Schlagwort: Polizeieinsatz

  • 14-Jähriger tötet Autofahrer bei Flucht vor der Polizei

    14-Jähriger tötet Autofahrer bei Flucht vor der Polizei

    Ein 14-jähriger Jugendlicher, der mit einem gestohlenen Auto unterwegs war, wird verdächtigt, in Clamart (Hauts-de-Seine) den Fahrer eines anderen Fahrzeugs tödlich verletzt zu haben. Der Unfall ereignete sich in der Nacht von Montag auf Dienstag während einer Verfolgungsjagd mit der Polizei, wie der Sender Franceinfo am Dienstag, dem 4. Juni, von der Pariser Staatsanwaltschaft erfuhr. Der Fall wurde an die Staatsanwaltschaft von Créteil übergeben, da der Verdächtige im Val-de-Marne wohnhaft ist.

    Eröffnung eines Ermittlungsverfahrens

    Die Staatsanwaltschaft von Créteil hat ein Ermittlungsverfahren wegen „Diebstahls, verschärfter Verweigerung der Befehlsausführung und verschärftem fahrlässigen Totschlag“ eingeleitet. Den ersten Erkenntnissen der Ermittlungen zufolge wurde die Polizei von Palaiseau (Essonne) auf das gestohlene Fahrzeug aufmerksam. Der Fahrer missachtete die Anweisungen der Polizei und floh.

    Tragischer Unfall in Clamart

    In Clamart verlor der 14-jährige Fahrer die Kontrolle über das Fahrzeug und kollidierte mit einem entgegenkommenden Auto. Der Fahrer des anderen Fahrzeugs verstarb an den Unfallfolgen. Der jugendliche Fahrer wurde verletzt ins Krankenhaus eingeliefert, befindet sich jedoch nicht in Lebensgefahr. Er wurde verhaftet und unter Arrest gestellt.

    Weitere Details zum Unfallhergang und den Hintergründen werden erwartet, sobald die Ermittlungen fortschreiten.

    Dieser tragische Vorfall wirft erneut die Frage nach Jugendkriminalität und deren Ursachen auf. Die Justiz und die Polizei werden nun daran arbeiten, die genauen Umstände zu klären und entsprechende Maßnahmen zu ergreifen.

  • Dramatische Verfolgungsjagd in Caen endet mit Überschlag eines Gendarmerie-Fahrzeugs

    Dramatische Verfolgungsjagd in Caen endet mit Überschlag eines Gendarmerie-Fahrzeugs

    In der Nähe von Caen nahm ein alltäglicher Einsatz der Gendarmerie eine unerwartete und gefährliche Wendung.

    Während einer Geschwindigkeitskontrolle auf einer Nationalstraße am Montagnachmittag, dem 18. März, versuchte ein Einsatzfahrzeug der Gendarmerie, einen rasant fahrenden Golf zu stoppen. Der Fahrer des Sportwagens ignorierte jedoch die Haltesignale und floh, was eine wilde Verfolgungsjagd zur Folge hatte.

    Eine Verfolgungsjagd mit hohem Risiko

    Der Golf-Fahrer überschritt die Geschwindigkeitsbegrenzung deutlich um mehr als 50 km/h. Dies hätte unter normalen Umständen zur Beschlagnahmung seines Führerscheins geführt – vorausgesetzt, er besitzt einen. Als das Gendarmerie-Fahrzeug den Golf stoppen wollte, weigerte sich der Fahrer anzuhalten und beschleunigte stattdessen, um zu entkommen.

    Kontrollverlust und Überschlag

    Die Situation eskalierte weiter, als der Flüchtige sehr riskante Manöver auf der Straße vollführte. Überwachungskameras zeichneten auf, wie der Golf mit hoher Geschwindigkeit in einen belebten Kreisverkehr einfuhr, abrupt nach rechts abbog und den Kreisverkehr fast sofort wieder verließ, dicht gefolgt von dem Gendarmerie-Fahrzeug. Der erfahrene Fahrer des Polizeiwagens verlor jedoch die Kontrolle, das Fahrzeug geriet von der Straße ab und überschlug sich spektakulär.

    Glück im Unglück

    Glücklicherweise erlitten die drei im Fahrzeug befindlichen Gendarmen keine Verletzungen. Der Fahrer des Golf, dessen Kennzeichen registriert wurde, wird jetzt aktiv gesucht.

