Kategorie: Klimawandel

  • Nationalversammlung befasst sich mit Gesetzentwurf zur Beschleunigung erneuerbarer Energien

    Nationalversammlung befasst sich mit Gesetzentwurf zur Beschleunigung erneuerbarer Energien

    Die Abgeordneten beraten ab Montag über den Gesetzesentwurf zur Beschleunigung der erneuerbaren Energien. Inmitten der Energiekrise soll das Gesetz Frankreich ermöglichen, seinen Rückstand aufzuholen, indem insbesondere ein Schwerpunkt auf die Entwicklung von Solar- und Offshore-Windkraftanlagen gelegt und die Unterstützung von Projekten auf lokaler Ebene gefördert wird. Erleichterte Verfahren, Solarpaneele am Rande von Autobahnen, massiver Ausbau der Offshore-Windenergie: Der Gesetzentwurf über erneuerbare Energien, der am Montag, dem 5. Dezember, im Plenarsaal der Nationalversammlung diskutiert wird, zielt darauf ab, den Rückstand Frankreichs im Bereich der erneuerbaren Energien aufzuholen. Für dieses Gesetz, das bereits in erster Lesung vom Senat verabschiedet wurde, hofft die Regierung angesichts starker Vorbehalte bei der Rechten jetzt vor allem die Linke zu überzeugen. Frankreich, das sich lange Zeit auf seine Kernkraftwerke verlassen hat, hat bis 2021 nur ein Viertel seines Stro…

    [wtr-time]

    Der weitere Text ist unseren Abonnenten vorbehalten.


    Warum ein Abo? Weil guter Journalismus seinen Preis hat.

    Information mag frei zugänglich sein – aber Journalismus ist kein Selbstläufer. Recherchen, Interviews, Faktenchecks und Einordnungen erfordern Zeit, Expertise und Verantwortung.

    Wer unabhängige, fundierte Berichterstattung will, muss sie ermöglichen. Werbefinanzierung allein reicht nicht – sonst entscheiden Klickzahlen über Inhalte.

    Ein Abonnement ist kein Eintrittsgeld, sondern ein Bekenntnis: zur Qualität, zur Unabhängigkeit und zu einer informierten Öffentlichkeit.

    Information ist frei. Journalismus kostet. Und genau deshalb lohnt sich ein Abo.


    Abo-Light – das Monatsabonnement zum schlanken Preis

    Alle Artikel für 0,50 € pro Woche. Das Abo wird monatlich mit 2 € abgerechnet und ist monatlich kündbar.

    Monatsabonnement buchen…


    Premium-Abo – das Jahresabonnement mit wertvollen Add-Ons

    Alle Artikel für 0,38 € pro Woche. Das Abo wird jährlich mit 20 € abgerechnet und ist jährlich kündbar.

    Das Premium-Jahres-Abo bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    Jahresabonnement buchen…


    Lebenslang – das Premium-Abo für immer

    Für eine einmalige Zahlung für nur 36 €. Unbegrenzter Zugriff – ein Leben lang.

    Das Premium-Abo-Lebenslang bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    „Abo-Lebenslang“ buchen…


     

     

  • Wasser in französischen Flüssen trotz Klimawandel besser als vor 30 Jahren

    Wasser in französischen Flüssen trotz Klimawandel besser als vor 30 Jahren

    Das Wasser in den Flüssen Süd- und Ostfrankreichs hat sich laut der Wasseragentur Rhône-Méditerranée-Corse in den letzten 30 Jahren sichtbar verbessert.

    Die Wasserbehörde Rhône-Méditerranée-Corse warnt, dass der Kampf um die Wasserqualität, die sich zwar in den letzten 30 Jahren in Süd- und Ostfrankreich deutlich verbessert hat, durch den Klimawandel mit seinen Dürreperioden und starken Regenfällen immer schwieriger wird.

