Kategorie: Frankreich

  • Saint-Étienne: Pizzabäcker und Mitglied der italienischen Mafia nach 16 Jahren auf der Flucht verhaftet

    Saint-Étienne: Pizzabäcker und Mitglied der italienischen Mafia nach 16 Jahren auf der Flucht verhaftet

    Edgardo Greco, ein Pizzabäcker aus Saint-Étienne (Loire) und mutmaßliches Mitglied der kalabrischen Mafia, wurde am Donnerstag, dem 2. Februar, festgenommen. In Italien wurde er wegen zweifachen Mordes bereits zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt.

    Seine Kunden und Kollegen kannten ihn unter dem Namen Paolo Dimitrio. Er war ein diskreter italienischer Pizzabäcker, der seit mehreren Jahren in Saint-Étienne (Loire) lebte. Niemand hätte sich vorstellen können, dass sich hinter dieser bescheidenen Identität in Wirklichkeit Edgardo Greco verbarg, ein Mitglied der ‚Ndrangheta, der mächtigen kalabrischen Mafia, der seit 16 Jahren als verurteilter Mörder auf der Flucht ist.

    Er wartet jetzt auf seine Auslieferung an Italien.
    Der 63-Jährige, der in Italien wegen Doppelmordes zu lebenslanger Haft verurteilt worden war, wurde in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag, dem 2. Februar, von der französischen und der italienischen Polizei in einer gemeinsamen Aktion festgenommen. Die Festnahme war durch einen Artikel möglich geworden, der 2021 in der Zeitung Le Progrès veröffentlicht wurde. Der Pizzabäcker war in dem Artikel auf einem Foto zu sehen. Er preist dem Zeitungsartikel seine hausgemachte italienische Küche an. Die italienischen Ermittler hatten seit 2006 nach ihm gesucht und schliesslich seine Spur bis nach Saint-Étienne verfolgt. In Italien sorgt der Fall bereits für Schlagzeilen. Edgardo Greco wartet nun auf seine Auslieferung nach Italien.

  • Rentenreform: Rund 20.000 Änderungsanträge wurden bisher im Parlament eingereicht

    Rentenreform: Rund 20.000 Änderungsanträge wurden bisher im Parlament eingereicht

    Die Prüfung des Gesetzentwurfs zur Rentenreform in der Nationalversammlung könnte sich als besonders langwierig erweisen. Das scheint jedenfalls das Ziel der Opposition zu sein, die fast 20.000 Anträge zur Änderung des Textes eingereicht hat. Etwa 20.000 Änderungsanträge, darunter allein fast 13.000 von Jean-Luc Mélenchons La France Insoumise, wurden vor der Debatte der Rentenreform im Plenum der Nationalversammlung ab Montag, dem 6. Februar, eingereicht, wie die Nachrichtenagentur AFP am Donnerstag unter Berufung auf Parlamentsquellen meldete. Diese Zahl liegt noch deutlich unter den 41.000 Änderungsanträgen, die 2020 beim vorherigen Versuch einer Rentenreform eingereicht wurden. Auch wenn einige Änderungsanträge als unzulässig eingestuft werden könnten, ist es aufgrund ihrer Gesamtzahl ungewiss, ob der Text in seiner Gesamtheit vor seiner Weiterleitung an den Senat geprüft werden kann.

    Das Linksbündnis Nupes visiert insbesond…

    [wtr-time]

    Der weitere Text ist unseren Abonnenten vorbehalten.


    Warum ein Abo? Weil guter Journalismus seinen Preis hat.

    Information mag frei zugänglich sein – aber Journalismus ist kein Selbstläufer. Recherchen, Interviews, Faktenchecks und Einordnungen erfordern Zeit, Expertise und Verantwortung.

    Wer unabhängige, fundierte Berichterstattung will, muss sie ermöglichen. Werbefinanzierung allein reicht nicht – sonst entscheiden Klickzahlen über Inhalte.

