Schlagwort: Terrorismus

  • Anschlag in Brüssel: Zwei schwedische Fussballfans durch Schüsse getötet

    Anschlag in Brüssel: Zwei schwedische Fussballfans durch Schüsse getötet

    Zwei Schweden wurden am Montagabend im Zentrum der belgischen Hauptstadt am Rande des Fußballspiels Belgien-Schweden mit einer automatischen Waffe getötet. Die Bundesstaatsanwaltschaft, die für Terrorismusfälle zuständig ist, wurde mit den Ermittlungen betraut.

    Drei Tage nach dem Attentat in Arras, das ganz nFrankreich wegen der Ermordung eines Lehrers in Trauer versetzte, wurde nun auch Belgien getroffen. Am Rande des Fußballspiels Belgien-Schweden wurden am Montag, dem 16. Oktober in Brüssel zwei schwedische Staatsangehörige von einem bewaffneten Täter getötet, der nach der Tat auf einem Motorroller flüchtete. Ein Mann, der verdächtigt wird, der Schütze zu sein, wurde am Dienstagmorgen nach einem Schusswechsel festgenommen, wie ein Sprecher der Bundesstaatsanwaltschaft mitteilte. Später am Morgen wurde bekannt, dass der mutmaßliche Attentäter bei der Festnahme getötet wurde.

    https://twitter.com/BanrakasBaba/status/1714186100808503580

    Der belgische Premierminister Alexander De Croo verurteilte die Tat als ein „feiges Attentat“. Er rief zur Einheit im „Kampf gegen den Terrorismus“ auf. Die Bundesstaatsanwaltschaft, die für Terrorismusfälle zuständig ist, wurde mit den Ermittlungen betraut. Die Terrorbedrohungsstufe wurde auf vier angehoben und gilt in der Region Brüssel als „sehr ernst“, das ist die höchste Stufe. Die Behörden forderten die Bewohner auf, „zu Hause zu bleiben, solange die Bedrohung nicht beseitigt ist“.

    Die Tat ereignete sich kurz nach 19 Uhr in der Nähe des Place Sainctelette im Norden der belgischen Hauptstadt. Auf mehreren Videos, die in den sozialen Netzwerken und den belgischen Medien verbreitet wurden, ist zu sehen, wie ein Mann in einer orangefarbenen Neonjacke eine Person in die Lobby eines Gebäudes verfolgt und das Feuer aus einer automatischen Waffe eröffnet. Anschließend flüchtet er auf einem Motorroller. „Drei Personen“ seien durch den Angriff „ins Visier genommen“ worden, sagte Eric van Duyse, Sprecher der belgischen Bundesstaatsanwaltschaft, bei einer Pressekonferenz. Neben den beiden getöteten Personen sei auch ein Taxifahrer verletzt worden.

    Laut Zeugenaussagen trugen die Opfer Fantrikots der schwedischen Nationalmannschaft.

    Ein Video, in dem sich ein Mann zu dem Anschlag bekennt, der mit einer neonorangenen Jacke bekleidet ist und auf Arabisch spricht, ist im Umlauf, wurde aber noch nicht offiziell authentifiziert. Der Mann versichert, der Terrorgruppe Islamischer Staat anzugehören, und behauptet, „drei Schweden“ getötet zu haben. In dem Video wird die schwedische Staatsangehörigkeit der Opfer als Motivation für die Tat genannt.

    https://twitter.com/laraibnaseer/status/1714148711360758132

    Schweden, das in der muslimischen Welt nach mehreren Koranverbrennungen in diesem Sommer zunehmend in Kritik geriet, hat bereits am 17. August die Terrorwarnstufe erhöht.

    Der Sprecher der belgischen Bundesstaatsanwaltschaft betonte allerdings ausdrücklich, dass zum gegenwärtigen Zeitpunkt keine Hinweise auf eine mögliche Verbindung zum aktuellen israelisch-palästinensischen Konflikt vorlägen.

