Kategorie: International

  • Amerikanischer Moderator Jimmy Fallon parodiert Emmanuel Macron mit einem Lied über Bettwanzen

    Amerikanischer Moderator Jimmy Fallon parodiert Emmanuel Macron mit einem Lied über Bettwanzen

    In einem Sketch, der in seiner Sendung „The Tonight Show“ ausgestrahlt wurde, imitierte der Komiker den französischen Präsidenten mit Baskenmütze auf dem Kopf, Baguette in der Hand und weit geöffnetem Hemd. Jimmy Fallon parodierte Emmanuel Macron mit einer Baskenmütze auf dem Kopf, einem Baguette in der einen und einem Glas Wein in der anderen Hand. In seiner Sendung „The Tonight Show“, die am Dienstag, dem 3. Oktober auf dem Sender NBC ausgestrahlt wurde, machte der amerikanische Komiker den französischen Präsidenten nach und sang ein Lied über Bettwanzen, die in den letzten Wochen in Frankreich vermehrt in den Schlagzeilen waren.

    „In Paris gibt es Insekten, die größer als Flöhe sind und die Sie jucken. Sie können in Ihrer Bettwäsche sein, also schauen Sie gut darunter nach. Und wenn ich Sie wäre, würde ich kein Airbnb mehr mieten“, singt der Moderator in seinem Sketch. „Bettwanzen, oh mein Gott, (…) sie sind überall“, fährt…

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  • Chemie-Nobelpreis: Der Franzose Moungi Bawendi für seine Arbeit zu Quantenpunkten ausgezeichnet

    Chemie-Nobelpreis: Der Franzose Moungi Bawendi für seine Arbeit zu Quantenpunkten ausgezeichnet

    Der Nobelpreis für Chemie wurde heute Mittag an Moungi Bawendi, Louis Brus und Alexei Ekimov verliehen, einen Franzosen, einen Amerikaner und einen Russen, die alle drei in den USA an Nanopartikeln arbeiten. Der Nobelpreis für Chemie 2023 wurde am Mittwoch an ein Trio bestehend aus Moungi Bawendi, Louis Brus und Alexei Ekimov verliehen, die in Frankreich, den USA und der UdSSR geboren wurden und heute alle drei in den USA an Nanopartikeln arbeiten. Das Komitee zeichnete sie für „die Entdeckung und Entwicklung von Quantenpunkten, Nanopartikeln, die so klein sind, dass ihre Größe ihre Eigenschaften bestimmt“ aus, so die Jury in Stockholm. Die Preisträger, deren Namen bereits einige Stunden vor der offiziellen Bekanntgabe in der schwedischen Presse durchgesickert waren, wurden „für die Entdeckung und Synthese von Quantenpunkten“ ausgezeichnet. Das Durchsickern der Namen von Nobelpreisträgern ist sehr selten, da die Jury, die mit der Auswahl der Preisträger betraut ist, darauf achtet, ihre Debatten geheim zu halten. Quantenpunkte, auch Quantenboxen genannt, sind Nanokristalle aus Halbleitern, die in der Regel einen Durchmesser von 2 bis 10 Nanometern haben. Diese sehr kleinen Komponenten der Nanotechnologie streuen heute das Licht von modernen Fernsehern und LEDs und können auch Chirurgen bei der Entfernung von Tumorgewebe helfen, so die Mitteilung der Königlich Schwedischen Akademie der Wissenschaften. „Den Gewinnern des Nobelpreises für Chemie 2023 ist es gelungen, Partikel herzustellen, die so klein sind, dass ihre Eigenschaften durch Quantenphänomene bestimmt werden“, heißt es aus Stockholm. „Sehr überrascht, schockiert und sehr geehrt“, reagierte der 1961 in Paris geborene Moungi Bawendi, Professor am Massachusetts Institute of Technology (MIT), nachdem er davon erfahren hatte, dass er zu den Gewinnern des diesjährigen Chemie-Nobelpreises gehört. Moungi Bawendi hat neben der französischen auch die tunesische und amerikanische Staatsangehörigkeit. Unter den drei Preisträgern werden nun elf Millionen Kronen (etwa 920.000 Euro) aufgeteilt.
  • Nobelpreis für Physik: Franzosen Pierre Agostini und Anne L’Huillier sind neben dem Ungarn Ferenc Krausz Preisträger

    Nobelpreis für Physik: Franzosen Pierre Agostini und Anne L’Huillier sind neben dem Ungarn Ferenc Krausz Preisträger

    Diese Ankündigung erfolgt einen Tag nach der Verleihung des Nobelpreises für Medizin, mit dem die Arbeit der ungarischen Forscherin Katalin Kariko und ihres amerikanischen Kollegen Drew Weissman gewürdigt wurde.