    Ein Abonnement ist kein Eintrittsgeld, sondern ein Bekenntnis: zur Qualität, zur Unabhängigkeit und zu einer informierten Öffentlichkeit.

    Information ist frei. Journalismus kostet. Und genau deshalb lohnt sich ein Abo.


    Abo-Light – das Monatsabonnement zum schlanken Preis

    Alle Artikel für 0,50 € pro Woche. Das Abo wird monatlich mit 2 € abgerechnet und ist monatlich kündbar.

    Monatsabonnement buchen…


    Premium-Abo – das Jahresabonnement mit wertvollen Add-Ons

    Alle Artikel für 0,38 € pro Woche. Das Abo wird jährlich mit 20 € abgerechnet und ist jährlich kündbar.

    Das Premium-Jahres-Abo bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    Jahresabonnement buchen…


    Lebenslang – das Premium-Abo für immer

    Für eine einmalige Zahlung für nur 36 €. Unbegrenzter Zugriff – ein Leben lang.

    Das Premium-Abo-Lebenslang bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    „Abo-Lebenslang“ buchen…


     

     

  • Inflation: Einzelhändler in Nizza schließen sich zusammen und senken die Preise

    Inflation: Einzelhändler in Nizza schließen sich zusammen und senken die Preise

    In Nizza beschlossen einige Ladenbesitzer, ihre Preise einen Monat lang einmal pro Woche um 10 % zu senken, um ihren Kunden zu helfen. Darunter sind Lebensmittelgeschäfte, ein Friseur, Restaurantbesitzer und ein Reformhaus.

    Wie kann man Kunden anlocken und gleichzeitig die Inflation bekämpfen? In Nizza (Alpes-Maritimes) bietet Christine Bourdon, Geschäftsführerin des Friseursalons „Opium“, jeden Mittwoch 10 % Rabatt an. „Wir hoffen, dass das ein bisschen Bewegung in die Region bringt“, sagt sie dem Sender France 2. In Nizza sind sich Ladenbesitzer einig: Seit Anfang des Jahres ist der Konsum zurückgegangen. Um ihn wieder anzukurbeln, hatte Yasmine Gheribi, Geschäftsführerin der Lebensmittelkette „Cabane du 12“, eine Idee: Sie bietet im Februar in allen ihren Geschäften einen Rabatt von 10 % an.

    Sechs Geschäfte nehmen an der Aktion teil.
    Friseursalons, Lebensmittelgeschäfte, Restaurants – sechs Geschäfte nehmen derzeit an der Aktion teil. „Eine schöne Initiative. Das wird die Leute sicher zum Kommen bewegen“, prophezeit eine Kundin. Für Bruno Ruiz, Geschäftsführer des Lebensmittelladens „Jean de la tomate“, war es wichtig, zu an der Aktion teilzunehmen. „Auch wenn es nicht viel ist, aber es ging darum, zu zeigen, dass wir zwar klein sind, aber auch Angebote machen können“. Bei Erfolg könnte die Aktion in den nächsten Monaten wiederholt werden.

  • Stalingrad-Jahrestag: Russland instrumentalisiert Enkel von Charles de Gaulle für seine Propaganda

    Stalingrad-Jahrestag: Russland instrumentalisiert Enkel von Charles de Gaulle für seine Propaganda

    Der für seine pro-russische Haltung bekannte Pierre de Gaulle, Enkel von Charles de Gaulle, nahm am Donnerstag in Wolgograd an den Feierlichkeiten zum 80. Jahrestag der Schlacht von Stalingrad teil. Eine Stadt, mit der sein Großvater eine besondere Verbindung hatte.

    Wieder einmal feierte die russische Führung mit großem Pomp die Heldentaten der Roten Armee während des Zweiten Weltkriegs. Am Donnerstag, dem 2. Februar, reiste Wladimir Putin nach Wolgograd, dem ehemaligen Stalingrad, um an den Feierlichkeiten zum 80. Jahrestag der blutigsten Schlacht in der Geschichte des Zweiten Weltkriegs teilzunehmen.