    Ein Mann, der unter dem Verdacht steht, der mutmaßliche Attentäter zu sein, wurde am Dienstagmorgen festgenommen. Früher am Morgen hatte der belgische Justizminister Vincent Van Quickenborne mehr Informationen über den Verdächtigen bekannt gegeben. Es handele sich um einen 45-jährigen Tunesier, der im November 2019 Asyl in Belgien beantragt habe, so der Minister. „Er war den Polizeibehörden bereits wegen Menschenhandels, illegalem Aufenthalts und Gefährdung der Staatssicherheit bekannt.

    https://twitter.com/Mediavenir/status/1714174102313865281

    „Im Juli 2016 wurden von einer ausländischen Polizeibehörde unbestätigte Informationen übermittelt, wonach der Mann sich radikalisiert habe und in ein Konfliktgebiet in den Dschihad ziehen wolle“, führte der belgische Justizminister weiter aus. Allerdings habe es in Belgien „keine konkreten Hinweise auf eine Radikalisierung gegeben“, schränkte er ein.

    https://twitter.com/JeanMessiha/status/1714190178112143424

    In Schaerbeek im Großraum Brüssel wurde eine Hausdurchsuchung in der Avenue Huart-Hamoir durchgeführt, „eine Adresse, an der sich der Verdächtige aufgehalten haben soll“, wie der belgische Bundesstaatsanwalt Frédéric Van Leeuw auf der Pressekonferenz erklärte. Dort fand am Dienstagmorgen auch die Festnahme statt. Von offizieller Seite wurde nicht bestätigt, dass der Verdächtige bei der Festnahme verletzt wurde. Bisher konnte die festgenommene Person noch nicht formell identifiziert werden.

    Vor wenigen Minuten wurde bekannt, dass der Attentäter wohl bei der Festnahme getötet worden sei.

    Am Montagabend fand im König-Baudouin-Stadion in Brüssel ein Fußballspiel zwischen Belgien und Schweden im Rahmen der Qualifikation für die Fußball-Europameisterschaft 2024 statt. Es wurde in der Halbzeitpause gegen 21:30 Uhr abgebrochen. „Ich bin schrecklich traurig. Wir waren uns zu 100 % einig, dass wir die zweite Halbzeit aus Respekt vor den Opfern und ihren Familien nicht spielen würden“, erklärte der Trainer der schwedischen Nationalmannschaft, Janne Andersson, der von der schwedischen Nachrichtenagentur TT zitiert wurde.

    Die Behörden hielten die 35.000 Fans zunächst im Stadion fest, bis sie sicher evakuiert werden konnten, wie das belgische Krisenzentrum mitteilte. Die Fans beider Mannschaften skandierten „Sweden! Sweden!“, berichtete der belgische Fernsehsender LN24. Die Evakuierung des Stadions begann erst kurz vor Mitternacht.

    Nach dem Anschlag in Brüssel werden die Sicherheitsvorkehrungen am Dienstagabend im Pierre-Mauroy-Stadion in Lille für das Freundschaftsspiel zwischen Frankreich und Schottland deutlich erhöht, wie Franceinfo unter Berufung auf die französischen Behörden meldet.

    Der französische Innenminister Gérald Darmanin ordnete an, dass die Kontrollen an der Grenze zu Belgien ab Montagabend verstärkt werden sollen. Die französische Regierung hatte bereits am Freitag, nachdem ein radikalisierter ehemaliger Schüler in einem Gymnasium in Arras einen Lehrer ermordet hatte, die höchste Stufe des nationalen Terror-Warnsystems ausgerufen.

    Die politischen Reaktionen auf das Attentat in Brüssel sind zahlreich. Die Präsidentin der Europäischen Kommission Ursula von der Leyen verurteilte ein „abscheuliches Attentat“. „Ich bin heute Abend von ganzem Herzen bei den Familien der beiden Opfer des abscheulichen Attentats, das in Brüssel stattgefunden hat“, reagierte Ursula von der Leyen auf X. Der Präsident des Europäischen Rates, der Belgier Charles Michel, sagte, dass „das Herz Europas von Gewalt getroffen wurde“. Der schwedische Außenminister Tobias Billström sagte, er sei „am Boden zerstört“.

    Der französische Präsident Emmanuel Macron, der sich am Montagabend in der albanischen Hauptstadt Tirana aufhielt, sagte, dass Europa „erschüttert“ sei.

  • Terroranschlag in Arras – Ermordung von Samuel Paty: Frankreich ehrt getötete Lehrer

    Terroranschlag in Arras – Ermordung von Samuel Paty: Frankreich ehrt getötete Lehrer

    An diesem Montag wollte Frankreich an den dritten Todestag des Lehrers Samuel Paty erinnern, nun kam der Schrecken des Mordes an Dominique Bernard am vergangenen Freitag in Arras hinzu.

