Kategorie: Nordost

  • Pas-de-Calais: Touristenansturm beim Drachenfestival in Berck-sur-Mer

    Pas-de-Calais: Touristenansturm beim Drachenfestival in Berck-sur-Mer

    Das Drachenfestival in Berck-sur-Mer (Pas-de-Calais) bringt in den Frühlingsferien viele Menschen zusammen. Zuschauer aus der ganzen Welt reisen an, um das bunte Spektakel in der Luft zu bewundern. Wenn Sie auf der Suche nach der Welthauptstadt der Drachen sind, werden Sie in Berck-sur-Mer (Pas-de-C…

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  • Normandie: Ein Dorf verkauft sein Rathaus – um Geld zu sparen

    Normandie: Ein Dorf verkauft sein Rathaus – um Geld zu sparen

    Der Anstieg der Energiepreise hat manche kleine Gemeinde in Schwierigkeiten gebracht. Um den Bankrott abzuwenden, musste inzwischen mehr als ein Bürgermeister die schmerzhafte Entscheidung treffen, das Rathaus zu verkaufen. In der Normandie traf die Verwaltung des Dorfes Maisoncelles-la-Jourdan eine radikale Entscheidung. Angesichts der hohen Energiekosten schaltete man eine Anzeige, um das Rathaus zu verkaufen. 160 m2 für 148.700 Euro. Der Verkäufer ist Monsieur le Maire, Guy Vélény. Die Gemeinde hat mit ihren Nachbargemeinden fusioniert. Das Gebäude zu behalten wurde zu teuer. Schluss mit den Nebenkosten, der Instandhaltung des Gebäudes und der Heizung. Der Verkauf würde den Gemeindehaushalt um 7.000 Euro pro Jahr entlasten. Das Rathaus zieht nur 150 Meter entfernt in ein halb so großes, bescheideneres Gebäude um. Für die Bewohner des Dorfes ist es von entscheidender Bedeutung, ein Rathaus zu behalten. Durch Fusionen oder Zusammenlegungen sind in Frankreich innerhalb von zehn Jahren …

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  • Calvados: Bunker fällt wegen der Erosion von einer Klippe

    Calvados: Bunker fällt wegen der Erosion von einer Klippe

    Ein Stück Geschichte wurde gerade von der Erosion zerstört. An den D-Day-Stränden in Grandcamp-Maisy ist ein Bunker von den Klippen gestürzt. Eine direkte Folge der globalen Erwärmung und des unaufhaltsamen Vorrückens des Meeres.

    Es war eine Festung, ein Stück des Atlantikwalls, hart wie Fels. Eines Tages im März kippte der Bunker in Grandcamp-Maisy (Calvados) von der klippe. Das Schauspiel ist für die Spaziergänger atemberaubend. „Da kann man sie nicht mehr leugnen, die Erosion“, sagt eine Frau auf dem Sender France 3. „Man sieht, dass es ein Ort war, den man besuchen konnte, weil dort oben ein Geländer ist“, bemerkt ein Mann.

    „Das Meer ist da, es greift an“
    Der kleine Bunker war für die Unterbringung eines Soldaten und eines Maschinengewehrs vorgesehen. Seit einigen Jahren bröckelt die aus Erde bestehende Klippe aufgrund der kombinierten Wirkung von Wasserabfluss und Meeresströmungen. Heute hat der atemberaubende Blick auf die Skyline etwas Bedrohliches an sich. „Das Meer ist da, es greift an. In 3-4 Jahren ist so viel passiert wie in vielleicht 20 oder 30 Jahren vorher“, stellt Eric Poissonnière, der Bürgermeister von Grandcamp-Maisy, fest. Das Meer hat inzwischen auch die letzten Überreste der Strandverteidigung, die in der Normandie noch zu sehen sind, aus den Angeln gehoben.

