Schlagwort: Terrorismus

  • Teure Bilanz: Wieder Flughäfen in Frankreich evakuiert und 130 Flüge wegen Bombendrohungen gestrichen

    Teure Bilanz: Wieder Flughäfen in Frankreich evakuiert und 130 Flüge wegen Bombendrohungen gestrichen

    In den letzten Tagen häuften sich die Bombendrohungen in Frankreich. Auch am Donnerstag, dem 19. Oktober, wurden wieder zahlreiche Flughäfen evakuiert. Der Verkehrsminister kündigte an, nach jeder falschen Bombendrohung eine Klage einzureichen. Der Flughafen Montpellier (Departement Hérault) wurde am späten Vormittag des Donnerstags, 19. Oktober, nach einer Bombendrohung evakuiert. Die Zugänge wurden geschlossen und die Flüge verspätet abgefertigt. Hunderte von Passagieren waren gezwungen, außerhalb des Terminals zu warten. Dasselbe Szenario spielte sich am Donnerstagmorgen auch auf den Flughäfen in Nantes (Loire-Atlantique), Lille (Nord), Bordeaux (Gironde) und Beauvais (Oise) ab. Am Mittwoch hatten bereits 15 Flughäfen evakuiert werden müssen und 130 Flüge wurden gestrichen. Verstärkung des Sicherheitspersonals angekündigtAuch in den französischen Bahnhöfen herrscht eine Stimmung der Unsicherheit. Am Mittwochabend wurde der Bahnhof in Rennes (Ille-et-Vilaine) wegen eines verdächtigen…

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  • Attentat in Arras: Trauerfeier für Dominique Bernard in der Kathedrale von Arras

    Attentat in Arras: Trauerfeier für Dominique Bernard in der Kathedrale von Arras

    Die Trauerfeier für den ermordeten Lehrer Dominique Bernard fand am Donnerstagmorgen, dem 19. Oktober, in der Kathedrale von Arras (Pas-de-Calais) statt. Viele Menschen verfolgten die Zeremonie auch auf dem Rathausplatz, wo die Trauerfeier auf einem Großbildschirm übertragen wurde. Um 10.30 Uhr am Donnerstag, dem 19. Oktober, fuhr der Sarg von Dominique Bernard zu einer von seinen Freunden gespielten Musik in die Kathedrale von Arras (Pas-de-Calais) ein. Direkt hinter ihm lief sich seine Familie. Seine Frau und seine Schwester ergriffen zuerst das Wort, dann kam eine Kollegin des Lehrers und erzählte, wer Dominique Bernard für seine Kollegen war. „Dich sehe ich immer noch in den Fluren vor einer etwas unruhigen Klasse, die allein durch deine Anwesenheit zur Ruhe gebracht wurde“, erinnerte sich die Kollegin. Dominique Bernard wird zum Ritter der Ehrenlegion ernannt.In der Kathedrale waren auch Emmanuel Macron und seine Frau sowie Bildungsminister Gabriel Attal. Monsignore Olivier Leborg…

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  • Gymnasien in Toulouse, Blagnac und Colomiers wurden nach Bombendrohung evakuiert

    Gymnasien in Toulouse, Blagnac und Colomiers wurden nach Bombendrohung evakuiert

    Mindestens fünf Gymnasien in Toulouse, Colomiers und Blagnac wurden am Donnerstagmorgen evakuiert, nachdem sie Attentatsdrohungen erhalten hatten. Manche Quellen sprechen von insgesamt sechs Gymnasien.

    Am Donnerstagmorgen, dem 19. Oktober, wurden mindestens fünf Schulen im Großraum Toulouse nach Bombendrohungen evakuiert. Es handelte sich um Gymnasien, darunter die Schulen Stéphane Hessel, Toulouse-Lautrec und Ramond-Naves in Toulouse, Saint-Exupéry in Blagnac und das Gymnasium Victor Hugo in Colomiers.

