Kategorie: Frankreich

  • Bouches-du-Rhône: 230 Feuerwehrleute bekämpfen ersten Waldbrand des Jahres

    Bouches-du-Rhône: 230 Feuerwehrleute bekämpfen ersten Waldbrand des Jahres

    Am frühen Samstagmorgen, den 4. Februar, brach in der Nähe der Gemeinde Mouriès im Departement Bouches-du-Rhône ein Feuer aus. Insgesamt 230 Feuerwehrleute kämpften am Mittag gegen die Flammen.

    In Mouriès (Bouches-du-Rhône) verschlingen am Samstag, dem 4. Februar, vom Mistral angefachte Flammen die Garrigues. Die Böen des Mistrals erreichen über 100 km/h. Rauch ist überall und die Feuerwehrleute müssen gegen entfesselte Naturkräfte ankämpfen. Die einzige Möglichkeit, die Flammen einzudämmen ist die Entfachung eines Gegenfeuers. Feurwehrkommandant Denis Bargès erklärt auf dem Sender France 2: „Wir versuchen, in diesem Olivenhain ein taktisches Feuer zu machen, um den Brand hier einzudämmen.“

    105 Löschzüge im Einsatz
    Das Feuer brach gegen 5.30 Uhr im Norden der 3.400 Einwohner zählenden Gemeinde Mouriès aus. Die Flammen näherten sich auch den Häusern des Dorfes, mehrere Gebäude waren kurzzeitig bedroht, bevor sie von den Feuerwehrleuten gesichert werden konnten. Das Feuer ist sehr aggressiv, und das trotz der derzeitigen winterlichen Temperaturen. Es wird vermutet, dass der Mistral und die Trockenheit dafür verantwortlich waren, dass das Feuer ausbrechen und sich so schnell ausbreiten konnte.

    Am Samstagmittag waren immer noch 230 Feuerwehrleute und 105 Löschzüge im Einsatz.

  • Gironde: „Le Signal“ in Soulac-sur-Mer – Symbol für die Erosion der französischen Atlantikküste

    Gironde: „Le Signal“ in Soulac-sur-Mer – Symbol für die Erosion der französischen Atlantikküste

    Am Freitag, dem 3. Februar, wurde mit dem Abriss von „Le Signal“ begonnen, einem von der Erosion der Küste bedrohten Gebäude in Soulac-sur-Mer im Departement Gironde. Es wird zu einem Symbol für die Auswirkungen des Klimawandels.

    In Soulac-sur-Mer (Gironde) begann am Freitag, dem 3. Februar, der Abriss des Hochhauses „Le Signal“, ein Zeichen für die an Frankreichs Küsten eintretende Erosion. Die Küstenlinie hat sich im Laufe der letzten Jahre immer mehr zurückgezogen. Die Anwohner mussten mit ansehen, wie sich die Landschaft veränderte. In den 1960er Jahren war „Le Signal“ noch 200 Meter von der Küste entfernt. Im Jahr 2014 versetzten ihm die Stürme den Todesstoß. Die 75 enteigneten Familien mussten fünf Jahre auf eine Entschädigung warten. In der Gegend bricht die Erosion alle Rekorde. Bäume stürzen auf den Strand. Die Küste ist nicht mehr geradlinig.

    Anwohner in der Warteschleife
    „Wir sehen jedes Jahr einen Rückgang von 6-8 Metern, es geht also wirklich sehr schnell“, beschreibt der Ozeanograf Vincent Mazeiraud die Situation auf France Télévisions. Der Klimawandel verstärkt das Phänomen der Erosion. Mindestens 20 % der französischen Küste sind betroffen, darunter die Atlantikküste, das Mittelmeer und die Normandie, wo die Klippen an vorderster Front stehen. Die Anwohner wissen, dass ihr bisheriges Leben auf der Kippe steht. So muss zum Beispiel ein Campingplatz am Meer verlegt werden…

  • Alpes-Maritimes: Die Mimose – Symbolpflanze des Tanneron

    Alpes-Maritimes: Die Mimose – Symbolpflanze des Tanneron

    Wie jedes Jahr wird die Mimosa in Mandelieu-la-Napoule (Alpes-Maritimes) gefeiert. Die Blume, die auch als das gelbe Gold der Côte d’Azur bezeichnet wird, stammt in Wirklichkeit aus Australien.

