Kategorie: International

  • In Calais wurde ein Lager mit 700 Migranten von den Ordnungskräften geräumt

    In Calais wurde ein Lager mit 700 Migranten von den Ordnungskräften geräumt

    Rund 300 Polizisten und Gendarmen haben am Dienstagmorgen in Calais ein Migrantenlager geräumt, das von der Präfektur als Problempunkt bezeichnet wurde.

    Die französische Polizei hat am Dienstag erneut ein Migrantenlager in Calais (Pas-de-Calais) geräumt, in dem sich seit mehreren Monaten 700 Menschen, vor allem Sudanesen, aufgehalten hatten, wie die Präfektur und ein Verein zur Unterstützung von Migranten berichteten. Rund 300 Polizisten und Gendarmen waren für die Aktion mobilisiert worden, die zwischen 6.30 und 11 Uhr im Lager Turquerie, dem wichtigsten Anlaufpunkt für Migranten in Calais, durchgeführt wurde, wie der Präfekt des Departements Pas-de-Calais, Jacques Billant, erklärte.

    Die Räumung, die auf einer gerichtliche Anordnung basierte, war „aufgrund der sehr großen Anzahl anwesender Migranten notwendig“, die „erhebliche Unruhen (…) und sogar Messerstechereien“ verursachten, sagte der Präfekt. Die Operation sei „ohne Zwischenfälle“ verlaufen.

    Nach Abschluss der Räumung erklärten sich 561 Personen bereit, in andere Aufnahme- oder Unterbringungsstrukturen in der Region Hauts-de-France gebracht zu werden. 51 Personen wurden zur Überprüfung ihres Aufenthaltsrechts festgenommen.

    Das Lager war bereits im Mai und Juni geräumt worden, als es rund 350 Personen beherbergte. „Das Ziel ist es, die Menschen zu erschöpfen“, indem sie regelmäßig umgesiedelt werden, kritisierte Madeleine Debressy von der Organisation Human Rights Observers (HRO).

    Die in anderen Unterkünften untergebrachten Menschen werden ihrer Meinung nach nach Calais zurückkehren, „es sind Menschen, die nach England wollen“, sagt Madeleine Debressy. Die Auflösung des Lagers fand zu einem Zeitpunkt statt, an dem die illegalen Überfahrten aufgrund des guten Wetters zugenommen haben.

    Nach Angaben der Präfektur für den Ärmelkanal und die Nordsee (Prémar) waren am Dienstagmorgen vier Boote in der Nähe von Calais in See gestochen. Andere Schiffe, insbesondere von der Gendarmerie Maritime, mußten eingreifen, um einem der Boote zu helfen, das im Begriff gewesen sei, zu sinken.

  • 20-jähriger Mann bei Unfall getötet – Familie erhält Rechnung über 480 Euro für „Straßenreinigung“

    20-jähriger Mann bei Unfall getötet – Familie erhält Rechnung über 480 Euro für „Straßenreinigung“

    Es passierte in Spanien: Anfang des Jahres wurde der 20-jährige Josep von einem Autofahrer tödlich verletzt. Die Familie des jungen Mannes hat nun eine Rechnung über 480 Euro für die „Reinigung der Straße“ erhalten.

    Anfang des Jahres starb der 20-jährige Josep nach einem Unfall, als er mit seinem Motorrad auf den Straßen Galiziens in Spanien unterwegs war. Ein Autofahrer soll die Kontrolle über sein Fahrzeug verloren haben, nachdem er mit 116 km/h statt mit 70 km/h durch eine Kurve gefahren war und rammte Josep, berichtete die französische Zeitung L’Indépendant.

    Die Familie des jungen Mannes hat dieser Tage ein erstaunliches und schockierendes Schreiben von der Stadtverwaltung von Coruña, wo sich der Unfall ereignete, erhalten. Die Stadtverwaltung fordert in diesem Schreiben die Familie auf, 485 Euro zu bezahlen, „um die Kosten für die Reinigung der Straße am Tag des Unfalls zu decken“.

