Kategorie: Südost

  • Frankreich befürchtet Migrantenansturm an der italienischen Grenze in Menton

    Frankreich befürchtet Migrantenansturm an der italienischen Grenze in Menton

    Wie soll der Zustrom von Migranten aus Lampedusa bewältigt werden? Dies bereitet auch den französischen Behörden Kopfschmerzen. Die Polizeikontrollen an der Grenze zu Italien – insbesondere in Menton an der Cote d’Azur – wurden verschärft und ein vorübergehendes Auffanglager soll eingerichtet werden.

    Einige hundert Meter von Menton (Alpes-Maritimes) entfernt, liegt ein bei Migranten sehr beliebter Grenzübergang nach Frankreich. Auf einer Straße vor der Grenze wurden soeben zahlreiche Migranten zurückgewiesen. Die meisten von ihnen sind über die italienische Insel Lampedusa gekommen. Sie berichten von einer unhaltbar gewordenen Situation. In den letzten Wochen haben immer mehr Menschen ihr Glück versucht, insbesondere in Züge, die Italien mit Südfrankreich verbinden.

    Innerhalb weniger Stunden wurden Dutzende von Personen von den Ordnungskräften aufgegriffen. In der vergangenen Woche waren es mehr als 1.400 Migranten, die in Menton ihr Glück versuchen wollten. Eine Rekordzahl, die den Bewohnern des kleinen Städtchens Sorgen bereitet. „Natürlich sind wir besorgt, aber es stimmt, dass man auch wissen muss, was man mit ihnen macht“, sagt eine Anwohnerin gegenüber dem Sender France 2. Angesichts der Situation beschlossen die Behörden nun, einen neuen Ort zur Unterbringung zu schaffen, einen Raum, in dem die Migranten warten, bis sie wieder an Italien übergeben werden.

  • Gard: Maison Carrée von Nîmes zum Unesco-Weltkulturerbe erklärt

    Gard: Maison Carrée von Nîmes zum Unesco-Weltkulturerbe erklärt

    Es ist eine seit langem erhoffte Anerkennung für den römischen Tempel in Nîmes, der vor über 2.000 Jahren errichtet wurde.

    Die Maison Carrée in Nîmes, ein römischer Tempel, der zu Beginn unserer Zeitrechnung errichtet wurde, wurde am Montag, dem 18. September, in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes aufgenommen. Er ist damit das 51. französische Denkmal auf dieser Liste. Die Vertreter der UNESCO-Mitgliedstaaten brauchten bei ihrem Treffen in Ryad (Saudi-Arabien) nur wenige Minuten, um den Antrag für den perfekt erhaltenen, zweitausend Jahre alten Tempel zu bestätigen, der nun auf die prestigeträchtige Liste der Organisation der Vereinten Nationen für Bildung, Wissenschaft und Kultur gesetzt wurde.

    „Wir werden uns dieser Entscheidung würdig erweisen. Die Maison Carrée, die den Einwohnern von Nîmes und den Bürgern der Französischen Republik sehr am Herzen liegt, ist nun ein gemeinsames Gut aller Vereinten Nationen“, sagte der Bürgermeister von Nîmes, Jean-Paul Fournier, in Ryad, überwältigt von Emotionen und unter Tränen.

    Im Gegensatz zu seinem Nachbarn Arles, der ebenfalls ein römisches Amphitheater sowie Thermen und ein antikes Theater besitzt, oder dem Aquädukt Pont du Gard verpasste Nîmes vor etwa 40 Jahren die Anerkennung durch die UNESCO.

    Laut Nîmes wird die Aufnahme in das Weltkulturerbe einen deutlichen Anstieg der Touristenzahlen bewirken und ein „echter Wachstumshebel für die Stadt“ sein, mit erheblichen wirtschaftlichen Auswirkungen.

  • Alpes-Maritimes: Die Jasminernte hat begonnen

    Alpes-Maritimes: Die Jasminernte hat begonnen

    In Grasse ist die Jasminernte bereits in vollem Gange. Der Jasmin wird seit jeher von Hand geerntet.