    Nach der Ermordung von Dominique Bernard in Arras durch einen radikalisierten Jugendlichen kehren heute rund 800.000 französische Lehrkräfte mit gemischten Gefühlen an ihre Schulen zurück. An diesem Tag, an dem ursprünglich bereits der Ermordung von Samuel Paty gedacht werden sollte, der 2020 von einem islamistisch radikalisierten jugendlichen geköpft wurde, wurde vom Bildungsministerium in allen französischen um 14 Uhr eine Schweigeminute angeordnet. Das Ganze findet in einem Kontext erhöhter Sicherheit statt: 1.000 Sicherheitsbeamte werden die Überwachung der Schulen verstärken.

    „Ich weiß, wie sehr sich jeder Lehrer in den Tiefen seiner Seele und seines Gewissens die Frage gestellt hat: ‚Was wäre, wenn ich es gewesen wäre?’“, sagte Bildungsminister Gabriel Attal am Samstag in einer Rede anlässlich der Verleihung des Samuel-Paty-Preises an der Sorbonne in Paris.

    Heute sind Schulen in ganz Frankreich geprägt von starken Emotionen, die die Bildungsgemeinschaft nach dem Drama am Freitag, das einem 57-jährigen Französischlehrer das Leben gekostet hat, erfasst haben.

    In ganz Frankreich sind zahlreiche Versammlungen geplant, um Samuel Paty und Dominique Bernard zu gedenken.

  • Terror in Arras: Das Gymnasium Gambetta wegen einer Bombendrohung evakuiert

    Terror in Arras: Das Gymnasium Gambetta wegen einer Bombendrohung evakuiert

    Vor eben diesem Gymnasium in Arras wurde am vergangenen Freitag ein Lehrer von einem radikalisierten ehemaligen Schüler getötet. Am Montag nun musste das gleiche Gymnasium nach einer Bombendrohung evakuiert werden.

    Das Gambetta-Gymnasium in Arras – wo am Freitag, dem 13. Oktober, ein Französischlehrer getötet wurde – wurde am Montag, dem 16. Oktober, nach einer Bombendrohung evakuiert, wie die Sender France Bleu Nord und Franceinfo berichten. Etwa 100 Personen verließen die Schule, nachdem von den Ordnungskräften die Evakuierung angeordnet wurde. Die Feuerwehr wurde zur Unterstützung gerufen. Der Minenräumdienst ist vor Ort.

    Drei Tage nach der Messerattacke, bei der im Schulzentrum Gambetta-Carnot in Arras ein Lehrer getötet und drei weitere Personen verletzt wurden, hatten sich Lehrer und Schüler ab 8 Uhr mit psychologischen Hilfskräften zum Austausch getroffen. Der Unterricht war für Montag den ganzen Tag ausgesetzt und soll erst morgen wieder aufgenommen werden. Die Evakuierung „folgt einer über das Internet erhaltenen Nachricht“, erklärte die Präfektur des Departements Pas-de-Calais.

    Um 14.00 Uhr soll in Arras wie in allen Schulen in Frankreich eine Schweigeminute im Gedenken an die Opfer der Anschläge auf die Schule abgehalten werden.

  • Anschlag auf Gymnasium in Arras: „Es gibt keine Worte, um diesen barbarischen Akt zu beschreiben“

    Anschlag auf Gymnasium in Arras: „Es gibt keine Worte, um diesen barbarischen Akt zu beschreiben“

    Am Sonntag fand eine Kundgebung vor dem Rathaus von Arras statt, zwei Tage nach dem Tod eines Lehrers bei einem Terroranschlag auf das Gymnasium Gambetta-Carnot. Zwei Tage nach dem Tod des Französischlehrers Dominique Bernard bei einem Terroranschlag auf das Gambetta-Carnot-Gymnasium in Arras (Pas-de-Calais) fand am Sonntag, dem 15. Oktober, vor dem Rathaus eine Kundgebung statt, um dem Lehrer die letzte Ehre zu erweisen. „Wir sind alle versammelt, vereint, für Dominique Bernard, für seine Familie, für seine Kinder“, sagte der Bürgermeister von Arras, Frédéric Leturque. „Es gibt keine Worte, um diesen barbarischen Akt zu beschreiben, es gibt keine Worte, um den Schmerz zu lindern“, fügte er hinzu. „Unsere Republik befindet sich in der Zeit neuen Leids, einer Welt, die leidet. Unsere Republik steht auf dem Prüfstand, vieles muß neu überdacht werden“, so der Bürgermeister. Rund 5.000 Menschen waren am Sonntagmorgen auf dem Rathausplatz anwesend. Am Mittag läuteten in der Stadt die Kirche…

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  • Anschlag in Gymnasium in Arras: 11 Personen verhaftet

    Anschlag in Gymnasium in Arras: 11 Personen verhaftet

    Am Tag nach dem Terroranschlag in Arras (Pas-de-Calais), bei dem ein Lehrer ums Leben kam, wurden neben dem Attentäter zehn weitere Personen in Polizeigewahrsam genommen.