    Am Rande der Militärparade nahm auch ein Franzose an den Feierlichkeiten teil und legte am Donnerstagmorgen einen Kranz vor dem Mamaev Kurgan Denkmal nieder. Pierre de Gaulle, der Enkel von Charles de Gaulle, kam, um an den Ort , den bereits sein Großvater 57 Jahre zuvor während eines Staatsbesuchs besucht hatte. Die pro-russischen Positionen des vierten Sohnes von Admiral Philippe de Gaulle sind in Russland ein gefundenes Fressen für die Propagandisten des Kremls im Fernsehen. Am Dienstag hatte er in einer Debatte auf dem Fernsehkanal des Verteidigungsministeriums unter anderem erklärt, dass „die Europäer in ihren Illusionen über die Ukraine gefangen sind“ und dass es „an der Zeit ist, die Amerikaner zur Vernunft zu bringen“, worüber der Chef des russischen Auslandsgeheimdienstes, Sergej Naryschkin, offensichtlich sehr erfreut war.

    Am Donnerstag in Wolgograd zollte Pierre de Gaulle den „Kämpfern, Zivilisten und allen, die sich für den Sieg über den Nationalsozialismus geopfert haben“ seinen Tribut.

    Schon seine bloße Anwesenheit auf russischem Boden in dieser Zeit reichte aus, um bei den französischen Behörden und seiner Familie Unbehagen auszulösen. Von der Zeitung Le Parisien befragt, meinte sein Bruder Yves: „Die Analyse meines Bruders Pierre betreffen niemanden außer ihn selbst, weder mich noch unsere Familie und schon gar nicht General de Gaulle“. Viele russische Medien hingegen verknüpften mit grosser Freude die Aussagen des Enkels mit dem Bild des Großvaters.

    Charles de Gaulle „liebte Russland“.
    Die Popularität von Charles de Gaulle ist in der russischen Gesellschaft fest verankert, und noch mehr in Wolgograd, einer Stadt, mit der den ehemaligen Präsidenten Frankreichs und Vordenker der Europäischen Union eine besondere Geschichte verbindet. Charles de Gaulle besuchte das damalige Stalingrad im November 1944. Der 2. Weltkrieg war damals noch nicht zu Ende.

    Charles De Gaulle kehrte 1966 während einer fünfzehntägigen Staatsreise in die UdSSR an den Ort der verlustreichsten Schlacht des 2. Weltkrieges zurück. Stalingrad hatte fünf Jahre zuvor seinen Namen in Wolgograd geändert. Frankreich wollte damals aus der NATO austreten und seine besondere Beziehung zur Sowjetunion innerhalb des Westblocks unterstreichen.

  • Alpes-Maritimes: Einwohner von Villars-sur-Var leiden unter Fehler in Google Maps

    Alpes-Maritimes: Einwohner von Villars-sur-Var leiden unter Fehler in Google Maps

    Ein GPS-Fehler verärgert die Bewohner eines kleinen Dorfes in den französischen Seealpen. Seit mehreren Monaten stecken immer wieder fehlgeleitete grosse Lastwagen in der Gemeinde Villars-sur-Var fest. 

    Die Ruhe von Villars-sur-Var (Alpes-Maritimes), einem kleinen Dorf im Hinterland von Nizza, war in letzter Zeit stark gestört. Wie so oft malte der Künstler Christian Saxemard, Einwohner von Villars-sur-Var, in seinem Atelier. Dann hörte er plötzlich „einen großen, großen Lärm, etwas Riesiges“. Ein 44-Tonnen-Lastwagen hat auf seinem Weg alles weggerissen, auch den Zaun des Hauses von Christian Saxemard. Der Fahrer, ein Italiener, hatte auf dieser Straße, die für Fahrzeuge über 15 Tonnen gesperrt ist, eigentlich nichts zu suchen.