    Sie ist das goldene Wahrzeichen der Côte d’Azur und verschafft Mandelieu-la-Napoule (Alpes-Maritimes) und dem Tanneron-Massiv, dem größten Mimosenwald Europas, einen ganz besonderen Ruf. Die ursprünglich aus Australien stammende Mimosa soll im 19. Jahrhundert von einem berühmten britischen Entdecker hier eingeführt worden sein. „Es war Kapitän Cook, der zu Expeditionen nach Australien aufbrach und mit seinen Schiffen diese Arten mitbrachte“, erzählt Philippe Dejoux, ein botanischer und geologischer Touristenführer auf dem Sender France 3.

    Die Blume kann zwei bis drei Monate lang geerntet werden.

    „Einige hatten die Idee (…), die Mimosa zu vermarkten, und haben sie unter anderem in Paris verkauft, wo das sehr, sehr gut funktioniert hat“, fährt Philippe Dejoux fort.

    Bernard gehört zu den zehn Mimosenbauern im Tanneron. Mit der Baumschere in der Hand durchstreift er seinen Betrieb auf der Suche nach den schönsten gelben Ästen. Die Zucht und der Handel mit Mimosa-Zweigen einen ganzen Berufsstand entstehen lassen. Die Ernte erfolgt nonstop, aber nur während zwei oder drei Monaten im Jahr.

  • Zuviele Touristen: Diese Orte in Frankreich sollte man nicht besuchen

    Zuviele Touristen: Diese Orte in Frankreich sollte man nicht besuchen

    Die spezialisierte Website „Fodor’s Travel“ veröffentlicht wie jedes Jahr ihre „No List“, ihre Top 10 der Orte, die aufgrund der zu hohen Besucherzahlen und der Bedrohung der Umwelt gemieden werden sollten. Darunter befinden sich auch zwei französische Orte: die Klippen von Etretat in der Normandie und die Calanques im Departement Bouches-du-Rhône.

    Zwei Hochburgen des französischen Tourismus sollten eigentlich möglichst gemieden werden: die Calanques rund um Marseille, La Ciotat oder Cassis, aber auch die Klippen von Etretat in der Normandie. Wie jedes Jahr stellt die Website „Fodor’s Travel“ ihre Top 10 der Touristenorte auf, die aufgrund von Überfüllung gemieden werden sollten. Dieser Leitfaden will Touristen auffordern, die Umwelt zu schützen.

    Mit den ersten Sonnenstrahlen im Februar werden die Klippen von Etretat von Touristen überschwemmt. Jedes Jahr strömen etwa eine Million Besucher in diese Hochburg des französischen Tourismus. Die sehr hohe Besucherzahl wird in den Augen von Shaï Malet, der Co-Vorsitzenden des Vereins Etretat demain, immer mehr zum Problem. Sie kämpft für den Erhalt des Ortes. „Der Hypertourismus ist extrem schädlich. Man sieht, dass die Wanderwege völlig ausgetreten werden, an manchen Stellen gräbt es sich tief ein. Das führt zu Erdrutschen, die immer häufiger auftreten.“

    Auch die Erosion ist bereits an den Klippen von Etretat sichtbar: Die Küste weicht jedes Jahr um etwa 20 Zentimeter zurück. Shaï Malet fordert die Behörden daher auf, Besucherquoten einzuführen: „Wir brauchen eine Höchstgrenze von 5.000 Fahrzeugen pro Tag. Das ist das Maximum, damit man Etretat genießen und schützen kann“.

