Schlagwort: Zugverkehr

  • Was bietet „Kevin Speed“ – ab 2028 neuer Konkurrent der SNCF auf dem französischen Schienennetz?

    Was bietet „Kevin Speed“ – ab 2028 neuer Konkurrent der SNCF auf dem französischen Schienennetz?

    Am Donnerstag, dem 29. Februar, unterzeichnete das Eisenbahnunternehmen „“Kevin Speed“ eine Vereinbarung mit der Betreiberin des französischen Schienennetzes SNCF Réseau. Die neue Gesellschaft will ihre Züge ab 2028 in Frankreich verkehren lassen. Ein ehrgeiziges Projekt für diesen neuen Konkurrenten der SNCF, der den Zugreisenden ein anderes Modell anbieten will.

    Neue Züge kommen ab 2028 in den französischen Bahnhöfen an. Das Unternehmen Kevin Speed wird mit seinem Ilisto-Dienst der SNCF Konkurrenz machen und Züge zu „erschwinglichen“ Preisen anbieten, um Großstädte wie Lille, Straßburg oder Lyon, aber auch Zwischenbahnhöfe zu bedienen. Am Donnerstag, dem 29. Februar, unterzeichnete das neue Unternehmen eine Vereinbarung mit SNCF Résau über zehn Jahre Nutzung des Schienennetzes.

    Kevin Speed ist ein Unternehmen, das 2021 von Laurent Fourtune, einem Kenner des öffentlichen Verkehrs und über acht Jahre lang Mitarbeiter der RATP, gegründet wurde. Sein Slogan: „Hochgeschwindigkeit für alle, jeden Tag“. Kevin Speed will die französischen Regionen mit Zügen, die zwischen TGV und Intercity liegen, „schneller und öfter“ bedienen.

    Keine Reservierung mehr nötig
    Die neue Bahngesellschaft verspricht, dass „je mehr man reist, desto weniger zahlt man. Mit den attraktiven Preisen, die wir geplant haben, werden unsere Züge immer ausgelastet sein“. Das beruhigt die Investoren. Kunden werden je nach den durchgeführten Reisen abgerechnet. Es wird als keine Reservierungen mehr geben und der versprochene Preis soll bei 3 bis 5 Euro pro 100 km liegen.

    Laut dem neuen Konkurrenten der SNCF soll dieses Modell dem heutigen Lebensstil und dem Aufkommen der Telearbeit besser gerecht werden. „Mit der Praxis der Telearbeit und dem Wunsch, weit weg von sehr großen Städten zu leben, entwickelt sich das „Commuting“ schneller asl bisher. Commuting bedeutet, dass man häufig reist, um seinen Wohn- und Arbeitsort bzw. seine Wohnorte miteinander zu verbinden. Das bisherige Angebot an Zügen oder Bussen ist daran aber noch schlecht angepasst – zu geringe Frequenz, viel zu teure Abonnements – und „beschränkt diese neue Lebensweise auf diejenigen, die sich das auch leisten können“, erklärt das Unternehmen, das das offensichtlich ändern will.

    Ein verlockendes Projekt, das SNCF Réseau und den französischen Verkehrsminister Patrice Vergriete überzeugen konnte, der bei der Unterzeichnung des wichtigen Vertrags anwesend war, der das Unternehmen dazu berechtigen wird, auf den französischen Eisenbahnlinien zu fahren. Kevin Speed muss jedoch jetzt noch die Zustimmung der Autorité de Régulation des Transports (ART) einholen und wird neue Züge von Alstom kaufen müssen.

    Der Zughersteller Alstom hat derzeit ein volles Auftragsbuch und die Lieferung eines solchen neuen Zugmodells könnte einige Zeit in Anspruch nehmen. Da die Herstellung von Triebzügen etwa vier Jahre dauert, scheint der von Kevin Speed angekündigte Termin für die Inbetriebnahme kaum erreichbar zu sein.

