Kategorie: À la une

  • Paris: 6 Mitglieder des Kollektivs „Dernière Rénovation“ in der Nähe des Elysée-Palastes festgenommen

    Paris: 6 Mitglieder des Kollektivs „Dernière Rénovation“ in der Nähe des Elysée-Palastes festgenommen

    Aktivisten des Kollektivs „Dernière Rénovation“ (vergleichbar mit dem Klimaaktivisten-Bündnis Letzte Generation in Deutschland)  verschütteten am Mittwoch, dem traditionellen Tag des Ministerrats, orangefarbene Farbe am Place Beauvau in Paris, um die „klimapolitische Untätigkeit“ der Regierung anzuprangern. Sechs von ihnen wurden im Laufe des Vormittags festgenommen. Sechs Personen wurden am Mittwochmorgen, dem 6. September, unter dem Verdacht festgenommen, orangefarbene Farbe auf dem Place Beauvau im 8. Arrondissement von Paris verschüttet zu haben, wo sich das Innenministerium befindet und der ganz in der Nähe des Élysée-Palastes liegt, wie Franceinfo meldet. Es handelt sich um fünf Männer und eine Frau, die Mitglieder des Kollektivs Dernière Rénovation sind. Sie wurden zum Kommissariat des 8. Arrondissements gebracht. Die Ordnungskräfte fanden in ihren Rucksäcken Sprühdosen mit Farbe.

    Mit dieser Aktion wollten die Aktivis…

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  • Armut: Ein Drittel der Franzosen lebt in Schwierigkeiten

    Armut: Ein Drittel der Franzosen lebt in Schwierigkeiten

    Die prekäre Lage vieler Franzosen nimmt zu. Fast ein Drittel der Bevölkerung Frankreichs hat insbesondere Schwierigkeiten, sich gesund zu ernähren.

    58 % der Franzosen geben an, schon einmal in prekären Verhältnissen gelebt zu haben, oder zu befürchten, in die Armut abzurutschen. Weitere alarmierende Zahlen steigen an: 18 % der Franzosen leben mit einem überzogenen Konto, das sind drei Prozentpunkte mehr als im Jahr 2022. Eine Situation, die es so in Frankreich noch nie gegeben hat. „Das betrifft nicht nur Menschen, die bereits in Schwierigkeiten waren“, warnt Henriette Steinberg, Generalsekretärin des Secours populaire.

    32 % der Franzosen haben auch Schwierigkeiten, sich gesund zu ernähren und drei Mahlzeiten am Tag zu sich zu nehmen. Eine Zahl, die ebenfalls deutlich steigt, denn 2017 waren es „nur“ 23 %. Die zunehmende Armut in der Bevölkerung ist auch ein Grund, warum Lebensmittelhilfsorganisationen wie die Restos du Coeur und das französische Rote Kreuz Alarm schlagen, da ihre eigenen Ressourcen drastisch zurückgehen.

    Eine Reportage des Senders France 2:

  • Armut in Frankreich: Der Staat muß 2023 insgesamt 156 Millionen Euro für Nahrungsmittelhilfen bereitstellen

    Armut in Frankreich: Der Staat muß 2023 insgesamt 156 Millionen Euro für Nahrungsmittelhilfen bereitstellen

    Das Ministerium für Solidarität teilte mit, dass der französische Staat im Jahr 2023 insgesamt 156 Millionen Euro für Organisationen bereitstellen werde, die sich für die Nahrungsmittelhilfe bedürftiger Bürger einsetzen. Viele Organisationen geben an, dass sie sich aufgrund der Inflation in den roten Zahlen befinden. Seit mehreren Monaten leiden Organisationen, die in Frankreich Nahrungsmittelhilfe für bedürftige Bürger leisten, unter den Auswirkungen der Inflation und einer wachsenden Nachfrage. Nachdem mehrere Organisationen wie die Restos du Coeur oder das Rote Kreuz die Behörden auf ihre finanzielle Situation aufmerksam gemacht hatten, gab der Staat bekannt, dass er fast 156 Millionen Euro für „lokale und nationale Organisationen, die sich um die Schwächsten kümmern“, bereitstellen werde, so eine am 5. September veröffentlichte Erklärung des Ministeriums für Solidarität. Das Dokument spricht von „mehr als einer Verdoppelung“ dieses Budgets innerhalb von nur „drei Jahren“. Die Regie…