    Mehreren Informationen zufolge haben diese Schulen besonders besorgniserregende Drohungen erhalten und ihr Evakuierungsprotokoll sofort eingeleitet. Einige Gymnasien sollen Drohungen von einem ehemaligen Schüler erhalten haben, der angab, dass er alles in die Luft sprengen wolle. Diese Informationen müssen allerdings noch überprüft werden. Vorerst wurden Mitglieder der Ordnungskräfte vor Ort eingesetzt, um die Schulen und die Umgebung zu sichern und vor allem dafür zu sorgen, dass alle Zweifel ausgeräumt werden, ob eine Bedrohung vorliegt oder nicht.

    Am Vortag war, neben 10 weiteren Flughäfen in Frankreich, bereits der Flughafen Toulouse Blagnac vollständig evakuiert worden, nachdem eine E-Mail eingegangen war, in der es hieß, dass sich eine Bombe im Inneren des Flughafengebäudes befände. Nach mehreren Stunden konnten die Passagiere das Terminal wieder betreten. Die meisten großen französischen Flughäfen waren am Mittwoch von diesen Warnungen betroffen, mit Ausnahme der beiden Pariser Flughäfen. Insgesamt „17 Flughäfen bedroht. 15 Flughäfen evakuiert. 130 gestrichene Flüge. Sehr viele Verspätungen“, schrieb Verkehrsminister Clément Beaune am Abend auf X.

  • Attentat in Arras: Die Beerdigung des Lehrers Dominique Bernard findet heute in Anwesenheit von Emmanuel Macron statt

    Attentat in Arras: Die Beerdigung des Lehrers Dominique Bernard findet heute in Anwesenheit von Emmanuel Macron statt

    Die religiöse Zeremonie wird auf dem Place des Héros auf einer Großleinwand übertragen. Ein großer Teil des Zentrums von Arras ist von umfangreichen Sicherheitsvorkehrungen betroffen. Mit großer Anteilnahme und unter strengen Sicherheitsvorkehrungen wird die Stadt Arras dem ermordeten Lehrer Dominique Bernard die letzte Ehre erweisen. Dominique Bernard wurde am vergangenen Freitag vor seinem Gymnasium bei einem Attentat getötet. Die Beerdigung des 57-jährigen Französischlehrers beginnt am Donnerstag, den 19. Oktober, um 10 Uhr in der Kathedrale von Arras (Pas-de-Calais). Die religiöse Zeremonie wird vom Bischof von Arras, Olivier Leborgne, geleitet und auf einer Großleinwand auf der Place des Héros am Fuße des Belfrieds der Stadt übertragen. Bei der Zeremonie wird Emmanuel Macron anwesend sein. Er wird von seiner Frau Brigitte sowie Bildungsminister Gabriel Attal begleitet. Frédéric Leturque, der Bürgermeister von Arras, kündigte gegenüber dem Sender Franceinfo an, dass das Staatsoberh…

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  • Terrorismusgefahr in Frankreich: Bombendrohungen häufen sich – 11 Flughäfen evakuiert

    Terrorismusgefahr in Frankreich: Bombendrohungen häufen sich – 11 Flughäfen evakuiert

    Elf französische Flughäfen mussten am Mittwoch, 18. Oktober, nach falschen Bombendrohungen evakuiert werden. Mehrere Bildungseinrichtungen und Touristenorte waren ebenfalls betroffen.

    Am Mittwoch, dem 18. Oktober, wurden in Frankreich 11 Flughäfen aufgrund von Bombendrohungen evakuiert. In Toulouse (Haute-Garonne) warteten Hunderte von Passagieren stundenlang auf Entwarnung. Im Schloss Versailles (Yvelines) gab es den dritten Alarm seit Samstag, 14. Oktober, was zu einer weiteren vollständigen Evakuierung des Geländes führte. Die Polizei musste am Mittwoch eingreifen, nachdem eine Morddrohung auf iner digitalen Plattform gepostet worden war.