    Der Generaldirektor der Agentur, Laurent Roy, erklärte am Freitag auf einer Pressekonferenz in Montpellier: „Es gibt seit 1990 eine deutliche Verbesserung, die vor allem auf bessere Klärsysteme und einen geringeren Einsatz von Schadstoffen zurückzuführen ist.“

    „Aber mit der globalen Erwärmung leiden die Lebensräume. Mehr Hitze bedeutet mehr Verdunstung und mehr Konzentration von Schadstoffen in den Flüssen“, betonte der Experte.

    „Wir müssen stärker und schneller handeln. Es ist, als würden wir auf einem Laufband in die entgegengesetzte Richtung laufen: Wir kommen zwar voran, aber unsere Ziele sind schwerer zu erreichen“, fügte Laurent Roy hinzu.

    Seine Behörde, die dem Umweltministerium untersteht, entnimmt jedes Jahr Millionen von Proben aus Flüssen, Seen und dem Grundwasser in einem großen Gebiet, das ein Viertel Frankreichs abdeckt, von Burgund (Nordosten) über die Alpen (Osten) und das Rhône-Tal (Süden) bis zum Roussillon (Südwesten) und auf Korsika.

    So stellte die Agentur fest, dass die Metallkonzentration in den Flüssen innerhalb von 15 Jahren um das Sechsfache und die Phosphorkonzentration seit dem Verbot von Phosphaten in Waschmitteln um das Zehnfache gesunken ist.

    Die Hälfte aller Wasserläufe, die zum Mittelmeer führen, sind „in gutem Zustand“, schätzt die Agentur, deren Kriterien von der chemischen Qualität des Wassers bis zur Menge der vorhandenen Fische reichen.

    Für die vier Departements in Okzitanien, die an das Mittelmeer grenzen (Gard, Hérault, Aude und Pyrénées-Orientales), liegt dieser Anteil der Wasserläufe „in gutem Zustand“ etwa bei 48%, so Roy. „Innerhalb von sechs Jahren wollen wir in Okzitanien 67% Wasser von guter Qualität erreichen“, erläuterte der Direktor der Wasserbehörde.

    Er betonte aber auch, dass pharmazeutische Substanzen, Steroide, Hormone und Kosmetika, die zu Hunderten in den Flüssen gefunden werden, der Agentur zunehmend Sorgen bereiten.

    Um die Verschmutzung zu verringern, hat sich die Behörde außerdem mit Landwirten in einem Versuchsprogramm für „Zahlungen für Umweltleistungen“ (Payments for Environmental Services, PES) engagiert. Eine Möglichkeit, Landwirte, von denen einige laut Laurent Roy bereits „sehr motiviert“ sind, dazu zu bewegen, sich einer umweltfreundlicheren Landwirtschaft zuzuwenden.

  • Global Warming: 2022 ist das wärmste je in Frankreich gemessene Jahr

    Global Warming: 2022 ist das wärmste je in Frankreich gemessene Jahr

    Die Durchschnittstemperatur des gesamten Jahres wird mindestens 14,2°C erreichen, was auf mehrere extreme Hitzewellen zurückzuführen ist, von denen drei im vergangenen Sommer auftraten.

    Das Jahr 2022 ist bereits jetzt „das wärmste“ Jahr, das seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1900 in Frankreich gemessen wurde, wie Météo France am Mittwoch, dem 30. November, bekannt gab. Je nach den verschiedenen Annahmen für Dezember wird die Jahrestemperatur für das gesamte Jahr zwischen 14,2°C (kalter Dezember) und 14,6°C (warmer Dezember) liegen. Unabhängig von den Temperaturen im letzten Monat des Jahres wird der Durchschnitt also deutlich über dem bisherigen Rekordwert von 14,07°C liegen, der 2020 aufgestellt wurde. In dieser Hinsicht ist das Jahr 2022 ein „Symptom des Klimawandels in Frankreich“, meint Météo France.

