Kategorie: Frankreich

  • Bauernproteste: „Wir wollen die Leute nicht mehr nerven“ – Blockade der A62 wird aufgehoben

    Bauernproteste: „Wir wollen die Leute nicht mehr nerven“ – Blockade der A62 wird aufgehoben

    Der Hersteller Lactalis und seine Lieferanten gaben bekannt, dass sie eine Einigung über den Milchpreis erzielt hätten. Die Bauernvereinigung Coordination rurale hatte am Freitagmorgen eine Überraschungsaktion rund um den Arc de Triomphe in Paris gestartet. Nach einem Treffen am Blockadepunkt in Castelsarrasin (Departement Tarn-et-Garonne) entschieden sich die Junglandwirte und der Bauernverband FDSEA dafür, die Blockade der A62 spätestens ab Sonntagabend aufzuheben, parallel mit der Schließung der Landwirtschaftsmesse in Paris. Die Protestbewegung soll jedoch in anderen Formen weitergehen. Lactalis und seine Lieferanten haben eine Einigung über den Milchpreis erzieltDer weltgrößte Milchproduzent Lactalis und die Gewerkschaftsorganisation, die die Mehrheit der französischen Landwirte vereint, die dieses Unternehmen mit Milch beliefern, gaben am Freitag bekannt, dass sie „eine Vereinbarung über den Milchpreis“ für das erste Quartal 2024 getroffen hätten. Der Preis für die Monate Januar,…

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  • 40 Polizisten stürmen mitten in der Nacht ein Haus – wegen eines Telefonstreichs

    40 Polizisten stürmen mitten in der Nacht ein Haus – wegen eines Telefonstreichs

    Eine Frau berichtete dem Sender BFMTV, dass sie Opfer von „Swatting“ geworden war. Eine Person hatte die Polizei alarmiert, dass in ihrem Haus ein Feminizid stattgefunden habe. Ein Telefonscherz, der den Urheber bis zu zwei Jahre Haft und 30.000 Euro Geldstrafe kosten kann.

    Es war erschreckend beeindruckend. Eine Frau öffnet die Tür ihres Hauses und sieht sich etwa 40 Polizisten gegenüber, die mitten in der Nacht in ihrem Garten stehen und zum Teil mit ihren Waffen auf sie zielen. Diese traumatischen Bilder hat sie nicht vergessen können, wie sie jetzt dem Sender BFMTV berichtet.

    Das Ehepaar hatte eine ruhige Nacht, bevor die Polizisten sie aus dem Bett holten. Diese waren sich sicher, dass es sich um einen Tatort handelte. Die Polizei hatte einen Anruf von einer Person erhalten, die sich als Kind ausgab und behauptete, „sein Vater“ habe „seine Mutter“ erschossen. Ein geschmackloser Scherz, der rund 40 Polizisten mitten in der Nacht umsonst mobilisierte und ein unbescholtenes Ehepaar in Angst und Schrecken versetzte.

    Solche in den sozialen Netzwerken sehr beliebte Streiche tragen den Namen Swatting, ein Wort, das aus dem Wort Swat gebildet wurde, das die amerikanischen Spezialeinheiten bezeichnet, die zu Einsätzen bei Amokläufen gerufen werden, das Äquivalent zum französischen Raid oder der GIGN. Ziel des Swatting ist es also, möglichst viele Polizisten unnötig in Bewegung zu setzen.

    Ein Spiel, das nicht ohne Folgen bleibt. Die unnötige Mobilisierung von Polizeikräften, die in einem echten Notfall deswegen fehlen könnten, kann mit bis zu zwei Jahren Gefängnis und einer Geldstrafe von fast 30.000 Euro geahndet werden. Kürzlich wurden Polizisten sogar zu einem fiktiven Terroranschlag in Paris gerufen…

  • Deutsch-französische Beziehungen: „Keine Probleme“ zwischen Paris und Berlin in Bezug auf die Ukraine

    Deutsch-französische Beziehungen: „Keine Probleme“ zwischen Paris und Berlin in Bezug auf die Ukraine

