Schlagwort: Russland

  • Französische Supermarktkette Auchan soll das russische Militär unterstützt haben

    Französische Supermarktkette Auchan soll das russische Militär unterstützt haben

    Eine Untersuchung der Zeitung Le Monde hat gezeigt, dass Auchan-Hypermärkte „anscheinend zu den Kriegsanstrengungen“ Russlands beitragen, indem sie der Armee kostenlos Waren liefern. Die Geschäftsleitung von Auchan zeigt sich „sehr überrascht“ über diese Anschuldigungen und will die Vorwürfe überprüfen.

    Der französische Einzelhändler Auchan, der nach dem Ausbruch des Krieges in der Ukraine im Gegensatz zu vielen anderen Konzernen seine Geschäftstätigkeit in Russland fortgesetzt hat, „scheint zu den russischen Kriegsanstrengungen beizutragen“, schreibt die Zeitung Le Monde am Freitag. Die Unternehmensleitung von Auchan zeigte sich „sehr überrascht“ von den Behauptungen. „Wir sind dabei, die behaupteten Elemente zu überprüfen, aber zum jetzigen Zeitpunkt bestätigen die uns vorliegenden Informationen nicht die Untersuchung von Le Monde“, so die Auchan-Geschäftsleitung.

    Laut Dokumenten, die der größten französischen Tageszeitung, der investigativen Website The Insider und der NGO Bellingcat vorliegen, lieferte Auchan kostenlos Waren an die Armee von Wladimir Putin. In der Untersuchung wird insbesondere von einer Lieferung im Wert von 2 Millionen Rubel (ca. 25.000 Euro) gesprochen, die Auchan kostenlos zur Verfügung gestellt haben soll. Laut Le Monde hatte eine Controllerin des Konzerns, Natalya Z., am 15. März 2022 in einer E-Mail, die „an etwa 20 Mitarbeiter in mehreren Geschäften in Sankt Petersburg, im Westen Russlands, mit dem Ziel, Spenden für die humanitäre Hilfe zu sammeln“, eine Materialliste erstellt. Sie umfasste „Tausende von Zigaretten, Wollsocken in Größe 43 oder 44, Stangen für Gaskocher, Schweinefleischeintopf in Dosen, Äxte und Nägel, alles aus dem Lagerbestand des Geschäfts“, so Le Monde.

    Die Konzernleitung stellt fest, dass „die einzigen beigebrachten Informationen aus dem März 2022 stammen“, d. h. einige Wochen nach Ausbruch des Konflikts, und dass in diesem Fall „die Geschäftspartner, die den Auftrag erteilt haben, übliche Geschäftspartner waren, die uns bereits zuvor einen Auftrag erteilt hatten“. „Wir finanzieren und beteiligen uns nicht freiwillig und aktiv an irgendwelchen Sammlungen für die russischen Streitkräfte“, so die Geschäftsführung weiter.

    Der nach Marktanteilen fünftgrößte Lebensmitteleinzelhändler in Frankreich (hinter E.Leclerc, Carrefour, Intermarché und Système U) ist seit langem sowohl in der Ukraine als auch in Russland vertreten, wo er vor dem Krieg ein Zehntel seines Gesamtumsatzes erzielte. Eine weitere Konzern-Marke, Leroy Merlin, ist dort ebenfalls stark vertreten und beherrscht den Heimwerkermarkt in Russland.

    Bei der Veröffentlichung seiner Ergebnisse für das erste Halbjahr 2022 hatte Auchan erklärt, dass er in Russland eine „deutliche Verlangsamung“ seiner Handelsaktivitäten verzeichnet habe.

  • Russische Flugzeuge in der Nähe von Alaska von US-Kampfjets abgefangen

    Russische Flugzeuge in der Nähe von Alaska von US-Kampfjets abgefangen

    Am Dienstag, den 14. Februar, gab das Nordamerikanische Luft- und Raumfahrtverteidigungskommando (Norad) bekannt, dass es vier russische Flugzeuge in der Nähe von Alaska abgefangen habe. Ein „routinemäßiges“ Abfangen, wie man mitteilte.

