Kategorie: Vermischtes

  • Isère: Lager der Hilfsorganisation Secours Populaire in Échirolles ausgeraubt

    Isère: Lager der Hilfsorganisation Secours Populaire in Échirolles ausgeraubt

    Nächste Woche sollte eigentlich eine Verteilung stattfinden, aber am Sonntag, dem 24. Dezember, wurde in das Lagerzentrum der Secours Populaire in Échirolles (Isère) eingebrochen und ein großer Teil der Hilfsgüter geraubt. Der Schaden beläuft sich auf über 300.000 Euro.

    Ein Einbruch wenige Stunden vor Weihnachten. Aufgerissene Kartons, ihr Inhalt zertrampelt. Von den Beständen der Hilfsorganisation Secours Populaire in Échirolles (Isère) ist kaum mehr etwas übrig. Die Plünderung gefährdet eine für nächste Woche geplante Verteilung, mit der 30.000 Familien im Departement geholfen werden sollte. „Neue Kleidung, neues Spielzeug, elektronische Geräte“, sagt Nabil Chetouf, Generalsekretär des Verbands der Secours Populaire im Departement Isère. Schadenssumme: mehr als 300.000 Euro. Die Täter brachen die Metalltür des Lagers auf. Im Inneren machten sie sich auch an den Fahrzeugen des Vereins zu schaffen und beschädigten diese schwer. Die beiden Kleintransporter waren gerade erst gekauft worden.

    In den letzten Monaten wurden bereits schon andere Organisationen Opfer von Sachbeschädigungen: Zwei Plünderungen bei den Restos du Coeur in Clermont-Ferrand (Puy-de-Dôme) trotz einer gepanzerten Tür und vier Einbrüche beim Secours catholique in Aubusson (Creuse). In Bordeaux (Gironde) wurde seit Juli acht Mal in die Lebensmittelbank eingebrochen. Seitdem hat das Zentrum die sensibelsten Zugänge vergittert und sich mit Überwachungskameras ausgestattet. Das bedeutet weitere Kosten, nachdem die Spenden für die Lebensmittelbanken im letzten Jahr um 10% zurückgegangen sind…

  • Bombendrohung: Rathaus von Tarbes evakuiert – Verkehr in der Innenstadt blockiert

    Bombendrohung: Rathaus von Tarbes evakuiert – Verkehr in der Innenstadt blockiert

    Das Rathaus von Tarbes wurde heute Morgen aufgrund einer Bombendrohung evakuiert, die durch den Erhalt einer E-Mail ausgelöst worden war. Die anwesenden Beamten und städtischen Abgeordneten verließen das Gebäude. Ein Sicherheitsperimeter wurde von der Polizei eingerichtet. Das Bombenkommando aus Bayonne wird vor Ort erwartet.

    Große Aufregung heute Morgen im Rathaus von Tarbes. Nach einer Bombendrohung wurde das Gebäude evakuiert. Die Mitarbeiter der Stadtverwaltung sowie die städtischen Abgeordneten und die Öffentlichkeit, die an diesem frühen Morgen anwesend waren, evakuierten das Gebäude umgehend.

    Die Polizei griff sofort ein und richtete einen Sicherheitsperimeter um den Jean-Jaurès-Platz ein. Der Platz, auf dem sich die Hütten des Weihnachtsmarktes befinden, ist vollständig gesperrt. Auch die Innenstadtbezirke rund um die Rue Foch und die Rue Brauhauban sind für den Verkehr gesperrt.

    Die Feuerwehr ist vor Ort eingetroffen. Das Bombenkommando aus Bayonne wird vor Ort erwartet.

    Der Alarm wurde ausgelöst, nachdem das Generalsekretariat des Rathauses eine bedrohliche E-Mail erhalten hatte.
    Der Weihnachtsmarkt, der eigentlich um 10 Uhr öffnen sollte, wird möglicherweise heute garnicht öffnen können. Jedenfalls solange, bis die Ordnungskräfte die üblichen Überprüfungen durchgeführt haben. Auch die Eisbahn am Fuße der Rathaustreppe wird nicht zur vorgesehenen Zeit starten können. Die Freunde des Eislaufens müssen sich in Geduld üben.