    „Wir sind uns in 80% der Themen einig“, sagte der französische Aussenminister Stéphane Séjourné am Samstag in einem Interview mit der Zeitung „Le Monde“. „Es gibt keine Probleme, da wir das gleiche Ziel haben, nämlich die Ukraine zu unterstützen“. Der französische Chefdiplomat Stéphane Séjourné vertrat in einem Interview mit der Zeitung Le Monde, das am Samstag, dem 2. März veröffentlicht wurde, die Ansicht, dass es keine Spannungen zwischen Frankreich und Deutschland gibt. Zwischen Präsident Emmanuel Macron und Bundeskanzler Olaf Scholz waren in den letzten Tagen offensichtliche Differenzen über die Frage der Art der Unterstützung der Ukraine aufgetreten. „Es gibt keine deutsch-französischen Differenzen, wir sind uns bei 80% der Themen einig“, versichert der französische Außenminister. Die sichtbarsten Zankäpfel manifestieren sich derzeit in der Frage, in welcher Form die Ukraine angesichts der russischen Kriegswalze unterstützt werden soll und kann, nachdem ein lebenswichtiges Hilfsp…

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  • Wetter: 4 Departements am Sonntag Unter Warnstufe Orange für Schnee- und Eis

    Wetter: 4 Departements am Sonntag Unter Warnstufe Orange für Schnee- und Eis

    Am Sonntag, dem 3. Februar, gilt in vier Departements Frankreichs Warnstufe Orange für Schnee- und Eisglätte aufgrund starker Schneefälle.

    In der Nacht von Samstag auf Sonntag, den 3. März, erreichten starke Schneefälle das südöstliche Viertel Frankreichs. Es schneit auch in tiefen Lagen, um die 400 Meter. Météo France ruft daher zu größter Wachsamkeit auf den Straßen auf, da der Schneefall sehr stark sein kann und sogar Schäden an der Vegetation und einigen empfindlichen Infrastrukturen verursachen kann.

    Laut den Vorhersagen von Météo France werden ab einer Höhe von 500 Metern zwischen 5 und 10 Zentimeter Schnee erwartet und ab einer Höhe von 1.000 Metern zwischen 20 und 40 Zentimeter. Aus diesem Grund wurden die Departements Lozère, Ardèche, Loire und Haute-Loire in Alarmstufe Orange für Schnee und Eis versetzt.

    Am Mittag sind Savoyen und die Haute-Savoie an der Reihe, die ebenfalls auf Warnstufe Orange gesetzt wurden, hier jedoch wegen erheblicher Lawinengefahr. Eine Woche nach dem Lawinenunglück im Puy-de-Dôme, bei dem vier Bergsteiger ums Leben kamen, könnten die Warnungen vor Lawinenabgängen im Laufe des Sonntags ausgeweitet werden.

  • Wetter am Wochenende: Wolken und starke Regenfälle in großen Teilen Frankreichs

    Wetter am Wochenende: Wolken und starke Regenfälle in großen Teilen Frankreichs

    Für Samstag, den 2. März, und Sonntag, den 3. März, ist in einem Großteil der Regionen Frankreichs überwiegend graues und regnerisches Wetter vorhergesagt.

    Wie am vorherigen Wochenende wird auch das erste Märzwochenende von Wolken dominiert, mit starken Regenschauern in Südfrankreich und weiteren Schneefällen in den Bergen. Schnee wird zunächst sogar westlich des Zentralmassivs und später in der Region Auvergne-Rhône-Alpes fallen. In Saint-Etienne, Grenoble oder Valence wird es schneien.

    Samstag, 2. März
    Vom Morgen an ist das Wetter in großen teilen Frankreichs überwiegend grau. In den Pyrenäen schneit es zwischen 1.200 m und 1.400 m. Auch der Nachmittag wird grau, mit Ausnahme des Roussillon und des Languedoc, wo Meteo France schöne Aufhellungen vorhersagt. Der Autan-Wind frischt im Südwesten am Nachmittag auf und weht mit 50 bis 70 km/h.

