Kategorie: Umwelt

  • Französische Regierung will Ende Januar neue Regelungen für Wassernutzung bekannt geben

    Französische Regierung will Ende Januar neue Regelungen für Wassernutzung bekannt geben

    Zu den ehrgeizigen Zielen des neuen Wasserplans, den die Regierung ankündigen will, gehört wohl auch eine bessere Wiederverwendung von Abwasser.  Dem französischen Umweltministerium sitzt die Erinnerung an den Sommer 2022 noch im Nacken. In einigen Dörfern kam kein Tropfen Wasser mehr aus den Wasserhähnen und es kam in ganzen Regionen zu Wasserrationierungen, die Grundwasserspiegel erreichten bisher ungesehene Tiefststände. Franceinfo meldete am Montag, dem 9. Januar, dass die Regierung Ende des Monats einen großen Wasserplan verkünden will. Darin sind unter anderem Ankündigungen gegen Lecks in den Wasserversorgungsnetzen vorgesehen. Außerdem soll im Frühjahr eine große Präventionskampagne gegen die Verschwendung von Wasser gestartet werden. Das wichtigste Thema wird jedoch eine neue Regelung für die Nutzung von Wasser sein. Derzeit wird Abwasser nach der Aufbereitung einfach weggeschüttet, obwohl es zur Bewässerung von Grünflächen, für bestimmte Anbauflächen, zur Straßenreinigung und …

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  • Energie: Gemeinde im Elsass heizt mit schnell nachwachsendem Miscanthus-Schilf

    Energie: Gemeinde im Elsass heizt mit schnell nachwachsendem Miscanthus-Schilf

    Bernwiller (Haut-Rhin) zahlte im Jahr 2022 insgesamt 30.000 Euro für Miscanthus und kann damit den Winter zu überstehen. Miscanthus ist nicht nur preiswerter als die meisten anderen Brennstoffe, sondern auch ein Garant für eine nachhaltige Versorgung.

    Die Pflanze sieht aus wie Schilf und wächst wie Unkraut. Miscanthus hat ausserdem viele positive Eigenschaften und ist in Bernwiller (Haut-Rhin) zu einem lokalen und umweltfreundlichen Brennstoff geworden. Im Dorf findet man Miscanthus neuerdings nahezu überall, neben und unter den Schuppen, in denen sie nach dem Häckseln von der Gemeinde gelagert wird. „Miscanthus ist ein bisschen wie Stroh“, beschreibt Patrick Baur, Bürgermeister von Bernwiller den neuen Brennstoff auf France 2. Dieser wird inzwischen den ganzen Winter über genutzt, um den Heizkessel der Stadt zu befeuern.

    Miscanthus erfordert keine Pflege.
    Bernwiller zahlte im Jahr 2022 100 Euro pro Tonne Miscanthus-Brennstoff: insgesamt etwa 30.000 Euro, um den ganzen Winter zu überstehen. Ein deutlich niedrigerer Preis als fossile Brennstoffe und ein Garant für eine stabilen und nachhaltige Versorgung. „Der Miscanthus wird bei uns auf unseren Grundstücken angepflanzt, wir ernten ihn, wir lagern ihn, also haben wir die ganze Produktion in der Hand. Und wir sind nicht von den Energiepreisen abhängig, wie es beim Heizöl oder beim Holz erlebt“, erklärt Bürgermeister Patrick Baur.

    Heute heizt das Dorf alle seine öffentlichen Gebäude und über 80 Wohnhäuser mit Miscanthus. Die Umstellung von Holzheizungen auf Miscanthus erfolgte schon vor mehr als 15 Jahren mit den ersten Anpflanzungen. Damals wollte man die Wasserressourcen schützen. „Die Idee war, eine Pflanze zu finden, die ohne jeglichen chemischen Input produziert werden kann. Also keine chemische Unkrautbekämpfung, kein Dünger“, erklärt Mathieu Ditnet, pensionierter Landwirt und ehemaliger Bürgermeister von Ammertzwiller. Ein weiterer Vorteil: Miscanthus wächst jedes Jahr nach, ohne irgendwelche Pflege zu erfordern.

  • Weihnachtsbäume als neue Waffe gegen die Erosion

    Weihnachtsbäume als neue Waffe gegen die Erosion

    Nachdem sie in französischen Wohnzimmern die Stars der Weihnachtszeit ware, sollen die Weihnachtsbäume jetzt die Küsten retten. In Gouville-sur-Mer in der Normandie werden die ausgemusterten Nadelbäume am Fuß der Dünen abgelegt, um so die Erosion zu bremsen.