    Bisher waren bereits der Flughafen Tarbes-Lourdes Pyrénes un d verschiedene Gymnasien in Tarbes und Umgebung Ziel mehrerer Bombendrohungen.

    Ein Hochschüler, der E-Mails mit entsprechenden Drohungen verfasst hatte, wurde kürzlich vom Strafgericht in Tarbes verurteilt.

  • Flugzeug im Departement Marne festgehalten: Eine seltsame rumänische Fluggesellschaft und ein Verdacht

    Flugzeug im Departement Marne festgehalten: Eine seltsame rumänische Fluggesellschaft und ein Verdacht

    Die Maschine konnte am Montag wieder abheben, nachdem sie vier Tage lang wegen des Verdachts auf Menschenhandel auf dem Flughafen Paris-Vatry im. Departement Marne festgehalten worden war. Die Fluggesellschaft „Legend Airlines“, die den Flug durchführte, bleibt weiterhin verdächtig.

    Ein Teil der in Marne am Flughafen Vatry gestrandeten indischen Passagiere ist am Montag, dem 25. Dezember, nach Fujairah in den Vereinigten Arabischen Emiraten zurückgeflogen. An Bord befanden sich 276 der 303 in Frankreich gestrandeten Passagiere.

    Ihr Flug, der ursprünglich von Fujairah nach Managua in Nicaragua ging, war am Donnerstag, dem 21. Dezember, nach einer technischen Zwischenlandung in Frankreich gestoppt worden. Die Justiz hatte das Flugzeug wegen des Verdachts auf illegale Einwanderung festgesetzt. Die Strecke wurde von der rumänischen Fluggesellschaft Legend Airlines bedient. Eine Fluggesellschaft, die seit bereits im Visier der Justiz steht und von der bekannt ist, dass sie regelmäßig Flugverbindungen zwischen den Vereinigten Arabischen Emiraten / Frankreich / Nicaragua organisiert.

    Mindestens acht Flüge im Dezember
    Legend Airlines führte allein im Dezember 2023 mindestens acht Flüge zwischen den Vereinigten Arabischen Emiraten und Nicaragua über Frankreich durch. Die Flugzeuge – zwei Airbus A340-300 mit einer Kapazität von rund 300 Passagieren – starten immer in Fujairah, Ziel ist Managua mit Zwischenstopps in Vatry, aber manchmal auch am Flughafen Paris-Charles de Gaulle. Am 21. Dezember war laut der Website Flightradar24.com ein weiterer Flug der Fluggesellschaft auf dem Flughafen Charles de Gaulle in die entgegengesetzte Richtung unterwegs: Nicaragua – Frankreich – Vereinigte Arabische Emirate.

    Dieselbe Fluggesellschaft führte bereits im Hochsommer zwei ähnliche Flüge durch: Abflug in den Emiraten, Zwischenstopp in Vatry und Landung diesmal in El Salvador, ebenfalls in Mittelamerika. Legend Airlines ist jedoch keine klassische kommerzielle Fluggesellschaft, sie vermietet ihre Dienste an Unternehmen. Sie wurde 2020 in Rumänien gegründet und ist von der rumänischen Zivilluftfahrtbehörde zertifiziert.

    Zwei afghanische Anteilseigner
    Seit März 2022 sind ihre eigentlichen Eigentümer jedoch afghanisch. Zwei Geschäftsleute, die mit Afghanistans größter privater Fluggesellschaft Kam Air verbunden sind, der der Flugbetrieb in Europa untersagt ist, da sie die regulatorischen Aufsichtsstandards nicht erfüllt. Laut den Informationen, die das rumänische Handelsregister übermittelt, ist der Afghane Youresh Ramin der Mehrheitsaktionär mit über 50 % der Anteile. Er hat einen niederländischen Pass. Timor Shahab Shah, Anteilseigner mit 45 %, er ist ebenfalls Afghane mit einem türkischen Pass.