    In Arras (Departement Pas-de-Calais) vor dem Lycée Gambetta sind die Schüler und ihre Eltern von der Tragödie gezeichnet. In aller Stille sind viele gekommen, um einen Blumenstrauß zum Gedenken an den getöteten Lehrer niederzulegen. Über die Schüler hinaus trauert am Samstag, dem 14. Oktober, der ganze Lehrkörper. Man ist schockiert, dass der Französischlehrer Dominique Bernard, einer der ihren, zur Zielscheibe geworden ist. „Es ist ein Beruf, der uns sehr am Herzen liegt, und leider ist es auch ein Beruf, in dem man sich gefährdet fühlen kann“, reagierte eine Lehrerin des Gymnasiums Gambetta gegenüber dem Sender Franceinfo.

    Hausdurchsuchung im Haus des mutmaßlichen Attentäters
    Wurde die Tat von Mohamed M. mit weiteren Komplizen geplant und was waren seine Beweggründe? Die Polizei hat im Rahmen der Ermittlungen das Haus der Familie des mutmaßlichen Attentäters durchsucht. Die Ermittler verhören den Verdächtigen, der allerdings bislang schweigt und sich nicht zu seiner Tat bekennt. Für die Antiterrorismus-Staatsanwaltschaft handelt es sich um einen gut vorbereiteten Angriff, weshalb eine Untersuchung wegen vorsätzlichen Mordes eingeleitet wurde. Antworten könnten auch von anderen Verdächtigen kommen, die sich derzeit in Polizeigewahrsam befinden.

    Hat dieser Anschlag einen direkten Zusammenhang mit der Situation im Nahen Osten? Dafür gibt es derzeit keine Anhaltspunkte.

    Emmanuel Macron, der das Gymnasium, in dem der Angriff stattfand, besuchte, rief die Franzosen dazu auf, „vereint“ zu bleiben und „an einem Strang zu ziehen“.
    „Der Lehrer, der getötet wurde, hat sich eingemischt.“ Der Lehrer, der am Freitag, dem 13. Oktober, in dem Gymnasium in Arras (Pas-de-Calais) bei einem terroristischen Messerangriff getötet wurde, „hat zweifellos selbst viele Leben gerettet“, sagt Emmanuel Macron bei einer Ansprache vor Ort. Der Staatschef zollte „allen unseren Lehrern Respekt“ und „lobte die Reaktionsfähigkeit aller Dienste der inneren Sicherheit“.

    Darüber hinaus rief Emmanuel Macron die Franzosen dazu auf, angesichts der „Barbarei des islamistischen Terrorismus“ „vereint“ zu bleiben und „zusammenzustehen“. „Wir dürfen dem Terror nicht nachgeben und nichts zulassen, was uns spaltet“.

    Der Staatschef erklärte, dass ein weiterer „Anschlagsversuch“, „in einer anderen Region“, dank des schnellen Eingreifens der Polizei vereitelt worden sei. Dieser vereitelte „Anschlagsversuch“ habe in Limay im Departement Yvelines stattgefunden, wie eine Polizeiquelle gegenüber dem Sender Franceinfo erklärte. „Der Mann, der ein Messer bei sich trug“, wurde festgenommen, „als er einen Gebetsraum verließ, der nicht weit von einem Gymnasium entfernt lag“, erklärte die Polizeiquelle.

    Ein mit einem Messer bewaffneter Mann hat am Freitagmorgen, dem 13. Oktober, im Schulzentrum Gambetta-Carnot in Arras (Pas-de-Calais) einen Lehrer getötet und drei weitere Personen verletzt. Die Tat habe sich im Lycée Gambetta ereignet, schrieb Innenminister Gérald Darmanin kurz nach dem Angriff auf X (ex-Twitter) und erklärte, dass „der Täter von der Polizei festgenommen worden sei“. 11 Personen, darunter der Hauptverdächtige und sein 16-jähriger jüngerer Bruder, wurden bis jetzt in Polizeigewahrsam genommen.

    Der Angriff erfolgte fast auf den Tag genau drei Jahre nach der Ermordung von Samuel Paty, einem 47-jährigen Lehrer, der am 16. Oktober 2020 in der Nähe seines Gymnasiums im Departement Yvelines enthauptet wurde, nachdem er seinen Schülern während eines Unterrichts über Meinungsfreiheit Mohammed-Karikaturen gezeigt hatte.

