Kategorie: International

  • Ukraine-Krieg: Warum die Russen Tausende von Waschmaschinen in der Ukraine stehlen

    Ukraine-Krieg: Warum die Russen Tausende von Waschmaschinen in der Ukraine stehlen

    Nachdem Russland immer stärker unter den internationalen Wirtschaftssanktionen leidet, die seit Beginn des Krieges in der Ukraine gegen das Land verhängt wurden, importiert der Kreml Tausende Haushaltsgeräte aus dem Ausland, um die darin befindlichen Mikrochips in die Hände zu bekommen.

    Nachdem der Krieg in der Ukraine die russische Wirtschaft immer mehr belastet, hat Moskau im Jahr 2022 doppelt so viele Waschmaschinen importiert wie im Jahr 2021. Seltsame Anschaffungen, die nicht auf ein gesteigertes Interesse der Bevölkerung an Waschmaschinen zurückzuführen sind, sondern auf einen Bedarf an Halbleitern, die in allen diesen Haushaltsgeräten vorkommen.

    Russland braucht nämlich dringend Mikrochips, die es nicht im eigenen Land herstellen kann. Also werden Waschmaschinen importiert und auch in der Ukraine gestohlen, um an diese wertvollen Teile heranzukommen. Gleichzeitig profitiert auch Kasachstan von diesem neuen Geschäft, indem es Kühlschränke und elektrische Pumpen, die ebenfalls Halbleiter enthalten, in großen Mengen an Russland weiterverkauft.

    Reparatur von militärischer Ausrüstung
    Nur ein kleiner Teil dieser Importe ist für die russische Bevölkerung bestimmt. Die so gewonnenen Halbleiter werden hauptsächlich zur Reparatur von Militärgeräten verwendet.

    „Solche Halbleiter findet man überall in modernen Waffen“, erklärt der französische General Nicolas Richoux gegenüber dem Sender TF1. Sie sind in den Ziel- und Schussvorrichtungen der Panzer und auch in Kommandosystemen verbaut.

    Die Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula Von der Leyen, hat ebenfalls bestätigt, dass die russische Armee „Mikrochips sammelt“, um ihre militärische Ausrüstung reparieren zu können.

  • WM in Katar: Für das Match Frankreich-Australien soll die Klimaanlage im Stadion eingeschaltet werden

    WM in Katar: Für das Match Frankreich-Australien soll die Klimaanlage im Stadion eingeschaltet werden

    Umweltschützer sind entsetzt: Les Bleus werden am Dienstag, dem 22. November, bei ihrem WM-Auftaktspiel gegen die „Socceroos“ in einem künstlich gekühlten Stadion spielen. Es sollen 24 Grad im Stadion erreicht werden, obwohl die Außentemperatur laut Vorhersagen nur 1 oder 2 Grad höher liegen wird.

    Die künstliche Kühlung des Stadions hatte bereits am Sonntag, dem 20. November, während des Eröffnungsspiels Katar-Ecuador zu einer Kontroverse geführt. Bei einer Außentemperatur von etwa 27 Grad wurde die Klimaanlage im Al-Bayt-Stadion in der Stadt Al Khor eingeschaltet, und zwar offenbar zu stark, wie mehrere Zuschauer vor Ort berichteten.

    Am Dienstag, dem 22. November, spielen nun auch die Franzosen in einem klimatisierten Stadion. Bei ihrem Auftaktspiel gegen Australien um 20 Uhr werden die Lüftungsschächte des Al-Janoub-Stadions in der Stadt Al Wakrah eiskalte Luft ausspucken, um die Temperatur im Stadion auf höchstens 24 Grad Celsius zu halten.

    Dies wirft Fragen auf und wird von Umweltschützern kritisiert, da die Außentemperatur beim Anpfiff laut Wetterprognosen etwa 25 Grad betragen soll. Laut dem Sender RMC haben die Organisatoren aber mitgeteilt, dass die Stadion-Klimaanlage während des Spiels ausgeschaltet wird, sollten die Temperaturen sinken.

