Kategorie: International

  • COP27 endet mit gemischter Bilanz: EU und UNO sind enttäuscht

    COP27 endet mit gemischter Bilanz: EU und UNO sind enttäuscht

    Am Ende des Verlängerungstages der COP27 erreichten die Teilnehmer am Sonntagmorgen eine historische Einigung über die Hilfe für arme, vom Klimawandel betroffene Länder, konnten sich aber nicht auf neue Ambitionen zur Senkung der Treibhausgase einigen.

    Mit 36 Stunden Verspätung endete die COP27 am Sonntag, dem 20. November, mit einem gemischten Ergebnis. Die Staats- und Regierungschefs unterzeichneten zwar ein historisches Abkommen über die Hilfe für arme Länder, die vom Klimawandel betroffen sind, aber ohne neue Ziele zur Senkung der Treibhausgase festzulegen.

    Nach mehr als zwei Wochen endete die große UN-Klimakonferenz mehr als einen Tag später als geplant, was sie zu einer der längsten COPs der Geschichte macht.

    „Es war nicht einfach“, aber „wir haben letztendlich unsere Mission erfüllt“, betonte der ägyptische Konferenzvorsitzende Sameh Shukri.

    Die EU ist „enttäuscht“
    Eine Abschlusserklärung, die das Ergebnis zahlreicher Kompromisse war, wurde schließlich verabschiedet. Sie ruft zu einer „schnellen“ Reduzierung der Emissionen auf, enthält jedoch keine neuen Ziele im Vergleich zur letzten COP in Glasgow im Jahr 2021.

    „Wir müssen die Emissionen jetzt drastisch reduzieren, und das ist eine Frage, auf die diese COP keine Antwort gegeben hat“, bedauerte UN-Generalsekretär Antonio Guterres nach der Klimakonferenz.

    Auch die Europäische Union zeigte sich enttäuscht zu den Emissions Zielen. Auf der anderen Seite wurde eine symbolträchtige und von ihren Befürwortern als historisch bezeichnete Resolution über die Kompensation von Schäden durch den Klimawandel, die die ärmsten Länder bereits erlitten haben, verabschiedet. Die Frage der klimabedingten „Verluste und Schäden“ in armen Ländern hatte die Konferenz fast zum Scheitern gebracht, bevor in letzter Minute ein Kompromisstext verabschiedet wurde, der zwar noch viele Fragen offen lässt, aber das Prinzip der Einrichtung eines speziellen Finanzfonds festschreibt.

    „Die Verluste und Schäden in gefährdeten Ländern können nun nicht mehr ignoriert werden, auch wenn einige Industrieländer beschlossen hatten, unser Leid zu ignorieren“, begrüßte die junge Aktivistin Vanessa Nakate aus Uganda die Entscheidung.

    Dramatische Auswirkungen
    Der Text zu den Emissionsreduktionen war ebenfalls heiß umkämpft, da viele Länder einen Rückschritt gegenüber den auf früheren Konferenzen festgelegten Zielen befürchteten.

    Insbesondere beim ehrgeizigsten Ziel des Pariser Abkommens, die Erwärmung auf 1,5°C im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter zu begrenzen. Das wurde jedoch in der endgültigen Abschlusserklärung erneut bekräftigt. Die derzeitigen Zusagen der Länder, die das Abkommen unterzeichnet haben, reichen jedoch nicht aus, um dieses Ziel einzuhalten. Noch nicht einmal das Ziel, den Temperaturanstieg auf 2°C im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter zu begrenzen, als die Menschen begannen, in großem Umfang fossile Brennstoffe zu nutzen, die für die globale Erwärmung verantwortlich sind, kann mit den derzeitigen Anstrengungen erreicht werden.

    Die derzeitigen Verpflichtungen, vorausgesetzt, sie werden vollständig eingehalten, würden die Welt bis zum Ende des Jahrhunderts bestenfalls auf eine Temperatur von +2,4°C und bei der derzeitigen Emissionsrate auf eine katastrophale Temperatur von +2,8°C bringen.

    Allerdings häufen sich bei einer Erwärmung von derzeit fast 1,2°C bereits die dramatischen Auswirkungen des Klimawandels.

    Das Jahr 2022 war ein Beispiel dafür und brachte verheerende Dürren, Riesen-Feuer und Überschwemmungen mit sich, die Ernten und Infrastruktur beeinträchtigten.

