Kategorie: Nordost

  • Pas-de-Calais: 13-jähriges Mädchen nimmt sich nach monatelangem Mobbing in der Schule das Leben

    Pas-de-Calais: 13-jähriges Mädchen nimmt sich nach monatelangem Mobbing in der Schule das Leben

    Im Departement Pas-de-Calais nahm sich eine 13-jährige Jugendliche das Leben. In einem Brief, den sie hinterließ, berichtete sie, was sie erlitten hatte, obwohl die Schule mehrfach gewarnt worden war. Vier Minderjährige wurden angeklagt.

    Vor den Türen der Schule in Vendin-le-Vieil (Pas-de-Calais) sind über mehrere Dutzend Meter mit Blumen und Hommagen bedeckt, mit Botschaften gegen Mobbing in der Schule und Fotos des Mädchens, das am 12. Mai dieses Jahres ein Opfer von Mobbing wurde. Lindsay war 13 Jahre alt, besuchte die vierte Klasse und hatte sich seit mehreren Monaten darüber beschwert, dass sie zur Zielscheibe mehrerer Mitschüler geworden war. Am Mittwoch, dem 24. Mai, wurde ein Trauermarsch organisiert. Unter den Teilnehmern befanden sich auch zahlreiche verstörte Mittelschüler.

    Mehrere Male von den Eltern alarmiert
    Die Eltern des Mädchens gaben an, die Schule mehrfach alarmiert zu haben. Das Rektorat erklärte, dass ein beschuldigter Schüler von der Schule ausgeschlossen wurde. Für den Vater einer Schülerin ist das nicht ausreichend: „Man hätte sich schon viel früher mobilisieren müssen (…) der Schulleiter wusste Bescheid.“ Gegen vier Minderjährige wurde Anklage erhoben.

  • Roubaix: Vier Menschen, darunter drei Polizisten im Einsatz, sterben bei Verkehrsunfall

    Roubaix: Vier Menschen, darunter drei Polizisten im Einsatz, sterben bei Verkehrsunfall

    Der Unfall ereignete sich auf der Landstraße 700 in der Nähe von Villeneuve-d’Ascq. Drei Beamte der Polizeistation Roubaix und eine weitere Person starben.

    Bei einem Verkehrsunfall am Sonntag, dem 21. Mai, auf der Departementstraße 700 in der Nähe von Villeneuve-d’Ascq (Nord) kamen vier Menschen ums Leben, darunter drei Polizisten, wie die Präfektur des Departements Nord in einer Pressemitteilung bekannt gab. „Bei einem Einsatz am Sonntag, dem 21. Mai 2023, war ein Fahrzeug der nationalen Polizei in einen Verkehrsunfall auf der RD 700 verwickelt“, heißt es in der Erklärung. Drei Beamte der Polizeistation von Roubaix starben bei dem Unfall, ebenso wie „der Fahrer des zweiten Fahrzeugs“.

    Im Polizeifahrzeug befand sich auch eine „Zivilperson, die von den Beamten betreut wurde“. Diese befand sich am Sonntagmorgen in Lebensgefahr und wurde in das Roger-Salengro-Krankenhaus in Lille gebracht, so die Präfektur. Laut der Aussage einer Polizeiquelle gegenüber France Télévisions ereignete sich der Unfall, als die Polizisten die minderjährige Person ins Krankenhaus begleiten wollten.

    In der Mitteilung der Präfektur des Departements Nord heißt es außerdem, dass sich auch ein Insasse des zweiten Fahrzeugs in Lebensgefahr befinde und in das Krankenhaus in Lille gebracht wurde. „Meine Gedanken sind bei den Familien der Opfer, denen ich mein Beileid ausspreche. Volle Unterstützung für die Verletzten“, äußerte sich Innenminister Gérald Darmanin am Sonntag.

  • 110 Gräber auf dem Friedhof von Lesquin geplündert und verwüstet – Familien erstatten Anzeige

    110 Gräber auf dem Friedhof von Lesquin geplündert und verwüstet – Familien erstatten Anzeige

    Vor einer Woche wurden in Lesquin (Nordfrankreich) über hundert Gräber verwüstet und Gegenstände entwendet. Mehrere Familien erstatteten Anzeige.

    In Lesquin im Norden Frankreichs wurden in der Nacht vom 11. auf den 12. Mai 110 Gräber geplündert und vandalisiert, berichtet France Bleu Nord am Freitag, dem 19. Mai. Mehrere Familien haben Anzeige erstattet.