    Dieser Vorfall unterstreicht die Gefahren, die mit Hochgeschwindigkeitsverfolgungen verbunden sind, und wirft Fragen zur Sicherheit von Verfolgungsjagden auf öffentlichen Straßen auf. Während die Suche nach dem Flüchtigen andauert, sind Erleichterung und Dankbarkeit groß, dass niemand verletzt wurde. Der Vorfall ist eine dramatische Erinnerung an die Risiken, denen sich Strafverfolgungsbeamte im Dienst stellen, und dient als Mahnung, die Anweisungen von Verkehrskontrollen stets zu befolgen.

  • 40 Polizisten stürmen mitten in der Nacht ein Haus – wegen eines Telefonstreichs

    40 Polizisten stürmen mitten in der Nacht ein Haus – wegen eines Telefonstreichs

    Eine Frau berichtete dem Sender BFMTV, dass sie Opfer von „Swatting“ geworden war. Eine Person hatte die Polizei alarmiert, dass in ihrem Haus ein Feminizid stattgefunden habe. Ein Telefonscherz, der den Urheber bis zu zwei Jahre Haft und 30.000 Euro Geldstrafe kosten kann.

    Es war erschreckend beeindruckend. Eine Frau öffnet die Tür ihres Hauses und sieht sich etwa 40 Polizisten gegenüber, die mitten in der Nacht in ihrem Garten stehen und zum Teil mit ihren Waffen auf sie zielen. Diese traumatischen Bilder hat sie nicht vergessen können, wie sie jetzt dem Sender BFMTV berichtet.

    Das Ehepaar hatte eine ruhige Nacht, bevor die Polizisten sie aus dem Bett holten. Diese waren sich sicher, dass es sich um einen Tatort handelte. Die Polizei hatte einen Anruf von einer Person erhalten, die sich als Kind ausgab und behauptete, „sein Vater“ habe „seine Mutter“ erschossen. Ein geschmackloser Scherz, der rund 40 Polizisten mitten in der Nacht umsonst mobilisierte und ein unbescholtenes Ehepaar in Angst und Schrecken versetzte.

    Solche in den sozialen Netzwerken sehr beliebte Streiche tragen den Namen Swatting, ein Wort, das aus dem Wort Swat gebildet wurde, das die amerikanischen Spezialeinheiten bezeichnet, die zu Einsätzen bei Amokläufen gerufen werden, das Äquivalent zum französischen Raid oder der GIGN. Ziel des Swatting ist es also, möglichst viele Polizisten unnötig in Bewegung zu setzen.

    Ein Spiel, das nicht ohne Folgen bleibt. Die unnötige Mobilisierung von Polizeikräften, die in einem echten Notfall deswegen fehlen könnten, kann mit bis zu zwei Jahren Gefängnis und einer Geldstrafe von fast 30.000 Euro geahndet werden. Kürzlich wurden Polizisten sogar zu einem fiktiven Terroranschlag in Paris gerufen…

  • Var: Gendarm verletzt einen Mann bei einem Einsatz tödlich

    Var: Gendarm verletzt einen Mann bei einem Einsatz tödlich

    Der Getötete habe ein „brennbares Produkt“ verspritzt und sei „mit einem Messer bewaffnet“ auf eine Gruppe von Gendarmen zugelaufen.

    Ein Gendarm wurde am Mittwoch, dem 21. Februar, in Gewahrsam genommen, nachdem ein Mann in Les Arcs (Var) gestorben war, wie die Staatsanwaltschaft Draguignan mitteilte. Die Tat ereignete sich während eines Einsatzes in der Wohnung der Person, die aufgrund ihrer „Vorstrafen bekannt war und möglicherweise psychische Probleme hatte“.

    Ein Überwachungs- und Einsatzzug der Gendarmerie hatte sich am späten Nachmittag auf Ersuchen der Stadtpolizei von Les Arcs zu dem Mann begeben, nachdem dieser „wegen Beleidigung von Personen, die Träger der öffentlichen Gewalt sind“, angezeigt worden war.