    Zwei US-Kampfjets haben vier russische Flugzeuge in der Nähe von Alaska abgefangen, wie das Nordamerikanische Luft- und Raumfahrtverteidigungskommando (Norad) am Dienstag, dem 14. Februar bekannt gab. Diese „routinemäßige“ Abfangaktion russischer Flugzeuge, darunter Modelle des schweren Bombers Tu-95 und des Jagdflugzeugs Su-35, habe bereits am Montag stattgefunden, erklärte das Norad.

    Dies geschieht regelmäßig.
    Dabei handelt es sich um eine Operation, bei der ein potenziell feindliches Flugzeug, das zu nahe an den US-amerikanischen Luftraum gelangt oder gar in diesen eingedrungen ist, eskortiert wird. „Die russischen Flugzeuge blieben im internationalen Luftraum und drangen nicht in den souveränen Luftraum der USA oder Kanadas ein“, fügte das Norad hinzu und erklärte, dass eine solche russische Aktivität „regelmäßig vorkommt und weder als Bedrohung noch als provokative Aktivität angesehen wird“.

    Diese Abfangaktionen sind also Routine, aber die in Nordamerika stationierten Kampfflugzeuge hatten im Februar die Gelegenheit zu echten offensiven Aktionen, als sie einen von Washington als Spionagegerät bezeichneten chinesischen Ballon vor der Ostküste des Landes und drei weitere bisher unidentifizierte Flugobjekte über Alaska und Kanada abschießen mussten.

  • Europäische Union setzt Russland auf die schwarze Liste der Steueroasen

    Europäische Union setzt Russland auf die schwarze Liste der Steueroasen

    Der Rat der EU hat „die 2022 verabschiedeten russischen Rechtsvorschriften anhand der Kriterien für verantwortungsvolles Handeln im Steuerbereich (der EU) geprüft und festgestellt, dass Russland seine Verpflichtung, die schädlichen Aspekte einer Sonderregelung für internationale Holdinggesellschaften zu beseitigen, nicht erfüllt hat“, so die entsprechende Erklärung. Die Europäische Union hat Russland am Dienstag auf ihre schwarze Liste der Steuerparadiese gesetzt, ein vor allem symbolischer Schritt für ein Land, das bereits mit heftigen Wirtschaftssanktionen im Zusammenhang mit der Invasion in der Ukraine belegt wurde. Neben Russland wurden auch die Britischen Jungferninseln, Costa Rica und die Marshallinseln in die Liste aufgenommen, die nun sechzehn Länder umfasst. Der Rat der EU hat „die 2022 verabschiedeten russischen Rechtsvorschriften anhand der (EU-)Kriterien für verantwortungsvolles Handeln im Steuerbereich geprüft und festgestellt, dass Russland seiner Verpflichtung, die schäd…

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  • Olympia 2024: Meinung zur Teilnahme russischer Athleten spaltet die Gemüter

    Olympia 2024: Meinung zur Teilnahme russischer Athleten spaltet die Gemüter

    Nachdem Russland und seine Athleten bereits seit fast einem Jahr von internationalen Wettkämpfen ausgeschlossen sind, könnte ihnen jetzt auch der Zugang zu den Olympischen Spielen 2024 in Paris verwehrt werden. Einige führende Politiker stehen dieser Idee allerdings ablehnend gegenüber. Zwischen Russland und den Befürwortern des Ausschlusses russischer Sportler von den Olympischen Spielen in Paris 2024 verschärft sich der Ton. Gemeinsam mit den Sportministern mehrerer Länder forderte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj den Ausschluss russischer und weißrussischer Sportler von den nächsten Olympischen Spielen, selbst wenn sie unter neutralen Bannern antreten sollten. „Die bloße Vertretung des Terrorstaats bei den Olympischen Spielen 2024 in Paris ist ein Ausdruck von Gewalt und Straflosigkeit“, betonte Selenskyj. Frankreich lehnt die Teilnahme russischer Sportler ab.Angesichts dieser Erklärungen prangerte Russland an, man schade den Werten des Sports, und bezeichnete einen Aus…

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  • Paris 2024: Anne Hidalgo will keine russischen Athleten bei der Olympiade „solange es Krieg gibt“

