Kategorie: Südost

  • Trockenheit: In der Region um Nizza gibt es mitten im Winter Wassereinschränkungen

    Trockenheit: In der Region um Nizza gibt es mitten im Winter Wassereinschränkungen

    Der seit vielen Tagen ausbleibende Niederschlag bringt un der Region um Nizza (Alpes-Maritimes) fortgeschrittene Trockenheit. Die Bewohner müssen ihren Wasserverbrauch einschränken, und die Gemüsebauern leiden darunter.

    Es ist eine beunruhigende Landschaft mitten im Februar: Der Lac du Broc oberhalb von Nizza (Alpes-Maritimes) ist auf ein paar Pfützen geschrumpft, wie man es eigentlich nur aus dem Hochsommer kennt. Auch der Fluss Var ist fast ausgetrocknet. Rund um den größten Grundwasserspiegel der Region befinden sich mehrere Gemeinden in verstärktem Wassernotstand, wie zum Beispiel Saint-Zacharie (Var). Die Einwohner müssen ihre Gewohnheiten ändern: Verbot, tagsüber das Auto oder den Garten zu gießen, kürzere Duschzeiten, Vermeidung von Bädern…

    Seit 27 Tagen kein Regen mehr
    Seit 27 Tagen ist nicht mehr als ein Millimeter auf den Quadratmeter pro Tag gefallen – eine Rekord-Trockenheit seit 1989. Darunter leiden die Gemüsebauern, wie zum Beispiel in Fréjus (Var). Schuld daran ist ein lang anhaltendes Hochdruckgebiet, das Niederschläge verhindert hat. Diese sollen zwar nächste Woche kommen, reichen aber wahrscheinlich nicht aus, um das Defizit im Grundwasserspiegel auszugleichen.

  • Roya-Tal: Zwei Jahre nach dem Sturm Alex kommen die Touristen wieder

    Roya-Tal: Zwei Jahre nach dem Sturm Alex kommen die Touristen wieder

    Fast zweieinhalb Jahre nach dem verheerenden Sturm Alex erwachen die Dörfer im Roya-Tal zu neuem Leben. Die Straße wurde wieder aufgebaut und Wanderer können das „Tal der Wunder“ wieder besuchen.

    Casterino (Alpes-Maritimes) lebt wieder auf. Die Touristen und Wanderer sind zurückgekehrt, ein Zeichen dafür, dass das Leben im Dorf während der derzeitigen Schulferien wieder beginnt. Ein wiedergefundenes Stückchen Glück nach zwei Jahren voller Albträume. Im Oktober 2020 fegte der Sturm Alex über das Roya-Tal hinweg und zerstörte die einzige Straße, die zu dem kleinen Ort führte. Casterino wurde daraufhin zu einem Geisterdorf. Am Donnerstag, dem 16. Februar, sind die Aufbauarbeiten fast abgeschlossen, eine gute Nachricht für die Geschäfte des Dorfes und die Bewohner.

    Ein beliebter Ort bei Wanderern

    „Der Ort beginnt wieder zu leben, das ist gut, denn durch Mundpropaganda wird sich schnell herumsprechen, dass die Straße wider leicht zugänglich ist“, freut sich Paul Servel, Leiter der Herberge Sainte Marie-Madeleine auf dem Sender France 3. Als Eingangstor zum „Tal der Wunder“ ist Casterino bei Wanderern wohlbekannt. Ob zu Fuß oder auf Skiern, das Roya-Tal erstrahlt in neuem Glanz. Das Hotel-Restaurant ist jeden Mittag ausgebucht und seine Zimmer sind fast alle reserviert. Der Betreiber sucht nun Personal für die Saison.

  • Wetter: Französische Landwirte besorgt über fehlenden Regen

    Wetter: Französische Landwirte besorgt über fehlenden Regen

    In Frankreich fiel in den letzten 25 aufeinanderfolgenden Tagen weniger als ein Liter Regen auf den Quadratmeter. So wenig wie seit 1989 nicht mehr. Die Trockenheit der Böden beunruhigt die Landwirte.

    Ein ganzes Stück des benachbarten Berges wurde von Flammen zerstört. Die 70 Hektar, die die Flammen verbrannten, zeugen von der Trockenheit des Bodens. Der Wassermangel bereitet einem Landwirt im südlichen Teil der Ardèche schlaflose Nächte. „Der Boden ist extrem trocken und sogar in der Tiefe ist es zu trocken“, sagt er auf dem Sender France 3. Laut Meteo France war der letzte Monat einer der trockensten seit Beginn des 21. Jahrhunderts.