    Als die Gendarmen eintrafen, soll der Mann unter seiner Tür ein „entflammbares Produkt“ verspritzt haben, das sich in die Gemeinschaftsbereiche des Gebäudes ergoss. Da sie „für die Sicherheit der Anwohner“ befürchteten, dass der Mann das Produkt anzünden könnte, verschafften sich die Gendarmen Zutritt zu seiner Wohnung, daraufhin soll der Verdächtige „mit einem Messer bewaffnet“ auf sie losgegangen sein.

    Einer der Gendarmen eröffnete mit seiner Dienstwaffe das Feuer und verletzte den Mann tödlich. Die Staatsanwaltschaft leitete eine Untersuchung wegen „vorsätzlicher Tötung durch eine Amtsperson“ ein und beauftragte die Generalinspektion der nationalen Gendarmerie und die Gendarmerie in Marseille mit der Durchführung der Untersuchung.

  • Paris: Ein mit einem Fleischermesser bewaffneter Mann wurde in der Nacht von der Polizei erschossen

    Paris: Ein mit einem Fleischermesser bewaffneter Mann wurde in der Nacht von der Polizei erschossen

    Der Mann, der der Justiz bisher unbekannt war, starb. Kein Polizist wurde verletzt, aber vier Polizisten, die unter Schock standen, wurden in ein Krankenhaus gebracht.

    Ein Mann, der mehrere Polizisten mit einem Fleischermesser bedrohte, wurde in der Nacht von Freitag auf Samstag, den 17. Februar von der Polizei in Paris erschossen. Dies meldet der Sender Franceinfo und bezieht sich auf eine Mitteilung der Pariser Staatsanwaltschaft. Auch die Zeitung Le Parisien meldete den Vorfall.

    Der Vorfall ereignete sich kurz vor 3 Uhr morgens an der Straßenbahnhaltestelle Butte du chapeau rouge am Boulevard d’Indochine im 19. Arrondissement der französischen Hauptstadt. Die Polizei wurde von Zeugen wegen eines etwa 40-jährigen Mannes gerufen, der mit einem Fleischermesser bewaffnet unherirrte. Der Mann sudanesischer Herkunft hatte außerdem „ein Notizbuch mit arabischen Aufschriften“ in der Hand, so die Pariser Staatsanwaltschaft.

    Die Polizisten forderten den Mann vergeblich auf, seine Waffe fallen zu lassen. Daraufhin machten sie mehrmals von ihren Elektroschockpistolen Gebrauch. Der Mann behielt jedoch seine Klinge in der Hand und ging auf die Ordnungskräfte zu. Nach ersten Erkenntnissen eröffneten vier Polizisten das Feuer und trafen den vermeintlichen Angreifer etwa zwanzig Mal. Der Mann, der der Justiz bisher unbekannt war, starb im Kugelhagel. Die Pariser Staatsanwaltschaft erklärt, dass kein Polizist verletzt wurde, die vier Beamten jedoch unter Schock standen und in ein Krankenhaus gebracht werden mussten.

    Die Staatsanwaltschaft von Paris leitete zwei Ermittlungen ein. Die erste wegen „versuchter vorsätzlicher Tötung“ gegen den vermeintlichen Messer-Angreifer, die zweite Untersuchung wird von der Generalinspektion der nationalen Polizei (IGPN) wegen „vorsätzlicher Gewalt durch Polizeibeamte mit Todesfolge ohne Tötungsabsicht“ durchgeführt.

  • Die Polizei rückte wegen eines Raubüberfalls aus – doch es waren Dreharbeiten zu einem Rap-Video

    Die Polizei rückte wegen eines Raubüberfalls aus – doch es waren Dreharbeiten zu einem Rap-Video

    Am Sonntag, dem 11. Februar, kam es in einem Stadtteil von Dijon (Departement Côte-d’Or) zu völliger Verwirrung. Die Polizei griff wegen eines Überfalls auf einen Supermarkt ein, bei dem es sich aber nicht um einen Überfall handelte. Es handelte sich in Wirklichkeit um den Dreh eines Rap-Videos. Ein…

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  • Frankreich vom Europäischen Gerichtshof wegen Polizeieinsatz bei Demonstration im Jahr 2010 verurteilt

    Frankreich vom Europäischen Gerichtshof wegen Polizeieinsatz bei Demonstration im Jahr 2010 verurteilt

    Der Fall betraf die Einkesselung von einem Dutzend Personen durch die Polizei in Lyon während einer Demonstration im Jahr 20210 gegen eine geplante Rentenreform.

    Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) verurteilte Frankreich am Donnerstag, dem 8. Februar, wegen einer Einkesselung durch die Polizei ohne Rechtsgrundlage bei einer Demonstration im Jahr 2010 in Lyon. Das europäische Gericht ist der Ansicht, dass die Beschwerdeführer damals Opfer von Verletzungen der Bewegungs-, Versammlungs- und Meinungsfreiheit geworden sind.

    Der Einsatz eines Polizeikessels hatte zum Zeitpunkt des Vorfalls vor fast 14 Jahren keinen gesetzlichen Rahmen, so der EGMR. Das Innenministerium hat seitdem im Dezember 2021 ein neues nationales Schema zur Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung veröffentlicht, das einen gesetzlichen Rahmen für diese Technik vorgibt.

    Der Fall betrifft die Einkesselung der Beschwerdeführer, ein Dutzend Personen, für mehrere Stunden durch die Polizei auf dem Place Bellecour in Lyon am 21. Oktober 2010 während einer Demonstration gegen einen Gesetzesentwurf zur Rentenreform.

    „Jede Maßnahme, die die durch die Europäische Menschenrechtskonvention garantierten Freiheiten der Freizügigkeit, der Meinungsäußerung und der friedlichen Versammlung einschränkt, muss gesetzlich vorgesehen sein“, sagte der EGMR in seiner Erklärung. Der Gerichtshof „stellt fest, dass der Einsatz der Technik der Einkesselung durch die Ordnungskräfte zum Zeitpunkt der Ereignisse nicht gesetzlich vorgesehen war“ und stellt folglich mehrere Verletzungen der Menschenrechtskonvention fest, darunter auch solche, die sich auf die Bewegungs-, Versammlungs- und Vereinigungsfreiheit beziehen.

    Der Anwalt der Kläger, Patrice Spinosi, begrüßte das Urteil als „einen Sieg des Prinzips, der zeigt, dass die Anwendung der Praxis der Einkesselung (…) in Frankreich vor dem Inkrafttreten des nationalen Gesetzes zur Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung im Dezember 2021 unzulässig war“.

  • Neujahrsfest: 90.000 Polizisten und Gendarmen werden in ganz Frankreich mobilisiert sein

    Neujahrsfest: 90.000 Polizisten und Gendarmen werden in ganz Frankreich mobilisiert sein

    Allein in Paris werden mindestens 6.000 Polizisten und Gendarmen im Einsatz sein. Laut dem französischen Innenminister Gérald Darmanin werden mehr als 1,5 Millionen Menschen auf den Champs-Elysées erwartet, um gemeinsam das neue Jahr zu beginnen.

    Der französische Innenminister verspricht für den Abend des 31. Dezember „eine große Präsenz und Entschlossenheit“. Insgesamt werden am Silvesterabend 90.000 Angehörige der Ordnungskräfte im ganzen Land eingesetzt, wie Céline Berthon, die stellvertretende Generaldirektorin der nationalen Polizei, auf einer Pressekonferenz am Freitag, dem 29. Dezember, bekannt gab. Davon werden mindestens 6.000 Polizisten und Gendarmen allein in Paris eingesetzt, wo laut Innenminister Gérald Darmanin mehr als 1,5 Millionen Menschen auf den Champs-Elysées erwartet werden.

    In der Hauptstadt wurde der Sicherheitsbereich in der Umgebung der Champs-Elysées ausgeweitet und reicht nun von der berühmten Avenue der Champs-Elysées bis zur Avenue de la Grande Armée, wie Laurent Nunez, der Polizeipräfekt von Paris, mitteilte. Es werden Kontrollen und Durchsuchungen der Menschen in diesem Bereich durchgeführt werden. Der Konsum von Alkohol wird „wie in den anderen Jahren“ verboten sein, ebenso wie Glasflaschen und der Verkauf von Alkohol zum Mitnehmen. Auch das Mitbringen von Knallkörpern, Feuerwerkskörpern oder Gegenständen, die als Waffen dienen können, wie z. B. Messer, ist verboten.