    Auch die Kosten dieser Extremereignisse schießen in die Höhe: So schätzte die Weltbank die Kosten für die Überschwemmungen, die ein Drittel des pakistanischen Staatsgebiets wochenlang unter Wasser setzten und Millionen von Menschen obdachlos machte, auf mindestens 30 Milliarden US-Dollar.

    Arme Länder, die oft zu den am stärksten gefährdeten gehören, aber im Allgemeinen kaum für die Erwärmung verantwortlich sind, fordern seit Jahren eine Finanzierung der „Verluste und Schäden“, die sie erleiden.

    Der Kampf um unsere Erde wird mit der Annahme der Resolution von Sharm el-Sheikh nicht enden, da diese in einigen umstrittenen Punkten bewusst vage gehalten ist.

    Die operativen Details müssen auf der nächsten COP Ende 2023 in den Vereinigten Arabischen Emiraten festgelegt werden, was neue Auseinandersetzungen verspricht. Insbesondere über die Frage der Beitragszahler für den Entschädigungsfonds, denn die Industrieländer bestehen darauf, dass auch China dazugehört.

    Reduzierung der Emissionen: „Diese COP hat die Verpflichtungen der Länder, neue und ehrgeizigere Verpflichtungen einzugehen, geschwächt“, bedauerte Laurence Tubiana, Architektin des Pariser Abkommens von 2015.

    Ganz zu schweigen von der Frage, wie die Nutzung fossiler Energieträger reduziert werden kann, die für die Erwärmung verantwortlich sind, aber unglaublicherweise in den meisten Klimaschutztexten kaum erwähnt werden.

    Die Entwicklung erneuerbarer Energien wurde jedoch erstmals in Sharm el-Sheikh zusammen mit „emissionsarmen“ Energien erwähnt.

  • Donald Trump wieder auf Twitter: Elon Musk stellt seinen Account wieder her

    Donald Trump wieder auf Twitter: Elon Musk stellt seinen Account wieder her

    Der ehemalige US-Präsident Donald Trump kann wieder in dem sozialen Netzwerk Twitter auftreten. Der neue Besitzer Elon Musk, der eine Online-Umfrage über die Rückkehr von Donald Trump gestartet hatte, schaltete dessen Account wieder frei. Der ehemalige Präsident der USA hat jedoch inzwischen sein eigenes soziales Netzwerk gegründet. Elon Musk, der neue Chef von Twitter, reaktivierte am Samstag das Konto des ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump, das nach der Erstürmung des Kapitols in Washington im Januar 2021 aus dem sozialen Netzwerk verbannt wurde. „Das Volk hat abgestimmt. Trump wird wieder eingesetzt“, twitterte der launische Unternehmer auf seinem eigenen Account nach dem Ergebnis einer unter seinen Abonnenten gestarteten Umfrage. Mehr als fünfzehn Millionen hatten auf die Umfrage geantwortet und 51,8% von ihnen stimmten mit „Ja“ zur Rückkehr des republikanischen Politikers auf die Plattform.

    Einige Minuten nach Elon Musks …

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  • COP 27: Globaler „Schutzschild“ auf den Weg gebracht

    COP 27: Globaler „Schutzschild“ auf den Weg gebracht

    Während sich die COP 27 ihrem Ende nähert, wurde ein Anti-Methan-Plan ins Leben gerufen. Vor allem aber wurde die Idee eines Schutzschildes zwischen den G7-Staaten und etwa 60 anderen anfälligen Ländern gegen Klimarisiken ins Leben gerufen.

    Stundenlange Diskussionen, mehr als zehn Tage Verhandlungen und am Ende einige Fortschritte. Zunächst einmal ein Aktionsplan gegen Methan, ein sehr klimaschädliches Gas. Die UNO kündigt die Schaffung eines Satellitenprogramms mit dem Namen „MARS“ an. Die Satelliten werden in der Lage sein, große Methanaufkommen zu identifizieren und so ein schnelles Handeln der Behörden zu ermöglichen. Eines der wichtigsten Themen auf der COP 27 war jedoch der Schutz durch Klimarisiken besonders gefährdeter Länder. Zwischen den G7-Staaten und fast 60 gefährdeten Ländern wurde ein globaler Schutzschild ins Leben gerufen.

