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  • Tod von Nahel: Polizist, der den tödlichen Schuss abgab, wieder auf freiem Fuß

    Tod von Nahel: Polizist, der den tödlichen Schuss abgab, wieder auf freiem Fuß

    Der Polizist, der im Juni bei einer Verkehrskontrolle in Nanterre den jungen Nahel erschossen hatte, wurde am Mittwoch unter gerichtlicher Aufsicht freigelassen. Nahels Tod hatte eine Welle von Unruhen in ganz Frankreich ausgelöst und die Debatte über Polizeigewalt neu entfacht.

    Der Polizist, der den tödlichen Schuss auf den 17-jährigen Nahel abgegeben hatte, dessen Tod am 27. Juni nach einer Verkehrskontrolle eine Woche lang heftige Unruhen in ganz Frankreich ausgelöst hatte, wurde am Mittwoch, dem 15. November, unter richterlicher Aufsicht auf freien Fuß gesetzt, wie die Staatsanwaltschaft von Nanterre mitteilte.

    Der Anwalt des Polizisten hatte am vergangenen Donnerstag einen erneuten Antrag auf Freilassung gestellt, so die Staatsanwaltschaft.

    Die Untersuchungsrichter „haben beschlossen, diesem Antrag stattzugeben, da sie der Ansicht waren, dass die gesetzlichen Kriterien für eine weitere Untersuchungshaft des seit dem 29. Juni 2023 inhaftierten Polizisten in diesem Stadium der Untersuchung nicht mehr erfüllt zu sein scheinen“, fügte die Staatsanwaltschaft hinzu.
    Der 38-jährige Florian M., gegen den wegen Mordes ermittelt wird, steht unter richterlicher Aufsicht und musste eine Kaution hinterlegen. Ihm ist es verboten, mit Zeugen und Nebenklägern in Kontakt zu treten, sich in Nanterre aufzuhalten und eine Waffe zu besitzen.

    Der Motorradpolizist hatte am 6. Juli einen ersten Antrag auf Freilassung gestellt, der von der Ermittlungskammer abgelehnt wurde, und gegen diese Entscheidung Berufung eingelegt. Das Berufungsgericht in Versailles bestätigte am 10. August, dass er weiterhin in Untersuchungshaft bleibt.

    Nach einem zweiten Antrag wurde seine weitere Inhaftierung am 26. Oktober zunächst erneut von der Ermittlungskammer des Berufungsgerichts Versailles bestätigt.

    Die Polizeigewerkschaft Unité SGP Police zeigte sich in einer Erklärung „erleichtert“ über die Freilassung und betonte, dass sie „Vertrauen in die Arbeit der Ermittler“ habe.

    Die Bilder des Motorradpolizisten, wie er aus nächster Nähe auf den Jugendlichen schießt, hatten eine Welle der Wut und der Gewalt ausgelöst, die mehrere Nächte hintereinander zahlreiche Städte in ganz Frankreich erfassten und die schlimmsten Unruhen in Frankreich seit 2005 waren.

    Der Tod des 17-jährigen Nahel hatte in Frankreich die Debatte über Polizeigewalt neu entfacht.

    Insgesamt wurden von der IGPN, der Polizei der Polizei etwa 40 Ermittlungen wegen Gewalttätigkeiten von Polizisten während der Unruhen nach dem Tod von Nahel eingeleitet, wie Anfang November von der Nachrichtenagentur AFP gemeldet wurde.

  • Frankreich: Das Sekretariat des Weihnachtsmanns ist ab sofort geöffnet

    Frankreich: Das Sekretariat des Weihnachtsmanns ist ab sofort geöffnet

    Das Sekretariat des Weihnachtsmanns öffnete für das Jahr 2023 am Dienstag, dem 14. November, seine Türen in Libourne (Gironde). 10.000 Briefe sind bereits eingetroffen.

    Das Sekretariat des Weihnachtsmanns öffnete am Dienstag, den 14. November, in Libourne (Gironde) seine Türen für das Jahresende 2023. Auf den Schreibtischen der fleissigen Wichtel aus der Gironde sind bereits 10.000 Briefe eingetroffen. „Wir beantworten jede Post mit großer Ernsthaftigkeit“, versichert Ingrid, eine Elfe des Weihnachtsmanns in Libourne. Ob adressiert an die Straße der Sterne, den Boulevard der Wolken – alle Briefe erreichen dieses historische Büro, das in Frankreich einzigartig ist.