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  • Abaya-Verbot in der Schule: Fast 300 Verstöße gezählt – Dutzende Mädchen wurden nach Hause geschickt

    Abaya-Verbot in der Schule: Fast 300 Verstöße gezählt – Dutzende Mädchen wurden nach Hause geschickt

    Nach Angaben des französischen Bildungsministers Gabriel Attal hat sich eine Mehrheit der Schülerinnen an das Verbot gehalten. Trotzdem sind am Montag etwa 300 junge Mädchen in einer Abaya, einem traditionellen muslimischen Kleidungsstück, zum Schulbeginn erschienen. Es war das heiße Thema des beginns des neuen Schuljahres. Nachdem das Tragen der Abaya, einem traditionellen Kleidungsstück für Frauen aus dem Nahen Osten und dem Maghreb, in französischen Schulen verboten worden war, achteten die Schulen streng darauf, dass das neue Gesetz eingehalten wurde. Ersten Zahlen zufolge erschienen am Montag fast 300 Schülerinnen mit diesem Kleidungsstück zum Schulbeginn, wie Bildungsminister Gabriel Attal am Dienstag, dem 5. September, bekannt gab. „Es gibt junge Mädchen, die in Abaya in ihrer Schule erschienen sind, gestern waren es, glaube ich, etwas weniger als 300, nämlich 298“, sagte Attal auf dem Sender BFMTV. Eine sehr große Mehrheit habe sich an das Verbot gehalten, aber 67 hätten sich g…

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  • Emmanuel Macron befürwortet Bahnticket nach deutschem Vorbild für Regionalzüge

    Emmanuel Macron befürwortet Bahnticket nach deutschem Vorbild für Regionalzüge

    Auf Fragen des Youtube-Kanals HugoDécrypte antwortete Emmanuel Macron am Montag, er habe seinen Verkehrsminister Clément Beaune gebeten, sich mit diesem Thema zu befassen. Emmanuel Macron hat sich am Montag, dem 4. September, in einem Interview mit dem Online-Medium HugoDecrypte dafür ausgesprochen, in den französischen Regionen einen „Pass Rail“ zu einem Einheitstarif nach dem Vorbild des in Deutschland eingeführten „Deutschlandtickets“ einzuführen. „Ich bin dafür, einen Bahnpass nach dem in Deutschland bestehenden Modell einzuführen. In allen Regionen, die bereit sind, dies mit dem Staat zu tun!“, erklärte Emmanuel Macron am Montag, dem 4. September. Als Antwort auf die Inflation und als teil des Kampfes gegen die globale Erwärmung hat die deutsche Regierung im Mai ein Deutschlandticket eingeführt, das für 49 Euro pro Monat unbegrenzten Zugang zu Bussen, U-Bahnen, lokalen und regionalen Zügen bietet. „Für die Ökologie und die Kaufkraft, lasst uns diesen Zugpass auch in Frankreich sch…

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  • Restos du Coeur: Der französische Staat will 15 Millionen Euro an die Hilfsorganisation spenden

    Restos du Coeur: Der französische Staat will 15 Millionen Euro an die Hilfsorganisation spenden

    Auf dem TV-Sender TF1 kündigte die Ministerin für Solidarität, Aurore Bergé, am Sonntag, dem 3. September, an, dass die Regierung der Organisation Restos du Coeur finanziell helfen werde, da diese aufgrund ihrer finanziellen Schwierigkeiten sonst gezwungen wäre, in diesem Winter die Zahl der Menschen in ihren gemeinnützigen Restaurants zu reduzieren. Aufgrund finanzieller Schwierigkeiten werden die Restos du Coeur in diesem Winter möglicherweise gezwungen sein, die Zahl der Menschen, die von den gemeinnützigen Restaurants profitieren können, drastisch zu reduzieren. Die Verantwortlichen der Organisation rufen zu einer „massiven Mobilisierung der politischen und wirtschaftlichen Kräfte dieses Landes auf, um uns zu helfen, diese Hürde zu nehmen“, wie es Patrice Douret, Präsident der berühmten Wohltätigkeitsorganisation, die 1985 von dem französischen Schauspieler Coluche gegründet wurde, formulierte. „Seit Monaten warnen wir die Regierung vor dieser Situation, wir haben nicht genug Gehör…

