Kategorie: Frankreich

  • Abtreibung: Senat spricht sich für Verankerung in der französischen Verfassung aus

    Abtreibung: Senat spricht sich für Verankerung in der französischen Verfassung aus

    Am Mittwoch, dem 1. Februar, sprach sich der Senat mit 166 zu 152 Stimmen dafür aus, die „Freiheit der Frau“, einen Schwangerschaftsabbruch vornehmen zu lassen, in der Verfassung zu verankern. Eine Formulierung, die den von der Linken bevorzugten Begriff des „Rechts der Frau“ abschwächt. Der Senat hat am Mittwoch dafür gestimmt, die „Freiheit der Frau“, einen Schwangerschaftsabbruch vornehmen zu lassen, in der französischen Verfassung zu verankern. Diese Formulierung verzichtet auf den Begriff des „Rechts“, der der Linken so wichtig ist, ermöglicht aber die Fortsetzung der parlamentarischen Debatte. Die Abstimmung wurde mit 166 Ja- zu 152 Nein-Stimmen entschieden.

    Auch wenn der Weg bis zu einer möglichen endgültigen Verabschiedung durch das Parlament – der zudem noch ein Referendum folgen müsste – noch sehr weit ist, begrüßte die sozialistische Fraktion sofort einen „großen Fortschritt für die Rechte der Frauen“ und die Grünen …

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  • In Frankreich zirkuliert immer mehr Falschgeld

    In Frankreich zirkuliert immer mehr Falschgeld

    Es ist das erste Mal seit 2015, dass die Zahlen für die Fälschung von Banknoten so stark steigen. 30 % der gefälschten Banknoten sind „Movie Money“, plumpe Kopien, die eigentlich zur Verwendung in Filmen gedacht sind. Die Zahlen steigen zum ersten Mal seit 2015 so stark an: 376.000 gefälschte Banknoten wurden laut der Europäischen Zentralbank im letzten Jahr aus dem Verkehr gezogen, ein Drittel davon wurde allein in Frankreich beschlagnahmt. Dies entspricht etwa 130.000 gefälschten Banknoten, die im letzten Jahr in Frankreich beschlagnahmt wurden. Dabei handelt es sich vor allem um 20- und 50-Euro-Scheine. Ein Anstieg des Umlaufs, der vor allem durch neue Möglichkeiten, sich Falschgeld zu beschaffen, erleichtert wird. „Wir sehen eine Vervielfachung der Inverkehrsbringung über soziale Netzwerke“, wird Kommandant Alain Bateau von der Zentralstelle für die Bekämpfung der Geldfälschung (OCRFM) der Kriminalpolizei von Franceinfo zitiert. „Die Leute kaufen Falschgeld über Telegram oder Snapchat. Früher gab es traditionell einige große Netzwerke, die Falschgeld importierten und in Umlauf brachten. Jetzt ist es über das ganze Land verstreut“. Viel „Movie Money“ Hinzu kommt, dass etwa 30 % der im Umlauf befindlichen Falschgeldscheine „Movie Money“ sind, das aus China stammt. Das sind Scheine, die im Internet zu niedrigen Preisen gekauft werden können. Sie kosten um die zehn Euro pro hundert Stück und sind theoretisch nur für Filme zu verwenden. Es handelt sich dabei um minderwertige Banknoten, die keine nachgemachten Sicherheitsmerkmale aufweisen und vor allem in Tante-Emma-Läden, Märkten und Fast-Food-Restaurants über den Ladentisch gehen.
  • Ende der Anti-Covid 19-Maßnahmen in Frankreich trotz anhaltender „Dreifachepidemie“

    Ende der Anti-Covid 19-Maßnahmen in Frankreich trotz anhaltender „Dreifachepidemie“

