Schlagwort: Trockenheit

  • Wetter: In den kommenden Monaten soll es wärmer und trockener werden als normal

    Wetter: In den kommenden Monaten soll es wärmer und trockener werden als normal

    Meteo France sagt für die Monate April, Mai und Juni 2022 wärmeres und trockeneres Wetter in Frankreich voraus.

    „Wärmer als normal“. Das ist das Szenario, das Météo France für die kommenden drei Monate vorhergesagt hat. Die Meteorologen haben mehrere mögliche Szenarien für Frankreich im April, Mai und Juni analysiert, und ihre Schlussfolgerungen sprechen von einer Periode, die mit einer Wahrscheinlichkeit von 50% wärmer ist als der übliche Normalwert in Frankreich.

    „Ein Quartal mit einem Durchschnitt, der wärmer als normal ist, schließt das Auftreten von kühlen Episoden nicht aus“, will Météo France aber beruhigen. Jeden Monat gibt Météo France eine Prognose für die Klimatrends der kommenden drei Monate ab. „Es handelt sich nicht um Wettervorhersagen, die Informationen über das erwartete Wetter in Frankreich an diesem oder jenem Tag liefern sollen“, warnt Météo France, „sondern darum, wahrscheinliche Trends auf europäischer Ebene aufzuzeigen.“

    Trockeneres Wetter in den kommenden Monaten
    Was die Niederschläge betrifft, so ist in Südeuropa, einschließlich Frankreich, „das wahrscheinlichste Szenario, dass die vierteljährlichen Niederschlagssummen unter den Normalwerten liegen“. Nach dem wahrscheinlichsten Szenario von Météo France wird das Wetter in den kommenden Monaten also trockener sein. Aber „ein Quartal mit einem trockeneren Durchschnitt als normal schließt das Auftreten von lokalen Episoden mit starken Niederschlägen nicht aus“.

  • Waldbrände werden regelmäßig und immer öfter auftreten

    Waldbrände werden regelmäßig und immer öfter auftreten

    Am Wochenende kam es vor allem in den Alpes-Maritimes zu Bränden wegen einer zu trockenen Vegetation, was im Jahr 2022 sehr früh auftrat.

    Oberst Sylvain Besson, stellvertretender Direktor der Feuerwehr des Departements Hérault, sagte am Montag, 28. März, im französischen Nachrichtensender Franceinfo, dass Vegetationsbrände „regelmäßig wiederkehren und schließlich zur Gewohnheit werden“ dürften, wenn man sich die Projektionen über die nächsten 20 Jahre anschaut. Zu ungewöhnlich frühen Bränden kam es am Wochenende vor allem in den Alpes-Maritimes aufgrund einer in dieser Jahreszeit noch nie dagewesenen Trockenheit als Folge des menschengemachten Klimawandels.

    Sylvain Besson meint, dass die Regenfälle der letzten Wochen es zwar ermöglicht haben, einen Teil des Wasserdefizits aufzufüllen, aber eben nicht vollständig. In den nächsten Wochen muss die Entwicklung bis zum Sommer genau beobachtet werden. Die Sorge vor Bränden in den Alpes-de-Hautes-Provence und den Hautes-Alpes wächst.

    In den Alpes-Maritimes und dem Departement Bouches-du-Rhône, aber auch in den Departements nördlich der Loire, die normalerweise seit Jahren keine solchen Probleme haben, wie Maine-et-Loire und Charente-Maritime, wurden an diesem Wochenende 30 Hektar vom Feuer zerstört. Das ist außergewöhnlich, aber die 20-Jahres-Projektionen der Klimaforscher zeigen, dass solche Situationen regelmäßig wiederkehren und schließlich zur Gewohnheit werden.

    Wie passen sich Bevölkerung und Behörden an diese neue Situation an?

    Eine umfassende Politik der Prävention und Aufklärung der Bevölkerung, aber natürlich auch die Bekämpfung erfordern eine dienststellenübergreifende Arbeit der Behörden. 

    Eine neue Raumplanung, um den Brandschutz zu verbessern und Wasserstellen zu errichten, ist gefordert. Unter der Schirmherrschaft der Direktion für zivile Sicherheit, des Innenministeriums und des nationalen Verbands der französischen Feuerwehr wurden Diskussionen angestossen, um sich angemessen auf das Auftreten dieser neuen menschgemachten Naturgefahren vorzubereiten.

