Luc-sur-Aude, ein Dorf mit 250 Einwohnern in den Pyrenäen, kann sich rühmen, mithilfe eines neuen Photovoltaikparks beleuchtet zu werden. Es ist der erste seiner Art in Frankreich, der von Bürgern finanziert wurde.
Im den Pyrenäen werden der Ort Luc-sur-Aude (Aude) und seine 250 Einwohner dank eines Photovoltaikparks ins rechte Licht gerückt. Die Anlage wurde vor fünf Jahren aufgebaut und ist die erste, der ausschliesslich von Bürgern finanziert wird. Einer von ihnen ist Hedy Dargère, der 500 Euro in das Projekt eingebracht hat. Er tat dies nicht nicht für billigeren Strom, sondern weil er Ökostrom wollte. „Die Idee war, Energie zu verbrauchen, die in meiner Nähe produziert wird“, sagt er gegenüber dem Sender France 2.
Beitrag zur Energiewende durch Zusammenschluss der Bevölkerung
Im Jahr 2010 galt das Projekt als sehr innovativ. „Es war wegweisend, es war wichtig zu zeigen, dass man auch außerhalb der Kernkraft Strom erzeugen kann“, erklärt Thérèse Guiot-Houdart, Einwohnerin von Luc-sur-Aude und Anteilseignerin des Bürgersolarparks. Der Bürgermeister Jean-Claude Pons brauchte ganze sieben Jahre, um das Projekt auf die Beine zu stellen. Als Biobauer und leidenschaftlicher Umweltschützer wollte er zur Energiewende beitragen, aber auch die Bevölkerung dafür gewinnen. Die ersten „Investoren“, die das Startkapital beisteuerten, sind auch Manager der Gesellschaft, die den erzeugten Solarstrom an einen Ökostromanbieter verkauft.
Am 1. Januar 2023 wird der neue regulierte Gastarif eingeführt. Es wird einen Anstieg um 15% geben. Das hätte deutlich höher ausfallen können, aber für die betroffenen Haushalte bleibt es eine Herausforderung.
Antoine Lepers, ein junger Ingenieur in Paris, wird ab dem 1. Januar mehr für sein Gas bezahlen müssen. Trotz des bisherigen Anstiegs der Gaspreise beschränkte der Gaspreisdeckel bislang den Anstieg seiner Rechnungen auf 4%. Eine Obergrenze, die in drei Tagen auf 15% steigen wird. Der junge Mann zahlt dann etwa 7,50 Euro mehr im Monat. Vom Gaspreisdeckel profitieren Privatpersonen, die weniger als 30 MWh pro Jahr verbrauchen und einen Vertrag zum regulierten Tarif haben.
Mehrere Monate Verzögerung Mit dem 15%-Schild werden die französischen Haushalte durchschnittlich 25 Euro mehr pro Monat zahlen, ein Anstieg, der sich in Grenzen hält. Ohne jeglichen Preisdeckel wären die Rechnungen im Durchschnitt um mehr als 200 Euro explodiert. Gleichzeitig sinken die Gaspreise auf den Märkten wieder auf das Niveau vor dem Krieg in der Ukraine, aber diese niedrigeren Preise werden sich erst mit einer Verzögerung von mehreren Monaten auswirken. Ein baldiger und spürbarer Rückgang der Gaspreise ist also leider noch nicht in Sicht.
Nach den rekordverdächtig milden Weihnachtstagen könnte auch das Neujahrswochenende 2023 in vielen Regionen Frankreichs ungewöhnlich warm werden.
Am Neujahrswochenende 2023 könnten in Frankreich Hitzerekorde gebrochen werden, berichtet La Chaîne Météo. Ein Südwind wird milde Luft subtropischen Ursprungs aufsteigen lassen, mit Temperaturen von 10 bis 13°C in 1.500 m Höhe in der Südhälfte Frankreichs und von 5 bis 10°C in der Nordhälfte. Das sind immerhin 5 bis 10°C über den jahreszeitlichen Normalwerten.
Samstag, 31. Dezember Am Samstag wird es von der Bretagne über die Normandie bis in die Hauts-de-France stürmisches Wetter geben, mit intensiven Regenfällen und Windgeschwindigkeiten von bis zu 100 km/h an der Kanalküste. Ansonsten ist der Himmel locker bewölkt, es gibt einige maritime Einflüsse an der Mittelmeerküste und ein paar Regentropfen in den Cevennen.
Am Morgen liegen die Temperaturen zwischen 6 und 15°C, in den Niederungen gibt es keinen Frost. Am Nachmittag werden von Nord nach Süd 13 bis 20°C erwartet, mit Spitzenwerten von 23°C im Baskenland.