    Was die Finanzierung angeht, muss das Unternehmen noch eine beträchtliche Kapitalbeschaffung durchführen, da ein Projekt dieser Größenordnung sehr teuer werden könnte. Im vergangenen Sommer hatte das Unternehmen angekündigt, dass es bisher 4 Millionen Euro eingeworben habe, wenn das nicht erheblich mehr wird, könnte sich die Ankunft der neuen Züge in den französischen Bahnhöfen noch eine Weile verzögern.

  • Bahnstreik: SNCF kündigt „normalen“ Verkehr am Wochenende an – nur „einige örtliche Störungen“

    Bahnstreik: SNCF kündigt „normalen“ Verkehr am Wochenende an – nur „einige örtliche Störungen“

    Nach Angaben der SNCF-Direktion sollte der Zugverkehr an diesem Wochenende trotz des Streikaufrufs der Weichensteller nicht allzu sehr beeinträchtigt werden.

    Wird der Zugverkehr an diesem Wochenende doch einigermaßen „normal“ sein? Dies jedenfalls gab die SNCF-Direktion bekannt, wobei sie jedoch von „einigen lokalen Störungen“ aufgrund des Streiks der Weichenwärter sprach. Die Mitarbeiter der Stellwerke sind für die Regelung des Verkehrs auf dem Schienennetz zuständig und wurden von der Gewerkschaft Sud-Rail dazu aufgerufen, am Freitag und Samstag, dem 24. Februar die Arbeit niederzulegen, nur eine Woche nach einem sehr gut befolgten Streik der Fahrdienstleiter, der dazu geführt hatte, dass jeder zweite Zug auf den Hauptstrecken ausfiel.

    De neue Streikaufruf der Weichensteller liess die Fahrgäste das Schlimmste befürchten, insbesondere weil die vorgesehenen Streiktage in die Ferienzeit aller drei Schulferienzonen A, B und C fallen.

    Die Weichensteller sind zum Streik aufgerufen, um „einen massiven Einstellungsplan“ zu fordern, eine Erhöhung der operativen Umlaufprämie auf 300 Euro von derzeit 60 Euro und besser vorhersehbare Dienstpläne. Die Gewerkschaft Sud-Rail warnt im Gegensatz zur SBCF-Direktion: „Die Mobilisierung könnte in den Alpen, im Pariser Raum oder in der Region Nouvelle-Aquitaine sehr hoch sein“.

    Von Seiten des Zugnetzbetreibers SNCF Réseau wird versichert, dass das Unternehmen in den letzten Jahren große Anstrengungen unternommen hat, um neue Mitarbeiter einzustellen: 508 Neueinstellungen im Jahr 2020, 654 im Jahr 2022 und 902 im Jahr 2023.

    Beim letzten Streik der Weichenwärter im Dezember 2022 waren am ersten Wochenende der Weihnachtsferien rund 50 von 1.300 TGVs ausgefallen.

  • Mont-Blanc: Die höchste Bahn Frankreichs

    Mont-Blanc: Die höchste Bahn Frankreichs

    Die höchstgelegene Zahnradbahn Frankreichs bedient den Mont-Blanc. Jeden Tag befördert die Bahn hunderte Besucher und Skifahrer.

    Die höchste Bahn Frankreichs fährt seit über hundert Jahren auf dem Mont-Blanc. Die meisten ihrer Fahrgäste sind Freizeit-Sportler, die das Mont-Blanc-Massiv in ihrem Urlaub besuchen wollen. Die Zahnradbahn startet am 800 m hoch gelegenen Bahnhof von Saint-Gervais-les-Bains (Departement Haute-Savoie) und fährt in Richtung der Skipisten.