  • Pas-de-Calais: Drachenparade in Berck-sur-Mer

    Pas-de-Calais: Drachenparade in Berck-sur-Mer

    Im Departement Pas-de-Calais verwandelt sich die Strandpromenade von Berck eine Woche lang in die Welthauptstadt des Drachensports. In allen Formen und Farben schmücken sie seit Sonntag, dem 16. April, den Himmel über Berck-sur-Mer (Pas-de-Calais). Riesenkraken oder auch 100 Meter lange und 10 Meter…

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  • Drei Tote durch Schüsse in Nogent-sur-Oise: 2 Kinder im Alter von 5 und 7 Jahren und ihr Vater

    Drei Tote durch Schüsse in Nogent-sur-Oise: 2 Kinder im Alter von 5 und 7 Jahren und ihr Vater

    Gegen 23 Uhr am Freitag, den 14. April, wurden zwei Kinder im Alter von 5 und 7 Jahren in ihrem Haus in Nogent-sur-Oise durch Schüsse getötet. Da der Vater ebenfalls tot aufgefunden wurde, könnte es sich um einen erweiterten Selbstmord handeln.  Am Freitag, kurz vor Mitternacht, wurden drei Personen tot in einem Haus in der Rue du Général de Gaulle in Nogent-sur-Oise im Departement Oise aufgefunden. Es handelt sich um zwei Kinder im Alter von 5 und 7 Jahren, die an den Folgen von Schüssen gestorben sind, und um ihren 43-jährigen Vater, bestätigt die Staatsanwaltschaft von Senlis in einer Pressemitteilung. „Nach den ersten Feststellungen und den gesammelten Zeugenaussagen erschien die Hypothese eines vom Vater begangenen Doppelmordes, gefolgt von seinem Selbstmord, am wahrscheinlichsten“, so der Staatsanwalt. Andere Hypothesen wurden jedoch auch noch nicht aufgegeben. Es wurde eine Untersuchung der Mordkommission eingeleitet. Die Polizei wurde am Freitag gegen 23 Uhr auf ein mögliches Drama in der Wohnung eines 43-jährigen Mannes, der sich dort mit seinen Kindern aufhielt, aufmerksam gemacht. Bei ihrer Ankunft stellten die Polizei, die Feuerwehr und der Rettungsdienst den Tod der beiden Brüder und ihres Vaters fest. Erste Hinweise deuten auf Vorsatz hin. Der Vater lebte von der Mutter getrennt. Eine Untersuchung wegen Mordes wurde „angesichts erster Anzeichen, die auf einen Vorsatz schließen lassen“ eingeleitet, heißt es in der Erklärung. Eine Autopsie der drei Familienmitglieder werde „Anfang der Woche in der Rechtsmedizin in Creil“ durchgeführt. Eine medizinisch-psychologische Notfalleinheit wurde eingerichtet, um den Angehörigen der Opfer Unterstützung anzubieten.
  • Kaufkraft: Die Gemeinde Denain bietet allen Einwohnern eine Unterstützung von 50 Euro an

    Kaufkraft: Die Gemeinde Denain bietet allen Einwohnern eine Unterstützung von 50 Euro an

    In Denain im Norden Frankreichs bekommen alle Einwohner einen Zuschuss von 50 Euro, um den steigenden Preisen entgegenzuwirken. Die Gemeinde hatte dieses Experiment bereits im letzten Jahr durchgeführt, sehr zur Freude der Einwohner. Vor dem Rathaus von Denain (Nord) bildete sich schon lange vor der Öffnung der Türen eine Schlange. Die Einwohner haben es eilig, ihren Scheck zu erhalten. „Das tut gut, vor allem bei all dem, was im Moment teurer wird“, bekräftigt eine Frau auf dem Sender France 2. Die Gemeinde bietet 50 Euro pro Haushalt ohne Bedürftigkeitsprüfung, eine willkommene Anschubaktion in einer Stadt, in der 30 % der Bevölkerung arbeitslos sind. Die Aktion kostete die Gemeinde im letzten Jahr 400.000 Euro. Im letzten Jahr wurden 6.231 Schecks verteilt, was die Gemeinde insgesamt 400.000 Euro kostete, was immerhin 2 % des städtischen Haushalts entsprach. Die Stadtverwaltung hatte bei anderen Ausgaben gekürzt. „Wir machen es dieses Jahr wieder, weil die Leute es brauchen. Wenn di…

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  • Sturm Mathis: Ein Toter – Tornados und Tausende Haushalte ohne Strom

