Kategorie: Umwelt

  • Schrecken in Italien: Löwe entkommt aus Zirkus und läuft mehrere Stunden lang frei in der Stadt herum

    Schrecken in Italien: Löwe entkommt aus Zirkus und läuft mehrere Stunden lang frei in der Stadt herum

    Die Bewohner der Stadt Ladispoli in Italien wurden am Samstagabend aufgefordert, in ihren Häusern bleiben. Ein Löwe war aus einem Zirkus ausgebrochen. Am späten Abend konnte er schließlich wieder eingefangen werden.

    „Ein Löwe ist aus dem Zirkus ausgebrochen“. Ich wiederhole: „Ein Löwe ist aus dem Zirkus ausgebrochen“. Das war die nicht alltägliche und erschreckende Nachricht, die der Bürgermeister von Ladispoli, einer Stadt mit 40.000 Einwohnern in Italien, am Samstag in den sozialen Netzwerken veröffentlichte. Alessandro Grando forderte seine Bürger auf, nicht aus dem Haus zu gehen.

    Die Warnmeldung war alles andere als ein Scherz. Einwohner konnten den Löwen von ihrem Fenster oder ihrem Auto aus filmen, wie er gemütlich und mit königlicher Würde durch die Straßen der Stadt spazierte.

    Am späten Samstagabend teilte Bürgermeister Alessandro Grando auf Facebook mit, dass der Löwe seine Flucht beendet habe: „Der Löwe wurde sediert und eingefangen“. Er wurde von Zirkusmitarbeitern abgeholt.

    In einem gesellschaftlichen Kontext, in dem das Halten von Wildtieren in Zirkussen stark kritisiert wird, hatte der italienische Bürgermeister klar gesagt, er habe den Besuch eines Zirkus mit Löwen in seiner Gemeinde zwar nicht genehmigt, habe aber auch nicht die Macht, dies zu verhindern.

  • „Ich habe noch nie etwas Vergleichbares gesehen“: Ein seltsames Wildschwein in Südfrankreich gesichtet

    „Ich habe noch nie etwas Vergleichbares gesehen“: Ein seltsames Wildschwein in Südfrankreich gesichtet

    Ein Naturliebhaber hat im Süden Frankreichs ein Tier fotografiert, das man noch nie zuvor gesehen hat. Es ähnelte einem Wildschwein, sah aber doch ganz anders aus…

    Daniel traute seinen Augen nicht. Der passionierte Wanderer und Tierliebhaber ist regelmäßig in der Gegend um Six-Fours im südfranzösischen Departement Var unterwegs. Eines seiner Hobbys ist es, Wärmebildkameras an Bäumen anzubringen und zwei oder drei Tage später wieder vorbeizukommen, um zu kontrollieren, welche Tiere fotografiert wurden.

    Als er am Dienstagmorgen eine seiner Kameras kontrollierte, war er verblüfft. „Ich hatte noch nie etwas Vergleichbares gesehen“, erzählt er der Zeitung Var-Matin. „Ein ganz weißer Körper, wie ein Schaf, und der Kopf ist schwarz“. Das Tier ist voluminös. Er schätzt sein Gewicht auf 80 kg. Und obwohl das Tier wie ein Wildschwein aussieht, ist sein Kopf flacher als für diese Tiere typisch.

    Neugierig geworden, sucht Daniel zuerst im Internet nach Informationen, findet aber keine Antwort. Eine Antwort gibt es schließlich bei der örtlichen Jagdgesellschaft. Bei dem Tier handelt es sich um eine Kreuzung aus einem Wildschwein und einem Chinaschwein. „Manche Privatpersonen halten Chinaschweine. Und manchmal entwischen sie“, erzählt der Vorsitzende der Jägerschaft, Hervé Fabre. Bei einer Begegnung im Wald kopulierten also ein Wildschwein und ein chinesisches Schwein miteinander und was dabei herauskam hat Daniels Kamera entdeckt.

