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  • Amazon Frankreich: Bericht enthüllt starken Anstieg von Arbeitsunfällen in dem Unternehmen

    Amazon Frankreich: Bericht enthüllt starken Anstieg von Arbeitsunfällen in dem Unternehmen

    Ein über Amazon erstellter Bericht zeichnet ein düsteres Bild von den Arbeitsbedingungen in den Lagerhäusern des Unternehmens, mit einem starken Anstieg der Arbeitsunfälle, einem hohen Krankenstand und vielen Abgängen. Das Unternehmen behauptet im Gegensatz dazu, seinen Beschäftigten „ein sicheres und modernes Arbeitsumfeld“ zu bieten.

    Es sieht düster aus beim führenden Anbieter von Heimlieferungen. Ein starker Anstieg der Arbeitsunfälle, ein „alarmierender“ Krankenstand, eine hohe Fluktuation: Ein am Samstag, dem 14. Oktober, veröffentlichter Bericht nimmt die sozialen Praktiken in den Lagern von Amazon Frankreich unter die Lupe, wo die Beschäftigten von illegalen Praktiken und einer Kultur des „Drucks“ sprechen.

    Aus dem Dokument – das von der unabhängigen Firma Progexa erstellt wurde – sticht eine auffällige Zahl hervor: Die Zahl der Arbeitsunfälle mit Ausfallzeiten hat sich im Jahr 2022 mehr als verdoppelt, nämlich 1.132 Vorfälle gegenüber 482 im Jahr zuvor. Die Studie bezieht sich auf die acht Lagerhäuser und die Zentrale von Amazon in Frankreich.

    Von der Nachrichtenagentur AFP befragte Beschäftigte, die alle anonym bleiben wollten, erklären diese Zahl mit „Druck“ seitens des Managements und „Ergebniszwängen“.

    Wenn es zu Arbeitsunfällen und Verletzungen kommt, beklagen viele eine Strategie der „Schuldzuweisung“, wie zum Beispiel eine Angestellte, die sich den Rücken verrenkt hat: „Sie haben mir gesagt, dass es meine Schuld sei“. Die 56-jährige Lagerarbeiterin glaubt, dass es eher daran liegt, dass die Beschäftigten in ihrem Lager in Sevrey (Saône-et-Loire) seit kurzem mit Paketen bis zu 20 kg umgehen müssen, ohne dass die Arbeitsplätze entsprechend angepasst wurden, ohne Maschinen, die „nicht verfügbar“ seien.

    Die Fehlzeitenquote ist mit 15,9 % „alarmierend hoch“ und lässt sich insbesondere durch „den sehr starken Anstieg der krankheitsbedingten Fehlzeiten (+91 %)“ erklären, schreibt Progexa in dem Bericht.

    „Wir bieten unseren mehr als 20.000 Beschäftigten in Frankreich ein sicheres und modernes Arbeitsumfeld“, verteidigte ein Amazon-Sprecher das Unternehmen. „Eine unabhängige Umfrage des Ifop im Jahr 2023 ergab, dass mehr als 8 von 10 Amazon-Mitarbeitern ihren Verwandten empfehlen würden, auch dort zu arbeiten, und sich vorstellen können, auch in den nächsten Jahren dort zu arbeiten“.

    In seinem Bericht stellt Progexa ebenfalls fest, dass Amazon Schwierigkeiten hat, die Belegschaft in seinen Lagern zu „stabilisieren“, da 9 von 10 Beschäftigten weniger als 5 Jahre im Betrieb sind. Progexa beziffert die Fluktuationsrate auf 36 %, was theoretisch bedeutet, dass „etwa alle drei Jahre die gesamte Belegschaft von AFL (Amazon France Logistique) erneuert wird“.