    Das Jahr war von mehreren Hitzeperioden geprägt: 3 während des Sommers (15. bis 19. Juni, 12. bis 25. Juli und 31. Juli bis 13. August), was einen Rekord von 33 Tagen bedeutet, und zwei außerhalb der Saison (im Mai und Ende Oktober). Laut Météo France wären diese Sommerepisoden ohne die Auswirkungen des Klimawandels „höchst unwahrscheinlich und deutlich weniger intensiv“ gewesen. „Alle Monate des Jahres waren wärmer als normal, mit Ausnahme der Monate Januar und April“, betont Météo France ausserdem.

    Die außergewöhnliche Hitze wurde von zahlreichen Extremereignissen begleitet, wie einer historischen Dürre, sehr grossen Waldbränden, insbesondere in der Gironde und in Regionen, die normalerweise wenig oder gar nicht für derartige Brände bekannt sind, ozeanischen Hitzewellen im Mittelmeerraum oder auch heftigen Gewittern. „Derzeit als sehr heiß eingestuft, wird ein Jahr wie das Jahr 2022 in der Mitte des 21. Jahrhunderts als ’normal‘ gelten“, warnt Météo France.

  • Dürre: Im Departement Alpes-Maritimes macht die Zitronenernte Sorgen

    Dürre: Im Departement Alpes-Maritimes macht die Zitronenernte Sorgen

    Nach zwei trockenen Sommern fällt die Zitronenernte in Menton, Alpes-Maritimes, ungewöhnlich schlecht aus. Mit kleineren Früchten können die Erzeuger nicht mehr von der geschützten geografischen Angabe (IGP) profitieren.

    In Menton (Alpes-Maritimes) sind die Zitronenbauern sehr besorgt. Denn um die IGP, die geschützte geografische Herkunftsangabe, zu behalten, müssen die Zitronen einen Durchmesser von mindestens 55 mm haben. Ohne diese Herkunftsangabe ist es jedoch unmöglich, die Zitronen an bestimmte Branchen wie Konditoreien, Restaurants oder Hersteller von Konfitüren und Keksen als Spezialität zu verkaufen. Normalerweise erreichen nur etwa 10% der Früchte nicht diese Zertifizierung. In diesem Jahr könnten es 30% werden.

    Nach zwei aufeinanderfolgenden Dürrejahren sind die Schäfte der Zitronen kleiner geworden. „Das Leben eines Baumes verändert sich nicht in einer Saison, wenn es in zwei, drei Saisons nicht genug Wasser gibt, leidet die Frucht“, erklärt der Zitronenproduzent Antoine Mari auf dem Sender France 3. Er verzichtete darauf, weitere Bäume zu pflanzen. Angesichts des Klimawandels denken die Erzeuger der berühmten „Zitrone von Menton“ darüber nach, die Norm für den Mindestdurchmesser überarbeiten zu lassen und auf 45 mm zu verringern.

  • Lille: Sorge über Risse in Gebäuden in der Altstadt wächst

    Lille: Sorge über Risse in Gebäuden in der Altstadt wächst

    Drei weitere Gebäude mussten in der Nacht von Samstag auf Sonntag, dem 27. November, in Lille (Nordfrankreich) wegen Einsturzgefahr evakuiert werden.

    Im Stadtzentrum von Lille (Nord), in der Rue Lepelletier, sorgen mehrere Gebäude für Unruhe. Starke Risse alarmieren die Eigentümer und Bewohner. Einige haben die Feuerwehr gerufen. Der Zustand seines Kellers bereitet dem Hausbesitzer Martin Sorgen. „Wir stellen Risse fest, die ziemlich groß sind. Die Sorge ist groß. Die Feuerwehr hat uns versichert, dass es keine größeren Probleme gibt“, sagt Martin, der in dem betroffenen Haus eine Wohnung besitzt, gegenüber France 2.