    1.200.000 Antworten werden verschickt.
    „Jeder Postbeamte hat die Aufgabe, die Post zu verteilen, und es ist ihm natürlich strengstens verboten, sie zu öffnen. In Libourne haben wir eine besondere Erlaubnis, um zu versuchen, den endgültigen Empfänger ausfindig zu machen“, sagt David Resse, Niederlassungsleiter des Postkundendienstes.

    Spielkonsolen oder Baukästen werden nach wie vor häufig beim Weihnachtsmann bestellt, aber auch Erwachsene haben Wünsche. „Weihnachtsmann, ich bin zwar ein bisschen zu groß, um dir zu schreiben. Wenn du mir aber einen süßen, netten und intelligenten Mann für 2024 besorgen könntest, nehme ich ihn mit Freuden“, heißt es in einem der Briefe. 1.200.000 Antworten des Weihnachtsmanns aus Libourne werden bis zum Heiligen Abend in die ganze Welt geschickt.

  • Französische Justiz erlässt Haftbefehl gegen Syriens Machthaber Baschar al-Assad

    Französische Justiz erlässt Haftbefehl gegen Syriens Machthaber Baschar al-Assad

    Die französische Justiz hat einen internationalen Haftbefehl gegen Baschar al-Assad erlassen, wie am Mittwoch bekannt wurde. Dem syrischen Präsidenten wird die Beihilfe zu Verbrechen gegen die Menschlichkeit im Zusammenhang mit den im Sommer 2013 in Syrien verübten Chemieangriffen vorgeworfen.

    Baschar al-Assad im Visier der französischen Justiz. Die Kläger gaben am Mittwoch, dem 15. November, bekannt, dass am Dienstag ein internationaler Haftbefehl gegen den syrischen Präsidenten ausgestellt wurde, der der Beihilfe zu Verbrechen gegen die Menschlichkeit im Zusammenhang mit den Chemieangriffen in Syrien im Sommer 2013 beschuldigt wird.

    Eine französische Justizquelle bestätigte die Ausstellung von vier Haftbefehlen wegen Beihilfe zu Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Beihilfe zu Kriegsverbrechen im Zusammenhang mit den Sarin-Gas-Angriffen, bei denen laut US-Geheimdienst am 21. August 2013 unter anderem in Ost-Ghouta mehr als 1.000 Menschen getötet worden waren.

    Die Haftbefehle richten sich auch gegen Baschar al-Assads gefürchteten Bruder Maher, de facto Chef der Vierten Division – einer Eliteeinheit der syrischen Armee -, sowie gegen die Generäle Ghassan Abbas und Bassam al-Hassan.

    Untersuchungsrichter der Abteilung für Verbrechen gegen die Menschlichkeit des Pariser Gerichtshofs untersuchen seit April 2021 diese Chemiewaffenangriffe, die 2013 in Syrien verübt und dem Regime von Baschar al-Assad angelastet werden.

    Die Ermittlungen waren nach einer Zivilklage durch das Syrische Zentrum für Medien und Meinungsfreiheit (SCM), die Open Society Justice Initiative (OSJI) und das Syrian Archive eingeleitet worden.

    Die Ermittlungen, die im Rahmen der „extraterritorialen Zuständigkeit“ der französischen Justiz durchgeführt wurden, beziehen sich auch auf die Angriffe, die in der Nacht vom 4. auf den 5. August in Adra und Douma verübt wurden und 450 Verletzte verursachten.

    „Diese Entscheidung stellt einen historischen juristischen Präzedenzfall dar. Sie ist ein weiterer Sieg für die Opfer, ihre Familien und die Überlebenden sowie ein Schritt in Richtung Gerechtigkeit und dauerhaften Frieden in Syrien“, reagierte Mazen Darwish, Gründer und Generaldirektor des Syrischen Zentrums für Medien und Meinungsfreiheit (SCM), in einer Stellungnahme.

    Er erinnerte daran, dass der Klage „Zeugenaussagen aus erster Hand von zahlreichen Opfern“, eine „gründliche Analyse der syrischen militärischen Befehlskette“ sowie „Hunderte von Dokumenten, darunter Fotos und Videos“ beigefügt waren.

    Das syrische Regime ist Ziel mehrerer Klagen, die in Europa, insbesondere auch in Deutschland, angestrengt wurden.

