Kategorie: Umwelt

  • Treibhausgase: Frankreich hat seine Emissionen Ende 2022 noch kaum reduziert

    Treibhausgase: Frankreich hat seine Emissionen Ende 2022 noch kaum reduziert

    Frankreich will bis 2050 CO2-neutral werden, aber die Treibhausgasemissionen sind in den ersten sieben Monaten des Jahres 2022 nur leicht gesunken. Und sind im September wieder angestiegen.

    Frankreich hat in den ersten neun Monaten des Jahres 2022 fast genauso viele Treibhausgase ausgestoßen wie im Vorjahr. Dies hat das Centre interprofessionnel technique d’études de la pollution atmosphérique (Citepa), ein von der Regierung mit der Überwachung dieser Emissionen auf nationaler Ebene beauftragte Verband, festgestellt und jetzt seinen Bericht über die monatlichen Emissionen veröffentlicht. Vergleicht man Monat für Monat zwischen 2022 und 2021, so sind die Emissionen bis Juli jeden Monat um durchschnittlich 1% gesunken. Im September stiegen sie jedoch wieder an (3,4%). Und in den ersten neun Monaten gingen die Emissionen im Vergleich zu 2021 nur um 0,3% zurück.

    Einer der Hauptgründe dafür ist der hohe Gasverbrauch, um die Abschaltung vieler Atomreaktoren im Jahr 2022 zu kompensieren. Ende November war noch immer fast die Hälfte der französischen Reaktoren abgeschaltet.

    Um das auszugleichen, mussten Wärmekraftwerke die Aufgabe übernehmen, Energie und vor allem Strom zu erzeugen. Der Energiesektor emittierte 12% mehr Treibhausgase als im Vorjahr und ist damit der Sektor, der die meisten Treibhausgase ausstößt. Auch der Verkehr hat in Frankreich in diesem Jahr mehr Emissionen verursacht als 2021, nämlich 4% mehr. In der verarbeitenden Industrie, aber auch in Wohn- und Dienstleistungsgebäuden gingen die Emissionen hingegen leicht zurück, was auf die milderen Temperaturen, aber auch auf den Aufruf der Regierung zum sparsamen Umgang mit Energie zurückzuführen ist.

    Frankreich hat sich verpflichtet, bis 2050 CO2-neutral zu werden. Es hat bis 2021 418 Millionen Tonnen Treibhausgase ausgestoßen. Um seine selbstgesteckten Ziele erreichen zu können, müsste Frankreich in diesem Jahr mindestens 16 Millionen Tonnen Treibhausgase weniger ausstoßen.

    Für Greenpeace, Oxfam und die anderen NGOs, die sich im Kollektiv L’Affaire du siècle zusammengeschlossen haben, sind die derzeitigen Bemühungen des französischen Staates unzureichend. Diese NGOs zögerten nicht, den Staat im vergangenen Jahr vor Gericht zu verklagen. Es war eine Premiere: Frankreich ist wegen Untätigkeit im Klimabereich verurteilt worden. Die Regierung hat nur noch bis zum 31. Dezember Zeit, um Beweise für ihr Engagement für den Klimaschutz vorzulegen.

    Die Mitglieder des Kollektivs L’Affaire du Siècle haben angekündigt, dass sie, wenn sie es für nötig halten, Anfang 2023 erneut vor Gericht ziehen werden.

  • Immobilien: Boom der Containerhäuser

    Immobilien: Boom der Containerhäuser

    Containerhäuser, die billiger und besser isoliert sind, werden immer beliebter. Aber sind sie genauso stabil wie herkömmlichere Häuser?

    Was wäre, wenn Container die Lösung geworden wären, um ein Haus schnell, umweltfreundlich und vor allem kostengünstig zu bauen? In einer Siedlung in La Roquette-sur-Siagne (Alpes-Maritimes) wurde 2018 ein Haus, das scheinbar allen anderen gleicht, aus drei Containern gebaut. Maxime Manzione, der Besitzer des Hauses, teilt sich insgesamt 70 Quadratmeter mit seiner Frau und seiner Tochter. Ein Haus, für das er 130.000 Euro schlüsselfertig bezahlt hat, was seiner Meinung nach 30% weniger ist als bei einem herkömmlichen Bau.