    Paris 2024: Anne Hidalgo will keine russischen Athleten bei der Olympiade „solange es Krieg gibt“

    Die sozialistische Bürgermeisterin von Paris äusserte sich am Dienstagmorgen auf Franceinfo. „Nicht, solange es Krieg gibt“. Mehr als ein Jahr vor den Olympischen und Paralympischen Spielen in Frankreich hat sich die Bürgermeisterin von Paris, Anne Hidalgo, in einer Live-Übertragung auf Franceinfo gegen die Teilnahme russischer Sportler ausgesprochen. Auf eine entsprechende Frage sagte Anne Hidalgo, dass sie, auch „wenn die Entscheidung beim IOC liegt“, keine russischen Athleten bei den Olympischen Spielen in Paris 2024 „wünscht“. „Solange es diesen Krieg, diese russische Aggression gegen die Ukraine gibt, ist es nicht denkbar, dass wir so tun, als wäre nichts geschehen, dass eine Delegation nach Paris kommt, während die Bomben weiter auf die Ukraine regnen“, sagte Hidalgo auf Franceinfo.

    „Wir werden nicht ein Land aufmarschieren lassen, das gerade ein anderes überfällt“In einem früheren Gespräch Ende Januar hatte sich die Bürge…

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  • Stalingrad-Jahrestag: Russland instrumentalisiert Enkel von Charles de Gaulle für seine Propaganda

    Stalingrad-Jahrestag: Russland instrumentalisiert Enkel von Charles de Gaulle für seine Propaganda

    Der für seine pro-russische Haltung bekannte Pierre de Gaulle, Enkel von Charles de Gaulle, nahm am Donnerstag in Wolgograd an den Feierlichkeiten zum 80. Jahrestag der Schlacht von Stalingrad teil. Eine Stadt, mit der sein Großvater eine besondere Verbindung hatte. Wieder einmal feierte die russische Führung mit großem Pomp die Heldentaten der Roten Armee während des Zweiten Weltkriegs. Am Donnerstag, dem 2. Februar, reiste Wladimir Putin nach Wolgograd, dem ehemaligen Stalingrad, um an den Feierlichkeiten zum 80. Jahrestag der blutigsten Schlacht in der Geschichte des Zweiten Weltkriegs teilzunehmen. Am Rande der Militärparade nahm auch ein Franzose an den Feierlichkeiten teil und legte am Donnerstagmorgen einen Kranz vor dem Mamaev Kurgan Denkmal nieder. Pierre de Gaulle, der Enkel von Charles de Gaulle, kam, um an den Ort , den bereits sein Großvater 57 Jahre zuvor während eines Staatsbesuchs besucht hatte. Die pro-russischen Positionen des vierten Sohnes von Admiral Philippe de Gaulle sind in Russland ein gefundenes Fressen für die Propagandisten des Kremls im Fernsehen. Am Dienstag hatte er in einer Debatte auf dem Fernsehkanal des Verteidigungsministeriums unter anderem erklärt, dass „die Europäer in ihren Illusionen über die Ukraine gefangen sind“ und dass es „an der Zeit ist, die Amerikaner zur Vernunft zu bringen“, worüber der Chef des russischen Auslandsgeheimdienstes, Sergej Naryschkin, offensichtlich sehr erfreut war. Am Donnerstag in Wolgograd zollte Pierre de Gaulle den „Kämpfern, Zivilisten und allen, die sich für den Sieg über den Nationalsozialismus geopfert haben“ seinen Tribut. Schon seine bloße Anwesenheit auf russischem Boden in dieser Zeit reichte aus, um bei den französischen Behörden und seiner Familie Unbehagen auszulösen. Von der Zeitung Le Parisien befragt, meinte sein Bruder Yves: „Die Analyse meines Bruders Pierre betreffen niemanden außer ihn selbst, weder mich noch unsere Familie und schon gar nicht General de Gaulle“. Viele russische Medien hingegen verknüpften mit grosser Freude die Aussagen des Enkels mit dem Bild des Großvaters. Charles de Gaulle „liebte Russland“. Die Popularität von Charles de Gaulle ist in der russischen Gesellschaft fest verankert, und noch mehr in Wolgograd, einer Stadt, mit der den ehemaligen Präsidenten Frankreichs und Vordenker der Europäischen Union eine besondere Geschichte verbindet. Charles de Gaulle besuchte das damalige Stalingrad im November 1944. Der 2. Weltkrieg war damals noch nicht zu Ende. Charles De Gaulle kehrte 1966 während einer fünfzehntägigen Staatsreise in die UdSSR an den Ort der verlustreichsten Schlacht des 2. Weltkrieges zurück. Stalingrad hatte fünf Jahre zuvor seinen Namen in Wolgograd geändert. Frankreich wollte damals aus der NATO austreten und seine besondere Beziehung zur Sowjetunion innerhalb des Westblocks unterstreichen.
  • Ukraine-Krieg: Russland setzt Abkommen mit der Ukraine über Getreideexporte aus