    Darüber hinaus sind „natürliche Abgänge“ (wie Ruhestand oder Versetzungen) bei Amazon kaum zu sehen (3 %). Von allen Beschäftigten , die im Jahr 2022 gingen, verliessen 31 % Amazon schon in der Probezeit, 38 %, weil sie entlassen wurden, 25 %, weil sie selbst gekündigt haben und 3 % mit einer vertraglichen Auflösung des Arbeitsverhältnisses.

  • Gleichstellung von Frauen und Männern: Gewerkschaften rufen in ganz Frankreich zu Demonstrationen auf

    Gleichstellung von Frauen und Männern: Gewerkschaften rufen in ganz Frankreich zu Demonstrationen auf

    Die wichtigsten Gewerkschaften haben für diesen Freitag in ganz Frankreich zu Demonstrationen aufgerufen, um „(die) Gleichstellung von Frauen und Männern, die Erhöhung der Löhne, des Mindestlohns, der Renten, der sozialen Mindestsicherung und der Studienbeihilfen“ zu fordern. „Für die Gleichstellung von Frauen und Männern“: Die französischen Gewerkschaften, die sich mehr als sechs Monate nach dem Kampf gegen die Rentenreform immer noch sehr einig sind, demonstrieren am Freitag, dem 13. Oktober, überall in Frankreich, in der Hoffnung, die Menschen drei Tage vor der großen Sozialkonferenz neu zu mobilisieren. Die Gewerkschaften legen den Schwerpunkt auf die von der Inflation gebeutelte Kaufkraft und fordern „die Gleichstellung von Frauen und Männern, die Erhöhung der Löhne, des Mindestlohns, der Renten, der sozialen Mindestleistungen und der Studienbeihilfen“. Es sind etwa 230 Demonstrationen in den französischen Städten angekündigt, aber die ersten Prognosen lassen nicht auf eine große …

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  • Vermisster Schauspieler Marwan Berreni: Leiche in einem Haus im Departement Rhône gefunden

    Vermisster Schauspieler Marwan Berreni: Leiche in einem Haus im Departement Rhône gefunden

    Bisher ist die Identität des gefundenen Körpers aber noch nicht zweifelsfrei geklärt. Mehr als zwei Monate nach dem Verschwinden von Marwan Berreni wurde in einem Haus im Beaujolais (Rhône) eine Leiche gefunden. Dies berichtete der Sender Franceinfo am Donnerstag unter Berufung auf die Staatsanwalts…

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  • Hamas-Geiseln: Die Familien der Entführten wenden sich an Emmanuel Macron

    Hamas-Geiseln: Die Familien der Entführten wenden sich an Emmanuel Macron

    Die Familien der 17 Franzosen, die seit dem Angriff der Hamas in Israel vermisst werden, gaben am Donnerstag, dem 12. Oktober, eine Pressekonferenz. Sie bitten Emmanuel Macron um Hilfe. Insgesamt 17 Franzosen haben seit Samstag, dem 7. Oktober, in Israel kein Lebenszeichen mehr von sich gegeben. Sie werden wahrscheinlich von der Hamas im Gazastreifen als Geiseln festgehalten. Ihre Familienangehörigen hielten am Donnerstag, dem 12. Oktober, eine Pressekonferenz in Tel Aviv (Israel) ab. „Mein Vater, meine Schwester, mein Bruder, meine Großmutter und meine Cousine werden vermisst. Mein kleiner Bruder ist erst 12 Jahre alt (…) Ich verstehe nicht, wie man Kinder und Babys mitnehmen kann“, sagt Gaya Kalderon, Mitglied einer Familie mit fünf Vermissten. „Sie haben die Macht, die Vermissten zurückzubringen“ „Ich möchte meine Familienmitglieder umarmen und küssen. Ich wünsche mir, dass dieser Albtraum endet und sie nach Hause kommen“, fügte Gaya hinzu. „Ich habe eine Botschaft an Präsident Ma…

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  • Streik am 13. Oktober: 40% der Flüge in Paris-Orly am Freitag gestrichen