    Seit der Übernahme durch die afghanischen Geschäftsleute begann die Fluggesellschaft, Flugzeuge des Typs Airbus A340-300 zu erwerben, von denen einige zuvor von der Fluggesellschaft Belgium Airlines betrieben wurden. Die Fluggesellschaft hat mindestens zwei dieser Flugzeuge in ihrer Flotte. Ebenfalls laut der Website Boardingpass.ro „werden derzeit weitere Airbus A340-Flugzeuge angeschafft“. Boardingpass.ro weist darauf hin, dass sich keines dieser in Rumänien registrierten Flugzeuge in Rumänien befindet. Sie sind hauptsächlich in Jordanien und der Türkei stationiert.

    Die offizielle Website von Legend Airlines gibt überraschenderweise Presseartikel weiter, die der Tätigkeit des Unternehmens skeptisch gegenüberstehen. So findet sich beispielsweise das folgende Zitat aus einer Veröffentlichung der brasilianischen Website Aeroin aus dem August 2022: „Das Start-up-Unternehmen schweigt sich über seinen Geschäftsplan aus und hat lediglich angegeben, dass es ‚direkte Langstreckenflüge von Rumänien aus‘ plant, ohne irgendwelche Ziele zu nennen oder zu sagen, ob die Flüge regelmäßig stattfinden werden.“

    Es scheint, dass die Fluggesellschaft hauptsächlich Charterflüge anbietet und ihre Flugzeuge auch an andere Fluggesellschaften vermietet. So soll im Juni dieses Jahres die indische Billigfluggesellschaft Spicejet zwei Flugzeuge für Verbindungen zwischen Indien und Mekka gemietet haben, um muslimische Pilger zu befördern. Die Fluggesellschaft ist als Privatunternehmen nicht verpflichtet, ihre Geschäfte und Verträge zu veröffentlichen oder die Art der durchgeführten Flüge zu spezifizieren (Geschäft, Tourismus, Fracht…).

    In Bezug auf die Verbindungen zwischen Fujairah und Managua zeigt sich, dass Legend Airlines nicht die einzige Fluggesellschaft ist, die solche Flüge anbietet. Luftfahrt-Spezialisten weiusen darauf hin, dass auch die deutsche Fluggesellschaft USC (Universal Sky Carrier) solche Flüge anbietet.

  • Frankreich: gerichtliche Beschlagnahmungen erreichten Rekordhöhe im Jahr 2023

    Frankreich: gerichtliche Beschlagnahmungen erreichten Rekordhöhe im Jahr 2023

    Im Jahr 2023 wird die Summe der gerichtlichen Pfändungen in Frankreich voraussichtlich eine Milliarde Euro übersteigen – ein Novum. Ein Rekord, der zum Teil auf die 461 Millionen Euro an Immobilien zurückzuführen ist, die in diesem Jahr allein wegen Steuerhinterziehung gepfändet wurden.

    Die Justiz ist nicht wenig stolz: Diese teuren Luxusflitzer wurden von Kriminellen konfisziert. Betrüger, Schmuggler, Hehler – sie alle wurden vom Staat um ihre illegal erworbenen Werte gebracht. Innerhalb von drei Jahren, von 2019 bis 2022, stiegen die Beschlagnahmungen von 484 Millionen Euro auf 771 Millionen Euro, um 2023 wahrscheinlich einen Rekordwert von einer Milliarde Euro zu erreichen. Vor drei Wochen wurde von der AGRASC (Agence de gestion et de recouvrement des avoirs saisis et confisqués) in Besançon (Departement Doubs) eine beispiellose Auktion mit Luxusuhren veranstaltet, die erst vor kurzem beschlagnahmt worden waren.

    Wenn kriminelles Vermögen Gutes bewirkt
    Eine Jacht, die einem Weißrussen gehörte, der in einen Fall von Geldwäsche verwickelt war, wurde vom Staat beschlagnahmt. Auch luxuriöse Wohnungen wurden von den Dienststellen der Finanzämter, deren Personalbestand sich inzwischen verdoppelt hat, beschlagnahmt. Doch nicht nur die Schwerkriminalität ist das Ziel der Fahnder. Jedes Jahr versuchen verurteilte Straftäter, ihr Vermögen vom Staat zurückzuerhalten. Nur 20 % gelingt dies, nämlich denen, die freigesprochen werden.