    In Frankreich findet vom 21. bis 24. Mai 2024 in Paris der erste Prozess gegen Verantwortliche des syrischen Regimes statt: Drei hochrangige Vertreter des Regimes von Baschar al-Assad werden wegen Beihilfe zu Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Kriegsverbrechen sowie für den Tod von zwei französisch-syrischen Staatsbürgern, Mazzen Dabbagh und seinem Sohn Patrick, vor Gericht gestellt.

    In einem anderen Verfahren, das die Bombardierung in Deraa im Jahr 2017 betrifft, wurden im Oktober Haftbefehle gegen vier ehemalige hochrangige Mitglieder der syrischen Armee ausgestellt.

    Der 2011 ausgebrochene Konflikt in Syrien hat mehr als eine halbe Million Menschenleben gefordert und das Land zersplittert.

  • Verfolgungsjagd: Polizei jagt zwei Lastwagen mit gestohlenem Champagner im Wert von 600.000 Euro

    Verfolgungsjagd: Polizei jagt zwei Lastwagen mit gestohlenem Champagner im Wert von 600.000 Euro

    Die Polizei nahm am Samstagmorgen die Verfolgung zweier 38-Tonnen-Schwerlaster auf, die Champagner im Wert von 600.000 Euro transportierten, der am Vortag in Reims gestohlen worden war. Die Ware konnte nach einer risikoreichen Verfolgungsjagd auf der Autobahn sichergestellt werden. Die Diebe sind jedoch noch auf der Flucht.

    Es war eine wilde Verfolgungsjagd, die am Samstag, dem 11. November in Pontault-Combault (Departement Seine-et-Marne) stattfand, um eine wertvolle Fracht zu bergen. Der hochriskante Einsatz fand am Vormittag in der Region Île-de-France statt, wie die Zeitung Le Parisien berichtet. Drei Polizeiautos nahmen die Verfolgung zweier Schwerlastwagen auf, um deren Fracht von mehreren hundert Flaschen eines Grand Cru Champagners abzufangen.

    Die Kisten voll mit Moët et Chandon im Wert von 600.000 Euro waren in der Nacht von Freitag auf Samstag in Reims gestohlen worden. Die Diebe hatten Pech, dass die gestohlenen Anhänger einen Sender trugen. Die Polizei machte sich also auf den Weg, um die wertvolle Beute zu bergen. Als sie die Fahrzeuge mit dem Diebesgut erreichten stellten die Polizisten fest, dass zwei 38-Tonnen-Lkw jeweils einen Anhänger transportierten. Sie beschlossen, den Konvoi abzufangen. Die Diebe weigerten sich jedoch anzuhalten.

    Als sich ein erster Streifenwagen einem der Lkws nähert, schlägt der Fahrer des Lkw das Lenkrad herum, um das Polizeiauto zu rammen. Dies gelingt jedoch nicht. Der Lkw-Fahrer trifft daraufhin eine radikale Entscheidung: Er springt aus seinem fahrenden Fahrzeug. Daraufhin taucht ein BMW auf und sammelt den Dieb ein und verschwindet mit hoher Geschwindigkeit. Auf der Autobahn fuhr der führerlose LKW immer noch mit etwa 15 km/h. Er wird schließlich von einem Polizisten angehalten, dem es gelungen ist, den fahrenden Lkw mit einem Sprint einzuholen, einzusteigen und ihn zu parken.

    Der zweite Schwerlastwagen fährt unterdessen unbeirrt weiter und wird von zwei Polizeifahrzeugen verfolgt, als er unvermittelt versucht, eine Ausfahrt zu nehmen. Auch hier gelingt es den Räubern zu entkommen und auch hier lassen sie ihren LKW und die gesamte gestohlene Ware zurück.

    Trotz der Flucht der Diebe haben die Polizeikräfte ihren Auftrag erfüllt. Die Kisten mit dem edlen Tropfen wurden sichergestellt. Die Ermittlungen der Kriminalpolizei in Reims sind jedoch noch nicht abgeschlossen…

  • Computerfehler: Leclerc-Tankstelle verkaufte den Liter Diesel zu 0.719€ –  ein Preis wie 1999

    Computerfehler: Leclerc-Tankstelle verkaufte den Liter Diesel zu 0.719€ – ein Preis wie 1999

    An einer Leclerc-Tankstelle in Angoulème kam es zu einem Computerfehler. Der Preis für einen Liter Diesel betrug zeitweilig 0,719 Euro!

