Schlagwort: Trockenheit

  • Dürre: Seen und Flüsse trocknen aus – Frankreich in höchster Alarmbereitschaft

    Dürre: Seen und Flüsse trocknen aus – Frankreich in höchster Alarmbereitschaft

    Frankreich erlebte diesen Sommer eine historische Dürre. Die Tatsache, dass die Trockenheit auch im Herbst anhält, beunruhigt alle Spezialisten. In einer Zeit, in der neue Studien eine unerwartet starke Erwärmung vorhersagen, wird Wasser, seine Erhaltung und seine Aufteilung zu einer großen Herausforderung. Die milden Temperaturen in diesem Herbst sind wie eine Verlängerung des Sommers. Sie verlängern aber auch die historische extreme Trockenheit, die im Juli und August in Frankreich herrschte, so dass die Wassersituation zu Ende des Jahres besonders besorgniserregend ist. Laut einer Bilanz von Météo-France kam es in diesem Jahr zu einer „historischen Trockenheit der Böden“. „Der Feuchtigkeitsindex der Böden war in diesem Sommer im gesamten Land defizitär. Die Böden trockneten deutlich aus und wurden oft sehr trocken bis extrem trocken. Ende Juli erreichten sie in den Regionen PACA, Korsika, Okzitanien, Auvergne-Rhône-Alpes, Nouvelle-Aquitaine und im Grand Est historische Trockenrekord…

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  • Oktober 2022 laut Météo-France der wärmste Oktober, der je in Frankreich gemessen wurde

    Oktober 2022 laut Météo-France der wärmste Oktober, der je in Frankreich gemessen wurde

    Im Oktober 2022 lagen die Temperaturen in Frankreich durchschnittlich 3,5 °C über dem Normalwert, was den Oktober zum wärmsten jemals in Frankreich gemessenen Monat machte, wie Météo-France am 01 November mitteilte.

    Der Oktober 2022 war der wärmste Oktober, der in Frankreich seit Beginn der meteorologischen Messungen im Jahr 1945 gemessen wurde. Die Durchschnittstemperatur erreichte 17,2 °C und lag damit 3,5 °C über dem Normalwert, wie Météo-France am Dienstag, dem 1. November auf Twitter mitteilte.

    Er viel wärmer als der Oktober 2001, der mit einer Durchschnittstemperatur von 16,3 °C und 2,6 °C über dem Normalwert den bisherigen Rekord hielt, so Météo-France. Die Monate Oktober der Jahre 2020 und 2021 waren dagegen etwas kühler.

    Niederschlagsdefizit von 37%.
    Es war laut Météo-France auch der neunte Monat in Folge mit überdurchschnittlich hohen Temperaturen.

    Die Temperaturen waren besonders hoch für die Jahreszeit in einem breiten Streifen, der von Südwesten nach Nordosten vom Baskenland bis zum Elsass verläuft und Aquitanien, Midi-Pyrenäen, Limousin, Auvergne, Lyon und einen großen Teil von Burgund umfasst, wie aus einer von Météo-France verbreiteten Karte hervorgeht.

    Die Niederschläge waren in den meisten Teilen des Landes geringer als üblich. Die durchschnittliche Niederschlagsmenge betrug nur 58 mm, was einem Defizit von 37% im Vergleich zum Normalwert entspricht. Die Niederschläge waren allerdings ja nach Region unterschiedlich, da die Niederschlagssummen von Centre-Val-de-Loire bis zur Champagne und vom nördlichen Lothringen bis Savoyen eher einen Überschuss von 10 bis 40 % aufwiesen, während das Defizit von Aquitanien bis Okzitanien und der Region PACA und Korsika mehr als 70% betrug, so Météo-France.

  • Météo France: Dürre und Trockenheit in Südfrankreich nehmen zu

    Météo France: Dürre und Trockenheit in Südfrankreich nehmen zu

    In Okzitanien handelt es sich um „die grösste Trockenheit, die zu dieser Jahreszeit seit 1958 gemessen wurde“, meldet Meteo France am Freitag.

    Die Sorge wird immer grösser. Während der Sommer mit einem Rekord-Oktober in Bezug auf die hohen Temperaturen in Frankreich in die Verlängerung geht, setzt sich die historische Dürre im Land fort und verschlimmert sich sogar im Süden, wie Météo France am Freitag, dem 28. Oktober, bekannt gab.

    „Der Oktober 2022 dürfte in Frankreich der wärmste Oktober seit Beginn der Messungen im Jahr 1945 sein, mit einer Durchschnittstemperatur, die im gesamten Monat um oder sogar über 17 °C (3 bis 4 °C über dem Normalwert) liegen dürfte“, bestätigte Météo France am Freitag.