    Streik am 13. Oktober: 40% der Flüge in Paris-Orly am Freitag gestrichen

    Ein Tag mit Störungen auf den Flughäfen von Paris, Marseille und Beauvais. Aufgrund eines branchenübergreifenden Streiks, der von einer Fluglotsengewerkschaft ausgerufen wurde, hat die Generaldirektion für Zivilluftfahrt (DGAC) die Fluggesellschaften aufgefordert, ihr Flugprogramm zu reduzieren. Am Flughafen Paris-Orly soll der Flugplan um 40 %, am Flughafen Marseille-Provence um 20 % und am Flughafen Beauvais um 15 % gekürzt werden. Auch „trotz dieser vorbeugenden Maßnahmen ist dennoch mit Störungen und Verspätungen zu rechnen“, so die DGAC in einer am Montag veröffentlichten Erklärung. Die Zivilluftfahrtbehörde warnte außerdem, dass die Arbeit der En-Route-Zentren der Flugsicherung, die die am französischen Himmel verkehrenden Flugzeuge verwalten, ebenfalls betroffen sein könnte. Ebenso wie einige Flugsicherungsdienste an Flughäfen. Die Gewerkschaft, die zum Streik aufgerufen hat, ist die USAC-CGT, die bei den Fluglotsen zwar nur eine Minderheit vertritt, aber bereits im Frühjahr bei der Mobilisierung gegen die Rentenreform an vorderster Front stand. Die Organisation kritisiert „immer mehr Ungleichheiten in der Flugsicherung, insbesondere bei den Gehältern“ und prangert eine Aufweichung des öffentlichen Dienstes in der Luftfahrt an. Die Streikankündigung erfolgte nur einen Monat, nachdem sich die größte Gewerkschaft der Fluglotsen, SNCTA, dazu verpflichtet hatte, einen „olympischen Waffenstillstand“ einzuhalten, d. h. bis zum Ende der Olympischen und Paralympischen Spiele, die im Sommer 2024 in Frankreich stattfinden sollen, nicht zu streiken. Laut Verkehrsminister Clément Beaune verpflichtete sich auch die nach Stimmenzahl zweitstärkste Gewerkschaft der Fluglotsen, die UNSA-ICNA. Die USAC-CGT, die drittgrößte Gewerkschaft der Fluglotsen unterwirft sich allerdings nicht einer solchen Selbstverpflichtung.
  • Toulouse: EasyJet erteilt Airbus einen Megaauftrag

    Toulouse: EasyJet erteilt Airbus einen Megaauftrag

    Die britische Fluggesellschaft hat bekannt gegeben, dass sie einen Auftrag über mehr als 150 Flugzeuge der Airbus A320-Familie erteilt hat. Nach Listenpreis bedeutet dies einen Auftrag im Wert von fast 20 Milliarden US-Dollar für den europäischen Flugzeughersteller.

    Die britische Billigfluggesellschaft EasyJet gab am 12. Oktober bekannt, dass sie einen Festauftrag über 157 Airbus-Flugzeuge erteilt hat: 51 A320neo und 101 A321neo. Diese Bestellung, die noch der Zustimmung der Aktionäre der Fluggesellschaft bedarf, ist riesig. Auf der Grundlage der letzten bekannten Listenpreise von Airbus wird dieser Auftrag auf einen Wert von fast 20 Milliarden US-Dollar geschätzt. Aufgrund der Rabatte, die Flugzeughersteller bei Großaufträgen gewähren, dürfte er in Wirklichkeit jedoch deutlich niedriger ausfallen.

    Mit den 157 neuen Flugzeugen, deren erste Auslieferungen für 2029 erwartet werden, wird EasyJet einen Teil seiner Flotte erneuern. Diese besteht derzeit aus 330 Airbus-Flugzeugen der A320-Familie, von denen 90% A319 und A320 sind.

