Kategorie: Frankreich

  • Gestern ein Held und heute von Abschiebung bedroht: Die unglaubliche Geschichte eines Migranten in Toulouse

    Gestern ein Held und heute von Abschiebung bedroht: Die unglaubliche Geschichte eines Migranten in Toulouse

    Nach Ansicht seiner Kollegen ein Held, für die Behörden jedoch ein Kandidat für die Abschiebung. Am Mittwoch, dem 20. Juli, rettete Mouktar, der in einem Lagerhaus in Toulouse beschäftigt war, einem Lieferanten das Leben. Zwei Stunden später wurde er von der Polizei festgenommen. Der 25-jährige Flüchtling aus dem Tschad, der keinen gültigen Aufenthaltstitel hat, läuft nun Gefahr, abgeschoben zu werden.

    Dies ist die Geschichte eines Mannes, der erst zum Helden wurde, aber nun abgeschoben werden soll. Hier die Fakten: Am Mittwoch, dem 20. Juli, kurz vor 7 Uhr morgens, lieferte ein Fahrer Waren im Lager der Versandwebsite „Rentreediscount.com“ in Toulouse ab. Die Website verkauft Schulbedarf und ist nur saisonal tätig. Im Juli und August arbeiten fast 400 Personen in dem Lager.

    Herzmassage
    Der Auslieferungsfahrer erleidet einen Schwächeanfall und bricht zusammen. Zwei Beschäftigte des Lagers kommen ihm zu Hilfe. Unter ihnen ist Mouktar. Dank der Herzmassage des 25-jährigen aus dem Tschad bis zum Eintreffen der Rettungskräfte kann das Opfer gerettet werden.

    Eine mutige Tat, die vom Online-Shop öffentlich auf Twitter gelobt wurde.

    Doch nur zwei Stunden nach seinem Einsatz wird Mouktar an seinem Arbeitsplatz von der Polizei verhaftet. Der junge Mann wird in das Verwaltungsabschiebezentrum Cornebarrieu gebracht, da ers sich illegal in Frankreich aufhielt. Bereits im Februar 2022 teilte ihm die Präfektur des Departements Haute-Garonne mit, dass er in sein Heimatland abgeschoben werden solle. Ein Dokument, das der junge Mann nach eigenen Angaben nie erhalten hat.

    Als er festgenommen wird, ist Mouktar im Besitz einer „Bescheinigung über den Antrag auf Verlängerung seines Aufenthaltstitels“. Ein Dokument, das es ihm erlaubt, auf französischem Hoheitsgebiet zu bleiben und dort zu arbeiten, bis die Präfektur eine Entscheidung getroffen hat. Das Problem ist aber, dass dieses Dokument gefälscht ist. Es war eigentlich am 18. April 2022 abgelaufen, doch auf dem Dokument staht das Datum 18. Oktober.

    Gefälschtes Dokument
    Der Arbeitgeber wusste anscheinend nichts davon und ging davon aus, dass der Aufenthaltstitel ihres Mitarbeiters gültig ist. „Wenn wir ausländisches Personal einstellen, stellen wir eine Anfrage bei der Präfektur, um sicherzugehen, dass alles in Ordnung ist. Wenn sie nicht innerhalb von 48 Stunden antwortet, bedeutet das, dass alles in Ordnung ist“, erklärt Marie Lys, die Leiterin des Lagers.

    Das alles das ändert nichts an der Welle der Solidarität für den jungen Flüchtling: Dankbar für seinen Einsatz und gerührt von seiner Geschichte, haben Mouktars Kollegen eine Petition gestartet, damit er in Frankreich bleiben kann. Fast 150 Personen haben bereits unterschrieben.

    Am Freitagnachmittag, dem 22. Juli, wurde der Migrant dem Haftrichter im Justizpalast von Toulouse vorgeführt. Seine Pflichtverteidigerin, Rechtsanwältin Elfried Dupuy-Shabin, erklärte: „Es geht darum zu sehen, ob zwischen seiner Festnahme, den Bedingungen seiner Inhaftierung und dem laufenden Verfahren alles vorschriftsmäßig abgelaufen ist“.