    Zu wenige Niederschläge
    Neben einer für die Jahreszeit ungewöhnlich hohen Temperatur waren die Niederschläge „im größten Teil des Landes weniger häufig als üblich, im Durchschnitt bis heute um mehr als 30% zu niedrig“. Das Regen-Defizit auf einer Achse vom Baskenland bis zur Region PACA und Korsika beträgt mehr als 70%, so Météo France in einer Pressemitteilung.

    Ergebnis: Die Sommertrockenheit bleibt nicht nur bestehen, sondern verschlimmert sich sogar in mehreren Regionen. So sind die Böden „in Auvergne-Rhône-Alpes und der Normandie etwas trockener als normal“, während in den Regionen Nouvelle-Aquitaine und Okzitanien die Trockenheit „einem Zustand entspricht, der normalerweise im Hochsommer beobachtet wird“. „In Okzitanien handelt es sich um die grösste Trockenheit, die zu dieser Jahreszeit seit 1958 je gemessen wurde“.

    In den Regionen Burgund-Franche-Comté, Bretagne, Centre-Val-de-Loire, Grand-Est und Île-de-France erreichten die Böden jedoch „wieder einen für diese Jahreszeit normalen Zustand“. Am Donnerstag berichtete das Ministerium für den ökologischen Übergang, dass in 78 Departements noch Einschränkungen für die Wassernutzung gelten.

  • In französischen Städten sterben Bäume wegen der Sommerhitze

    In französischen Städten sterben Bäume wegen der Sommerhitze

    Die Trockenheit und die Hitzewellen des Sommers haben die Bäume in vielen Städten Frankreichs geschwächt. Es gibt verschiedene Lösungen, um den Schaden zu begrenzen und die Bäume so weit wie möglich zu erhalten.

    In der Stadt stellen Bäume, Mikrowälder und Haine wichtige Kühlinseln dar, die gegen die Hitze helfen. Die verschiedenen Hitzewellen des Sommers haben sie jedoch geschwächt. „Es gibt dort einen 10 mm großen Riss, man sieht deutlich, dass das auf die Trockenheit zurückzuführen ist“, erklärt Pascal Gueguen, Leiter der Grünflächenverwaltung in Eu (Seine-Maritime) auf dem Sender France 3.

    Pflanzen und Bäume werden durch den Klimawandel geschwächt
    Geschwächte Bäume können leichter von Insekten und Pilzen besiedelt werden. Einige Bäume, die gefährlich schwach geworden sind, müssen gefällt werden. Anstelle jedes gefällten Baumes muss wieder ein neuer angepflanzt werden. Der Klimawandel macht den Pflanzen in französischen Städten das Leben schwer. Innerhalb von zwei Jahren wurden zum Beispiel in Lille (Nordfrankreich) 18.000 Bäume gepflanzt. Asphalt auf den Schulhöfen wurde durch poröse Pflastersteine ersetzt, um das Wasser besser zu speichern. Dadurch leiden auch die Bäume weniger unter der Hitze. „Wenn es regnet, versickert fast 100% des Wassers auf dem Grundstück und füllt das Grundwasser oder bewässert die Bäume“, sagt Grégory Flament, stellvertretender Direktor für Bau, Instandhaltung und nachhaltige Energie in Lille.

  • Feuer in der Gironde: Beeindruckender Feuertornado gefilmt

    Feuer in der Gironde: Beeindruckender Feuertornado gefilmt

    Ein Feuertornado, ein relativ seltenes und beeindruckendes Naturphänomen, entstand beim Grossbrand im Wald von Saumos in der Gironde, wo seit Montag, dem 12. September, bereits mindestens 3.200 Hektar in Rauch aufgegangen sind.

    Die Flammen wüten schon wieder in der Gironde, wo ein neues Feuer nach den schrecklichen Bränden des Sommers seit Montag bereits mindestens 3.200 Hektar Land verbrannt hat und mehrere hundert Menschen evakuiert werden mussten.

    Ein Hubschrauber von France 3 Aquitaine überflog das Feuer und konnte die Entstehung eines beeindruckenden Feuertornados festhalten. Dieses Naturphänomen, das manchmal auch als „Fackel“ bezeichnet wird, wird normalerweise durch einen aufsteigenden Luftwirbel, der die Flammen mit sich reißt, ausgelöst, heißt es auf der Website von La Chaîne Météo.

    „Dieser Tornado mag aus der Perspektive des Hubschraubers klein erscheinen, aber er steigt in einem engen Wirbel weit über den Wald hinauf“, beobachtete der schottische Meteorologe Scott Duncan.