    Es war gegen 11 Uhr, als Mohammed M. mit Messern bewaffnet in das Schulzentrum Gambetta-Carnot stürmte. Er stach auf zwei Lehrer und zwei technische Mitarbeiter ein. Eines der Opfer, ein Französischlehrer des Gymnasiums, starb an seinen Verletzungen.

    Auf mehreren in sozialen Netzwerken verbreiteten Videos ist zu sehen, wie der Hauptverdächtige mit schwarzer Hose und grauer Jacke im Hof der Schule Männer bedroht, die versuchen, ihn zu überwältigen, wobei einige von ihnen sich mit einem Stuhl schützen, um ihn auf Abstand zu halten. Der Hauptverdächtige soll Zeugen zufolge „Allah Akbar“ gerufen haben.

    Jean-François Ricard, Staatsanwalt der Nationalen Antiterrorismus-Staatsanwaltschaft, erläuterte den Ablauf der Ereignisse. Mohammed M. war zunächst „vor dem Gymnasium aufgetaucht […] Er stach mit einem Messer auf einen Lehrer ein, der sich vor der Schule befand. Ein zweiter Lehrer kam seinem Kollegen zur Hilfe; auch er wurde mit dem Messer verletzt“. Der Attentäter betrat dann „einen technischen Angestellten“ und „eine Reinigungskraft“ verletzte. Anschließend kehrte er um und ging in den hinteren Teil des Schulhofes. Dort wurde er von der Polizei überwältigt, die ihre Taser-Pistole einsetzte.

    Der Name des getöteten Lehrers ist Dominique Bernard. Er unterrichtete im Gymnasium des Schulkomplexes das Fach Französisch und war bei seinen Schülern sehr beliebt.

    Der Philosophielehrer Martin Dousseau, beschrieb eine Panik während einer Pause, als einige Schüler des Schulkomplexes einem Mann gegenüberstanden, der laut seiner Aussage mit zwei Messern bewaffnet war. „Er griff einen Mitarbeiter der Kantine an, verfolgte ihn und bedrohte ihn mit einem Messer. Er hatte ihn offenbar schon verletzt, denn der Koch hatte Blut an den Händen. Ich wollte eingreifen, da drehte er sich zu mir um, verfolgte mich und fragte, ob ich Geschichts- und Geografielehrer sei. Wir haben uns dann verbarrikadiert, dann kam die Polizei und hat ihn festgesetzt“.

    Unter den Verletzten befindet sich ein Sportlehrer und ein technischer Angestellter des Gymnasiums Gambetta. Die Verletzten befinden sich nicht in Lebensgefahr.

    Der festgenommene Hauptverdächtige wurde von der DGSI (französischer Innlandsbeheimdienst) beobachtet.
    Mohammed M. sei festgenommen worden, bestätigte Innenminister Gérald Darmanin kurz nach dem Angriff auf X (ex-Twitter). Es handelt sich um einen 20-jährigen ehemaligen Schüler der Schule, der in Russland geboren wurde. Er wurde seit dem Sommer von der DGSI überwacht, wie France Télévisions von einer dem Geheimdienst nahestehenden Quelle erfuhr.

    Mohammed M. wurde abgehört und physisch überwacht und noch am Tag vor dem Angriff kontrolliert. Laut Geheimdienstquelle konnte ihm bei dieser Kontrolle nichts vorgeworfen werden, und die Abhörung seiner jüngsten Telefongespräche ergab keine Hinweise darauf, dass er eine solche Tat begehen würde. Laut derselben Quelle handelt es sich bei dem Hauptverdächtigen um einen radikalisierten Jugendlichen, der den Geheimdiensten bekannt war, dessen plötzliche Tat jedoch nicht vorhersehbar war.

    Ein 16-jähriger Bruder des Verdächtigen wurde ebenfalls festgenommen. Insgesamt wurden 11 Personen, darunter Mohammed M. und sein jüngerer Bruder, in Polizeigewahrsam genommen. Die Mutter, die Schwester und der Onkel der beiden Männer wurden ebenfalls festgenommen.

    Ein weiterer Bruder, der heute 22 Jahre alt ist, befindet sich derzeit in Haft, nachdem er im Sommer 2019 wegen eines vereitelten Anschlagsplans und Verherrlichung des Terrorismus festgenommen worden war.