    Die Anwältin aus Toulouse hatte Erfolg. Laut dem Richter gab es seitens der Präfektur der Haute-Garonne „einen offensichtlichen Fehler bei der Beurteilung der persönlichen Situation des Betroffenen“. Als Ergebnis könnte Mouktar bald wieder auf freien Fuß gesetzt werden. Es sei denn, die Staatsanwaltschaft legt Berufung ein.

    Laut der Anwältin aus Toulouse „hat seine mutige Tat zweifellos zu dieser Entscheidung beigetragen, ebenso wie die Unterstützung, die er von seinen Kollegen und seinem Arbeitgeber erhalten hat. Aber das ist natürlich nicht alles. Die Akte der Präfektur war schlecht ausgearbeitet.“

    Dennoch ist der Tschader noch nicht über den Berg. Er muss einen neuen Antrag auf Regularisierung stellen und kann derzeit nicht wieder in dem Warenlager in Toulouse arbeiten.

    Präzedenzfall Mamoudou Gassama
    Die Geschichte Mouktars ist dem Schicksal von Mamoudou Gassama nicht unähnlich. Im Jahr 2018 hatte der junge Malier, der sich damals auch illegal in Frankreich aufhielt, ein Kind vor einem tödlichen Sturz aus dem vierten Stock gerettet, indem er an der Fassade eines Pariser Gebäudes hochkletterte. Dank seiner mutigen Tat, die ihm den Spitznamen „Spiderman“ einbrachte, wurde er vom französischen Staatspräsidenten empfangen und erhielt eine Aufenthaltsgenehmigung.

  • Der 76-jährige Journalist Gérard Corneloup stirbt an den Folgen eines Überfalls in Lyon

    Der 76-jährige Journalist Gérard Corneloup stirbt an den Folgen eines Überfalls in Lyon

    Er hat sein Leben lang von Lyon und seinen Geheimnissen erzählt. Gérard Corneloup, wurde am 18. Juli vor seinem Wohnhaus in Lyon überfallen. Er starb acht Tage später im Alter von 76 Jahren. Es wurde ein Zeugenaufruf gestartet.

    Der 76-jährige Journalist und Historiker Gérard Corneloup starb nach einem Überfall im Eingangsbereich seines Wohnhauses im dritten Arrondissement von Lyon an den Folgen seiner Verletzungen.

    Gérald Bouchon, Präsident der Mediengruppe Lyon Demain Média, kommentierte: „Die ganze Angelegenheit muss aufgeklärt werden, Gérard hat das nicht verdient…“.

    Nathalie Perrin Gilbert, stellvertretende Bürgermeisterin von Lyon und zuständig für Kultur, sagte im Namen der Stadtverwaltung: „Der Bürgermeister und die Mitglieder des Stadtrats von Lyon gedenken Gérard Corneloup, eines bemerkenswerten Lyoners, der zum Ruhm unserer Stadt beigetragen hat“.

    Zeugenaufruf
    Gérard Corneloup war wahrscheinlich nicht aufgrund seines Berufs, sondern vielmehr aufgrund seines Alters das Ziel des Überfalls. Ihm wurde eine Tasche gestohlen, die einige Straßen weiter aufgefunden wurde.

    Die Polizei hat einen Zeugenaufruf gestartet, um den Fall aufzuklären. Jede Person,die etwas über die Umstände des Überfalls am 18. Juli im Haus 100 Cours Lafayette wissen könnte, wird gebeten, sich unter der Telefonnummer 04 72 82 15 05, 04 72 82 16 66 oder 17 zu melden.

    Ein Werdegang aus Leidenschaft
    Gérard Corneloup war ausgebildeter Bibliothekar und erlebte eine lange Karriere als Journalist, insbesondere für die Zeitungen Le Progrès und Le Figaro Lyon.