    Sturm Mathis: Ein Toter – Tornados und Tausende Haushalte ohne Strom

    Das Opfer starb am Freitag in Lothringen. Rettungskräfte hatten vergeblich versucht, den jungen Mann zu reanimieren. Ein 19-jähriger Mann starb, nachdem am Freitag, dem 31. März, in Senones (Vogesen) ein Baum auf einem Rastplatz umgestürzt war. Eine Folge der „starken Winde“, die durch den Sturm Mathis verursacht wurden. Im Laufe des Tages musste in 80 französischen Departements die Warnstufe Gelb oder Orange ausgerufen werden. Am Freitagabend galt für 67 Departements noch die Wetterwarnung Gelb. Der junge Mann war auf einem Rastplatz in der Nähe seines Fahrzeugs unterwegs, als er von einem umstürzenden Baum getroffen wurde. Feuerwehr und Notarzt versuchten vergeblich, den jungen Mann wiederzubeleben. Ein Hubschrauber wurde ebenfalls mobilisiert, aber der 19-Jährige verstarb noch am Unfallort. Tausende Haushalte ohne Strom Der Sturm Mathis verursachte auch andere Schäden. Die Stadtverwaltung von Buzançais (Indre) berichtete von einem „Tornado“. Die Feuerwehr musste in der Gemeinde 55 Mal wegen umgestürzter Bäume, eingestürzter Schornsteine und abgedeckter Dächer ausrücken. Auch eine Schule war betroffen, es gab zum Glück aber keine Verletzten. Im Departement Vienne verursachte ein weiterer Tornado im Dorf Saint-Jean-de-Sauve Schäden ohne Verletzte, wie die Präfektur mitteilte. Einige Häuser verloren ihre Dächer, ein Altenheim und der Innenhof einer Schule wurden in Mitleidenschaft gezogen. 12.500 Haushalte waren in der Region Burgund-Franche-Comté nach dem Durchzug des Sturms Mathis ohne Strom, wie Franceinfo am Freitagabend von dem Stromanbieter Enedis erfuhr. Drei Viertel des nördlichen Teils Frankreichs waren von Zwischenfällen im Stromnetz betroffen.
  • Nord: Buitoni-Fabrik in Caudry wird endgültig geschlossen

    Nord: Buitoni-Fabrik in Caudry wird endgültig geschlossen

    Nestlé kündigte am Donnerstag, de 30. März, die endgültige Schließung der Buitoni-Fabrik in Caudry (Nordfrankreich) an. Die Fabrik war in den Fall der verseuchten Buitoni-Pizzas verwickelt, die im Jahr 2022 zwei Kindern das Leben gekostet hatten. Die Beschäftigten machen sich Sorgen um ihre Zukunft.

    Das Management wird ausgepfiffen und die Arbeitnehmer sind empört. Die Ankündigung kam am Donnerstag, dem 30. März: Nestlé schließt seine Buitoni-Fabrik in Caudry (Nordfrankreich), ein Jahr nach der Affäre um verseuchte Pizzas. „Das haben wir nicht verdient. Die Ankündigung, dass geschlossen wird, ist furchtbar“, bedauert eine Frau gegenüber der Kamera des Senders France 2. Seit dem Skandal um verseuchte Tiefkühlpizzen, die für den Tod von zwei Kindern verantwortlich gemacht wurden, war die Fabrik vorläufig geschlossen worden. Sie wurde Mitte Dezember 2022 teilweise wieder aktiviert und Anfang März aufgrund von straken Umsatzeinbrüchen erneut geschlossen.

    „Wir wollen, dass Nestlé Verantwortung übernimmt“.
    Heute fühlen sich die Beschäftigten im Stich gelassen. Didier Fontaine, Lagerarbeiter, sagt: „Wir wollen, dass Nestlé die Verantwortung übernimmt und ganz Frankreich sagt, dass wir als Arbeitnehmer nicht verantwortlich sind.“ Was wird aus den 140 Beschäftigten? Nestlé hat sich verpflichtet, ihnen bei Umschulungen zu helfen, aber einige glauben nicht daran. Ein weiterer schwerer Schlag für die kleine Stadt im Norden Frankreichs. In Caudry liegt die Arbeitslosenquote bei rund 15 %. Am Donnerstagabend kündigt die Gewerkschaft FO an, den Eingang zur Buitoni-Fabrik den ganzen April über zu blockieren.