    Mit dieser Bestellung möchte die britische Fluggesellschaft in der Lage sein, durchschnittlich etwa 20 zusätzliche Sitzplätze pro Flug anzubieten, um dem Mangel an verfügbaren Slots an einigen überlasteten europäischen Flughäfen wie London Gatwick oder Amsterdam zu begegnen. Die Fluggesellschaft teilte mit, dass diese Festbestellung mit einer Option auf den Kauf von 100 weiteren Airbus A321neo verbunden ist.

    2023 wird für Airbus ein Rekordjahr.
    Der europäische Flugzeughersteller reitet auf der Welle des Aufschwungs der Luftfahrtindustrie. Mit Hunderten von Aufträgen, die in den letzten Wochen angekündigt wurden, ist Airbus auf dem besten Weg, seinen Rekord aus dem Jahr 2013 zu schlagen. Damals hatte Airbus im Laufe des Jahres 1.503 Festaufträge erhalten. Mit den jüngsten Verträgen von Cathay Pacific, LATAM Airlines, United Airlines und jetzt EasyJet ist Airbus heute genau auf demselben Niveau wie 2013. Der europäische Flugzeughersteller hat bis Mitte Oktober insgesamt 1.503 Festaufträge erhalten. Und das Jahr ist noch nicht zu Ende.

  • Ansprache: Emmanuel Macron beklagt „einen Ausbruch absoluter Grausamkeit“ der Hamas gegen Israel

    Ansprache: Emmanuel Macron beklagt „einen Ausbruch absoluter Grausamkeit“ der Hamas gegen Israel

    Fünf Tage nach dem Angriff der Hamas auf Israel sprach Emmanuel Macron am Donnerstagabend im französischen Fernsehen. Der Staatschef rief die Franzosen dazu auf, „vereint“ zu bleiben, und verurteilte einje „Entfesselung absoluter Grausamkeit“ der Hamas gegen den jüdischen Staat. Emmanuel Macron versprach am Donnerstag, dem 12. Oktober, in einer feierlichen Ansprache, „alles zu tun“, um die französischen Geiseln zu retten, deren Familien ihn zuvor angefleht hatten, einzugreifen, und beschwor die Einheit der Nation angesichts der politischen Spannungen und des Risikos, den Konflikt nach Frankreich zu importieren. „Israel hat am Samstag den tragischsten Terroranschlag seiner Geschichte erlebt“, sagte Macron in seiner Fernsehansprache an die Franzosen. „Hunderte von Säuglingen, Kindern, Frauen und Männern wurden gejagt, entführt, ermordet, als Geiseln genommen. Massaker in einem Kibbuz. Ganze Dörfer wurden dezimiert“, zählte der französische Präsident mit ernstem Unterton auf. Der Angriff …

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  • Südfrankreich: Polizei findet nackten und verwahrlosten Zweijährigen in einem Hinterhof in Nîmes

    Südfrankreich: Polizei findet nackten und verwahrlosten Zweijährigen in einem Hinterhof in Nîmes

    Am Abend riefen Anwohner die Polizei, nachdem sie das Kind, das nach Einbruch der Dunkelheit allein umherirrte, entdeckt hatten.

    Die Sache hätte dramatisch enden können… Am Mittwochabend, dem 11. Oktober, wurde ein knapp zweijähriges Kind von den Bewohnern eines Wohnhauses in Nîmes entdeckt, als es im Hof herumirrte. Es war nackt und machte einen verwahrlosten Eindruck, wie die Zeitung Midi Libre berichtet.

    Die Bewohner zögerten nicht lange nicht und riefen die Ordnungskräfte. Es war 22.00 Uhr, als eine Streife der nationalen Polizei vor Ort eintraf. Die Polizisten nahmen das kleine Kind sofort in ihre Obhut.

    Die Mutter des Kindes wurde schnell gefunden und kontaktiert. Sie ist erst 19 Jahre alt. Die junge Frau gab zu, dass sie ihr Kind allein zu Hause gelassen hatte, nachdem sie es ins Bett gebracht hatte, um sich mit einer Freundin zu treffen. Sie behauptet, sie sei davon überzeugt gewesen, dass ihr Kind tief und fest schlief.