    Es sei ein Fehler passiert, sagt nun die Stadtverwaltung auf Nachfrage. Wie L’Indépendant berichtet, schickt die Feuerwehr bei einem Verkehrsunfall die Rechnung für die jeweiligen Kosten an die Versicherungen der Unfallbeteiligten. Da die Versicherungsgesellschaft von Josep jedoch anscheinend nicht in den Akten stand, wurde das Schreiben einfach direkt an die Familie geschickt.

  • Hamas-Angriff auf Israel: Der 12-jährige französisch-israelische Eitan wurde entführt

    Hamas-Angriff auf Israel: Der 12-jährige französisch-israelische Eitan wurde entführt

    Der 12-jährige Eitan wurde am Samstag, dem 7. Oktober, von Hamas-Terroristen entführt. Seitdem hat seine Familie nichts mehr von ihm gehört. Eine Reportage des Senders France 2.

    Der 12-jährige Eitan ist ein französisch-israelisches Kind. Er ist heute einer von Hunderten von Menschen, die seit dem Angriff der Hamas auf Israel am Samstag, dem 7. Oktober, vermisst werden. Er befand sich mit seiner Schwester in dem Haus der Familie, das nur wenige hundert Meter vom Gazastreifen entfernt liegt. Die Kinder wurden zusammen mit ihrer Mutter von Hamas-Terroristen auf zwei Motorrädern entführt. „Das Motorrad mit seiner Mutter hielt an, aber das mit Eitan fuhr weiter. Seitdem wissen wir nichts mehr“, erzählt Ayala Yahalomi Luzon, die Tante des verschwundenen Eitan.

    Wahrscheinlich nach Gaza gebracht
    Eitans Schwester und Mutter konnten fliehen, der Vater wurde bei dem Angriff verletzt und gilt auch als vermisst. Eitan wurde wahrscheinlich nach Gaza gebracht. Seine Familie fürchtet, dass die Hamas ihre die Drohungen, die Geiseln im Falle einer israelischen Boden-Offensive hinzurichten. Eitans Tante fordert Israels Regierung auf, dies zu berücksichtigen und nichts zu überstürzen. „Machen Sie allen Druck, um sie zurückzubringen, und dann tun Sie, was Sie tun müssen“, fleht sie. Eitan ist einer von inzwischen 13 Franzosen, die als vermisst gelten.

  • Angriff auf Israel: Drei Franzosen getötet und vierzehn vermisst – darunter ein 12-jähriges Kind

    Angriff auf Israel: Drei Franzosen getötet und vierzehn vermisst – darunter ein 12-jähriges Kind

    Nach Angaben des französischen Außenministeriums wurden seit dem Angriff der Terroristenorganisation Hamas am Samstag drei französische Staatsbürger in Israel getötet und vierzehn weitere werden vermisst. Der dritte Todesfall wurde am Dienstagmorgen vom französischen Botschafter in Israel bestätigt.

    Drei Franzosen wurden bei dem Angriff der Hamas auf Israel getötet und vierzehn, darunter ein Minderjähriger, werden seither vermisst, wie das französische Außenministerium am Montag, dem 9. Oktober, bekannt gab.

    „Die uns vorliegenden Informationen lassen es als sehr wahrscheinlich erscheinen, dass einige von ihnen, darunter ein minderjähriges Kind im Alter von zwölf Jahren, entführt wurden“, hieß es aus dem Aussenministerium und, dass man „in ständigem Kontakt mit den Familien jedes einzelnen Opfers“ stehe. Der dritte Todesfall wurde am Dienstagmorgen vom französischen Botschafter in Israel bekannt gegeben.

    In einer separaten Erklärung erklärte ein französischer Abgeordneter am Montag, dass „mindestens acht Franzosen entweder verschwunden oder tot seien oder von der Hamas als Geiseln genommen wurden“. Der Abgeordnete für die Franzosen im Ausland, Meyer Habib, dessen Wahlkreis auch Israel umfasst, hatte zuvor bereits erklärt, dass sich unter den vermissten Franzosen auch der 26-jährige Avidan T., ein junger Franzose aus Bordeaux (Südwesten Frankreichs), der in Israel lebt, befinde und man wisse, dass er von der palästinensischen islamistischen Bewegung als Geisel gehalten werde.