    Diese Initiative kann jedoch einen von den Vereinten Nationen getragenen Mechanismus nicht ersetzen, und genau dieses Dossier stellt heute das grösste Problem für eine gemeinsame Vereinbarung der COP 27 dar. Dennoch kam es gestern Abend zu einer positiven entwicklung. Zunächst zögerlich, schlug die Europäische Union einen Fonds zur Bewältigung von Verlusten und Schäden in den am stärksten gefährdeten Ländern vor. Einige Länder, wie z. B. China, zögern allerdings immer noch, in diesen Fonds einzubezahlen, was den Vorsitzenden der Klimakonferenz dazu zwang, die Verhandlungen um einen Tag zu verlängern. Er rief die Parteien dazu auf, einen Gang höher zu schalten und eine Einigung zu erzielen.

  • Airbus A320 kollidiert beim Start in Peru mit Feuerwehrauto: Videos des Aufpralls

    Airbus A320 kollidiert beim Start in Peru mit Feuerwehrauto: Videos des Aufpralls

    Ein startender A320 kollidierte auf der Startbahn eines Flughafens in Peru mit einem Feuerwehrauto. Zwei Feuerwehrleute wurden getötet. Wie durch ein Wunder wurde kein Passagier des Flugzeugs verletzt. Eine Untersuchung wurde eingeleitet.

    Ein startendes Passagierflugzeug rammte am Freitag auf dem internationalen Flughafen von Lima in Peru ein Feuerwehrauto. Das Flugzeug  geriet in Brand und die Passagiere mussten evakuiert werden. Zwei Feuerwehrleute kamen bei dem Unfall ums Leben, wie mehrere offizielle Quellen berichteten. Lima Airport Partners (LAP), der Betreiber des Flughafens Jorge Chavez, „bedauert zutiefst, dass zwei Mitglieder der LAP-Flugzeugfeuerwehr bei dem Unfall zwischen einem Feuerwehrfahrzeug und dem Flugzeug, das den Flug LA2213 von Lima nach Juliaca durchführte, ihr Leben verloren haben“.

    Die Fluggesellschaft LATAM, die den Inlandsflug durchführte, „bestätigt, dass kein Passagier oder Besatzungsmitglied ums Leben gekommen ist“. An Bord des Flugzeugs befanden sich 102 Passagiere. Die Anzahl der Besatzungsmitglieder wurde nicht angegeben. Das Verkehrsministerium bestätigte ebenfalls „einen Unfall auf der Start- und Landebahn des Flughafens Jorge Chavez“. „Nach der Meldung über den Tod von zwei Luftfahrt-Feuerwehrleuten und einem Verletzten versucht die Staatsanwaltschaft, die Fakten zu ermitteln, bevor sie möglicherweise Anklage wegen Mordes und Körperverletzung erhebt“, teilte das Ministerium mit. Der Flughafen erklärte, dass seine „Teams allen Passagieren, die notwendige Versorgung zukommen lassen“.


    Die Feuerwehr von Lima gab an, dass der Alarm um 15.25 Uhr ausgelöst worden war und vier Krankenwagen und Rettungseinheiten im Einsatz waren. Bilder, die von Zeugen des Unfalls aufgenommen und von Fernsehsendern ausgestrahlt wurden, zeigten, wie das Flugzeug – ein Airbus A320neo – mit voller Geschwindigkeit auf dem Weg zum Start auf einen schnell fahrenden Lkw auffuhr der ihm den Weg abschnitt. Mit beschädigtem Fahrwerk rutschte des Flugzeug über die Startbahn, wobei der rechte Flügel auf der Erde streifte und Feuergarben aufwirbelte. Nachdem es gestoppt werden konnte, stieg dichter Rauch aus dem brennenden Flugzeug auf.

    Der Flughafenbetrieb wurde bis zum heutigen Samstagmittag eingestellt. Zahlreiche Flüge wurden gestrichen und andere auf den Flughafen Pisco umgeleitet wurden, der 250 km südlich der peruanischen Hauptstadt liegt. Internationale Verbindungen, insbesondere nach Nordamerika, wurden ebenfalls gestört, da Lima ein Drehkreuz für Verbindungen in der Region ist.

  • Charles III. will auf Antrag einer Naturschutzorganisation die Foie gras aus seiner königlichen Küche verbannen

    Charles III. will auf Antrag einer Naturschutzorganisation die Foie gras aus seiner königlichen Küche verbannen

    König Charles III. kündigte an, dass in den königlichen Residenzen keine Stopfleber mehr serviert werden wird. Der Monarch folgt damit einer Forderung der Organisation „People for the Ethical Treatment of Animals“ (Peta). Schluss mit Stopfleber im Buckinghampalast: König Charles III. hat die französ…

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  • Er findet einen auf Haribo ausgestellten Scheck über 4.6 Millionen Euro und erhält Gummibärchen als Finderlohn…

    Er findet einen auf Haribo ausgestellten Scheck über 4.6 Millionen Euro und erhält Gummibärchen als Finderlohn…

    Ein 38-jähriger Deutscher findet einen an Haribo ausgestellten Scheck im Wert von über 4,6 Millionen Euro. Er vernichtete ihn auf Wunsch des Süßwarenherstellers und wurde dafür mit einem eher mageren Geschenk belohnt.