    „Wir haben gesehen, wie die Wand bröckelt und sich ganz langsam bewegt“
    In der Nacht von Samstag auf Sonntag, dem 27. November, wurden 17 Personen aus drei Gebäuden im Stadtzentrum wegen möglicher Einsturzgefahr evakuiert. Es war Sébastien Dinielle, Kellner im Restaurant L’Orange Bleue, der die Rettungskräfte alarmiert hatte. Seit fünf Tagen sah er, wie die Risse immer größer wurden. Am Ende seiner Schicht spürte er, wie sich die Struktur des Restaurants bewegte. „Wir haben gesehen, wie die Mauer bröckelte und sich ganz langsam bewegte“, erzählt Sébastien Dinielle auf dem Sender France 2. Die Häufung solcher Phänomene in der Innenstadt von Lille könnte auf den Klimawandel zurückzuführen sein.

    Lesen Sie auch: Lille: 2 Gebäude stürzen mitten im Stadtzentrum in sich zusammen

  • Pinguine und ein Walross tauchen an der französischen Küste auf

    Pinguine und ein Walross tauchen an der französischen Küste auf

    Seit einiger Zeit tauchen Meeressäuger und Pinguine, die eigentlich nicht an die französischen Küsten gehören, in den Häfen oder an den Stränden Frankreichs auf. Ein Phänomen, das Folge des Klimawandels sein könnte.

    Er kann es nicht fassen! Ein Tauchlehrer beobachtet seit einigen Tagen im Hafen von Nizza (Alpes-Maritimes) einen Torda-Pinguin. Ein Tier, das er noch nie in diesen Gewässern gesehen hat. „Er ist seit drei Tagen hier und jagt viel, er frisst viel“, beschreibt ihn der Taucher. Als Zugvogel kann uns der eigentlich von den subarktische Küsten des Nordatlantiks stammende Torda-Pinguin auf dem offenen Meer, manchmal sogar auf dem Mittelmeer, begegnen, nähert sich aber bisher eigentlich nie der französischen Küste. An der Côte d’Azur häufen sich in letzter Zeit allerdings solche Meldungen.

    Ein Walross in Dieppe
    Bisher gibt es keine Erklärung, sondern nur Hypothesen. „Es handelt sich um Individuen, die geschwächt und erschöpft waren und an den Küsten gestrandet sind. Der Grund für diese Erschöpfung kann in schlechten klimatischen Bedingungen auf hoher See liegen“, vermutet Renaud Vauchot, ein auf Vögel spezialisierter Tierpfleger, auf dem Sender France 2. Einen weiteren seltenen Anblick bot ein Walross, das sich in den Hafen von Dieppe (Seine-Maritime) verirrte, bevor es am nächsten Morgen wieder verschwand. Walrösser leben normalerweise in der Arktis auf dem Packeis.

    Experten weisen auf den zerbrechlichen und wilden Charakter dieser Tiere hin und raten strickt davon ab, sie zu füttern.

  • Wird es bald 90 Millionen Klimaflüchtlinge auf der Welt geben?

    Wird es bald 90 Millionen Klimaflüchtlinge auf der Welt geben?

    Laut dem Abgeordneten von La France Insoumise, Alexis Corbière, wird es in naher Zukunft mindestens 86 Millionen Klimaflüchtlinge geben. Als Gast des Senders Franceinfo sagte der Abgeordnete von La France Insoumise Alexis Corbière, dass laut einem Bericht der Weltbank, einer Finanzinstitution, die Entwicklungsländern helfen soll, aus der Armut herauszukommen, „es wahrscheinlich 86 Millionen Menschen auf dem ganzen Planeten geben wird, die ihr Land verlassen müssen, nicht aus Freude, um Tourismus zu machen, sondern weil zweifellos der Klimawandel sie dazu zwingen wird.“ Franceinfo meldet dazu nach einem Faktencheck: Tatsächlich unterläuft Alexis Corbière bei seinem Zitat eine Verwechslung. Dieses von der Weltbank erstellte Dokument spricht tatsächlich von einer entsprechenden klimabedingten Migration bis zum Jahr 2050. Nur bezieht es sich nicht auf die „externe“ Migration, wenn eine Person ihr Herkunftsland verlässt, um sich in einem anderen Land niederzulassen, sondern auf die „interne…

    [wtr-time]

    Der weitere Text ist unseren Abonnenten vorbehalten.