    Es gibt vier Züge, die jede Stunde verkehren: Sie heißen Marguerite, Marie, Jeanne und Anne. Jérôme Moisset ist einer der Zahnradbahnfahrer, der Beruf vererbte sich vom Vater auf den Sohn. „Ich bin mit meinem Papa in die Bahn gestiegen, zu den anderen Fahrern, das hat mir gefallen“, erklärt der Mann auf dem sender France 2 und sagt, dass er bis zur Rente auf dem Mont-Blanc arbeiten will. An Bord der Bahn können sowohl Freizeit-Sportler als auch einfach nur naturbegeisterte Menschen die schneebedeckten Gipfel des Massivs bewundern.

  • SNCF: Die Weichensteller drohen am Wochenende mit Streik – was sind ihre Forderungen?

    SNCF: Die Weichensteller drohen am Wochenende mit Streik – was sind ihre Forderungen?

    Nach den Kontrolleuren drohen nun auch die Weichenwärter der SNCF, Zugreisen am kommenden Wochenende mit einem Streik zu blockieren. Wer sind diese SNCF-Mitarbeiter, die für den Zugverkehr unerlässlich sind, und was fordern sie?

    Am vorangegangenen Wochenende hatte der Streik der SNCF-Zugbegleiter in französischen Bahnhöfen zu einem großen Chaos und vielen Diskussionen geführt. Für das bevorstehende Wochenende von Freitag bis Sonntag, den 25. Februar, dem letzten Tag der Schulferien in der Zone C, sind es diesmal die Weichenwärter in den Stellwerken, die die Arbeit niederlegen könnten. Was ist der Grund für den Streik? Wozu dienen diese SNCF-Mitarbeiter und können sie allein den kompletten Zugverkehr blockieren?

    Auf einer Webseite, die der Vorstellung des Berufs des Weichenstellers gewidmet ist, stellt die SNCF die Aufgaben dieser unverzichtbaren Mitarbeiter vor. Die Weichensteller seien es, die die Sicherheitsmaßnahmen in Bezug auf die Abfahrt und den reibungslosen Ablauf des Zugverkehrs durchführen. „Durch die Bedienung von Signalen und Weichen sorgen sie nicht nur für die Regelmäßigkeit der Züge, sondern auch für die Sicherheit des rollenden Materials, der Fahrgäste und der Mitarbeiter, die auf den Gleisen arbeiten“, schreibt das Unternehmen. Ein Streik der Weichenwärter in den Stellwerken könnte den gesamten französischen Zugverkehr lahmlegen.

    Von strategischen Beobachtungspunkten, die über den Gleisen liegen und es ihnen ermöglichen, die Schienen mit einem einzigen Blick zu überblicken, überwachen sie das Verkehrsmanagement.

    Ein Weichenwärter der SNCF erhält etwa 1.975 Euro netto im Monat. Laut der Gewerkschaft Sud-Rail wird bei dieser Vergütung die Verantwortung des Berufs nicht ausreichend berücksichtigt. Die Arbeitszeiten der Weichenwärter richten sich natürlich nach den Arbeitszeiten der Züge, sodass Weichenwärter auch nachts arbeiten müssen.

    Als Ausgleich für die versetzten Arbeitszeiten fordern die Weichenwärter jetzt eine Verkehrszulage von 300 Euro. Wie bei den Kontrolleuren am vergangenen Wochenende steht die Bezahlung im Mittelpunkt der Forderungen der Gewerkschaft Sud-Rail, die eine Streikankündigung von Freitag 11 Uhr bis Samstag 23 Uhr eingereicht hat. „Am kommenden Wochenende werden wir streiken, wenn die Direktion nicht auf uns zukommt“, sagte Vincent Pinot, Sekretär von Sud-Rail, der zweitstärksten Gewerkschaft bei den Weichenstellern, auf dem Sender BFMTV.

  • SNCF-Streik: Jeder zweite Zug wird in Frankreich am kommenden Wochenende ausfallen

    SNCF-Streik: Jeder zweite Zug wird in Frankreich am kommenden Wochenende ausfallen

    Nur jeder zweite Zug wird am Wochenende des 17. und 18. Februar, einem Wochenende mit sehr hohem Ferienverkehrsaufkommen, verkehren. Vorrang erhalten Züge in die Skiorte sowie Züge mit unbegleiteten Kindern, die von der SNCF befördert werden.