    Obwohl die Dreifachepidemie aus Grippe, Bronchiolitis und Covid-19 in Frankreich noch nicht beendet ist, wurden die wichtigsten Gesundheitsmaßnahmen zur Bekämpfung von Covid-19 am Mittwoch in Frankreich aufgehoben. Frankreich hat die „Dreifachepidemie“, die sein Gesundheitssystem in den vergangenen Monaten unter Druck gesetzt hat, noch nicht ganz hinter sich gelassen. Trotzdem liefen die wichtigsten gesundheitspolitischen Maßnahmen zur Bekämpfung von Covid-19 am Mittwoch, dem 1. Februar aus, was einige Experten beunruhigt. Nachdem die Grippeepidemie vier Wochen in Folge zurückgegangen war, nahm sie in der vergangenen Woche wieder zu. Insgesamt befinden sich noch zehn von dreizehn Regionen in einer Epidemie, aber die Indikatoren bleiben „auf einem niedrigen Intensitätsniveau in den Arztpraxen und im Krankenhaus“, teilte Santé publique France am Mittwoch mit. In der vergangenen Woche war die Rate der positiven Grippebefunde jedoch noch einmal deutlich gestiegen (+13 Punkte), mit „einem A…

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  • Stiftung Abbé Pierre: Wohnungsnot steigt in Frankreich

    Stiftung Abbé Pierre: Wohnungsnot steigt in Frankreich

    Die Zahl der Menschen ohne festen Wohnsitz hat sich in in Frankreich in den letzten zehn Jahren verdoppelt, so die Fondation Abbé Pierre.

    In ihrem Bericht, der am Dienstag, dem 31. Januar veröffentlicht wurde, nennt die Stiftung Abbé Pierre immer alarmierendere Zahlen. In Frankreich sind 12,1 Millionen Menschen in unterschiedlichem Maße von der Wohnungskrise betroffen, 4 Millionen davon leiden direkt darunter. „Die finanzielle Belastung durch die Wohnung im Haushaltsbudget wird immer größer (…), sie macht heute 28% aus. 1990 lagen wir bei 20%, aber für viele sind es inzwischen tatsächlich 40, 50, 60%“, erklärte Christophe Robert, Generaldelegierter der Fondation Abbé Pierre, am Mittwoch, 1. Februar, im Sender France Inter.

    Ein beunruhigender Befund für Frauen

    In diesem Jahr hat sich die Stiftung mit geschlechtsspezifischen Fragen befasst, einem Faktor, der laut der Fondation Abbé Pierre in der Wohnungspolitik bisher nicht berücksichtigt wird. Und die Feststellung ist durchaus besorgniserregend. So sind Frauen am stärksten von der Wohnungsnot betroffen, insbesondere wenn sie allein mit einem Kind leben. Die Organisation berichtet, dass es für solche Frauen deutlich schwieriger ist, eine Wohnung zu finden, was unter anderem auf diskriminierende Verhaltensweisen zurückzuführen sei.

  • Straßenverkehrssicherheit: 3.260 Tote im Jahr 2022 in Kontinentalfrankreich

    Straßenverkehrssicherheit: 3.260 Tote im Jahr 2022 in Kontinentalfrankreich

    Die interministerielle nationale Beobachtungsstelle für die Straßenverkehrssicherheit hat am Mittwoch, dem 1. Februar, ihren neuen Bericht über die Todeszahlen im Straßenverkehr vorgelegt. Die Bilanz insgesamt ist im Vergleich zur Vor-Covid-Zeit stabil geblieben. Allerdings wird die Zahl der im Straßenverkehr getöteten Radfahrer als „besorgniserregend“ hoch eingestuft.

    Insgesamt 3.260 Menschen starben im Jahr 2022 auf den Straßen des französischen Kernlandes. Das ist ein Zuwachs von 0,5% im Vergleich zu 2019, dem letzten Referenzjahr vor der Pandemie, wie die Sécurité routière am Mittwoch bekannt gab.

    Die Schätzungen der nationalen interministeriellen Beobachtungsstelle für Straßenverkehrssicherheit (ONISR), die heute auf einer Pressekonferenz in Paris vorgestellt wurden, sind eher mit 2019 vergleichbar als mit den Jahren 2020 und 2021, als die Zahlen unter die symbolische Grenze von 3.000 Todesfällen gefallen waren.

    „Weniger als 50% der im Straßenverkehr Getöteten sind Autoinsassen“, so die interministerielle Delegierte für Straßenverkehrssicherheit, Florence Guillaume.