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  • Frankreich: Rund 12 Millionen Schüler kehren heute in die Schule oder das Gymnasium zurück

    Frankreich: Rund 12 Millionen Schüler kehren heute in die Schule oder das Gymnasium zurück

    Auch für Gabriel Attal, der erst im Juli ernannt wurde, ist heute ein wichtiges Datum als neuer französischer Bildungsminister. Die Schulklingeln ertönen wieder. Rund 12 Millionen Schülerinnen und Schüler in Frankreich kehren am 4. September in die Schule zurück. Gabriel Attal, der erst im Juli in sein neues Amt berufen wurde, begleitet zum ersten Mal als Bildungsminister einen Schuljahresbeginn. Er kündigte an, dass er „recht schnell Experimente“ mit dem Tragen von Schuluniformen starten wolle. „Ich bin mir nicht sicher, ob das eine Wunderlösung ist, aber sie verdient es, getestet zu werden“, sagte der Minister auf dem Sender RTL. Mangel an Lehrern. Der Schulanfang 2023 findet aufgrund einer andauernden Krise bei der Einstellung von Lehrern erneut unter Spannung statt. Das ist zwar nicht neu, hat sich aber seit dem letzten Jahr verschärft. In diesem Jahr konnten landesweit mehr als 3.100 Lehrerstellen nicht besetzt werden. Umstrittenes Verbot der Abaya. Die Debatte über dieses lange, …

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  • Feminizide: Alle drei Tage wird in Frankreich eine Frau getötet

    Feminizide: Alle drei Tage wird in Frankreich eine Frau getötet

    Die vergangene Woche war von dem Mord an einer Frau auf offener Straße in einem Dorf in Savoyen geprägt, die von ihrem Ex-Mann getötet wurde. Am Samstag veröffentlichte das Innenministerium die Zahlen für das Jahr 2022.

    Die Zahl der Frauenmorde in Frankreich nimmt auch 2023 nicht ab. „118 Frauen wurden im letzten Jahr von ihrem Partner oder Ex-Partner getötet, im Jahr 2021 waren es 122. Und wenn man sich die letzten zehn Jahre ansieht, sieht man, dass die Entwicklung stabil bleibt“, berichtet die Journalistin Emmanuelle Lagarde am Samstag, dem 2. September, in der Sendung 19/20 auf France 3. Im Jahr 2022 haben die versuchten Tötungsdelikte in der Ehe sogar deutlich zugenommen.

    Wie sieht das typische Profil der Täter aus?
    Es handelt sich um Männer, die meist zwischen 30 und 49 Jahre alt sind, nicht berufstätig, arbeitslos oder pensioniert. „Meistens leben sie noch mit ihrer Partnerin unter demselben Dach“, sagt die Journalistin. Die Opfer sind ganz überwiegend im gleichen Alter und meist auch nicht berufstätig. „Ein Drittel dieser Frauen hat bereits zuvor häusliche Gewalt erlebt. Von den 118 im Jahr 2022 getöteten Frauen hatten 24 sogar eine Anzeige erstattet.“

    Jede Stunde greifen die Ordnungskräfte in Frankreich 38 Mal wegen häuslicher Gewalt ein. Eine rund um die Uhr erreichbare Notrufnummer lautet 3919.

  • Schulanfang: In Okzitanien sind Züge und Busse für 12- bis 26-Jährige kostenlos

    Schulanfang: In Okzitanien sind Züge und Busse für 12- bis 26-Jährige kostenlos

    Der Regionalrat der Region Okzitanien (Südwestfrankreich) führt zu Beginn des neuen Schuljahres neue Maßnahmen für die etwa 230.000 Gymnasiasten der Region ein, um die Kaufkraft und die Mobilität zu stärken. 

