Kategorie: Südost

  • Alpes-Maritimes: Wegen Dürre und starken Winden ist die Feuerwehr mit mehreren Bränden konfrontiert

    Alpes-Maritimes: Wegen Dürre und starken Winden ist die Feuerwehr mit mehreren Bränden konfrontiert

    „Es muss endlich regnen!“, hofft Xavier Wiik, Kommandant und Einsatzleiter der Feuerwehr des Alpes-Maritimes.

    Seit etwa 40 Stunden sind die Feuerwehrleute in den Alpes-Maritimes mit mehreren Brandausbrüchen, insgesamt fünf Bränden, konfrontiert, was sowohl mit der Situation der Böden, denen es an Niederschlägen mangelt, als auch mit den starken Winden, die in den letzten Tagen durch den Durchzug des Sturms Larisa verursacht wurden, als“erschwerenden Faktoren“, zusammenhängt. Von diesen Bränden war am Sonntagnachmittag, allerdings nur noch der Brand von Briançonnet aktiv.

    Laut Feuerwehr-Kommandant Xavier Wiik hat das Feuer 50 Hektar Vegetation im Hinterland von Nizza erfasst, in einem „schwer zugänglichen“ und „sehr windanfälligen“ Gebiet. Die Brände begannen am Samstag, als das Departement – das wegen starker Winde auf die Warnstufe Orange gesetzt worden war – Böen von mehr als 130 km/h registrierte.

    Der Wind hat nun nachgelassen, die Ausbreitung der Flammen ist eingegrenzt, aber die Feuerwehren bleiben „wegen der Trockenheit wachsam“, erklärt Kommandant Wiik. Das Departement Alpes-Maritimes wurde am vergangenen Donnerstag ohne vorherige Warnung in den Dürrealarm versetzt. Eine Situation, die alles andere als gewöhnlich ist, aber in Bezug auf Brandeinsätze dem März des letzten Jahres ähnelt.

    „Es muss regnen! Es muss regnen, damit wir eine Situation haben, die in irgendeiner Form zur Normalität zurückkehrt“, betonte Xavier Wiik. „Wenn es bis Ende Mai nicht regnet, starten wir mit einer großen Trockenheit in die Sommerperiode“, fährt er fort und verweist auf mögliche Einschränkungen, insbesondere beim Zugang zu den Bergmassiven, die dieses Jahr im Vergleich zum Vorjahr früher eintreten könnten.

  • Alpes-Maritimes: 30 Hektar durch Feuer vernichtet

    Alpes-Maritimes: 30 Hektar durch Feuer vernichtet

    In Briançonnet in den französischen Seealpen wurden aufgrund der starken Winde und der Trockenheit in diesem Jahr bereits 30 Hektar vom Feuer vernichtet.

    Das Feuer breitete sich am Sonntag weiter aus, auch wenn es sich am Abend verlangsamte, weil der Wind nachgelassen hat. Eine ausgezeichnete Nachricht für die Feuerwehrleute und den Zivilschutz, die vor Ort sind gegen die Flammen kämpfen. Das berichtete die Journalistin Audrey Richier, die am Sonntag, dem 12. März, per Live-Schaltung aus Briançonnet (Alpes-Maritimes) für den Sender France 2 berichtete. „Seit heute Morgen versuchen die Feuerwehren, sich den Flammen zu nähern, aber das Gelände ist besonders unwegsam“, so die Journalistin weiter.

    Kein Wohnhaus bedroht
    Wegendes unwegsamen Geländes wurden zwei Canadairs für Wasserabwürfe über das Gebieten bestellt, der Brand kann vom Boden aus kaum nachhaltig bekämpft werden. Das Feuer, das bereits rund 30 Hektar Vegetation vernichtet hat, bedroht jedoch keine Wohnhäuser. Das erste Dorf liegt etwa fünf Kilometer von den Flammen entfernt.

  • Frankreich: Forellenfischer besorgt über niedrige Wasserstände in Bächen und  Flüssen

    Frankreich: Forellenfischer besorgt über niedrige Wasserstände in Bächen und Flüssen

    Am Samstag, dem 11. März, wurde die Forellensaison für Hobbyangler eröffnet. Ein Tag, der wegen der Trockenheit in den Alpes-Maritimes unter den Anglern große Sorge verbreitet.