    Die Zahl der Todesfälle bei Autofahrern im Straßenverkehr ist 2022 im Vergleich zu 2019 mit 1.563 Getöteten (-59) ebenso rückläufig wie für Nutzer motorisierter Zweiräder mit 715 Todesfällen (-34), wie aus den Zahlen des ONISR hervorgeht. „Leider, und das geht Hand in Hand mit der Entwicklung der modernen Mobilität, gibt es einen besorgniserregenden Anstieg der Todesfälle bei Radfahrern und Nutzern von motorisierten persönlichen Fortbewegungsmitteln (EDPm)“, wie z. B. Tretrollern, bedauerte Florence Guillaume.

    Das zweite Jahr in Folge überschritt die Zahl der getöteten Radfahrer die 200: Im Jahr 2022 wurden 244 getötet, was einem Anstieg von 30 % gegenüber 2019 entspricht und 57 Todesfälle mehr bedeutet. 34 Rollerfahrer kamen ums Leben, gegenüber 10 im Jahr 2019.

    In den französischen Überseegebieten starben 281 Menschen im Straßenverkehr, eine Bilanz, die im Vergleich zu 2019 um 11% anstieg (+27 Getötete).

  • Außerirdisches Leben: Wissenschaftler entdecken „interessante“ Radiosignale

    Außerirdisches Leben: Wissenschaftler entdecken „interessante“ Radiosignale

    Hat eine amerikanische Studie Spuren gefunden, die von einer außerirdischen Zivilisation stammen? Die Wissenschaftler, die hinter der Untersuchung stehen, wollen sich dieser Hypothese nicht verschliessen.

    Die Zeitschrift Nature Astronomy veröffentlichte am Montag, dem 30. Januar, einen Artikel von 17 Wissenschaftlern, die acht „interessante“ Signale bei der Suche nach außerirdischer Intelligenz aufgespürt haben wollen. Die von den Wissenschaftlern angewandte Methode kann zur Vereinfachung zukünftiger Untersuchungen dieser Art verwendet werden.

    Das Forschungsteam entstand aus einer Zusammenarbeit zwischen der Universität Toronto und dem US-amerikanischen SETI-Institut („Search for Extra-Terrestrial Intelligence“, dt. Suche nach außerirdischer Intelligenz). Ziel des Projekts war es, „künstlich aussehende elektromagnetische Radiosignale“ zu finden, also Spuren, die von fortgeschrittener außerirdischer Technologie stammen könnten. Solche Signale wurden jetzt vom Green Bank Telescope, dem größten schwenkbaren Radioteleskop der Welt, entdeckt.

    Die Forscher setzten bei ihrer Entdeckung eine als „Machine Learning“ bekannte Methode ein: dabei werden die Algorithmen mit Daten gefüttert und lernen, welche Signale sie herausfiltern müssen und welche nicht.

    Auf diese Weise konnten die Wissenschaftler acht vielversprechende Signale isolieren. Diese sind im Gegensatz zu den von den Gestirnen ausgestrahlten natürlichen Wellen schmalbandig, was einen technologischen Ursprung unterstreichen würde. Zweitens ändern sich die Frequenzen dieser Signale im Laufe der Zeit, was auf eine Bewegung des Senders hindeutet. Drittens treten diese Signale nur dann auf, wenn ein Teleskop einen bestimmten Stern anvisiert, den potenziellen Sendeort.

    Die Signale stammen von einer Gruppe von fünf Sternen, die zwischen 34 und 88 Lichtjahren von der Erde entfernt sind, was auf galaktischer Ebene eine sehr geringe Entfernung darstellt. In der Nähe wurden bisher zwar keine Planeten entdeckt, aber eine Staubscheibe in diesem Gebiet macht die Beobachtung nicht einfach.

    Leider ist es nicht möglich, einfach eine Expedition zu der Sternengruppe zu entsenden, um Gewissheit zu erlangen. Die Rakete Appollo 11 hatte damals auf ihrer Reise zum Mond etwa 39.000 km/h erreicht, das Licht ist mit 300.000 Kilometern pro Sekunde unterwegs. Selbst bei einer bisher unerreichbaren Geschwindigkeit von 300.000 km/h würde es also mindestens 34 Jahre dauern, um auch nur in die Nähe des potenziellen Sendeortes zu gelangen.