    Eine gute Tat, so heißt es, erhält immer ihren Lohn – oder vielleicht auch nicht. Anouar, ein 38-jähriger Deutscher, musste dies feststellen, als er seine Mutter in einem Frankfurter Stadtteil besuchte, wie die deutsche Bild-Zeitung berichtet. Als er sich auf den Heimweg machen wollte, sah er ein Stück Papier auf dem Boden. Er hob es auf und entdeckte, dass es sich dabei um einen Scheck, ausgestellt von der Supermarktkette Rewe, im Wert von 4.631.538,80 Euro. Als Empfänger war der deutsche Süßwarenriese Haribo auf dem Scheck eingetragen.

    „Es stand eine so große Summe darauf, dass ich sie nicht einmal aussprechen konnte“, erzählt der 30-Jährige der Bildzeitung. Als guter Bürger beschließt er, Haribo zu kontaktieren. Zur Sicherheit wird er gebeten, den Scheck zu vernichten und dann ein Foto als Beweis zu schicken. Was der Mann auch brav genauso macht.

    Einige Tage später findet Anouar in seinem Briefkasten ein Haribo-Paket. Darin befinden sich sechs Pakete mit Süßigkeiten. „Ich fand das ein bisschen knauserig…“.

    Der deutsche Süßwarenhersteller erklärt Bild, dass Anouar ein „Standard“-Geschenk als Dankeschön erhalten habe und sagt, dass Haribo in der „Scheckaffäre“ nichts zu verlieren hatte: „Außer uns hätte sowieso niemand den Scheck einlösen können.“

  • Emmanuel Macron zur Weltmeisterschaft in Katar: „Wir sollten Sport nicht politisieren“

    Emmanuel Macron zur Weltmeisterschaft in Katar: „Wir sollten Sport nicht politisieren“

    Der französische Staatschef äußerte sich entsprechend am Mittwoch, nachdem die Ankündigung seines möglichen Besuchs in Katar für Aufregung sorgte. Emmanuel Macron schaltet sich wenige Tage vor dem Anpfiff der Fußballweltmeisterschaft in Katar in die Debatte über die WM ein. Der französische Präsident meinte am Donnerstag, dem 17. November, dass man Sport nicht „politisieren“ dürfe. „Diese Fragen muss man sich stellen, wenn man den Austragungsort für das Ereignis vergibt“, sagte er in Bangkok (Thailand) am Rande seiner Reise zum Gipfeltreffen des Asiatisch-Pazifischen Kooperationsforums. Der Staatschef äußerte sich, nachdem die Ankündigung, dass er nach Katar kommen würde, wenn die französische Nationalmannschaft das Halbfinale oder das Finale erreicht, kritisiert worden war. Die Weltmeisterschaft 2022, die am Sonntag beginnt, sorgt für Kontroversen. Es geht um die Lebensbedingungen der einheimischen Arbeiter, die Auswirkungen der klimatisierten Stadien auf die Umwelt und die Diskrimini…

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  • Donald Trump wird 2024 erneut ins Rennen um das Weiße Haus gehen

    Donald Trump wird 2024 erneut ins Rennen um das Weiße Haus gehen

    Donald Trump wird bei den Präsidentschaftswahlen 2024 erneut kandidieren. Der ehemalige US-Präsident bestätigte in der Nacht seine Kandidatur für die nächste Präsidentschaftswahl. Donald Trump hat am Dienstag das Rennen um das Weiße Haus aufgenommen und seine Kampagne für 2024 gestartet. „Ich kündige meine Kandidatur für die Präsidentschaftswahlen an“, sagte der 76-jährige ehemalige Präsident unter tosendem Applaus der geladenen Zuhörer, die sich im großen Ballsaal seines luxuriösen Anwesens in Mar-a-Lago, Florida, versammelt hatten. Trump versprach, dass mit ihm Amerika „zurückkehrt“ und zeichnete ein idyllisches Bild seiner ersten Amtszeit, in der er ein friedliches, wohlhabendes und international geachtetes Land geschaffen habe. Im Gegensatz dazu fand der ehemalige Staatschef, der seine traditionelle rote Krawatte trug, sehr harte Worte, um die Bilanz seines Nachfolgers, des Demokraten Joe Biden, anzuprangern. Ein Land, das in Gewalt und Kriminalität ver…