  • Ukraine-Krieg: Vier von den Russen genutzte „Folterstätten“ in Cherson entdeckt

    Ukraine-Krieg: Vier von den Russen genutzte „Folterstätten“ in Cherson entdeckt

    In der kürzlich von den russischen Besatzern zurückeroberten Stadt Cherson wurden ukrainischen Berichten zufolge vier „Folterstätten“ entdeckt, die von den Russen während der achtmonatigen Besatzung genutzt wurden.

    Die ukrainische Staatsanwaltschaft gab am Montag, dem 21. November bekannt, dass sie vier „Folterstätten“ in Cherson entdeckt hat, die von den Russen während ihrer Besetzung der südukrainischen Stadt bis zu ihrer Rückeroberung durch die Kiewer Truppen am 11. November benutzt wurden.

    Die ukrainische Staatsanwaltschaft teilte auf Telegram mit: „In Cherson stellen die Staatsanwälte weiterhin Verbrechen Russlands fest: In vier Gebäuden wurden Folterstätten errichtet“. Kiew hat seit der Befreiung der Stadt wiederholt russische „Kriegsverbrechen“ und „Gräueltaten“ in der Region angeprangert.

    In seiner täglichen Ansprache erklärte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj, dass allein am Sonntag fast 400 russische Angriffe im Osten des Landes stattgefunden hätten. Im Süden des Landes, in Cherson, das die ukrainischen Truppen vor kurzem zurückerobert haben, sahen sich die Bewohner nach achtmonatiger Besetzung ebenfalls mit russischen Bombenangriffen konfrontiert.

  • „One Love“-Armbinde als Zeichen der Unterstützung für die LGBTQ+-Gemeinschaft in Katar unerwünscht?

    „One Love“-Armbinde als Zeichen der Unterstützung für die LGBTQ+-Gemeinschaft in Katar unerwünscht?

    Die Kapitäne einiger Nationalmannschaften, die bei der Fußballweltmeisterschaft 2022 antreten, wollten eigentlich die Armbinde mit dem bunten Herz tragen. Daraus wird nun nichts. Die Initiative war einige Wochen vor Beginn der WM von einigen Nationen ins Leben gerufen worden.

    Sie verzichten aus „Angst vor sportlichen Sanktionen“. Am Montag, dem 21. November, einen Tag nach Beginn der Fußballweltmeisterschaft 2022 in Katar, gaben die sieben Verbände, die die „One Love“-Armbinde für den Kapitän ihrer jeweiligen Nationalmannschaft in Erwägung zogen, ihren Verzicht bekannt.

    Aus welchem Grund? Was ist diese Armbinde und wer hat diese Initiative gestartet? 

    Es handelt sich um eine Initiative aus zehn Ländern. Zehn Verbände mit den Niederlanden an der Spitze, zunächst nur von Deutschland unterstützt. Später schlossen sich acht weitere Länder der Bewegung an: Frankreich, England, Belgien, Dänemark, Norwegen, Schweden, die Schweiz und Wales. Das Ziel: Die Kapitäne jeder dieser Nationalmannschaften sollten während der Spiele der Fußballweltmeisterschaft 2022 in Katar die „One Love“-Armbinde am Arm tragen.

    Es ging bei der Initiative darum, Inklusivität zu fördern und das Bewusstsein für die Probleme der LGBTQ+ Community (Lesben, Schwule, Bisexuelle, Transgender, Queers, Intersexuelle und Asexuelle) zu schärfen. Diese Armbinde in Katar zu tragen, hat eine ganz besondere Bedeutung: Homosexuelle Liebe ist dort illegal.