    Am Dienstag, dem 14. November, erlebten die Autofahrer an der Tankstelle des Leclerc-Supermakts in Angoulême (Departement Charente) eine schöne Überraschung. Wie die Zeitung Charente Libre berichtete, lag der Preis für einen Liter Diesel aufgrund eines Computerfehlers, der „etwa eine Stunde“ gedauert habe, bei gerade mal 0,719 Euro statt 1,719 Euro. Das war in etwa der gleiche Preis wie im Oktober 1999!

    Ein Angestellter eines Transportunternehmens, der jeden Morgen an dieser Tankstelle tankt, schickte unseren Kollegen seinen Kassenzettel. Um 8.01 Uhr zahlte er knapp 43 Euro für seine Tankfüllung. Eine Stunde später hätte er wieder 103 Euro bezahlt. Eine schöne Ersparnis von 60 Euro.

    Der Fehler wurde allerdings schnell wieder korrigiert. Der Leclerc-Supermarkt in Angoulême gab jedoch nicht bekannt, wie hoch der durch den Computerfehler verursachte Schaden war.

  • Frankreich: Seit September gab es fast 1.000 Bombendrohungen

    Frankreich: Seit September gab es fast 1.000 Bombendrohungen

    Seit September wurden fast 800 Bombendrohungen allein in Schulen gezählt, davon etwa 300 seit dem Ende der Herbstferien.

    Die Zahl der falschen Bombendrohungen in Frankreich war noch nie so hoch: Mehr als 300 allein seit dem Ende der Herbstferien und insgesamt fast 1.000 seit Anfang September, wie der Sender Franceinfo am Dienstag, dem 14. November, vom Innenministerium erfuhr.

    Seit der Rückkehr aus den Herbstferien wurden in Frankreich 307 falsche Bombendrohungen registriert (289 davon betrafen Schulen), seit Beginn des Schuljahres im September waren es 996 (789 davon betrafen Schulen).

    Nach Informationen von Franceinfo haben die Herbstferien die Lage nicht beruhigt: In der Woche vom 6. November gab es die höchste Anzahl an Bombendrohungen in Schulen seit September, so das Innenministerium.

    Neun von zehn Fehlalarmen betrafen schulische Einrichtungen. An zweiter Stelle folgen Flughäfen (118 Fehlalarme seit dem 16. Oktober). In kulturellen Einrichtungen wie Museen oder auch in Verkehrsmitteln sind die Fehlalarme hingegen stark rückläufig. Bei den Urhebern der Drohmails handelt es sich häufig um Minderjährige, die mit Computern umgehen können.

    Die Staatssekretärin für Jugendfragen erklärte am Dienstag im Parlament, dass „seit September 54 Personen festgenommen wurden, davon 30 im letzten Monat“.

  • Wetter: Das Pas-de-Calais wieder unter Alarmstufe Rot und 11 weitere Departements in Alarmstufe Orange

    Wetter: Das Pas-de-Calais wieder unter Alarmstufe Rot und 11 weitere Departements in Alarmstufe Orange

    Meteo France hat die Departements Pas-de-Calais und Haute-Savoie wegen der Gefahr von Hochwasser auf Warnstufe Rot gesetzt. In 10 weiteren Departements herrscht derzeit die Warnstufe Orange.

    In seiner Wettervorhersage vom Dienstag, dem 14. November, hat Meteo France das Departement Pas-de-Calais wegen Hochwassergefahr erneut auf Warnstufe Rot gesetzt, nur wenige Tage, nachdem schon einmal die höchste Alarmstufe ausgelöst worden war. Insbesondere macht sich Meteo France Sorgen um den Fluss „La Liane“, der aufgrund von „sehr intensiven Regenfällen“ am Dienstagnachmittag wieder höchste Wasserstände erleben dürfte. Auch das Departement Haute-Savoie ist von der Warnstufe Rot betroffen.

    Météo France befürchtet „eine Episode, die potenziell das Hochwasser der letzten Woche übertrifft“: „Die sehr intensiven Regenfälle von heute (Dienstag) Nachmittag führen zu einer sehr schnellen Reaktion im oberen Teil des Flusses“, so Météo-France. Die anderen Flüsse des Departements bleiben auf der Warnstufe Orange. „“Die sehr intensiven Regenfälle von heute Nachmittag führen zu einer sehr schnellen Reaktion im Oberlauf des Abschnitts. „Eine Episode, die potenziell das Hochwasser der letzten Woche übertrifft, ist möglich“, warnte Météo-France. Im Einzugsgebiet des Flusses Hem könnte das neue Hochwasser ebenfalls den Stand des Hochwassers der letzten Woche erreichen. Am Dienstagnachmittag regnete es in der Umgebung des Ortes Saint-Omer in Strömen und Teile der Straßen standen erneut unter Wasser. Schlammströme von höher gelegenen Feldern verursachten Schäden an Häusern.