    Am Wochenende des 17. und 18. Februar einen Zug zu bekommen oder nicht wird ein wahres Abenteuer sein. Der Verkehr auf den Schienen Frankreichs wird deutlich gestört sein, da nur einer von zwei TGVs am Freitag, Samstag und Sonntag verkehren werden. Das Gleiche gilt für die OuiGo- und Intercity-Züge. Grund für die Ausfälle ist ein landesweiter Streik der Zug-Kontrolleure. Die SNCF hat ab Mittwoch begonnen, alle Reisenden über die Aufrechterhaltung oder den Ausfall ihrer Züge zu informieren.

    Vorrang für Züge, die in die Berge fahren
    Während des Wochenendes werden eine Million Reisende in den Bahnhöfen des Landes erwartet. Die SNCF hält vor allem die Züge aufrecht, die in die Alpen fahren. TGV-Züge mit TER-Anschluss werden so weit wie möglich gewährleistet. Warum werden die Skigebiete bevorzugt bedient? Die SNCF erklärt diese Entscheidung so: „Die Ferien im Schnee betreffen etwa 10 % der Franzosen, aber 20 % unserer Kunden. Was wir wollten, war, die vollsten Züge zu priorisieren“, erklärt Alain Krakovitch, Direktor von TGV-Intercités gegenüber dem Sender Franceinfo. Bei Zugausfällen besteht die Möglichkeit, die Fahrkarte kostenlos umzutauschen oder sich den vollen Fahrpreis erstatten zu lassen. Alle Reisenden erhalten eine Ermäßigung von 50 % auf ihre nächste Reise, wenn sie diese innerhalb von 30 Tagen buchen.

  • Leere SNCF-Züge werden als „voll“ angezeigt: Diese Praxis wirft Fragen bei französischen Fahrgästen auf

    Leere SNCF-Züge werden als „voll“ angezeigt: Diese Praxis wirft Fragen bei französischen Fahrgästen auf

    An Tagen mit großen Fahrgastaufkommen werden manchmal SNCF-Züge als „voll“ angezeigt, obwohl sie es nicht sind. Eine Methode, die von den Regionen angewandt wird, um zu verhindern, dass Fahrgäste stehend reisen müssen. Internetnutzer hinterfragen diese oftmals kontraproduktive Praxis.

    Es ist eine Praxis, die viele französische Bahnbenutzer verärgert. Auf der Website der SNCF zeigen einige Züge „complets“ (ausgebucht) an. Im Internet stellen sich Reisende dazu viele Fragen. „Ich sitze in einem fast leeren Zug nach Orleans, der auf SNCF Connect als ausgebucht angezeigt wird. Es ist unmöglich, eine Fahrkarte zu kaufen, und ich muss mit einem Bußgeld rechnen. Gibt es eine Erklärung?“, fragt ein Nutzer auf X.

    Benjamin fragt sich auf X: „Wie kann ein TER voll sein?“ und postet ein Foto eines leeren Waggons. Tatsächlich gibt es in den TER-Zügen keine Reservierungspflicht (außer in der Normandie für die Züge von Paris nach Rouen, Le Havre und Deauville).

    „Es werden regelmäßig Zählungen durchgeführt und je nach Verkauf der Fahrkarten sowie der Abonnements können Züge aus Sicherheitsgründen für den Verkauf gesperrt werden, um eine Überbelegung des Zuges zu vermeiden“, antwortet das Réseau de Mobilité Interurbaine du Centre Val de Loire. So kann es an bestimmten Tagen vorkommen, dass mehrere Züge als ausgebucht angezeigt werden.

    Die Internetnutzer beschweren sich in den sozialen Netzwerken. Diejenigen, die ihren Platz nicht online reservieren können, müssen auf einen anderen Zug ausweichen. Die SNCF Voyageur, die von der Zeitung Le Figaro kontaktiert wurde, verteidigt sich. Ihrer Meinung nach sind die als voll angezeigten Züge manchmal nur auf kleinen Reiseabschnitten teilweise leer. Sie seien auf einem großen Teil der Strecke ausgebucht.