    Seit drei Jahren nun schon bringen Einwohner von Gouville-sur-Mer (Manche) nach Weihnachten ihre Tannenbäume an den Strand. Das ist schon fast zu einer Tradition geworden. Einmal abgelegt, werden die Tausenden von Nadelbäumen dazu beitragen, die Düne zu verfestigen. „Es ist eine Sandfalle, das Meer steigt mit der Flut und der Sand wird in den Tannenzweigen gefangen, die mit Faschinen, früher für die Fischerei verwendeten Haken, befestigt werden“, erklärt Dominique Dujardin, Vorsitzender des Vereins „Le trait de côte“ (Der Küstenstreifen) gegenüber France Télévisions. Mit dieser Technik gewinnt die Düne jedes Jahr mehr als einen Meter Breite hinzu. Eine umweltfreundliche Lösung zur Bekämpfung der Dünenerosion, auf die der Bürgermeister der kleinen Gemeinde in der Normandie sehr stolz ist.

    „Fünf Meter Dünen wiederzugewinnen, und das alles nur mit Tannenbäumen, das ist unglaublich“.

    Im vergangenen Jahr wurden 2.000 Tannenbäume im Sand abgelegt und fanden so ein zweites Leben. Dieses Jahr möchten die Anwohner diese Menge noch übertreffen.

    Es ist eine effizientere Lösung als andere üblicherweise verwendete Techniken wie zum Beispiel die Geotubes, die 2017 am Strand installiert wurden, um einen vom steigenden Wasser bedrohten Campingplatz zu schützen. Diese riesigen, mit Sand gefüllten Plastiksäcke erwiesen sich als völlig unwirksam. „Schnell hat sich das Meer hinter die Rohre geschoben und die Düne ausgehöhlt. Auch wenn sie den Strand schützten, haben sich die grossen Säcke verformt und sind verrutscht“, stellte Béatrice Gosselin, Gemeinderätin in Gouville-sur-Mer, fest. Da sie durch die Gezeiten instabil und brüchig geworden waren, landeten Teile dieser riesigen Plastiksäcke im Meer.

  • Camargue: Winter im Rhythmus der rosa Flamingos und ihrer berühmten Pferde

    Camargue: Winter im Rhythmus der rosa Flamingos und ihrer berühmten Pferde

    Die Camargue ist eine wilde und geschützte Region im Süden Frankreichs, die auch für die berühmte Hochzeitsparade der Flamingos bekannt ist.

    Die Vögel sind das Wahrzeichen der Region und es gibt viele von ihnen im Parc du Pont de Gau, einem friedlichen Ort weit weg von der Zivilisation, an dem sie ihre Hochzeitsparade abhalten. Fotografen aus aller Welt kommen, um diesen Moment festzuhalten. Eine Schweizer Fotografin hat gerade 100 km zurückgelegt, nur um die Flamingos zu fotografieren. Touristen können hier die Flamingos in aller Ruhe aus nächster Nähe bewundern.

    Nur wenige Kilometer entfernt zieht ein anderer lokaler Star die Blicke auf sich. In den Arenen haben Reitvorführungen die Camargue-Rennen ersetzt. „Das Pferd ist das Wahrzeichen der Camargue“, sagt ein Mann auf dem Sender France 2. Die Spiele finden in traditioneller Kleidung statt. „Traditionell werden die vier Jahreszeiten weitergegeben (…), es ist eine eigene Identität, also müssen wir sie weitergeben, damit sie nicht verloren geht“, sagt die Reitlehrerin Caroline Mazoyer.

  • Korsika: Hier leben die Menschen in Europa am längsten

    Korsika: Hier leben die Menschen in Europa am längsten

    Die neuen Statistiken von Eurostat geben Aufschluss darüber, in welchen Regionen Frankreichs und Europas die Lebenserwartung am höchsten ist.  Wo wird man in Frankreich am ältesten? In welchen Regionen ist die Lebenserwartung in Europa am höchsten? Der Südwesten Frankreichs gehört zu den Regionen, in denen die Menschen am längsten leben. Dies geht aus den neuen Statistiken von Eurostat, dem statistischen Amt der Europäischen Union, hervor. In Korsika ist die Lebenserwartung in Frankreich am höchsten: 84 Jahre im Durchschnitt und sogar 87 Jahre für Frauen gegenüber 81 Jahren für Männer. Korsika wird bis 2050 sogar mehr als 1.500 Hundertjährige auf seinem Gebiet zählen. Midi-Pyrénées steht mit einer durchschnittlichen Lebenserwartung von 83,6 Jahren (86,4 Jahre für Frauen, 80,7 Jahre für Männer) an zweiter Stelle. Aquitanien liegt mit durchschnittlich 83,5 Jahren (86,2 Jahre für Frauen, 80,6 Jahre für Männer) auf dem dritten Platz. Eurostat hat die alten französischen Regionen in se…

