Schlagwort: Total

  • Benzinknappheit: Streik wird verlängert – Emmanuel Macron ruft zu „Verantwortung“ auf

    Benzinknappheit: Streik wird verlängert – Emmanuel Macron ruft zu „Verantwortung“ auf

    Der Arbeitskampf in Raffinerien und Öldepots von TotalEnergies wurde am Montag um 24 Stunden verlängert und auf etwa 15 Autobahntankstellen ausgeweitet. „Die Blockade ist keine Art zu verhandeln“, sagt der französische Präsident Emmanuel Macron. Das Tauziehen zwischen TotalEnergies und der Gewerkschaft CGT geht weiter. Trotz wiederholter Aufforderungen der Regierung, zu verhandeln und die Blockaden zu beenden, konnten sich die Gewerkschaft und die Leitung des Ölkonzerns am Montag, dem 10. Oktober, nicht über die Modalitäten der Lohnverhandlungen einigen. Der Streik wurde bis Dienstag verlängert, obwohl fast ein Drittel der Tankstellen Frankreichs inzwischen von Kraftstoffmangel betroffen sind. Der Streik wurde sogar auf etwa 15 Autobahntankstellen des Argedis-Netzes, einer Tochtergesellschaft von TotalEnergies, ausgedehnt. Drei Tage nach dem Gipfeltreffen in Prag rief Emmanuel Macron am Montag die Vorstände der Ölkonzerne und die Gewerkschaften erneut zu „Verantwortung“ auf und betonte…

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  • Benzinknappheit: Trockene Zapfsäulen, leere Autos, sozialer Konflikt… die Situation wird immer schlimmer

    Benzinknappheit: Trockene Zapfsäulen, leere Autos, sozialer Konflikt… die Situation wird immer schlimmer

    An einer von drei Tankstellen in Frankreich fehlt mindestens ein Kraftstoff. Die Geschäftsleitungen von TotalEnergies und Esso-ExxonMobil beginnen endlich Gespräche mit den streikenden Raffineriearbeitern. Die Regierung versichert, dass sich die Lage in den nächsten Tagen verbessern wird. In den vergangen Tagen mussten immer mehr französische Autofahrer mehrere Tankstellen anfahren, bevor sie tanken konnten. Der Ansturm der Autofahrer auf die TotalEnergies-Tankstellen und die Streiks, die in den Raffinerien für bessere Löhne begonnen wurden, haben die Spannungen und die Engpässe an den Zapfsäulen verschärft. 30% aller Tankstellen in Frankreich fehlte am Sonntagnachmittag mindestens ein Kraftstoff, wie das Ministerium für den Energiewandel mitteilte. Am Samstag waren es noch 21%. Die Situation verschärfte sich also im Laufe des Wochenendes. In der Region Hauts-de-France ist die Lage am heikelsten: 55% der Tankstellen haben mindestens einen Kraftstoff zu wenig. In der Region Ile-de-Franc…

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  • Streik bei TotalEnergies: Gewerkschaft CGT lenkt ein und ist ab Montag zu Verhandlungen bereit

    Streik bei TotalEnergies: Gewerkschaft CGT lenkt ein und ist ab Montag zu Verhandlungen bereit

    Die CGT, die bei den laufenden Streiks bei TotalEnergies federführend ist, ist laut einem offenen Brief, der am Samstag an den Vorstandsvorsitzenden des Total-Konzerns gerichtet wurde, bereit, ab Montag Verhandlungen über die Lohnerhöhungsforderungen aufzunehmen und ihre Forderungen nach Neueinstellungen und Investitionen zunächst zurückzustellen.

    „Mit dem Ziel, die festgefahrene Situation zu durchbrechen, wiederholen wir unsere Forderung nach der Aufnahme von Verhandlungen, in der Hoffnung, dass Sie dem endlich zustimmen. Wir sind bereit, Verhandlungen ab Montag für unsere Lohnforderung zu beginnen“, schrieb Eric Sellini, CGT-Koordinator bei TotalEnergies, in dem offenen Brief an den Konzernchef Patrick Pouyanné, der über Twitter verbreitet wurde.