    Es ist eine Armbinde mit weißem Hintergrund, auf der in schwarzen Großbuchstaben „One Love“ geschrieben steht. Daneben befindet sich ein mehrfarbiges Herz mit den Farben rot, schwarz, grün, orange, gelb und blau. Es soll eine Botschaft der Vielfalt sein, sowohl in Bezug auf die Herkunft als auch auf die Sexualität. Die Farben unterscheiden sich von denen der LGBTQ+-Flagge und im Inneren des bunten Herzens befindet sich die Zahl „1“, die an die Botschaft „One Love“ erinnert.

    Die FIFA stellte sich von Anfang an gegen das Tragen der Armbinde durch die Spieler. Der Weltverband hat sich schon immer gegen politische Botschaften im weitesten Sinne in den Stadien ausgesprochen. Wobei, und das sollte einmal deutlich gesagt werden: Menschenrechte sind Grundrechte und der Einsatz dafür ist keine politische Botschaft, sondern vielmehr eine grundlegende und selbstverständliche Pflicht für mündige Bürger.

    Die Fifa hat lange Zeit zu diesem Thema geschwiegen. Da sie darin eine versteckte Kritik am Gastgeberland sieht, reagierte sie am Samstag, dem 19. November, mit der Einführung ihrer eigenen Kapitänsarmbinden, die weitaus konsensfähigere Botschaften wie „Rettet den Planeten“, „Bildung für alle“ oder „Nein zu Diskriminierung“ tragen.

    Aus Angst vor „sportlichen Sanktionen“, wie sie am Montag in einer Pressemitteilung bekannt gaben, verzichten nun die Mannschaften der oben genannten Länder auf das Tragen der „One Love“-Armbinden. Die FIFA ist sich nicht zu schade, Spielern, die die „One Love“-Armbinden tragen, mit gelben Karten ab dem Betreten des Spielfelds zu bedrohen. Die betreffenden Verbände (Niederlande, Deutschland, Wales, Belgien, Dänemark und die Schweiz) waren zwar „bereit, Geldstrafen zu zahlen, die bei Verstößen gegen die Ausrüstungsvorschriften verhängt werden“, wollten aber „ihre Spieler nicht in die Situation bringen, dass sie verwarnt werden oder sogar das Spielfeld verlassen müssen“ (im Falle einer zweiten gelben Karte).

    Unglaublich, wie ein kleines Stück Stoff die Herrscher des weltweiten Fussballs in Rage bringen kann…

    Für Frankreich, das ursprünglich Mitglied der Initiative war, hatte der Torwart und Mannschaftskapitän Hugo Lloris bereits vor einigen Tagen angekündigt, dass er die Armbinde nicht tragen werde.

  • Ukraine-Krieg: Beschuss des Atomkraftwerks Saporischschja laut IAEO-Chef „Wahnsinn“

    Ukraine-Krieg: Beschuss des Atomkraftwerks Saporischschja laut IAEO-Chef „Wahnsinn“

    Der Leiter der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) prangert „vorsätzliche und gezielte“ Schüsse auf das größte Atomkraftwerk Europas an.

    Der Leiter der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) prangerte am Sonntag einen „vorsätzlichen und gezielten“ Beschuss des Atomkraftwerks Saporischschja an. Er ruft dazu auf, „diesen Wahnsinn zu stoppen“.

    Russland und die Ukraine beschuldigten sich erneut gegenseitig, das im Süden der Ukraine gelegene und von der russischen Armee besetzte Atomkraftwerk beschossen zu haben. „Ein gutes Dutzend“ Angriffe wurde am Wochenende von Samstag bis Sonntag auf die Anlage gezählt.

    „Es hat Explosionen auf dem Gelände dieses wichtigen Atomkraftwerks gegeben, was völlig inakzeptabel ist“, sagt Rafael Grossi in einem Interview mit dem französischen Sender BFMTV. „Wer auch immer das getan hat, es muss sofort aufhören“, fordert der IAEO-Chef und betont: „Die Leute, die das tun, wissen genau, wo sie zuschlagen“.

    „Das Kraftwerk liegt an der Frontlinie, es gibt militärische Aktivitäten, die sehr schwer zu durchschauen sind, es sind russische und ukrainische Truppen im Einsatz“, sagt Rafael Grossi.