    Es wurden Statuetten oder Gegenstände aus Zinn, Bronze oder Kupfer gestohlen. Es ist das dritte Mal innerhalb von zehn Jahren, dass dieser Friedhof Opfer von Grabschändungen wurde wurde. Seit etwas mehr als einem Monat ist die Kamera, die den Friedhof überwachte, aufgrund von Arbeiten an der Straßenbeleuchtung entfernt worden.

    Die Familien, deren Gräber verwüstet wurden, erwarten mehr Sicherheit, z. B. eine neue Überwachungskamera. Sie hoffen vor allem, „dass das Problem ernst genommen wird und dass Lösungen gefunden werden“, sagt Cathy, deren Großelterngrab beschädigt wurde. „Es ist die psychologische und moralische Seite, die wirklich sehr schwierig ist“, fügt sie hinzu.

  • Himmelfahrtswochenende: Touristen in ganz Frankreich unterwegs

    Himmelfahrtswochenende: Touristen in ganz Frankreich unterwegs

    Es ist ein beliebtes verlängertes Wochenende bei den Franzosen, und das aus gutem Grund: Viele nutzen es, um ein paar Tage lang abseits der Alltagshektik zu entspannen. France 3 berichtet aus Annecy (Hochsavoyen) und Vézelay (Yonne).

    Friedlich über den See von Annecy (Hochsavoyen) schippern, sich Zeit lassen. Die Arbeit und die Sorgen sind weit weg, und es sind nicht ein paar dunkle Wolken, die den Touristen den Spaß verderben werden. „Jedes Mal kommen wir, weil wir den Ort lieben, die Aussicht, die Berge, den See“, sagt eine Touristin auf dem Sender France 3. Nach der Bootsfahrt werden Fotos auf der Liebesbrücke gemacht, die Starpose im Stil der Filmfestspiele von Cannes. Zur Mittagszeit muss man in den Straßen der Altstadt seine Ellenbogen einsetzen und warten, da viele Restaurants ausgebucht sind.

    Auch Vézelay ist voll besetzt
    In Vézelay im Departement Yonne kommt das Himmelfahrtswochenende voll zum Tragen. Ein bisschen anstrengend für die Waden, 700 Meter bergauf, bevor man am Fuße der Basilika der Gemeinde ankommt. Nach der Anstrengung kommt der Genuss, ein Gougère (Brandgebäck mit Käse) stärkt die Mutigen und ist zudem eine Spezialität der Gegend. Mehrere tausend Touristen werden allein während Himmelfahrtswochenendes durch die Gassen des mittelalterlichen Dorfes streifen. Jedes Jahr kommen mehr als 800.000 Menschen in die Stadt.

  • Angriff auf Großneffen von Brigitte Macron: Präsident spricht von „inakzeptablen“ und „unaussprechlichen“ Vorfällen

    Angriff auf Großneffen von Brigitte Macron: Präsident spricht von „inakzeptablen“ und „unaussprechlichen“ Vorfällen

    Acht Personen wurden verhaftet und in Polizeigewahrsam genommen. „Diesmal sind die Gegner zu weit gegangen“, schimpft Jean-Alexandre Trogneux. Sein Sohn Jean-Baptiste wurde am Montagabend in Amiens nach dem von dem Sender TF1 ausgestrahlten Interview von Emmanuel Macron angegriffen. Jean-Baptiste Trogneux ist der Großneffe von Brigitte Macron, der Frau des französischen Staatspräsidenten. Diese verurteilte am Dienstag „die Feigheit, die Dummheit und die Gewalt“ der Angreifer. Emmanuel Macron verurteilte seinerseits „inakzeptable und unaussprechliche Taten“. „Gewalt hat keinen Platz in der Demokratie (…) Keine Form von Gewalt ist gerechtfertigt“, bekräftigte er. „Etwa zehn Personen gingen nach der Fernsehansprache des Präsidenten zu unserem Geschäft in der Innenstadt von Amiens. Sie gehören zu einer Gruppe von Demonstranten, die sich regelmäßig vor dem Rathaus versammeln“, berichtete Jean-Alexandre Trogneux. Sein Sohn „wurde mit Fäusten geschlagen und getreten. Er hat Verletzungen am …

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  • Amiens: Großneffe von Brigitte Macron nach Emmanuel Macrons Interview zusammengeschlagen

    Amiens: Großneffe von Brigitte Macron nach Emmanuel Macrons Interview zusammengeschlagen