    „Ihr Vermögen ist das, wofür sie ihre kriminellen Aktivitäten betreiben. Wenn man ihnen das wegnimmt, bestraft man sie“, erklärt Fabrice Rizzoli, Spezialist für organisierte Kriminalität und Vorsitzender der Vereinigung Crim’HALT. Die französische Justiz beschlagnahmt auch immer mehr Immobilien, um sie weiterzuverkaufen: 168 Immobilien im Jahr 2022, gegenüber nur 58 im Jahr 2017. Einige werden zu Sozialwohnungen, Aufnahmezentren für misshandelte Frauen oder Flüchtlinge.

  • Departement Nord: Babyleiche nach Brand in Wohnhaus tot in einem Rucksack gefunden

    Departement Nord: Babyleiche nach Brand in Wohnhaus tot in einem Rucksack gefunden

    Nachdem die Feuerwehr einen heftigen Brand in einem Wohnhaus in Le Quesnoy im Norden Frankreichs gelöscht hatte, entdeckte man die Leiche eines Neugeborenen in einem Rucksack in einem der ausgebrannten Zimmer.

    Der grausige Fund ereignete sich am Dienstag, dem 26. Dezember, gegen 17 Uhr in einer Wohnung in Le Quesnoy im Departement Nord, wie die Zeitung La Voix du Nord berichtet. Nachdem sie gerade fünf Stunden lang einen heftigen Brand in einem Gebäude, nur wenige Schritte vom Rathaus entfernt, gelöscht hatten, erkundeten die Teams der Feuerwehr die betroffenen Räume. „Die Feuerwehrleute durchsuchten die Wohnungen nacheinander, und dabei entdeckte einer von ihnen einen Rucksack, der in einem Zimmer lag“, berichtet ein Ermittler. In dem Rucksack befand sich die Leiche eines Neugeborenen.

    Kein Zusammenhang mit dem Brand
    Die Gendarmen der Kompanie Avesnes-sur-Helpe wurden benachrichtigt und nahmen die Ermittlungen auf. Die Teams zur kriminalistischen Identifizierung von Opfern verbrachten den gestrigen Abend vor Ort. Unseren Kollegen zufolge handelt es sich bei der Wohnung, in der der Rucksack mit der Baby-Leiche entdeckt wurde, nicht um die Wohnung, in der das Feuer ausgebrochen war. „Die ersten Schlussfolgerungen würden eher auf einen versehentlichen Brandausbruch hindeuten, mit einem möglichen Kurzschluss an einem elektrischen Gerät. Auf den ersten Blick stehen die beiden Ereignisse also nicht miteinander in Verbindung“, so die Behörden.

  • Mutter und vier Kinder in Meaux getötet: Entsetzen und Emotionen erschüttern Frankreich

    Mutter und vier Kinder in Meaux getötet: Entsetzen und Emotionen erschüttern Frankreich

    Am Montag wurden eine Mutter und ihre vier Kinder tot in ihrer Wohnung in Meaux (Departement Seine-et-Marne) aufgefunden. Der Familienvater, der verdächtigt ist, die Tat begangen zu haben, wurde wegen vorsätzlicher Tötung in Polizeigewahrsam genommen.

    Nachdem am Montag, dem 25. Dezember, die leblosen Körper einer 35-jährigen Mutter haitianischer Herkunft und ihrer vier Kinder im Alter von neun Monaten bis zehn Jahren aufgefunden wurden, legen die Einwohner auf einen improvisierten Altar Blumen und Stofftiere nieder, um den Opfern die letzte Ehre zu erweisen.

    Kerzen, Blumen, Plüschtiere oder auch kleine Briefe für die Opfern schmücken auch den Zaun um die Wohnanlage. Die Anwohner halten eine Andacht. Viele können das Drama, das sich nur wenige Meter entfernt abgespielt hat, nicht glauben oder verstehen, berichtet der Sender BFMTV.