    Der Nobelpreis für Physik wurde am Dienstag, dem 3. Oktober, an den Franzosen Pierre Agostini, den Österreicher Ferenc Krausz und die Franco-Schwedin Anne L’Huillier verliehen. Sie werden für ihre experimentellen Methoden ausgezeichnet, die auf extrem schnellen Lichtimpulsen beruhen, mit denen die Bewegung von Elektronen im Inneren von Atomen und Molekülen beobachtet werden kann.

    Diese Ankündigung erfolgt einen Tag nach der Verleihung des Nobelpreises für Medizin, mit dem die Arbeit der ungarischen Forscherin Katalin Kariko und ihres amerikanischen Kollegen Drew Weissman bei der Entwicklung von Boten-RNA-Impfstoffen gewürdigt wurde, die im Kampf gegen Covid-19 von entscheidender Bedeutung waren.

  • Brände in Kanada: 18 Millionen Hektar Wald gingen während des Sommers in Flammen auf

    Brände in Kanada: 18 Millionen Hektar Wald gingen während des Sommers in Flammen auf

    18 Millionen Hektar Wald wurden diesen Sommer in Kanada von den Flammen vernichtet. France 2 berichtet aus der Provinz Québec, einer der von den Waldbränden am stärksten betroffenen Regionen.

    In der Umgebung des Lac-Simon in der kanadischen Provinz Québec, ist kaum noch etwas übrig. Kilometerlange Wälder wurden verwüstet und von den Bränden vernichtet. Nur eine Handvoll Bäume steht noch. In Québec, einer der Regionen, die in diesem Sommer am stärksten von Waldbränden betroffen waren, sind die Schäden enorm.

    Fast alle Tiere sind verschwunden
    Die indigenen Völker sind diejenigen, die den größten Preis zahlen. Oftmals isoliert inmitten der Wälder gelegen, ist ihr gesamtes Territorium in Rauch aufgegangen. Als direkte Folge der Brände sind in diesem Gebiet fast alle Tiere verschwunden. In Normétal, einer Stadt bei Québec, bekämpften die örtlichen Feuerwehrleute die riesigen Flammenmere. Heute sind die Einwohner dankbar. „Wenn sie einen Feuerwehrmann treffen, gibt es einen Handschlag und dann ein großes Dankeschön“, erzählt Doris Nolet, die Leiterin der Feuerwache von Normétal auf dem Sender France 2

    . Insgesamt wurden in diesem Sommer in Kanada unglaubliche 18 Millionen Hektar Wald von den Flammen vernichtet.

  • Spanien: Mindestens 13 Tote bei Brand in einem Nachtclub im Südosten des Landes

    Spanien: Mindestens 13 Tote bei Brand in einem Nachtclub im Südosten des Landes

    Der Unfall ereignete sich in einem Nachtlokal in Murcia am Sonntagmorgen. Die vorläufige Bilanz lautet 13 Tote und mehrere Verletzte. Die Ursache des Feuers ist noch nicht bekannt.

    Mindestens 13 Menschen sind am Sonntagmorgen bei einem Brand in einer Diskothek in Murcia im Südosten Spaniens ums Leben gekommen und mehrere weitere wurden verletzt, wie die Rettungskräfte. Die Rettungskräfte, die erst in das Gebäude im Stadtteil Atalayas in Murcia vordringen konnten, nachdem sie das gegen sechs Uhr morgens ausgebrochene Feuer in dem Nachtclub weitgehend gelöscht hatten.

    Erste Rettungskräfte konnten gegen 10.00 Uhr in die Diskothek vordringen und haben daraufhin zunächst vier Leichen und etwa 40 Minuten später zwei weitere Leichen entdeckt. Insgesamt wird die Zahl der Totn am Sonntagnachmittag mit 13 angegeben.

    Mindestens vier weitere Personen wurden verletzt, zwei Frauen im Alter von 22 und 25 Jahren sowie zwei Männer im Alter von 41 und 45 Jahren, sie hatten Rauch eingeatmet.

