Kategorie: Frankreich

  • Gabriel Attal: Gewerkschaften sollen die Ferien der Franzosen respektieren

    Gabriel Attal: Gewerkschaften sollen die Ferien der Franzosen respektieren

    Gabriel Attal war am Dienstagabend in der 20-Uhr-Nachrichtensendung des französischen Fernsehsenders TF1, wo er auf die Aktionen der Gewerkschaften gegen die geplante Rentenreform angesprochen wurde. Der Minister für öffentliche Finanzen Gabriel Attal rief die Gewerkschaften am Dienstagabend dazu auf, „die Franzosen zu respektieren, die ihren wohlverdienten Urlaub nehmen“, da die beiden angekündigten neuen Mobilisierungstage gegen die Rentenreform in die Schulferien im Februar fallen. Am Abend riefen die acht größten Gewerkschaften zu zwei weiteren Streik- und Demonstrationstagen am Dienstag, dem 7. und Samstag, dem 11. Februar auf. Die Winterferien in Frankreich beginnen am Samstag, dem 4. Februar, für die Zone A (Bordeaux, Lyon usw.), am Samstag, dem 11. Februar, für die Zone B (Aix-Marseille, Lille, Straßburg usw.) und am Samstag, dem 18. Februar, für die Zone C (Paris, Toulouse, Montpellier usw.).

    „Meine Botschaft an die Gewerk…

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  • Rentenreform: Gewerkschaften rufen zu weiteren Streiks am 7. und 11. Februar auf

    Rentenreform: Gewerkschaften rufen zu weiteren Streiks am 7. und 11. Februar auf

    Am Ende des gestrigen Streiktags mit mindestens 1,212 Millionen Demonstranten in ganz Frankreich rufen die Gewerkschaften zu weiteren Protesttagen am kommenden Dienstag, dem 7. und Samstag, dem 11. Februar auf. Die acht größten französischen Gewerkschaften riefen am Dienstag, dem 31. Januar, am Abend nach einer historischen Mobilisierung gegen die Rentenreform, zu zwei weiteren Streik- und Demonstrationstagen am Dienstag, dem 7. und Samstag, dem 11. Februar auf.

    „Die Regierung muss die massive Ablehnung dieses Projekts erkennen und es zurückziehen“, sagte Patricia Drevon, Generalsekretärin der Gewerkschaft Force Ouvrière (FO), auf einer gemeinsamen Pressekonferenz der Gewerkschaften CFDT, CGT, FO, CFE-CGC, CFTC, Unsa, Solidaires und FSU nach dem zweiten Tag grosser Demonstrationen, an dem mehr Menschen teilgenommen haben als am ersten Mobilisierungstag, dem 19. Januar. Mindestens 1,212 Millionen Menschen gegenüber 1,12 Millionen vor …

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  • Inflation in Frankreich steigt im Januar auf 6%

    Inflation in Frankreich steigt im Januar auf 6%

    Der leichte Anstieg der Inflation ist auf höhere Lebensmittel- und Energiepreise zurückzuführen, meint das Statistik-Institut Insee. Der Anstieg der Verbraucherpreise hat sich im Januar in Frankreich leicht beschleunigt. Die Inflationsrate erreichte 6%, nach 5,9% im Dezember. Dies geht aus einer ersten Schätzung hervor, die am Dienstag, dem 31. Januar von der Statistikbehörde Insee veröffentlicht wurde. „Dieser leichte Anstieg der Inflation ist auf die Beschleunigung der Lebensmittel- und Energiepreise zurückzuführen“, die im Jahresvergleich um 13,2% bzw. 16,3% gestiegen sind, schätzt das nationale Institut für Statistik und Wirtschaftsstudien. Die Energiepreise gingen „aufgrund des Anstiegs der Preise für Erdölprodukte, der zum Teil auf das Ende der Rabatte auf Kraftstoffe zurückzuführen ist, und aufgrund des – begrenzten – Anstiegs der Gaspreise“ weiter nach oben. Zum 1. Januar 2023 endeten nämlich der Tankstellenrabatt von 10 Cent pro Liter und die Deckelung des Gaspreisanstiegs auf 4 % zugunsten einer Deckelung auf 15 % im Jahr 2023. Zum Vergleich: Die Energiepreise sind im Dezember im Jahresvergleich um 15,1% und im Januar 19,9% gestiegen. Bei den Nahrungsmitteln war der Preisanstieg im Januar sowohl bei frischen Lebensmitteln (+9,8% im Jahresvergleich nach +9,3% im Dezember 2022) als auch bei anderen Lebensmitteln (+13,8% nach +12,6%) deutlich spürbar.
  • 31. Januar: 4.000 Polizisten und Gendarmen waren in Paris im Einsatz