    Wer trotzdem ein Ticket für einen ausgebuchten Zug kaufen möchte, kann seine Fahrkarte an einem Automaten oder an einem Verkaufsschalter in einem Bahnhof erwerben. Es ist erlaubt, eine Fahrkarte für einen anderen Zug zu benutzen, da ein TER-Fahrschein in allen Zügen des gleichen Tages gültig ist. Allerdings geht man dabei das Risiko ein, dass man sich während der Fahrt nicht hinsetzen kann.

  • SNCF: Zug-Kontrolleure drohen mit Streik am Wochenende vom 16. bis 18. Februar

    SNCF: Zug-Kontrolleure drohen mit Streik am Wochenende vom 16. bis 18. Februar

    An dem Wochenende vom 16. bis 18. Februar, während der Winterferien in Frankreich, droht ein Streik der Kontrolleure der SNCF. Die Gewerkschaften behaupten, dass ein im Jahr 2022 unterzeichnetes Abkommen von der SNCF nicht eingehalten worden sei.

    Die meisten TGV-Züge sind für die Winterferien ausgebucht, doch am Wochenende vom 16. bis 18. Februar droht nun ein Streik der Zugbegleiter. Diese Aussicht verunsichert die Reisenden am Gare de Lyon in Paris. Der Grund für den Streik: eine Vereinbarung, die 2022 unterzeichnet wurde, um einen Streik mitten in der Weihnachtszeit mit 200.000 Reisenden, die damals auf den Bahnsteigen gestrandet waren, zu beenden. Mehr als ein Jahr später sagen die Gewerkschaften, dass diese Vereinbarung von Seiten der SNCF nicht eingehalten worden sei.

    Die Gewerkschaften fordern eine bessere Bezahlung der Zug-Kontrolleure und Neueinstellungen, um die Arbeitsbelastung zu verringern. Um die Gewerkschaften zu besänftigen, machte die SNCF am Donnerstagmorgen neue Vorschläge: 1.000 zusätzliche Einstellungen, darunter 200 Kontrolleure, und eine Prämie von 400 Euro im März für alle Eisenbahner. Für die Gewerkschaften geht die Rechnung dennoch nicht auf, insbesondere was die Anzahl der Kontrolleure an Bord der TGVs betrifft. Eine Aufhebung der Streikankündigung kommt für die Gewerkschaften daher vorerst nicht in Frage.

  • Diebstahl von Kupferkabeln beeinträchtigt den SNCF-Verkehr zwischen Narbonne und Carcassonne

    Diebstahl von Kupferkabeln beeinträchtigt den SNCF-Verkehr zwischen Narbonne und Carcassonne

    Am Mittwoch, dem 31. Januar, hatten fast alle SNCF-Züge zwischen den Städten Narbonne und Carcassonne im Departement Aude Verspätung. Der Verkehr war den größten Teil des Tages gestört.

    Die Nutzer der SNCF-Strecke zwischen Narbonne und Carcassonne mussten am Mittwoch, dem 31. Januar, mit einer längeren Fahrzeit rechnen. Die SNCF teilte am frühen Morgen mit, dass der Zugverkehr auf dieser Achse, die diese beiden Städte im Departement Aude verbindet, aufgrund eines „böswilligen Eingriffs“ stark beeinträchtigt sei.

    „Unsere technischen Teams sind derzeit vor Ort, um die notwendigen Reparaturen vorzunehmen“, erklärte die SNCF in einer auf X veröffentlichten Erklärung. Es wurde bekannt, dass der Vorfall auf einen Diebstahl von Kupferkabeln in beiden Fahrtrichtungen zurückzuführen sei.