    Der unglückliche LKW-Fahrer erklärt, dass er seinem Google-GPS gefolgt sei. „Google leitet die Lastwagen auf diese enge und gefährliche Departementsstraße, die direkt nach Villars-sur-Var führt“, erklärt Carole Borrelli, die erste stellvertretende Bürgermeisterin der Gemeinde, auf dem Sender France 2. Google Maps leitet die LKWs nämlich nicht die Hauptstraße, sondern auf eine kleine steile Straße, die für Fahrzeuge über 15 Tonnen gesperrt und auch nicht geeignet ist. Die grossen Wagen bleiben dann natürlich oft stecken und verursachen darüber hinaus zahlreiche Schäden in der Gemeinde.

    Die stellvertretende Bürgermeisterin schlägt Alarm und fordert Google auf, die Route zu ändern, da sie irgendwann einen schlimmen Unfall befürchtet.

  • Einwanderungsgesetz: Regierung will Quoten für Wirtschaftssektoren mit Mangel an Mitarbeitern

    Einwanderungsgesetz: Regierung will Quoten für Wirtschaftssektoren mit Mangel an Mitarbeitern

    Das von der Regierung am Mittwoch, dem 1. Februar, vorgelegte neue Einwanderungsgesetz sieht „Talentpässe“ für illegale Arbeitnehmer/innen vor, die in Berufsfeldern mit Mitarbeitermangel arbeiten. Die Regierung hat sich in ihrem Entwurf für ein neues Einwanderungsgesetz für eine „ausgewählte“ Einwanderung entschieden, um dem Mangel in bestimmten Wirtschaftssektoren entgegenzuwirken. Innenminister Gérald Darmanin und Arbeitsminister Olivier Dussopt wollen „Talentpässe“ anbieten, d. h. Aufenthaltstitel, die Arbeitnehmern ohne Aufenthaltsgenehmigung vorbehalten sind, die sich seit drei Jahren in Frankreich aufhalten, sofern sie in sogenannten „angespannten“ Berufen tätig sind. Ein weiteres Kriterium könnte das Herkunftsland sein. „Wir wollen die Arbeit für Asylbewerber erleichtern“, sagt Sacha Houlié, Abgeordneter der Präsidentenmehrheit, gegenüber France Télévisions. Es gibt allerdings Hindernisse, die die Regierung in ihrem Elan bremsen könnten. Zunächst einmal könnte eine Auswahl nach …

    [wtr-time]

    Der weitere Text ist unseren Abonnenten vorbehalten.


    Warum ein Abo? Weil guter Journalismus seinen Preis hat.

    Information mag frei zugänglich sein – aber Journalismus ist kein Selbstläufer. Recherchen, Interviews, Faktenchecks und Einordnungen erfordern Zeit, Expertise und Verantwortung.

    Wer unabhängige, fundierte Berichterstattung will, muss sie ermöglichen. Werbefinanzierung allein reicht nicht – sonst entscheiden Klickzahlen über Inhalte.

    Ein Abonnement ist kein Eintrittsgeld, sondern ein Bekenntnis: zur Qualität, zur Unabhängigkeit und zu einer informierten Öffentlichkeit.

    Information ist frei. Journalismus kostet. Und genau deshalb lohnt sich ein Abo.


    Abo-Light – das Monatsabonnement zum schlanken Preis

    Alle Artikel für 0,50 € pro Woche. Das Abo wird monatlich mit 2 € abgerechnet und ist monatlich kündbar.

    Monatsabonnement buchen…


    Premium-Abo – das Jahresabonnement mit wertvollen Add-Ons

    Alle Artikel für 0,38 € pro Woche. Das Abo wird jährlich mit 20 € abgerechnet und ist jährlich kündbar.

    Das Premium-Jahres-Abo bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    Jahresabonnement buchen…


    Lebenslang – das Premium-Abo für immer

    Für eine einmalige Zahlung für nur 36 €. Unbegrenzter Zugriff – ein Leben lang.