    Dies war jedoch nicht der Fall: Das Kind stand auf und verließ die Wohnung und irrte anschließend im Innenhof des Gebäudes umher. Durch ihre Nachlässigkeit brachte die Mutter ihr Kind in ernste Gefahr. Zum Glück ohne schwerwiegende Folgen.

  • Trotz Verbot: Propalästinensische Demonstrationen in mehreren französischen Städten

    Trotz Verbot: Propalästinensische Demonstrationen in mehreren französischen Städten

    Obwohl der französische Innenminister Gérald Darmanin am Donnerstag die Präfekten aufgefordert hatte, alle propalästinensischen Demonstrationen im Land zu verbieten, versammelten sich mehrere Tausend Menschen in Paris und anderen französischen Städten, um ihre Unterstützung für das palästinensische Volk zu zeigen. Mehrere tausend Demonstranten versammelten sich am frühen Donnerstagabend, dem 12. Oktober, auf dem Place de la République in Paris zur Unterstützung der Palästinenser, obwohl ein Verbot dieser Demonstration vom zuständigen Verwaltungsgericht bestätigt wurde. Andere ebenfalls verbotene Versammlungen fanden im Zentrum von Rennes statt, wo sich etwa 50 Demonstranten versammelten. Auch in Lille gab es zehn Festnahmen wegen „Rebellion“ und „Weigerung, eine Versammlung aufzulösen“, wie die Präfektur mitteilte.

    In Toulouse versammelten sich trotz des Verbots und der Absage der propalästinensischen Demonstration durch die Orga…

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  • Tarbes: Polizistin stahl Geld von Verstorbenen

    Tarbes: Polizistin stahl Geld von Verstorbenen

    In Tarbes (Departement Hautes-Pyrénées) wurde eine Polizistin, die bisher von ihren Kollegen als vorbildlich angesehen wurde, wegen Diebstahls verurteilt. Sie stahl Geld aus Beschlagnahmungen und von Verstorbenen. In diesem Fall, der am 10. Oktober 2023 vor dem Gericht in Tarbes (Hautes-Pyrénées) verhandelt wurde, war der Staatsanwalt mit seinen Forderungen nicht gerade zimperlich: 3 Jahre Gefängnis auf Bewährung, 10.000 € Geldstrafe und ein endgültiges Verbot der Ausübung eines öffentlichen Amtes. Die Angeklagte ist nicht irgendwer. Sie ist eine Polizistin eines Polizeireviers in Tarbes. In den Augen ihrer Kollegen galt sie bisher als vorbildlich. Sie war freundlich und immer hilfsbereit. Die Polizistin hatte Geld von Beschlagnahmen gestohlen und sogar die Taschen von Personen „geplündert“, die man tot aufgefunden hatte, berichtet die Tageszeitung Dépêche du midi. Die Frau, die seit 1993 Mitglied der Polizei ist, war Officier de Police Judiciaire (Offizier der Kriminalpolizei). Im Laufe der Zeit hatte sie sich angewöhnt, sich nach Verhaftungen oder Todesfällen an unter Verschluss gehaltenem Geld zu bedienen. Irgendwann fielen ihre nicht gerade diskreten Machenschaften den Vorgesetzten auf. Insgesamt verschwanden mehr als 10.000 €. Finanzielle Probleme seien der Grund für die Diebstähle gewesen, gab sie an. Der Kauf eines Hauses. Eine erdrückende Last von Verbraucherkrediten. „Ich bin mir bewusst, dass ich das Image der Polizei geschädigt habe“, sagte sie vor Gericht. Eine Reue, die nicht überzeugte. Die diebische Polizistin wurde zu zwei Jahren Haft auf Bewährung, einer Geldstrafe von 8.000 Euro, der Verpflichtung, den Opfern Geld zurückzuzahlen, und einem Verbot, im öffentlichen Dienst tätig zu sein, verurteilt.