    Bereits in der Vergangenheit haben sich Wildschweine und Hausschweine immer mal wieder fortgepflanzt. Sie werden in Frankreich als Cochonglier, Sanglochons oder Hybriden bezeichnet. Seit 1982 versucht der französische Staat dies einzuschränken, um die genetische Reinheit des Wildschweins zu erhalten.

    Mitten in der Jagdsaison hat das gekreuzte wilde Chinaschwein derzeit allerdings keine guten Karten: Während das Chinaschwein nicht getötet werden darf – es gilt als Haustier -, können die aus Kreuzungen hervorgegangenen Tiere von den Jägern abgeschossen werden.

  • Emmanuel Macron kündigt Bau eines Forschungsschiffes für die Polarmeere an

    Emmanuel Macron kündigt Bau eines Forschungsschiffes für die Polarmeere an

    Das Schiff wird den Namen des ehemaligen französischen Premierministers Michel Rocard tragen, der der erste Botschafter Frankreichs für die Pole war, wie Macron erklärte. Ein besonderes Schiff soll helfen, die Pole zu retten. Emmanuel Macron kündigte am Freitag, dem 10. November, zum Abschluss eines Gipfeltreffens über die Pole und polaren Gletscher in Paris den Bau eines französischen Schiffes als Teil der internationalen Polarforschung an, in die Frankreich bis 2030 etwa eine Milliarde Euro investieren will.

    Das Schiff, das zwischen Nouméa (Neukaledonien) und Hobart (Australien) stationiert sein wird und durch das meterdicke Eis der Polarmeere navigieren kann, wird zwischen dem Westpazifik und der Antarktis pendeln. Es wird den Namen des ehemaligen Premierministers Michel Rocard tragen, der der erste Botschafter Frankreichs für die Polregionen war, wie Emmanuel Macron erklärte. Angesichts des Zusammenbruchs der Gletscher des P…

    [wtr-time]

    Der weitere Text ist unseren Abonnenten vorbehalten.


    Warum ein Abo? Weil guter Journalismus seinen Preis hat.

    Information mag frei zugänglich sein – aber Journalismus ist kein Selbstläufer. Recherchen, Interviews, Faktenchecks und Einordnungen erfordern Zeit, Expertise und Verantwortung.

    Wer unabhängige, fundierte Berichterstattung will, muss sie ermöglichen. Werbefinanzierung allein reicht nicht – sonst entscheiden Klickzahlen über Inhalte.

    Ein Abonnement ist kein Eintrittsgeld, sondern ein Bekenntnis: zur Qualität, zur Unabhängigkeit und zu einer informierten Öffentlichkeit.

    Information ist frei. Journalismus kostet. Und genau deshalb lohnt sich ein Abo.


    Abo-Light – das Monatsabonnement zum schlanken Preis

    Alle Artikel für 0,50 € pro Woche. Das Abo wird monatlich mit 2 € abgerechnet und ist monatlich kündbar.

    Monatsabonnement buchen…


    Premium-Abo – das Jahresabonnement mit wertvollen Add-Ons

    Alle Artikel für 0,38 € pro Woche. Das Abo wird jährlich mit 20 € abgerechnet und ist jährlich kündbar.

    Das Premium-Jahres-Abo bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    Jahresabonnement buchen…


    Lebenslang – das Premium-Abo für immer

    Für eine einmalige Zahlung für nur 36 €. Unbegrenzter Zugriff – ein Leben lang.

    Das Premium-Abo-Lebenslang bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    „Abo-Lebenslang“ buchen…


     

     

  • Überschwemmungen im Pas-de-Calais: 350 Rinder auf einem Bauernhof eingeschlossen

    Überschwemmungen im Pas-de-Calais: 350 Rinder auf einem Bauernhof eingeschlossen

    Nicht nur die Feuerwehr, sondern auch die Bewohner des Dorfes sind am Freitag im Einsatz, um dem völlig hilflosen Züchter zu helfen und zu versuchen, die Tiere zu retten.