    Vor dem Hintergrund der Inflation soll das Budget der Familien von Gymnasiasten entlastet werden. Regionalpräsidentin Carole Delga kündigte eine Reihe neuer Maßnahmen an, die zusammen mit den bereits bestehenden Maßnahmen* den etwa 230.000 Gymnasiasten der Region Einsparungen von durchschnittlich 800 Euro ermöglichen sollen. Damit bietet die Region Okzitanien ihren Gymnasiasten den preiswertesten Schulanfang in ganz Frankreich.

    Zu den wichtigsten Neuerungen dieses Schuljahres gehört, dass die Region ab kommenden Januar die kostenlose Nutzung der Regionalzüge liO auf 12- bis 18-Jährige ausweiten wird. Bis dahin konnten nur 18- bis 26-Jährige von den kostenlosen Tickets profitieren. Allen Abonnenten des Schultransports steht auch die kostenlose Nutzung der liO-Regionalbusse zur Verfügung und auch diese Regelung wird ab 2024 auf die 12- bis 26-Jährigen ausgeweitet. „Dies betrifft eine Million junge Menschen und ist eine Premiere in Frankreich“, betont die Regionalpräsidentin.

    Für Gymnasiasten, die sich ein Fahrrad anschaffen möchten, wird ebenfalls eine Unterstützung von bis zu 200 Euro angeboten. „Dieser Schulanfang steht unter dem Zeichen der Freiheit… Freiheit zu studieren, Freiheit, sich fortzubewegen, um sich zu bilden, um sich zu treffen, um Sport zu treiben, Freiheit, sein Schicksal zu gestalten.“
    Trotz steigender Lebensmittel- und Energiepreise beschloss der Regionalrat auch in diesem Jahr, die Preise für die Schulspeisung nicht zu erhöhen. Eine Mahlzeit wird also weiterhin durchschnittlich um die 3,50 Euro kosten. Diese Maßnahme wird die Region mehr als 6 Millionen Euro kosten.

    Die Region Okzitanien wird dieses Jahr mehr als 200 Millionen Euro für Bildung ausgeben, was sie zum größten Ausgabenposten des Rates macht.

    * Kostenlose Laptops, Verleih von Schulbüchern, Unterstützung für Sportlizenzen (UNSS) und Freizeitlektüre, kostenloser Schultransport vom Kindergarten bis zum Gymnasium, etc.

  • Emmanuel Macron: Die Begrenzung der Amtszeit des Präsidenten ist „fataler Schwachsinn“

    Emmanuel Macron: Die Begrenzung der Amtszeit des Präsidenten ist „fataler Schwachsinn“

    Während seines langen Gespräches mit den Oppositionsparteien am Mittwoch, dem 30. August, bezeichnete der Staatschef die Begrenzung der Anzahl der Amtszeiten des französischen Präsidenten als „fatalen Schwachsinn“. Emmanuel Macron bezeichnete die Begrenzung der Zahl der Amtszeiten eines französischen Präsidenten, die ihn daran hindert, 2027 erneut anzutreten, in seinem langen Gespräch mit den Vorsitzenden der Oppositionsparteien am Mittwoch in Saint-Denis  als „fatalen Schwachsinn“, wie zwei Teilnehmer gegenüber der Nachrichtenagentur AFP berichteten. Mehreren Quellen zufolge meinte der Präsident, dass es „ein fataler Schwachsinn“ sei, „nicht wiedergewählt werden zu können“. Das bestätigt die Aussagen von Jean-Luc Mélenchon, der am Donnerstag auf X (ehemals Twitter) darüber berichtete. „Er sagte: ‚Nicht wiedergewählt werden zu können, ist ein verhängnisvoller Schwachsinn. Diesen durch ein Referendum abschaffen zu können, wäre eine allgemeine Erleichterung“, kritisierte der Chef der Par…

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