    Höhere Löhne, Neueinstellungen, Investitionen…
    Die CGT fordert 10% Lohnerhöhung für 2022, nachdem der Total-Konzern im ersten Halbjahr einen Gewinn von 10,6 Milliarden Dollar erzielt hat. Die Unternehmensleitung erinnert ihrerseits daran, dass sie bereits durchschnittliche Lohnerhöhungen von 3,5% im Jahr 2022 gewährt hat, und verweist auf eine für den 15. November anberaumte Verhandlungsrunde über die Löhne für 2023. Bisher gab sich die Geschäftsleitung unflexibel in Bezug auf diesen Zeitplan.

    Neben der Lohnerhöhung forderte die CGT seit mehreren Monaten weitere Neueinstellungen in Frankreich und einen „massiven Investitionsplan“. „Wenn das die Dinge voranbringen kann, lassen wir die Problematik der Arbeitsplätze und die der Investitionen vorerst beiseite“, erklärte Eric Sellini gegenüber der Nachrichtenagentur AFP. Die Gewerkschaft forderte insbesondere, „die Frage der Leiharbeit und der Kurzverträge gründlich zu überdenken“.

    Die derzeitige Benzinknappheit, die eine unmittelbare Folge der Weigerung der Geschäftsleitung Gespräche über Lohnerhöhungen zu beginnen, „führt zu großer Unzufriedenheit und droht die Wirtschaft des Landes zu verlangsamen“, heißt es in dem Schreiben weiter, um das Zugeständnis der Gewerkschaft zu erklären. Es wird auch auf die Unterstützung der Regierung hinsichtlich der Lohnerhöhungen hingewiesen. „Die Beschäftigten des Unternehmens haben durch ihre Arbeit dafür gesorgt, dass der Konzern riesige Gewinne erzielt hat“, heißt es in dem Schreiben weiter. „Ein Beweis dafür ist die Möglichkeit der Geschäftsleitung, extrem schnell einen außergewöhnlichen Betrag von 2,62 Milliarden Euro für die Aktionäre bereitzustellen.“

    „Man ist sehr schnell dabei, die Aktionäre zu belohnen, aber man sagt den Arbeitnehmern, dass sie unbedingt warten müssen: Warum diese unterschiedliche Behandlung?“, fragte Thierry Defresne, CGT-Sekretär zuständig für TotalEnergies, gegenüber der Nachrichtenagentur AFP . Der Vorstandsvorsitzende von TotalEnergies, Patrick Pouyanné, hat sich bislang nicht öffentlich zu dem Streik geäußert, doch in einem konzerninternen Video am Dienstag räumte er ein, dass „die Ergebnisse des Unternehmens 2022 außergewöhnlich gut sind“, und versprach den Angestellten: „Wir werden euch nicht vergessen“.

  • Treibstoffknappheit an Tankstellen: Französische Regierung macht Druck

    Treibstoffknappheit an Tankstellen: Französische Regierung macht Druck

    Für viele französische Autofahrer ist es an diesem Freitag schwierig, Benzin zu bekommen. Die Warteschlangen an den Tankstellen werden aufgrund eines Streiks in den Total-Raffinerien immer länger. Die Regierung fordert „Anstrengungen“, um die Krise zu beenden. „Anstrengungen“: Dies erwartet die französische Regierung nach eigenen Angaben vom TotalEnergies-Konzern, um einen Arbeitskonflikt zu beenden, der seit einer Woche zu Treibstoffengpässen an den französischen Tankstellen führt. Die größte Raffinerie von TotalEnergies in der Nähe von Le Havre (Seine-Maritime) wurde aufgrund eines Aufrufs der Gewerkschaft CGT, die eine Lohnerhöhung durchsetzen will, vollständig stillgelegt. Andere Standorte des Konzerns werden ebenfalls bestreikt und auch die beiden französischen Raffinerien des amerikanischen Konzerns Esso-ExxonMobil stehen ebenfalls still. „Wir erwarten Anstrengungen“ Die Regierung stehe „in Verbindung mit Total, um zu versuchen, den sozialen Dialog zu erleichtern“, sagt Clément …

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  • Warum herrscht an französischen Tankstellen Benzinknappheit?

