Kategorie: Vermischtes

  • Revierkrieg: Kalaschnikow-Schüsse im Stadtzentrum von Grenoble

    Revierkrieg: Kalaschnikow-Schüsse im Stadtzentrum von Grenoble

    Ein Mann wurde am Samstagabend bei einer Schießerei im Zusammenhang mit dem Drogenhandel in einem Stadtteil von Grenoble, unweit des Stadtzentrums, angeschossen.

    Mindestens ein Dutzend Kugeln wurden mit einer Kalaschnikow gegen 18.30 Uhr am Samstag, dem 16. Dezember, im Stadtteil Alma, unweit des Stadtzentrums von Grenoble, abgefeuert, berichtet die Zeitung Dauphiné Libéré. „Diese Schießerei ist auf einen Revierkampf zurückzuführen. Das Team, das dort einen Dealpoint betreibt, war gerade von dort verdrängt worden und versuchte gestern Abend, ihn zurückzugewinnen“, teilte die Staatsanwaltschaft von Grenoble mit. Ein Mann wurde durch einen Schuss am Fuß verletzt. Er „befindet sich derzeit im Krankenhaus“, seine Verletzungen seien jedoch nicht lebensgefährlich. Das Opfer, war „der Justiz ungünstig bekannt“, wie der Staatsanwalt von Grenoble erklärte.

    Später am Abend kam es im selben Viertel zu einer weiteren Schießerei, bei der es wohl um denselben Dealpoint ging, ohne dass jemand verletzt wurde. Ebenfalls am Samstagabend wurde ein 27-jähriger Mann im Viertel Villeneuve im Süden von Grenoble zusammengeschlagen und musste ins Krankenhaus eingeliefert werden. Seine 20-jährige Schwester wurde ebenfalls geschlagen und verletzt. Der junge Mann „wurde inzwischen aus dem Krankenhaus entlassen“, so der Staatsanwalt.

    Ein Mann wurde in diesem Fall in Polizeigewahrsam genommen, der auch mit einer Schießerei im Sommer im Zusammenhang mit einem Kampf um die Kontrolle über einen sogenannten Dealpoint in Verbindung steht.

  • Paris: Schauspielerin Isabelle Adjani zu zwei Jahren Haft auf Bewährung verurteilt

    Paris: Schauspielerin Isabelle Adjani zu zwei Jahren Haft auf Bewährung verurteilt

    Die wegen Steuerhinterziehung und Geldwäsche angeklagte Schauspielerin und Sängerin wurde außerdem zu einer Geldstrafe von 250.000 Euro verurteilt. Das Pariser Strafgericht verurteilte Isabelle Adjani am Donnerstag, dem 14. Dezember, wegen Steuerhinterziehung zu zwei Jahren Haft auf Bewährung und ei…

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  • Ex-Frau verlangt 1 Million Euro und die Kinder sind verschwunden. Ehemaliger Profi-Fußballer wird erpresst.

    Ex-Frau verlangt 1 Million Euro und die Kinder sind verschwunden. Ehemaliger Profi-Fußballer wird erpresst.

    Der ehemalige Ligue-1-Spieler Mevlüt Erding, der unter anderem bei PSG oder Rennes gespielt hat, wird angeblich von seiner Ex-Frau erpresst, die ihn daran hindert, seine Kinder zu sehen, und einen sehr hohen Geldbetrag von ihm verlangt.

    Es ist ein Albtraum, den der ehemalige Spieler von Paris Saint-Germain Mevlüt Erding beschreibt. Auf Instagram postete der ehemalige Profi-Spieler, der neben PSG auch bei Stade Rennais spielte, eine Reihe von Nachrichten, in denen er beschreibt, wie er von seiner Ex-Frau erpresst wird: „Meine Frau hat sich seit fünf Monaten nicht mehr gemeldet und lässt mich meine Kinder nicht mehr sehen, ich weiß nicht, wo sie sind“.