    Der Mann wurde von mehreren Personen vor der Chocolaterie Jean Trogneux zu Boden geschlagen. Nach Informationen von France Bleu Picardie wurden acht Personen verhaftet und in Polizeigewahrsam genommen. Jean-Baptiste Trogneux, Großneffe von Brigitte Macron, wurde am Montagabend, dem 15. Mai, nach dem Interview von Emmanuel Macron auf dem Fernsehsender TF1 in Amiens angegriffen, wie France Bleu Picardie vom Vater des Opfers erfuhr. Er wurde von mehreren Personen vor dem Schokoladengeschäft Jean Trogneux, für das er mitverantwortlich ist, zu Boden geschlagen. „Etwa 40 Demonstranten waren dort, nach der Ansprache des Präsidenten auf TF1“, berichtet Jean-Baptistes Vater Jean-Alexandre Trogneux gegenüber dem Sender France Bleu Picardie. „Es waren etwa zehn, die sich auf ihn stürzten als sie ihn erkannten. Sie haben ihn verprügelt, mit vielen Schlägen ins Gesicht“. Acht Personen wurden festgenommen Jean-Baptiste Trogneux „hat ein Trauma und muss sich einem Gehirnscan unterziehen“, erklärt sei…

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  • Pas-de-Calais: Exil-Afghane hat jetzt sein Restaurant in Libercourt eröffnet

    Pas-de-Calais: Exil-Afghane hat jetzt sein Restaurant in Libercourt eröffnet

    Vier Jahre nach seiner Ankunft in Frankreich hat der afghanische Flüchtling und ehemalige Dolmetscher sein Restaurant in Libercourt, Pas-de-Calais, eröffnet. Nicht ohne Stolz.

    Mit einem Lächeln präsentiert Akmal stolz sein Arbeitsgerät. Ein paar Worte auf Französisch, einer Sprache, die er gerade erst zu beherrschen beginnt. „Wenn ich mich mit den Kunden unterhalte, gibt es keine Probleme. Ich bin stolz, ich mache etwas“, stellt der afghanische Flüchtling, der 2019 nach Frankreich kam, auf dem Sender France 3 klar. Jetzt arbeitet er mit seiner Frau sieben Tage die Woche, mittags und abends in seinem Restaurant in Libercourt (Pas-de-Calais). Ihr Eifer nötigt den Kunden Respekt ab, schließlich haben sie bei null angefangen.

    Die Familie sitzt noch immer in Afghanistan fest.
    In der afghanischen Heimat arbeitete seine Frau Suraya für die Vereinten Nationen, während Akmal als Übersetzer für die französische Armee tätig war. Ihr neues Leben in Frankreich lässt sie ihre Familie in Afghanistan natürlich nicht vergessen. Akmal wurde mit seiner Frau und seinen beiden Kindern nach Frankreich evakuiert, doch der Rest der Familie, die dort geblieben ist, ist weiterhin in Gefahr. „Ich habe getan, was gut für mein Land war, aber wenn ich nicht mit der Armee zusammengearbeitet hätte, wäre meine Familie heute nicht in Gefahr. Aber ich fühle mich nicht schuldig“, sagt Akmal. Seit nunmehr vier Jahren fordern sie die Evakuierung ihrer Angehörigen nach Frankreich.

  • Aisne: Ein Hunderudel greift fünf Menschen an

    Aisne: Ein Hunderudel greift fünf Menschen an

    Im Departement Aisne versetzte eine Hundemeute das Dorf Vailly-sur-Aisne in Angst und Schrecken. Unter anderem wurde eine Frau von fünf Hunden schwer verletzt. In der Gemeinde stehen die Bewohner unter Schock.

    In Vailly-sur-Aisne (Aisne) wurde eine Frau von Hunden angegriffen. Sie erlitt mehrere Bisswunden am Unterarm und ein Finger wurde ihr fast vollständig abgerissen. Das Opfer, eine Frau in den Fünfzigern, wurde in die medizinische Versorgungsstation in Saint-Quentin gebracht. Vier weitere Personen wurden von der Meute, die aus fünf Hunden bestand, verletzt. „Es handelt sich um vier Malinois oder Malinois-Mischlinge und einen American Staff, die in der Gemeinde umherstreiften. Sie wurden später im Haus ihres Besitzers gefunden“, erklärt Eric Thibaut, stellvertretender Gendarmerie-Kommandant von Soissons auf dem Sender France 3.