    Ukraine-Krieg: Russland setzt Abkommen mit der Ukraine über Getreideexporte aus

    Die russischen Behörden kündigten am Samstag, dem 29. Oktober, an, das Abkommen über Getreideexporte aus ukrainischen Häfen aussetzen zu wollen. Aus Sorge vor einer weltweiten Nahrungsmittelknappheit forderte die Europäische Union durch ihren Chefdiplomaten Josep Borrell Moskau auf, „seine Entscheidung zu überdenken“. Die EU „drängt Russland, seine Entscheidung zurückzunehmen“, das Abkommen über Getreideexporte aus ukrainischen Häfen, die für die weltweite Nahrungsmittelversorgung lebenswichtig sind, auszusetzen, fordert der Chefdiplomat der EU, Josep Borrell, am Sonntag in einem Tweet.

    Diese Entscheidung „gefährdet den wichtigsten Exportweg für Getreide und Düngemittel, die zur Bewältigung der durch den Krieg in der Ukraine verursachten weltweiten Nahrungsmittelkrise benötigt werden“, betonte Borrell. Moskau begründete die Aussetzung mit einem massiven Drohnenangriff, der am Samstagmorgen auf militärische und zivile Schiffe …

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  • Putins Patentochter – die „russische Paris Hilton“ – ist aus Russland geflohen

    Putins Patentochter – die „russische Paris Hilton“ – ist aus Russland geflohen

    Ksenia Sobtschak, die Tochter von Wladimir Putins Mentor und eine bekannte Figur des russischen Jetsets, ist aus Russland geflohen. Am Mittwoch, dem 26. Oktober, wurde Ksenia Sobtschak, die Tochter des Mannes, der Wladimir Putin in die Politik brachte, wegen Erpressung von Sergej Tschemezow, einem langjährigen Freund des Präsidenten, angeklagt, wie Courrier International berichtet. Die 40-Jährige Patentochter Putins und bekannte Figur des russischen Jetsets war offensichtlich über ihre bevorstehende Verhaftung informiert worden. Ksenia Sobtschak kaufte zunächst ein Flugticket nach Dubai und dann nach Istanbul. Anschließend fuhr sie jedoch in der Nacht mit dem Auto nach Weißrussland und überquerte von dort zu Fuß die Grenze nach Litauen, wie Bilder von Überwachungskameras in sozialen Netzwerken zeigen. Wie die Zeitung Ouest-France berichtet, wurde Ksenia Sobtschak über Reality-TV-Shows bekannt, bevor sie Journalistin, Modejournalistin und schließlich Politikerin wurde. Im Jahr 2018 kandidierte sie für das Präsidentenamt und kritisierte Wladimir Putin und die Annexion der ukrainischen Krim.
  • Ukraine-Krieg: Russisches Fernsehen sieht Menschheit in den letzten Tagen vor „nuklearer Apokalypse“

    Ukraine-Krieg: Russisches Fernsehen sieht Menschheit in den letzten Tagen vor „nuklearer Apokalypse“