    Der Brand in der Gemeinde Saumos, einem Dorf zwischen den Stränden des Atlantiks in der Nähe des Badeortes Lacanau und dem Großraum Bordeaux, wo am Montag Hitzerekorde gemessen wurden, ist am Mittwoch noch immer im Gange.

    Eine gerichtliche Untersuchung zur Ursache des Feuers wurde eingeleitet. Am Dienstag wurden weitere 300 Personen evakuiert, sodass sich die Gesamtzahl der Evakuierten innerhalb von 24 Stunden auf „840 Personen“ in Saumos und der Nachbargemeinde Sainte-Hélène erhöhte, wie die Präfektin des Departements Gironde, Fabienne Buccio, am späten Dienstagnachmittag vor Ort berichtete.

  • Dürre: In sehr vielen Gemeinden gelten trotz Regen und Gewitter immer noch Wasserbeschränkungen

    Dürre: In sehr vielen Gemeinden gelten trotz Regen und Gewitter immer noch Wasserbeschränkungen

    Die Hitzewellen sind zwar vorbei, aber in vielen Regionen Frankreichs gibt es immer noch Wasserbeschränkungen. 

    Der September ist da, der Herbst rückt näher, Gewitter und Regen werden häufiger. Und dennoch lässt die Trockenheit trotz sinkender Temperaturen nicht nach. Einige Flüsse wie die Loire haben stellenweise immer noch einen kritisch niedrigen Wasserstand, und in vielen Departements herrscht immer noch verstärkte Alarmbereitschaft für Trockenheit und Dürre. Die Wasserbeschränkungen scheinen somit noch einige Zeit andauern zu müssen.

    Warum hält die Dürre an?
    Der anhaltende Wassermangel hat sich trotz sinkender Temperaturen noch nicht gebessert. Die stellenweise geringen Regenmengen zum, aber auch die Art und Weise, wie der Regen fiel, erklären den anhaltenden Wassernotstand.

    Laut der Website Eaufrance, einem öffentlichen Wasser-Informationsdienst, sind „effiziente“ Niederschläge nur diejenigen, die das Grundwasser auffüllen, das laut dem Centre d’Information sur l’Eau die wichtigste Trinkwasserquelle in Frankreich ist. Im Sommer sind die Niederschläge jedoch weniger effizient, da sie oft von den Blättern der Bäume absorbiert und dann durch Verdunstung direkt in die Atmosphäre abgegeben werden, ohne dass sie den Boden erreichen können. Der Boden ist nach dem Sommer in vielen Regionen zu trocken und zu hart geworden, sodass er das Wasser weniger leicht aufnimmt, was wiederum zu Überschwemmungen führen kann.

    Deshalb sind zeitlich versetzte Regenfälle in Form von leichten Niederschlägen viel wünschenswerter als plötzliche und kurze Niederschläge, wie wir sie derzeit erleben; aus diesem Grund konnten die Gewitter das große Wasserdefizit, das sich im Juli und August angesammelt hatte, bisher nicht wieder ausgleichen. Vor dem Sommer sagte Météo France voraus, dass die Hitze bis September/Oktober anhalten würde. Und genau das gilt auch für die Dürre.

    Welche Einschränkungen gelten weiterhin?
    Weil die Dürre andauert, „werden die meisten Beschränkungen bis Ende Oktober, einige sogar bis Ende November erlassen“, wird Marillys Macé, Generaldirektorin des Centre d’Information sur l’Eau, von der Zeitung La Dépêche zitiert.

    Laut dem Ministerium für den ökologischen Übergang waren am 6. September in 93 Departements immer noch Gemeinden wegen Wasserknappheit in den Zustand der „Warnung“, der „verstärkten Warnung“ oder der „Krise“ versetzt. Lediglich in Paris, Hauts-de-Seine und Seine-Saint-Denis gilt „nur“ der Zustand „Wachsamkeit“.

    Die Anweisungen variieren zwischen den betroffenen Gebieten: Bei „Krise“ ist zum Beispiel das Bewässern von Rasenflächen in den Gemeinden verboten. Dasselbe gilt für Golfplätze oder das Füllen von privaten Schwimmbädern.

    Das Ministerium appelliert an die Verantwortung jedes Einzelnen und bittet darum, zum Beispiel Waschmaschinen nur gefüllt laufen zu lassen, um unnötigen Wasserverbrauch zu vermeiden.

  • Katastrophale Ernte 2022: Droht uns eine Kartoffelknappheit?