    31. Januar: 4.000 Polizisten und Gendarmen waren in Paris im Einsatz

    Mindestens 1,272 Millionen Menschen nahmen nach Angaben des Innenministeriums am Dienstag in ganz Frankreich an den Demonstrationen gegen die ungeliebte Rentenreform teil, eine Rekordzahl. Laut Präfektur gingen mindestens 87.000 Menschen in Paris auf die Straße, 45.000 waren es in Lyon, 40.000 in Marseille, 28.000 in Nantes, 23.000 in Rennes, 10.500 in Châteauroux, 7.500 in Béziers usw. Die meisten Demonstrationen zählten mehr Teilnehmer als am 19. Januar, auch in kleinen und mittelgroßen Städten. Die Gewerkschaft CGT gab die Zahl der Demonstrierenden in ganz Frankreich mit etwa 2,8 Millionen an. Die Streikquote war am Dienstag in den meisten Sektoren (SNCF, öffentlicher Dienst usw.) jedoch rückläufig. Am Abend des 31. Januar kündigten die Gewerkschaften zwei weitere landesweite Mobilisierungstage für den 7. und 11. Februar an. Diese Tage fallen in die erste Woche der französischen Winterschulferien. Die Gewerkschaften rufen rufen ausserdem dazu auf, bis zum kommenden Dienstag, „die A…

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  • So steht es am Mittag des zweiten Tages der Mobilisierung gegen die Rentenreform

    So steht es am Mittag des zweiten Tages der Mobilisierung gegen die Rentenreform

    In ganz Frankreich begannen die Gegner der Rentenreform am Dienstagmorgen mit ihren Demonstrationsmärschen. In Paris soll sich der Demonstrationszug um 14 Uhr vom Place d’Italie aus in Bewegung setzen. Insgesamt sind landesweit wieder etwa 250 Kundgebungen geplant. Zwölf Tage nach dem ersten Protesttag am 19. Januar – an dem je nach Quelle zwischen einer und zwei Millionen Menschen teilgenommen hatten – hoffen die Gewerkschaften, heute wieder mindestens ebenso viele Menschen für den Protest mobilisieren zu können. „Wenn die Premierministerin die Botschaft immer noch nicht gehört hat, werden wir sie ihr heute noch lauter, stärker und noch zahlreicher mitteilen“, so der Generalsekretär der CGT, Philippe Martinez. Am Dienstag soll ab 18 Uhr in der Zentrale der Force Ouvrière ein gewerkschaftsübergreifendes Treffen stattfinden, um über die Fortsetzung der Protestbewegung zu entscheiden und wahrscheinlich mindestens einen weiteren Mobilisierungstag anzukündigen. Der heutige Streik wird insb…

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  • Jean-Luc Mélenchon zur Rentenreform: „Herr Macron wird sicher verlieren“

    Jean-Luc Mélenchon zur Rentenreform: „Herr Macron wird sicher verlieren“

    Der Vorsitzende der Fraktion „Insoumis“, Jean-Luc Mélenchon, nahm am Demonstrationszug in Marseille teil und sagte, dass „Herr Macron mit Sicherheit verlieren wird“. „Seine Reform will niemand, je mehr Tage vergehen, desto größer wird die Opposition“.

    Gewerkschaft SNES-FSU: 55% der Lehrer an Mittelschulen und Gymnasien streiken.Die SNES-FSU, die größte Gewerkschaft im Bereich der Sekundarstufe II, meldet, dass 55% der Lehrer an Mittelschulen und Gymnasien dem Streikaufruf folgen. Diese Zahl ist im Vergleich zum letzten Mobilisierungstag am 19. Januar (65%) um etwa 10% gesunken. Aktuell fast 80.000 Demonstranten in ToulouseFast 80.000 Demonstranten ziehen derzeit durch die Straßen von Toulouse, so sagt Cédric Caubère, Generalsekretär der CGT Haute-Garonne. „Wir sind zahlreicher als am 19. Januar. Die Streikquoten in den Unternehmen und an den Orten, an denen der Wohlstand Frankreichs geschaffen wird, sind sehr hoch. Und das wird s…

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  • Lyon: Thermoradar soll die Anzahl der Passagiere in Fahrzeugen kontrollieren