    Auf einem Bauernhof im Pas-de-Calais kommt es am Freitag, dem 10. November, zu einem Wettlauf gegen die Zeit. Nicht weniger als 350 Kühe sind seit 4 Uhr morgens vom Wasser eingeschlossen. An ihrer Seite steht ein völlig hilfloser Viehzüchter. Die Tiere könnten an Unterkühlung sterben, daher versuchen einige von ihnen verzweifelt, aus dem Morast und Schlamm zu kommen, während draußen die Helfer mit Traktoren und Tankwagen versuchen, so viel Wasser wie möglich abzupumpen. Die Situation ist kritisch. Angesichts der Notlage sind seit 7 Uhr auch Feuerwehrleute im Einsatz.

    Der Bauernhof ist komplett von Wasser umschlossen. „Es ist das dritte Mal in dieser Woche, es ist katastrophal (…) Finanziell werden wir nicht wieder auf die Beine kommen“, sagt der erschöpfte der Landwirt gegenüber dem Sender France 2. Um zu helfen, tun die Einwohner, was sie können. Einer von ihnen bringt Benzin mit, um eine der Pumpen betreiben zu können. Neben dem Landwirt wartet allerdings ein ganzes Dorf auf Hilfe. Am Mittag wurden die Maßnahmen weiter verstärkt, um die 350 in den Wassermassen gefangenen Rinder zu retten – koste es, was es wolle.

  • Überschwemmungen im Pas-de-Calais: Schulen und Kindergärten in 200 Orten bis Sonntag geschlossen

    Überschwemmungen im Pas-de-Calais: Schulen und Kindergärten in 200 Orten bis Sonntag geschlossen

    Der französische Innenminister Gérald Darmanin warnte am Donnerstag vor weiteren starken Regenfällen und weiterem Anstieg der Wasserstände.

    Die für das Departement Pas-de-Calais vorhergesagten neuen Regenfälle und Überschwemmungen beunruhigen die Menschen. Innenminister Gérald Darmanin kündigte am Donnerstag, dem 9. November, die Schließung von Schulen und Kindergärten in 200 Gemeinden des Pas-de-Calais bis mindestens Sonntag an. Zuvor waren bereits bisher waren es 74 Schulen geschlossen worden.

    „Wir werden sehen, ob die Schulen am Montag wieder geöffnet werden können“, sagte Gérald Darmanin aus dem Krisenzentrum des Ministeriums. Seiner Meinung nach übertreffen die derzeitigen Regenfälle und ihre Folgen alle bisherigen Prognosen.

    Alarmstufe Rot im Pas-de-Calais
    Der Innenminister rief für den Donnerstagabend und den Freitag zu größter Wachsamkeit auf. „Es ist möglich, dass die kommenden Stunden sehr angespannt sein werden, vielleicht kritischer als die, die wir in dieser Woche bereits erlebt haben“, warnte Gérald Darmanin.

    Nach tagelangen Unwettern und Überschwemmungen gilt im Departement Pas-de-Calais, in dem bereits die Alarmstufe Rot für „Hochwasser“ galt, bis Freitag 16 Uhr ebenfalls die Alarmstufe Rot für „Regen und Überschwemmung“. Météo-France warnt vor „sehr ergiebigen Niederschlägen“.

  • Überschwemmungen im Pas-de-Calais: Deich eines Nebenflusses der Canche droht zu brechen

    Überschwemmungen im Pas-de-Calais: Deich eines Nebenflusses der Canche droht zu brechen

    Im südlichen Pas-de-Calais droht seit Mittwoch, dem 8. November, ein Damm, der sich an einem Nebenfluss der Canche befindet, zu brechen. Anwohner wurden am Mittwoch evakuiert und die Feuerwehr bereitete sich am Donnerstagnachmittag auf weitere Evakuierungen vor.