    Den Angelhaken ins Wasser zu werfen, ist für die Hobbyangler in La Colle-sur-Loup (Alpes-Maritimes) immer wieder ein großes Vergnügen. Doch in diesem Jahr gibt es auch einige Sorgen. „Natürlich sind die Wasserstände niedrig, sogar sehr niedrig. Wir haben in ganz Frankreich ein Niederschlagsdefizit, besonders bei uns“, beschreibt es der Hobbyfischer Pascal Le Couedic gegenüber France Televisions.

    Eine kritische Situation
    Aber die sogenannte reservierte Wassermenge, ein System, das großen Betreibern eine Grenze für die Wasserentnahme setzt, ermöglicht dennoch auch diese Jahr die Ausübung des Angelsports. Der Termin für die Angeleröffnung konnte also eingehalten werden, aber das Damokles-Schwert der Dürre hängt über den Bächen und Flüssen der Côte d’Azur. „Im Moment sind wir, auch wenn wir uns in einer kritischen Situation befinden, noch nicht am Boden und ich hoffe, dass es auch nicht soweit kommt“, sagt Jean-Luc Cerutti, Präsident des Fischereiverbands des Departements Alpes-Maritimes.

  • Sturm über dem Mittelmeer: Windböen von bis zu 213hm/h auf Koriska

    Sturm über dem Mittelmeer: Windböen von bis zu 213hm/h auf Koriska

    Extrem starke Windböen zogen am Samstag, dem 11. März, über Korsika sowie mehrere Departements in Südfrankreich. Der Rekord wurde in der Gemeinde Cagnano mit einer Windgeschwindigkeit von 213 km/h erreicht.

    Der Wind blies am Samstag, dem 11. März, in der Gemeinde Sisco (Haute-Corse) sowie im gesamten Norden Korsikas extrem stark. In der Gegend von Bastia (Haute-Corse) wurden Böen von über 120 km/h gemessen. In Sisco hielten viele Äste der Bäume nicht stand. Nach dem sturm waren die kommunalen Dienste damit beschäftigt, die Straßen zu räumen.

    Zwei Tage mit extrem heftigen Sturmböen.
    In Corte (Haute-Corse) stürzte eine Mauer in der Nähe der Universitätsbibliothek ein, glücklicherweise, ohne dass Menschen zu Schaden kamen. Bevor die orangefarbene Unwetter-Warnung vor starken Winden am Nachmittag von Meteo-France aufgehoben wurde, erlebte Korsika zwei Tage mit selten heftigen Sturmböen. Der Rekord wurde in der Nacht mit Spitzenwerten von 213 km/h in der Gemeinde Cagnano (Haute-Corse) erreicht. Auf dem französischen Festland wurden die stärksten Böen (174 km/h) in Saint-Cézaire-sur-Siagne im Departement Alpes-Maritimes registriert.

  • Sturm Larisa: 6.000 Haushalte im Var und den Alpes-Maritimes ohne Strom

    Sturm Larisa: 6.000 Haushalte im Var und den Alpes-Maritimes ohne Strom

    Die Windböen erreichten an der Côte d’Azur lokal bis zu 160 km/h.

    6.000 Haushalte an der Côte d’Azur waren am Freitagabend wegen des Sturms Larisa, der über Frankreich blies, ohne Strom, berichtet France Bleu Azur. 4.000 Kunden von Enedis sind in Alpes-Maritimes von den Stromausfällen betroffen, 2.000 im Departement Var.

    Es waren die Windböen, die örtlich bis zu 160 km/h erreichten, die Defekte an den Anlagen verursachten und zu den Stromausfällen führten.

    Rund 100 Mitarbeiter von Enedis waren im Einsatz, aber „die Wetterbedingungen haben den Start von Hubschraubern und Drohnen, die zur Lokalisierung von Fehlern eingesetzt werden, nicht zugelassen“, erklärte Enedis.

    Bis Samstagabend sollen alle Pannen wieder behoben worden sein.

  • Wassermangel: Einschränkungen im Departement Ardèche eingeführt

    Wassermangel: Einschränkungen im Departement Ardèche eingeführt

    In der Ardèche kommt es seit Donnerstag, dem 9. März, aufgrund der Trockenheit zu Wassereinschränkungen. Die Wasserführung der Flüsse ist für die Jahreszeit ungewöhnlich niedrig.