    Lyon: Thermoradar soll die Anzahl der Passagiere in Fahrzeugen kontrollieren

    Die Metropole Lyon will mit thermischen Radargeräten experimentieren, um die Anzahl der Passagiere in Fahrzeugen zu kontrollieren. Die Metropole Lyon kündigte letzte Woche die Einführung von Wärmebildkameras an, um die Anzahl der Passagiere in Fahrzeugen zu kontrollieren, berichtet die Webseite Siècle Digital. Das Ziel ist, Fahrer, die alleine auf den für Fahrgemeinschaften reservierten Spuren fahren, zu festzustellen und zu bestrafen. Seit Ende 2020 gehört Lyon zu den Gemeinden, die für Fahrgemeinschaften reservierte Fahrspuren eingerichtet haben. Eine leuchtende Raute weist auf Fahrspuren hin, die nur von Fahrzeugen befahren werden dürfen, in denen sich mindestens zwei Personen befinden. Trotz eines drohenden Bußgeldes von 135 Euro wird diese Regel jedoch nur selten von den Autofahrern beachtet. Die Sensoren des Wärmebildradars werden in der Lage sein, die Anwesenheit von zwei Erwachsenen auf den Vordersitzen auch hinter getönten Scheiben zu erkennen. Die Geräte werden jedoch nicht in der Lage sein, die Anwesenheit eines Säuglings oder kleinen Kindes auf der Rückbank zu erkennen. „Radargeräte sind nie zu 100 % wirksam, aber der Staat homologiert sie, wenn die Fehlerquote unter 4 % liegt, also ab 96 %“ Effizienz, erklärte Jean-Charles Kohlhaas, Vizepräsident für Verkehr im Großraum Lyon, gegenüber der Zeitung Le Figaro. Bisher hat die Metropole Lyon weder ein Datum für den Beginn noch die Anzahl der Radargeräte bekannt gegeben.
  • Kriminalität nahm in fast allen Bereichen 2022 in Frankreich zu

    Kriminalität nahm in fast allen Bereichen 2022 in Frankreich zu

    Laut den vom französischen Innenministerium bekannt gegebenen Zahlen nahmen im Jahr 2022 fast alle Arten von Verbrechen und Vergehen zu.

    Fast alle Verbrechen und Vergehen haben 2022 zugenommen, insbesondere innerfamiliäre Gewalt (+17%) und sexuelle Gewalt (+11%), so eine am Dienstag, dem 31. Januar, veröffentlichte Bilanz des Statistikdienstes des französischen Innenministeriums (SSMSI).

    Auch vorsätzliche Körperverletzungen außerhalb der Familie (+14%) und Betrügereien (+8%) nahmen deutlich zu. Ebenso wie Wohnungseinbrüche (+11%) oder Fahrzeugdiebstähle (+9%), die während der Gesundheitskrise stark zurückgegangen waren.

    Der Anstieg der Zahl der Tötungsdelikte (948, 69 Opfer mehr als 2021, nach noch vorläufigen Daten), der vorsätzlichen Körperverletzung, der sexuellen Gewalt und der Betrugsdelikte „setzt die vor der Gesundheitskrise beobachteten Zunahmen fort“, stellt der SSMSI fest.

    Gewaltlose Diebstähle, Einbrüche, Diebstahl von Fahrzeugen oder Fahrzeugzubehör nehmen 2022 wieder deutlich zu, nachdem sie während der Gesundheitskrise stark zurückgegangen waren“, so der SSMSI. Diese Straftaten bleiben aber „unter ihrem Vorkrisenniveau, mit Ausnahme des Diebstahls von Fahrzeugzubehör“, so der SSMSI weiter.

    Von allen erfassten Verbrechen und Vergehen sind nur die gewalttätigen Diebstähle rückläufig (-4%), womit sich der „2013 begonnene stetige Rückgang“ fortsetzt.

  • Bouches-du-Rhone: Grünalgen werden zu Biokunststoff recycelt

    Bouches-du-Rhone: Grünalgen werden zu Biokunststoff recycelt

    Im Département Bouches-du-Rhône stellt das Unternehmen Eranova Bioplastik aus Grünalgen her, die an den Ufern des Étang de Berre angespült werden. Durch dieses innovative Verfahren kann die fossile Kunststoffproduktion reduziert werden.