    In den Calanques im Département Bouches-du-Rhône wird eine solche Begrenzung bereits seit dem Sommer 2022 umgesetzt. In der Calanque de Sugiton etwa sind pro Tag nur 400 Besucher erlaubt. Nach der Einführung dieser Quoten sind die positiven Auswirkungen bereits sichtbar: „Wir sehen wieder kleine Triebe, wir haben wieder einen Boden, der zeigt, dass er weniger genutzt wurde“, freut sich Gaëlle Berthaud, Direktorin des Nationalparks der Calanques. „Wenn wir nicht gehandelt hätten, hätte diese Calanque trotz ihrer hohen landschaftlichen Qualität ihren gesamten ökologischen Wert verloren.“

    Die besucher-Quoten wurden von einer Online-„Demarketing“-Operation begleitet, um Touristen von einem Besuch abzuhalten. So heißt es auf der offiziellen Website der Calanques abschreckend: „Wenige Strände, ohne Einrichtungen, oft schwer zugänglich und im Sommer überlaufen.“

  • Lidl führt Anti-Inflationskorb mit rund 50 Produkten des täglichen Bedarfs ein

    Lidl führt Anti-Inflationskorb mit rund 50 Produkten des täglichen Bedarfs ein

    Die auch in Frankreich führende Discountkette folgte dem Aufruf von Olivia Grégoire, beigeordnete Ministerin für kleine und mittlere Unternehmen, Handel, Handwerk und Tourismus. Ab dem 1. März will Lidl einen Warenkorb mit Produkten des täglichen Bedarfs zum Selbstkostenpreis abgeben. Es ist beschlossene Sache: Lidl wird am 1. März seinen Anti-Inflations-Warenkorb einführen. Der Vorschlag der delegierten Handelsministerin Olivia Grégoire stieß auf Resonanz. Mit dieser Maßnahme will man dem seit mehreren Monaten auftretendem Rückgang der Kaufkraft der Franzosen entgegenwirken. Der Lidl-Korb soll aus etwa fünfzig Produkten bestehen, erklärte Michel Biero, Exekutivdirektor für Einkauf und Marketing bei Lidl France, gegenüber dem Sender BFMTV. „Es ist wichtig, diese Art von Ideen zu unterstützen“. Es wird auch Bio geben Man habe sich gesagt, dass zwanzig Produkte zu wenig sind, man müsse die Produkte nehmen, die man in den Schränken der Franzosen findet, so Michel Biero. „Es wird Bio in un…

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  • Modeschöpfer Paco Rabanne stirbt im Alter von 88 Jahren in der Bretagne

    Modeschöpfer Paco Rabanne stirbt im Alter von 88 Jahren in der Bretagne

    Der große Modeschöpfer Paco Rabanne starb im Alter von 88 Jahren. Er hatte die Modewelt über 50 Jahre geprägt. Rabanne starb am Freitag, dem 3. Februar 2023, in Frankreich in der Bretagne. Die Modewelt ist in Trauer. Der berühmte Modeschöpfer, Parfümeur und Geschäftsmann Paco Rabanne ist tot. Er sta…

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  • Bürgermeister: Küstengemeinden dürfen nicht allein für die Folgen des Klimawandels zahlen müssen

    Bürgermeister: Küstengemeinden dürfen nicht allein für die Folgen des Klimawandels zahlen müssen

    Für Yannick Moreau, Präsident des nationalen Verbands der Küstenbürgermeister, wirft die Zerstörung eines Gebäudes am Strand in der Gironde, das ein Symbol für die Bedrohung der Bebauung an den Küsten Frankreichs ist, die Frage nach öffentlichen Investitionen angesichts der Folgen des Klimawandels auf. Die Küstengemeinden, dürfen nicht „allein für die Folgen des Klimawandels zahlen müssen“, sagte Yannick Moreau, Präsident des nationalen Verbands der Küstenbürgermeister, am Freitag, dem 3. Februar, auf Franceinfo. An diesem Freitag soll „Le Signal“, ein Gebäude am Strand von Soulac-sur-Mer (Gironde), das von der Küstenerosion bedroht ist, abgerissen werden. Das Gebäude ist ursprünglich 200 Meter vom Ufer entfernt gebaut worden, 56 Jahre später ist es nur noch rund 20 Meter vom Meer entfernt. „Die Düne ist allein durch den Sturm Xynthia im Jahr 2010 um 30 Meter zurückgewichen“, erklärt Yannick Moreau. Laut dem Bürgermeister von Les Sables-d’Olonne (Vendée) ist das Gebäude in der Gironde …