    „Ich hatte gerade ein langes Gespräch mit seinem Vater, einem Arzt, der mir bestätigt hat, dass Avidan, wie wir befürchtet hatten, von der Hamas als Geisel genommen wurde“, schrieb der Parlamentarier in einer Twitter-Nachricht.

    Avidan wurde wahrscheinlich im Süden Israels von der Hamas entführt, als er an einer Rave-Party nahe der Grenze zum Gazastreifen teilnahm, die von den Angreifern ins Visier genommen wurde. Bis zu 250 Teilnehmer des Musikfestivals wurden getötet.

    Fast 90.000 französische Staatsangehörige leben in Israel
    „Fast 62.000 französische Staatsangehörige sind beim Generalkonsulat in Tel Aviv registriert und 25.000 bei unserem Generalkonsulat in Jerusalem angemeldet“, erklärte das Außenministerium. Außerdem befänden sich derzeit zahlreiche Franzosen als Touristen in Israel.

    Das Ministerium rief „die Franzosen, die sich derzeit in Israel aufhalten, erneut dazu auf, die Anweisungen unserer Teams in der französischen Botschaft in Tel Aviv, des Generalkonsulats in Jerusalem und der israelischen Behörden zur äußersten Wachsamkeit zu befolgen“.

  • Emmanuel Macron verurteilt die „Terrorangriffe“ der Hamas gegen Israel scharf

    Emmanuel Macron verurteilt die „Terrorangriffe“ der Hamas gegen Israel scharf

    Nach der Offensive der palästinensischen Hamas in Israel gibt es zahlreiche Reaktionen der internationalen Gemeinschaft. Der französische Präsident Emmanuel Macron erklärte am Samstag, dass er „die Terroranschläge, die Israel derzeit treffen, aufs Schärfste verurteilt“, nachdem die Hamas Hunderte von Raketen aus dem Gazastreifen abgefeuert hatte. „Ich drücke meine volle Solidarität mit den Opfern, ihren Familien und Angehörigen aus“, sagte der französische Präsident auf der Plattform X.

    Auch andere führende Politiker reagierten auf den gewalttätigen Angriff, wie etwa der britische Premierminister Rishi Sunak, der sich am Samstagmorgen „schockiert“ über die Angriffe der „Hamas-Terroristen“ auf Israel äußerte und meinte, das Land habe „das absolute Recht, sich zu verteidigen“, oder der spanische Außenminister Jose Manuel Albares, der schrieb: „Wir verurteilen die äußerst schweren Terrorangriffe aus Gaza auf Israel aufs Schärfs…

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  • Unicef: In nur 6 Jahren wurden über 43 Millionen Kinder aufgrund von Wetterkatastrophen vertrieben

    Unicef: In nur 6 Jahren wurden über 43 Millionen Kinder aufgrund von Wetterkatastrophen vertrieben