    Der Innenminister erklärte „vor dem Hintergrund einer sehr hohen terroristischen Bedrohung“, dass „5.000 Soldaten der Operation Sentinelle“ und „73 Einheiten mobiler Kräfte, darunter fünf Einheiten der neuen CRS8“ Teil der Vorkehrungen seien. „Demonstrationen werden an diesem Abend verboten sein“, fügte Polizeipräfekt Laurent Nunez hinzu. Darüber hinaus werden auf dem Champs de Mars, dem Trocadero und in den öffentlichen Verkehrsmitteln große Polizeiaufgebote eingesetzt.

    Zum ersten Mal werde die Polizei an Sylvester Drohnen fliegen lassen, wie es bereits bei der Absicherung der Rugby-Weltmeisterschaft der Fall gewesen sei, teilte Innenminister Darmanin mit und erwähnte auch den Einsatz von etwa zehn Hubschraubern im ganzen Land. Darunter seien auch zwei Maschinen der Gendarmerie, die ab Freitagmorgen „bis zum späten Sonntagabend“ über die Viertel des Großraums Paris fliegen würden, so der Pariser Polizeipräfekt.

    Der Innenminister betonte außerdem ausdrücklich, dass die Polizei auch in den Überseegebieten, insbesondere in Französisch-Guayana und Mayotte, sowie in zwei Städten in Frankreich, Charleville-Mézières und Romans-sur-Isère, besonders mobilisiert würde. Gründe dafür seien die verschiedenen Ausschreitungen während des Jahres 2023.

  • Internationale Yoga-Sekte: 40 Personen und Guru Gregorian Bivolaru in Frankreich festgenommen

    Internationale Yoga-Sekte: 40 Personen und Guru Gregorian Bivolaru in Frankreich festgenommen

    Eine groß angelegte Razzia gegen eine sogenannte Yoga-Sekte wurde am Dienstag in Frankreich von der Polizei durchgeführt.

    Am Dienstag, dem 28. November, wurden in Frankreich 41 Personen festgenommen, die verdächtigt werden, mit einer internationalen Sekte in Verbindung zu stehen, die unter dem Deckmantel des Yoga zahlreiche kriminelle Handlungen begangen haben soll.

    Zu den Festgenommenen gehört Gregorian Bivolaru, der rumänische Guru und Gründer dieser umstrittenen internationalen Yoga-Bewegung. Für den Einsatz wurden 175 Polizisten in Paris, Seine-et-Marne, Val de Marne und den Alpes-Maritimes mobilisiert. Zum Zeitpunkt der Festnahme des Gurus sind 26 Frauen aus dem Haus, in dem der Guru wohnte, befreit worden. Sie wurden „unter beengten und hygienisch bedenklichen Bedingungen“ festgehalten, heißt es von Seiten der Polizei.

    Laut einer von dem Sender Franceinfo kontaktierten Justizquelle lassen die ersten Elemente darauf schließen, dass diese internationale Sekte sich insbesondere auf Tantra-Yoga konzentrierte und diese Lehre dazu benutzte, die Opfer über Techniken der mentalen Manipulation so zu konditionieren, dass sie sexuelle Beziehungen akzeptierten. Die Techniken sollten bei den Opfern jede Vorstellung von Zustimmung im Rahmen von sexuellen Beziehungen unterdrücken. Die französische Zentralstelle zur Bekämpfung von Gewalt gegen Personen (OCRVP) hatte insbesondere die Beschwerden von drei weiblichen Opfern der Organisation aufgenommen, die angaben, in einem Pavillon gefangen gehalten und zu bestimmten sexuellen Praktiken gezwungen worden zu sein.

    Die von dem Guru Gregorian Bivolaru geleiteten Praktika hatten zum Ziel, die Personen zur Teilnahme an sexuellen Aktivitäten zu bewegen. Mehrere Teilnehmer berichteten, dass sie gezwungen wurden, ihren Aufenthalt bei der Sekte zu „bezahlen“, indem sie sich – im Falle von Frauen – sexuellen Videochats hingaben und – im Falle von Männern – körperliche Arbeit verrichteten.