    Den von den Rettungskräften verbreiteten Fotos zufolge handelte es sich um die Diskothek „Teatre“, auch bekannt als „Fonda Milagros“, deren Fassade gänzlich von den Flammen verschlungen wurde. Die Aufnahmen zeigen, wie die Wasserschläuche der Feuerwehrautos die geschwärzte Fassade in einer von Rettungsfahrzeugen überfüllten Straße bewässern und wie dichter Rauch aus dem Dach der Diskothek dringt.

    „Die Rettungskräfte sind noch immer im Einsatz, um den Brand in der Diskothek Teatre in Atalayas zu bewältigen“, veröffentlichte die Stadtverwaltung von Murcia auf X und erklärte, sie bedauere „zutiefst, was passiert ist“ und sprach „den Familien und Freunden der Opfer ihr Beileid aus“.

  • Absturzes eines Militärflugzeugs der Wagner-Gruppe bei der Landung in Mali fordert über100 Menschenleben

    Absturzes eines Militärflugzeugs der Wagner-Gruppe bei der Landung in Mali fordert über100 Menschenleben

    Am Samstag, den 23. September, ereignete sich in Mali ein schwerer Flugzeugabsturz, um den großes Rätselraten herrscht. Es ist schwierig, die Zahl der Todesopfer nach dem Absturz eines Militärflugzeugs der Wagner Gruppe zu erfahren. Erste Bilder des Absturzes  kursieren jetzt in den sozialen Netzwerken. Ein Iljuschin Il-76, stürzte am Samstag, dem 23. September, bei der Landung in Gao im Norden Malis ab. Fotos und ein Video des Absturzes, auf dem eine große Explosion zu sehen ist, lassen keinen Raum für Zweifel, doch auch fünf Tage nach dem Vorfall ist die Zahl der Todesopfer immer noch weitgehend unbekannt. Auch die Ursachen des Absturzes sind noch völlig unklar. Erste Erkenntnisse scheinen zu bestätigen, dass das Flugzeug stark überladen gewesen sei. Klar scheint aber, dass die Maschine zum Zeitpunkt des Absturzes von malischen Streitkräften und ihren Verbündeten der russischen paramilitärischen Gruppe Wagner benutzt worden ist. Aus diplomatischen Quellen in Mali ist zu erfahren, das…

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  • Algerien: Perfekte Nachahmung eines Starbucks in Oran macht in sozialen Netzwerken die Runde

    Algerien: Perfekte Nachahmung eines Starbucks in Oran macht in sozialen Netzwerken die Runde

    Zahlreiche Videos in sozialen Netzwerken zeigen ein Starbucks-Lokal, das sich später allerdings als perfektes Imitat entpuppte.

    Ein Starbucks soll in Oran (Algerien) eröffnet haben. Ein Video deutete darauf hin, dass in der algerischen Stadt eine Filiale der weltbekannten Marke eröffnet worden war. Und alles deutete darauf hin, dass der amerikanische Konzeorn endlich eine erste Niederlassung in Algerien eröffnet hatte.

    @oumniaonline @Starbucks Algerie ☕ starbukcs oran#الجزائر🇩🇿_تونس🇹🇳_المغرب🇲🇦 #بوتفليقة_ربي_يرحمه💔💔💔🔥😢 #explore #explore #وهران_في_القلب #عنابة23 #وهران_في_القلب #الهجرة_الى_اوروبا🇪🇺 #وهران_في_القلب #الهجرة_الى_اوروبا🇪🇺 #algerienne🇩🇿 #تلمسانية #soolkingofficiel🇩🇿جزائري #وهراني #وهران_الباهية #وهران_الجزائر_عنابة_سكيكدة_بليدة✨🔥❣️ #سطيف #تلمسان #تلمسانيةوأفتخر #العاصمة🇩🇿 #algerie🇩🇿 #alger #بشار #قسنطينة_25 ♬ الصوت الأصلي – 𝙃 𝘼 𝙈 𝙄 𝘿

    Doch obwohl die Einrichtung, die Produkte und der Laden insgesamt echt zu sein schienen, stellte sich alles als Fälschung heraus. Der Sender BBC News kontaktierte die Zentrale von Starbucks in London. Die Verantwortlichen für Europa, den Nahen Osten und Afrika jedoch dementierten die Eröffnung einer Filiale in Oran, Algerien, ausdrücklich.

    Starbucks antwortete mehreren Internetnutzern direkt auf X auf ihre Fragen, ob es jetzt auch in Algerien endlich eine Filiale von Starbucks gebe.