    Für das russische Verteidigungsministerium „hört das Kiewer Regime nicht auf zu provozieren, um die Gefahr einer Katastrophe im Atomkraftwerk Saporischschja zu schaffen“. Am Samstag und Sonntag hätten die ukrainischen Streitkräfte mehr als 20 „großkalibrige Granaten“ auf das Kraftwerk abgefeuert, heißt es in der Erklärung Moskaus. Diese seien insbesondere zwischen den Energieblöcken Nummer 4 und 5 eingeschlagen. Ein getroffenes Nebengebäude beherberge ein Lager für Kernbrennstoffe, zitierte die amtliche russische Nachrichtenagentur TASS einen Beamten des russischen Atomstromproduzenten Rosenergoatom.

    Trotz der Bombardierungen „entspricht der Strahlungspegel im Bereich des Kraftwerks weiterhin der Norm“, meldet die IAEA.

    Die ukrainische Atombehörde beschuldigt ihrerseits Russland, das Kraftwerksgelände bombardiert zu haben. „Heute Morgen, am 20. November 2022, wurden nach zahlreichen russischen Bombardements mindestens 12 Treffer auf dem Gelände des Kernkraftwerks Saporischschja registriert“, erklärte die ukrainische Energoatom und beschuldigte die Russen, „wieder einmal eine nukleare Erpressung zu organisieren und die ganze Welt in Gefahr zu bringen“.

    Die IAEO, die zwei Inspektoren vor Ort in dem Kraftwerk hat, führt derzeit eine Bewertung der Schäden durch. „Es gab Schäden an ziemlich heiklen Stellen“, meint Rafael Grossi. Die Reaktoren seien aber nicht betroffen, sondern „eher der Bereich, in dem sich die frischen und abgebrannten Brennstoffe befinden“. „Wir rechnen damit, dass wir am Montag sehr früh eine Bestandsaufnahme machen können“, fügt er hinzu und erklärt, dass die Inspektoren am Sonntag die Gebäude nicht verlassen konnten, da die Situation zu gefährlich gewesen sei.

    Der französische Präsident Emmanuel Macron sprach am Sonntag mit dem IAEO-Chef über die Lage im Kraftwerk Saporischschja und wird laut der französischen Präsidentschaft auch mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskij sprechen.

  • COP27 endet mit gemischter Bilanz: EU und UNO sind enttäuscht

    COP27 endet mit gemischter Bilanz: EU und UNO sind enttäuscht

    Am Ende des Verlängerungstages der COP27 erreichten die Teilnehmer am Sonntagmorgen eine historische Einigung über die Hilfe für arme, vom Klimawandel betroffene Länder, konnten sich aber nicht auf neue Ambitionen zur Senkung der Treibhausgase einigen.

    Mit 36 Stunden Verspätung endete die COP27 am Sonntag, dem 20. November, mit einem gemischten Ergebnis. Die Staats- und Regierungschefs unterzeichneten zwar ein historisches Abkommen über die Hilfe für arme Länder, die vom Klimawandel betroffen sind, aber ohne neue Ziele zur Senkung der Treibhausgase festzulegen.

    Nach mehr als zwei Wochen endete die große UN-Klimakonferenz mehr als einen Tag später als geplant, was sie zu einer der längsten COPs der Geschichte macht.

    „Es war nicht einfach“, aber „wir haben letztendlich unsere Mission erfüllt“, betonte der ägyptische Konferenzvorsitzende Sameh Shukri.

    Die EU ist „enttäuscht“
    Eine Abschlusserklärung, die das Ergebnis zahlreicher Kompromisse war, wurde schließlich verabschiedet. Sie ruft zu einer „schnellen“ Reduzierung der Emissionen auf, enthält jedoch keine neuen Ziele im Vergleich zur letzten COP in Glasgow im Jahr 2021.