    Es sind fünf makellos weiße Blütenblätter und ein Duft, der zu den beliebtesten gehört. Jasmin blüht und duftet in der Gegend rund um Grasse (Alpes-Maritimes). Fabrice Bianchi, Leiter eines landwirtschaftlichen Betriebs, erklärt gegenüber dem Sender France 2: „Allein die Wirkung des Klimas sorgt für einen ausgeglichenen Duftkomplex, der sehr angenehm ist.“

    Jeden Abend erscheinen neue Blüten. Drei Monate lang muss kontinuierlich gepflückt werden. Die Blüte wird zwischen Daumen und Zeigefinger geschoben und ganz delikat abgepflückt. „Wenn du falsch abpflückst, reißt du eine, zwei, drei Blüten aus“, fährt der Farmer fort.

    Arbeit an sechs Tagen in der Woche
    Der Familienbetrieb hatte sich zunächst dem Gemüseanbau zugewandt, widmete sich dann aber ausschließlich dem Blumenanbau, um der Nachfrage der Parfümmarke Chanel gerecht zu werden. „Das Haus Chanel wollte nie die Essenzen ändern, die in der Zusammensetzung des Parfüms N°5 enthalten sind“, sagt Joseph Mul, ehemaliger Betreiber des Anwesens. Etwa fünfzig Saisonarbeiter sammeln an sechs Tagen in der Woche die kostbaren Blütenblätter ein. Dann werden sie über das drei Hektar große Feld zum Wiegen gebracht.

  • Unwetter in Frankreich: Heftige Regenfälle ergossen sich über drei Departements

    Unwetter in Frankreich: Heftige Regenfälle ergossen sich über drei Departements

    Schwere Regenfälle trafen am Montag, dem 18. September, die Regionen Ardèche, Drôme und Isère. Zahlreiche Dörfer wurden überschwemmt und Bewohner mussten aus ihren Häusern gerettet und evakuiert werden.

    Am späten Vormittag am Montag, dem 18. September, verwandeln sich die Straßen in der Drôme plötzlich in reißende Flüsse. Einige Autofahrer bleiben in den Wassermassen gefangen. Sintflutartige Regenfälle und Windböen brechen herein – die Anzeichen für ein besonders heftiges stationäres Gewitter. Innerhalb weniger Stunden fielen in der Drôme mehr als doppelt so viele Niederschläge wie normalerweise im September.

    Überschwemmungen und Erdrutsche
    In Tain-l’Hermitage (Drôme) ergoss sich der Schlamm eines überschwemmten Feldes über die Autos auf der angrenzenden Autobahn. Die A7 blieb mehrere Stunden lang für den Verkehr gesperrt. Im Departement Ardèche führten die Regenfälle zu Überschwemmungen und Erdrutschen. In dem Dorf Vion (Ardèche) rückte die Feuerwehr zu einem Einsatz nach dem anderen aus. Ein Bach war über die Ufer getreten und die Wassermassen stürzten die Hauptstraße hinunter. „Es ist das erste Mal in den 40 Jahren, die wir hier leben, dass wir so etwas sehen“, sagt eine Anwohnerin gegenüber dem Sender Franceinfo. Auch die Region Isère war von den extrem starken Regenfällen betroffen.

  • Frankreich: Papst Franziskus wird in Marseille erwartet

    Frankreich: Papst Franziskus wird in Marseille erwartet

    Papst Franziskus wird am kommenden Samstag Marseille besuchen. Es ist der erste Besuch eines Pontifex seit 500 Jahren in der zweitgrößten Stadt Frankreichs. In den zehn Jahren seines Pontifikats hat Papst Franziskus immerhin  bereits 43 Reisen in die ganze Welt unternommen, insbesondere nach Af…

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  • Frankreich: Innenminister Gérald Darmanin beruft nach Lampedusa-Krise Dringlichkeitssitzung ein

    Frankreich: Innenminister Gérald Darmanin beruft nach Lampedusa-Krise Dringlichkeitssitzung ein

    Die Migrantenkrise in Lampedusa (Italien) zeigt, dass es den Europäern nach wie vor schwerfällt, mit einer Stimme zu sprechen. der französische Innenminister Gérald Darmanin hat eine Dringlichkeitssitzung zu diesem Thema einberaumt. Das französische Innenministerium hat erneut eine Krisensitzung abgehalten. Die Chefs der Polizei, der Gendarmerie, der Einwanderungsbehörden und die Präfekten der am stärksten betroffenen Departements haben sich erneut um Innenminister Gérald Darmanin versammelt, meldet der Sender Franceinfo am Samstag, dem 16. September. Auswirkungen auf Frankreich? Zunächst wurde die Situation auf Lampedusa bewertet. Dann sollen die Auswirkungen der Migranten-Krise auf das französische Staatsgebiet untersucht und schließlich Vorkehrungen an den französischen Grenzen bewertet werden. Die Überwachungen an den Grenzen nach Italien wurden bereits verstärkt. Schon am Dienstag kündigte Innenminister Gérald Darmanin die Verdoppelung der Einheiten der Grenzüberwachung und des Zo…