    Derzeit, so hat das Forscherteam festgestellt, kommen diese Signale nicht mehr auf unserem Planeten Erde an. Cherry Ng, eine der Forscherinnen, betont jedoch: „Wir können diese Sterne als Standort für außerirdische Intelligenz nicht völlig ausschließen, da die Übertragung möglicherweise nur zeitweise stattfindet.“

    Laut dem französisch-amerikanischen Astronomen Franck Marchis, der von der Zeitung Le Parisien zitiert wird, „muss eine solche Entdeckung durch andere Instrumente bestätigt werden, bevor wir sicher sein können, dass wir außerirdisches Leben entdeckt haben“.

    Das wichtigste Ergebnis der Studie ist der Algorithmus, mit dem 115 Millionen Datensätze und 820 Sterne in einer Geschwindigkeit untersucht wurden, die weit über das hinausgeht, wozu der Mensch bisher in der Lage war. Wie das Forscherteam betont, kann diese Methode bei allen zukünftigen Forschungen eingesetzt werden, um die Untersuchung von Signalen zu beschleunigen und Anzeichen von außerirdischem Leben leichter zu erkennen.

  • Frankreich: Unbekanntes Virus entdeckt – es greift die Leber an

    Frankreich: Unbekanntes Virus entdeckt – es greift die Leber an

    Bei einer 61-jährigen Frau in Frankreich wurde ein bisher unbekanntes Virus mit der vorläufigen Bezeichnung Human Circovirus 1 (HCirV-1) entdeckt. Dieses Virus hat bei der Patientin Leberschäden verursacht. Sein Ursprung und seine Übertragung sind derzeit noch nicht geklärt. Es wird davon ausgegangen, dass viele der auf der Erde vorkommenden Viren und Bakterien noch unbekannt sind. Das ist auch der Grund, warum Wissenschaftler über die Gefahr künftiger Epidemien besorgt sind. Ein Beispiel dafür ist die jüngste Entdeckung eines neuen Virus bei einer französischen Patientin. Das Virus wurde vorläufig als Human Circovirus 1 (HCirV-1) bezeichnet. Dieses bislang unbekannte Virus aus der Familie der Circoviren wurde nun von französischen Wissenschaftlern des Instituts Pasteur bei einer 61-jährigen Frau identifiziert. In mehr als einer Hinsicht handelt es sich um einen seltenen Fall. Zunächst einmal ist es das erste auch für Menschen gefährliche Circovirus. Außerdem „wird zwar in der wissensc…

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  • Er zahlte seine Miete nicht mehr: Vermieter entdeckt seine mumifizierte Leiche

    Er zahlte seine Miete nicht mehr: Vermieter entdeckt seine mumifizierte Leiche

    Der Tod eines Einwohners von Cannes wurde erst vier Jahre nach seinem Tod von seinem Vermieter entdeckt. Sein Körper lag mumifiziert auf seinem Bett. Ein 61-jähriger Mann wurde am Sonntag, dem 29. Januar, in Cannes mumifiziert in seinem Bett aufgefunden, wie die Zeitung Nice-Matin jetzt berichtet. Den grausigen Fund im Stadtzentrum von Cannes machte der Vermieter der Wohnung. Der Vermieter hatte sich Zutritt zu der Wohnung verschafft, um sich mit seinem Mieter darüber zu unterhalten, warum dieser seit sechs Monaten seine Miete nicht mehr gezahlt hatte. Vor Ort fand er dann dessen mumifizierte Leiche auf dem Bett liegend vor. Wie Nice Matin berichtet, deuten erste Feststellungen darauf hin, dass das Opfer bereits seit mehreren Jahren tot ist. Keiner der Nachbar hat jemals irgendeinen Verwesungsgeruch gemeldet. Die letzten Lebenszeichen stammen nach den Feststellungen der Ermittler aus dem Februar 2019. Eine Autopsie soll jetzt die Todesursache klären. Ohne den Stopp der automatischen Überweisung der Miete vor 6 Monaten wäre der Tote auch jetzt nicht gefunden worden.
  • Arbeitsminister Olivier Dussopt zur Rentenreform: „Die Mobilisierung ist wichtig – aber die Reform ist notwendig“