    95% dieser Kinder wurden von Überschwemmungen und Stürmen aus ihren Heimatorten vertrieben, heißt es in einem am Freitag, dem 6. Oktober veröffentlichten Unicef-Bericht. China und die Philippinen gehören zu den Ländern, die „die höchste absolute Zahl an Kindervertreibungen“ zu verzeichnen haben. „Innerhalb von sechs Jahren haben klimabedingte Katastrophen in 44 Ländern 43,1 Millionen Kinder zu Binnenflüchtlingen gemacht“, was „etwa 20.000 Kinderflüchtlingen pro Tag“ entspricht, warnt die Unicef in einem Bericht vom Freitag, dem 6. Oktober. In dem Dokument erstellt das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen eine erste weltweite Analyse in Bezug auf die Anzahl der Kinder, die zwischen 2016 und 2021 aufgrund von Überschwemmungen, Stürmen, Dürren oder Waldbränden gezwungen waren, ihr Zuhause zu verlassen. 95% dieser Vertreibungen von Kindern erfolgten aufgrund von Überschwemmungen und Stürmen in den Jahren 2016 und 2021. Dürren haben „mehr als 1,3 Millionen interne Kindervertreibungen verursacht“, während „Waldbrände 810.000 Kindervertreibungen ausgelöst haben, mehr als ein Drittel davon allein im Jahr 2020“. Mehr als 110 Millionen vertriebene Kinder in den nächsten 30 Jahren zu erwarten. China und die Philippinen gehören zu den Ländern mit „der höchsten absoluten Zahl an Kindervertreibungen, da sie extremen Wetterbedingungen ausgesetzt sind, eine große Kinderpopulation haben und Fortschritte bei der Frühwarnung und den Evakuierungskapazitäten gemacht haben“. Unicef erklärt weiter, dass „relativ zur Größe der Kinderbevölkerung Kinder in kleinen Inselstaaten wie Dominica und Vanuatu am stärksten von Stürmen betroffen waren, während Kinder in Somalia und im Südsudan am stärksten von Überschwemmungen betroffen waren“. Außerdem, so der Bericht, „sind Kanada, Israel und die Vereinigten Staaten die Länder mit den meisten Vertreibungen infolge von Bränden“. Unicef warnt, dass „in dem Maße, in dem die Auswirkungen des Klimawandels zunehmen, auch die klimabedingten Vertreibungen zunehmen werden“. Die Generaldirektorin von Unicef, Catherine Russel, ist der Ansicht, dass zwar „die Instrumente und das Wissen vorhanden sind, um auf diese wachsende Herausforderung zu reagieren“, dass aber „viel zu langsam“ gehandelt werde. Das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen schätzt außerdem, dass „Flussüberschwemmungen in den nächsten 30 Jahren zur Vertreibung von fast 96 Millionen Kindern führen könnten“, „während Zyklonwinde und Sturmfluten im selben Zeitraum 10,3 Millionen bzw. 7,2 Millionen Kinder vertreiben könnten“. UNICEF befürchtet, dass diese Prognosen, die man bereits jetzt als „besorgniserregend“ einstuft, angesichts „häufigerer und schwerwiegenderer extremer Wetterereignisse“ „noch höher“ ausfallen könnten. Angesichts dieser schrecklichen Tatsachen ruft Unicef die Regierungen, aber auch die „Entwicklungspartner und den Privatsektor“ dazu auf, „dringende Maßnahmen“ zu ergreifen, um Kinder und Jugendliche, die von Vertreibung bedroht sind, zu schützen. So empfiehlt die UNO-Organisation, die Leistungen in den Bereichen Bildung, Gesundheit, Ernährung, Sozialschutz und Kinderschutz entsprechend anzupassen. Unicef plädiert außerdem dafür, „Kindern und Jugendlichen in den Aktionsplänen und Finanzierungen im Zusammenhang mit Naturkatastrophen und dem Klimawandel, in der humanitären und Entwicklungspolitik und bei Investitionen zur Vorbereitung auf diese Zukunft, die sich bereits abzeichnet, Vorrang einzuräumen“.
  • Belgische Justiz setzt Auslieferung des Attentäters Salah Abdeslam nach Frankreich aus

    Belgische Justiz setzt Auslieferung des Attentäters Salah Abdeslam nach Frankreich aus

    Die belgische Justiz hat die Überstellung von Salah Abdeslam, einem Terroristen der Terroranschläge des 13. Novembers 2015 in Paris, vorübergehend ausgesetzt. Es ist die unbefristete lebenslange Haft, zu der er in Frankreich verurteilt wurde, was der belgischen Justiz Probleme bereitet.

    Könnte Belgien Salah Abdeslam davor bewahren, seine Strafe in Frankreich verbüßen zu müssen? Der Terrorist vom 13. November 2015 wurde wegen der Anschläge in Paris, bei denen insgesamt 130 Menschen getötet worden waren, zu einer lebenslangen, unbefristeten Freiheitsstrafe verurteilt. Salah Abdeslam, der seit seiner Festnahme im März 2016 in Belgien in Frankreich inhaftiert war, war im Juli 2022 an Belgien überstellt worden, wo gegen ihn den Prozess für die Anschläge in Brüssel geführt wurde, die von derselben Dschihadistenzelle verübt worden waren und bei denen damals 35 Menschen ums Leben kamen.