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  • Deutscher Tourist stirbt nachdem er in der Notaufnahme von Saint-Tropez nicht versorgt wurde

    Deutscher Tourist stirbt nachdem er in der Notaufnahme von Saint-Tropez nicht versorgt wurde

    Der deutsche Tourist hatte sich am Morgen in der Notaufnahme von Saint-Tropez gemeldet, wurde aber trotz langen Wartens nicht behandelt. Der 57-jährige Mann, der mit seiner Lebensgefährtin und Freunden im Golf von Saint-Tropez (Var) Urlaub gemacht hatte, starb am frühen Nachmittag des vergangenen Donnerstags, wie Franceinfo berichtet. Der Mann litt an starkem Unwohlsein, bevor er neben seiner Partnerin leblos zusammensackte. Diese rief die Rettungskräfte, die erfolglos versuchten, den Mann mit einer langen Herzmassage wiederzubeleben. Der Name des Opfers erscheint nicht in den Dateien der Notaufnahme. Seine Frau erklärte daraufhin, dass das Opfer – das seit mehreren Tagen an Brustschmerzen litt – sich am selben Morgen in der Notaufnahme von Saint-Tropez gemeldet hatte, dort aber nicht behandelt wurde. Sie berichtete den Gendarmen, dass sie vier Stunden lang vergeblich vor Ort gewartet hätten. An diesem Tag arbeitete das Krankenhaus im sogenannten „angepassten“ Modus und behandelte nur lebensbedrohliche Notfälle. Der Name des Opfers taucht in keiner Datei auf und laut der Staatsanwaltschaft von Draguignan ist „bis heute niemand in dem Krankenhaus in der Lage, seinen Aufenthalt zu dokumentieren“. Eine Untersuchung zur „Ermittlung der Todesursache“ wurde eingeleitet. Die Leitung des Krankenhauses erklärte inzwischen, dass „der Mann nicht vor verschlossenen Türen stand, sondern empfangen wurde und tatsächlich vor Ort gewartet hat“. Das Krankenhaus äußert sich jedoch nicht über die „Betreuung“ des Urlaubers. Seine Lebensgefährtin versichert ihrerseits, dass ihr Mann an diesem Morgen keinen Arzt gesehen habe. Die Staatsanwaltschaft Draguignan hat nun eine gerichtliche Untersuchung zur „Ermittlung der Todesursache“ eingeleitet. Die regionale Gesundheitsbehörde und das Krankenhauszentrum von Saint-Tropez haben ebenfalls eine interne Untersuchung eingeleitet.
  • Papst Franziskus will am 23. September in Marseille Messe zelebrieren – Emmanuel Macron wird da sein

    Papst Franziskus will am 23. September in Marseille Messe zelebrieren – Emmanuel Macron wird da sein

    Der Elysée-Palast teilte mit, dass der Staatschef der religiösen Zeremonie „beiwohnen, aber nicht daran teilnehmen“ wird. De Präsident wird nun doch nach Marseille reisen. Emmanuel Macron wird in Begleitung seiner Frau Brigitte am 23. September der Messe von Papst Franziskus im Stade Vélodrome in Marseille beiwohnen, wie der Elysée-Palast am Donnerstag, den 14. September, bestätigte. https://twitter.com/chantal63/status/1702563321021419598 „Es ist nicht unbedingt der Platz des Präsidenten der Republik, einer Messe beizuwohnen“, meinte der Nationalsekretär der Kommunistischen Partei, Fabien Roussel, am Donnerstagmorgen im Gespräch mit dem Sender Franceinfo. „Ich respektiere den Glauben und die Gläubigen. Aber ich bin nicht damit einverstanden, dass ein gewählter Vertreter, insbesondere der Präsident der Republik, in dieser Eigenschaft an einer religiösen Zeremonie teilnimmt“, reagierte auch Alexis Corbière auf X (ehemals Twitter).