    Warum herrscht an französischen Tankstellen Benzinknappheit?

    Etwa 12% der Tankstellen können nicht mehr alle Kraftstoffe anbieten. TotalEnergies-Tankstellen werden regelmässig von den Kunden gestürmt. Raffinerien stehen still. 

    Seit Anfang September erleben die TotalEnergies-Tankstellen eine wahre Kunden-Flutwelle. Da sie im Durchschnitt derzeit 20 Cent billiger sind als die Konkurrenz, werden sie von den Autofahrern regelrecht gestürmt, sie werden zum Teil täglich leergekauft. Und wegen eines internen Arbeitskampfes um Lohnerhöhungen kommt der Nachschub kaum hinterher. 

    Gibt es einen Mangel an Treibstoff?
    In Frankreich gibt es rund 11.000 Tankstellen. Bei 12% fehlte am Mittwoch mindestens ein Kraftstoff, wie der Sprecher der französischen Regierung berichtet. Olivier Véran weigert sich jedoch, von „Mangel“ zu sprechen, er zieht es vor, von „vorübergehenden Spannungen“ zu sprechen. Auch die Händler lehnen den Begriff „Mangel“ ab, die Kraftstofflieferungen erleben zwar Schwierigkeiten, aber es kommt immer noch Öl aus den Raffinerien.

    Welche Regionen sind am stärksten betroffen?
    Die Regionen Hauts-de-France und Grand Est sind am stärksten vom Treibstoffmangel betroffen. Aus der Ile-de-France, der Normandie, der Champagne-Ardenne und dem Departement Bouches-du-Rhône werden Spannungen gemeldet. Südfrankreich bleibt vorerst relativ verschont. In der Region Hauts-de-France ist der Kauf von Kraftstoff in Kanistern seit Mittwoch verboten. Im Departement Pas-de-Calais sind sieben Tankstellen ausschließlich für Notdienste reserviert. Ein Intermarché hat sogar beschlossen, seine Zapfsäulen nur noch nachts von 19.30 Uhr bis 6.30 Uhr zu öffnen.

    Ist TotalEnergies der einzige betroffene Tankstellenbetreiber?
    TotalEnergies ist der größte Einzelhändler in Schwierigkeiten. Am 6. Oktober hatten 42% der Total-Tankstellen keinen Diesel mehr, 35,9% kein E10 und 32,8% kein Bleifrei 98, wie auf der Website prix-carburants.gouv.fr zu erkennen war. Die übrigen Händler waren weit weniger betroffen:

    • E.Leclerc-Tankstellen (5,2% ohne Diesel; 9,2% ohne E10; 5,8% ohne SP98)
    • Carrefour (5,6% ohne Diesel; 2,7% ohne E10; 4,5% ohne SP98)
    • Intermarché (2,6% ohne Diesel; 2,2% ohne E10; 3,5% ohne SP98)
    • Super U (3,5% ohne Diesel; 8,7% ohne E10; 7,2% ohne SP98)
    • Auchan (5% ohne Diesel; 4,5% ohne E10; 3,6% ohne SP98)

    TotalEnergies liefert den Treibstoff, der u. a. an den Tankstellen von E.Leclerc und Super U verkauft wird.

    Sind die Rabatte von TotalEnergies an der Situation schuld?
    Über den von der Regierung gewährten Kraftstoffrabatt von 30 Cent hinaus, der für alle Tankstellen, Mineralölunternehmen und Supermärkte gilt, bietet TotalEnergies zwischen dem 1. September und dem 30. Oktober einen weiteren Rabatt von 20 Cent an. Da deshalb der Preis pro Liter im Durchschnitt 50 Cent unter dem der Konkurrenz lag, strömten die Autofahrer in Scharen zu den Total-Tankstellen (TotalEnergies, Total access, Elan). TotalEnergies beziffert den Anstieg der Kundenzahlen auf etwa 30%.