    Wassermangel wird durch Mistral-Winde verschärft
    Auf einer Parzelle im Rhonetal bringt die Bodenbearbeitung eine Reihe von Überraschungen mit sich. „Wenn man so pflügt, sollte man überhaupt nicht sehen, dass Staub wegweht, es sollte viel feuchter sein als jetzt. Also haben wir bereits Böden, die an der Oberfläche zu trocken sind für die Jahreszeit, in der wir uns befinden“, erklärt ein Landwirt. Das Wasserdefizit wurde noch durch den Mistral verstärkt, der an 18 Tagen hintereinander durch das Rhonetal blies und die letzte Feuchtigkeit aus dem Boden holte.

  • Trockenheit: Grundwasserspiegel in Südfrankreich auf einem Tiefststand

    Trockenheit: Grundwasserspiegel in Südfrankreich auf einem Tiefststand

    In diesem Winter ist der Grundwasserspiegel im Departement Alpes-Maritimes so niedrig, dass sogar das Trinkwasser rationiert werden könnte.

    Seit dem letzten Sommer hat sich nichts verändert. Aus der Luft betrachtet besteht der Lac du Broc nur aus ein paar Pfützen und daneben ist der Fluss Var fast trocken. Im Winter ist das ein völlig neues Bild für den größten Grundwasserspiegel des Departements Alpes-Maritimes. Die Hydrogeologin Anne-Laure Thaon berichtet dem Sender France 3: „Das Grundwasser befindet sich 18 Meter unter dem Boden. Das ist natürlich ein niedriger Stand, das haben wir erwartet. Es steht niedriger als letztes Jahr um diese Zeit. Wir liegen zwei, drei Meter tiefer, je nach Sektor“.

    Noch alarmierender sieht es in der Region Pays de Fayence aus. Der Fluss Riou ist zu einem Steinhaufen geworden. Die Trockenheit ist absolut. Die Wasserbetriebe sehen sich vor einer alarmierenden Situation. Innerhalb eines Jahres ist die Menge der für die Bevölkerung verfügbaren Wasserressourcen aus dem Grundwasser zusammengebrochen. Wie im Jahr 2022 wird man höchstwahrscheinlich das Trinkwasser rationieren müssen und damit diesmal nicht bis zum Sommer warten.

  • Zeugenaufruf: Polizei sucht nach einem „gefährlichen“ Flüchtigen im Departement Var

    Zeugenaufruf: Polizei sucht nach einem „gefährlichen“ Flüchtigen im Departement Var

    Der Mann ist vor „einigen Tagen“ aus einer Haftanstalt geflohen. Die Polizei im Departement Var hat am Montag, dem 13. Februar, einen Zeugenaufruf veröffentlicht.

    Die Polizei des Departements Var hat am Montag, dem 13. Februar, einen Zeugenaufruf gestartet, um die Spur eines als „gefährlich“ eingestuften Mannes zu finden. Mohamed Meliani ist vor „einigen Tagen“ aus einer Haftanstalt entflohen. „Er wird sich wahrscheinlich nach Toulon, La Seyne und Ollioules begeben“, vermuten die Ordnungskräfte.

    Der Mann befindet sich in psychiatrischer Behandlung. Im Jahr 2020 wurde Mohamed Meliani zu einer vierjährigen Haftstrafe wegen Freiheitsberaubung und Gewalt gegen seine ehemalige Lebensgefährtin verurteilt, wie der Sender TF1 Info berichtet. Laut der Zeitung Var Matin musste der Mann zum Zeitpunkt der Tat gewaltsam aus dem Haus seiner ehemaligen Lebensgefährtin in Ollioules geholt werden, wo er sich verbarrikadiert hatte. Zuvor hatte er die Frau gewalttätig angegriffen.

  • Feinstaubbelastung: Verkehrseinschränkungen im Departement Rhône

    Feinstaubbelastung: Verkehrseinschränkungen im Departement Rhône

    Für 15 Metropolen im Departement Rhône gilt am Montag, dem 13. Februar, Alarmstufe Rot wegen Feinstaubbelastung, darunter auch die Grossstadt Lyon. In dem Departement werden Verkehrsbeschränkungen eingeführt.