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  • Umweltaktivisten bewerfen Eingang des Amtssitzes von Elisabeth Borne mit orangener Farbe

    Umweltaktivisten bewerfen Eingang des Amtssitzes von Elisabeth Borne mit orangener Farbe

    Der Eingang zum Palais Matignon wurde am Mittwochmittag von Umweltaktivisten mit Farbe beschmiert. Die Regierung trat am Mittwoch, dem 4. Januar 2023, zum ersten Ministerrat nach den Weihnachtsferien zusammen. Das „Hotel Matignon“, Amtssitz von Premierministerin Elisabeth Borne, wurde am Mittwochmittag, dem 4. Januar, beschädigt. Orange Farbe wurde auf die imposante Eingangstür und die Fassade gesprüht.

    Hinter der Aktion standen Umweltaktivisten des Kollektivs „Dernière rénovation“, die damit die „klimapolitische Untätigkeit der Regierung“ anprangern wollten. Auf Twitter erklärt das Kollektiv die Aktion seiner beiden Aktivisten so: „Sie gehen in den zivilen Widerstand, um eine Regierung zum Handeln zu zwingen, die von der französischen Justiz zweifach verurteilt wurde und seit dem 31. Dezember 2022 offiziell gesetzeswidrig ist.“

    Die Umweltaktivisten haben in den …

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  • Frankreich: Umweltzonen verbannen „schmutzige“ Fahrzeuge aus Innenstädten

    Frankreich: Umweltzonen verbannen „schmutzige“ Fahrzeuge aus Innenstädten

    In elf Metropolen ist es für Fahrzeuge mit hohem Schadstoffausstoß nun verboten, in „emissionsarme Zonen“ zu fahren. Mehr als 250.000 Autos sind davon betroffen, aber sofort schießen die Ausnahmegenehmigungen wie Pilze aus dem Boden.

    Die Zufahrt zur Metropole Lyon (Rhône) ist ab Montag, dem 2. Januar, nur noch eingeschränkt möglich. Fahrzeuge mit dem höchsten Schadstoffausstoß dürfen unter Androhung von Bußgeldern hier nicht mehr fahren. Seither verstoßen beispielsweise Inhaber einer Crit’Air-5-Vignette (Umweltplakette) in der Umweltzone (ZFE) von Lyon gegen das Gesetz. Viele Autofahrer wissen das aber noch nicht.

    In Lyon wurden mehr als 1.000 Anträge auf Ausnahmeregelungen registriert.

    Insgesamt sind in Lyon 20.000 Fahrzeuge betroffen, aber es gibt zahlreiche Ausnahmeregelungen. So hat ein Autofahrer, der sein Auto nur gelegentlich benutzt, einen Termin mit einem Beamten der Verwaltung vereinbart und wird nun eine Ausnahmegenehmigung erhalten, um trotz allem 52 Tage im Jahr mit seinem Wagen fahren zu können. Es wurden bereits über tausend Anträge auf Ausnahmegenehmigungen gestellt. Die Metropole Lyon ist sich sehr wohl bewusst, dass die Regelung nur schrittweise angewendet werden kann. „Sie wird nicht schon im ersten Jahr wirksam sein (…), denn wir wissen, dass es sich um eine schwere Maßnahme handelt, also müssen wir die Leute begleiten“, erklärte Jean-Charles Kohlhaas, Vizepräsident der Metropole Lyon und zuständig für Verkehrsfragen auf dem Sender France 2.

  • Umfrage: Fast 8 von 10 Franzosen wollen die Jagd am Sonntag verbieten

    Umfrage: Fast 8 von 10 Franzosen wollen die Jagd am Sonntag verbieten

    Eine Ifop-Umfrage ergab am Montag, dem 2. Januar 2023, dass 78% der Franzosen dafür sind, dass der Sonntag ein jagdfreier Tag wird.

    Wie schon im Jahr 2016 befürworten fast 8 von 10 Franzosen ein Verbot der Jagd am Sonntag, berichtet die Zeitung Sud-Ouest. Eine Umfrage, die am Montag, dem 2. Januar veröffentlicht wurde, war von sieben Naturschutzverbänden bei dem Meinungsforschungsinstitut Ifop in Auftrag gegeben worden. Die Befragten argumentieren, dass „die Sicherheit und Ruhe aller gewährleistet“ und „eine friedliche Aufteilung der ländlichen Räume und deren Nutzung“ gewährleistet werden müsse.