    Mevlüt Erding, der seine Karriere im letzten Jahr beendet hat, behauptet, dass seine Ex-Frau astronomische Summen von ihm verlangt, damit er seine Kinder wiedersehen kann: „Ich habe am Samstag mit meinem Sohn gesprochen, weil ich meiner Frau per E-Mail bestätigt habe, dass ich ihr eine Million Euro auf ihr Konto überweisen werde.“

    Erding beschreibt auch psychologische Spielchen, seine Schwiegerfamilie behauptet etwa, seine Kinder seien nicht von ihm: Die Familie meiner Frau ruft mich an und sagt mir, dass das sie nicht meine Kinder sind, dass sie nicht von mir sind, weil ich oft unterwegs war. Ich habe sie um einen DNA-Test gebeten, den sie mir verweigern. Wie kann man nur so schlecht sein? Geld zerstört Familien… Ich werde ein Angebot machen, um die Möglichkeit zu haben, die DNA-Tests zu machen, leider. […] Diese Erpressung bringt mich zum Kotzen.“

    Mevlüt Erding schliesst traurig: „Am Anfang der Karriere zu heiraten und mich am Tag nach meinem Karriereende zu verlassen – mehr braucht man nicht über die Frau zu wissen, die ich immer geliebt habe.“

  • Der 2017 mit 11 Jahren entführte Engländer Alex Batty jetzt in der Haute-Garonne gefunden

    Der 2017 mit 11 Jahren entführte Engländer Alex Batty jetzt in der Haute-Garonne gefunden

    Ein 17-jähriger Mann aus England wurde am Mittwoch in Revel, südlich von Toulouse, gefunden. Es handelt sich um einen Jungen, der seit 2017 als vermisst gilt.

    Ist der junge Engländer Alex Batty sechs Jahre nach seinem Verschwinden nun in der Haute-Garonne wirklich wieder aufgetaucht? Am Mittwoch wurde ein 17-jähriger Jugendlicher, auf den seine Beschreibung zutrifft, von Gendarmen in Revel in Gewahrsam genommen. Sofort gab es Überprüfungen, um sicherzustellen, dass es sich tatsächlich um den 2017 entführten Jungen handelt.

    Das Rätsel um Alex Batty beschäftigt seit 6 Jahren die Medien. Alles beginnt im September 2017. Zu dieser Zeit reist der 11-jährige Junge mit seiner Mutter und seinem Großvater, obwohl ihnen eigentlich jeglicher Kontakt mit Alex untersagt ist. Das Trio besucht unter anderem Spanien und insbesondere Malaga. Von dieser Reise kehrte er nie zurück.

    Ende September 2017 machte sich die Großmutter von Alex Batty Sorgen, weil sie nichts mehr von ihrem Enkel gehört hatte, und meldete ihn als vermisst. Sie sagte, ihr Ex-Mann und ihre Tochter hätten Alex entführt, um ihn zu einer Sekte zu bringen. In England wurde eine Untersuchung eingeleitet, die nach all den Jahren ohne nennenswerte Fortschritte immer noch nicht abgeschlossen ist.

    Im Laufe der 6 Jahre wird der in Manchester geborene Junge in Marokko und Spanien gesichtet. Sein Fall versetzt die angelsächsische Presse immer wieder in Aufregung, ohne dass jemand seine Spur wirklich aufnimmt.

    Nach Informationen von LADEPECHE.fr könnte sich Alex in einer Gemeinde im Departement Ariège aufgehalten haben. Offensichtlich ist er vor einigen Tagen wohl von einer Sekte geflohen und lief lange Zeit, vielleicht sogar mehrere Tage, am Straßenrand entlang. Autofahrer, die seinen Weg kreuzten, fanden sein Verhalten ungewöhnlich und verständigten schließlich die Rettungskräfte.

    Nachdem seine Identität bestätigt wurde, konnte die Großmutter von Alex Batty mit ihrem Enkel telefonieren. Die beiden werden sich bald wiedersehen.

    Nach den Ereignissen in Frankreich veröffentlichte die Polizei von Greater Manchester gestern Abend eine Erklärung zur Entdeckung und Identifizierung von Alex Batty. „Es handelt sich um eine komplexe und langwierige Untersuchung, und wir müssen weitere Ermittlungen durchführen sowie geeignete Schutzmaßnahmen einleiten“, sagte ein Polizeisprecher.

    „Wir unterstützen einen britischen Staatsbürger in Frankreich und stehen in Kontakt mit den örtlichen Behörden“, fügte das Ministerium für auswärtige Angelegenheiten, Commonwealth und Entwicklung in einer Erklärung hinzu.