    „Wir müssen die Emissionen jetzt drastisch reduzieren, und das ist eine Frage, auf die diese COP keine Antwort gegeben hat“, bedauerte UN-Generalsekretär Antonio Guterres nach der Klimakonferenz.

    Auch die Europäische Union zeigte sich enttäuscht zu den Emissions Zielen. Auf der anderen Seite wurde eine symbolträchtige und von ihren Befürwortern als historisch bezeichnete Resolution über die Kompensation von Schäden durch den Klimawandel, die die ärmsten Länder bereits erlitten haben, verabschiedet. Die Frage der klimabedingten „Verluste und Schäden“ in armen Ländern hatte die Konferenz fast zum Scheitern gebracht, bevor in letzter Minute ein Kompromisstext verabschiedet wurde, der zwar noch viele Fragen offen lässt, aber das Prinzip der Einrichtung eines speziellen Finanzfonds festschreibt.

    „Die Verluste und Schäden in gefährdeten Ländern können nun nicht mehr ignoriert werden, auch wenn einige Industrieländer beschlossen hatten, unser Leid zu ignorieren“, begrüßte die junge Aktivistin Vanessa Nakate aus Uganda die Entscheidung.

    Dramatische Auswirkungen
    Der Text zu den Emissionsreduktionen war ebenfalls heiß umkämpft, da viele Länder einen Rückschritt gegenüber den auf früheren Konferenzen festgelegten Zielen befürchteten.

    Insbesondere beim ehrgeizigsten Ziel des Pariser Abkommens, die Erwärmung auf 1,5°C im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter zu begrenzen. Das wurde jedoch in der endgültigen Abschlusserklärung erneut bekräftigt. Die derzeitigen Zusagen der Länder, die das Abkommen unterzeichnet haben, reichen jedoch nicht aus, um dieses Ziel einzuhalten. Noch nicht einmal das Ziel, den Temperaturanstieg auf 2°C im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter zu begrenzen, als die Menschen begannen, in großem Umfang fossile Brennstoffe zu nutzen, die für die globale Erwärmung verantwortlich sind, kann mit den derzeitigen Anstrengungen erreicht werden.

    Die derzeitigen Verpflichtungen, vorausgesetzt, sie werden vollständig eingehalten, würden die Welt bis zum Ende des Jahrhunderts bestenfalls auf eine Temperatur von +2,4°C und bei der derzeitigen Emissionsrate auf eine katastrophale Temperatur von +2,8°C bringen.

    Allerdings häufen sich bei einer Erwärmung von derzeit fast 1,2°C bereits die dramatischen Auswirkungen des Klimawandels.

    Das Jahr 2022 war ein Beispiel dafür und brachte verheerende Dürren, Riesen-Feuer und Überschwemmungen mit sich, die Ernten und Infrastruktur beeinträchtigten.

    Auch die Kosten dieser Extremereignisse schießen in die Höhe: So schätzte die Weltbank die Kosten für die Überschwemmungen, die ein Drittel des pakistanischen Staatsgebiets wochenlang unter Wasser setzten und Millionen von Menschen obdachlos machte, auf mindestens 30 Milliarden US-Dollar.

    Arme Länder, die oft zu den am stärksten gefährdeten gehören, aber im Allgemeinen kaum für die Erwärmung verantwortlich sind, fordern seit Jahren eine Finanzierung der „Verluste und Schäden“, die sie erleiden.

    Der Kampf um unsere Erde wird mit der Annahme der Resolution von Sharm el-Sheikh nicht enden, da diese in einigen umstrittenen Punkten bewusst vage gehalten ist.

    Die operativen Details müssen auf der nächsten COP Ende 2023 in den Vereinigten Arabischen Emiraten festgelegt werden, was neue Auseinandersetzungen verspricht. Insbesondere über die Frage der Beitragszahler für den Entschädigungsfonds, denn die Industrieländer bestehen darauf, dass auch China dazugehört.