    Die Ardèche ist von der anhaltenden Dürre stark betroffen. Die Präfektur hat den Norden des Departements auf die Alarmstufe 2/4, Alarmstufe Gelb, gesetzt. Erste Wasserbeschränkungen wurden bereits eingeführt. „Ich wohne seit dreißig Jahren hier, das ist das erste Mal, dass ich so etwas sehe“, sagt ein besorgter Bewohner auf dem Sender France 3. Mit dem nuen Präfekturerlass ist es für Landwirte nur noch an bestimmten Tagen und zu bestimmten Zeiten möglich, ihre Wasserbecken zu füllen oder ihre Felder zu bewässern.

    Ungewöhnlich niedrige Wasserstäne für einen Monat März
    Die Besitzerin eines Campingplatzes am Ufer des Doux stellt fest, dass der Wasserstand niedriger ist als sonst. Die Fließgeschwindigkeit des Flusses ist extrem niedrig. „Wir liegen heute im Durchschnitt bei 900 L/Sekunde. Das ist eine Fliessgeschwindigkeit, die wir normalerweise im Mai haben“, warnt Vincent Perrin, Flusstechniker des Syndicat mixte du bassin versant du Doux, gegenüber France 3. Nach einem komplizierten Jahr 2022 kündigt sich für 2023 ein Dürre-Rekordjahr an.

  • Dürre in Frankreich: Bedrohung für die Ernten

    Dürre in Frankreich: Bedrohung für die Ernten

    Nach einem sehr trockenen Sommer 2022 beunruhigen die ersten Monate des Jahres 2023, in denen es zu selten regnet, die Landwirte umso mehr. Die Landwirte sind gezwungen, zu bewässern, um ihre Kulturen zu retten, befürchten jetzt aber Einschränkungen.

    In Sumène (Gard) hat der Landwirt Richard Fesquet im Februar seine süßen Zwiebeln gesteckt. Die Aussaat musste er wegen der Trockenheit zusätzlich bewässern. In seinem Anbaugebiet regnete es im Jahr 2022 nur halb so viel wie üblich. „Zu Zeiten meines Vaters oder Großvaters wurde die Aussaat nie bewässert. Seit ich mich vor 26 Jahren hier niedergelassen habe, habe ich eine gewisse Entwicklung gesehen. Es ist inzwischen undenkbar, die Aussaat jetzt nicht zu bewässern“, sagt er gegenüber France Télévisions. Der Landwirt hat daher einen zweiten Teich angelegt, um mehr Wasser für künftige trockene Sommer zu speichern, aber er hat Schwierigkeiten, ihn zu füllen.

    Grundwasserspiegel auf dem niedrigsten Stand seit Beginn der Messungen
    Die Landwirte der Region befürchten, dass in den kommenden Wochen auch für sie Bewässerungsverbote verhängt werden. „Die Landwirtschaft hat sich in den letzten 30 Jahren bei vielen Dingen angestrengt, und jetzt verlangt man von uns das Unmögliche. Ein Anbau ohne Wasser funktioniert nicht“, schimpft einer der betroffenen Bauern. Die Landwirte sind besorgt, weil sich das Grundwasser nicht ausreichend auffüllt. Die Messwerte sind so niedrig wie nie zuvor. In Saint-Lys (Haute-Garonne) beginnt der Weizen von Christelle Carpentier wegen Wassermangels bereits jetzt gelb zu werden. „Ich bete, dass es regnet“, klagt die verzweifelte Getreidebäuerin. Laut Météo France ist dieser Winter die fünfte Saison in Folge, in der es weitaus zu wenig regnet und die Temperaturen höher als normal ausfallen.