    Warum ein Abo? Weil guter Journalismus seinen Preis hat.

    Information mag frei zugänglich sein – aber Journalismus ist kein Selbstläufer. Recherchen, Interviews, Faktenchecks und Einordnungen erfordern Zeit, Expertise und Verantwortung.

    Wer unabhängige, fundierte Berichterstattung will, muss sie ermöglichen. Werbefinanzierung allein reicht nicht – sonst entscheiden Klickzahlen über Inhalte.

    Ein Abonnement ist kein Eintrittsgeld, sondern ein Bekenntnis: zur Qualität, zur Unabhängigkeit und zu einer informierten Öffentlichkeit.

    Information ist frei. Journalismus kostet. Und genau deshalb lohnt sich ein Abo.


    Abo-Light – das Monatsabonnement zum schlanken Preis

    Alle Artikel für 0,50 € pro Woche. Das Abo wird monatlich mit 2 € abgerechnet und ist monatlich kündbar.

    Monatsabonnement buchen…


    Premium-Abo – das Jahresabonnement mit wertvollen Add-Ons

    Alle Artikel für 0,38 € pro Woche. Das Abo wird jährlich mit 20 € abgerechnet und ist jährlich kündbar.

    Das Premium-Jahres-Abo bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    Jahresabonnement buchen…


    Lebenslang – das Premium-Abo für immer

    Für eine einmalige Zahlung für nur 36 €. Unbegrenzter Zugriff – ein Leben lang.

    Das Premium-Abo-Lebenslang bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    „Abo-Lebenslang“ buchen…


     

     

  • Normandie: Das Gespenst des steigenden Wassers verängstigt die Einwohner

    Normandie: Das Gespenst des steigenden Wassers verängstigt die Einwohner

    Die globale Erwärmung und der damit verbundene Anstieg des Meeresspiegels könnten einige Bewohner der Normandie dazu zwingen, umzuziehen. Für einige, deren berufliche Tätigkeit vom Meer abhängt, ist ein Umzug in eine andere Region jedoch ausgeschlossen. Innerhalb von Sekunden überschwemmt eine unkontrollierbare Welle eine Straße in Étretat (Seine-Maritime), steigt mit rasender Geschwindigkeit an und erreicht eine […]

    [wtr-time]

    Der weitere Text ist unseren Abonnenten vorbehalten.


    Warum ein Abo? Weil guter Journalismus seinen Preis hat.

    Information mag frei zugänglich sein – aber Journalismus ist kein Selbstläufer. Recherchen, Interviews, Faktenchecks und Einordnungen erfordern Zeit, Expertise und Verantwortung.

    Wer unabhängige, fundierte Berichterstattung will, muss sie ermöglichen. Werbefinanzierung allein reicht nicht – sonst entscheiden Klickzahlen über Inhalte.

    Ein Abonnement ist kein Eintrittsgeld, sondern ein Bekenntnis: zur Qualität, zur Unabhängigkeit und zu einer informierten Öffentlichkeit.

    Information ist frei. Journalismus kostet. Und genau deshalb lohnt sich ein Abo.


    Abo-Light – das Monatsabonnement zum schlanken Preis

    Alle Artikel für 0,50 € pro Woche. Das Abo wird monatlich mit 2 € abgerechnet und ist monatlich kündbar.

    Monatsabonnement buchen…


    Premium-Abo – das Jahresabonnement mit wertvollen Add-Ons

    Alle Artikel für 0,38 € pro Woche. Das Abo wird jährlich mit 20 € abgerechnet und ist jährlich kündbar.

    Das Premium-Jahres-Abo bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    Jahresabonnement buchen…


    Lebenslang – das Premium-Abo für immer

    Für eine einmalige Zahlung für nur 36 €. Unbegrenzter Zugriff – ein Leben lang.