    Eine gute Isolierung
    Und dank der Isolierung, die auf beiden Seiten der Container angebracht ist, profitiert Maxime Manzione auch bei seiner Heizkostenrechnung. Bevor die Häuser mit einem Kran auf das Grundstück der Hausbesitzer geliefert werden, werden sie von den Bauunternehmern in der Fabrik zusammengebaut. Dafür werden ausrangierte Schiffs-Container benutzt und recycelt. Aber sind diese Häuser genauso stabil wie herkömmliche Gebäude? „Ein Container ist dafür vorgesehen, allen Witterungseinflüssen während der Seefracht standzuhalten, also haben wir es mit einem sehr robusten Material zu tun, das sogar erdbebensicher ist“, versichert Stéphanie Méli, Marketingleiterin von Maison Eco 3, gegenüber France 2.

  • Frankreich: Der Weihnachtsmann sammelt Geschenkverpackungen zum Recyceln ein

    Frankreich: Der Weihnachtsmann sammelt Geschenkverpackungen zum Recyceln ein

    Um den Abfall nach Weihnachten zu begrenzen, werden Geschenkverpackungen gesammelt. Dies ist zum Beispiel im Departement Nord der Fall.

    In den friedlichen Straßen von La Madeleine (Nord) muss der Weihnachtsmann Überstunden machen. Das lässt die Kinder mit offenem Mund staunen. Auf einem ungewöhnlichen Schlitten sammelt er das gebrauchte Geschenkpapier ein, das sich am Wochenende vom 24. auf den 25. Dezember angesammelt hat. „Das ist nicht üblich, das ist schon klar“, schmunzelt der Weihnachtsmann vor der Kamera des Senders France 3. Fast alle Straßen der Stadt werden von ihm befahren, und die Einwohner, ob groß oder klein, machen aus ihrer Begeisterung keinen Hehl.

    Eine neuartige Weihnachtsparade, um die Bevölkerung zu sensibilisieren.
    „Es ist in jedem Fall besser, als die Kartons herumstehen zu lassen oder sie draußen zu entsorgen, also können wir sie auch gleich hier abgeben, und man weiß, dass sie recycelt werden“, begrüßt ein Einwohner die Aktion. Diese ungewöhnliche Weihnachtsmann-Parade wurde von der Stadtverwaltung organisiert, um das Bewusstsein der Bewohner für Umweltfragen zu schärfen. In Douai (Nord) hat eine Sammlung von Tannenbäumen begonnen. Es werden nur natürliche Tannenbäume ohne Dekoration angenommen. Sie werden anschliessend in eine nahegelegene Fabrik gebracht, wo sie zu Brennstoffen recycelt werden.

  • Kampf gegen die Verschwendung: Schluss mit Einwegverpackungen in Fast-Food-Restaurants

    Kampf gegen die Verschwendung: Schluss mit Einwegverpackungen in Fast-Food-Restaurants

    Ab dem 1. Januar sind Einwegverpackungen für den Verzehr an Ort und Stelle in Fast-Food-Restaurants mit mehr als 20 Plätzen verboten. Eine radikale Änderung, die die Betreiber dazu zwingt, ihre Logistik zu überdenken.

    Pommes frites in festen Bechern statt in Papiertüten. Ab Sonntag, dem 1. Januar, ist in allen französischen Schnellrestaurants mit mehr als 20 Sitzplätzen wiederverwendbares Geschirr für den Verzehr an Ort und Stelle vorgeschrieben. Auch die Kunden werden sich von einigen Gewohnheiten verabschieden müssen: Schluss mit dem Getränk, das man vor Ort angefangen hat und mitnimmt. „Wir müssen den Kunden erklären, dass es sich um Gläser wie in einem Restaurant handelt“, stellt Maria Valera, Leiterin eines McDonald’s, vor der Kamera von France 3 fest. Hier in Levallois-Perret (Hauts-de-Seine) wurden die neuen Bestimmungen schon umgesetzt.