    Trotz dieser offiziellen Aussagen von Starbucks behauptet Selim Haffar, ein junger Mann, der sich als Inhaber und Leiter des Lokals ausgibt, dass er die Zustimmung des Starbucks-Chefs während einer Reise in die USA eingeholt habe, wie der Sender Franceinfo berichtet. Er erklärte unter anderem, dass der Markenchef sich mit darauf geeinigt habe, dass er eine Lizenz bezahlen würde, sobald das Lokal Geld einbringe.

  • Französischer Fahrer verletzt an der deutsch-französischen Grenze zwei deutsche Polizeibeamte

    Französischer Fahrer verletzt an der deutsch-französischen Grenze zwei deutsche Polizeibeamte

    Ein französischer Fahrer wurde festgenommen, nachdem er am späten Montag im Saarland, in der Nähe der deutsch-französischen Grenze, versucht hatte, sich einer Polizeikontrolle zu entziehen. Zwei deutsche Polizisten wurden verletzt.

    Ein Autofahrer mit französischer Staatsangehörigkeit wurde festgenommen, nachdem er am späten Montagnachmittag, dem 25. September, versucht hatte, einer Kontrolle der deutschen Polizei im Saarland zu entgehen. Dabei wurden zwei Polizisten verletzt. Das berichtete der Sender France Bleu Lorraine Nord am Dienstagnachmittag.

    Der Vorfall ereignete sich gegen 19.45 Uhr auf der Autobahn A 8 auf einem Rastplatz, der etwa 30 Kilometer vom französischen Département Moselle entfernt liegt, heißt es in einer Pressemitteilung der Polizei.

    Der Fahrer weigerte sich, den Anweisungen der deutschen Polizisten Folge zu leisten, und durchbrach eine Straßensperre. Anschließend durchquert er einen Baustellenbereich und versuchte trotz eines beschädigten Reifens zu fliehen. Auf seiner Flucht raste er entgegen der Fahrtrichtung auf der Autobahn in Richtung Saarlouis.

    Wie die deutsche Polizei mitteilte, stellten die Ordnungskräfte eines ihrer Fahrzeuge quer über die Straße, um den Franzosen zu stoppen. Dieser raste in das Polizeiauto und verletzte dabei zwei Beamte, von denen einer ins Krankenhaus eingeliefert werden musste.

    Der französische Staatsbürger wurde festgenommen. Bei der Durchsuchung des Fahrzeugs wurden im Kofferraum Betäubungsmittel in nicht unerheblicher Menge gefunden.

  • Italien: Waldbrände verwüsten den Norden Siziliens und fordern Todesopfer

    Italien: Waldbrände verwüsten den Norden Siziliens und fordern Todesopfer

    Seit drei Tagen und auch am Samstag, dem 23. September, wüten Waldbrände im Norden Siziliens. Zwei Menschen sind bereits ums Leben gekommen. Andere machen sich auf den Weg, um den Flammen zu entfliehen.

    Ein Haus in Palermo ist von Flammen umzingelt. Am Samstag, dem 23. September, bedecken Flammen die Hügel rund um die Stadt. Seit drei Tagen breiten sich die Brände im Norden Siziliens aus, angeheizt durch starke Winde. Bereits im Juli haben schwere Waldbrände in der Umgebung von Palermo gewütet. Diesmal ist auch das weiter östlich gelegene Cefalù betroffen.

    Bewohner ergreifen die Flucht.
    Eine 42-jährige Frau starb auf der italienischen Insel, als sie versuchte, ihre Pferde zu retten. Ein 68-jähriger Mann starb ebenfalls durch die Brände. In Cefalù wurden 700 Menschen aus der Stadt notfallmäßig evakuiert. Während einige inzwischen in ihre Wohnungen zurückkehren konnten, versuchen andere, auf der Straße oder mit dem Zug vor den Bränden zu fliehen. In mehreren sizilianischen Städten herrscht weiterhin Feueralarm. Erhoffter Regen könnte den Feuerwehren entscheidende Hilfe bringen.

  • Klima: 6 junge Portugiesen verklagen 32 Staaten vor EU-Gerichtshof für Menschenrechte wegen Untätigkeit

    Klima: 6 junge Portugiesen verklagen 32 Staaten vor EU-Gerichtshof für Menschenrechte wegen Untätigkeit

    Die Zahl der Klagen gegen Untätigkeit im Klimabereich nimmt zu. Eine Klage von sechs jungen Portugiesen gegen 32 Länder wird ab dem 27. September vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg verhandelt.