    Die ersten Ermittlungen deuten darauf hin, dass die Hunde nicht, wie gesetzlich vorgeschrieben, beim Rathaus angemeldet waren. Der Bürgermeister konnte mit der Besitzerin, einer Bewohnerin, die im März letzten Jahres in die Gemeinde gezogen war, sprechen. Die Hunde wurden von der Hundestaffel der Gendarmerie in Obhut genommen und werden nun einem Verhaltensgutachten unterzogen. Gegen die Besitzerin werden rechtliche Schritte eingeleitet. Die Opfer wollen Strafanzeige erstatten.

  • Drachenfestival in Berck-sur-Mer: Fahrzeug rast in die Menschenmenge

    Drachenfestival in Berck-sur-Mer: Fahrzeug rast in die Menschenmenge

    In Berck-sur-Mer, im Département Pas-de-Calais, raste am Sonntag ein Auto in umstehende Passanten. Elf Personen wurden verletzt, vier davon schwebten in Lebensgefahr.

    In Berck-sur-Mer (Pas-de-Calais) brach Panik aus. Um ca. 18.30 Uhr fuhr ein Fahrzeug in eine Gruppe von Passanten. Kurz darauf sicherte die Polizei den Ort und die Feuerwehr kümmerte sich um die Opfer. Die Stadt feierte das internationale Drachenfest. Das Stadtzentrum war mit Schaulustigen überfüllt. In der Rue de l’Impératrice beschleunigte das Fahrzeug plötzlich und rammte nach Angaben von Zeugen etwa zehn Passanten. „Ich habe gesehen, wie ein Auto genau dort angerast kam und Leute überfahren hat“, bestätigt ein Zeuge auf dem Sender France 2. Insgesamt wurden elf Personen verletzt, vier davon schwebten in Lebensgefahr.

    Untersuchung wurde eingeleitet
    Nach Angaben der Staatsanwaltschaft befindet sich ein Mann immer noch in Lebensgefahr. An der Unfallstelle flüchteten sich zahlreiche verängstigte Passanten in die umliegenden Geschäfte. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft handelt es sich bei dem Fahrer um einen 76-jährigen behinderten Mann. Er habe die Kontrolle über sein Fahrzeug verloren und sich zwischen dem Brems- und dem Gaspedal vertan. Er wurde weder positiv auf Alkohol noch auf Drogen getestet. Er selbst befindet sich amSonntagabend im Krankenhaus. Der Fahrer soll in den nächsten Tagen zu den Umständen des Unfalls vernommen werden. Es wird eine Untersuchung wegen fahrlässiger Körperverletzung eingeleitet.

  • Arras: 86-jährige wohlhabende Frau von drei Personen entführt und dann in ihrer Bank wiedergefunden

    Arras: 86-jährige wohlhabende Frau von drei Personen entführt und dann in ihrer Bank wiedergefunden

    In Arras (Pas-de-Calais) wurde eine wohlhabende 86-jährige Frau mit 10.000 Euro in ihrer Bank aufgefunden, nachdem sie entführt worden war. Drei Personen werden verdächtigt, sie aus ihrem Haus entführt und zur Bank gebracht zu haben, sie flüchteten.

    Eine 86-jährige Frau wurde am Dienstagmorgen in ihrer Bank in Arras, Pas-de-Calais, mit 10.000 Euro, die sie gerade aus ihrem Safe geholt hatte, wohlbehalten aufgefunden, wie Franceinfo berichtet. Die Dame sei von drei bisher nicht identifizierten Personen aus ihrem Haus entführt worden. Die Täter durchsuchten zunächst das Haus und entwendeten 2.100 Euro.

    Die drei Personen brachten die ältere Dame dann mit dem Auto zu ihrer Zweigstelle der BNP-Paribas-Bank im Zentrum von Arras, die etwa 10 Autominuten von ihrem Haus entfernt liegt, und verlangten von ihrem Opfer, eine große Summe Geld abzuheben. Anhand der Auswertung der Videoüberwachung stellte die Polizei fest, dass die drei Angreifer in ihrem Auto vor der Bank mehrmals hin und her fuhren, um zu sehen, was ihr Opfer in der Bank tat. Anschließend flohen sie und werden von der Polizei noch immer gesucht.

    Die Tochter des Opfers verständigte die Polizei.
    Nach ersten Erkenntnissen der Ermittlungen, wurde die Tochter des Opfers auf die Entführung ihrer Mutter aufmerksam und verständigte gegen 10:30 Uhr die Polizei. Wie die Täter ihr Opfer dazu brachten, sich in den Tresorraum der Bank zu begeben, muss die weitere Untersuchung klären.

    Die 86-Jährige erklärte den Polizisten jedenfalls, dass die Personen vermummt gewesen seien und sich zunächst als Polizisten vorgestellt hätten.