    Die Maßnahme wird von einigen Verbänden als unzureichend angesehen.
    Kleine Fast-Food-Restaurants, wie eine Hamburgerkette in Dijon (Côte-d’Or), stehen vor einer doppelten Herausforderung: Sie müssen viele tausend Euro an Investitionen in wiederverwendbares Geschirr tätigen, aber auch die damit zusammenhängende Logistik bewältigen. „Es ist eine gute Sache für den Planeten, aber es stimmt, für uns bedeutet es enorm viele Veränderungen“, sagt Julien Mathiron, der Leiter. Die Maßnahme, die im neuen Anti-Verschwendungsgesetzes festgeschrieben ist, wird von einigen Verbänden dennoch als unzureichend angesehen.

  • Nach der Wärme an Weihnachten – welche Temperaturen man an Neujahr erwarten?

    Nach der Wärme an Weihnachten – welche Temperaturen man an Neujahr erwarten?

    Meteo France meldet, dass das Weihnachtsfest 2022 nach 1997 den zweiten Platz der mildesten jemals gemessenen Weihnachten einnimmt. Der Trend soll sich auch über Neujahr fortsetzen.

    „Weihnachten 2022 war im ganzen Land außergewöhnlich mild“, bestätigt Météo France. Am 25. Dezember stellte die Organisation eine Durchschnittstemperatur von 11,3 °C auf nationaler Ebene fest, „eine Anomalie von +5,5 °C im Vergleich zum Normalwert“. Damit liegt dieses Weihnachten 2022 hinter 1997 auf dem zweiten Platz der mildesten Weihnachten.

    Das milde Wetter war überall präsent und oft sehr ausgeprägt. So wurden 21,2 °C in Biarritz (9 °C über normal), 20,3 °C in Clermont-Ferrand (+12), 19,0 °C in Marseille (+7), 18,1 °C in Bordeaux (+8), 16,3 °C in Lyon (+9), 15,8 °C in Nantes (+6), 15,4 °C in Straßburg (+10), 13,5 °C in Paris (+6) und 12,9 °C in Rennes (+4) gemessen.

    Ein warmes Neujahrsfest
    Laut den Vorhersagen von La chaîne Météo wird auch das Wetter am Wochenende vom Samstag, 31. Dezember, und Sonntag, 1. Januar, „außergewöhnlich mild“ sein. „Mit einem Wind aus Süd bis Südwest, der zwischen einem Tief über dem Atlantik und einem Hochdruckgebiet, das von Nordafrika bis nach Frankreich aufsteigt, kanalisiert wird, wird es mild sein, mit einer feuchten und windigen Atmosphäre im Norden und frühlingshaft im Süden Frankreichs“, sagen die Meteorologen voraus.

    Am Samstag wird es am Vormittag 7 bis 12°C warm, in den Niederungen bleibt es frostfrei. Am Nachmittag werden von Nord nach Süd 13 bis 16°C erwartet, mit Höchstwerten von 20°C im Baskenland. In der Silvesternacht besteht nicht nur Flachland keine Gefahr von Frost oder Schnee. „Es wird mild, auch in den Bergen“.

    Am Sonntag, dem ersten Tag des Jahres 2023, können die Temperaturen 1 bis 2 °C höher sein als am Vortag, „auf einem Niveau, das wir normalerweise Ende April oder sogar Anfang Mai im Südwesten haben, mit 20 bis 25 °C“.

  • Französische Skigebiete erleben derzeit dramatischen Schneemangel

    Französische Skigebiete erleben derzeit dramatischen Schneemangel

    Aufgrund eines besonders milden Jahresendes fehlt in Frankreich der Schnee. Viele tiefer gelegene Skigebiete müssen daher den Urlaubern andere Aktivitäten anbieten.