    Reduzierung der Emissionen: „Diese COP hat die Verpflichtungen der Länder, neue und ehrgeizigere Verpflichtungen einzugehen, geschwächt“, bedauerte Laurence Tubiana, Architektin des Pariser Abkommens von 2015.

    Ganz zu schweigen von der Frage, wie die Nutzung fossiler Energieträger reduziert werden kann, die für die Erwärmung verantwortlich sind, aber unglaublicherweise in den meisten Klimaschutztexten kaum erwähnt werden.

    Die Entwicklung erneuerbarer Energien wurde jedoch erstmals in Sharm el-Sheikh zusammen mit „emissionsarmen“ Energien erwähnt.

  • Donald Trump wieder auf Twitter: Elon Musk stellt seinen Account wieder her

    Donald Trump wieder auf Twitter: Elon Musk stellt seinen Account wieder her

    Der ehemalige US-Präsident Donald Trump kann wieder in dem sozialen Netzwerk Twitter auftreten. Der neue Besitzer Elon Musk, der eine Online-Umfrage über die Rückkehr von Donald Trump gestartet hatte, schaltete dessen Account wieder frei. Der ehemalige Präsident der USA hat jedoch inzwischen sein eigenes soziales Netzwerk gegründet. Elon Musk, der neue Chef von Twitter, reaktivierte am Samstag das Konto des ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump, das nach der Erstürmung des Kapitols in Washington im Januar 2021 aus dem sozialen Netzwerk verbannt wurde. „Das Volk hat abgestimmt. Trump wird wieder eingesetzt“, twitterte der launische Unternehmer auf seinem eigenen Account nach dem Ergebnis einer unter seinen Abonnenten gestarteten Umfrage. Mehr als fünfzehn Millionen hatten auf die Umfrage geantwortet und 51,8% von ihnen stimmten mit „Ja“ zur Rückkehr des republikanischen Politikers auf die Plattform.

    Einige Minuten nach Elon Musks …

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  • COP 27: Globaler „Schutzschild“ auf den Weg gebracht

    COP 27: Globaler „Schutzschild“ auf den Weg gebracht

    Während sich die COP 27 ihrem Ende nähert, wurde ein Anti-Methan-Plan ins Leben gerufen. Vor allem aber wurde die Idee eines Schutzschildes zwischen den G7-Staaten und etwa 60 anderen anfälligen Ländern gegen Klimarisiken ins Leben gerufen.

    Stundenlange Diskussionen, mehr als zehn Tage Verhandlungen und am Ende einige Fortschritte. Zunächst einmal ein Aktionsplan gegen Methan, ein sehr klimaschädliches Gas. Die UNO kündigt die Schaffung eines Satellitenprogramms mit dem Namen „MARS“ an. Die Satelliten werden in der Lage sein, große Methanaufkommen zu identifizieren und so ein schnelles Handeln der Behörden zu ermöglichen. Eines der wichtigsten Themen auf der COP 27 war jedoch der Schutz durch Klimarisiken besonders gefährdeter Länder. Zwischen den G7-Staaten und fast 60 gefährdeten Ländern wurde ein globaler Schutzschild ins Leben gerufen.

    Diese Initiative kann jedoch einen von den Vereinten Nationen getragenen Mechanismus nicht ersetzen, und genau dieses Dossier stellt heute das grösste Problem für eine gemeinsame Vereinbarung der COP 27 dar. Dennoch kam es gestern Abend zu einer positiven entwicklung. Zunächst zögerlich, schlug die Europäische Union einen Fonds zur Bewältigung von Verlusten und Schäden in den am stärksten gefährdeten Ländern vor. Einige Länder, wie z. B. China, zögern allerdings immer noch, in diesen Fonds einzubezahlen, was den Vorsitzenden der Klimakonferenz dazu zwang, die Verhandlungen um einen Tag zu verlängern. Er rief die Parteien dazu auf, einen Gang höher zu schalten und eine Einigung zu erzielen.