  • Korsika: 17 Häuser durch Explosionen beschädigt – wer steckt dahinter?

    Korsika: 17 Häuser durch Explosionen beschädigt – wer steckt dahinter?

    Am Sonntagabend wurden auf Korsika rund zehn Häuser, darunter auch Ferienhäuser und das ehemalige Finanzamt in Ajaccio von Explosionen beschädigt.

    Mehrere Häuser, die meisten davon Zweitwohnsitze, wurden in einigen Dörfern in der Gegend von Ajaccio (Bastelicaccia, Tavaco, Vico, Villanova, Vignanello) am Sonntagabend zwischen 22.30 Uhr und 22.45 Uhr durch eine Reihe fast zeitgleicher Explosionen zum Teil schwer beschädigt.

    Bei den Explosionen wurde niemand verletzt und es wurden keine Bekennerschreiben an den Tatorten gefunden. Eine weitere Explosion richtete sich um 23.40 Uhr gegen das ehemalige Finanzamt von Ajaccio.

    Die zuständige Gendarmerie und Kriminalpolizei leiteten Untersuchungen ein. Ausserdem wurde die nationale Antiterrorismus-Staatsanwaltschaft über die Taten informiert.

    Im Departement Haute-Corse wurden ebenfalls mindestens fünf im Bau befindliche Häuser südlich von Bastia in Lucciana, am Cap Corse in Erbalunga und in Santa-Lucia-di-Moriani durch Sprengsätze beschädigt. Auch hier gab es keine Verletzten.

    Die korsische Nationale Befreiungsfront (FLNC) übernahm am Montag schließlich die Verantwortung für die Anschläge.

    Korsika erlebt seit fast zwei Jahren einen Anstieg von Brandstiftungen und Sprengstoffanschlägen, die sich hauptsächlich gegen Zweitwohnsitze richten und meist mit nationalistischen Tags versehen sind. Zu diesen Explosionen bekannten sich teils die korsische Nationale Befreiungsfront (FLNC), teils die GCC-Bewegung (Ghjuventù Clandestina Corsa), eine korsische Untergrundjugendbewegung.

    Laut einer Justizquelle wurden seit Jahresbeginn 50 Ermittlungen „im Zusammenhang mit Brandstiftungen oder Zerstörungshandlungen verschiedener Art“ auf Korsika von der nationalen Antiterrorismus-Staatsanwaltschaft eingeleitet. Im Jahr 2022 waren es 22, im Jahr 2021 drei und im Jahr 2020 vier solcher Anschläge.

    Die letzte Anschlags-Nacht dieser Art gab es in der Nacht vom 9. auf den 10. März 2019. In dieser Nacht hatten Brände oder Explosionen sieben Wohnhäuser in Corse-du-Sud und Haute-Corse schwer beschädigt. Für diese Taten wurden die beiden Hauptangeklagten im April 2022 vom Pariser Justizgericht zu sechs Jahren Haft ohne Bewährung verurteilt.

  • Anschläge in Israel: Französin bei Hamas-Offensive getötet

    Anschläge in Israel: Französin bei Hamas-Offensive getötet

    Das französische Aussenministerium hat den Tod einer französischen Staatsbürgerin bei den Angriffen der Hamas in Israel offiziell bestätigt. Das französische Außenministerium gab am Sonntag, dem 8. Oktober bekannt, dass eine Französin in Israel im Verlauf der Hamas-Terrorattacke getötet wurde und dass mehrere französische Staatsangehörige noch nicht ausfindig gemacht werden konnten. https://twitter.com/snv9i/status/1711300926219198684 „Wir haben mit Trauer vom tragischen Tod einer Landsmännin in Israel im Zusammenhang mit den Terroranschlägen erfahren“, sagte die Sprecherin des Quai d’Orsay, Anne-Claire Legendre, und wiederholte die „Anweisungen strikter Wachsamkeit“ für Franzosen, die in Israel wohnen oder sich dort auf einer Reise befinden. „Ein Krisenstab ist seit Beginn der Ereignisse aktiviert, um die französische Gemeinschaft in Israel und die Franzosen, die sich dort auf einer Reise befinden, zu unterstützen“ und die französischen diplomatischen Dienste „sind voll mobilisiert, u…

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  • Belgische Justiz setzt Auslieferung des Attentäters Salah Abdeslam nach Frankreich aus

    Belgische Justiz setzt Auslieferung des Attentäters Salah Abdeslam nach Frankreich aus

    Die belgische Justiz hat die Überstellung von Salah Abdeslam, einem Terroristen der Terroranschläge des 13. Novembers 2015 in Paris, vorübergehend ausgesetzt. Es ist die unbefristete lebenslange Haft, zu der er in Frankreich verurteilt wurde, was der belgischen Justiz Probleme bereitet.