    Katastrophale Ernte 2022: Droht uns eine Kartoffelknappheit?

    Nach Angaben der Landwirte wird die Kartoffelernte 2022 in Frankreich katastrophal ausfallen. Die Dürre hat die nationale Produktion schwer mitgenommen. Und Frankreich ist weltweit einer der grössten Exporteure von Kartoffeln.

    Es ist eine schlimmer Situation für Tausende von Erzeugern. In Frankreich kündigt sich das Jahr 2022 als eines der schlimmsten – wenn nicht sogar das schlimmste – Kartoffeljahr des Jahrhunderts an. Von vielen Landwirten wird die diesjährige Ernte als „katastrophal“ bezeichnet. Dies wird nicht nur in den Supermarktregalen, sondern auch in Gastronomiebetrieben nicht unerhebliche Auswirkungen haben.

    In einer am Freitag, dem 26. August veröffentlichten Pressemitteilung erklären Kartoffelbauern, dass dies alles eine Folge der historischen Trockenheit ist, die Frankreich in den letzten Monaten heimgesucht hat: „Die sich abzeichnende katastrophale Ernte […] ist das Ergebnis der extremen Hitze, die mit einer starken Trockenheit korreliert, die die Entwicklung der Knollen buchstäblich gestoppt hat. Weder Niederschläge noch günstigere Temperaturen in naher Zukunft können diesen Trend noch umkehren“.

    In Frankreich litten die Erzeuger in der Region Hauts-de-France unter den ungewöhnlich hohen Temperaturen. Dort allein wachsen 64% der nationalen Kartoffelproduktion heran.

    Nach Angaben der Union nationale des producteurs de pommes de terre (UNPT) könnten in Frankreich fast 1,5 Millionen Tonnen Kartoffeln verloren gehen. Die Produktion könnte somit einen Rückgang um mindestens 20% gegenüber dem Durchschnitt der letzten 20 Jahre aufweisen.

    Für die Kartoffelbauern könnte dies nach ersten Schätzungen einen Verlust von mindestens 200 Millionen Euro bedeuten. Dieser Verlust ist umso bedenklicher, als die französische Kartoffelbranche der weltweit größte Exporteur von frischen Kartoffeln ist. Unter normalen Umständen werden jedes Jahr 8 Millionen Tonnen Kartoffeln geerntet. Nicht weniger als 16.000 Landwirte sind auf die Produktion des Lieblingsgemüses der Franzosen und der Deutschen spezialisiert.

    Vertreter der Landwirte wünschen sich eine grössere Unterstützung des Staates: „Die UNPT ruft ab sofort zu einer Aufwertung der an die Erzeuger gezahlten Preise und einer besseren Verteilung des Mehrwerts insbesondere mit den großen Handelsketten auf, zu einer vertraglichen Lockerung der von den Erzeugern zugesagten Mengen und zur raschen Einleitung von Überlegungen über die Einführung einer außergewöhnlichen staatlichen Beihilferegelung zur finanziellen Unterstützung der Erzeuger und als Anreiz für die Fortsetzung der Produktion“.

    Die meisten betroffenen Landwirte meinen, dass die Kartoffeln der Ernte 2022 größtenteils unter dem starken Wassermangel leiden. Die Folge: Die Knollen sind ungewöhnlich klein. Das kann sich auf die so beliebten Pommes Frites auswirken: Sie werden wohl kürzer werden. Das treibt den Fast-Food-Ketten die Sorgenfalten auf die Stirn.

    Bereits 2018 hatte die Branche eine besonders schwierige Ernte zu verkraften. Das Unternehmen McCain hatte damals angekündigt, die Größe seiner Pommes Frites um fast zwei Zentimeter zu reduzieren.

    Die Ernte 2022 hat noch nicht richtig begonnen – man wird also abwarten müssen…

  • Dürre: Gibt es in den kommenden Jahren keine Weihnachtsbäume mehr?

    Dürre: Gibt es in den kommenden Jahren keine Weihnachtsbäume mehr?

    Französische Weihnachtsbaumzüchter rechnen mit hohen Verlusten. Die Dürre im Sommer hat Zehntausende junger Bäume getötet.

    Es ist bekannt, dass die Dürre in Frankreich weitreichende Auswirkungen hat – in einigen Regionen ist sogar die Trinkwasserversorgung unterbrochen. Die französischen Landwirte haben die Auswirkungen der historischen Dürre und der Hitzewellen dieses Sommers besonders zu spüren bekommen. Französische Grundnahrungsmittel wie die Käse- und Weinproduktion sind betroffen – und auch die Weihnachtsbaumzüchter melden nun große Verluste.