    Im folgenden Video spricht der Autofahrer, der Alex nach mehrtägigem Fußmarsch aufgegabelt hat, über die Begegnung und die ersten Erzählungen des jungen Alex. Er berichtete, dass er mit seiner Mutter, die er als psychisch instabil beschreibt, jahrelang in einer Sekte gelebt habe. Zunächst in Marokko und Spanien und in den vergangenen drei Jahren in Frankreich.

    Die heute 67-jährige Susan Caruana, Großmutter von Alex, hatte 2018 in der Tageszeitung The Oldham Times einen Zeugenaufruf gestartet, um ihren Enkel zu finden. „Ich möchte meinem Enkel Alex nur sagen, dass ich dich so sehr liebe und bitte, bitte, nimm Kontakt auf“, sagte sie damals und beschrieb ihn als „strahlend, sehr fröhlich, sehr liebevoll.“

    Am Mittwoch schickte Alex ihr mit Hilfe des Autofahrers, der ihm geholfen hatte, eine rührende Nachricht auf Facebook. „Hallo Oma, ich bin’s, Alex. Ich bin in Frankreich, in Toulouse. Ich hoffe wirklich, dass du diese Nachricht erhältst. Ich liebe dich, ich möchte nach Hause kommen“.

    Als Susan Caruana gestern von The Sun befragt wurde, gab sie ihrer großen Freude Ausdruck. „Ich bin so glücklich. Ich habe mit ihm gesprochen und es geht ihm gut. Er ist derzeit bei den Behörden in Frankreich. Es ist so ein Schock. Ich weiß nicht, wo seine Mutter ist. Es ist eine tolle Nachricht. Ich warte nur darauf, dass er nach Hause kommt, ich bin überglücklich“.

  • Drogenhandel: Abwurf auf See – die neue Technik der Drogenhändler

    Drogenhandel: Abwurf auf See – die neue Technik der Drogenhändler

    Im November fand ein Fischer aus Fécamp (Departement Seine-Maritime) Säcke mit 695 Kilogramm Kokain in seinen Netze. Angesichts der zunehmenden Zollkontrollen und Beschlagnahmungen in den Häfen führen die Drogenhändler neuerdings Operationen durch, bei denen sie die Drogen auf See von ihren Schiffen und Booten abwerfen.

    Im Ärmelkanal schwimmt fast täglich eine unbekannte Menge Kokain. Es war ein unerwarteter Fang, den ein normannischer Fischer aus Fécamp (Seine-Maritime) im November mit seinen Netzen einholte. Er fischte wasserdichte Säcke, die 695 Kilogramm des weißen Pulvers im Wert von etwa 22 Millionen Euro enthielten, aus dem Ärmelkanal. Es ist auch längst nicht mehr ungewöhnlich, dass die Flut Kokain an die französischen Strände spült. Pas-de-Calais, Seine-Maritime, Calvados… Insgesamt sind waren es allein im Jahr 2023 drei Tonnen angeschwemmte Drogen.

    Diese Drogenpakete sind während Abwurfaktionen von Drogenhändlern auf See abgetrieben worden und so verloren gegangen. Die Ladungen wurden wurden wahrscheinlich von einem Handelsschiff auf offener See abgeworfen. Ausgestattet mit einem GPS-Sender werden sie dann von kleineren und schnelleren Booten herausgefischt und unter Umgehung der Häfen an Land gebracht.

    In den Häfen von Le Havre (Departement Seine-Maritime), Antwerpen (Belgien) und Rotterdam (Niederlande) ist die Zahl der Kokainbeschlagnahmungen in den letzten Jahren sprunghaft angestiegen. Um den Zollkontrollen zu entgehen, verändern die Schmuggler ständig ihre Praktiken, bald wohl auch mit Drohnen, die von den Schiffen starten, wie die Behörden befürchten. Die französischen Sicherheitsbehörden versprechen für 2024 eine Verschärfung der Kontrollen, auch in den kleinsten Häfen.

  • Sicherheit: Handfeuerwaffen mit 3D-Druckern hergestellt

    Sicherheit: Handfeuerwaffen mit 3D-Druckern hergestellt

    Der französischer TV-Sender France 2 befasst sich mit Waffen, die mithilfe von 3D-Druckern hergestellt werden. Baupläne für verschiedene Modelle sind im Internet verfügbar.