    Am Montag, dem 13. Februar, herrscht in 15 Städten die Alarmstufe Rot wegen Feinstaubbelastung, darunter auch in Lyon (Rhône), wo der Journalist Thibault Grosse für den Sender France 2 berichtet. Die Präfektur hat daraufhin beschlossen, verschärfte Verkehrsbeschränkungen in Lyon für diesen Tag einzuführen. „Diese Verschmutzungsepisode dauert hier schon mehrere Tage an. Wir merken es selbst: Trotz strahlendem Sonnenschein und blauem Himmel bleibt der Horizont grau und nebelig, und ich versichere Ihnen, dass das nicht nur mit dem Nebel zusammenhängt“, beschreibt der Journalist Thibault Grosse die Lage.

    Einschränkungen des Verkehrs
    Fahrzeuge der Kategorie Crit’Air 3, d. h. Dieselfahrzeuge, die vor 2010 gebaut wurden, und Benzinfahrzeuge, die vor 2005 gebaut wurden, haben heute Fahrverbot in der Umweltzone der Metropole Lyon. Das betrifft einen großen Teil der Stadt Lyon, aber auch die Gemeinden Villeurbanne (Rhône) und Caluire (Rhône). „Im gesamten Departement Rhône müssen die Fahrzeuge ihre Geschwindigkeit je nach Verkehrsachse um 10 bis 20 km/h reduzieren“, so der Journalist.

  • Valence: Vater setzt seine zwei 4- und 5-jährigen Kinder vor einem Restaurant aus

    Valence: Vater setzt seine zwei 4- und 5-jährigen Kinder vor einem Restaurant aus

    Am Sonntag ließ ein Mann seine vier und fünf Jahre alten Kinder vor einem Fast-Food-Restaurant in Valence im Departement Drôme zurück.

    Wie die Zeitung Le Dauphiné Libéré berichtet, hatte die Polizei in Valence im Departement Drôme am Sonntag einen etwas ungewöhnlichen Einsatz zu bewältigen. Die Polizei wurde von Angestellten eines Schnellrestaurants darüber informiert, dass zwei kleine Kinder zwei Stunden zuvor von ihrem Vater offensichtlich vor dem Restaurant verlassen worden waren.

    Die Beamten mussten den sehr hungrigen Kindern zunächst ein paar Croissants anbieten – die Kleinen hatten offensichtlich seit geraumer Zeit nichts gegessen.

    Der 58-jährige Vater der Kinder tauchte schließlich nach einigen Stunden wieder auf. Er wurde wegen Vernachlässigung von Minderjährigen in Polizeigewahrsam genommen, wie Le Dauphiné Libéré berichtet.

  • Karneval: Das berühmte Zitronenfest in Menton ist in vollem Gange

    Karneval: Das berühmte Zitronenfest in Menton ist in vollem Gange

    Vom 11. bis 26. Februar findet in Menton die weithin bekannte Fête du Citron statt. Ein buntes Spektakel mit vielen Umzugswagen, Tänzern und Akrobaten.

    Zitrusfrüchte werden seit Sonntag, dem 12. Februar, in den Straßen von Menton (Alpes-Maritimes) prominent gefeiert. Nach drei Jahren der Corona-Einschränkungen erreicht der bunte Umzug wieder die gewohnte Größe wie vor der Gesundheitskrise. Zehn Wagen, die mit mehreren Tonnen Zitronen und Orangen beladen sind, ziehen unter den staunenden Blicken der Zuschauer vorbei. „Wir mussten kommen! Diejenigen, die dieses Jahr nicht gekommen sind, kommen nächstes Jahr!“, ruft einer von ihnen in die Kamera des Senders France 3. Die grosse Parade 2023 steht ganz im Zeichen des Rock ’n‘ Roll.

    Mitreißende Rhythmen, die von Auftritten von Akrobaten oder brasilianischen Tänzern begleitet werden, um die Karnevalsstimmung perfekt zu machen. Und um das Fest unter der Sonne Mentons zu genießen, waren einige mit der ganzen Familie sogar 1.000 km aus dem Departement Eure-et-Loir angereist. Der nächste Umzug in Menton wird am Donnerstagabend, dem 16. Februar, stattfinden. Diesmal mit einer grossen mit einer Lichtshow…

  • Eine aus Kanada eingeschleppte „Vampir“-Schildlaus verwüstet französische Kiefernwälder

    Eine aus Kanada eingeschleppte „Vampir“-Schildlaus verwüstet französische Kiefernwälder

    Die Kiefernschildlaus (Toumeyella parvicornis), die 2014 von Kanada über Italien nach Europa kam, wurde erstmals im Juni 2021 in Saint-Tropez gemeldet.