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  • Erdwärmepumpe: Staatliche Förderung wird in Frankreich auf mindestens 5.000 Euro steigen

    Erdwärmepumpe: Staatliche Förderung wird in Frankreich auf mindestens 5.000 Euro steigen

    In Frankreich gibt es zur Zeit etwa 200.000 Erdwärmepumpen, es werden jedoch nur noch etwa 3.000 pro Jahr verkauft. Erdwärmepumpen haben den Nachteil, dass die Installation sehr teuer ist. Die Regierung hat am Donnerstag, 2. Februar, einen Plan zur Beschleunigung der Nutzung von Erdwärme in Frankreich vorgestellt. Hier ist diese Lösung im Vergleich zur Schweiz immer noch marginal, deshalb sollen Privathaushalte ab März einen „Anschub“ von mindestens 5.000 Euro erhalten. Letztendlich möchte die Regierung die Anzahl der Tiefengeothermie-Projekte bis 2030 um 40 % erhöhen und die Anzahl der Installationen von Erdwärmepumpen in Privathaushalten bis 2025 sogar verdoppeln. In Frankreich gibt es derzeit etwa 200.000 Erdwärmepumpen, pro Jahr kommen jedoch nur noch etwa 3.000 hinzu. Geothermische Wärmepumpen haben den Nachteil, dass ihre Installation in der Größenordnung von etwa 18.000 Euro liegt. Das kann jedoch je nach Anlage stark variieren. Die Ministerin für den Energiewandel, Agnès Pannie…

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  • TGV Colmar-Paris Ziel einer Terrordrohung – ein Mann wurde festgenommen

    TGV Colmar-Paris Ziel einer Terrordrohung – ein Mann wurde festgenommen

    Ein Mann, der mit einem Terroranschlag drohte, wurde am Freitag, dem 3. Februar, in Paris festgenommen.

    Ein Mann, der in einem TGV Colmar-Paris mit einem Terror-Anschlag gedroht hatte, wurde am Freitagmorgen überwältigt und anschliessend in Paris festgenommen. Das meldete die Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf mehrere übereinstimmende Quellen. Die Festnahme des Mannes hatte zur Folge, dass der Zug im Bahnhof Lorraine TGV eine gewisse Zeit angehalten werden musste.

    „Die Situation ist beendet und unter Kontrolle. Die Person wurde festgenommen“ sagte ein Sprecher der SNCF gegenüber der Nachrichtenagentur AFP.

    Die SNCF gab außerdem an, dass der Zug nach dem „Eingreifen der Ordnungskräfte“ eine Verspätung von eineinhalb Stunden hatte.

  • Unterschiede: Vergleich der Rentensysteme Frankreichs und Deutschlands

    Unterschiede: Vergleich der Rentensysteme Frankreichs und Deutschlands

    Es scheint, dass Arbeitnehmer in Deutschland nach 35 Arbeits- und Beitragsjahren in den Genuss einer Vollrente kommen, während französische Arbeitnehmer einem viel komplexeren Rentensystem unterliegen.

    Tatsächlich sind die Rentensysteme in beiden Ländern unterschiedlich aufgebaut und funktionieren auf unterschiedliche Weise, was zu Verwirrung führen kann.

    Hier eine Zusammenfassung der wichtigsten Gemeinsamkeiten und Unterschiede in Bezug auf die Anzahl der Beitragsjahre, das gesetzliche Renteneintrittsalter und unvollständige Berufskarrieren.

    Anzahl der Beitragsjahre und gesetzliches Renteneintrittsalter
    Im Jahr 2010 wurden in beiden Ländern allgemeine Regeln für den Renteneintritt von Arbeitnehmern festgelegt. Einige werden ab 2023 und die anderen ab 2029 gelten.