    Es ist ein Wettlauf gegen die Zeit und gegen die Elemente. Ein Deich, der sich an einem der Nebenflüsse der Canche im südlichen Pas-de-Calais befindet, droht seit Mittwoch, dem 8. November, zu brechen. Er muss mit allen Mitteln verstärkt werden, um zu verhindern, dass noch mehr Dörfer überflutet werden. Der Fluss, für den die Alarmstufe Rot gilt, droht eine 10 Hektar große Wasserfläche über die Wohnhäuser zu ergießen.

    Ein Festsaal verwandelt sich in einen Schlafsaal
    Die Bewohner müssen schnell weg und sich in Sicherheit bringen. Einige finden Unterschlupf in einem Festsaal, der in einen Schlafsaal umgewandelt wurde. Einige Rentner, die bereits am Mittwoch evakuiert worden waren, verbrachten die Nacht dort und warteten gespannt auf jede noch so kleine Information über den Anstieg des Wassers. Eine unerträgliche Wartezeit auch für Micheline Grossier, eine evakuierte Betroffene, die seit 28 Jahren in einem Haus wohnt, das bislang von Überschwemmungen verschont geblieben war, wie der Sender France 2 berichtet. Ab Donnerstagmittag haben sich die Feuerwehrleute bereits für weitere Evakuierungen bereit gemacht.

  • Frankreich: Staatsrat stoppt Auflösung des Umwelt-Kollektivs „Les Soulèvements de la Terre“

    Frankreich: Staatsrat stoppt Auflösung des Umwelt-Kollektivs „Les Soulèvements de la Terre“

    Der französische Innenminister Gérald Darmanin hatte im März 2023 das Verbot und die Auflösung der militanten Umwelt-Gruppe eingeleitet. Der Minister hatte die Aktivisten beschuldigt, Urheber gewalttätiger Aktionen bei den Protesten gegen die riesigen Wasserstaubecken in Sainte-Soline gewesen zu sein. Nachdem die Umweltbewegung Soulèvements de la Terre im Juni vom Ministerrat aufgelöst wurde, hat der Staatsrat am Donnerstag, dem 9. November, die Aufhebung dieser Regierungsentscheidung bekannt gegeben. Innenminister Gérald Darmanin hatte am 28. März die Auflösung der radikalen Umweltbewegung eingeleitet, da er sie beschuldigt hatte, „Urheber der gewalttätigen Aktionen“ bei Protesten im März in Sainte-Soline (Deux-Sèvres) gegen die dort geplanten Wasserbecken, gewesen zu sein. Die Auflösung der Aktivistengruppe, die mit der „Letzten Generation“ in Deutschland vergleichbar ist, war bereits im August in einem einstweiligen Verfügungsverfahren vom Staatsrat ausgesetzt worden und wird mit de…

    [wtr-time]

    Der weitere Text ist unseren Abonnenten vorbehalten.


    Warum ein Abo? Weil guter Journalismus seinen Preis hat.

    Information mag frei zugänglich sein – aber Journalismus ist kein Selbstläufer. Recherchen, Interviews, Faktenchecks und Einordnungen erfordern Zeit, Expertise und Verantwortung.

    Wer unabhängige, fundierte Berichterstattung will, muss sie ermöglichen. Werbefinanzierung allein reicht nicht – sonst entscheiden Klickzahlen über Inhalte.

    Ein Abonnement ist kein Eintrittsgeld, sondern ein Bekenntnis: zur Qualität, zur Unabhängigkeit und zu einer informierten Öffentlichkeit.

    Information ist frei. Journalismus kostet. Und genau deshalb lohnt sich ein Abo.


    Abo-Light – das Monatsabonnement zum schlanken Preis

    Alle Artikel für 0,50 € pro Woche. Das Abo wird monatlich mit 2 € abgerechnet und ist monatlich kündbar.

    Monatsabonnement buchen…


    Premium-Abo – das Jahresabonnement mit wertvollen Add-Ons

    Alle Artikel für 0,38 € pro Woche. Das Abo wird jährlich mit 20 € abgerechnet und ist jährlich kündbar.