    Das russische Fernsehen hat die Menschheit dazu aufgefordert, ihre „letzten Tage vor der nuklearen Apokalypse“ zu geniessen. In einer Zeit der Unsicherheit, in der Präsident Wladimir Putin die Annexion von vier ukrainischen Provinzen angekündigt hat, provoziert das russische Fernsehen und droht sogar mit Atomwaffen. in den vergangenen Wochen schwärmten russische Fernsehstars von der Idee, ausländische Staatsoberhäupter auf ihrem Weg nach Kiew zu entführen, doch dieses Mal gehen die Drohungen noch weiter. „Wir sind in einer Spirale gefangen und ich finde kein einziges Szenario für einen Ausweg aus der Krise […] Die Menschen sollten ihre letzten Tage oder Wochen normal leben. Vielleicht ist das alles, was uns noch bleibt. Es wäre eine Schande, für unsere letzten Tage auf der Erde pessimistisch zu sein“, sagte Maxim Yusin, Kolumnist der Zeitung Kommersant, vor den Kameras.

    Ein „Bär mit Atomraketen“Für die Teilnehmer der Sendu…

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  • Ukraine-Krieg: Laut ukrainischem Präsidenten Massengrab mit 440 Leichen in Isjum entdeckt

    Ukraine-Krieg: Laut ukrainischem Präsidenten Massengrab mit 440 Leichen in Isjum entdeckt

    Der ukrainische Präsident gab bekannt, dass in Isjum, einer der Städte, die die Ukrainer von den Russen zurückerobert haben, ein Massengrab entdeckt wurde. Nach Angaben der regionalen Polizei sollen dort 440 Leichen begraben sein. Es ist nicht das erste Mal, dass seit Beginn des Krieges in der Ukraine ein Massengrab entdeckt wurde. In der von der Ukraine zurückeroberten Stadt Isjum wurde ein Massengrab freigelegt, wie Präsident Wolodymyr Selenskyj, am Donnerstagabend bekannt gab. „Morgen (Freitag) werden ukrainische und internationale Journalisten nach Isjum kommen. Wir wollen, dass die Welt erfährt, was wirklich vor sich geht und wozu die russische Besatzung fähig war. Butscha, Mariupol, jetzt leider Isjum…“, rief Wolodymyr Selenskyj in seiner täglichen Videoansprache, ohne Einzelheiten über die Anzahl der begrabenen Personen oder die Todesursachen zu nennen. Sergej Botwinow, ein Beamter der regionalen Polizei, sprach auf Sky News von 440 Leichen. „Wir wissen, dass einige erschossen wurden, andere starben durch Artilleriebeschuss, Traumata durch Minenexplosionen. Einige starben bei Luftangriffen. Wir haben auch Informationen, dass viele Leichen noch nicht identifiziert worden sind“. Wolodymyr Selenskyj hatte erst am Mittwoch die strategisch wichtige Stadt Isjum besucht und den Ukrainern den „Sieg“ versprochen. Er hatte betont, dass „fast die gesamte Region Charkiw“ im Nordosten des Landes nun „befreit“ sei, was auf eine Anfang September begonnene Gegenoffensive zurückzuführen sei. 600 Millionen US-Hilfe In diesem Zusammenhang bestätigte das Weiße Haus ein neues Paket von bis zu 600 Millionen US-Dollar Militärhilfe für die Ukraine. Seit dem Einmarsch Russlands in die Ukraine haben die USA bereits Militärhilfe im Wert von über 15 Milliarden US-Dollar an Kiew geliefert. Früher am Tag war die Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen, nach Kiew gereist, wo sie an der Seite von Wolodymyr Selenskyj sagte: „Sie werden Ihre europäischen Freunde so lange an Ihrer Seite haben, wie es nötig ist. Wir sind Freunde für immer“. In einem Interview mit der Bild-Zeitung sprach sich die Kommissionspräsidentin außerdem dafür aus, den russischen Präsidenten vor ein internationales Gericht zu stellen: „Putin muss diesen Krieg verlieren und zur Rechenschaft gezogen werden, das ist mir wichtig“. Der ukrainische Präsident betonte, dass es für die Ukraine wichtig sei, Teil des gemeinsamen Marktes der Europäischen Union zu sein, auf dem Waren, Dienstleistungen und Kapital frei zwischen den Ländern zirkulieren können.