    Ende Juli 2022 hatte der interministerielle Ausschuss zur Überwachung und Bekämpfung von gefährlichen sektiererischen Entwicklungen, eine Meldung an die Pariser Staatsanwaltschaft gerichtet, nachdem er von der Liga für Menschenrechte über zwölf Anzeigen informiert worden war. Die Anzeigen stammten von ehemaligen Mitgliedern der Misa-Bewegung, „Mouvement pour l’Intégration Spirituelle vers l’Absolu“ (Misa), einer international agierenden Gruppe, die Anfang 1990 in Rumänien ebenfalls von Gregorian Bivolaru gegründet wurde und die Vorläuferin der aktuellen Sekte ist. Zahlreiche Frauen verschiedener Nationalitäten erklärten, dass sie Opfer der Machenschaften der Organisation MISA und ihres Anführers Gregorian Bivolaru geworden seien.

    Die Staatsanwaltschaft Paris hatte am 10. Juli 2023 gerichtliche Ermittlungen wegen „bandenmäßigen Missbrauchs von Schwäche durch ein Sektenmitglied“, „bandenmäßiger Freiheitsberaubung“, „Vergewaltigung“ und „bandenmäßigen Menschenhandels“ eingeleitet.

  • Tränengas und Blendgranaten: Hochzeit in Hauts-de-Seine geht gründlich schief

    Tränengas und Blendgranaten: Hochzeit in Hauts-de-Seine geht gründlich schief

    Am Samstag wurde die Hochzeit eines jungen Paares zum Albtraum, als zwei Gäste beschlossen, Feuerwerkskörper abzufeuern, um die neue Verbindung zu feiern. Die Polizei griff ein, es lag Tränengas in der Luft und es gab Festnahmen. Der Traumtag verlief offensichtlich nicht ganz wie geplant.

    Der Vorplatz des Rathauses von Gennevilliers im Departement Hauts-de-Seine sah am Samstag aus wie ein Schlachtfeld. Dabei hatte alles friedlich und mit einer ganz normalen Hochzeit begonnen, doch dann eskalierte die Situation und endete für zwei Gäste auf der Polizeiwache.

    Es ist 16 Uhr, zwei Brautpaare haben sich gerade das Ja-Wort gegeben, und zur Feier des Tages beschließen zwei Gäste, beim Verlassen des Standesamtes Feuerwerkskörper abzufeuern – eine unerlaubte Aktion, die die in der Nähe stationierten Polizeibeamten zu einem harten Eingreifen veranlasst.

    Die Polizisten verlangten von den Gästen, das Abfeuern von Feuerwerkskörpern zu unrterlassen, doch diese weigerten sich, und andere Gäste verteidigten sie. Der Protest der Feiernden gegen die Polizeimaßnahme eskalierte, so dass die Sicherheitskräfte „sahen sich gezwungen“ auf Tränengas und Blendgranaten zurückzugreifen, um die Hochzeitsgesellschaft zu „beruhigen“ und Verstärkung anzufordern. Die Zeitung Le Parisien berichtet, dass ein Gast leicht am Auge verletzt wurde, vermutlich durch einen Splitter einer Tränengasgranate. Die beiden Gäste, die unter dem Verdacht standen, die Feuerwerkskörper abgefeuert zu haben, wurden in verhaftet und in der Polizeiwache von Gennevilliers in Polizeigewahrsam genommen.

    „Die beiden Beschuldigten haben den Tatbestand der Rebellion und des Besitzes ohne rechtmäßigen Grund einer explosiven Substanz oder eines explosiven Produkts, das keiner besonderen Regelung unterliegt und es ermöglicht, eine Zerstörung oder Beschädigung von Eigentum anderer zu begehen, eingeräumt“, so die Staatsanwaltschaft von Nanterre.

    Der Vorfall hatte auch Auswirkungen auf eine weitere Hochzeit, die kurz nach 16 Uhr stattfand. „Vielleicht hätten wir es vermeiden können, zwei Hochzeiten zu vergasen? Auch die nächste Hochzeitsgesellschaft weinte. Das Brautpaar und seine Gäste hatten während der Zeremonie tränende Augen“, überlegte der Bürgermeister von Gennevilliers, Patrice Leclerc, nach der unschönen und möglicherweise nicht notwendigen Eskalation.

    „Diese Art von Ausschreitungen kann nicht toleriert werden, und ich danke und unterstütze voll und ganz alle Polizisten, die sich dieser feindseligen Gruppe entgegengestellt und diese Störungen der öffentlichen Ordnung beendet haben“, tönte der Pariser Polizeipräfekt Laurent Nuñez nach den Vorfällen. „Entschlossenheit ist unser Motto und wir werden damit fortfahren“, schloss er.