Das Wetter in Frankreich am Samstagnachmittag (La Chaine Météo)
In der Silvesternacht gibt es kein Winterwetter, weder Frost noch Schnee ist im Flachland in Sicht. Es wird mild, sogar in den Bergen.
Sonntag, 1. Januar Am ersten Tag des Jahres 2023 wird sich das Hochdruckgebiet verstärken und sich über den größten Teil Frankreichs erstrecken. Nördlich der Loire in Richtung der Kanalküste wird es weniger regnen, aber der Wind wird immer noch ziemlich stark wehen. Im Süden wird sich die Sonne relativ leicht durchsetzen. Die Temperaturen sind oft 1 bis 2°C milder als am Vortag und liegen auf dem Niveau der Temperaturen, die wir normalerweise erst Ende April oder sogar Anfang Mai erwarten.
Montag, 2. Januar Am Montag, dem 2. Januar, kommt leichter Regen in den östlichen Regionen an. In der Nähe des Ärmelkanals wird sich der Himmel aufhellen. Die niedrigsten Temperaturen werden am Morgen im Nordwesten erwartet, mit 7°C in Brest und Rennes und 8°C in Nantes. In Paris wird die Temperatur den ganzen Tag über um 9°C liegen.
Auch die letzte Woche des Jahres war von milden Temperaturen geprägt – viele Skigebiete mussten etwa die Hälfte ihrer Pisten schließen -, zieht Météo-France eine Wetterbilanz für 2022. Ein historisches Jahr, eines der wärmsten, geprägt von außergewöhnlichen Perioden, die auf die globale Erwärmung zurückzuführen sind.
Das milde Jahresende kennzeichnet ein Jahr 2022, das das wärmste war, das Météo-France je aufgezeichnet hat. „Weihnachten 2022 war außergewöhnlich mild im ganzen Land, mit einem Wärmeindikator von 11,3 °C am 25. Dezember auf nationaler Ebene (eine Abweichung von +5,5 °C im Vergleich zur Norm), was dieses Weihnachten auf den zweiten Platz der mildesten Weihnachten nach 1997 setzt“, erklärt Météo-France und betont, dass „die Temperaturen in den letzten Jahren oft mild oder sogar extrem mild zu dieser Jahreszeit waren“.
Nur Weihnachten 2020 war im Landesdurchschnitt kälter als normal. Von einem sehr kalten Weihnachten wie 1962, als das Thermometer in Vichy auf -17,0 °C, in Tarbes auf -9 °C, in Paris auf -7,5 °C und in Perpignan auf -4,5 °C fiel, ist Frankreich sehr weit entfernt.
Entwicklung der durchschnittlichen Jahrestemperaturen seit 1900 (Météo France)
Diese milde letzte Woche zwischen den Feiertagen krönt auf jeden Fall ein außergewöhnliches Jahr 2022, es „wird das wärmste Jahr sein, das Frankreich je gemessen hat. Das Jahr 2022 ist ein Symptom des Klimawandels in Frankreich, das von Wetterextremen geprägt ist“, so Météo-France. „Im gesamten Jahr wird die Temperatur in Frankreich im Durchschnitt über 14,2 °C liegen. Je nach den Temperaturen in den letzten Tagen des Dezembers wird die Jahrestemperatur für das gesamte Jahr 2022 zwischen 14,2 °C (kalter Dezember), 14,4 °C oder sogar 14,6 °C (warmer Dezember) liegen. Damit liegt 2022 auf Platz 1 der wärmsten Jahre, deutlich vor 2020, das bisher den Rekord hielt.“
Abweichungen der Temperaturen und der Niederschläge (Météo France)
Eine dramatische Folge war der Regenmangel, der weite Teile des Landes betraf. „Die durchschnittliche jährliche Niederschlagsmenge in Frankreich dürfte im Jahr 2022 ein Defizit von 15 bis 25% aufweisen (im Vergleich zur Norm 1991-2020). Das Jahr 1989 ist mit einem Defizit von 25% das bislang niederschlagsärmste Jahr. 2022 war gespickt mit Rekordmonaten: der Mai mit einem Defizit von 60 Prozent und der Juli mit einem Defizit von 85 Prozent waren die trockensten Monate, die seit Beginn der Messungen im Jahr 1959 in ganz Frankreich aufgezeichnet wurden.„
„Die im März beginnende Dürre 2022 im klimatologischen Sinne ist mit einer vorläufigen Dauer von 8 Monaten die drittlängste Dürre (nach der Dürre 1989-1990, die 17 Monate dauerte, und 2005, die 9 Monate dauerte). Drei Viertel des Landes waren betroffen“, so Météo-France.
Die Hälfte der Skipisten geschlossen Das sehr milde Jahresende wirkt sich auch auf die Skigebiete aus, die derzeit unter akutem Schneemangel leiden: Die milde Witterung und der Regen führen laut Domaines skiables de France (DSF) derzeit dazu, dass etwa die Hälfte der französischen Skipisten geschlossen ist.