    Als Autor mehrerer Bücher über die Geschichte Lyons wurde er für seine Vorliebe für Recherchen und ungewöhnliche Geschichten bekannt.

  • Verlorenes Gepäck: Immer mehr Urlauber kaufen sich Kofferortungsgeräte

    Verlorenes Gepäck: Immer mehr Urlauber kaufen sich Kofferortungsgeräte

    Seit Anfang Juli sind Zehntausende von Gepäckstücken verloren gegangen und Urlauber setzen häufiger Koffertracker ein. Diese kleinen Geräte ermöglichen es, das Gepäck zu orten und damit die Chance zu erhöhen, dass es wiedergefunden wird.

    Wo ist mein Koffer? Diese Frage hat sich jeder schon einmal gestellt, dessen Gepäck auf einer Flugreise verloren gegangen ist. Um diese Frage zu beantworten, bringen immer mehr Nutzer sogenannte Tracker an ihren Koffern an.

    Seit Anfang Juli haben Zehntausende von Flugreisenden ihr Gepäck nach der Ankunft nicht auf dem Laufband vorgefunden. Laut dem Sender RTL sollen allein am Pariser Flughafen Roissy 35.000 Koffer verloren gegangen sein. Diese Rekordzahlen wurden vor allem durch die massive Überlastung der Beschäftigten der Pariser Flughäfen verursacht. Und gerade hat mal wieder ein neuer Streik stattgefunden, diesmal am Dienstag, dem 26. Juli, am Flughafen Lyon Saint-Exupéry.

    Die Streiks führten bisher zu zahlreichen Flugausfällen und Mängeln bei der Gepäckabfertigung. Und das ist nicht nur in Frankreich zu beobachten. Auch der Londoner Flughafen Heathrow war vor kurzem davon betroffen, ebenso wie die australischen Fluggesellschaften und am heutigen Mittwoch die deutsche Fluggesellschaft Lufthansa an allen ihren Standorten in Deutschland.

    Geotagging von Koffern
    Angesichts des erhöhten Risikos, ihre Koffer zu verlieren, nutzen Urlauber massiv die neuen Tracker. Diese Geräte ermöglichen die Geolokalisierung von Gepäckstücken in der Hoffnung, dass sie so schneller wiedergefunden werden.

    Dieses neue Reisezubehör ist auf dem besten Weg, ein echtes Muss für einen unbeschwerten Urlaub zu werden. Das Prinzip ist einfach: Das kleine Objekt in Form eines Kieselsteins passt in jedes Gepäckstück und funktioniert dank einer App. Reisende müssen den Tracker nur mit dem Smartphone synchronisieren, um den Weg ihres Gepäcks verfolgen zu können. Derzeit sind zahlreiche Produkte auf dem Markt erhältlich, deren Preise in der Regel um die dreißig Euro liegen.

    Der Apple Airtag ist bereits jetzt ein großer Erfolg, obwohl es nur mit einem iPhone oder iPad kompatibel ist. Der Nutzer muss nur den Modus „Verloren“ seines Trackers aktivieren und die Geolokalisierung wird über Bluetooth aktiviert.

    Das Apple-System unterscheidet sich von anderen Systemen dadurch, dass, wenn der Alarm ausgelöst wird, alle Iphone-Nutzer in der Nähe des Senders über den Verlust des Gepäcks benachrichtigt werden. Ziel ist es, die Rückführung des verlorenen Koffers schneller zu organisieren, indem man sich an Apple-Nutzer wendet und nicht nur an die Fluggesellschaften, die manchmal sehr lange Wartezeiten haben.

    Kabinengepäck bevorzugen
    Um Kofferverluste zu vermeiden, gehen manche Fluggesellschaften sogar so weit, den Reisenden zu raten, wenn möglich nur noch Kabinengepäck mitzunehmen.