    Das Premium-Jahres-Abo bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    Jahresabonnement buchen…


    Lebenslang – das Premium-Abo für immer

    Für eine einmalige Zahlung für nur 36 €. Unbegrenzter Zugriff – ein Leben lang.

    Das Premium-Abo-Lebenslang bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    „Abo-Lebenslang“ buchen…


     

     

  • Oktober 2023 ist der wärmste weltweit jemals gemessene Oktober – fünfter Monatsrekord in Folge

    Oktober 2023 ist der wärmste weltweit jemals gemessene Oktober – fünfter Monatsrekord in Folge

    Die Welt hat gerade den wärmsten Oktober seit Beginn der Aufzeichnungen erlebt, meldete das europäische Kopernicus-Observatorium am Mittwoch, dem 8. November.

    Der Oktober 2023 war der wärmste Monat Oktober, der je weltweit gemessen wurde, und setzte damit eine Reihe von Monatsrekorden fort, die im Juni begannen, wie der europäische Kopernikus-Atmosphärenüberwachungsdienst am Mittwoch mitteilte.

    Diese neuen Erkenntnisse, die Dürren, die gleichbedeutend mit Hungersnöten sind und zu verheerenden Bränden oder verstärkten Wirbelstürmen führen, nähren die Warnungen der Wissenschaftler, die den Hintergrund der 28. Klimakonferenz der Vereinten Nationen in Dubai (30. November bis 12. Dezember) bilden werden.

    „Wir können mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit sagen, dass 2023 das wärmste Jahr in der Geschichte der Wetteraufzeichnungen sein wird“ und „das Gefühl, dass wir dringend ehrgeizige Klimamaßnahmen ergreifen müssen, war noch nie so stark, wie im Vorfeld der COP28“, sagte Samantha Burgess, stellvertretende Leiterin der Abteilung Klimawandel (C3S) bei Kopernikus, in einer Pressemitteilung.

    Der vergangene Monat mit einer durchschnittlichen Temperatur von 15,38°C auf der Erdoberfläche übertrifft laut Copernicus den bisherigen Rekord vom Oktober 2019 um 0,4°C. Die Anomalie der globalen Temperaturen sei „außergewöhnlich“. Der Oktober 2023 ist „1,7°C wärmer als der Durchschnitt eines Oktobers im Zeitraum 1850-1900“, vor den Treibhausgasemissionen der Menschheit, so die Beobachtungsstelle weiter.

    Seit Januar ist die Durchschnittstemperatur die wärmste, die je in den ersten zehn Monaten eines Jahres gemessen wurde: Nämlich 1,43°C über dem Klima der Jahre 1850-1900.

  • Hochwasser: 15 Gemeinden im Departement Vienne ohne Trinkwasser

    Hochwasser: 15 Gemeinden im Departement Vienne ohne Trinkwasser

    Im Departement Vienne haben die starken Regenfälle Auswirkungen auf die Wasserqualität. Das Leitungswasser ist in 15 Gemeinden verschmutzt. Bis zur Wiederherstellung der Wasserversorgung werden Wasserflaschen an die Bewohner der betroffenen Dörfer verteilt.

    Seit Sonntag, dem 5. November, müssen die Bewohner von La Trimouille im Departement Vienne doppelt wachsam sein. „Es ist kompliziert, den Kindern zu sagen: ‚Rührt das Leitungswasser nicht an, denn es ist nicht gut zum Trinken’“, sagt eine fünffache Mutter auf dem Sender France 2. Die Bewohner müssen Wasser in Flaschen benutzen, da das Leitungswasser in 15 Gemeinden des Departements für ungenießbar erklärt wurde.

    Es werden Untersuchungen durchgeführt
    Die Verteilung der Wasserflaschen wurde von der Stadtverwaltung organisiert, die zum ersten Mal mit einer solchen Situation konfrontiert wurde. „Der Fluss ist auch schon andere Male über die Ufer getreten, aber das ist das erste Mal, dass wir Wasser verteilen müssen“, sagt die Bürgermeisterin von La Trimouille, Brigitte Abaux. In den letzten Tagen entnahmen die Behörden vermehrt Wasserproben, um zu überprüfen, wie sich die Verschmutzung des Wassers der Gemeinde verändert und ob es für die Einwohner wieder genießbar wird.