    Welche Regeln muss man unbedingt beachten, um die Gefahr von Bränden zu vermeiden?

    Wenn es trocken und gleichzeitig windig ist, insbesondere bei Windgeschwindigkeiten von über 40 km/h, soll man das Verbrennen im Garten oder die Verwendung von funkenerzeugenden Werkzeugen wie Trennschleifern oder Ähnlichem unbedingt vermeiden, da es sonst zu einem Brand mit schlimmen Folgen kommen kann. Jetzt ist auch die Zeit, in der Haus- und Gartenbesitzer Ihren gesetzlichen Verpflichtungen zur Grundstücksreinigung nachkommen müssen. Im März/April verlangt der Gesetzgeber in vielen Regionen Frankreichs die Reinigung der Grundstücke von abgestorbenen Pflanzenresten aus dem Vorjahr. Zugewucherte Grundstücke sind immer öfter für die Entstehung grösserer Brände und teure Feuerwehreinsätze verantwortlich.

  • Video: Die wichtigsten Ereignisse des Wochenendes

    Video: Die wichtigsten Ereignisse des Wochenendes

    Diese drei Nachrichten haben das Wochenende in Frankreich geprägt – Video von France 2.

    Am Samstag, 26. März, durchschlug in der Nähe des Bahnhofs Sevran-Beaudottes (Seine-Saint-Denis) eine von einem Polizisten abgefeuerte Kugel ein Fahrzeug und traf den Fahrer, der einige Stunden später im Krankenhaus starb. Der Polizist wollte einen gestohlenen Lieferwagen kontrollieren. Unter noch unklaren Umständen gab der Beamte einen Schuss auf den Fahrer ab, der nach Angaben der Polizeigewerkschaften der Justiz bereits bekannt war. Die Polizeibehörde IGPN leitete am Sonntagmorgen, den 27. März, eine Untersuchung ein.

    Rekorddürre
    In in der Nähe von Aubagne (Bouches-du-Rhône) zerstörte ein Feuer etwa 20 Hektar. Es konte am Sonntagmorgen, 27. März, eingedämmt werden. Die Brände sind auf eine ungewöhnlich früh auftretende Trockenheit zurückzuführen. Die Wasserstände der Flüsse sind in diesem März so niedrig wie seit 60 Jahren nicht mehr.

    In Departement Landes fand die jährliche Aktion zur Reinigung der Strände statt. Fast 700 Anwohner nahmen daran teil.

  • Dürre: 38 Departements in Alarmbereitschaft

    Dürre: 38 Departements in Alarmbereitschaft

    Die Dürre bedroht 38 Departements, die von Wasserbeschränkungen betroffen sind. Der Grundwasserspiegel konnte sich nicht wieder auffüllen. Als Beispiel das Departement Aude.

    Im Departement Aude macht sich die Trockenheit in den Flüssen und Bächen bemerkbar. Jean-Claude Gieules macht sich Sorgen um seine Apfel- und Olivenernte. „Es ist ein Problem, dass es ab Ende August kein Wasser mehr gibt, das wird große Auswirkungen auf die Apfelernte haben“, sagt der Baumzüchter vor der Kamera von Franceinfo. Der Wassermangel bedeutet, dass an den Reserven gespart werden muss. Ab Mittwoch, 1. September, gelten in Frankreich in 38 Departements Wassereinschränkungen. In der Nähe von Narbonne kann der Bürgermeister von La Redorte das Rugby-Stadion nicht mehr bewässern.

    Zwang zur Innovation bei der Bewässerung
    In den Weinbergen des Minervois ist die Bewässerung unerlässlich. Ein neues Tropfsystem ermöglicht eine präzisere Verteilung, „um der Pflanze wirklich das zu geben, was sie braucht“, erklärt Jacques Cuellar, Präsident des Bewässerungskonsortiums. In diesem Sommer hat es zwar viel mehr geregnet als sonst, aber das reichte nicht aus, um die Austrocknung des Bodens zu verhindern. Einige der Grundwasserspiegel liegen deutlich unter dem notwendigen Niveau. „Im vergangenen Winter hat es in diesen Regionen sehr wenig geregnet, und eigentlich wird in dieser Jahreszeit der Grundwasserspiegel wieder aufgefüllt“, erklärt Violaine Bault, Hydrogeologin auf Franceinfo. Die Situation der Naturkatastrophe wurde für mehrere Departements anerkannt.