    Dies würde die Verluste drastisch reduzieren und zudem den Aufwand für die Weiterleitung verloren gegangener Gepäckstücke an ihre Besitzer verringern. Allerdings ist es aufgrund der strengen Sicherheitsvorschriften nicht immer möglich, nur mit Kabinengepäck zu reisen, da man darin nicht alles mitnehmen kann, was man möchte…

  • Erschütternde Bilder vom Verschwinden des Schnees auf den Gipfeln der Pyrenäen

    Erschütternde Bilder vom Verschwinden des Schnees auf den Gipfeln der Pyrenäen

    Zwei Aufnahmen, die im Abstand von vier Jahren gemacht wurden, belegen die Auswirkungen der globalen Erwärmung auf das Pyrenäenmassiv, insbesondere auf den Cirque de Gavarnie in den Hautes-Pyrénées.

    Der symbolträchtige fast 3.000 Meter hohe Cirque de Gavarnie in den Hautes-Pyrnées scheint im Sommer 2022 keinen Schnee mehr zu haben.

    Ein Phänomen, das leider immer häufiger auftritt, weil die globale Erwärmung in den Pyrenäen und auf der ganzen Welt immer weiter fortschreitet. Die von einem Sentinel-2-Satelliten aufgenommene und von MétéoPyrénées veröffentlichte Aufnahme zeigt zwei Fotos des Cirque de Gavernie, die aus demselben Blickwinkel und zur selben Jahreszeit aufgenommen wurden, jedoch mit einem großen Unterschied: Der Schnee ist zwischen 2018 und 2022 vollständig verschwunden.

    Auswirkungen der globalen Erwärmung
    Der Schuldige: die globale Erwärmung. Im Sommer 2022 folgte eine Hitzewelle auf die nächste, eine heftiger als die andere. In einigen Gletschern der Pyrenäen verschwand der Schnee mit alarmierender Geschwindigkeit.

    Lesen Sie auch : Globale Erwärmung: Was wird in 30 Jahren von den Gletschern der Pyrenäen noch übrig…

    Bereits im vergangenen Jahr hatte MétéoPyrénées einen Vergleich des Cirque de Gavarnie veröffentlicht, diesmal über ein Jahrhundert hinweg. Auf den Fotos ist der Cirque im Jahr 1921 und 100 Jahre später im Jahr 2021 zu sehen. Auch in 2021 war der Schnee bereits fast vollständig verschwunden.

    Der Gavarnie ist ein Zeugnis der globalen Erwärmung, die seit Jahrzehnten voranschreitet. Im September letzten Jahres bescheinigte eine Abteilung der Europäischen Kommission, dass die Gletscher in den Pyrenäen „zwischen 2011 und 2020 23,2% ihres Eisvolumens verloren haben“. Und es wurde betont, dass sie „in den nächsten zwei Jahrzehnten aufgrund des Klimawandels verschwinden könnten“.

    Gletscher sind bedroht
    Aufgrund der hohen Temperaturen in diesem Sommer gelten die Gletscher in den Pyrenäen als bedroht. Während der letzten Hitzeperioden konnten die Temperaturen auch in 2.000 Metern Höhe auf 26 °C ansteigen.

    „Im Jahr 2000 gab es noch 50 Gletscher, heute sind es nur noch 25. Die eingeleitete Schmelze ist unaufhaltsam. Die Pyrenäengletscher haben nur noch etwa 20 Jahre vor sich“, bedauert Pierre-René Moraine, Glaziologe und Spezialist für das Pyrenäenmassiv, gegenüber France3. Neben der Hitzewelle haben in diesem Jahr auch die mit Saharasand beladenen Regenfälle die Eisschmelze verstärkt.

    Lesen sie auch: Der Ossoue, der größte Gletscher der Pyrenäen, verschwindet wegen der Erderwärmung

    Was wird also in 20 Jahren von den Pyrenäengletschern übrig bleiben? Die Prognosen sind nicht gut, höchstwahrscheinlich sind sie dann einfach verschwunden. Einige Glaziologen hoffen, dass ihr Verschwinden das Ökosystem nicht übermässig erschüttern wird, da die Gletscher der Pyrenäen fast 1.000 Mal kleiner sind als die der Alpen.