    Das Premium-Abo-Lebenslang bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    „Abo-Lebenslang“ buchen…


     

     

  • COP27 endet mit gemischter Bilanz: EU und UNO sind enttäuscht

    COP27 endet mit gemischter Bilanz: EU und UNO sind enttäuscht

    Am Ende des Verlängerungstages der COP27 erreichten die Teilnehmer am Sonntagmorgen eine historische Einigung über die Hilfe für arme, vom Klimawandel betroffene Länder, konnten sich aber nicht auf neue Ambitionen zur Senkung der Treibhausgase einigen.

    Mit 36 Stunden Verspätung endete die COP27 am Sonntag, dem 20. November, mit einem gemischten Ergebnis. Die Staats- und Regierungschefs unterzeichneten zwar ein historisches Abkommen über die Hilfe für arme Länder, die vom Klimawandel betroffen sind, aber ohne neue Ziele zur Senkung der Treibhausgase festzulegen.

    Nach mehr als zwei Wochen endete die große UN-Klimakonferenz mehr als einen Tag später als geplant, was sie zu einer der längsten COPs der Geschichte macht.

    „Es war nicht einfach“, aber „wir haben letztendlich unsere Mission erfüllt“, betonte der ägyptische Konferenzvorsitzende Sameh Shukri.

    Die EU ist „enttäuscht“
    Eine Abschlusserklärung, die das Ergebnis zahlreicher Kompromisse war, wurde schließlich verabschiedet. Sie ruft zu einer „schnellen“ Reduzierung der Emissionen auf, enthält jedoch keine neuen Ziele im Vergleich zur letzten COP in Glasgow im Jahr 2021.

    „Wir müssen die Emissionen jetzt drastisch reduzieren, und das ist eine Frage, auf die diese COP keine Antwort gegeben hat“, bedauerte UN-Generalsekretär Antonio Guterres nach der Klimakonferenz.

    Auch die Europäische Union zeigte sich enttäuscht zu den Emissions Zielen. Auf der anderen Seite wurde eine symbolträchtige und von ihren Befürwortern als historisch bezeichnete Resolution über die Kompensation von Schäden durch den Klimawandel, die die ärmsten Länder bereits erlitten haben, verabschiedet. Die Frage der klimabedingten „Verluste und Schäden“ in armen Ländern hatte die Konferenz fast zum Scheitern gebracht, bevor in letzter Minute ein Kompromisstext verabschiedet wurde, der zwar noch viele Fragen offen lässt, aber das Prinzip der Einrichtung eines speziellen Finanzfonds festschreibt.

    „Die Verluste und Schäden in gefährdeten Ländern können nun nicht mehr ignoriert werden, auch wenn einige Industrieländer beschlossen hatten, unser Leid zu ignorieren“, begrüßte die junge Aktivistin Vanessa Nakate aus Uganda die Entscheidung.

    Dramatische Auswirkungen
    Der Text zu den Emissionsreduktionen war ebenfalls heiß umkämpft, da viele Länder einen Rückschritt gegenüber den auf früheren Konferenzen festgelegten Zielen befürchteten.

    Insbesondere beim ehrgeizigsten Ziel des Pariser Abkommens, die Erwärmung auf 1,5°C im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter zu begrenzen. Das wurde jedoch in der endgültigen Abschlusserklärung erneut bekräftigt. Die derzeitigen Zusagen der Länder, die das Abkommen unterzeichnet haben, reichen jedoch nicht aus, um dieses Ziel einzuhalten. Noch nicht einmal das Ziel, den Temperaturanstieg auf 2°C im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter zu begrenzen, als die Menschen begannen, in großem Umfang fossile Brennstoffe zu nutzen, die für die globale Erwärmung verantwortlich sind, kann mit den derzeitigen Anstrengungen erreicht werden.

    Die derzeitigen Verpflichtungen, vorausgesetzt, sie werden vollständig eingehalten, würden die Welt bis zum Ende des Jahrhunderts bestenfalls auf eine Temperatur von +2,4°C und bei der derzeitigen Emissionsrate auf eine katastrophale Temperatur von +2,8°C bringen.

    Allerdings häufen sich bei einer Erwärmung von derzeit fast 1,2°C bereits die dramatischen Auswirkungen des Klimawandels.