    Warum kommen die Lieferungen nicht hinterher?
    In zahlreichen Ballungsgebieten gehen vielen TotalEnergies-Tankstellen jeden Tag mindestens ein Kraftstoff, manchmal sogar der gesamte Kraftstoff aus. Nur der Tankstellen-Shop bleibt geöffnet. TotalEnergies versichert zwar, dass es die starke Nachfrage der Autofahrer vorausgesehen habe, doch wird die Lieferkette des Ölkonzerns derzeit durch eine interne Streikbewegung stark eingeschränkt. Die Gewerkschaft CGT fordert 10% Lohnerhöhung für das Jahr 2022, weitere Neueinstellungen und einen massiven Investitionsplan. Drei der fünf Raffinerien von TotalEnergies sind von dem Streik betroffen: Le Havre im Departement Seine-Maritime, Feyzein im Departement Rhône und die Lager- und Bioraffinerieplattform La Mède im Departement Bouches-du-Rhône.

    Wie reagiert der Staat?
    Der Staat hat beschlossen, punktuell auf seine strategischen Treibstoffreserven zurückzugreifen. Frankreich lagert ständig 18 Millionen Tonnen Treibstoff, was dem gesamten Verbrauch des Landes von 90 Tagen entspricht. Die Präfekten haben lokal darum gebeten, die über das ganze Land verteilten Vorräte nutzen zu können. Die betroffenen Mengen und Departements sind nicht bekannt.

    Kann mehr Treibstoff importiert werden?
    Angesichts von Raffinerien, die aufgrund des Arbeitskonflikts auf Sparflamme laufen, wurde in den letzten Tagen Treibstoff aus dem Ausland in französische Häfen importiert. „Die Versorgung wurde durch konsequente Importe und Neuorganisation der Warenströme verbessert“, sagte Francis Pousse, Vorsitzender des Berufsverbands Mobilians, gegenüber der Zeitung Le Parisien.

    Wo stehen die Ölpreise?
    Die in der Opec+ zusammengeschlossenen Ölförderländer beschlossen am Mittwoch, ihre Produktion zu drosseln, um die Ölpreise zu stützen. Am Donnerstagabend lag der Preis für Rohöl der Sorte Brent bei 94,24 $. Weit entfernt vom Rekordhoch von 132,60 € zu Beginn des Krieges in der Ukraine, was damals dazu geführt hatte, dass ein Liter Benzin über 2 € kostete. Nach dem Beschluss der Opec-Länder begannen die Preise wieder zu steigen.

    Wie lange wird die Knappheit anhalten?
    Das Verhalten der Autofahrer spielt dabei eine wichtige Rolle. Indem sie tanken, obwohl sie noch Kraftstoff in ihrem Tank haben, tragen sie zum bestehenden Kraftstoffmangel bei. Fachleute rechnen noch mit mehreren problematischen Tagen. Eine Rückkehr zur Normalität wird für Mitte oder Ende nächster Woche erwartet.

    Wie lange wird es noch Rabatte geben?
    Der 30-Cent-Rabatt der Regierung wird zwischen dem 1. November und dem 31. Dezember auf 10 Cent sinken. Ab dem 1. Januar 2023 wird er ganz abgeschafft. Derselbe Zeitplan bei TotalEnergies: Der Rabatt von 20 Cent wird am 1. November auf 10 Cent sinken und am 1. Januar 2023 auslaufen. Anfang 2023 werden die Autofahrer in Frankreich wieder den vollen Preis für Kraftstoff zahlen müssen.

  • TotalEnergies-Beschäftigte im Streik: Steht Treibstoffknappheit an Tankstellen bevor?

    TotalEnergies-Beschäftigte im Streik: Steht Treibstoffknappheit an Tankstellen bevor?

    Die Beschäftigten des TotalEnergies-Konzerns haben am Dienstag, den 27. September, mit einem Streik begonnen. Sie fordern bessere Löhne und drohen damit, die Treibstoffversorgung der Tankstellen zu blockieren.