  • Der Juli 2022 wird laut Météo-France „sehr wahrscheinlich“ der trockenste Juli seit 1959

    Der Juli 2022 wird laut Météo-France „sehr wahrscheinlich“ der trockenste Juli seit 1959

    In diesem Monat hat es kaum geregnet und der Juli 2022 könnte der trockenste Monat Juli in Frankreich seit 1959 werden.

    „Der Juli 2022 wird höchstwahrscheinlich der trockenste Juli seit 1959 sein“, sagt ein Klimatologe von Météo-France am Dienstag gegenüber der Nachrichtenagentur AFP.

    „Im Durchschnitt fielen in Frankreich vom 1. bis 25. Juli acht Millimeter Niederschlag“, was einem „enormen Niederschlagsdefizit“ entspricht, wie Christian Veil, Klimatologe bei Météo-France, erklärte.
    „Wir werden auf Platz 1 oder 2 der trockensten Juli-Monate seit 1959 sein, es wird von den letzten Tagen des Monats abhängen, mit einem kleinen Niederschlag am Freitag, der geringe Niederschlagsmengen bringen sollte“.

    Bisher war der Juli 2020 mit 16 Millimetern kumuliertem Regen der trockenste Juli seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1959.

    „Die Sommerniederschläge dienen dazu, die oberflächlichen Böden feucht zu halten und die Vegetation zu erhalten“, erklärt der Klimatologe Christian Veil.

    Nach dem sehr starken Regenmangel befindet sich Frankreich „in extremen Bedingungen, was die oberflächlichen Böden angeht, das sieht man allein schon am Zustand der Vegetation“, sagt der Klimatologe und nennt als Beispiel „Bäume, die so sehr unter der Hitze leiden, dass sie ihre Blätter abwerfen“.

    „Das ist eine sehr schwierige Situation… wir haben seit dem 17. Juli ein historisches Niveau der Bodentrockenheit erreicht“.

  • Brände: Großbrand im Département Hérault beunruhigt die Anwohner

    Brände: Großbrand im Département Hérault beunruhigt die Anwohner

    In der Nähe von Gignac im Departement Hérault entsteht ein weiterer grosser Waldbrand. Zwei nahe beieinander liegende Brände brachen am Dienstagmorgen, dem 26. Juli aus und haben bereits über 800 Hektar Land verwüstet.

    In nur wenigen Sekunden gehen die verdorrten Bäume in Flammen auf. Der anhaltende Wind facht das Feuer an, das sich in der Nähe von Gignac im Departement Hérault immer weiter ausbreitet. Bereits über 800 Hektar Garrigue und Wald wurden unter den besorgten Blicken der Bewohner verwüstet. „Es hat ein riesiges Ausmaß angenommen, innerhalb von Minuten hat es sich ausgebreitet, das ist beeindruckend“, berichtet ein Anwohner auf France Télévisions. „Hier hat es noch nie gebrannt, nie. Und dann gleich mit einer solchen Intensität“, sorgt sich eine andere Anwohnerin.

    Das Feuer breitet sich weiter aus
    Alles begann am Dienstagmorgen, dem 26. Juli, als zwei Brände gleichzeitig in Gignac und Saint-Bauzille-de-la-Sylve ausbrachen, zwei Gemeinden im Departement Hérault, die nur wenige Kilometer voneinander entfernt liegen. Am Nachmittag vereinigten sich die beiden Brände und bildeten ein einziges grosses Feuer. Am Dienstagabend breitete sich der Brand weiter nach Osten aus. „Das Thema für uns ist heute die Stabilisierung des Feuers an seiner linken Flanke, die trotz aller Bemühungen immer weiter voranschreitet“, fasst Oberstleutnant Sylvain Besson, stellvertretender Direktor der Feuerwehr, zusammen.