    In nur wenigen Arbeitsstunden und mit einer einfachen Plastikspule kann ein 3D-Drucker eine Handfeuerwaffe herstellen, die leicht ist und keine Seriennummer hat. Am Montag, dem 11. Dezember, verhandelte das Gericht in Créteil (Val-de-Marne) gegen einen 24-jährigen Mann wegen des Verdachts, eine halbautomatische Pistole aus dem 3D-Drucker zu besitzen. Der Mann behauptete, sie für 900 Euro gekauft zu haben, um sich selbst zu verteidigen. „Das ist ein Phänomen, das zunehmen könnte, wenn nichts unternommen wird“, sagt Eric Henry, nationaler Delegierter von Alliance Police nationale gegenüber dem Sender France 2.

    In einem Labor der Polizei erfassen, sezieren und testen Ballistikexperten handgefertigte, aber sehr effiziente Modelle. Die Fertigungspläne verschiedener Modelle sind im Internet zugänglich. Aber auch diese Waffen müssen um zu funktionieren Metallteile enthalten, die in Sicherheitsschleusen klingeln. In Frankreich werden die Herstellung und der Besitz solcher Waffen mit bis zu fünf Jahren Haft und 75.000 EUR Geldstrafe bestraft.

  • Monacos Bürgermeister Georges Marsan wurde am Donnerstag verhaftet

    Monacos Bürgermeister Georges Marsan wurde am Donnerstag verhaftet

    Der Bürgermeister von Monaco, Georges Marsan, wurde am Donnerstag, den 14. Dezember, in Polizeigewahrsam genommen. Sein Stellvertreter für digitale Angelegenheiten, Georges Gambarini, soll ebenfalls verhaftet worden sein. Nach Informationen der Tageszeitung Monaco-Matin wurde der Bürgermeister von Monaco, Georges Marsan, am Donnerstag, dem 14. Dezember, in den Räumlichkeiten der Sûreté publique in Polizeigewahrsam genommen. Die Teams des Bürgermeisters bemühen sich darum, dass alle Dienste der Stadt Monaco trotzdem ohne große Probleme funktionieren. Die erste Stellvertreterin von Georges Marsan, Camille Svara, leitet derzeit die Amtsgeschäfte im Rathaus. Der 66-jährige Georges Marsan wurde im März zum sechsten Mal in Folge als Bürgermeister der Stadt Monaco wiedergewählt, wie die Tageszeitung Monaco-Matin berichtet. Das ist ein Rekord für die längste Amtszeit eines Bürgermeisters in Monaco. Er war der einzige Kandidat für seine Wiederwahl. Der für digitale Dienste zuständige Stellvertr…

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  • Paris: 34-jähriger Mann unter „verdächtigen“ Umständen tot in seiner Wohnung aufgefunden

    Paris: 34-jähriger Mann unter „verdächtigen“ Umständen tot in seiner Wohnung aufgefunden

    Eine Morduntersuchung wurde laut der Pariser Staatsanwaltschaft am Dienstagabend eingeleitet.

    Die Leiche eines 34-jährigen Mannes wurde am Dienstagabend, dem 12. November, in seiner Wohnung im 11. Arrondissement von Paris entdeckt. Dies berichtete der Sender Franceinfo am Mittwoch unter Berufung auf eine mit dem Fall vertrauten Quelle. Die Meldung wurde später von der Pariser Staatsanwaltschaft bestätigt.

    Nach ersten Erkenntnissen der Ermittlungen ereignete sich der Tod des 34-Jährigen unter Umständen, die als „verdächtig“ angesehen werden. Die Polizei wurde an den Tatort gerufen, nachdem die Mutter des Opfers die Leiche entdeckt hatte. Sie hatte sich Sorgen gemacht, weil sie seit Samstag nichts mehr von ihrem Sohn gehört hatte, und war mit dem Zweitschlüssel in seine Wohnung gelangt.

    Die Mutter des Opfers berichtete, dass sich an den Wänden und auf dem Boden Blut befand und dass der leblose Körper ihres Sohnes neben dem Bett auf dem Boden lag. Der Körper wies mehrere Blutergüsse auf, die darauf schließen ließen, dass er geschlagen worden war. Nach ersten Erkenntnissen befanden sich in der Nähe des Körpers auch eine Spritze, Watte und etwas, das wie Drogen aussah.