    Arbeitsminister Olivier Dussopt zur Rentenreform: „Die Mobilisierung ist wichtig – aber die Reform ist notwendig“

    Arbeitsminister Olivier Dussopt bestätigte am Mittwochmorgen auf dem Sender France 2, dass die Rentenreform beibehalten wird. Er höre sich aber die Verbesserungsvorschläge an, die von den Abgeordneten kommen werden. „Es gibt keine Regierung, die eine Rentenreform frohen Herzens durchführt (…), aber wir wissen, dass diese Reform notwendig ist“. Am Tag nach der Mobilisierung von laut Behörden 1,27 Millionen Menschen und 2,8 Millionen laut CGT räumte Arbeitsminister Olivier Dussopt ein, dass „diese Mobilisierung wichtig war“.

    „Das muss uns dazu bringen, zu erklären, zu versuchen zu überzeugen und dies ohne Überheblichkeit zu tun“, erklärte Olivier Dussopt in der Sendung Télématin auf France 2 am Mittwochmorgen. Es sei jedoch keine Rede davon, die Kernpunkte der Reform oder die Erhöhung des Renteneintrittsalters von 62 auf 64 Jahre zurückzunehmen. „Wenn wir nicht auf 64 Jahre gehen, bringen wir das System nicht ins Gleichgewicht“, …

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  • Strompreis: Höhere Rechnungen – was sich am 1. Februar ändert

    Strompreis: Höhere Rechnungen – was sich am 1. Februar ändert

    Der Preisdeckel für französische Privathaushalte, die mit Strom heizen, wird am 1. Februar angehoben. Der Preisdeckel, der die Preisentwicklung von Strom- und Gasverträgen begrenzte, erfährt am 1. Februar eine Anpassung nach oben. Bisher durften die Stromtarife für alle Verträge, die an die von der Regierung festgelegten Referenzpreise für Strom gekoppelt sind, nicht um mehr als 4 % steigen. Eine Maßnahme, die verhindert hat, dass die Rechnungen der französischen Haushalte seit dem Beginn des Krieges in der Ukraine und dem Anstieg der Strom- und Gaspreise explodiert sind. Die Erhöhungen der von dem Tarifschild betroffenen Stromtarife werden nun nicht mehr auf 4 %, sondern auf 15 % begrenzt: Französische Verbraucher werden also auf der Februarrechnung einen Preisanstieg feststellen. Bei den Gastarifen wurde diese Anpassung bereits am 1. Januar 2023 vorgenommen. Sehr kleine Unternehmen (TPE) profitieren ebenfalls von dem Preisdeckel, wenn die Leistung ihres Stromzählers unter 36 kVA liegt. Laut Regierung „verhindert diese Obergrenze, dass die Energierechnungen der Unternehmen um bis zu 120 % steigen“. Die jetzige Erhöhung um maximal 11% betrifft insgesamt 20,54 Millionen Haushalte und 1,45 Millionen Kleingewerbetreibende. Viele Franzosen fallen jedoch nicht unter diesen Preisdeckel: Im März 2022 galt laut der Zeitung Le Figaro nur für 64 % der Haushalte der regulierte Stromtarif und nur für 26 % der Haushalte der regulierte Gastarif. Sehr viele Haushalte fallen also nicht unter den Preisdeckel. Privatperson können allerdings gebührenfrei zu einem günstigeren Anbieter wechseln. Der Staat hat einen kostenlosen Vergleichsrechner eingerichtet, um den jeweils günstigsten Vertrag zu finden. Haushalte, die mit Heizöl heizen, können je nach Einkommen einen Zuschuss von jeweils 100 bis 200 Euro erhalten. Der Zuschuss für Holzheizungen beträgt zwischen 50 und 200 Euro.