    Könnte Belgien Salah Abdeslam davor bewahren, seine Strafe in Frankreich verbüßen zu müssen? Der Terrorist vom 13. November 2015 wurde wegen der Anschläge in Paris, bei denen insgesamt 130 Menschen getötet worden waren, zu einer lebenslangen, unbefristeten Freiheitsstrafe verurteilt. Salah Abdeslam, der seit seiner Festnahme im März 2016 in Belgien in Frankreich inhaftiert war, war im Juli 2022 an Belgien überstellt worden, wo gegen ihn den Prozess für die Anschläge in Brüssel geführt wurde, die von derselben Dschihadistenzelle verübt worden waren und bei denen damals 35 Menschen ums Leben kamen.

    Seitdem weigert sich Salah Abdeslam, in die französische Haft zurückzukehren, und ein belgisches Gericht hat seine Überstellung nun vorübergehend ausgesetzt. Es ist das Konzept der unbefristeten lebenslangen Haft, das in Belgien Probleme bereitet. Das Land will sich Zeit nehmen, um zu prüfen, ob die in Frankreich verhängte Strafe mit dem EU-Recht vereinbar ist. Der Fall muss nun wieder vor das Gericht in Brüssel gebracht werden, um in der Sache der Auslieferung zu entscheiden.

  • „Alle zwei Monate wird in Frankreich ein Anschlag vereitelt“: Innenminister beklagt terroristische Bedrohung

    „Alle zwei Monate wird in Frankreich ein Anschlag vereitelt“: Innenminister beklagt terroristische Bedrohung

    Der französische Innenminister Gérald Darmanin sprach am Samstag auf dem Sender France 2 von einem Wiederaufleben der terroristischen Bedrohung von außen, die er auf eine geringere Präsenz westlicher Streitkräfte in Afghanistan, dem mittleren Osten und in Afrika zurückführte. Innenminister Gérald Darmanin berichtete am Samstag, dem 9. September, von einem Wiederaufleben der Gefahr eines im Ausland geplanten Anschlags in Frankreich. Eine solche Bedrohung „baut sich wieder auf, weil die Amerikaner, die Franzosen, weniger in der Sahelzone, in der Levante und in Afghanistan präsent sind“, sagte er in der Sendung „Quelle Epoque“ auf dem Sender France 2. „Was in Afghanistan passiert, was im mittleren Osten passiert, was in Afrika passiert, ermöglicht Geld und Mittel, um eine stärkere Bedrohung zu beobachten“. Damit meinte Darmanin Anschlagspläne, die im Ausland entworfen und von nach Frankreich entsandten Teams umgesetzt werden, wie etwa die blutigen Terroranschläge in Paris am 13. November …

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  • Terrorismus: Vier Mitglieder der Ultrarechten vor dem Pariser Schwurgericht – eine Premiere in Frankreich

    Terrorismus: Vier Mitglieder der Ultrarechten vor dem Pariser Schwurgericht – eine Premiere in Frankreich