  • Brände in der Gironde: Die Düne von Pilat ist ab Mittwoch wieder geöffnet

    Brände in der Gironde: Die Düne von Pilat ist ab Mittwoch wieder geöffnet

    Die Präfektur des Departements Gironde genehmigte die Öffnung der Dune du Pilat ab Mittwoch, 27. Juli. Der Zugang wird jedoch vorerst nur mit Bussen möglich sein.

    Nach 15 Tagen Schließung wird die Düne von Pilat wieder geöffnet werden können. Die Präfektin des Departements Gironde hat beschlossen, dass Besucher ab Mittwoch, dem 27. Juli, wieder auf das Gelände dürfen.

    Die Düne war seit dem 13. Juli aufgrund der Brände, die mindestens 7.000 Hektar in der Gegend von La Teste-de-Buch verwüstet hatten, geschlossen. Die Öffnung wird jetzt unter besonderen Bedingungen stattfinden: Der Zugang wird bis auf weiteres nur kontrolliert mit Bussen möglich sein.

    Zugang zu den verbrannten Gebieten bleibt verboten
    „Da es zu diesem Zeitpunkt keine ausreichende Sicherheit gibt, bleibt der Zugang zu den verbrannten Gebieten weiterhin verboten“, so die Präfektur in einer Pressemitteilung am Dienstag. Die Sicherungsarbeiten sind noch im Gange und die Departementstraße 218, die La Teste-de-Buch mit Biscarosse verbindet, bleibt „bis zur vollständigen Sicherung der Fahrbahn und der Umgebung“ geschlossen.

    Die Düne von Pilat ist der größte Touristenmagnet der Region Nouvelle-Aquitaine und erlebt jedes Jahr etwa zwei Millionen Besucher.

  • Das kommende Wochenende ist ein guter Zeitpunkt, um Ihr Auto in Frankreich zu betanken

    Das kommende Wochenende ist ein guter Zeitpunkt, um Ihr Auto in Frankreich zu betanken

    Für das verkehrsreichste Wochenende des Jahres gibt es interessante Rabattangebote für Kraftstoffe.

    Das sogenannte „Chassé-Croisé“ steht vor der Tür. Es ist das Wochenende, an dem sich die Franzosen, die im August in den Urlaub fahren, die Straßen mit denen teilen, die von ihrem Juli-Urlaub zurückkommen. Wie in den Vorjahren wird es auch in diesem Jahr auf den französischen Autobahnen vor allem am Samstag zu einem extrem hohen Verkehrsaufkommen kommen.

    Zum Glück gibt es für Autofahrer in Frankreich an diesem Wochenende einige interessante Möglichkeiten, beim Tanken Geld zu sparen.

    Die Kraftstoffpreise sind in Frankreich nach wie vor sehr hoch: am Dienstag lagen die Durchschnittspreise bei 1,93 € pro Liter für Diesel, 1,91 € für bleifreies Benzin (SP95) und 1,85 € für E10.

    Die Lebensmittelkette E. Leclerc will an diesem Wochenende auf ihre Gewinne verzichten und Kraftstoff zum Selbstkostenpreis anbieten. Von Donnerstag, dem 28. Juli, bis Samstag, dem 30. Juli, können die Kunden an allen Tankstellen der Leclerc-Supermärkte – von denen es etwa 600 in Frankreich gibt – den verbilligten Preis in Anspruch nehmen können. Es ist unbedingt zu beachten, dass der Sonderpreis am Sonntag, dem 31. Juli, und auf den Autobahntankstellen der Leclerc-Gruppe nicht gültig sein wird.

    Das Angebot soll, so der Vorstand Michel-Édouard Leclerc, den Verbrauchern helfen, mit den steigenden Lebenshaltungskosten und der Inflation umzugehen. Insbesondere an einem der wichtigsten Wochenenden des Jahres für französische Autofahrer.