  • Rekordhochwasser im Pas-de-Calais: Evakuierte Bewohner und geschlossene Schulen

    Rekordhochwasser im Pas-de-Calais: Evakuierte Bewohner und geschlossene Schulen

    Wenige Tage nach den Stürmen Ciaran und Domingos kam es in mehreren Gemeinden des Departements Pas-de-Calais, durch die der Küstenfluss Aa fließt, zu heftigen Überschwemmungen.

    Das Departement Pas-de-Calais wird von heftigen Überschwemmungen heimgesucht. Laut Vigicrues, der Organisation zur Messung des Hochwasserrisikos in Frankreich, waren es die größten Überschwemmungen, die dieses Gebiet seit 2002 erlebt hat. Mehrere Flüsse der Region, darunter die Flüsse Aa und Liane, traten am Montag und Dienstag über die Ufer und überschwemmten mehrere Gemeinden des Departements. Für die beiden Küstenflüsse wurde am Dienstag, dem 7. November, die Alarmstufe Rot „Hochwasser“ ausgerufen. Mehrere Städte und Dörfer der Region waren bereits Anfang November Schauplatz heftiger Überschwemmungen, die durch den Sturm Ciaran ausgelöst worden waren.

    Überflutete Häuser, unbefahrbare Straßen, geschlossene Schulen und evakuierte Bewohner… Die materielle Schadensbilanz für die Gemeinden, durch die der Küstenfluss Aa fließt, fällt hoch aus. Insgesamt sind in dem Departement mehr als sechzig Gemeinden betroffen, so die Präfektur.

    Wegen der Überschwemmungen mussten die Feuerwehren des Departements Pas-de-Calais sowie der Departements Somme, Aisne und Oise allein am Montag mehr als 400 Einsätze durchführen, wie der Sender France Bleu Nord berichtet.

    Auch der Fluss Liane, der durch die Stadt Saint-Etienne-au-Mont im Département Boulonnais fließt, trat über die Ufern. Die örtlichen Behörden mussten mehrere Evakuierungen durchführen. Das Wasser hatte innerhalb weniger Stunden einen kritischen Pegelstand erreicht, berichtet die regionale Tageszeitung La Voix du Nord. „Es ist sehr schnell gestiegen, in einem galoppierenden Tempo“, betonte die Bürgermeisterin der Stadt, Brigitte Passebosc.

    Auch in der Stadt Blendecques im Département Pas-de-Calais in der Nähe von Saint-Omer, hatten die Bewohner mit dem steigenden Wasserstand des Flusses Aa zu kämpfen. „Im Moment haben wir 70 überschwemmte Häuser (…). Für die Bereiche, die noch in den Überschwemmungsgebieten liegen, wurden provisorische Hochwasserschutzdämme]verteilt“, erklärte der Bürgermeister der Stadt, Rachid Ben Amor, im Gespräch mit dem Sender France 3 Hauts-de-France.

    Fast 150 Schulen geschlossen
    Für das gesamte Departement wurde die Hochwasserwarnung Rot für den Dienstag verlängert. In der Nacht zuvor hatten die Niederschläge einen gewittrigen Charakter angenommen, der intensiver war als erwartet, erklärte Météo-France in seinem Bulletin. Diese Regenschauer können dazu führen, dass der Wasserstand mehrerer Flüsse erneut ansteigt.

    An den Küstenflüssen Aa und Liane wird ein „außergewöhnliches Hochwasser“ erwartet, so Météo France. Angesichts dieser Gefahr veranlasste die Präfektur des Departements Pas-de-Calais die Schließung von fast 150 Schulen in sechzig Gemeinden und die Einstellung des TER-Verkehrs auf der Strecke zwischen Boulogne-sur-Mer und Etaples für den Dienstag.