    Das Premium-Abo-Lebenslang bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    „Abo-Lebenslang“ buchen…


     

     

  • Autofahrer mit 270 km/h auf der A9 im Gard geblitzt – 1 Jahr Gefängnis

    Autofahrer mit 270 km/h auf der A9 im Gard geblitzt – 1 Jahr Gefängnis

    Ein Raser wurde auf der Autobahn A9 im Departement Gard mit 270 km/h geblitzt. Er wurde in einem Schnellverfahren unmittelbar vor Gericht gestellt und zu einem Jahr Gefängnis ohne Bewährung verurteilt. Die Gendarmen im Departement Gard haben wahrscheinlich zweimal auf ihr Radargerät geschaut, bevor sie ihren Augen trauten. Ein Autofahrer wurde mit einer Geschwindigkeit von sage und schreibe 270 km/h statt 130 km/h auf der Autobahn A9 geblitzt. Er fuhr eine leistungsstarke deutsche Limousine. Der Raser flüchtete zunächst und konnte am Samstag, dem 28. Januar 2023, von der Autobahngendarmerie nicht gestellt werden. Der Raser meldete sich schließlich am Dienstag freiwillig bei der zuständigen Gendarmerie in Gallargues. Er wurde in Polizeigewahrsam genommen und am Mittwoch dem Justizgericht von Nîmes vorgeführt, das ihn zu einem Jahr Gefängnis verurteilte. Er wurde für schuldig befunden, wiederholt eine schwere Befehlsverweigerung begangen zu haben, wiederholt ohne Führerschein gefahren zu sein, die erlaubte Geschwindigkeit um mehr als 50 km/h überschritten und die Mautgebühr nicht entrichtet zu haben. Er wurde bei der Anhörung zu einem Jahr Gefängnis ohne Bewährung verurteilt und es wurde Haftbefehl erlassen.
  • Seit dem 25. Januar vermisst: Jetzt wurde Sihem tot aufgefunden

    Seit dem 25. Januar vermisst: Jetzt wurde Sihem tot aufgefunden

    Der Hauptverdächtige im Fall der vermissten 18-jährigen Schülerin Sihem hat ein Geständnis abgelegt. Der leblose Körper der 18-Jährigen wurde in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag, dem 2. Februar, in einem Wald im Département Gard gefunden.

    Die Leiche der 18-jährigen Schülerin Sihem, die seit der Nacht vom 25. auf den 26. Januar kein Lebenszeichen mehr von sich gegeben hatte, wurde in der Nacht von Mittwoch, dem 1. auf Donnerstag, den 2. Februar in einem Wald in La Grand-Combe, nördlich von Alès (Gard), gefunden, berichten die Zeitungen Le Parisien und Midi Libre.

    Der 39-jährige Mann, der bereits im Rahmen der Ermittlungen zum Verschwinden des Mädchens in Nîmes (Gard) in Polizeigewahrsam genommen worden war, legte jetzt ein Geständnis ab und teilte den Ermittlern mit, wo sich Sihems sterbliche Überreste befanden.

    Er sprach von einem Streit mit Sihem, der eskaliert sei, berichtet Le Parisien. Um sie zum Schweigen zu bringen, erklärte er, dass er seine Hand auf den Mund des Mädchens gelegt und sie damit erstickt habe.

    Mahfoud H. gab den Ermittlern gegenüber ansonsten nur sehr knappe Erklärungen ab. Er zeigte auf einer Karte auf den Ort, an dem er die Leiche versteckt hatte.

    Der Verdächtige behauptet, dass das Opfer in ihn verliebt war, er diese Beziehung jedoch ablehnte, da Sihem die Cousine seiner ehemaligen Lebensgefährtin war.

    Die Gymnasiastin, ein unauffälliger Teenager, hatte am Mittwoch, den 25. Januar, gegen 23.10 Uhr die Sozialwohnung ihrer 95-jährigen Großmutter Fatima verlassen. Seit diesem Abend hat Sihem die zahlreichen Anrufe ihrer Familie nicht mehr beantwortet. Der Vater meldete seine Tochter am Donnerstag, 26. Januar, bei der Polizeiwache in Alès (Gard) als vermisst. Der Fall wurde an die Gendarmerie des Departements Gard weitergeleitet, die Ermittlungen wegen eines „beunruhigenden Verschwindens“ einleitete.