    Allerdings sollte man keine zu grossen Hoffnungen hegen: Ein Liter Kraftstoff wird an den teilnehmenden Tankstellen nur etwa 0,02 bis 0,10 € billiger sein, als heute.

    Die Leclerc-Gruppe ist nicht die einzige Supermarktkette, die Rabatte auf Kraftstoffe anbietet. Auch die Casino-Gruppe will ihre Rabatte noch bis Ende August anbieten. Casino bietet eine Gutscheinkarte an, die der Differenz zwischen dem tatsächlich gezahlten Benzinpreis und dem angenommenen Preis von 0,85 € pro Liter entspricht. Der Gutschein kann in den teilnehmenden Casino-Supermärkten ab einem Einkauf von mindestens 120 € eingesetzt werden. Kunden zahlen also effektiv nur 0,85 € pro Liter Kraftstoff. Aber Achtung: das Angebot gilt in den teilnehmenden Casino-Supermärkten immer nur an Wochenenden.

  • Es brennt im Hérault: 120 Hektar nach zwei Brandausbrüchen in der Nähe von Montpellier verbrannt

    Es brennt im Hérault: 120 Hektar nach zwei Brandausbrüchen in der Nähe von Montpellier verbrannt

    Etwa 120 Hektar sind bereits verbrannt und zahlreiche Feuerwehrleute sind in der Gegend von Aumelas im Departement Hérault im Einsatz. Vorsorglich werden bereits Evakuierungen durchgeführt.

    Im Departement Hérault, in der Nähe von Montpellier, wurden am Dienstag, dem 26. Juli, zwei verschiedene Feuerausbrüche gemeldet. Die Feuerwehr ist im Gebiet des Plateaus von Aumelas in der Gemeinde Gignac im Einsatz. Bis zum frühen Nachmittag brannten dort bereits rund 120 Hektar ab. Das Feuer wird durch starken Wind angeheizt und breitet sich aufgrund der sehr trockenen Vegetation in der Region schnell aus.

    Die Feuerwehr setzte sofort 200 Feuerwehrleute aus Montpellier und Lodève ein. Sie werden von drei Canadair-Löschflugzeugen unterstützt, die ihre Wassertanks am Salagou-See unweit des Brandortes auffüllen.

    An einigen Stellen in Aumelas kommt das Feuer den Häusern gefährlich nahe und ist zum Teil nur noch wenige hundert Meter von den Häusern entfernt. Etwa 30 der Häuser werden derzeit vorsorglich evakuiert.

  • Energiesparen: Élisabeth Borne fordert die Ministerien auf, Vorbild zu sein

    Energiesparen: Élisabeth Borne fordert die Ministerien auf, Vorbild zu sein

    Die Regierung hatte erst kürzlich angekündigt, den Energieverbrauch in Frankreich innerhalb von zwei Jahren im Vergleich zu 2019 um 10% senken zu wollen. Elisabeth Borne will mit gutem Beispiel vorangehen. In einem Rundschreiben an ihre Minister vom Dienstag, dem 26. Juli, das Franceinfo vorliegt, führt die Premierministerin eine Reihe von Maßnahmen ein, um „den Energieverbrauch zu senken und den Ausstieg aus fossilen Brennstoffen zu beschleunigen“. „Die internationalen Spannungen, die insbesondere durch den Krieg in der Ukraine hervorgerufen wurden, „sowie die Nichtverfügbarkeit eines Teils des französischen Atomparks zwingen uns zu beispiellosen Anstrengungen im Bereich der Energieeinsparung“, erklärte die Premierministerin, die auch für die Energieplanung Frankreichs zuständig ist. „Diese Maßnahmen sind erforderlich, nicht nur um unsere Energieeffizienz zu verbessern, sondern auch aus Gründen der Vorbildfunktion und der Akzeptanz der Anstrengungen, die von der Gesellschaft als Ganze…

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