich ein intensiver Kampf zwischen den verschiedenen Herstellern entspinnen wird, bei dem es um das Auto für weniger als 25.000 € geht. Weit entfernt von Tesla, Porsche oder chinesischen Herstellern, die mit Preisen weit über diese Marke auf den Markt kommen, wird die Transformation des Automobilmarktes mit diesen Einsteigermodellen stattfinden.

    Autos, die das darstellen, was ein Elektroauto wirklich sein sollte: ein Stadtauto für die täglichen Fahrten und kein Tourenwagen oder SUV mit großer Batterie für lange Fahrten. Ein in Frankreich fahrendes Elektroauto wird während seiner gesamten Lebensdauer zwei- bis dreimal weniger CO2-Emissionen verursachen als ein vergleichbares Modell mit Verbrennungsmotor, vorausgesetzt, die Batterie hat eine angemessene Kapazität von unter 60 kWh. Mit einer größeren Batterie ist der Umweltnutzen nicht garantiert, da der Verbrauch aufgrund der Fahrzeugmasse und der Nutzungsbedingungen meist zu hoch liegt.

    Des Weiteren sind diese „kleinen“ Elektroautos für die Käufer oft relevanter, weil die für 2024 geplante Entwicklung des Kfz-Bonus, bei der der gesamte Produktionszyklus des Autos berücksichtigt wird, durchaus Vorteile bringen könnte.

    Aus diesem Grund haben sich die meisten Hersteller auf ein Wettrennen eingelassen, um schnellstmöglich das beste Modell für weniger als 25.000 € auf den Markt zu bringen. Renault hofft mit dem vollelektrischen R5, der 2024 auf den Markt kommen soll, ein Zeichen zu setzen. Neo-Retro verkauft sich gut – der Fiat 500 ist der Beweis dafür – und der Preis von 25.000 € dürfte Renault, das schon mit dem elektrischen Dacia Spring einen Hit gelandet hat, einen festen Platz in diesem Segment sichern.

    Doch die Konkurrenz wird hart sein. Nach dem Dieselgate-Skandal hat Volkswagen jetzt Gas gegeben und plant, bis 2026 zehn Elektromodelle auf den Markt zu bringen. Darunter ist auch der iD.2, ein kleiner Stadt-SUV. Der Preis für den iD.2, der 2026 auf den Markt kommen soll, wird voraussichtlich bei 25.000 € liegen, nachdem er zuvor sogar mit nur 20.000 € angegeben worden war.

    Auch Stellantis wird in den Markt einsteigen. Im Juni kündigte Citroën den e-C3 an, bei dem der Schwerpunkt auf Komfort gelegt wird und der eine Reichweite von über 300 km zu einem Preis von unter 25.000 € bieten wird. Am 5. August bestätigte Fiat gegenüber der Agentur Bloomberg, dass der elektrische Fiat Panda 2024 auf den Markt kommen werde, ebenfalls zu einem Preis von unter 25.000 €. Es gibt einen „echten Bedarf an erschwinglicheren Elektrofahrzeugen“, sagt Olivier François von Fiat.

    Die neuen europäischen elektrischen Stadtautos, die potenziell für die von Emmanuel Macron versprochene Miete von 100 € pro Monat in Frage kommen könnten, müssen sich jedoch gegen sehr starke Konkurrenten aus China behaupten. Die Marke Jiangnan bietet ihren U2 an, Leapmotor einen T03, der für 25.990 € auf den Markt kommen wird.