    Junge Tannen wurden durch die Dürre dezimiert, da ihre Wurzeln noch nicht tief genug waren, um Wasser zu finden.

    Für Tannenbaumproduzenten bedeutet dies einen erheblichen finanziellen Verlust.

    Lesen Sie auch: Klimawandel: Französischen Kühen wird es zu heiss – es kann weniger Käse hergestellt werden

    Franceinfo erklärt, dass der Verlust der jungen Bäume bedeutet, dass eine grosse Menge der investierten Arbeit vernichtet wird. Normalerweise haben mehr als zweijährige Bäume besser und tiefer verankerte Wurzeln und schaffen es dadurch, Dürreperioden besser zu überstehen. Aber bei Juni-Temperaturen von fast 40 Grad Celsius und einer ausgeprägten Trockenheit waren in diesem Jahr die Bedingungen für das Überleben der jungen Bäume denkbar ungünstig.

    Es sieht so aus, dass in diesem Sommer eine ganze Generation von Bäumen in den Zuchtbetrieben und Wäldern verloren gegangen ist – das entspricht etwa 20.000 potentiellen Weihnachtsbäumen.

    Nun müssen die Weihnachtsbaumproduzenten die verlorenen Bäume ersetzen. Das bedeutet wahrscheinlich mindestens 30.000 € Mehrkosten und viel Arbeit pro Betrieb. Es müssen neue und tiefere Parzellen ausgehoben werden, damit auch die jungen Bäume näher an das Grundwasser gelangen und so hoffentlich am Leben bleiben.

    Für die Kunden gibt es aber eine gute Nachricht: Die Weihnachtszeit im Jahr 2022 wird nicht betroffen sein, da zu Weihnachten die älteren Bäume (in der Regel fünf Jahre alt oder älter) verkauft werden – allerdings wahrscheinlich zu einem höheren Preis aufgrund der Inflation.

  • Dürre: Katastrophale  Honigernte – ganze Bienenkolonien verschwinden

    Dürre: Katastrophale Honigernte – ganze Bienenkolonien verschwinden

    Die Bienensaison 2022 fällt extrem schlecht aus. Die Hitzewelle im Sommer hat das Leben in den Bienenstöcken völlig durcheinander gebracht. Es gibt nicht genug Blumen, wenig Nektar und die Imker müssen bereits die Bienen füttern, weil es ihnen an ausreichender natürlicher Nahrung fehlt, um gut durch…

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  • Serbien: Relikte der Vergangenheit tauchen bei Niedrigwasser in der Donau auf

    Serbien: Relikte der Vergangenheit tauchen bei Niedrigwasser in der Donau auf

    Der Wasserstand der Donau ist aufgrund der außergewöhnlichen Trockenheit in diesem Sommer besonders niedrig. Jetzt tauchen gesunkene Kriegsschiffe auf und geben Anlass zur Sorge.

    Zuerst waren es Sandbänke, die in einem Teil der Donau bei Prahovo (Serbien) auftauchen, dann Schatten unter der Wasseroberfläche, bevor nun imposante Schiffswracks zum Vorschein kommen. Der Fluss hat seit einem Jahrhundert einen seiner niedrigsten Wasserstände und gibt jetzt gefährliche Überbleibsel aus der Vergangenheit preis. Dazu gehören Kriegsschiffe Hitler-Deutschlands, die hier vor fast 80 Jahren versenkt wurden. Etwa 20 Schiffe sind inzwischen wieder aufgetaucht. Aufgrund der Dürre in diesem Sommer liegt der Fluss deutlich unter seinem normalen Wasserstand.

    „Wir schätzen, dass sich hier in der Donau noch 100 Tonnen Sprengstoff befinden“.
    Lange Zeit existierten diese Schiffe nur auf Unterwasserkarten. Zusammen mit den Wracks taucht auch eine andere Bedrohung wieder auf. Die Munition der Kriegsschiffe wurde nie gesichert. „Manchmal kann man in der Nähe der Wracks Unterwasserminen ausmachen. Man schätzt, dass es hier in der Donau noch 100 Tonnen Sprengstoff gibt“, erklärt Saša Markovi, Kapitän eines Binnenschifffahrtsunternehmens gegenüber Franceinfo.

    Auch mehrere andere Länder, durch die die Donau fließt, schlagen derzeit Alarm. Der niedrige Wasserstand des Flusses führt zu ernsten Bewässerungsproblemen in der Landwirtschaft, aber auch, wie in Budapest, Ungarn, zu großen Sorgen um die Versorgung mit fließendem Trinkwasser.