Für Météo-France ist das Jahr 2022 ein gutes Beispiel für die Folgen der globalen Erwärmung. „Die bemerkenswerten Sommerperioden des Jahres 2022 wären ohne die Auswirkungen des Klimawandels höchst unwahrscheinlich und deutlich weniger intensiv gewesen“.
2022 war das wärmste Jahr, das jemals in Frankreich gemessen wurde. Der Sommer war vor allem von Hitzewellen und vielen Waldbränden geprägt.
Historische Hitzerekorde, Trockenheit, Weihnachten mit ungewöhnlich milden Temperaturen: 2022 ist das wärmste Jahr, das jemals in Frankreich gemessen wurde. Als Symptom des Klimawandels ermöglicht es dieser Dezember einigen Familien, sogar den Silvesterabend im Freien zu verbringen. Eine Frau sagt gegenüber France Télévisons: „18 °C im Winter machen mir schon ein bisschen Angst“. Neben dem Dezember wurden auch alle anderen Jahreszeiten kräftig durcheinander gewirbelt.
Zehn Monate über den normalen Temperaturen Der Sommer war geprägt von Hitzewellen und Bränden, wie in der Gironde, wo 66.000 Hektar Wald in Flammen aufgingen. Es war eine Saison der Rekorde, mit 33 Hitzetagen, der zweitheißeste Sommer seit 1900. Weitere sichtbare Auswirkungen des Klimawandels waren heftige Gewitter, Tornados und eine nie da gewesene Hitze im Oktober. Die Temperaturen lagen fast 15 Tage lang 3 bis 7 °C über den Normalwerten.
Laut Météo-France lagen in diesem Jahr nur die Monate Januar und April nicht über den normalen jahreszeitlichen Temperaturen.
Ab 14 Uhr wird in beiden Departements stürmisches Wetter erwartet, das örtlich bis zu 60 mm Regen pro Quadratmeter bringen wird.
In der Bretagne wird es viel regnen. Météo France hat am Freitag, dem 30. Dezember, die Departements Morbihan und Finistère ab 14 Uhr auf die Warnstufe Orange für „Regen und Überschwemmung“ gesetzt. Bis zum Samstagmittag werden zwischen 50 und 80 mm Regen pro Quadratmeter erwartet, wobei starke Windböen (80 bis 100 km/h) als „erschwerende Faktoren“ hinzu kommen sollen. „Das Zusammentreffen von starken Winden und wassergesättigten Böden könnte Entwurzelungen und das Umstürzen von Bäumen erleichtern“, warnt Météo France.
„Die Unsicherheiten betreffen vor allem die Dauer der Regenepisode, die mindestens bis Samstagmittag und möglicherweise darüber hinaus anhalten soll, und die Reaktion der Flüsse, da die Böden im Westen der Bretagne derzeit bereits gesättigt sind“, so die Meteorologen. Météo France empfiehlt den Bretonen, die Website Vigicrues zu konsultieren, um die Entwicklung der Wasserstände in den Flüsse zu verfolgen.
Kleinere Gemeinden müssen sich anstrengen, um zu verhindern, dass ihre Energierechnungen in unbezahlbare Höhen schnellen. Ein Beispiel dafür ist Le Méaugon in der Region Côtes-d’Armor.
Die Gemeinde La Méaugon (Côtes-d’Armor) hat sich entschieden, die nächtliche Straßenbeleuchtung zu reduzieren, um der Energiekrise entgegenzuwirken. Seit Oktober werden die Lichter um 21 Uhr ausgeschaltet. „Wenn alle Gemeinden mitspielen, ist das gut für die Umwelt und für alles“, meint ein Einwohner gegenüber France 3. In Sachen Energieeinsparung gilt La Méaugon als Vorzeigegemeinde. Seit 2016 wird zum Heizen der sechs öffentlichen Gebäude kein Gas oder Öl mehr verwendet, sondern nur noch Holz, das von lokalen Produzenten geliefert wird.
Mehr als 15.000 Euro Einsparungen pro Jahr.
In den Räumen regeln Sonden die Temperatur. „Wenn die Gebäude nicht genutzt werden, (…) geht die Temperatur auf 12 °C herunter“, erklärt Jean-Marc Labbé, der Bürgermeister von La Méaugon. Das Projekt kostete 385.000 Euro und wurde zu 60% vom Staat finanziert. Es ermöglicht der Gemeinde Einsparungen von mehr als 15.000 Euro pro Jahr. Viele bretonische Gemeinden folgen jetzt dem Beispiel und haben Arbeiten zur Senkung ihres Energieverbrauchs in Angriff genommen.