    In den meisten Teilen Frankreichs wird der Himmel zwischen Auflockerungen, Wolkenlücken und Schauern wechseln. Dies gilt für die Regionen Hauts-de-France, Ile-de-France, die Normandie, die Bretagne, das Centre Val de Loire und die Pays de la Loire. Von der Seine-Bucht bis zum Golf von Morbihan werden die Schauer häufiger. Vom Limousin bis Aquitanien ist der Himmel bedeckt und regnerisch. Am Nachmittag ist der Himmel südlich einer Linie von der Hauts-de-France bis zur Gironde bedeckt. Vom Berry bis zum Périgord und den Landes regnet es anhaltend. Gewitterregen ist in der Champagne und im Burgund nicht ausgeschlossen. Die Regen-/Schneegrenze liegt bei 1.400 m in den Alpen und 1.300 m im Zentralmassiv. Der Südwind weht mit 60 bis 80 km/h über dem Rhonetal.

    Sonntag, 3. März
    Am Sonntag gibt es ab dem Morgen in einem Großteil der Departements im Süden Frankreichs Schauer. In den Pyrenäen unterhalb von 1.000 m und im Süden des Zentralmassivs fällt weiterhin Schnee. In der Nacht von Samstag auf Sonntag setzt zunächst im Westen des Zentralmassivs Schneefall ein. Pro Stunde sollen mehr als 3 cm Schnee fallen. Am Sonntagmittag soll die Regen-/Schneegrenze in der Region Rhône-Alpes bei etwa 400 m, in der Auvergne bei 700 m. Von Samstagabend bis Sonntagabend sollen in der Region Lyon 3 bis 10 cm Pulverschnee unter 300 m fallen; 5 bis 10 cm in der westlichen Auvergne; 5 bis 10 cm in Grenoble; 10 bis 20 cm in Valence; 20 bis 30 cm in Saint-Etienne und 50 bis 80 cm in den französischen Alpen.

    Auch am Sonntag betreffen teils gewittrige Schauer den Südosten Frankreichs. An der Côte d’Azur werden die Regenfälle lokal intensiv sein. Über dem Golf von Lion wird der Tramontana-Wind stark wehen. Ein Großteil Frankreichs wird den ganzen Tag über unter einem bedeckten und regnerischen Himmel liegen. Am Morgen scheint die Sonne nur teilweise von der Bretagne bis in den Norden Aquitaniens.

    Mit den für dieses Wochenende angekündigten neuen Schneefällen wird die Lawinengefahr mit 5 auf einer Skala von 5 in allen Bergmassiven maximal sein. Vom Skifahren abseits der Pisten wird strengstens abgeraten, um jegliches Lawinenrisiko zu vermeiden.

  • SNCF: Diese Regeln gelten für mitgeführte Haustiere im Zug

    SNCF: Diese Regeln gelten für mitgeführte Haustiere im Zug

    Auch in Frankreich darf man durchaus mit seinem Haustier in den Zügen der SNCF reisen, aber es gibt einige Regeln, die unbedingt beachten werden sollten.

    Das Foto eines Hundes, der in einem Zug ohne Maulkorb zu Füßen seines Herrchens liegt, hat in den sozialen Netzwerken eine Debatte ausgelöst. Das Bild wurde am Sonntag, dem 25. Februar, von Anne-Yvonne Le Dain, einer ehemaligen Abgeordneten der Sozialistischen Partei, auf X gepostet. Anne-Yvonne Le Dain kritisierte, dass sich das Tier ohne Maulkorb in dem Waggon befand und dass die SNCF-Kontrolleure nicht reagiert hatten.

    „Frankreich… Ernst genommen werden, wir Franzosen, die ständig meckern, aber alles hinnehmen. Hier sehr großer Hund im Zug: kein Maulkorb, obwohl er OBLIGATORISCH ist“, schrieb sie in dem sozialen Netzwerk und versicherte, dass weder die Kontrolleure, die ihrer Meinung nach gerade vorbeigekommen waren, noch die Passagiere des Zuges auf den Verstoß gegen die Maulkorbpflicht hingewiesen hätten.

    Welche Regeln müssen Reisende beim Mitführen eines Haustiers in Frankreich beachten?