    Die von den Behörden durchgeführten Ermittlungen in der Nachbarschaft erbrachten, dass es am Dienstag gegen 14.30 Uhr in der Wohnung des Opfers Lärm gegeben habe und dass dieser Lärm auf eine sadomasochistische sexuelle Beziehung hindeuten könnte. Nach Angaben der Pariser Staatsanwaltschaft wurde die Mordkommission am Dienstagabend mit Ermittlungen wegen Mordes betraut.

  • Rennes: Eine 12-jährige Schülerin zieht im Unterricht ein großes Messer und bedroht ihre Lehrerin

    Rennes: Eine 12-jährige Schülerin zieht im Unterricht ein großes Messer und bedroht ihre Lehrerin

    Die 12-jährige Schülerin, die am Mittwochmorgen in Rennes ihre Englischlehrerin mit einem Messer bedrohte, wurde in ein psychiatrisches Krankenhaus eingewiesen. Die psychiatrische Untersuchung ergab, dass sie „für sich selbst gefährlich“ ist. Weder bei der Schülerin noch bei ihrer Familie mongolischer Herkunft wurden Hinweise auf eine Radikalisierung festgestellt.

    Die Mittelschülerin, die am Mittwochmorgen in Rennes ein 17 cm langes Messer gezogen und damit ihre Englischlehrerin bedroht hatte, wurde in ein psychiatrisches Krankenhaus eingewiesen. Die durchgeführte psychiatrische Untersuchung kam zu dem Schluss, dass „die Minderjährige für sich selbst gefährlich ist und ihr Zustand eine Behandlung in einer spezialisierten Einrichtung erfordert“, erklärte der Staatsanwalt von Rennes, Philippe Astruc, in einer Pressemitteilung.

    Der Jugendlichen war in der vergangenen Woche von der Englischlehrerin ihr Mobiltelefon weggenommen worden, was zu einem Rechtsstreit hätte führen können. „Ganz ehrlich, ich bin mir nicht sicher, ob dies das zentrale Element für diese Tat war“, meint der zuständige Staatsanwalt.

    Die Schülerin war bereits im Juni von einem anderen Collège in Rennes wegen Drohungen und Beleidigungen gegen einen Lehrer ausgeschlossen worden und hatte auch damals ein Messer in die Schule gebracht, ohne es jedoch zu benutzen.

    Am Mittwochmorgen gegen 9.30 Uhr im Collège Les Hautes Ourmes in einem beliebten Viertel von Rennes, zeigte die Lehrerin einer Klasse einen Lehrfilm. Wie die Lehrerin den Ermittlern später mitteilte, stellte sie fest, dass eine Schülerin „unruhig“ war. Nachdem sich die Lehrerin neben sie gesetzt hatte, hörte sie, wie die Jugendliche leise zu ihr sagte: „Ich bin heute verrückt, ich möchte heute jemanden umbringen, ich möchte die Schüler, die mich nicht mögen, und die Person vor mir umbringen. Das ist in Arras passiert und ich werde das Gleiche tun“. Damit nahm sie Bezug auf die Ermordung des Französischlehrers Dominique Bernard in einem Gymnasium Arras. Anschließend „zog sie ein imposantes Messer aus ihrer Schultasche“, wie der Staatsanwalt von Rennes erklärte.

    Die Englischlehrerin beschloss daraufhin, „den Raum zu räumen“, bevor sie ihrerseits „mit der bedrohlichen Schülerin hinter sich“ nach draußen ging. Eine Spanischlehrerin, die im Klassenzimmer gegenüber unterrichtete, „ging in den Flur und packte ihre Kollegin, zog sie in ihr Klassenzimmer und schloss ab“, schilderte der Staatsanwalt die Umstände der Tat. In der Zwischenzeit setzte die mit dem Messer bewaffnete Schülerin ihren Weg durch die Schule fort.