    Ein „auf den ersten Blick ruhiger“ Mann
    Nadine Coulibaly, die Nachbarin, die die Polizei alarmiert hatte, erinnert sich, dass die Mutter „eine sehr gute Person, allen bekannt, sehr fröhlich“ war, und erzählt, dass das Haushaltseinkommen von der Mutter gesichert wurde, da „der Herr nicht arbeitete“. Den Ehemann und Vater, ebenfalls haitianischer Herkunft, beschreibt sie als „jemanden, der in seiner eigenen Welt lebte und der mit kaum jemandem sprach“. Die Nachbarin spricht ebenfalls über psychologische Schwierigkeiten des Vaters, aber versichert, dass das Paar nicht im Begriff war, sich zu trennen.

    https://twitter.com/MediaLibre80/status/1739923755743269005

    Ein anderer Anwohner bestätigte, dass das Opfer „eine sehr fröhliche Person“ war, „die sich mit jedem unterhielt“, während ihr Ehemann eher als „jemand, der auf den ersten Blick eher ruhig wirkte“ wahrgenommen wurde. Ein weiterer Nachbar, der den Vater beobachtete, nachdem er die Wohnung nach der Tat verlassen hatte, fand, dass er sich seltsam verhielt: „Er torkelte, wie jemand, der ein bisschen alkoholisiert war. Ich schaute ihn an, aber er schaute mich nicht an, und als ich genau hinsah, sah ich eine Menge Panik.“ In der Nachbarschaft herrscht völliges Unverständnis über diese entsetzliche und unerklärliche Tat.

    In dem Sozialzentrum in der Nähe des Stadtviertels von Meaux, in dem sich die Tragödie ereignete, wurde am Dienstagnachmittag eine psychologische Betreuungszelle eingerichtet.

  • Toulouse: In einer illegalen Werkstatt wurden 1.500 Zigaretten pro Minute hergestellt

    Toulouse: In einer illegalen Werkstatt wurden 1.500 Zigaretten pro Minute hergestellt

    Die Polizei in Toulouse hat eine illegale Werkstatt ausgehoben, die von Personen aus osteuropäischen Ländern betrieben wurde und und in der Zigaretten mit geschmuggelten Tabak aus Polen hergestellt wurden. Es wurden Maschinen und 570 kg Tabak beschlagnahmt. Fünf Verdächtige werden sich vor dem Strafgericht von Toulouse verantworten müssen.

    Ein war ein unauffälliges Hinterzimmer im hinteren Teil eines Restaurants in Launaguet, nördlich von Toulouse. Nichts Besonderes – außer einigen Personen, die den Ort jede Nacht bewachten. „Ein privater Sicherheitsdienst“, schmunzelt ein Polizist, der an die Paranoia von Drogenhändlern gewöhnt ist.

    Hier ging es jedoch nicht um Drogen, sondern um Zigaretten, die vor Ort mit Hilfe von Maschinen hergestellt werden, die 1.500 Zigaretten pro Minute „ausspucken“ können! Und auch wenn die gefälschten Schachteln die bekannten rot-weißen Farben zeigen, ist hier keine internationale Manufaktur am Werk. „Eher die Mafia aus den östlichen Ländern“, so ein Kenner.

    Eine Tonne Tabak aus Polen importiert
    Die Polizei in Toulouse ermittelte seit September zu dieser illegalen Werkstatt. Zunächst gab es einen Hinweis gegenüber Mitgliedern der Brigade Anti-Criminalité de la Rive gauche.

    Die Polizisten setzten die Überwachung der heimlichen Zigarettenfabrik in enger Zusammenarbeit mit den Ermittlern der Abteilung für Betäubungsmittel des Sicherheitsdienstes des Departements fort. Bei ihren Ermittlungen fanden sie heraus, dass der Tabak regelmäßig aus Polen kam. Mindestens eine Tonne seit Mitte September. Die Transporte waren streng überwacht und „gesichert wie bei Drogen-Transporten“, so ein Polizist.

    Letzte Woche haben die Gendarmen in Montech auf Hinweis der Toulouser Polizei eine erste Werkstatt ausgehoben und Maschinen zur Herstellung von Zigaretten beschlagnahmt. Der Besitzer der Räumlichkeiten wurde festgenommen. Am Montag verhafteten die Polizisten in Launaguet und im Großraum Toulouse fünf Personen im Alter zwischen 38 und 46 Jahren. Darunter befanden sich vier Männer, die aus der Ukraine, Aserbaidschan und Kasachstan stammten.