    Natürlich darf man mit seinem Haustier im Zug fahren. Kleine Hunde müssen jedoch in einem „Behälter“ reisen, „einer Tasche oder einem Korb (maximal 45 cm x 30 cm x 25 cm), der auf dem Schoß oder neben den Füßen des Reisenden platziert wird“, heißt es auf der Website von SNCF Voyageurs. Katzen und alle kleinen Haustiere wie Vögel, Reptilien oder Nagetiere müssen in einem Käfig reisen. Der Fahrpreis für einen pelzigen, plüschigen oder schuppigen Begleiter beträgt laut 7 Euro für die TGV Inoui und INTERCITÉS und 10 Euro im TGV Ouigo. Zu beachten ist, dass einigen exotischen Tieren, Schlange oder Exen, der Transport verweigert werden kann, heißt es auf der Ouigo-Website.

    Auch große Hunde können mit dem Zug reisen. Alle Hunde, die nicht in einem Käfig oder einem geschlossenen Behälter untergebracht sind, müssen an der Leine geführt werden und während der gesamten Fahrt einen Maulkorb tragen, auch wenn es sich nicht um einen „gefährlichen Hund“ der Kategorie 1 oder 2 handelt. Er muss außerdem am Fuß seines Besitzers bleiben. Die Fahrkarte für größere Hunde kostet ebenfalls 7 Euro für den TGV Inoui und die INTERCITÉS und 10 Euro im TGV Ouigo.

    Eine Ausnahme gilt jedoch für Blindenführ- und Assistenzhunde. Diese reisen kostenlos, immer an den Füßen ihrer Besitzer, aber ohne Fahrkarte. Auch ein Maulkorb ist in diesem Fall nicht vorgeschrieben. „Wenn Ihr Tier sich normalerweise ohne Maulkorb bewegt, ändern wir seine Gewohnheiten nicht, sobald es an Bord ist“, teilt SNCF Voyageurs mit.

    Die Mitnahme von Haustieren an Bord unterliegt jedoch der „stillschweigenden“ Zustimmung der anderen Reisenden. Das Tier gilt als „begleitet und bleibt während der gesamten Fahrt unter Ihrer Verantwortung“, schreibt die SNCF. Die Besitzer müssen ausserdem „mit allen für seine Identifizierung erforderlichen Dokumenten“ reisen.

    Wer allerdings mit seinem Tier ins Ausland reisen möchte, sollte sich über die geltenden Bestimmungen des oder der anderen Länder informieren.

    Man sollte dringend darauf achten, dass das Haustier:

    • mit einem Mikrochip gekennzeichnet ist
    • gegen Tollwut geimpft ist
    • einen EU-Heimtierausweis besitzt, der von einem Tierarzt ausgestellt und ausgefüllt wurde
    • ein aktualisiertes Gesundheitsbuch besitzt.

    Angesichts der Polemik, die der Tweet von Anne-Yvonne Le Dain ausgelöst hatte, gab sich die SNCF beruhigend und versicherte, sie vertraue „dem gesunden Menschenverstand des jeweiligen Zugbegleiters, die Situation richtig einzuschätzen“.

  • Paris: Wütende Landwirte blockieren den Arc de Triomphe

    Paris: Wütende Landwirte blockieren den Arc de Triomphe

    Der Bauernverband Coordination rurale, der für schlagkräftige Aktionen bekannt ist, blockiert am Freitagmorgen in Paris den Arc de Triomphe, „um die französische Landwirtschaft zu retten“. Heute beginnt das letzte Wochenende der großen Landwirtschaftsmesse in Paris. Der Verkehr am oberen Ende der berühmten Avenue des Champs-Élysées ist blockiert. Die Coordination rurale, die Speerspitze der Bauernproteste, führt am Freitag, dem 1. März, eine Aktion rund um den Arc de Triomphe durch und blockiert den oberen Teil der Champs-Élysées mit Strohballen und Traktoren.