    Die Beschäftigten von TotalEnergies sind ab Dienstag, dem 27. September, zu einem Streik aufgerufen. Insgesamt sind mehr als 35.000 Arbeitnehmer von dem Streikaufruf betroffen. Im Mittelpunkt ihrer Forderungen steht insbesondere eine Lohnerhöhung. Parallel dazu drohen die Streikenden damit, die Versorgung der Tankstellen mit Kraftstoff zu blockieren.

    Derzeit bieten die Tankstellen von Total wegen eines von TotalEnergies gewährten Rabatts von 20 Eurocent pro Liter den preiswertesten Treibstoff in ganz Frankreich.

    „Wir rufen dazu auf, kein einziges Produkt mehr aus den Raffinerien und der Petrochemie herauszulassen“, warnt Benjamin Tange, CGT-Zentralgewerkschaftsdelegierter der Raffinerie Petrochemie von TotalEnergies in Frankreich.

    Zu den wichtigsten betroffenen Standorten gehören die Bioraffinerie La Mède (Bouches-du-Rhône), die Raffinerien Normandie in Le Havre, Donges (Loire-Atlantique), Carling (Moselle), Feyzin (Rhône) und Oudalle (Seine-Maritime) sowie die Tanklager Grandpuits (Seine-et-Marne) und Flandres (Nord).

    Neben Störungen bei der Versorgung der Total-Tankstellen könnte die Produktion der Raffinerien im Falle einer starken Streikmobilisierung um 20 bis 30% zurückgehen. TotalEnergies beschäftigt einschließlich der Tochtergesellschaften in Frankreich 35.000 Arbeitnehmer.

    Ein Teil der Beschäftigten erhält „extrem niedrige Löhne und es besteht die Notwendigkeit, sie auf das Niveau der Gewinne des Konzerns anzuheben“, betont Benjamin Tange, zentraler Gewerkschaftsvertreter der CGT für den Bereich Raffination Petrochemie bei TotalEnergies in Frankreich.

    Neben einer „sofortigen Lohnerhöhung in Höhe von 10% für das Jahr 2022″ fordert die CGT Neueinstellungen in Frankreich und „einen massiven Investitionsplan“. Diese Forderungen sind bereits am 24. Juni und am 28. Juli Anlass für Streiks bei Total gewesen.

    Für den heutigen Dienstag sind Verhandlungen geplant, weshalb die Streikbewegung an diesem Tag beginnen soll, hauptsächlich an den Ölstandorten. An den folgenden Tagen sollen sich die anderen Standorte des Konzerns anschließen. Im Blickpunkt steht auch der Aktionstag in allen Wirtschaftssektoren am Donnerstag, dem 29. September, zu dem die Gewerkschaften CGT und Solidaires aufgerufen haben.

  • „Superprofite“: TotalEnergies soll 2022 weltweit 30 Milliarden US-Dollar an Steuern und Abgaben zahlen

    „Superprofite“: TotalEnergies soll 2022 weltweit 30 Milliarden US-Dollar an Steuern und Abgaben zahlen

    Der französische Konzern hatte im Jahr 2020 sechs Milliarden und im Jahr 2021 16 Milliarden Steuern zahlen müssen.

    TotalEnergies „wird 2022 weltweit 30 Milliarden US-Dollar an Steuern und Produktionsabgaben zahlen müssen“, kündigte der CEO des französischen Konzerns, Patrick Pouyanné, am Mittwoch bei einer Anhörung in der Nationalversammlung über die „Superprofite“ von Öl- und Gasunternehmen an. Verglichen mit 6 Milliarden im Jahr 2020 und 16 Milliarden im Jahr 2021 zeugt dies von den riesigen Gewinnen des Energielieferanten im Krisenjahr 2022.

    In Frankreich zahlt TotalEnergies zwischen „1,6 und 1,9 Milliarden Euro pro Jahr an den französischen Haushalt“ in Form von verschiedenen Steuern, Beiträgen und Quellensteuern, fügte der Manager hinzu und erklärte, dass man „nichts zu verbergen“ habe.

    Der Vorstandsvorsitzende des französischen Großunternehmens erklärte ausserdem, er stehe für „Transparenz“. Patrick Pouyanné wurde von Abgeordneten der Nationalversammlung angehört, die sich „mit den Öl- und Gasunternehmen und den Unternehmen der Schifffahrtsbranche, die während der Krise außerordentliche Gewinne erzielt haben“ befassen.