    Météo France hat darüber hinaus 10 weitere Departements in Alarmstufe Orange versetzt: Ain, Charente-Maritime, Doubs, Isère, Jura, Nord, Rhône, Savoyen, Vendée und Vogesen.

    Emmanuel Macron erklärte bei seinem gestrigen Besuch im Pas-de-Calais, dass der Naturkatastrophenstatus für insgesamt 244 Gemeinden (214 im Departement Pas-de-Calais, etwa 30 im Departement Nord) anerkannt werden würde. Dies sei der erste Schritt zur Entschädigung der Betroffenen, die am 2. November vom Sturm Ciaran, am 7. November von einem Rekordhochwasser und am Donnerstag und Freitag von starken Regenfällen betroffen waren.

    Die Versicherungen hätten sich zu einer „sehr schnellen Reaktion“ verpflichtet, sagte Macron. Laut dem Präfekten des Departements Pas-de-Calais, Jacques Billant, waren seit dem 6. November 5.000 Häuser von den außergewöhnlich starken Überschwemmungen betroffen und 1.400 Personen wurden evakuiert.

  • Brandgefahr: Renault und Dacia rufen zahlreiche Automodelle in die Werkstätten

    Brandgefahr: Renault und Dacia rufen zahlreiche Automodelle in die Werkstätten

    Renault und Dacia haben eine Rückrufaktion für eine Reihe ihrer Fahrzeuge gestartet. Die Hersteller hatten bei mehreren Modellen einen Herstellungsfehler festgestellt, der zu einem erhöhten Brandrisiko führen könnte.

    Am Freitag, dem 10. November, startete die öffentliche Verbraucher-Informationsseite „Rappel Conso“ einen ungewöhnlichen Produktrückruf. Der Hersteller Renault hat eine Rückrufkampagne für mehrere Fahrzeuge der Marken „Renault“ und „Dacia“ gestartet. Laut der Website „Rappel Conso“ wurde bei mehreren Modellen ein Herstellungsfehler festgestellt: „Eine schlechte Verschweißung des Flüssiggasbehälters (LPG) kann dazu führen, dass Gas in den Fahrgastraum gelangt und so eine Brandgefahr entsteht“, heißt es auf der Website.

    Die Warnung wurde auch von „Safety Gate“, einem Schnellwarnsystem der Europäischen Union ausgegeben: „Die Fahrzeuge entsprechen nicht der Verordnung über die Genehmigung und Marktüberwachung von Kraftfahrzeugen und Kraftfahrzeuganhängern sowie von Systemen, Bauteilen und selbstständigen technischen Einheiten für diese Fahrzeuge“, so die Organisation.

    Diese Modelle sind von dem Rückruf betroffen:

    Bei Dacia sind drei Modelle betroffen, die zwischen dem 6. Februar und dem 13. Juni 2023 verkauft wurden:

    Duster
    Logan III
    Sandero III
    Die von diesem Rückruf betroffenen Dacia-Fahrzeugnummern lauten: e192007/46002616, e192007/46002617, e192007/46002618 e22001/116032372 e22001/116032373 e22001/116032374.

    Bei Renault betrifft diese Fehlfunktion die zwischen dem 6. Februar 2023 und dem 13. Juni 2023 verkauften Fahrzeuge der Modelle:

    Clio V (Teilenummern: e22007/46067619, e22007/46067620)
    Captur II (Teilenummern: e22007/46068421, e22007/46068422).
    Der Autohersteller fordert die Besitzer der betroffenen Fahrzeuge auf, sich umgehend bei ihrem Händler zu melden.

  • Belgien: 1992 tot aufgefunden – Leiche der „Frau mit der tätowierten Blume“ 31 Jahre später identifiziert

    Belgien: 1992 tot aufgefunden – Leiche der „Frau mit der tätowierten Blume“ 31 Jahre später identifiziert

    Rita Roberts, eine Britin, konnte 31 Jahre nach der Entdeckung ihrer Leiche auf dem Grund eines Flusses in Antwerpen endlich identifiziert werden. Ihr Fall gehört zu den 22 „Cold Cases“, für die Interpol die Öffentlichkeit in einer beispiellosen Kampagne um Hilfe gebeten hat.