    Vier Mitglieder der Neonazi-Gruppe „Waffenkraft“ stehen ab Montag vor dem Schwurgericht wegen geplanter Anschläge in Frankreich in den Jahren 2017 und 2018. Vier Männer aus der ultrarechten Neonazi-Bewegung stehen von Montag, dem 19. Juni, bis Freitag, den 30. Juni, vor dem Sonderschwurgericht für Terrorismus. Ein Sonderschwurgericht für Minderjährige, da einer der Angeklagten zum Zeitpunkt der vorgeworfenen Taten 17 Jahre alt war. Den vier Angeklagten im Alter von 21 bis 28 Jahren wird vorgeworfen, in den Jahren 2017 und 2018 mehrere Anschläge in Frankreich geplant zu haben. Die Ermittlungen begannen im Sommer 2018 nach der Festnahme von Alexandre Gilet. Der 22-jährige aus Grenoble, ein freiwilliger Hilfspolizist, der sich zuvor sechs Monate lang bei der Armee verpflichtet hatte, hatte vor seiner Festnahme gerade Produkte gekauft, die für die Zusammensetzung von Sprengkörpern verwendet werden, wie etwa TATP. Der Geschäftsführer des Feuerwerksladens hielt die Bestellung für verdächtig und meldet die Transaktion der Gendarmerie. Eine Gruppe namens „WaffenKraft“ Bei der Durchsuchung des Hauses des jungen Mannes finden die Ermittler zahlreiche Lang- und Handfeuerwaffen, darunter zwei Kalaschnikows mit 21 Magazinen, sehr viel Munition, eine Handgranate und eine Laborausrüstung zur Herstellung von Sprengstoff. Die detaillierte Analyse des Inhalts seiner Computer und Telefone zeigte, dass er der Neonazi-Szene angehörte und sich in Online-Diskussionsforen und in einer Gruppe namens „WaffenKraft“ bewegte. Die Ermittler entdeckten außerdem 51 Videos und Hunderte von Fotos, auf denen er im Wald mit selbstgebauten Sprengstoffen trainierte. Alexandre Gilet gab in Polizeigewahrsam zu, unter anderem ein Kilo Schwarzpulver ferngesteuert zur Explosion gebracht zu haben. Die Anklage behauptet, dass der freiwillige Hilfspolizist der Anführer der Gruppe war. „Er war der radikalste und entschlossenste, er wollte ein Blutbad anrichten, das schlimmer war als der Terroranschlag auf das Bataclan“, erklärte einer seiner Mitangeklagten. Auf den von den Ermittlern gefundenen Bildern sind die vier Angeklagten mit geschulterten Waffen zu sehen und zeigen den Hitlergruß. Die Bilder wurden bei einem Treffen im Sommer 2018 während eines Wochenend-Waffentrainings in einem Wald in der Nähe von Tours (Indre-et-Loire) aufgenommen. Zu ihren Zielen gehörten Moscheen und Jean-Luc Mélenchon. Sie diskutierten vor allem im Internet: ein ideologischer Austausch vor dem Hintergrund von Hass auf Muslime und Kommunisten, Antisemitismus und Homophobie. Es ging auch eindeutig um Pläne für Aktionen gegen bestimmte Gemeinschaften und Persönlichkeiten. Zu den geplanten Zielen gehörten etwa die Omar-Moschee im 11. Arrondissement von Paris, eine Moschee in Creil (Oise), Versammlungen des Repräsentativen Rates der jüdischen Institutionen Frankreichs (Crif), das Europäische Parlament, der Luftwaffenstützpunkt Villacoublay (Yvelines), Räumlichkeiten der Internationalen Liga gegen Rassismus und Antisemitismus (Licra) und auch der Vorsitzende der Partei La France insoumise, Jean-Luc Mélenchon. Jean-Luc Mélenchon will bei der Eröffnung des Prozesses als Nebenkläger auftreten. Die Verhandlung soll unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden, da einer der Angeklagten zum Zeitpunkt der Tat minderjährig war. Der Vorsitzende des Schwurgerichts kann jedoch im Interesse der Öffentlichkeit und der Information beschließen, diese Einschränkung aufzuheben. Der Hauptangeklagte Alexandre Gilet hatte ein Manifest im Stil von Anders Breivik verfasst. Am 22. Juli 2011 zündete der rechtsextreme norwegische Terrorist in der Nähe des Regierungssitzes in Oslo eine Bombe, die acht Menschenleben forderte. Danach tötete er 69 weitere Menschen, zumeist Teenager, als er das Feuer auf ein Sommerlager der Arbeiterjugend auf der Insel Utoya eröffnete. Kurz vor seinen blutigen Anschlägen hatte Breivik ein 1.500 Seiten starkes Manifest im Internet veröffentlicht, das er über Jahre hinweg verfasst hatte und das sich durch Islamfeindlichkeit und Antimarxismus auszeichnete. Auch Alexandre Gilet hatte ein ähnliches Manifest verfasst, in dem er die verschiedenen Möglichkeiten der Tatausführung ausführlich darlegte, darunter auch einen Anschlag mit einem Sprengstofflaster. Außerdem hatte er eine Ausbildung zum Lkw-Fahrer begonnen. Der Angeklagte gab zu, dass er damals nach den dschihadistischen Anschlägen, die Frankreich 2015 erschütterten, im Geiste des Kreuzzugs, der Rache und des „weißen Dschihad“ (white jihad) eingestellt war. Er versichert heute, dass keine Tat begangen habe und aus diesem Denkschema ausgebrochen sei. Ein fünftes Mitglied, ein Mittelschüler, der sich mit der Gruppe „WaffenKraft“ austauschte wurde im Dezember letzten Jahres vor dem Jugendgericht angeklagt und zu zwei Jahren Haft auf Bewährung verurteilt.