    Ein Conseiller principal d’éducation (CPE) und ein Mediator, die Schreie der Schüler hörten, „gingen die Stockwerke hinauf und standen der mit dem Messer bewaffneten Schülerin Auge in Auge gegenüber“ und forderten sie auf, das Messer fallen zu lassen. Sie flüchtete, aber die beiden Männer konnten sie schließlich überwältigen.

    Die junge Heranwachsende wurde in Marseille geboren. Sie ist das älteste Kind einer vierköpfigen Familie mongolischer Herkunft, die sich legal im Land aufhält. Sie kam 2012 nach Rennes und war der Polizei bisher unbekannt. Der Staatsanwalt erklärte, dass die Familie atheistisch sei und dass es keine „Elemente einer Radikalisierung“ gebe.

    Die Schülerin wurde aufgrund ihres jungen Alters in „richterlichen Gewahrsam“ genommen, ein Verfahren, das 12 Stunden dauern und um 12 Stunden verlängert werden kann, bevor sie nach einer psychiatrischen Untersuchung in ein Krankenhaus eingeliefert wurde.

    Bildungsminister Gabriel Attal lobte den „immensen Mut und die Kaltblütigkeit des Personals vor Ort, das auf diese Bedrohung reagiert hat“.

    Der Angriff führte zur Einleitung einer Untersuchung wegen versuchten Totschlags an einer Person, die mit einer öffentlichen Aufgabe betraut ist. Er ereignete sich in einer allgemein angespannten Situation in den französischen Bildungseinrichtungen. Der Fall ereignete sich auf den Tag genau zwei Monate nach der Ermordung eines Französischlehrers, der am 13. Oktober 2023 in Arras (Pas-de-Calais) erstochen wurde. Und fast drei Jahre nach der Ermordung des Geschichtslehrers Samuel Paty am 16. Oktober 2020 in Conflans-Sainte-Honorine (Yvelines), der in der Nähe seiner Schule erstochen und dann enthauptet wurde, nachdem er seinen Schülern während eines Unterrichts über Meinungsfreiheit Mohammed-Karikaturen gezeigt hatte.

  • Gefälschte 50-€-Scheine in Südfrankreich vermehrt im Umlauf

    Gefälschte 50-€-Scheine in Südfrankreich vermehrt im Umlauf

    Es ist nicht wirklich neu: Gefälschte 20-€- und 50-€-Banknoten sind mehr oder minder an der Tagesordnung. Im Departement Lot im Südwesten Frankreichs hat das Phänomen allerdings in letzter Zeit stark zugenommen und betrifft hauptsächlich gefälschte 50-€-Scheine.

    Polizei und Gendarmerie des Departements Lot beobachten das Phänomen sehr genau und nehmen die Angelegenheit sehr ernst. Die Behörden rufen die Händler, vor allem Tabakhändler und Lebensmittelgeschäfte, dazu auf, alle Kontrollmöglichkeiten zu nutzen, um sich von der Echtheit der Banknoten zu überzeugen.

    Auch auf den Märkten werden reisende Händler und Landwirte aufgefordert, verstärkt auf die Echtheit der Banknoten zu achten. Denn auch ohne technische Hilfsmittel seien Augen und Ohren hervorragende Detektoren, so sagt die Gendarmerie.

    Wie aber erkennt man eine gefälschte Banknote?

    Alles muss unter die Lupe genommen werden: die eher dicke und beim Knittern geräuschvolle Textur der Banknote, der leicht erhabene Druck im Bereich der Zahlen oder Motive, die Zusatzzeichen auf der Vorder- und Rückseite, das Wasserzeichen, die man gegen das Licht erkennt, ein in das Papier eingezogener Sicherheitsfaden, die holographische Pastille – das Porträt der Prinzessin Europa – sowie der Nennwert, dessen Aufdruck je nach Neigung der Banknote eine wechselnde Farbe von grün bis dunkelblau hat.

    Wenn man ein wenig Zeit damit verbringt, eine Banknote zu inspizieren, ist besser, als sein Geld an Fälscher zu verlieren! Laut der Europäischen Zentralbank sind die 20- und 50-€-Scheine die am häufigsten gefälschten Banknote und machen etwa zwei Drittel der beschlagnahmten Fälschungen aus. Auch ein einfacher Detektorstift mit durchsichtiger Tinte oder eine UV- oder Infrarotlampe erleichtern es, einen gefälschten Geldschein zu erkennen.