    Auf die Frage nach den viel niedrigeren Steuer- und Sozialversicherungsbeiträgen, die in Frankreich gezahlt werden, antwortete der Konzernchef, dass der Großteil der Öl- und Gasförderaktivitäten im Ausland stattfindet. „In Frankreich sind die Aktivitäten, die wir haben, keine rentablen Aktivitäten (Öl und Gas), sondern Raffinerieaktivitäten“, eine Sparte, bei der der Konzern „Geld verloren hat“, betonte der CEO.

    Prinzip der Territorialität
    Patrick Pouyanné erinnerte daran, dass sein Konzern Steuern gemäß dem „Territorialitätsprinzip“ zahle, das besagt, dass „ein und derselbe Gewinn nicht zweimal besteuert werden darf“. „Wir machen Gewinne in den meisten Ländern, in denen wir Öl und Gas fördern, diese Steuern werden von der französischen Steuerberechnung abgezogen“.

    Die Bekanntgabe der enormen Gewinne des französischen Konzerns im Sommer, die sich im zweiten Quartal auf 5,7 Milliarden US-Dollar mehr als verdoppelt hatten, hatte die Debatte über die Besteuerung der „Übergewinne“ neu entfacht. Die französische Regierung hofft, in dieser Frage eher auf europäischer als auf nationaler Ebene einen Ausweg zu finden.

  • Benzinpreis: Auch E.Leclerc und Systèmes U wollen vom TotalEnergies-Rabatt profitieren

    Benzinpreis: Auch E.Leclerc und Systèmes U wollen vom TotalEnergies-Rabatt profitieren

    Der Rabatt, der für Kunden von Total-Tankstellen gilt, wird den beiden Einzelhändlern nicht gewährt, obwohl sie bei TotalEnergies einkaufen.

    Die Supermärkte Système U und E.Leclerc forderten TotalEnergies am Mittwoch auf, auch ihnen den Rabatt von 20 Cent zu gewähren, da TotalEnergies auch ihre Tankstellen mit Kraftstoff beliefert. Sie beklagten „eine Wettbewerbsverzerrung“. Der Gas- und Ölgigant bietet seit dem 1. September und bis Ende Oktober den Kunden einen Rabatt von 20 Cent pro Liter auf Kraftstoffe an seinen eigenen Tankstellen an, beliefert aber auch die Tankstellen anderer Händler wie E.Leclerc und Système U.

    „Total ist gleichzeitig unser Lieferant und unser Konkurrent“, fasste Michel-Édouard Leclerc, Vorsitzender des Vorstands der E.Leclerc-Zentren, zusammen. „Ich habe dem Präsidenten von Total geschrieben und ihn gebeten, auch uns diesen Rabatt zu gewähren“. Am Vortag hatte der Generaldirektor von Système U, Dominique Schelcher, im Sender BFMTV die gleiche Forderung gestellt.

    Den gleichen Rabatt
    Système U und Leclerc kaufen den Treibstoff gemeinsam ein. Es ist also der gleiche Treibstoff an allen Tankstellen der zwei Handelsketten. Ein Teil dieses Treibstoffs wird von Total geliefert. „Ich fordere Total auf, uns denselben Rabatt zu gewähren“, sagt E. Leclerc. Beide Händler betonen ihre Präsenz in ländlichen Gebieten, in denen TotalEnergies selbst nur über wenige Tankstellen verfügt.

    „Wir appellieren an Total, auch die Menschen in ländlichen Gebieten von diesem interessanteren Preis profitieren zu lassen, der über den Rabatt der Regierung hinausgeht“, sagte Dominique Schelcher von Systéme U. „Was ziemlich bizarr ist, ist, dass die Wettbewerbsbehörden, die Regierung, mit dieser Wettbewerbsverzerrung kein Problem haben“, legte Michel-Édouard Leclerc am Mittwoch nach.