    Die Diebstähle im Departement Aude führten zu Verspätungen von bis zu 45 Minuten bei den TGV INOUI und Intercity-Zügen. „Ergänzend werden auf der Strecke Busse eingesetzt“, fügte die SNCF hinzu.

  • Zug Paris-Clermont hat Panne: 11 Stunden Albtraum für etwa 700 Reisende

    Zug Paris-Clermont hat Panne: 11 Stunden Albtraum für etwa 700 Reisende

    Die 700 SNCF-Kunden im Zug von Paris nach Clermont-Ferrand haben eine anstrengende Nacht hinter sich. Sie saßen in der Nacht auf Samstag, 20. Januar, elf Stunden lang an Bord eines Intercités-Zuges fest.

    Nach einer Horrornacht, die sie in bitterer Kälte in einem kaputten Zug verbracht haben, machen die etwa 700 Reisenden des Zuges Paris-Clermont ihrem Unmut Luft. „Es ist die Hölle, danke SNCF!“, meint einer von ihnen ironisch gegenüber dem Sender France 2. Ein anderer Fahrgast schätzt sich glücklich, dass er trotz der Müdigkeit nach einer anstrengenden Nacht etwas zu essen bekommen hat: „An einem bestimmten Punkt war es im Zug sehr kalt“, präzisiert er. Der Zug war am Freitag planmäßig in Paris abgefahren und sollte eigentlich um 22.30 Uhr in Clermont-Ferrand ankommen. Erst um 6.30 Uhr am Samstagmorgen erreichten die Reisenden schließlich ihr Ziel.

    An Bord des Zuges verteilten Feuerwehrleute und das Rote Kreuz nach Mitternacht, also mehr als drei Stunden, nachdem der Intercités-Zug zum Stehen gekommen war, Rettungsdecken. Die Verspätung von fast 7,5 Stunden wurde durch einen Lokomotivausfall in Nogent-sur-Vernisson verursacht. Die Reisenden mussten auf einen aus Paris entsandten Hilfszug warten. Auf dieser Strecke kommt es aufgrund der sehr veralteten Gleisanlagen häufig zu Verspätungen. Die SNCF entschuldigte sich und versprach, dass die betroffenen Fahrgäste eine Entschädigung in Höhe von 200 % des Fahrpreises erhalten würden.

  • Nizza-Marseille: Der Zug der Zukunft wird enthüllt

    Nizza-Marseille: Der Zug der Zukunft wird enthüllt

    Die neuen Züge für die Strecke Nizza-Marseille wurden heute der Öffentlichkeit vorgestellt. Das Ziel der Bahngesellschaft Transdev, einem Konkurrenten der SNCF: mehr Platz, mehr Modularität.

    Es ist eine kleine Revolution und ein Wendepunkt im französischen Schienenverkehr. Mit einer Länge von 110 Metern und fast 400 Sitzplätzen wird der neue Zug von Transdev auf der ersten für den Wettbewerb geöffneten Strecke in der Region Provence-Alpes-Côte d’Azur (PACA) verkehren. „Wir verdoppeln das Angebot in diesem Gebiet. Die Züge sind ganz neu, sie sind sicher, sie haben eine gute Klimaanlage und sind praktisch kohlenstofffrei“, sagte Renaud Muselier, Präsident der Region PACA.

    Die Region PACA zog das Unternehmen Transdev der SNCF vor, deren Servicequalität als unbefriedigend angesehen wird. Ein Vertrag im Wert von insgesamt 800 Millionen Euro über zehn Jahre wurde unterzeichnet. 16 Züge wurden bei dem Hersteller Alstom bestellt. „Es handelt sich um eine schrittweise Öffnung für den Wettbewerb, die es allen Beteiligten ermöglicht, sich zu verbessern“, erklärt Thierry Mallet, Vorstandsvorsitzender von Transdev. Die neuen Züge werden in einem Werk in Nordfrankreich gebaut. Die Auslieferung wird Ende 2024 beginnen, so dass sie spätestens im Sommer 2025 in Betrieb genommen werden können.