    Seit Jahren schon vergiften grüne Algenteppiche den Alltag von Anwohnern der französischen Küste. Zehntausende Tonnen Algen werden jedes Jahr an den Stränden der Bretagne und des Mittelmeers gesammelt. Diese ekelerregenden und giftigen Abfälle müssen mit Hilfe von Baggern vergraben werden. Dieser Prozess ist aufwendig und kostet die Gemeinden viel Geld. Das junge Unternehmen Eranova aus dem Departement Bouches-du-Rhône hat für dieses Problem jetzt eine Lösung gefunden. Nach mehrjähriger Forschung haben die Ingenieure eine Technik entwickelt, mit der die Algen in biologisch abbaubaren und recycelbaren Kunststoff umgewandelt werden können. Ein weltweit einzigartiges Verfahren, das gleichzeitig die Attraktivität der Strände verbessert. „Wir arbeiten mit gestrandeten Algen, die man in der Bretagne, aber auch im Mittelmeer findet. Aus diesen Abfällen haben wir Granulat hergestellt“, erklärt Philippe Lavoisier gegenüber France Télévisions. Er ist Chemieingenieur und war Berater bei mehreren großen Kunststoffherstellern, bevor er die Leitung von Eranova gemeinsam mit seinem Partner Philippe Michon übernahm.

    Echte Alternative zu herkömmlichem Plastik

    Die Algen aus dem Étang de Berre werden kostenlos von den Gemeinden gesammelt. Sie werden anschliessend in einem speziellen Becken gereinigt, bevor sie „ausgehungert“ werden. Dabei werden ihnen Nährstoffe entzogen, um ihre Eigenproduktion von Stärke, dem Rohstoff für das Bioplastikgranulat, zu steigern. Die Algen werden anschliessend zerkleinert, getrocknet und weiterverarbeitet. „Das Problem bei Algen ist der Geruch und die Farbe. Wenn man eine Verpackung braucht, will man diese grüne Farbe nicht mehr. Also bleichen wir sie. Wir haben ein natürliches Bleichverfahren entwickelt, das ganz ohne Chemikalien auskommt“, erklärt Philippe Lavoisier. Verpackungen, Flaschen, Plastikfolien – aus der Stärke der Grünalgen lassen sich mehrere Arten von Kunststoffen herstellen, die recycelbar, kompostierbar und natürlich biologisch abbaubar sind.

    Das Unternehmen sammelt jedes Jahr 500 Tonnen Grünalgen, um 300 Tonnen Kunststoff und Verbundstoffe herzustellen. Zu den Kunden von Eranova gehören Le Slip Français, Handelsketten wie Carrefour sowie mehrere große Bauunternehmen. Doch das Start-up will es nicht dabei belassen und strebt nun den internationalen Markt an. Eranova hat eine erste Lizenz für den Bau einer Fabrik in Indonesien vergeben. Das junge Unternehmen plant natürlich auch, in Frankreich zu expandieren. „Wir arbeiten gerade an einem Standort mit einer Fläche von 100 Hektar, der uns die 100-fache Produktion ermöglichen wird. Wir werden 30.000 Tonnen Algen verarbeiten können. 120 bis 130 Personen mit unterschiedlichen Qualifikationen werden an diesem Standort beschäftigt sein“, kündigt Philippe Michon, Elektronikingenieur und Mitgeschäftsführer von Eranova, an.

  • Wie kann Frankreich die Staatsverschuldung von 3 Billionen Euro abbauen?

    Wie kann Frankreich die Staatsverschuldung von 3 Billionen Euro abbauen?

    Wirtschaftsminister Bruno le Maire warnt vor dem Schuldenstand Frankreichs, der eine Rekordhöhe von 3 Billionen Euro erreicht hat. Wie schon seit mehreren Jahren gibt Frankreich viel mehr aus, als es einnimmt. Um seinen Haushalt zu finanzieren, leiht sich das Land viel Geld. Das Ergebnis: Die Staatsschulden belaufen sich inzwischen auf über drei Billionen Euro, das sind 113 % des französischen Bruttoinlandsprodukts, d. h. des Wohlstands, den alle Bewohner Frankreichs gemeinsam erwirtschaften. Aber es gibt ein Problem: Diese Schulden kosten viel mehr als früher, da die Zinssätze steigen. Vor noch nicht allzu langer Zeit lieh sich Frankreich das benötigte Geld praktisch umsonst, nämlich zu 0 %. Aber jetzt muss Frankreich mehr als 2,5 % Zinsen zahlen. Vor zwei Jahren betrug die Schuldenlast, d. h. die Summe der zu zahlenden Zinsen, 31 Milliarden Euro. Letztes Jahr stieg sie auf 42 Milliarden und wird 2027 wahrscheinlich über 60 Milliarden Euro betragen. Das wäre so viel wie der komplette …

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