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  • Migration: Zahlen seit letztem Jahr steigend

    Migration: Zahlen seit letztem Jahr steigend

    Laut einem Bericht der EU-Grenzagentur Frontex ist die illegale Einreise in die Europäische Union auf den beiden Hauptrouten, die über den Balkan und das zentrale Mittelmeer führen, um 168% bzw. 59% gestiegen. Eine Reise, die seit Beginn des Jahres 2021 schon 5.684 Menschen das Leben gekostet hat.

    Frontex, die europäische Grenzschutzagentur, hat gerade einen Bericht veröffentlicht, in dem zu lesen ist, dass seit Januar 2022 etwa 275.500 illegale Einreisen an den Grenzen Europas registriert wurden. Es gibt zwei Routen, die hauptsächlich genutzt werden, um in die Europäische Union zu gelangen. Die erste, die am meisten genutzte, ist die sogenannte ‚Balkanroute‘. Die Migranten kommen in einem der Balkanländer an, meist in Serbien, Albanien oder auch Mazedonien. Dort versuchen sie, die Grenze zu einem der Länder der Europäischen Union wie Griechenland zu überqueren. Auf dieser Route wurden zwischen Januar und Oktober 2022 mehr als 128.000 irreguläre Einreisen registriert, was einem Anstieg von 168% im Vergleich zum Jahr 2021 entspricht. Die zweithäufigst genutzte Route, ist die zentrale Mittelmeerroute. Auf dieser Route starten die Migranten von Nordafrika aus, um hauptsächlich nach Italien oder auch nach Malta zu gelangen. Hier wurden zwischen Januar und Oktober 2022 mehr als 85.000 irreguläre Einreisen registriert, was einen Anstieg um 59% im Vergleich zum Jahr 2021 bedeutet. Die Länder, die am meisten mit den Migrationsströmen zu kämpfen haben, sind die südeuropäischen Länder, also Griechenland, Italien, Malta oder auch Spanien.

    5.684 Tote seit Anfang 2021
    Im Falle der Balkanroute stammen die Migranten hauptsächlich aus Burundi, Afghanistan oder auch dem Irak. Die Mittelmeerroute wird meist von Migranten aus Nordafrika, etwa Tunesien, Marokko, Ägypten, aber auch dem Senegal oder der Elfenbeinküste, genutzt. Die Versuche, illegal in die Europäische Union zu gelangen, finden oft unter Lebensgefahr statt. Seit Beginn des Jahres 2021 sind mindestens 5.684 Migranten bei dem Versuch, in die Europäische Union zu gelangen, ums Leben gekommen. Experten sprechen von einer hohen Dunkelziffer.

  • G20: Emmanuel Macron bittet Xi Jinping, Wladimir Putin an den Verhandlungstisch zurückzuholen

    G20: Emmanuel Macron bittet Xi Jinping, Wladimir Putin an den Verhandlungstisch zurückzuholen

    Xi Jinping und Emmanuel Macron trafen sich anlässlich des G20-Gipfels am Dienstag, dem 15. November, in Indonesien auf Bali.

    Nach Angaben des Elysée-Palastes vom Dienstag, dem 15. November, rief Emmanuel Macron Xi Jinping dazu auf, die Kräfte gegen den Krieg in der Ukraine zu bündeln, und bat Xi, Botschaften an Wladimir Putin zu übermitteln, insbesondere in dem Versuch, Putin an den Verhandlungstisch zurückzuholen. Macron gab sich überzeugt, dass China kein Interesse an einer Fortsetzung dieses Krieges haben könne. Peking hat die russische Invasion bisher nicht verurteilt, macht aber seit mehreren Wochen deutlich, dass der Konflikt bereits zu lange gedauert hat.

    Steht ein Besuch Macrons in China Anfang 2023 bevor?
    Xi Jinping bekräftigte seine Ablehnung des Einsatzes von Atomwaffen. Während des Treffens, dem ersten seit 2019, sprachen der französische und der chinesische Präsident auch über den Kampf gegen die globale Erwärmung und französisch-chinesische Wirtschaftsbeziehungen. Laut dem Elysée-Palast plant Emmanuel Macron, in Kürze nach China zu reisen.

    Ein Bericht von France Télévisions, Guillaume Daret.