    Seitdem weigert sich Salah Abdeslam, in die französische Haft zurückzukehren, und ein belgisches Gericht hat seine Überstellung nun vorübergehend ausgesetzt. Es ist das Konzept der unbefristeten lebenslangen Haft, das in Belgien Probleme bereitet. Das Land will sich Zeit nehmen, um zu prüfen, ob die in Frankreich verhängte Strafe mit dem EU-Recht vereinbar ist. Der Fall muss nun wieder vor das Gericht in Brüssel gebracht werden, um in der Sache der Auslieferung zu entscheiden.

  • Friedensnobelpreis: Iranische Aktivistin Narges Mohammadi ausgezeichnet

    Friedensnobelpreis: Iranische Aktivistin Narges Mohammadi ausgezeichnet

    Der diesjährige Friedensnobelpreis geht an Narges Mohammadi für „ihren Kampf gegen die Unterdrückung der Frauen im Iran und ihren Kampf für die Förderung von Menschenrechten und Freiheit für alle“, wie das norwegische Nobelkomitee am Freitag bekannt gab.

    Der Friedensnobelpreis 2023 wird an die iranische Journalistin und Menschenrechtsaktivistin Narges Mohammadi verliehen. Das Komitee würdigt damit „ihren Kampf gegen die Unterdrückung der Frauen im Iran und ihren Kampf für die Förderung der Menschenrechte und die Freiheit für alle“. Die 51-jährige Aktivistin ist in einem Gefängnis der Islamischen Republik inhaftiert.

    Aus dem Gefängnis heraus setzt Narges Mohammadi ihren Kampf fort. „Das Leben im Gefängnis ist für mich eine spezifische Form und Manifestation des Lebens. Mir geht es gut. Ich bin wirklich zuversichtlich und bleibe aktiv“, vertraute sie im Juli dem französischen Sender RFI an. Sie „prangert außerdem die Vergewaltigungen in der Haft ihrer Mitgefangenen an“, erklärte die Anwältin Chirinne Ardakani im September auf dem französischen Sender France Inter.

    Narges Mohammadi ist bereits Preisträgerin mehrerer internationaler Auszeichnungen, darunter der Weltpreis für Pressefreiheit (2023), der Olof-Palme-Preis für Menschenrechte (2023) und der Sacharow-Preis (2018).

  • Krise in Niger: Französische Armee beginnt ihren Rückzug innerhalb einer Woche

    Krise in Niger: Französische Armee beginnt ihren Rückzug innerhalb einer Woche

    Die in Niger stationierten französischen Truppen werden „innerhalb einer Woche“ ihren Abzug aus dem Land beginnen, wie der Generalstab der französischen Streitkräfte am Donnerstag, dem 5. Oktober, mitteilte.

    „Wir werden die Abzugsoperation innerhalb einer Woche in guter Ordnung, in Sicherheit und in Abstimmung mit den Nigrern beginnen“, erklärte heute der Generalstab der französischen Armee. Die in Niger stationierten französischen Truppen werden somit ihren Abzug aus dem Land einleiten. Die Beziehungen zu dem aus dem Staatsstreich vom 26. Juli hervorgegangenen Militärregime sind nach wie vor angespannt, wie der Generalstab der Streitkräfte am Donnerstag betonte.

    Der französische Präsident Emmanuel Macron hatte am 24. September das Ende der militärischen Zusammenarbeit mit Niger und den schrittweisen Abzug der 1.400 französischen Soldaten aus dem Sahelland „bis Ende des Jahres“ angekündigt und damit dem Willen der neuen nigrischen Machthaber entsprochen, die den demokratisch gewählten Präsidenten Mohamed Bazoum gestürzt und alle Verteidigungsabkommen zwischen Niamey und Paris aufgekündigt hatten. „Wir werden tun, was geplant ist, es wird entsprechend der Planung ablaufen“.