    Eine dünne Schneeschicht, die zusehends abzuschmelzen scheint. Dies ist das beunruhigende Bild, das sich in einem Wintersportort im Vercors-Massiv der Voralpen bietet. Bei einer Temperatur von 10 °C ist das Ski-Fahren nur sehr eingeschränkt möglich. Die Skischule sorgt zwar für die jüngsten Urlauber, aber viele Pisten bleiben geschlossen. „Wir haben zwei Jahre mit viel Schnee erlebt, und dieses Jahr ist es halt so, das muss man akzeptieren“, sagt Fabrice Mielzarek, Leiter des Fremdenverkehrsamts von Villard-de-Lans (Isère).

    Die Ausrüstungsverleiher passen sich an
    Dieser Saisonbeginn bleibt für einige Skigebiete sehr schwierig. Im Dorf geben die Ausrüstungsverleiher ihr Bestes, um sich anzupassen. Fast alle Ski bleiben im Laden, und man holt die elektrischen Mountainbikes hervor, die man eigentlich bis zum Frühjahr weggestellt hatte. In Mont-Dore (Puy-de-Dôme) ist die Situation ähnlich. Auch hier liegen die Temperaturen weit über den normalen Werten der Saison. Aufgrund des fehlenden Schnees suchen sich die Touristen andere Aktivitäten ausserhalb der Skipisten.

  • Das Solarmodul der Zukunft wird viel mehr Energie einfangen und mehr Strom zu erzeugen

    Das Solarmodul der Zukunft wird viel mehr Energie einfangen und mehr Strom zu erzeugen

    Ein neuer Rekord bei der Solar-Energieerzeugung wurde durch neuartige Tandem-Solarzellen erreicht, die aus einer unteren Siliziumschicht und einem oberen Teil aus Perowskit bestehen.

    Forscher des Helmholtz-Zentrums Berlin (HBZ), eines renommierten deutschen Forschungslabors, haben eine neue Technologie für Solarpaneele entwickelt. Diese weisen einen Rekordwirkungsgrad von 32,5% auf. Das bedeutet, dass fast ein Drittel der gesammelten Energie in Elektrizität umgewandelt werden kann.

    Zur Erinnerung: Der Wirkungsgrad eines Solarmoduls ist die Menge an Lichtenergie, die in Elektrizität umgewandelt wird, im Verhältnis zur gesamten Energie, die in das System einfließt.

    Dieser neue Rekord wurde durch neuartige Tandemsolarzellen erreicht, die aus einer unteren Siliziumschicht und einer oberen Schicht aus Perowskit bestehen. Diese Kombination wandelt 32,5% der Sonnenstrahlung in elektrische Energie um, was neue Möglichkeiten eröffnet. Die Kombination aus Silizium und Perowskit könnte einen bedeutenden Fortschritt bei der Versorgung mit nachhaltiger Energie bedeuten, denn je höher der Wirkungsgrad, desto höher die Stromproduktion. Heute der Wirkungsgrad der Solarzellen noch bei weitem nicht aus, um den gesamten Strom zu erzeugen, der für einen Haushalt benötigt wird.

    In der Praxis haben Solarpaneele heute je nach Zusammensetzung, Ausrichtung und Neigung in der Regel einen Wirkungsgrad zwischen 5 und 25 %. Dies ist noch sehr wenig. Dabei sind monokristalline Modelle derzeit die leistungsfähigsten auf dem Markt. Unter optimalen Umständen kann eine Anlage mit 30 m2 Solarzellen in einer Region mit ausreichend Sonnenschein 5.000 kWh pro Jahr erzeugen. Ein 100 m2 großes Haus verbraucht im Durchschnitt jedoch dreimal so viel, zeigen die von Engie veröffentlichten Daten.

  • Syroco: Segelboot für eine kohlenstofffreie Zukunft

    Syroco: Segelboot für eine kohlenstofffreie Zukunft

    Ein Start-up-Unternehmen aus Marseille hat den Ehrgeiz, den Schiffsverkehr umweltfreundlicher zu gestalten. Mit einem Schiff, das von einem Segel wie ein Kitesurfer gezogen wird.