    Es sieht immer aus wie David gegen Goliath: Ab dem 27. September wird in Straßburg die Klage von sechs jungen Portugiesen verhandelt, die 32 Staaten wegen Untätigkeit im Klimabereich verklagen.

    Es ist eine Geschichte, die 2017 beginnt, als das Haus von Claudia Duarte Agostinho mit Asche bedeckt wird. In diesem Sommer herrscht in der Region Leiria in Portugal eine starke Hitzewelle. Rund 180.000 Hektar Wald gingen in Flammen auf und 117 Menschen kamen bei den Bränden ums Leben. Eine Juristin, die in einer Klimaschutz-NGO (GLAN) aktiv ist, setzt der jungen Claudia den Floh ins Ohr, dass sie ja eine Klage einreichen könne.

    Claudia überzeugt ihren Bruder, ihre Schwester, eine Nachbarin und zwei Freunde, die ebenfalls gerade erst dem Teenageralter entwachsen sind. Damals war noch nicht die Rede von Streiks oder Jugendmärschen für das Klima. Die jungen Leute brauchen drei Jahre, um ihren Fall juristisch zu untermauern.

    Weltweit sind mehr als 2.500 Fälle anhängig.
    Die Gruppe beruft sich auf die Artikel 2, 8 und 14 der Europäischen Menschenrechtskonvention (EMRK). Sie sagen, dass ihr Recht auf Leben und geistige und körperliche Unversehrtheit durch Brände und Hitzewellen, die aus dem Klimawandel resultieren, bedroht sind. Die Brände dieses Sommers haben ihre Entschlossenheit nur noch verstärkt: „Es wird noch extremere Hitzewellen geben, die einen Monat oder länger andauern werden. Das wird unglaublich sein. Die Regierungen der Welt haben die Macht, dies zu verhindern. Die europäischen Regierungen entscheiden sich bisher dafür, ihren Teil der Verantwortung nicht zu übernehmen. Wir können nicht tatenlos zusehen, was passiert“, sagt die 23-jährige Catarina Mota.

    Die jungen Portugiesen, die heute zwischen 11 und 24 Jahre alt sind, werfen 32 Staaten vor, nicht genug zu tun, um ihre Treibhausgasemissionen zu senken und die Jugend zu schützen.

    Bei den in der Klage genannten Ländern handelt es sich um 27 EU-Mitgliedstaaten (Belgien, Bulgarien, Dänemark, Deutschland, Estland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Irland, Italien, Kroatien, Lettland, Litauen, Luxemburg, Malta, Niederlande, Österreich, Polen, Portugal, Rumänien, Schweden, Slowakei, Slowenien, Spanien, Tschechische Republik, Ungarn und Zypern) sowie um Norwegen, Russland, die Schweiz, das Vereinigte Königreich und die Türkei.

    Vor dem EGMR ist eine solche Klage ein Novum. Außerdem gab es noch nie so viele Länder, die gleichzeitig vor Gericht geladen waren. Gearóid Ó Cuinn, Sprecherin des Global Legal Action Network, sagte: „Die Tatsache, dass der Gerichtshof die Prüfung des Falls durch die Große Kammer zugelassen hat, ist eine äußerst bedeutsame Entwicklung, die zeigt, wie ernst er den Klimawandel als Menschenrechtsfrage betrachtet.“

    Die Zahl der Klagen gegen die klimapolitische Untätigkeit von Regierungen oder großen Unternehmen nimmt drastisch zu. Das Sabin Center der Columbia University in den USA, ein Forschungszentrum, das sich mit diesen Fragen beschäftigt, hat bis September 2023 über 2.500 laufende Fälle aufgelistet, davon 1.600 allein in den USA.

    Und manchmal funktioniert es: 2019 wies der Oberste Gerichtshof der Niederlande die Regierung an, ihre Treibhausgasemissionen zu reduzieren, was Den Haag tatsächlich dazu veranlasste, das Tempo der Maßnahmen zu beschleunigen.

    Wenn Claudia und ihre Freunde vor Gericht Erfolg haben, sind die 32 Länder (darunter auch Portugal und Frankreich) gesetzlich verpflichtet, zu handeln und ihren multinationalen Unternehmen neue Vorschriften aufzuerlegen. Dieses Urteil kann im Endeffekt sogar noch verbindlicher sein als das Pariser Klimaabkommen.