Diese Lösung könnte mehrere Umweltherausforderungen auf einen Schlag bewältigen.
Das amerikanische Startup Select Fuel bietet eine innovative Lösung zur Umwandlung von Plastikmüll in Treibstoff. Eine erste Demonstration wird in Kürze in Zusammenarbeit mit dem Automobilhersteller Bertone erwartet.
Die Verwendung von erneuerbaren Kraftstoffen wird für Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor nötig werden, um die CO2-Emissionen in die Luft so weit wie möglich zu reduzieren. Select Fuel hat sich auf die Entwicklung von Technologien zur Wiederverwertung von Kunststoffabfällen als Kraftstoff spezialisiert.
Diese Lösung könnte eine innovative Lösung für zwei Herausforderungen sein: einerseits die Nachfrage nach sauberen und nachhaltigen Kraftstoffen zu befriedigen, andererseits aber auch besonders umweltschädliche Abfälle sinnvoll zu recyceln. Nach dem Verfahren von Select Fuels könnten auf diese Weise mindestens 75% unseres Plastikmülls in vielfältige Bioenergieprodukte umgewandelt werden.
Eine erste Umsetzung in der Praxis wird Select Fuel mit seinem Partner Bertone anlässlich der Vorstellung des brandneuen Hypercars, dem GB110, der Öffentlichkeit vorstellen. Das Auto wird mit einem Kraftstoff aus recyceltem Polycarbonat fahren. Das Startup Select Fuel hat vor, Lösungen für alle Arten von Verbrennungsmotoren zu entwickeln, d. h. für PKWs, LKWs und Flugzeuge.
Weitere Quellen für erneuerbare Kraftstoffe, etwa Biomasse (z. B. Altöl), Lebensmittelabfälle, landwirtschaftliche Abfälle, Rasenschnitt und sogar Zellstoff, sind in Planung.
Nach einem Jahr 2022, das von Bränden und sintflutartigen Regenfällen geprägt war, schlagen die Versicherungen Alarm. Das Jahr hat sie viel Geld gekostet und die Situation dürfte sich mit der Zeit nicht verbessern.
Verheerende Brände im Südosten Frankreichs, zerstörerische Hagel-Stürme, Überschwemmungen im Frühjahr oder eine Dürre, die Risse in den Häusern verursacht. Mit der erlebten Zunahme von Naturkatastrophen verspricht das Jahr 2022 eines der teuersten für die französischen Versicherer zu werden. Die Rechnung könnte nach Angaben der Branche mehr als acht Milliarden Euro betragen.
Kosten, die in den nächsten Jahren noch steigen werden. „Wir haben sowohl mehr Schäden, weil es mehr Wetterereignisse gibt, als auch schwerere Ereignisse als zuvor. Und dazu noch Reparaturkosten, die ebenfalls in sehr hohem Maße gestiegen sind“, erklärt Florence Lustman, Präsidentin von France Assureurs, auf dem Sender France 2. Verheerende Wetterereignisse haben zwischen 1989 und 2019 insgesamt etwa 74 Milliarden Euro gekostet. Der Betrag dürfte sich in den nächsten 30 Jahren jedoch fast verdoppeln. Um ihre Kosten zu senken, investieren Dutzende von Versicherungen in die Prävention.
Das Thermometer klettert Ende Dezember in der Bretagne auf 10 bis 15 Grad an. Aber diesmal ist nicht die globale Erwärmung schuld.
Ein Ende Dezember mit fast frühlingshaften Temperaturen. Seit einigen Tagen zeigt das Thermometer in der Bretagne zwischen 10 und 15 Grad an. Diese Wärme zum Jahresende überrascht die Menschen immer wieder. „Mir hat die letzte Woche besser gefallen, da hatten wir wirklich jahreszeitgemäße Temperaturen. Jetzt hat man nicht das Gefühl, dass es wirklich Winter ist“, sagte ein Einwohner auf dem Sender France 2. „Wir würden es vorziehen, wenn es Schnee gäbe“, stimmt ein anderer zu.
Ein Wetterphänomen, das diesmal nicht mit der globalen Erwärmung zusammenhängt
Diese außergewöhnlichen Temperaturen sind auf ein Tiefdruckgebiet zurückzuführen, das direkt aus Cancun in Mexiko kam. Esa bringt das südamerikanische Klima in die französische Bretagne. Ein Phänomen, das also nicht mit der globalen Erwärmung zusammenhängt. „Anfang Dezember hatten wir eine kältere Periode. Das ist Teil der normalen Klimavariabilität“, erklärt Steven Tual, Meteorologe bei Météo Bretagne. Die Temperaturen können am Wochenende vom 31. auf den 1. Januar bis zu 16 Grad erreichen und bleiben auch zum Jahreswechsel über den normalen Jahreszeitenwerten.