    Nach Angaben der Polizei stammten die Fehlalarme meist von Minderjährigen. Die Anrufe und Posts werden jedes Mal zurückverfolgt. „Wir können die Telefonnummer herausfinden und laden die Person auf das Kommissariat vor“, erklärt Vincent Oberlin von der Polizei Paris auf dem Sender France 2. Die strafrechtliche Verfolgung solcher falschen Bombendrohungen erfolgt systematisch. Eine Frau wurde wegen einer falschen Bombendrohung gegenüber einem Gymnasium am Dienstag, dem 17. Oktober, zu acht Monaten Gefängnis verurteilt. Das maximale Strafmaß beträgt zwei Jahre Gefängnis und eine Geldstrafe von 30.000 Euro.

  • Drei junge Gymnasiasten aus Südfrankreich wegen „Verherrlichung des Terrorismus“ verhaftet

    Drei junge Gymnasiasten aus Südfrankreich wegen „Verherrlichung des Terrorismus“ verhaftet

    Nachdem sie in sozialen Netzwerken und bei ihren Klassenkameraden entsprechende Nachrichten gepostet hatten, wurden drei junge Teenager von der Gendarmerie in Muret (Haute-Garonne) festgenommen.

    Drei Schüler des Gymnasiums Pierre d’Aragon in Muret im Departement Haute-Garonne werden wegen „Verherrlichung des Terrorismus“ strafrechtlich verfolgt. Die gerade einmal 15 Jahre alten jungen Männer wurden am Dienstagnachmittag, dem 17. Oktober, einem Jugendrichter vorgeführt. Es wird erwartet, dass sie in Kürze vor Gericht gestellt werden.

    Anfang letzter Woche, wenige Tage nach dem Angriff der Hamas in Israel, hatten die drei Jugendlichen in Posts auf den sozialen Netzwerken die Hamas verteidigt und gelobt. In den sozialen Netzwerken und auf der speziell für ihre Klasse eingerichteten Instagram-Seite sollen die drei Minderjährigen beispielsweise Bilder der Terrororganisation IS verbreitet haben, bevor sie drohten, selbst eine Tat zu begehen.

    Andere Schüler, die die besorgniserregenden Posts gelesen hatten, meldeten dies sofort den Mitarbeitern der Schule. Am Freitag, dem 13. Oktober, nach dem Tod des Lehrers Dominique Bernard in Arras (Pas-de-Calais) wurden die Posts bei der Gendarmen der Forschungsbrigade in Muret zur Anzeige gebracht. Aufgrund des aktuellen Kontexts nahmen die Gendarmen die drei Jugendlichen am Montag fest.

    Im Polizeigewahrsam gaben die Jugendlichen zu, die Texte gepostet zu haben. Sie sagten, dass sie ihre Nachrichten lediglich geschrieben hätten, um zu provozieren und „Humor“ zu zeigen. Die Ermittler zeigten sich von diesen Erklärungen allerdings nicht überzeugt. Noch weniger der Staatsanwalt, der beschloss, die drei nun vor Gericht zu bringen.

    Auch wenn die drei Verdächtigen keine Vorstrafen haben, werden ihre Persönlichkeitsprofile von den Ermittlern genauestens untersucht. In der Zwischenzeit könnten gegen die drei Gymnasiasten der 10. Klasse innerschulische Disziplinarmaßnahmen ergriffen werden.

  • Innenminister Darmanin: Ex-Nationalspieler „Karim Benzema steht in Verbindung mit der Muslimbruderschaft“

    Innenminister Darmanin: Ex-Nationalspieler „Karim Benzema steht in Verbindung mit der Muslimbruderschaft“