    Um ihr Anliegen zu unterstreichen, verweisen die Verbände auf die Zahl der Jagdunfälle seit September 2022, bei denen 18 Nichtjäger (darunter ein Toter) und 17 Jäger (darunter zwei Tote) zu Schaden gekommen sein sollen. Daher das Schreiben der Verbände an Emmanuel Macron vom 21. November, den Sonntag als jagdfreien Tag fordern.

    7 von 10 Franzosen haben während der Jagdsaison Angst
    Die Umfrage ergab auch, dass sich 70% der Franzosen während der Jagdzeit nicht sicher fühlen. Im Vergleich zu nur 54% im Jahr 2009 und 61% im Jahr 2016. Besonders im Großraum Paris sind etwa 74% der Landbewohner sehr stark beunruhigt.
    Die Verbände erinnern daran, dass die Jagd „tödliche Risiken“ birgt, und fordern den Präsidenten der Republik auf, „einen Tag der Ruhe, den Sonntag, für die anderen Nutzer der Natur wie auch für die Tierwelt zu gewähren“.

  • Wintersaison: Mangels Schnee ersetzt das Mountainbiken das Skifahren in Savoyen

    Wintersaison: Mangels Schnee ersetzt das Mountainbiken das Skifahren in Savoyen

    2023 beginnt mit viel zu milden Temperaturen. In den Bergen bedeutet das die Rückkehr der Sommeraktivitäten. Am Sonntag, dem 1. Januar, wurden im Skigebiet Les Gets in Hochsavoyen wieder die Mountainbike-Strecken geöffnet.

    In Les Gets (Haute-Savoie) wechseln sich Schlammpfützen mit Schneeflecken ab. Auf der Nordseite versuchen die Skifahrer über Schneereste zu rutschen, auf der Südseite der Berge sind die Winterurlauber mit Mountainbikes unterwegs. Seit dem Morgen des 1. Januar sind die Abfahrtspisten für Fahrräder im Skiort wieder geöffnet und gesichert, aber das kann den Winterurlauber das Skifahren nicht wirklich ersetzen. „Sicherlich wird ein für das Radfahren geöffneter Lift das nicht ausgleichen, aber es ermöglicht uns, den Kunden etwas Nettes anzubieten“, bedauert Benjamin Mugnier, Direktor der Skilifte, gegenüber dem Sender France 3.

    Die Buchungsquote liegt trotzdem bei 81%
    Der savoyische Skiort möchte sein Angebot diversifizieren und versucht schon seit einigen Jahren sich neu erfinden. Radfahren ist im Sommer eine der Hauptaktivitäten von Les Gets und wird jetzt zu einer Vierjahreszeitenaktivität, die einigen ausländischen Gästen bereits lieb und teuer geworden ist. Puristen, die sich nach Pulverschnee sehnen, genießen statt dessen die Schönheit der Landschaft, die dieses Jahr nicht weiss werden will. Spaziergänge stehen für viele Winterurlauber auf dem Programm, wodurch zumindest bei den Skipässen gespart werden kann. Obwohl die Pisten nicht wirklich weiß sind, wird die Buchungsquote auch für die erste Woche in 2023 auf 81% geschätzt.

  • Kraftstoffe und Umwelt – Was sich am 1. Januar ändert

    Kraftstoffe und Umwelt – Was sich am 1. Januar ändert

    Zum Jahreswechsel 2023 am Sonntag, dem 1. Januar, treten mehrere Maßnahmen in Frankreich in Kraft. Dazu gehören kostenlose Kondome für Personen unter 26 Jahren, aber auch das Ende der Ermäßigung für Treibstoff.

    Ab Sonntag, dem 1. Januar, können Autofahrer in Frankreich nicht mehr von dem Rabatt der Regierung auf die Kraftstoffpreise profitieren. Ab dem 1. Januar endet die Ermäßigung von 10 Cent auf einen Liter Benzin oder Diesel. Stattdessen wird den Franzosen mit dem geringsten Einkommen eine individuelle Entschädigung von 100 Euro gezahlt.

    Fast-Food-Restaurants müssen ihre Speisen für den Verzehr im Haus auf echtem Geschirr anbieten.

    Im Einzelhandel wird ein Etikett mit einem QR-Code Auskunft darüber geben müssen, woher bestimmte Kleidungsstücke stammen und wie hoch der Anteil an recyceltem Material ist. In Fast-Food-Ketten wird es ab sofort verboten sein, den Kunden, die vor Ort essen, Wegwerfgeschirr anzubieten. „Das spart ein bisschen mehr Geld und ist viel umweltfreundlicher“, sagt eine Frau gegenüber France Télévisions. Ausserdem werden Kondome für alle Personen unter 26 Jahren, auch für Minderjährige, kostenlos abgegeben.