    Die Staatsanwaltschaft von Alès eröffnete schließlich ein Verfahren wegen Entführung und Freiheitsberaubung, wodurch zusätzliche Mittel für die Ermittlungen eingesetzt werden konnten.

    Die Gendarmerie stützte sich auf Aussagen von Sihems Freunden, die aussagen, dass sie sich mit einem Bekannten getroffen habe, bei dem es sich um Mahfoud H. handeln soll. Mahfoud H. ist der Polizei sehr gut bekannt, da er bereits mindestens 13 Mal verurteilt wurde, unter anderem wegen schweren Diebstahls. Er stammt aus einer Gemeinde, die an Sihems Heimatort angrenzt, und genießt allgemein den Ruf eines Kriminellen, ganz im Gegensatz zu Sihem, die als unauffälliges Mädchen beschrieben wird.

    Bereits am Donnerstag, dem 26. Januar, dem Tag nach Sihems Verschwinden, hatten sich Jugendliche aus dem Dorf zu Mahfouds Haus begeben, um Erklärungen zu verlangen. Die Situation war so angespannt, dass die Gendarmen eingreifen mussten, um die Gemüter zu beruhigen. Mehrere Zeugen berichten, dass Mahfoud in den folgenden Tagen eine gewisse Gelassenheit an den Tag legte und sogar sagte: „Macht euch keine Sorgen, wir werden sie finden“.

    Der 39-jährige Mahfoud H. wurde schliesslich am Dienstag von der Gendarmerie Nîmes in Polizeigewahrsam genommen. Seine Wohnung wurde durchsucht. Der Mann sollte am Tag nach seiner Festnahme wegen einer Freiheitsberaubung aus dem Jahr 2011 vor dem Schwurgericht erscheinen. Mahfouds ehemalige Lebensgefährtin wurde ebenfalls in Gewahrsam genommen, inzwischen aber wieder auf freien Fuss gesetzt.

  • Emmanuel Macron empfängt heute Benjamin Netanjahu in Paris

    Emmanuel Macron empfängt heute Benjamin Netanjahu in Paris

    Der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu wird am Donnerstag, dem 2. Februar, zu einem Besuch in Frankreich erwartet. Er wird sich auch mit Emmanuel Macron treffen. Es ist der erste Besuch des israelischen Premierministers Benjamin Netanjahu in Frankreich, seit er vor einem Monat mit einer ultranationalistischen Koalition an die Macht zurückgekehrt ist. Er wird von Emmanuel Macron empfangen. Die beiden Männer kennen sich gut. Frankreich ist ein wichtiges Land für Israel und beherbergt die drittgrößte jüdische Gemeinde der Welt. Die Staatschefs werden über die erneuten Spannungen im Nahen Osten sprechen. Emmanuel Macron hat bereits zur Deeskalation aufgerufen und Benjamin Netanjahu weiß, dass der israelisch-palästinensische Konflikt nicht mehr Priorität Europas oder der USA ist. Die beiden Staatschefs wollen sich auch über die Ukraine austauschen. Frankreich möchte wie die USA, dass Israel von seiner neutralen Haltung gegenüber Russland ablässt. In Bezug auf den Iran, der auf d…

    [wtr-time]

    Der weitere Text ist unseren Abonnenten vorbehalten.


    Warum ein Abo? Weil guter Journalismus seinen Preis hat.

    Information mag frei zugänglich sein – aber Journalismus ist kein Selbstläufer. Recherchen, Interviews, Faktenchecks und Einordnungen erfordern Zeit, Expertise und Verantwortung.

    Wer unabhängige, fundierte Berichterstattung will, muss sie ermöglichen. Werbefinanzierung allein reicht nicht – sonst entscheiden Klickzahlen über Inhalte.

    Ein Abonnement ist kein Eintrittsgeld, sondern ein Bekenntnis: zur Qualität, zur Unabhängigkeit und zu einer informierten Öffentlichkeit.