    Der französische Innenminister war am Montag, dem 16. Oktober, Gast in der Sendung des Journalisten Pascal Praud auf dem Sender CNews. Die Bemerkung des Innenministers blieb in Frankreich weitgehend unbemerkt. In Spanien, dem Land, in dem Karim Benzema 14 Jahre lang lebte, fand sie jedoch ein gewisses Echo. Die Sporttageszeitung Marca zum Beispiel veröffentlicht das Thema am Dienstagabend, dem 17. Oktober, auf der Titelseite ihrer Online-Ausgabe: „Französischer Innenminister behauptet, Benzema habe Verbindungen zu einer terroristischen Gruppe.“ Der ehemalige Fußballer der französischen Nationalmannschaft (2007-2022) und von Real Madrid (2009-2023) stand im Mittelpunkt einer Äusserung von Gérald Darmanin am Montag, dem 16. Oktober, in einer Sendung des französischen Fernsehsenders CNews. Der Innenminister wurde von Pascal Praud unter anderem zu der Unterstützung Karim Benzemas, der derzeitig für Al-Ittihad in Saudi-Arabien spilet, für die Bewohner des Gazastreifens befragt, deren Gebiet…

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  • Französischer Innenminister Gérald Darmanin will 200 radikalisierte illegale Ausländer schneller abschieben

    Französischer Innenminister Gérald Darmanin will 200 radikalisierte illegale Ausländer schneller abschieben

    Der Innenminister fordert die Präfekten der französischen Departements auf, als gefährlich eingestufte Ausländer schneller auszuweisen. Diese Entscheidung wurde nach einem Sicherheitstreffen im Elysée-Palast am Montag bekannt gegeben. Das ist eine der Folgen des Anschlags in Arras am Freitag, dem 14. Oktober, bei dem ein Lehrer von einem in Russland geborenen Terroristen, der mit seiner Familie seit Jahren ohne Aufenthaltstitel in Frankreich lebt und selbst Schüler an dem Gymnasium in Arras war, getötet wurde. Die Regierung will die Abschiebung von 193 radikalisierten Ausländern, die sich illegal im Land aufhalten, beschleunigen. Der Minister für Inneres und die Überseegebiete, Gérald Darmanin, verschickte ein Rundschreiben an die Präfekten, in dem er die umgehende Ausweisung aller Ausländer fordert, die die öffentliche Ordnung bedrohen.

    Betroffen sind Ausländer, die von den Behörden als gefährlich eingestuft werden, unabhängig …

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  • Terroranschlag in Arras: Die Beerdigung des Lehrers Dominique Bernard findet am Donnerstagmorgen statt

    Terroranschlag in Arras: Die Beerdigung des Lehrers Dominique Bernard findet am Donnerstagmorgen statt

    Der Lehrer wurde am Freitag vor dem Collège-Lycée Gambetta-Carnot von einem radikalisierten Islamisten und ehemaligen Schüler erstochen. Die Beerdigung von Dominique Bernard, dem Lehrer, der am Freitag bei einem dschihadistischen Anschlag ermordet wurde, findet am Donnerstag um 10 Uhr in der Kathedrale von Arras statt. Die Zeremonie wird von Olivier Leborgne, dem Bischof der Stadt, geleitet, wie das Bistum gegenüber France Télévisions mitteilte. Auch Emmanuel und Brigitte Macron werden bei der Zeremonie anwesend sein. Ursprünglich sollte Emmanuel Macron am Donnerstag nach Villers-Cotterêts im Departement Aisne reisen, um die Cité internationale de la langue française einzuweihen. Der 57-jährige Französischlehrer Dominique Bernard wurde am 13. Oktober vor dem Collège-Lycée Gambetta-Carnot in Arras von einem 20-jährigen ehemaligen Schüler erstochen, der als radikalisierter Islamist aktenkundig war und seit Juli von der Generaldirektion für Innere Sicherheit (DGSI) beobachtet wurde. Drei …

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  • Anschlag in Brüssel: Zwei schwedische Fussballfans durch Schüsse getötet

    Anschlag in Brüssel: Zwei schwedische Fussballfans durch Schüsse getötet

    Zwei Schweden wurden am Montagabend im Zentrum der belgischen Hauptstadt am Rande des Fußballspiels Belgien-Schweden mit einer automatischen Waffe getötet. Die Bundesstaatsanwaltschaft, die für Terrorismusfälle zuständig ist, wurde mit den Ermittlungen betraut.