    31 Jahre nach ihrem Tod wurde ihr endlich ihre Identität zurückgegeben. Eine Frau, deren Leiche Anfang der 1990er Jahre in Belgien gefunden worden war, wurde nun identifiziert, wie Interpol am Dienstag, dem 14. November bekannt gab.

    Im Mai hatte die Internationale Kriminalpolizeiliche Organisation eine beispiellose Öffentlichkeitskampagne gestartet, um die Leichen von 22 Frauen zu identifizieren, die über mehrere Jahrzehnte hinweg in Deutschland, Belgien und den Niederlanden gefunden worden waren, und um die Ermittlungen in diesen „Cold Cases“ wieder anzukurbeln oder voranzutreiben.

    „Die Frau mit der tätowierten Blume“, deren Leiche auf dem Grund eines Flusses in Antwerpen gefunden worden war, gehörte zu diesen ungelösten Fällen. Rita Roberts, eine Britin, die 1992 nach Belgien gegangen war, konnte schließlich 31 Jahre später anhand einer „schwarzen tätowierten Blume auf ihrem linken Unterarm mit grünen Blättern und ‚R’Nick‘ darunter“ identifiziert werden, wie es in einer Erklärung von Interpol hieß. Ein Familienmitglied in Großbritannien erkannte die Tätowierung in den Medien und benachrichtigte Interpol und die belgischen Behörden über die Identify Me-Webseite.

    Mehr als 1.200 Hinweise aus der Öffentlichkeit
    Die bahnbrechende Kampagne von Interpol hat in diesem Fall also Früchte getragen. Die Organisation veröffentlicht auf ihrer Website und in ihren sozialen Netzwerk-Accounts eine Auswahl von Informationen, die bislang nur für den internen Gebrauch bestimmt waren und in den sogenannten „Black Notices“ enthalten sind, die der Identifizierung von menschlichen Überresten gewidmet sind. Fast 1.250 Hinweise aus der Öffentlichkeit wurden bereits gesammelt.

    Im Fall von Rita Roberts haben ihre Angehörigen sie jetzt „formell identifiziert“, so Interpol. „Auch wenn die Nachricht extrem schwer zu akzeptieren war, sind wir sehr dankbar, dass wir wissen, was mit Rita passiert ist“, erklärte die Familie in einer Pressemitteilung. Die belgischen Behörden wenden sich nun an die Öffentlichkeit, um die Umstände von Rita Roberts‘ Tod aufzuklären.

  • Französische Küstengemeinden sehen sich mit Rückgang der Küstenlinie konfontiert

    Französische Küstengemeinden sehen sich mit Rückgang der Küstenlinie konfontiert

    20% der Orte an den französischen Küsten sind durch einen Rückgang der Küstenlinie bedroht. Die Gemeinden sind daher gezwungen, Bauwerke und Infrastruktur anzupassen, um die Erosion zu bekämpfen, insbesondere nach den jüngsten Stürmen.

    An den Stränden von Contis-Les-Bains (Departement Landes) muss man feststellen, dass die Küstenlinie nicht mehr intakt ist. An einigen Stellen hat sich die Küste um mehr als einen Meter ins Landesinnere verlegt. Um diese Erosion zu bekämpfen, werden Vegetationsbarrieren erfolgreich eingesetzt. Andernorts haben biologisch abbaubare Netze, die kurz vor den Stürmen installiert wurden, verhindert, dass der Sand weggespült wurde. Weiter im Norden, in Saint-Gilles-Croix-de-Vie (Departement Vendée), ist die Lage ähnlich. Der Sand wurde vom Meer weggespült oder von den starken Winden weggetragen und die Küste hat sich daher verschoben.

    Umfangreiche Arbeiten sind erforderlich.
    Die Deiche von Saint-Gilles-Croix-de-Vie müssen daher dringend gesichert werden, um Wohnhäuser zu schützen. Die Erosion dürfte sich in Zukunft aufgrund der globalen Erwärmung noch weiter verstärken. „Wir versuchen, unsere Bauwerke anzupassen, weil wir genau wissen, dass das Meer immer höher steigen wird…“, sagt Sébastien Givran, Leiter der Abteilung für Meeresschutz in der Gemeinde Saint-Gilles-Croix-de-Vie. Eine längere Widerstandsfähigkeit zu erreichen, bedeutet umfangreiche Arbeiten, deren Kosten für manche Gemeinden allerdings viel zu hoch sind. Auf nationaler Ebene sind 20 % der französischen Küstensorte vom Rückgang der Küstenlinie bedroht.