    Es sieht aus wie ein kleines Flugzeug und ist doch ein Boot. Ein unglaubliches Gerät, mit dem sein Konstrukteur eine Geschwindigkeit von über 150 km/h erreichen und damit den Geschwindigkeitsrekord im Segeln brechen will. Dieses „Speed Craft“, derzeit noch ein Prototyp im Maßstab 1:3, verfügt über ein Segel, das dem eines Kitesurfers ähnelt, und einen speziellen Kiel, um es auf dem Wasser zu halten. Ohne diese technologische Innovation würde dieses Gerät, das halb Boot und halb Flugzeug ist, davonfliegen. Schlüsselelement dieses innovativen Konzepts ist der Kite (Drachensegel), der es ermöglicht, alle Kräfte des Windes an einem einzigen Punkt zu bündeln.

    Entwicklung des kohlenstofffreien Seetransports
    Dieses revolutionäre Boot verdanken wir einem der erfolgreichsten französischen Kitesurfer. Alex Caizergues aus Marseille kann auf 15 Jahre Wettkampferfahrung, 6 Weltrekorde und 4 Weltmeistertitel verweisen. „Ich habe im Laufe meiner Karriere Vieles erreicht, jetzt wollte ich noch einen Schritt weiter gehen und in meiner täglichen Arbeit einen Beitrag für die Umwelt leisten“.

    Um über seine sportlichen Leistungen noch hinauszuwachsen, hat der Rekordhalter ein Start-up-Unternehmen gegründet. Der französische Champion hat ein hochkarätiges Team von 17 Personen um sich geschart, Ingenieure und Schiffsarchitekten, die alle vom Segeln begeistert sind. Ziel des jungen Unternehmens aus Marseille: die Dekarbonisierung des Seeverkehrs voranzutreiben. Der ganzen Welt soll bewiesen werden, dass es möglich ist, mithilfe des Windes, einer sauberen und kostenlosen Energie, eine hohe Geschwindigkeit zu erreichen. „Ganz sicher werden wir morgen Schiffe haben, die einen niedrigen Energieverbrauch haben. Sie werden vielleicht Segel oder ‚Foils‘ haben“, erklärt Alex Caizergues gegenüber France Télévivions.

    Der nächste Schritt für den Unternehmer ist, die geplante 7-Meter-Version seines neuartigen Bootes in den kommenden Monaten zu Wasser zu lassen. Ein Prototyp, mit dem Alex Caizergues den Geschwindigkeitsrekord in Angriff nehmen wird, den er noch „vor den Olympischen Spielen 2024“ brechen möchte.

  • Umwelt: In Frankreich soll mit widerstandsfähigeren Baumarten aufgeforstet werden

    Umwelt: In Frankreich soll mit widerstandsfähigeren Baumarten aufgeforstet werden

    In Frankreich sind viele Baumarten von Dürreperioden oder Insekten bedroht. Es muss also experimentiert werden, um eine Aufforstung mit anderen, widerstandsfähigeren Baumarten zu ermöglichen.

    An den Hängen des Mont Ventoux (Provence-Alpes-Côte d’Azur) liegt ein jahrhundertealter Wald, ein ökologisches Juwel mit vielen verschiedenen Baumarten. Zedern, Kiefern, Buchen, mit vielen orangefarbenen Tönen. Die Farben sind Zeugnis des Herbstes, aber auch ein Symptom für kranke Bäume. Auf einer der Parzellen mussten jetzt etwa 800 Kiefern gefällt werden. „Hinter mir sieht man eine Hakenkiefer, die gerade von Borkenkäfern befallen wird, kleinen Insekten, die von der Schwächung des Baumes profitieren“, erklärt Olivier Delaprison, Forst-Verantwortlicher der Region Vantoux, auf dem Sender France 2.

    Nach den Fällungen der vergangenen Monate muss der Wald regeneriert werden. An diesem Tag beaufsichtigt Olivier Delaprison eine Wiederaufforstungsmaßnahme auf einer Fläche von einem Hektar. „Wir arbeiten mit Zedernsetzlingen, die zwei Jahre gewachsen sind. Die Samen stammen aus Ménerbes im Luberon. In 40 Jahren werden diese Bäume selbst Samen produzieren“, erklärt er. Innerhalb von 50 Jahren könnten neue Baumarten in der Hälfte aller französischen Wälder auftauchen.