    Axel Masson, ein Viehzüchter im Departement Loir-et-Cher, erklärte gegenüber der Nachrichtenagentur AFP, dass sich am Freitagmorgen ab 4.00 Uhr etwa 100 Menschen „in Ruhe und mit Respekt“ versammelt hätten. Kurz nach 7.00 Uhr wurden etwa 50 Gewerkschafter von der Polizei umringt. Ein knappes Dutzend Traktoren der Coordination rurale mit französischen Flaggen waren…

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  • Elsässische Gemeinde belegt auf den Boden geworfenen Abfall mit 1.000 € Geldstrafe

    Elsässische Gemeinde belegt auf den Boden geworfenen Abfall mit 1.000 € Geldstrafe

    Wer einen Zigarettenstummel oder eine Dose auf den Boden wirft, muss bis zu 1.000 Euro Strafe zahlen. Im elsässischen Obernai hat die Stadtverwaltung beschlossen, hart durchzugreifen, um Umweltsünder abzuschrecken.

    In Obernai (Departement Bas-Rhin) kann es mit einer Geldstrafe von 1.000 Euro belegt werden, wenn man seine Zigarettenkippe oder anderen Abfall achtlos auf den Boden wirft. Die Stadtverwaltung führte die Strafe schon im Jahr 2021 ein. Die Bilanz fällt drei Jahre später gemischt aus. Das Ergebnis ist nicht perfekt, aber Bernard Fischer, der Bürgermeister, bereut die Entscheidung nicht. Für Pascal Weyer, Reinigungskraft der Gemeinde, ist der Unterschied allerdings deutlich: „Vor drei Jahren haben wir immerhin 250 Zigarettenstummel pro Tag gesammelt, im Moment sind es nur noch etwa 50 pro Tag.“

    In den letzten drei Jahren wurde kein einziges Bußgeld verhängt. Für die Stadtpolizei ist die Aufgabe fast unmöglich. „Es ist sehr kompliziert, Leute auf frischer Tat zu ertappen, da sie große Angst vor einem Bußgeld haben, und sobald sie eine blaue Uniform sehen, werden sie misstrauisch und warten, bis wir ihnen den Rücken zuwenden“, erklärt Dominique Lotz, stellvertretender Leiter der Stadtpolizei von Obernai. Nach Angaben der Stadtverwaltung werden seit der Einführung des Bußgeldes immerhin 70 % weniger Abfälle von den öffentlichen Straßen und Plätzen entsorgt.

  • Mehr als 70 Schusswaffen und Munition bei Alain Delon beschlagnahmt: Was droht dem Schauspieler?

    Mehr als 70 Schusswaffen und Munition bei Alain Delon beschlagnahmt: Was droht dem Schauspieler?

    Eine Untersuchung wurde eingeleitet, nachdem im Haus des Schauspielers, der keinen Waffenschein besitzt, 72 Schusswaffen und über 3.000 Schuss Munition beschlagnahmt worden waren. Die Vorschriften für den Waffenbesitz sind in Frankreich mittlerweile sehr streng…

    Bei einer Durchsuchung des Anwesens von Alain Delon in Douchy-Montcorbon (Departement Loiret) wurden am 22. Februar 72 Schusswaffen und mehr als 3.000 Schuss Munition beschlagnahmt. Der Schauspieler „verfügte über keine Genehmigung, die ihm den Besitz einer Feuerwaffe erlaubt hätte“, erklärte der Staatsanwalt von Montargis. Es wurde eine Untersuchung wegen unerlaubtem Erwerbs und unerlaubten Besitzes von Waffen der Kategorien A, B und C eingeleitet. Was droht dem Schauspieler im Falle einer Strafverfolgung?

    Der Besitz von Waffen ist in Frankreich gesetzlich streng geregelt. Die Vorschriften variieren je nach Kategorie der Waffe, die von A bis D reicht. In Kategorie A sind insbesondere Kriegswaffen zusammengefasst, in Kategorie B Waffen, die hauptsächlich von den Ordnungskräften getragen werden, und in Kategorie C unter anderem Waffen, die für die Jagd und den Schießsport verwendet werden.