    Etwa 1.000 französische Soldaten und Kampfflugzeuge sind auf dem französischen Luftwaffenstützpunkt in Niamey und etwa 400 in Ouallam und Ayorou, im Nordwesten des Landes im sogenannten „Dreiländereck“ zwischen Niger, Burkina Faso und Mali eingesetzt. Die Gegend gilt als ein Zufluchtsort der Gruppe Islamischer Staat (IS). Die auf den vorgeschobenen Stützpunkten eingesetzten Soldaten sollen die ersten sein, die sich aus dem Einsatz zurückziehen. „Wir treffen Vorkehrungen, um die Sicherheit aller an dem Rückzug beteiligten Personen zu gewährleisten“, erklärte der französische Generalstab, insbesondere auf der Straße, die die vorgeschobenen Stützpunkte mit der Hauptstadt verbindet, was vor dem Hintergrund der Verschlechterung der Sicherheitslage im Land nach mehreren Angriffen mit Dutzenden von Todesopfern Luftunterstützung erfordern könnte.

    Für die Soldaten bedeutet dieser von der Junta verlangte Abzug das Ende einer seit zwei Monaten unsicheren Situation mit unregelmäßiger Versorgung und regelmäßigen antifranzösischen Demonstrationen vor ihren Kasernen in Niamey. Dort beherbergt das französische Gelände innerhalb einer nigrischen Liegenschaft Hunderte von Büros in Fertigbauweise, modulare Hangars und Unterkünfte für Flugzeuge, Zelte, Pilotenkabinen für Drohnen, Bulldozer der Pioniertruppe, und so weiter. Auf Ersuchen der früheren nigrischen Regierung hatte Frankreich seine Präsenz in der Hauptstadt mit Panzern und Hubschraubern ausgebaut, dazu kamen fünf Reaper-Drohnen und mindestens drei Kampfflugzeuge.

    Die Soldaten haben für den Rückzug keine andere Wahl, als den Landweg zu benutzen, entweder über Benin — eine Option, die das nigrische Militärregime allerdings ablehnt — oder in den Tschad, was dann bedeuten würde, dass die nach Frankreich zurückkehrenden Container über den Hafen von Douala in Kamerun transportiert werden müssten. Die Option einer Luftbrücke scheint derzeit nicht zu bestehen, da die nigrischen Militärmachthaber bis auf weiteres den Überflug französischer Flugzeuge über ihr Territorium verbieten.

  • Globaler Hitzerekord: Die Welt hat noch nie einen so warmen September erlebt

    Globaler Hitzerekord: Die Welt hat noch nie einen so warmen September erlebt

    Mit einer durchschnittlichen Temperatur von 16,38°C auf der gesamten Erdoberfläche stellt der vergangene Monat eine beispiellose Anomalie dar und übertrifft den Rekord von September 2020 um überraschende 0,5°C.

    September 2023 war der wärmste September, der jemals weltweit aufgezeichnet wurde und der bisherige Rekord aus dem Jahr 2020 wurde ein halbes Grad übertroffen. Damit wurde eine im Juni begonnene Serie von weltweiten Wärmerekorden fortgesetzt. Laut der Monatsbilanz der europäischen Kopernikus-Atmosphärenüberwachungsdienstes (Copernicus Atmosphere Monitoring Service), die am Donnerstag, dem 5. Oktober veröffentlicht wurde, ist der vergangene Monat mit einer durchschnittlichen Temperatur von 16,38°C auf der gesamten Erdoberfläche in der Tat eine „beispiellose Anomalie“ und übertrifft den bisherigen Rekord von September 2020 um besorgniserregende 0,5°C. Der September 2023 ist „1,75°C wärmer als der durchschnittliche September im Zeitraum 1850-1900“, so Kopernicus.

    Auf dem Weg zu einem neuen Wärmerekord für das gesamte Jahr 2023.
    „Dieser extreme Monat“ September könnte das Jahr 2023 auf den zweifelhaften Ehrenplatz bringen, das wärmste Jahr seit der vorindustriellen Zeit zu werden, sagte Samantha Burgess, die stellvertretende Leiterin der Abteilung Klimawandel (C3S) von Kopernikus, in einer Pressemitteilung. Tatsächlich ist die globale Durchschnittstemperatur in den ersten neun Monaten eines Jahres noch nie so warm gewesen und lag 2023b 1,40°C über dem Klima der Jahre 1850-1900, bevor die Treibhausgasemissionen der Menschheit das Klima beeinflussten. Wir sind dem Grenzwert des Pariser Abkommens (1,5°C über dem vorindustriellen Zeitalter) näher als je zuvor.