    Drei Maschinen, deren Wert auf über 80.000 € geschätzt wird, wurden beschlagnahmt. Mit einer konnte der Tabak gemischt werden, eine andere stellte die Zigaretten her und eine dritte packte sie in Schachteln ab. Die Ermittler beschlagnahmten 570 kg Tabak. Und mehrere Kartons, die mit jeweils 50 Stangen gefüllt waren und zur Auslieferung bereitstanden.

    Die Schachtel mit 50 Stangen soll für 1.000 € angeboten worden sein, d. h. 2 € pro Packung! „Brutal“, warnen Raucher, die es gewagt haben, diese Zigaretten zu testen. Analysen sind im Gange, um die Produkte zu bestimmen, aus denen die illegalen Zigaretten bestehen.

    Der Zoll in Toulouse schätzt den illegalen Markt für den Verkauf von Tabakwaren, die vor allem aus Andorra stammen, auf 40 %. Im November ist unser Umsatz an legalen Zigaretten um weitere 12% gesunken. Wegen der illegalen Werkstatt? Viele Gewerbetreibende vermuten das.

  • „Gewinnen Sie ein Jahr lang kostenlose SNCF-Tickets“ –  Vorsicht vor Betrug in sozialen Netzwerken

    „Gewinnen Sie ein Jahr lang kostenlose SNCF-Tickets“ – Vorsicht vor Betrug in sozialen Netzwerken

    Die französische Bahngesellschaft SNCF veröffentlichte eine Nachricht, in der sie die Nutzer vor einem Betrug warnte, der in den letzten Wochen im Internet kursiert. Betrüger gaukelten Internetnutzern die Möglichkeit vor, ein Jahr lang kostenlose Zugreisen zu gewinnen.

    Es ist ein neuer Betrug, der im Internet kursiert. Diesmal richtet er sich gegen Kunden der SNCF. Die französische Bahngesellschaft teilte vor einigen Tagen mit, dass einige Kunden bereits Opfer eines falschen Gewinnspiel geworden sind, das anlässlich der Weihnachtsfeiertage über soziale Netzwerke verbreitet wird.

    „Ein gefälschtes Gewinnspiel mit dem Titel ‚Joyeux voyage et meilleurs vœux‘ (Fröhliche Reise und beste Wünsche) kursiert derzeit in verschiedenen sozialen Medien. Es handelt sich um einen Betrug“, erklärte die SNCF in einem Post auf X (früher Twitter). Die Betrüger versprechen „1.000 Glücklichen“, ein Jahr lang kostenlose Fahrten mit den Zügen der SNCF gewinnen zu können. Um einen vermeintlichen Gewinn zu erhalten, muss der Internetnutzer einen Link auf Whatsapp teilen. Eine Manipulation, die es den Betrügern ermöglicht, auf die persönlichen Daten der betroffenen Person zuzugreifen.

  • Korsika: Geschäftsinhaber erschossen vor seinem Geschäft in Pietrosella aufgefunden

    Korsika: Geschäftsinhaber erschossen vor seinem Geschäft in Pietrosella aufgefunden

    Ersten Ermittlungen zufolge wurde der 60-Jährige von zwei Killern ins Visier genommen, die etwa ein Dutzend Mal auf das Opfer feuerten. Zwei Verdächtige befinden sich in Polizeigewahrsam.

    Ein 60-jähriger Ladenbesitzer wurde am Dienstagmorgen, dem 19. Dezember, vor seinem Laden auf Korsika erschossen, berichtet der Sender France Bleu RCFM. Zwei Männer wurden nach der Tat in Polizeigewahrsam genommen.

    Der Name des Opfers war Eric Andraud. Er wurde am Dienstagmorgen gegen 8.30 Uhr vor seinem Geschäft in Pietrosella in der Region Corse-du-Sud erschossen. Den Rettungskräften gelang es nicht, ihn wiederzubeleben. Ersten Ermittlungen zufolge wurde der 60-Jährige von zwei Schützen ins Visier genommen, die laut Augenzeugenberichten etwa ein Dutzend Mal auf ihr Opfer feuerten.