    Gemäß Artikel 222-52 des Strafgesetzbuchs wird der unerlaubte Besitz von Waffen oder Munition der Kategorie A oder B mit fünf Jahren Gefängnis und 75.000 EUR Geldstrafe bestraft. Diese Strafe kann auf zehn Jahre Haft und eine Geldstrafe von 500.000 EUR erhöht werden, wenn eine andere Person als Mittäter fungiert. Für die Kategorie C sieht das Gesetz eine Haftstrafe von zwei Jahren und eine Geldstrafe von 30.000 Euro vor. „Das sind Höchststrafen“, sagt Jean-Yves Maréchal, Professor für Recht an der Universität Lille, gegenüber France Info. Und die „unerlaubte Aufbewahrung von Waffen, der unerlaubte Erwerb und Besitz“ kann nicht zu drei verschiedenen Verurteilungen führen, selbst wenn letztlich mehrere dieser Straftaten vorliegen. Ebenso wenig führt der Besitz von Waffen mehrerer Kategorien zu einer Vervielfachung der zu erwartenden Strafen.

    Nach Abschluss der Voruntersuchung kann der Staatsanwalt entscheiden, ob er den Schauspieler vor einem Strafgericht anklagt oder nicht. Die Frage in diesem speziellen Fall ist jedoch, „ob man überhaupt in der Lage ist, Alain Delon zu verurteilen“, meint der Rechtsprofessor und verweist auf die Möglichkeit, dass der Staatsanwalt zunächst „ein psychiatrisches Gutachten“ anfordert, da der Gesundheitszustand von Alain Delon derzeit im Mittelpunkt eines Rechtsstreits zwischen den Kindern des Schauspielers steht. Darüber hinaus kann der Staatsanwalt beschließen, andere Personen zu verfolgen, die ebenfalls als Besitzer nicht angemeldeter Waffen im Haus des Schauspielers in Betracht kommen könnten.

    Wenn es zu einem Strafverfahren kommt, „kann die Beurteilung des Gerichts sehr unterschiedlich ausfallen, wenn es sich bei der Waffe der Kategorie A um einen Neukauf handelt, der aus einem illegalen Handel stammen könnte, sieht es anders aus, als wenn es sich um eine alte Kriegswaffe handelt, die von den Großeltern geerbt wurde“, wird der Strafverteidiger Nicolas Crécy von France Info zitiert. Seiner Meinung nach ist es im Falle einer Verurteilung jedoch „sehr wahrscheinlich, dass die Waffen unabhängig von der Kategorie vernichtet werden“. Frankreich hat im Jahr 2022 eine landesweite Sammlung von Waffen durchgeführt, um diese zu vernichten. Der Präfekt kann außerdem beschließen, Alain Delon in die Nationale Kartei der Personen, denen der Erwerb und Besitz von Waffen untersagt ist (Finiada), einzutragen.

  • Emmanuel Macron will in der Seine baden – nennt aber kein Datum…

    Emmanuel Macron will in der Seine baden – nennt aber kein Datum…

    Anlässlich der Eröffnung des olympischen Dorfes der Olympischen Spiele in Paris 2024 am Donnerstagmorgen kündigte Emmanuel Macron an, dass auch er in der Seine baden werde. In der Seine baden – schon Jacques Chirac, ehemaliger Bürgermeister von Paris und Präsident der Republik, sprach davon! Auch Emmanuel Macron versprach jetzt, in der Seine zu baden, ohne jedoch zu sagen, wo und wann. „Und wie! Ja, ich werde gehen. Aber ich werde Ihnen nicht das Datum nennen, denn dann könnten Sie ja auch dort sein“, antwortete er lachend den Journalisten.

    Emmanuel Macron sagte das am Donnerstagmorgen bei der Eröffnung des Olympischen Dorfes für die Olympischen Spiele in Paris 2024. Die Triathlon- und Freiwasserschwimmwettbewerbe werden im kommenden Sommer in der Seine stattfinden und von der Brücke Alexandre-III aus starten, die den Grand Palais mit dem Invalidendom verbindet. Im Januar hatte die Pariser Bürgermeisterin Anne Hidalgo bereits i…

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