  • Neue Baugenehmigungen in Departements Var und Ardèche wegen Wassermangels eingefroren

    Neue Baugenehmigungen in Departements Var und Ardèche wegen Wassermangels eingefroren

    Aufgrund des Wassermangels verweigern einige Departements inzwischen die Erteilung von Baugenehmigungen. Dies ist z. B. in den Departements Var und Ardèche der Fall, wo der niedrige Grundwasserspiegel die Versorgung neuer Häuser mit Wasser nicht mehr zulässt. Was wäre, wenn man den Bau von Wohnhäusern einstellen müsste, um die Wasserressourcen zu schonen? Dies ist die Entscheidung, die mehrerer Dörfer in den Departements Var und Ardèche, die beide stark von der Dürre betroffen sind, jetzt getroffen haben. Auf einem 8.400 Quadratmeter großen Grundstück in Callian (Var) sollten acht Häuser gebaut werden. Doch vor einigen Monaten beschloss der Bürgermeister des Dorfes, bis auf Weiteres keine Baugenehmigungen mehr zu erteilen. Baugenehmigungen wurden fünf Jahre lang eingefroren.“Wir konnten nicht sicherstellen, dass es Wasser für diese neuen Bewohner geben wird, denn wir sehen bereits jetzt die Grenzen der Ressourcen und die Schwierigkeiten, die wir bei der Versorgung derjenigen haben, die…

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  • In Marseille wird starke Ausbreitung von Wildschweinen beobachtet

    In Marseille wird starke Ausbreitung von Wildschweinen beobachtet

    Wildschweine vermehren sich im Stadtteil Luminy in Marseille, Bouches-du-Rhône, und verursachen große Schäden. Die Bewohner sind genervt.

    Die Bewohner des Stadtteils Luminy in Marseille (Bouches-du-Rhône) fühlen sich von Wildschweinen regelrecht überrannt. Man entdeckt immer wieder eines der grauen Tiere am Fuß eines Wohnhauses oder ein anderes in der Nähe der Mülltonnen. „Wir haben Angst und was mich traurig macht, ist, dass unsere Grünflächen total zerstört werden“, bedauert Christiane Alagueuzian, Vertreterin der Mieter des Wohnviertels Luminy.

    Das Problem ist die Fütterung in der Nähe
    Carla Luraghi, eine Spaziergängerin, kommt hier jeden Tag vorbei, um Katzen mit Trockenfutter zu füttern. Dadurch werden aber auch Wildtiere angelockt. „Die Wildschweine kommen, ob ich komme oder nicht“, verteidigt sie sich. Die Wildschweine richten überall grossen Schaden an. In der Natur kann das Füttern von Tieren mit einer Geldstrafe von 135 Euro belegt werden. Das Füttern in der Nähe des Wohnviertels ist ein Problem für die Behörden, die grosse Schwierigkeiten haben, die Wildschweinpopulation in den Griff zu bekommen. Bisher kannten das Wildschwein nur einen einzigen Feind, nämlich den Menschen. Seit kurzem gibt es aber wieder sieben Wölfe in den Calanques. In deren Exkrementen fand man auch Wildschweinhaare.

  • Ungewöhnliches Wetter: Südfrankreich teilweise von Schnee bedeckt

    Ungewöhnliches Wetter: Südfrankreich teilweise von Schnee bedeckt

    Mehrere Departements in Südfrankreich liegen am Montag, dem 27. Februar, unter einer weißen Schneedecke. Einige Einwohner trauten sich nicht vor die Tür, andere freuten sich über die ungewöhnliche weiße Pracht.

    Am Montag, dem 27. Februar, liegt in Südfrankreich Schnee auf der Autobahn. Die Strasse sind rutschig und schwierig zu befahren. Am Morgen ist es im Departement Hautes-Pyrénées auf einer Höhe von fast 600 Metern bereits kompliziert zu fahren. Die Schneeräumer müssen mehrmals auf die Strassen. Einige Dutzend Kilometer weiter, in Tarbes (Hautes-Pyrénées), fielen ein bis zwei Zentimeter Schnee auf die Straßen und Gehwege. Nur wenige Einwohner wagen es, ihre Nase in die Winterluft zu halten.

    Der Schnee, der in diesem Winter in den Alpen sehnlichst erwartet wurde, kommt ungewöhnlicherweise eher im Flachland an. In der Nacht von Sonntag auf Montag fielen in Südfrankreich große Flocken, begleitet von lebhaftem Wind. Die Kinder, die es hier nicht gewohnt sind, Schnee zu sehen, freuten sich über die weiße Pracht. Im Departement Gard liegt ein weißer Mantel über Weinbergen und Feldern. Einige Menschen nutzen die Gelegenheit, ihre Skier hervorzuholen.