    Drei Tage nach dem Attentat in Arras, das ganz nFrankreich wegen der Ermordung eines Lehrers in Trauer versetzte, wurde nun auch Belgien getroffen. Am Rande des Fußballspiels Belgien-Schweden wurden am Montag, dem 16. Oktober in Brüssel zwei schwedische Staatsangehörige von einem bewaffneten Täter getötet, der nach der Tat auf einem Motorroller flüchtete. Ein Mann, der verdächtigt wird, der Schütze zu sein, wurde am Dienstagmorgen nach einem Schusswechsel festgenommen, wie ein Sprecher der Bundesstaatsanwaltschaft mitteilte. Später am Morgen wurde bekannt, dass der mutmaßliche Attentäter bei der Festnahme getötet wurde.

    https://twitter.com/BanrakasBaba/status/1714186100808503580

    Der belgische Premierminister Alexander De Croo verurteilte die Tat als ein „feiges Attentat“. Er rief zur Einheit im „Kampf gegen den Terrorismus“ auf. Die Bundesstaatsanwaltschaft, die für Terrorismusfälle zuständig ist, wurde mit den Ermittlungen betraut. Die Terrorbedrohungsstufe wurde auf vier angehoben und gilt in der Region Brüssel als „sehr ernst“, das ist die höchste Stufe. Die Behörden forderten die Bewohner auf, „zu Hause zu bleiben, solange die Bedrohung nicht beseitigt ist“.

    Die Tat ereignete sich kurz nach 19 Uhr in der Nähe des Place Sainctelette im Norden der belgischen Hauptstadt. Auf mehreren Videos, die in den sozialen Netzwerken und den belgischen Medien verbreitet wurden, ist zu sehen, wie ein Mann in einer orangefarbenen Neonjacke eine Person in die Lobby eines Gebäudes verfolgt und das Feuer aus einer automatischen Waffe eröffnet. Anschließend flüchtet er auf einem Motorroller. „Drei Personen“ seien durch den Angriff „ins Visier genommen“ worden, sagte Eric van Duyse, Sprecher der belgischen Bundesstaatsanwaltschaft, bei einer Pressekonferenz. Neben den beiden getöteten Personen sei auch ein Taxifahrer verletzt worden.

    Laut Zeugenaussagen trugen die Opfer Fantrikots der schwedischen Nationalmannschaft.

    Ein Video, in dem sich ein Mann zu dem Anschlag bekennt, der mit einer neonorangenen Jacke bekleidet ist und auf Arabisch spricht, ist im Umlauf, wurde aber noch nicht offiziell authentifiziert. Der Mann versichert, der Terrorgruppe Islamischer Staat anzugehören, und behauptet, „drei Schweden“ getötet zu haben. In dem Video wird die schwedische Staatsangehörigkeit der Opfer als Motivation für die Tat genannt.

    https://twitter.com/laraibnaseer/status/1714148711360758132

    Schweden, das in der muslimischen Welt nach mehreren Koranverbrennungen in diesem Sommer zunehmend in Kritik geriet, hat bereits am 17. August die Terrorwarnstufe erhöht.

    Der Sprecher der belgischen Bundesstaatsanwaltschaft betonte allerdings ausdrücklich, dass zum gegenwärtigen Zeitpunkt keine Hinweise auf eine mögliche Verbindung zum aktuellen israelisch-palästinensischen Konflikt vorlägen.