  • Rouen: Wildschweine siedeln sich in den Gärten an

    Rouen: Wildschweine siedeln sich in den Gärten an

    Auf den Anhöhen von Rouen im Département Seine-Maritime verwüsten immer öfter Wildschweine die Gärten. Die Bewohner sind von der Situation genervt.

    Seit sechs Monaten haben sich Wildschweine mitten in einem Wohngebiet auf den Anhöhen der Stadt Rouen (Seine-Maritime) eingenistet. Die Anwohner sind entnervt. „Sie drehen alles um. Sie fressen die Blumen. Sie legen die Bäume um“, beklagte sich Guy Billard, ein Anwohner, vor der Kamera des Senders France 3. Mitten am Tag lassen sich die über hundert Kilo schweren Tiere auf den Rasenflächen und Terrassen der Anwohner nieder. In 20 Jahren hat Guy Billard so etwas noch nie gesehen. Er fragt sich: „Müssen wir uns mit einem Gewehr bewaffnen und schießen? Dann wird innerhalb einer Stunde die Polizei hier sein“.

    Palisaden sollen aufgestellt werden
    Nur wenige Meter entfernt stellt Lilas Ferrar das gleiche fest. Sie sagt: „Sie fressen. Sie laufen herum (…) Sie haben alles aufgewühlt. Ich habe eines verjagt und das war ein riesiges Schwein.“ Mindestens ein Dutzend Häuser im dem Viertel wurden von den Wildschweinen besucht. Auf Anfrage teilte die Stadtverwaltung von Rouen mit, dass bald Palisaden aufgestellt werden sollen, um die Routen der Tiere umzulenken. Außerdem wird derzeit eine Studie durchgeführt, um die Wildschweinpopulation in der Umgebung von Rouen zu schätzen.

  • Rentenreform: Polizei sprüht Tränengas in eine Bar

    Rentenreform: Polizei sprüht Tränengas in eine Bar

    Am Rande des neunten Tages der Mobilisierung gegen die Rentenreform am 23. März eskalierte ein Polizeieinsatz in einer Bar in Lille: Die Gäste, die sich in dem Lokal befanden, wurden mit Tränengas besprüht.

    Die Szene, über die die Zeitung Voix du Nord berichtet, ereignet sich am Donnerstag, dem 23. März, in Lille am Rande der Demonstration gegen die Rentenreform. Als sich die Demonstration mit schweren Ausschreitungen auf dem 500 Meter entfernten Place de la République ihrem Ende näherte, stürmte ein Polizeibeamter in das Bistro L’Ecart. „Wir tranken ruhig ein Bier nach der Demo (…) Er schien jemanden zu suchen. Es gab natürlich eine Reaktion, einige Leute standen auf und forderten ihn auf zu gehen. Es war angespannt.“, berichtete der Stadtrat von Lille, Frédéric Louchart.

    Ein „unverhältnismäßiger Polizeieinsatz“.
    In einem der Videos, die von dem Vorfall in den sozialen Netzwerken zirkulieren, kann man tatsächlich hören, wie Kunden den Polizisten beschimpfen: „Geh nach Hause!“, „Das ist hier Privatbesitz, raus!“. Der Polizist verlässt schließlich das Gebäude und Kunden treten vor die Tür des Bistro L´Ecart. Dort stehen mehrere Polizeibeamte, der Ton wird schärfer. Der erste Polizist nähert sich einem jungen Mann vor dem Eingang und die Situation eskaliert. Einer der Beamten sprüht Tränengas in die Gruppe und dann in das Innere des Cafés. Die Gäste husten und draußen wird der junge Mann abgeführt.

    „Es gab keinen Willen zur Deeskalation“, stellt Stadtrat Frédéric Louchart fest. Er selbst erlitt bei dem Vorfall Verbrennungen im Gesicht und war mehrere Tage arbeitsunfähig. In einer Erklärung fordert die Partei Lille Verte, der der Stadtrat angehört, von der Präfektur Erklärungen zu diesem „unverhältnismäßigen Polizeieinsatz“.