    Information ist frei. Journalismus kostet. Und genau deshalb lohnt sich ein Abo.


    Abo-Light – das Monatsabonnement zum schlanken Preis

    Alle Artikel für 0,50 € pro Woche. Das Abo wird monatlich mit 2 € abgerechnet und ist monatlich kündbar.

    Monatsabonnement buchen…


    Premium-Abo – das Jahresabonnement mit wertvollen Add-Ons

    Alle Artikel für 0,38 € pro Woche. Das Abo wird jährlich mit 20 € abgerechnet und ist jährlich kündbar.

    Das Premium-Jahres-Abo bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    Jahresabonnement buchen…


    Lebenslang – das Premium-Abo für immer

    Für eine einmalige Zahlung für nur 36 €. Unbegrenzter Zugriff – ein Leben lang.

    Das Premium-Abo-Lebenslang bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    „Abo-Lebenslang“ buchen…


     

     

  • Höhere Mautgebühren: Zu hohe Gewinnspannen für die Autobahngesellschaften?

    Höhere Mautgebühren: Zu hohe Gewinnspannen für die Autobahngesellschaften?

    Die Autobahngesellschaften haben angekündigt, dass die Mautgebühren 2023 im Durchschnitt um 4,75 % steigen werden. Ein vom Wirtschaftsministerium 2021 in Auftrag gegebenes Gutachten zeigt jedoch, dass diese Gesellschaften eine deutlich höhere Rentabilität aufweisen, als bei der Privatisierung der Autobahnen im Jahr 2006 angenommen worden war. Jedes Jahr Anfang Februar erhöhen die privaten Autobahngesellschaften (SCA) die Preise an den französischen Mautstellen. Und auch 2023 werden die Autofahrer nicht davon verschont bleiben. Die Kosten für die Benutzung des Autobahnnetzes werden auf dem privaten Autobahnnetz um durchschnittlich 4,75 % steigen, wie die Gesellschaften ankündigten. Das hat es seit der Privatisierung der Autobahnen im Jahr 2006 noch nie gegeben… Solch eine Tariferhöhung rechtfertigt zum Beispiel die Gesellschaft Vinci Autoroutes mit dem allgemeinen Preisanstieg. Um die Auswirkungen der Inflation auf die Kaufkraft der regelmäßigen Straßenbenutzer zu begrenzen, will Vinc…

    [wtr-time]

    Der weitere Text ist unseren Abonnenten vorbehalten.


    Warum ein Abo? Weil guter Journalismus seinen Preis hat.

    Information mag frei zugänglich sein – aber Journalismus ist kein Selbstläufer. Recherchen, Interviews, Faktenchecks und Einordnungen erfordern Zeit, Expertise und Verantwortung.

    Wer unabhängige, fundierte Berichterstattung will, muss sie ermöglichen. Werbefinanzierung allein reicht nicht – sonst entscheiden Klickzahlen über Inhalte.

    Ein Abonnement ist kein Eintrittsgeld, sondern ein Bekenntnis: zur Qualität, zur Unabhängigkeit und zu einer informierten Öffentlichkeit.

    Information ist frei. Journalismus kostet. Und genau deshalb lohnt sich ein Abo.


    Abo-Light – das Monatsabonnement zum schlanken Preis

    Alle Artikel für 0,50 € pro Woche. Das Abo wird monatlich mit 2 € abgerechnet und ist monatlich kündbar.

    Monatsabonnement buchen…


    Premium-Abo – das Jahresabonnement mit wertvollen Add-Ons

    Alle Artikel für 0,38 € pro Woche. Das Abo wird jährlich mit 20 € abgerechnet und ist jährlich kündbar.

    Das Premium-Jahres-Abo bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    Jahresabonnement buchen…


    Lebenslang – das Premium-Abo für immer

    Für eine einmalige Zahlung für nur 36 €. Unbegrenzter Zugriff – ein Leben lang.

    Das Premium-Abo-Lebenslang bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    „Abo-Lebenslang“ buchen…