    Ein Mann, der unter dem Verdacht steht, der mutmaßliche Attentäter zu sein, wurde am Dienstagmorgen festgenommen. Früher am Morgen hatte der belgische Justizminister Vincent Van Quickenborne mehr Informationen über den Verdächtigen bekannt gegeben. Es handele sich um einen 45-jährigen Tunesier, der im November 2019 Asyl in Belgien beantragt habe, so der Minister. „Er war den Polizeibehörden bereits wegen Menschenhandels, illegalem Aufenthalts und Gefährdung der Staatssicherheit bekannt.

    https://twitter.com/Mediavenir/status/1714174102313865281

    „Im Juli 2016 wurden von einer ausländischen Polizeibehörde unbestätigte Informationen übermittelt, wonach der Mann sich radikalisiert habe und in ein Konfliktgebiet in den Dschihad ziehen wolle“, führte der belgische Justizminister weiter aus. Allerdings habe es in Belgien „keine konkreten Hinweise auf eine Radikalisierung gegeben“, schränkte er ein.

    https://twitter.com/JeanMessiha/status/1714190178112143424

    In Schaerbeek im Großraum Brüssel wurde eine Hausdurchsuchung in der Avenue Huart-Hamoir durchgeführt, „eine Adresse, an der sich der Verdächtige aufgehalten haben soll“, wie der belgische Bundesstaatsanwalt Frédéric Van Leeuw auf der Pressekonferenz erklärte. Dort fand am Dienstagmorgen auch die Festnahme statt. Von offizieller Seite wurde nicht bestätigt, dass der Verdächtige bei der Festnahme verletzt wurde. Bisher konnte die festgenommene Person noch nicht formell identifiziert werden.

    Vor wenigen Minuten wurde bekannt, dass der Attentäter wohl bei der Festnahme getötet worden sei.

    Am Montagabend fand im König-Baudouin-Stadion in Brüssel ein Fußballspiel zwischen Belgien und Schweden im Rahmen der Qualifikation für die Fußball-Europameisterschaft 2024 statt. Es wurde in der Halbzeitpause gegen 21:30 Uhr abgebrochen. „Ich bin schrecklich traurig. Wir waren uns zu 100 % einig, dass wir die zweite Halbzeit aus Respekt vor den Opfern und ihren Familien nicht spielen würden“, erklärte der Trainer der schwedischen Nationalmannschaft, Janne Andersson, der von der schwedischen Nachrichtenagentur TT zitiert wurde.

    Die Behörden hielten die 35.000 Fans zunächst im Stadion fest, bis sie sicher evakuiert werden konnten, wie das belgische Krisenzentrum mitteilte. Die Fans beider Mannschaften skandierten „Sweden! Sweden!“, berichtete der belgische Fernsehsender LN24. Die Evakuierung des Stadions begann erst kurz vor Mitternacht.

    Nach dem Anschlag in Brüssel werden die Sicherheitsvorkehrungen am Dienstagabend im Pierre-Mauroy-Stadion in Lille für das Freundschaftsspiel zwischen Frankreich und Schottland deutlich erhöht, wie Franceinfo unter Berufung auf die französischen Behörden meldet.

    Der französische Innenminister Gérald Darmanin ordnete an, dass die Kontrollen an der Grenze zu Belgien ab Montagabend verstärkt werden sollen. Die französische Regierung hatte bereits am Freitag, nachdem ein radikalisierter ehemaliger Schüler in einem Gymnasium in Arras einen Lehrer ermordet hatte, die höchste Stufe des nationalen Terror-Warnsystems ausgerufen.

    Die politischen Reaktionen auf das Attentat in Brüssel sind zahlreich. Die Präsidentin der Europäischen Kommission Ursula von der Leyen verurteilte ein „abscheuliches Attentat“. „Ich bin heute Abend von ganzem Herzen bei den Familien der beiden Opfer des abscheulichen Attentats, das in Brüssel stattgefunden hat“, reagierte Ursula von der Leyen auf X. Der Präsident des Europäischen Rates, der Belgier Charles Michel, sagte, dass „das Herz Europas von Gewalt getroffen wurde“. Der schwedische Außenminister Tobias Billström sagte, er sei „am Boden zerstört“.

    Der französische Präsident Emmanuel Macron, der sich am Montagabend in der albanischen Hauptstadt Tirana aufhielt, sagte, dass Europa „erschüttert“ sei.