    Das Jahr 2022 war ein Beispiel dafür und brachte verheerende Dürren, Riesen-Feuer und Überschwemmungen mit sich, die Ernten und Infrastruktur beeinträchtigten.

    Auch die Kosten dieser Extremereignisse schießen in die Höhe: So schätzte die Weltbank die Kosten für die Überschwemmungen, die ein Drittel des pakistanischen Staatsgebiets wochenlang unter Wasser setzten und Millionen von Menschen obdachlos machte, auf mindestens 30 Milliarden US-Dollar.

    Arme Länder, die oft zu den am stärksten gefährdeten gehören, aber im Allgemeinen kaum für die Erwärmung verantwortlich sind, fordern seit Jahren eine Finanzierung der „Verluste und Schäden“, die sie erleiden.

    Der Kampf um unsere Erde wird mit der Annahme der Resolution von Sharm el-Sheikh nicht enden, da diese in einigen umstrittenen Punkten bewusst vage gehalten ist.

    Die operativen Details müssen auf der nächsten COP Ende 2023 in den Vereinigten Arabischen Emiraten festgelegt werden, was neue Auseinandersetzungen verspricht. Insbesondere über die Frage der Beitragszahler für den Entschädigungsfonds, denn die Industrieländer bestehen darauf, dass auch China dazugehört.

    Reduzierung der Emissionen: „Diese COP hat die Verpflichtungen der Länder, neue und ehrgeizigere Verpflichtungen einzugehen, geschwächt“, bedauerte Laurence Tubiana, Architektin des Pariser Abkommens von 2015.

    Ganz zu schweigen von der Frage, wie die Nutzung fossiler Energieträger reduziert werden kann, die für die Erwärmung verantwortlich sind, aber unglaublicherweise in den meisten Klimaschutztexten kaum erwähnt werden.

    Die Entwicklung erneuerbarer Energien wurde jedoch erstmals in Sharm el-Sheikh zusammen mit „emissionsarmen“ Energien erwähnt.

  • COP 27: Globaler „Schutzschild“ auf den Weg gebracht

    COP 27: Globaler „Schutzschild“ auf den Weg gebracht

    Während sich die COP 27 ihrem Ende nähert, wurde ein Anti-Methan-Plan ins Leben gerufen. Vor allem aber wurde die Idee eines Schutzschildes zwischen den G7-Staaten und etwa 60 anderen anfälligen Ländern gegen Klimarisiken ins Leben gerufen.

    Stundenlange Diskussionen, mehr als zehn Tage Verhandlungen und am Ende einige Fortschritte. Zunächst einmal ein Aktionsplan gegen Methan, ein sehr klimaschädliches Gas. Die UNO kündigt die Schaffung eines Satellitenprogramms mit dem Namen „MARS“ an. Die Satelliten werden in der Lage sein, große Methanaufkommen zu identifizieren und so ein schnelles Handeln der Behörden zu ermöglichen. Eines der wichtigsten Themen auf der COP 27 war jedoch der Schutz durch Klimarisiken besonders gefährdeter Länder. Zwischen den G7-Staaten und fast 60 gefährdeten Ländern wurde ein globaler Schutzschild ins Leben gerufen.

    Diese Initiative kann jedoch einen von den Vereinten Nationen getragenen Mechanismus nicht ersetzen, und genau dieses Dossier stellt heute das grösste Problem für eine gemeinsame Vereinbarung der COP 27 dar. Dennoch kam es gestern Abend zu einer positiven entwicklung. Zunächst zögerlich, schlug die Europäische Union einen Fonds zur Bewältigung von Verlusten und Schäden in den am stärksten gefährdeten Ländern vor. Einige Länder, wie z. B. China, zögern allerdings immer noch, in diesen Fonds einzubezahlen, was den Vorsitzenden der Klimakonferenz dazu zwang, die Verhandlungen um einen Tag zu verlängern. Er rief die Parteien dazu auf, einen Gang höher zu schalten und eine Einigung zu erzielen.