    Das U…

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  • Nizza: 53-jährige Frau im Stadtzentrum brutal angegriffen und schwer verletzt

    Nizza: 53-jährige Frau im Stadtzentrum brutal angegriffen und schwer verletzt

    Am Mittwochabend, dem 13. September, wurde eine 53-jährige Frau in sehr ernstem Zustand in ein Krankenhaus eingeliefert, nachdem sie in Nizza (Alpes-Maritimes) brutal angegriffen und schwer verletzt worden war. Der Angriff ereignete sich im Stadtzentrum.

    Eine 53-jährige Frau wurde am Mittwochabend, dem 13. September, in sehr ernstem Zustand ins Krankenhaus eingeliefert, nachdem sie in Nizza (Alpes-Maritimes) brutal angegriffen worden war. Der Sender Franceinfo berichtet, dass sich der Überfall in der Nacht gegen 3 Uhr morgens an der Kreuzung der Rue d’Italie und Avenue Durante ereignet hat.

    Der Angriff auf die Frau hat die Bewohner und Geschäftsleute des Viertels schokiert, so der Journalist Mohamed Mezeraï auf dem sender Franceinfo. Das Opfer sei „zum Zeitpunkt des Geschehens auf der Straße unterwegs gewesen“. Es waren Bilder einer Videoüberwachung, die die Festnahme des mutmaßlichen Täters in der Nähe des Tatortes möglich machten. „Nach Angaben des Staatsanwalts ist der Verdächtige etwa 20 Jahre alt und soll laut den Angaben, die er den Polizisten gemacht hat, angolanischer Herkunft sein“, fügt der Journalist Mohamed Mezeraï hinzu. Am Mittwoch wurde gegen den mutmaßlichen Täter ein Ermittlungsverfahren wegen ‚versuchten Mordes‘ eingeleitet, so die Staatsanwaltschaft von Nizza, die auch die vorläufige Inhaftierung des Verdächtigen beantragt hat.

    Das Opfer des Überfalls befand sich am Mittwochabend noch in Lebensgefahr.

  • Drogenhandel in Marseille: „10.000 Polizisten“ werden nicht ausreichen…

    Drogenhandel in Marseille: „10.000 Polizisten“ werden nicht ausreichen…

    „Man muss dieses Problem umfassender angehen“, meint Rudy Manna, nationaler Sprecher der Gewerkschaft Alliance Police nationale, am Dienstag auf dem französischen Nachrichtensender Franceinfo.

    „Die Polizei kann fast 10.000 Polizisten in Marseille stationieren, aber der Drogenhandel wird weitergehen, ganz einfach, weil man dieses Problem heute global angehen muss“, sagte Rudy Manna am Dienstag, dem 12. September, auf Franceinfo.

    Der nationale Sprecher der Gewerkschaft Alliance Police nationale reagierte damit auf die Äußerungen des Innenministers Gérald Darmanin, der als Reaktion auf die mit dem Drogenhandel verbundene Gewalt angekündigt hatte, weitere Polizeikräfte nach Marseille zu entsenden.

    Rudy Manna sagt: Auch wenn man 10.000 Polizisten in Marseille einsetzt, der Drogenhandel wird weiter bestehen, ganz einfach, weil man dieses Problem heute global angehen muss. Kinder im Alter von 12/14 Jahren sind in den Drogenhandel verwickelt obwohl sie eigentlich in die Schule gehen sollten. Es ist auch nicht normal, dass Kinder im Drogenhandel tätig sind und die Eltern das nicht verhindern. Auch in Mittelschulen und Grundschulen muss Präventionsarbeit geleistet werden, um die Schäden, die von Drogen verursacht werden, besser zu erklären. Die Polizei macht ihre Arbeit, aber man braucht auch eine Justiz, die solche Personen sehr hart bestraft, um ihnen die Lust zu nehmen, im Drogenhandel zu bleiben oder nach der Entlassung aus dem Gefängnis wieder einzusteigen.

    Außerdem sind sehr viele Waffen im Umlauf und die Drogenhändler sind ohne weiteres dazu in der Lage, auf Polizisten zu schießen. Der Waffenhandel kann natürlich durch häufige Beschlagnahmungen begrenzt werden aber auch hier braucht man eine Justiz, die sehr streng bestraft.

    Der Vertreter der Polizeigewerkschaft fordert bessere rechtliche Mittel, damit die Polizei effektiver arbeiten kann. Außerdem sei es ein Problem, dass Polizisten, wenn sie zur Arbeit gehen, wissen, dass sie verletzt oder getötet werden können, aber eben auch, dass sie ins Gefängnis gehen können. Das sei eine echte Schwierigkeit.