    Auch andere Tankstellennetze machen sich Sorgen über eine mögliche „Kundenabwanderung“. Vom 1. November bis zum 31. Dezember wird der Rabatt von TotalEnergies auf 10 Cent reduziert. Der Rabatt der Regierung liegt im September und Oktober bei 30 Cent pro Liter und im November und Dezember bei 10 Cent.

  • Auch am nächsten Wochenende könnte noch Treibstoffmangel an Total-Tankstellen herrschen

    Auch am nächsten Wochenende könnte noch Treibstoffmangel an Total-Tankstellen herrschen

    Eine ganze Reihe von TotalEnergies-Tankstellen waren in den letzten Tagen von Treibstoffknappheit betroffen.

    Allerdings muss man klarstellen, dass nicht alle Total-Stationen betroffen sind. Total betreibt etwa 3.500 Tankstellen in Frankreich, und nur einige von ihnen sind von den aktuellen Engpässen betroffen. Das liegt daran, dass Total den Preis um 20 Cent pro Liter seit dem 1. September gesenkt hat, und deswegen einen sehr großen Andrang an seinen Tankstellen erlebt hat. Ganz offensichtlich haben viele Franzosen auf dieses Datum gewartet, um an die Zapfsäulen zu fahren. Am Donnerstag und Freitag bildeten sich an den Total-Tankstellen endlose Schlangen und die Lager wurden geleert. Außerdem dürfen in Frankreich am Wochenende keine Lastwagen fahren. Daher können die Tankstellen an Samstagen und Sonntagen nicht aufgefüllt werden. Erst am Montag Tankstellen wieder neuen Treibstoff erhalten.

    Wie lange wird die Treibstoffknappheit anhalten?

    Das Problem ist zwar nur punktuell und nur an vereinzelten Total-Tankstellen aufgetreten. Es ist jedoch möglich, dass es an einigen Tankstellen auch am kommenden Wochenende noch Probleme geben wird.

    Am 1. September waren an alle Total-Tankstellen die Lagerbestände voll aufgefüllt. Aber der Andrang war so groß, dass es nicht bis zum Ende des Wochenendes gereicht hat. Die Autofahrer haben sich auf den Rabatt und die damit um ca. 50 Cent billigeren Treibstoffe gestürzt.

    Aber man muss sich nicht sofort auf den verbilligten Treibstoff stürzen. Die Rabatte bei TotalEnergies werden bis Ende Dezember bestehen bleiben. 

  • Benzin: Warum geht vielen Total-Stationen der Treibstoff aus?

    Benzin: Warum geht vielen Total-Stationen der Treibstoff aus?

    Vielen französischen Tankstellen, insbesondere TotalEnergies-Tankstellen, geht der Treibstoff aus.

    Am Sonntag, 4. September, erlebten viele Autofahrer die unangenehme Überraschung, dass sie an der TotalEnergies-Tankstelle in ihrer Nachbarschaft keinen Dieselkraftstoff tanken konnten. Eine Situation, die sich überall in Frankreich den verblüfften Autofahrern bot. Zahlreiche Tankstellen wurden schlicht überrannt und ihnen ist der Kraftstoff ausgegangen.

    Was ist der Grund dafür? Der „doppelte Rabatt“ brachte die Preise nach unten. Seit dem 1. September wurde der von der Regierung im April eingeführte Rabatt von 18 Cent auf den Kraftstoffpreis auf 30 Cent erhöht. An den TotalEnergies-Stationen ging diese Senkung mit einem zusätzlichen Rabatt von 20 Cent einher, was eine Gesamtreduzierung von 50 Cent bedeutet. So ist der Liter Kraftstoff seit einigen Tagen an den Tankstellen des Total-Ölkonzerns, die jetzt billiger als die großen Handelsketten geworden sind, in ungewohnt tiefe Preisregionen gefallen. Und löste damit einen Ansturm der Autofahrer auf die Zapfsäulen von Total aus.

    Der außergewöhnliche Rabatt der Regierung von 30 Cent pro Liter wird bis zum 1. November 2022 gelten. Danach wird der Rabatt bis zum 31. Dezember 2022 auf 10 Eurocent pro Liter sinken.