    Seit einigen Monaten verwüstet die agressive Kiefernschildlaus (Toumeyella parvicornis) einen Teil des Südostens Frankreichs. Das Insekt, das 2014 von Kanada über Italien nach Europa kam, wurde erstmals im Juni 2021 in Saint-Tropez entdeckt, wie die Zeitung Le Parisien berichtet. Seitdem verwüstet sie die Kiefern in der Region.

    Die nur wenige Millimeter große Schildlaus agiert wie ein winziger Vampir. Sie saugt den Saft aus den Bäumen und sondert eine Substanz ab, auf der sich ein dunkler Pilz, die Fumagine, entwickelt. Dieser Pilz ist der Grund dafür, dass die Bäume absterben. Sie können keine Photosynthese mehr betreiben und ersticken regelrecht. Die Bäume werden schwarz und die Nadeln werden rot, als ob sie verbrannt wären. Nach nur wenigen Jahren droht den betroffenen Kiefern der Tod.

    Die Kiefernschildlaus wurde „wahrscheinlich mit Zierpflanzen eingeschleppt“, erklärte Anne Roberti von der Fredon Paca, einer offiziellen Stelle, die den Vormarsch des Eindringlings überwacht, gegenüber Le Parisien. Die Gefahr einer starken Ausbreitung ist groß, denn im gemässigten Mittelmeerklima fühlt sich das Insekt sehr wohl: Die Baumlaus vermehrt sich drei- bis viermal im Jahr und produziert 1.500 Eier. Auf einigen karibischen Inseln wurden bereits 90 % aller Kiefern durch die eingeschleppte Schildlaus vernichtet.

    Gegen dieses Insekt gibt es bisher noch kein Mittel. Daher fordern die Gemeinden die Bewohner dazu auf, das Problem zu überwachen, zu melden und eine Verbreitung zu verhindern indem man befallene Äste verbrennt.

    In Frankreich gibt es noch kein zugelassenes Mittel gegen die Schildlaus für Kiefern. In Italien wird eine Behandlung durch Injektion in den Stamm befallener Kiefern durchgeführt, um die fortschreitende Katastrophe in Rom zu stoppen, wo bereits 30.000 Kiefern dieser Schildlaus zum Opfer gefallen sind. Die Regionaldirektion für Landwirtschaft, Ernährung und Forstwirtschaft (DRAAF) prüft nun, diese Behandlung auch zu genehmigen, um so die Kiefern in Südfrankreich zu retten.

  • 21-Jährige stürzt auf Jahrmarkt in Clermont-Ferrand von Karussell und kommt ums Leben

    21-Jährige stürzt auf Jahrmarkt in Clermont-Ferrand von Karussell und kommt ums Leben

    Die Passagierin eines Fahrgeschäfts auf dem Jahrmarkt in Clermont-Ferrand kam ums Leben, als sie am Samstagnachmittag aus einer Gondel stürzte. Sie fiel mehrere Dutzend Meter in die Tiefe.

    Ein Jahrmarkt in Clermont-Ferrand endete am Samstagnachmittag in einer Tragödie. Eine 21-jährige Frau stürzte mehrere Dutzend Meter in die Tiefe und war auf der Stelle tot. Die genauen Umstände des Unfalls sind noch nicht bekannt.

    Die junge Frau hatte sich in eine Gondel der als „Maxximum“ bekannten Attraktion gesetzt. Das Karussell besteht aus einem zentralen Arm, an dem Gondeln befestigt sind, die sich in einer Höhe von bis zu 50 Metern um eine Achse drehen, wie das folgende Video zeigt, das auf der Foire du Trône in Paris aufgenommen wurde. Nachdem sich das Fahrgeschäft in Bewegung gesetzt hatte, fiel die junge Frau in die Tiefe und stürzte auf das Dach der Kassenkabine des Fahrgeschäfts. Der Inhaber des Karussells und der Begleiter der jungen Frau wurden verletzt.

    Als die Rettungskräfte eintrafen, hatte das Opfer bereits einen Herzkreislaufstillstand. Trotz der Wiederbelebungsversuche des Notarztes der Feuerwehr von Clermont-Ferrand überlebte die junge Frau nicht. Sie verstarb um 17.30 Uhr vor Ort.

    Die Polizeibehörde des Departements Clermont-Ferrand leitete mit Spezialisten der kriminaltechnischen Abteilung eine Untersuchung ein. Die weiteren Ermittlungen müssen klären, warum und wie die junge Frau aus der Gondel gefallen ist.

    Der Jahrmarkt Cristal Parc ist trotzdem über die Februarferien weiter in Betrieb, berichtet die Tageszeitung La Montagne.