    Anzahl der Beitragsjahre, die erforderlich sind, um eine Vollrente zu erhalten.

    Inkrafttreten Frankreich Deutschland
    2010 40 Jahre 45 Jahre
    2020 41,5 Jahre 45 Jahre
    2029 41,5 Jahre 45 Jahre


    Gesetzliches Renteneintrittsalter für Personen, die die erforderliche Anzahl an Beitragsjahren eingezahlt haben.

    Inkrafttreten Frankreich Deutschland
    2010 60 Jahre 65 Jahre
    2018 62 Jahre 66 Jahre
    2029 62 Jahre min. 67 Jahre


    Gesetzliches Renteneintrittsalter bei vollem Rentenanspruch (ohne Abschlag) für Personen, die nicht die erforderliche Anzahl an Beitragsjahren eingezahlt haben.

    Inkrafttreten Frankreich Deutschland
    2010 65 Jahre 65 Jahre
    2023 67 Jahre 66 Jahre
    2029 67 Jahre min. 67 Jahre


    Ergebnis: In sechs Fällen ist das französische Rentensystem vorteilhafter als das deutsche Rentensystem. Das deutsche System ist nur in einem Fall vorteilhafter, und in zwei Fällen funktionieren beide Systeme gleich.


    Zwei Beispiele werden immer wieder hervorgehoben, um zu zeigen, dass das französische Rentensystem nach der Reform von 2010 strenger ist als das deutsche Rentensystem.

    Lange berufliche Laufbahnen
    In Deutschland erhalten Arbeitnehmer nach 45 Beitragsjahren eine Vollrente, auch wenn sie das 65. Lebensjahr noch nicht erreicht haben.

    In Frankreich können Arbeitnehmer mit einer langen Erwerbsbiografie ab 60 Jahren (in einigen Fällen sogar mit 58 oder 59 Jahren) in Rente gehen, wenn sie sehr jung (d. h. mit 15, 16 oder 17 Jahren) mit dem Arbeiten begonnen haben und somit die erforderlichen Beitragsjahre (40 bis 41,5 Jahre) erreicht haben.

    Diese beiden Rentensysteme sind nicht ganz identisch, wenn man jedoch nachrechnet, kommt man in beiden Systemen zum gleichen Ergebnis: Das gesetzliche Alter für den Beginn der Beitragszahlung beträgt 15 Jahre + 45 Beitragsjahre = 60 Jahre bei Vollrente.

    Unvollständige berufliche Laufbahnen
    In Deutschland können Arbeitnehmer, die vor dem Alter von 65 Jahren (67 Jahre ab dem Jahr 2029) in Rente gehen möchten, mit 63 Jahren die Rente beantragen, sofern sie 35 Jahre lang Beiträge in die Rentenkasse eingezahlt haben.

    In Frankreich können Arbeitnehmer ab 62 Jahren in den Ruhestand gehen. Deren Satz wird proportional zur Anzahl der fehlenden Quartale gekürzt, derzeit 12,5 % bei 35 Beitragsjahren, und unterliegt einem Abschlag pro fehlendem Jahr (5 % in Frankreich und 3,6 % in Deutschland).

    Zusammenfassend lässt sich sagen, dass abgesehen von dem Abschlag von 5 % in Frankreich und 3,6 % in Deutschland die Situation der französischen Arbeitnehmer vorteilhafter ist als die der deutschen Arbeitnehmer.

    Das Beispiel der kurzen Berufskarrieren, das oft benutzt wird, um zu zeigen, dass das deutsche Rentensystem nicht so streng ist wie das französische Rentensystem, ist nicht wirklich überzeugend. In den meisten Fällen sind die französischen Systeme mit über 50 Sonderregelungen für bestimmte Berufe bei weitem die großzügigsten.

    Dies ist sicherlich ein Grund dafür, dass sie chronisch defizitär sind, während das deutsche System stabiler und nachhaltiger arbeitet.