    Zwei Männer wurden festgenommen.
    Acht Kilometer vom Tatort entfernt wurde kurz nach der Tat ein ausgebranntes Auto aufgefunden. Zwei Männer, die sich in der Nähe aufhielten, wurden verhaftet und in Polizeigewahrsam genommen. Der Staatsanwalt von Ajaccio, Nicolas Septe, bestätigte, dass ein Zusammenhang zwischen diesen „zwei Taten“ hergestellt worden sei. Er fügte hinzu: „Diese beiden Personen müssen ihre Anwesenheit am Tatort erklären“, bestand aber darauf, „äußerste Vorsicht“ mit vorschnellen Verdächtigungen walten zu lassen.

    Ebenfalls laut der Staatsanwaltschaft von Ajaccio stehen die Taten auf den ersten Blick nicht mit dem organisierten Verbrechen in Verbindung. Das Opfer war der Justiz bisher nicht bekannt. Die Ermittlungen werden fortgesetzt. Es wird wegen „Mordes in organisierter Bande“ und „Zerstörung von Eigentum durch Brandstiftung“ ermittelt. Die Kriminalpolizei ist mit den Ermittlungen betraut.

  • Var: Junger Erwachsener starb nach 10 Stunden Wartezeit in der Notaufnahme eines Krankenhauses

    Var: Junger Erwachsener starb nach 10 Stunden Wartezeit in der Notaufnahme eines Krankenhauses

    Die Familie des 25-jährigen Lucas reichte vor einer Woche Klage gegen das Krankenhaus von Hyères im Departement Var wegen „fahrlässiger Tötung“ ein. Der junge Mann war am 30. September an den Folgen eines septischen Schocks gestorben, nachdem er laut dem Sender France Bleu Provence zehn Stunden in der Klinik wartend verbracht hatte. Die Familie von Lucas hat vor einer Woche vor dem Gericht in Toulon Klage wegen „fahrlässiger Tötung“ gegen das Krankenhaus von Hyères und gegen X eingereicht, nachdem der junge Mann in der Nacht vom 30. September auf den 1. Oktober in der Notaufnahme infolge eines septischen Schocks gestorben ist, wie der Sender France Bleu Provence berichtet und damit eine Meldung von Mediapart bestätigte. Der junge Mann hatte mehr als zehn Stunden wartend auf der Station verbracht. Lucas‘ Leidensweg begann am Nachmittag des 30. September. Er wird von Erbrechen, Fieber und Schmerzen in den Rippen und der Lunge geplagt. Er ist kurzatmig und sein Herz schlägt extrem schnell…

    [wtr-time]

    Der weitere Text ist unseren Abonnenten vorbehalten.


    Warum ein Abo? Weil guter Journalismus seinen Preis hat.

    Information mag frei zugänglich sein – aber Journalismus ist kein Selbstläufer. Recherchen, Interviews, Faktenchecks und Einordnungen erfordern Zeit, Expertise und Verantwortung.

    Wer unabhängige, fundierte Berichterstattung will, muss sie ermöglichen. Werbefinanzierung allein reicht nicht – sonst entscheiden Klickzahlen über Inhalte.

    Ein Abonnement ist kein Eintrittsgeld, sondern ein Bekenntnis: zur Qualität, zur Unabhängigkeit und zu einer informierten Öffentlichkeit.

    Information ist frei. Journalismus kostet. Und genau deshalb lohnt sich ein Abo.


    Abo-Light – das Monatsabonnement zum schlanken Preis

    Alle Artikel für 0,50 € pro Woche. Das Abo wird monatlich mit 2 € abgerechnet und ist monatlich kündbar.

    Monatsabonnement buchen…


    Premium-Abo – das Jahresabonnement mit wertvollen Add-Ons

    Alle Artikel für 0,38 € pro Woche. Das Abo wird jährlich mit 20 € abgerechnet und ist jährlich kündbar.

    Das Premium-Jahres-Abo bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    Jahresabonnement buchen…


    Lebenslang – das Premium-Abo für immer

    Für eine einmalige Zahlung für nur 36 €. Unbegrenzter Zugriff – ein Leben lang.

    Das Premium-Abo-Lebenslang bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    „Abo-Lebenslang“ buchen…