  • Airbus A320 kollidiert beim Start in Peru mit Feuerwehrauto: Videos des Aufpralls

    Airbus A320 kollidiert beim Start in Peru mit Feuerwehrauto: Videos des Aufpralls

    Ein startender A320 kollidierte auf der Startbahn eines Flughafens in Peru mit einem Feuerwehrauto. Zwei Feuerwehrleute wurden getötet. Wie durch ein Wunder wurde kein Passagier des Flugzeugs verletzt. Eine Untersuchung wurde eingeleitet.

    Ein startendes Passagierflugzeug rammte am Freitag auf dem internationalen Flughafen von Lima in Peru ein Feuerwehrauto. Das Flugzeug  geriet in Brand und die Passagiere mussten evakuiert werden. Zwei Feuerwehrleute kamen bei dem Unfall ums Leben, wie mehrere offizielle Quellen berichteten. Lima Airport Partners (LAP), der Betreiber des Flughafens Jorge Chavez, „bedauert zutiefst, dass zwei Mitglieder der LAP-Flugzeugfeuerwehr bei dem Unfall zwischen einem Feuerwehrfahrzeug und dem Flugzeug, das den Flug LA2213 von Lima nach Juliaca durchführte, ihr Leben verloren haben“.

    Die Fluggesellschaft LATAM, die den Inlandsflug durchführte, „bestätigt, dass kein Passagier oder Besatzungsmitglied ums Leben gekommen ist“. An Bord des Flugzeugs befanden sich 102 Passagiere. Die Anzahl der Besatzungsmitglieder wurde nicht angegeben. Das Verkehrsministerium bestätigte ebenfalls „einen Unfall auf der Start- und Landebahn des Flughafens Jorge Chavez“. „Nach der Meldung über den Tod von zwei Luftfahrt-Feuerwehrleuten und einem Verletzten versucht die Staatsanwaltschaft, die Fakten zu ermitteln, bevor sie möglicherweise Anklage wegen Mordes und Körperverletzung erhebt“, teilte das Ministerium mit. Der Flughafen erklärte, dass seine „Teams allen Passagieren, die notwendige Versorgung zukommen lassen“.


    Die Feuerwehr von Lima gab an, dass der Alarm um 15.25 Uhr ausgelöst worden war und vier Krankenwagen und Rettungseinheiten im Einsatz waren. Bilder, die von Zeugen des Unfalls aufgenommen und von Fernsehsendern ausgestrahlt wurden, zeigten, wie das Flugzeug – ein Airbus A320neo – mit voller Geschwindigkeit auf dem Weg zum Start auf einen schnell fahrenden Lkw auffuhr der ihm den Weg abschnitt. Mit beschädigtem Fahrwerk rutschte des Flugzeug über die Startbahn, wobei der rechte Flügel auf der Erde streifte und Feuergarben aufwirbelte. Nachdem es gestoppt werden konnte, stieg dichter Rauch aus dem brennenden Flugzeug auf.

    Der Flughafenbetrieb wurde bis zum heutigen Samstagmittag eingestellt. Zahlreiche Flüge wurden gestrichen und andere auf den Flughafen Pisco umgeleitet wurden, der 250 km südlich der peruanischen Hauptstadt liegt. Internationale Verbindungen, insbesondere nach Nordamerika, wurden ebenfalls gestört, da Lima ein Drehkreuz für Verbindungen in der Region ist.

  • Charles III. will auf Antrag einer Naturschutzorganisation die Foie gras aus seiner königlichen Küche verbannen

    Charles III. will auf Antrag einer Naturschutzorganisation die Foie gras aus seiner königlichen Küche verbannen

    König Charles III. kündigte an, dass in den königlichen Residenzen keine Stopfleber mehr serviert werden wird. Der Monarch folgt damit einer Forderung der Organisation „People for the Ethical Treatment of Animals“ (Peta). Schluss mit Stopfleber im Buckinghampalast: König Charles III. hat die französ…

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