  • Wintersturm in den USA: Mindestens 32 Tote und Zehntausende Haushalte ohne Strom

    Wintersturm in den USA: Mindestens 32 Tote und Zehntausende Haushalte ohne Strom

    Ein Wintersturm, der eisige Winde mit sich führte und seit Tagen über das Zentrum und den Osten der USA fegt, forderte bereits mehr als 30 Todesopfer und ließ Zehntausende Amerikaner am Weihnachtstag ohne Strom in kalten Wohnungen frieren.

    „Das ist nicht das Weihnachten, das wir uns vorgestellt haben“: Ein Wintersturm mit eisigen Winden fegt schon seit Tagen über das Zentrum und den Osten der Vereinigten Staaten und hat schon mehr als 30 Menschenleben gefordert. Zehntausende Amerikaner sassen am Weihnachtstag ohne Strom in kalten Wohnungen.

    Zweiunddreißig Todesfälle wurden in neun Bundesstaaten bestätigt, darunter allein 13 in Erie County im Bundesstaat New York, zu dem auch die Stadt Buffalo gehört, wo die Schneehaufen inzwischen stellenweise bis zu drei Meter hoch sind. Einige Opfer wurden in ihren Autos gefunden, andere auf der Straße inmitten der Schneemassen.

    „Menschen sitzen seit über zwei Tagen in ihren Autos fest“
    Seit Mittwochabend werden die USA von diesem ungewöhnlich starken Wintersturm heimgesucht, dessen polare Winde vor allem in der Region der Great Lakes (Großen Seen) zu starken Schneefällen führten. „Es gibt Menschen, die seit mehr als zwei Tagen in ihren Autos festsitzen und andere in ihren Häusern mit frostigen Temperaturen“, berichtet Mark Poloncarz, ein Verwaltungsbeamter des Landkreises Erie County. Er befürchtet, dass es bald weitere Todesfälle in seinem County geben könnte.

    Trotz Fahrverbot sassen Hunderte von Menschen in ihren Fahrzeugen fest. Die Rettungskräfte gingen am Sonntag von Auto zu Auto, um zu sehen, „ob sie Leichen finden“, beschreibt Mark Poloncarz die Situation auf CNN.

    „Das ist eine große Krise“, sagt die Gouverneurin des Bundesstaates New York Kathy Hochul, selbst eine gebürtige Buffaloerin. „Ich habe alle großen Winterstürme der letzten 60 Jahre erlebt. Das hier ist der schlimmste.“

    Mehr als 48.000 Haushalte waren am Sonntag an der Ostküste der USA ohne Strom. Das Unwetter hatte laut der Website Poweroutage.us ursprünglich rund 150.000 Haushalte von der Stromversorgung abgeschnitten.

    Mehr als 3.000 Flüge wurden am Sonntag gestrichen, zusätzlich zu den etwa 3.500 am Samstag und weiteren 6.000 am Freitag, wie die Webseite Flightaware.com berichtete.

    In Städten, wie Denver oder Chicago, wurden Notunterkünfte eröffnet, um Bedürftige aufzunehmen, damit sie sich aufwärmen können und vor Unterkühlung geschützt sind.

    Kanada ebenfalls betroffen
    Der Wintersturm betraf auch Kanada, wo ein Busunfall auf einer vereisten Straße in British Columbia nach Angaben der Behörden mindestens vier Todesopfer und Dutzende Verletzte forderte. Mehr als 150.000 Menschen waren auch i9n Kanada ohne Strom, vor allem in den Provinzen Ontario und Quebec. Zudem mussten alle Züge von Toronto nach Ottawa und Montreal am Weihnachtstag nach der Entgleisung eines Zuges eingestellt werden, wie die kanadische Eisenbahngesellschaft mitteilte.

    Laut dem National Weather Service der USA sollen die Temperaturen „bis Mitte nächster Woche auf jahreszeitlich normale Werte“ zurückgehen.

    https://twitter.com/NWXweather/status/1605993104804151296